Bluttests, KI und Eigenmarken: dm-CEO Christoph Werner erfindet den Drogeriemarkt neu (#925)

Shownotes

Feuchttücher, Klopapier und klare Kante: Mit über 19,2 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 90.000 Mitarbeitenden ist dm die unangefochtene Nummer 1 im deutschen Drogeriemarkt. Unter Chef Christoph Werner ist das Unternehmen in den vergangenen 16 Jahren enorm gewachsen. Im OMR Podcast berichtet er, welche enormen Umsätze mit Eigenmarken möglich sind, welches Potenzial er bei Protein-Produkten sieht, warum die Einkäufer des Familienunternehmens immer wieder in Asien unterwegs sind und was das firmeneigene dmGPT heute schon kann. Doch der Sohn des dm-Gründers schreckt auch nicht vor politischen Statements zurück: Er blickt besorgt auf den Standort Deutschland und die Demokratie, fordert tiefgreifende Reformen von der Politik - aber will trotzdem niemals nach Dubai auswandern. Und auch nicht ins All fliegen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Die wirtschaftliche Relevanz der nun folgenden Episode kann man vielleicht als Stammhörer oder Hörerin daran erkennen, dass ich gar nicht erst nach dem Ergebnis der Firma gefragt habe.

00:00:09: Weil allen eh klar ist es gigantisch groß und man genügend Hinweise bekommt wie groß das dann doch sein könnte.

00:00:15: aber es ist wirklich unfassbar was für eine Maschine die Familie Werner da über zwei Generationen hingebaut hat mit eben DM.

00:00:22: Sie haben zwei Millionen Kunden am Tag in Zwei Tausend Fünfhundert Läden quer durch Europa mittlerweile.

00:00:29: Dennoch macht sich der Christoph ab und zu Sorgen um die Zukunft der Firma, ist nicht sicher, dass diese Maschinerie so weiterläuft wie ich das annehmen würde?

00:00:36: Und so sind wir nach Jahren mal wieder eingestiegen in das besondere Geschäftsmodell Drogeriemärkte und am Ende auch in seine Gedankenwelt rund um den Standort Deutschland!

00:00:45: Das alles gibt's jetzt im großen Gespräch mit dem DM Eigentümer und CEO Christoph Werner.

00:00:50: Auf geht es!

00:01:03: Hallo, Philipp.

00:01:04: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:05: Ja,

00:01:05: sehr, sehr gerne.

00:01:06: Wir haben ja schon mal vor Jahren gesprochen zu Corona-Zeiten.

00:01:09: da war die Welt ein bisschen anders.

00:01:11: Seitdem habt ihr einen riesigen Run gemacht.

00:01:13: also fühlt extremes erfolgreiche Jahre hinter euch.

00:01:17: aber ich will noch einmal ein bisschen vorher anfangen weil ich wusste das damals gar nicht so ganz genau habe ich schlecht recherchiert.

00:01:23: du hast sechs Geschwistern ne?

00:01:26: Das ist richtig, ja.

00:01:28: Musst grad mal nachzählen.

00:01:32: Wie kam es eigentlich ausgerechnet du sozusagen, derjenige geworden bist, der dieses Unternehmen leitet und übernommen hat?

00:01:39: Ja ich war derjenig, der sich dafür interessiert hat.

00:01:41: Aber dann nicht!

00:01:43: Nicht in der Form, nee.

00:01:45: Also ich bin der zweite Älteste von der ersten Ehe meines Vaters.

00:01:49: Und jetzt weiß natürlich auch so das ... weil ich aus der Ersten Ehe war und die Ehe ist ja zerbrochen.

00:01:55: Da hatten wir schwierige Zeiten in der Familie und da hat sich mein Vater auch sehr intensiv um uns drei Kinder gekümmert Und deswegen war das ein sehr enges Verhältnis, welches ich auch mit meinem Vater hatte.

00:02:05: Wir haben sehr viel Gespräche geführt über den tieferen Sinn dessen was uns da wiederfahren ist und somit hatte ich einen sehr guten Draht zu ihm und habe ihm dann noch viele Fragen zunehmend gestellt.

00:02:16: zur wirtschaftlichen Ding.

00:02:17: Da hab' ich mich fürs Unternehmen mehr interessiert und er hat mich oft mitgenommen also in die Zentrale wie es damals noch hieß oder auf den Rundfahrten wenn der DM-Markt besucht hat.

00:02:28: Und so hab ich dann auch langsam von meinem ursprünglichen Ziel, ein Kampfpilot zu werden Abstand genommen und hab mich erst mal für einen betriebswirtschaftliches Studium interessiert.

00:02:38: Und das ist dann auch getan.

00:02:40: So

00:02:40: bin ich da eingestiegen.

00:02:41: Vorher war es bei Waldorfschule

00:02:42: gemacht?

00:02:44: Ja

00:02:44: mit vorgeschalteten Wald auf Kindergarten sogar.

00:02:46: Das

00:02:47: ist ja auch Kampfpilot nach Waldorf-Schule.

00:02:51: Aber du warst immer ein Mann der Gegensätze.

00:02:53: Nein, ich würd mal sagen ... Ich habe mich für viele Dinge interessiert Und hab schon immer einen kritischen Abstand zu Grundsätzen gehabt, die manchmal etwas ideologisch daherkommen.

00:03:08: Okay!

00:03:09: Ist ja in der Geschichte war das so, als du zu dreizehn-vizienten warst?

00:03:11: Dein Vater, dir ein Artikel hingelegt hast, nach dem Motto liest du auch mal hier diesen Fachartikel über die Lebensmittelbranche oder so...

00:03:18: Ja was er gemacht hat ist, er hat mich zum Teil manchmal Sachen zusammenfassen lassen wenn da irgendwelche Texte waren.

00:03:25: Da gab's ja noch keinen kein Chat-GPT, ne?

00:03:29: Und damit hab ich dann so manches mehr angeschaut.

00:03:31: Oder was er manchmal auch gemacht hat ist ... Wenn der Sachen in die Geschäftsführung geschickt hat, das war dann immer so sozusagen, hatte immer so ein Kreis mit dem Strich durch und dann GLK, Geschäftsleitungskonferenz oder Führungsbesprechungen, FÜB hieß es früher bei DM, und dann hat er mir manchmal auch eine Kopie zu kommen lassen.

00:03:49: Als du das Dreizeitwürzel machst.

00:03:50: Genau!

00:03:50: Und so habe ich das dann immer gelesen und so ist dann nach und nach mein Interesse dafür immer mehr Und entstanden.

00:03:57: Ich stelle

00:03:57: die Geschichte, dass ihr dann teilweise in den Sommerferien Fahrradtouren gemacht habt und von einem DM-Markt zum anderen gefahren seid?

00:04:03: Ja also wenn ein.

00:04:05: damals gab es noch nicht ganz so viele ne aber wenn da einer war haben wir da angehalten.

00:04:09: ja klar auch wenn wir waren mein USA unterwegs und da haben wir dann auch uns Lebensmittelmärkte angeschaut.

00:04:15: Okay

00:04:16: Aber am Ende bist du erst mal nach dem Studium in Deutschland nochmal in die USA hast du auch einen MBA gemacht und dann auch dort gearbeitet in der ganze Weile lang.

00:04:24: Ja genau

00:04:25: War dir klar, dass du einen Tag zu dem kommen wollen würdest?

00:04:28: Nein.

00:04:30: Das Unternehmen war damals schon recht groß und mein Vater hatte zunehmende Prominenz bekommen.

00:04:34: Man wird immer doch an seinem Vater verglichen.

00:04:36: Und das führt dann auch dazu, dass man sich in seinen Unzulänglichkeiten so richtig erleben kann.

00:04:42: Deswegen war es für mich wichtig, meinen eigenen Weg zu gehen.

00:04:45: Es war wirklich ein Ergebnis offen.

00:04:48: Mein Weg war ja der gewesen, dass ich nach dem Abitur erst mal alle Studium gemacht habe.

00:04:52: Da hab ich damals bei der Firma Tigut meine Praxis-Fasen gemacht.

00:04:57: Tigut aus Fulda verschwindet jetzt ja leider vom Markt, aber das war eine wirklich interessante Zeit damals ...

00:05:04: Was machen die?

00:05:05: Supermärkte, Verbrauchermärkte.

00:05:07: Also Lebensmittel Einzelhandel auch mit einem eigenen Fleischwerk damals und Bäckerei.

00:05:12: Und das war von zweiundneinzig bis fünfundneintzig.

00:05:15: Fulder ist ja Zonenrandgebiet gewesen, Westdeutschland Und das war damals da richtig die Boomzeit, weil da die Grenze gerade gefallen war und eine stürmische Expansion dann in die angrenzenden neuen Bundesländer stattgefunden hat.

00:05:27: Da hab ich dann ein Unternehmen erlebt, welches eben grade wirklich im Vorwärtsgang war.

00:05:33: Bin danach allerdings zur Markenartikelindustrie gegangen, weil ich fand es immer schon spannend bei den Einkaufsverhandlungen.

00:05:39: Da habe ich sozusagen immer auf der Händlerseite gesessen.

00:05:45: Und dann hab ich auch mir überlegt, doch vielleicht mal in einem anderen Land die Händler besser kennen zu lernen.

00:05:51: Da sagte mein Vater zu mir, geht doch mal zur Markenartikelindustrie.

00:05:55: Wenn

00:05:55: man das so hört, relativ klare Hinführung zum heutigen Job fast.

00:06:00: Handel kennengelernt mit dem einzelnen Handeln.

00:06:02: Dann markenartikelseite kennengeletten ...

00:06:06: Im Rückblick sehr stringent ja?

00:06:08: Aber wie man so schön sagt, das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärz verstanden.

00:06:12: Deine ganzen Geschwister sind alle gar nicht in der Firma?

00:06:15: Nee.

00:06:16: Und die sind aber dankbar, dass du es machst wahrscheinlich?

00:06:18: Ja, die sind nicht einen eigenen Weg gegangen und gucken ganz fröhlich aus der Wäsche.

00:06:22: Aber am Ende hast du jetzt ja da eine riesen Erfolgsgeschichte produziert.

00:06:27: Seid du dabei, wirst dich immer wirklich noch mal brutal gewachsen.

00:06:29: dann ist man doch wahrscheinlich auch ganz happy so in der Familie mit dir.

00:06:33: Ja gut ich muss jetzt sagen also ich habe das jetzt ja nicht produziert ne.

00:06:36: Es ist gemeinsame Ergebnis einer großen Arbeitsgemeinschaft.

00:06:39: Jetzt hatte ich das Glück dass ich da in dieser Situation dann auch helfen konnte, dass wir uns oft Entscheidungen getroffen haben die sich als erfolgreich erwiesen haben.

00:06:52: Aber ich glaube es ist gerade wichtig auch wenn man so ein Unternehmen arbeitet nie zu glauben das man selbst alles bewerkstelligt hat.

00:06:57: natürlich braucht's jeden an seiner Stelle aber allein wird es auf keinen Fall möglich gewesen.

00:07:02: Du bist ja auch jemand, der sehr philosophisch aufs Leben guckt und sich hoffentlich die Frage stellt.

00:07:07: Warum ausgerechnet ich?

00:07:08: Also warum bin ich jetzt der Typ, der so einen Milliardenkonzern verantwortet?

00:07:14: Wie bin ich da hingekommen?

00:07:15: was will er liebe Gott damit bewerken?

00:07:18: oder wie denkst du darüber nach?

00:07:19: also nimm es kurz mit in deine Reasoning.

00:07:23: Ja gut, ich glaube wir finden uns wieder auf dieser Welt.

00:07:28: Kann man sich die Frage stellen, ist das alles Zufall oder hat es eine Bewandtnis?

00:07:33: Die kann man nicht abschließend beantworten.

00:07:35: Aber da kann man unterschiedliche Perspektiven einnehmen und eine Perspektive, die ich einnehme, ist, dass ich davon ausgehe und mir sage, vielleicht hattest ja seinen Grund.

00:07:43: Vielleicht hab ich mich auch entschieden.

00:07:46: Auch wenn ich mich nicht mehr erinnern kann.

00:07:48: Man kommt schnell zu der Frage, was ist denn überhaupt jetzt der Sinn dieses Lebens, dass man da lebt?

00:07:52: Man kommt durchaus mal in Momente der Sinnkrisen usw.

00:07:56: Und ... Eine Perspektive, die ich persönlich sehr hilfreich finde auch wenn ich sie nicht beweisen kann.

00:08:01: Wenn man mal so drauf schaut dass man sagt vielleicht habe ich mich ja entschieden genau zu diesem Zeitpunkt in dieser Familie In diesem Land sozusagen geboren zu werden.

00:08:16: Also noch der Motto man kann in der Auswahl seiner Eltern nie vorsichtig genug sein und bin dann jetzt in dieser Situation Gerade weil ich da was lernen kann.

00:08:25: Weil ich da etwas ausprägen kann an Fähigkeiten, die ich vielleicht dann auch wieder mitnehmen werde später.

00:08:30: Wenn nicht mal davon ausgeht, dass wir nicht aus einem großen schwarzen Nichts kommen und im große schwarze Loch widerfallen.

00:08:35: Und dann schaut man natürlich auf Situationen in denen man Gerät ganz anders.

00:08:40: Also dann sieht man sich nie eine Opferrolle, sondern sagt sich immer, ist ja interessant.

00:08:44: Warum widerfährt mir das denn jetzt?

00:08:46: Was liegen denn dafür Chancen drin?

00:08:48: Was kann ich denn daraus

00:08:49: machen?".

00:08:52: Das Leben, welches wir leben.

00:08:53: Die permanente Frage sozusagen... Also die Suche nach der Antwort auf die Frage, die ich mir gestellt habe, bevor ich in dieses Leben gekommen bin und es ist dann der sogenannte Lebensfaden, ja?

00:09:07: Der rote Lebensfad, den wir doch glaube ich alle mehr oder weniger bewusst suchen.

00:09:12: Wenn man mal so aufs Leben schaut, kommt man in unterschiedliche Situationen beispielsweise im konkreten Fall jetzt geboren als der Sohn eines Vaters, der eben dreiundsebzig so ein Unternehmen gegründet hat mit seinen ganzen Eigenschaften die er hatte.

00:09:28: Die natürlich wie bei jedem Unternehmer mit Ecken und Kanten aber auch mit mit mit genialen Seiten war.

00:09:34: Und dann sich zu sagen jetzt ist da so ein unternehmen und jetzt hast du auch noch das Glück gehabt auf die Welt zu gucken, dass du viel lernen konntest auch in anderen Unternehmen viel gelernt hast.

00:09:46: Und jetzt kommt da so eine Situation wo dann damals seitens der Geschäftsführung die Frage an mich herangetragen wurde Mensch, danach wollen sie nicht hier ins Unternehmen kommen es gibt ne Vakanz in der Geschäftswörung und sich dann zu sagen das ist vielleicht eine riesen Chance die da auf mich zukommt und die sollte ich vielleicht ergreifen weil Vielleicht habe Ich mich bewusst in so einer Situation gegeben.

00:10:07: und dann muss man sich den Herz fassen mit gewissen Mut und sagen Da gebe ich mich jetzt rein, auch wenn ich natürlich zunächst mal in eine Situation komme.

00:10:14: Die größer ist als das, was ich schon kann.

00:10:16: Aber Mut ist ja nach meinem Verständnis des Zutrauen in die eigenen

00:10:19: Fähigkeiten.".

00:10:20: Und wer

00:10:20: hat dich gefragt?

00:10:21: Dein Vater noch?

00:10:22: Ja, das war damals der Vorsitzende der Geschäftsführung.

00:10:25: Also dein Vater?

00:10:26: Nee, er war schon aus dem operativen Geschäft raus.

00:10:28: Das war damals Der Erich Haasch, der dann später zu Hornbach gegangen ist... ...aber da fragte ich

00:10:33: nicht ohne abgestimmt sein mit seinem Vater!

00:10:35: Ich gehe mal davon aus, dass ihr auch mit ihm gesprochen habt.

00:10:38: aber für mich in der unmittelbaren Ein unmittelbarer Erlebnis war es so, dass er zu mir gesagt hat, Mensch Herr Werner bei der nächsten Aufsichtsratssitzung wenn Sie da sind lassen sie uns doch mal davor noch ein Gespräch führen.

00:10:49: Und

00:10:50: oder warst du noch

00:10:51: in den USA?

00:10:51: Da war ich damals in Frankreich bei Klexos-Messklein und habe die Marketingleitung verantwortet.

00:10:56: Wann bist Du reingekommen in die Firma, wann war das genau als die Frage kam?

00:10:59: Also ich bin Ende Jahrzehnte zu dem gekommen, dann hab' ich erst einmal zwei Monate lang Praktikum gemacht wo ich dann vielen in den DM-Märkten auch gearbeitet habe, auch in den Legern mitkommissioniert habe.

00:11:10: Einfach um das Unternehmen noch mal wirklich von innen besser kennen zu lernen, weil ich davor im Aufsichtsrad war ... Von DM und da guckt man natürlich immer mehr von außen

00:11:18: drauf.".

00:11:18: Wie groß war die Firma damals so?

00:11:19: Vom Umsatz her ungefähr?

00:11:20: Boah, gute Frage!

00:11:22: War kleiner.

00:11:23: Weiß gar nicht mehr, aber deutlich.

00:11:25: Ja, könnt hinkommen ja...

00:11:27: Das heißt in den letzten sechszehn Jahren, dass der Unternehmen nochmal passt verdoppelt?

00:11:31: Ja.

00:11:32: Also das ist ja schon jetzt irgendwie ganz amtlich auf der Größe auch noch.

00:11:35: Ja, also ich würde sagen mehr und mehr Kunden sind zu uns gekommen.

00:11:39: Also wir reden jetzt aktuell von dem Umsatz.

00:11:40: Ich hab's mir noch mal rausgesucht irgendwie in den Neunzehnt kümmer zwei Milliarden?

00:11:44: Ja genau die DM-Gruppe her.

00:11:45: Genau.

00:11:46: Also dazu zählen ja im Wesentlichen zweieinhalb Tausend Ladies in Deutschland dann nochmal ein paar tausende Ladies im Ausland.

00:11:53: war es noch relevant?

00:11:55: Mehr ist nicht ne?

00:11:58: Ja gut Eigenmarken und so ist halt die Frage...

00:12:00: Gut das hier alles Teil des Sortimentes.

00:12:03: Also, der Einzelhandel ... Wir sind ja nur als Händler tätig.

00:12:06: Wir sind kein produzierendes Unternehmen.

00:12:09: Wir vertreiben auch nicht außerhalb.

00:12:11: Wir haben nicht unterschiedliche Geschäftsbereiche jetzt.

00:12:14: Also wir sind kein Mischkonzern.

00:12:16: Sondern wir sind ziemlich strengend DM-Trogeriemarkt.

00:12:20: Wir machen keine Flagshipstores und sonstige Stores.

00:12:23: Wir schauen, dass das alles sehr konsistent ist.

00:12:25: Weil es für das Markenerlebnis entscheidend ist.

00:12:29: Am Ende mittlerweile fast hunderttausend?

00:12:31: Menschen, die für euch arbeiten.

00:12:33: Über neunzigtausend Jahre.

00:12:36: Also arbeiten bei uns allerdings nicht alle in Vollzeit muss man auch dazu sagen weil wir sind Einzelhändler, da ist auch viel Teilzeit dabei.

00:12:41: Lass mal kurz ein bisschen über die Märkte sprechen so der einzelne Markt.

00:12:44: also hast du eine Praktikung gemacht das heißt du bist mit den Economics eines Marktes sehr vertraut und die Märkte ändern sich ja alles ein bisschen.

00:12:49: das gibt jetzt irgendwie ob es einen Markt in Hamburg ist oder in Essen oder im Karlsruher ist es relativ ähnlich.

00:12:55: Genau im Großen und Ganzen ist es sehr ähnlich.

00:12:58: aber es gibt natürlich immer Unterschiede.

00:13:01: Die Teams sind unterschiedlich, die Menschen sind unterschiedliche.

00:13:04: Der Zuschnitt des Ladens ist unterschiedlich und die Kundschaft ist unterschiedlicher.

00:13:08: Wie viele Leute arbeiten in einem Markt?

00:13:09: Kommt darauf an wie viel Menschen ...

00:13:13: Ich

00:13:13: würde mal so sagen das sind so zwölf bis fünfzehn aber das kann auch deutlich mehr sein.

00:13:17: wenn es ein Markt ist der sehr lange Öffnungszeiten hat und er sehr viel Umsatz macht

00:13:22: Was macht dann den Markt für einen Umsatz im Durchschnitt jetzt?

00:13:24: Ja so im Schnitt sind es um die Fünfhunderttausend im Monat

00:13:27: Im Monat also sechs Millionen im Jahr.

00:13:30: Und was hält man davon übrig als Händler, sondern mit einem Markt?

00:13:34: Wenn man so die Mechanik eines Markts anschaut, bleiben dann zehn Prozent übrig.

00:13:39: Jetzt an Gewinn?

00:13:40: Ja.

00:13:40: Er kommt darauf an wie viel mal investiert.

00:13:43: Deswegen ist es immer wichtig, dass wir genügend investieren.

00:13:46: Sonst

00:13:46: geht die Hälfte ans Finanzamt.

00:13:48: Achso okay!

00:13:50: Aber das heißt irgendwie bei sechs Millionen ... Man hat dann schon mit einem Markt fünfhundert, sechshunderttausend Euro.

00:13:55: Ergebnis erzieht den Markt oder ist zuviel?

00:13:58: Ja gut, es kommt jetzt drauf an.

00:13:59: Wir machen schon Vollkostenrechnung für jeden DM-Markt.

00:14:01: Da ist es dann unterschiedlich was da wir nennens Entschuldungen gemacht werden.

00:14:04: also Entschulung, Verschuldung.

00:14:06: so.

00:14:06: die Begrifflichkeiten, die wir verwenden sprechen nicht vom Gewinn und Verlust.

00:14:11: Da müssen wir das immer so austerrieren, dass wir gut durchs Geschäft herkommen und uns gut weiterentwickeln können.

00:14:19: Das ist jetzt nicht, dass ich im heißen Preirum rede.

00:14:23: Aber wenn wir mal schauen die Einzelhändler, die in Schwierigkeiten geraten sind, sind meistens die zu wenig investiert haben.

00:14:32: Und wenn man beim Einzelhandel die Investition vernachlässigt gerade auch ins Ladennetz ... ... dann kriegt man einen Rückstand, den man nicht mehr aufgeholt kriegt.

00:14:40: Aber was ist das mit dem Laden jetzt?

00:14:41: Also dass man mehr Läden eröffnet oder... Nein,

00:14:43: das ist mal permanent die auch erneuert renoviert also nach zehn Jahren wird der Markt im Prinzip neu hingestellt.

00:14:50: Also von der Inneneinrichtung.

00:14:51: Okay aber gut.

00:14:52: trotzdem gibt es ja irgendwie so eine Art von Daumenregel.

00:14:55: ich meine im Lebensmittel einzuladen also klassischen Edeka und Erewe und so habe ich verstanden kann man zwei, drei Prozent schaffen oder je nachdem wie das Sortiment ist auch ein bisschen vielleicht mehr.

00:15:06: Aber das ist es so.

00:15:08: Da seid ihr schon ein bisschen besser dran habe ich das Gefühl alleine weil bei euch nicht zu schnell verschimmelt oder nicht so schnell die ganze Frischware diese ganzen Themen habt ihr nicht so?

00:15:16: also ihr habt eigentlich dankbare Produkte die halten sich und deswegen hätte ich jetzt vermutet ist die Marge da ein bisschen bessere und dann hab' ich gedacht okay gut ihr seid auch nun sehr erfahren, sehr effizient.

00:15:23: habt ihr gutes realen Effekt?

00:15:24: Ich hätte gerade acht bis zehn Prozent aber... Ich mag falsch

00:15:27: liegen.

00:15:27: Ja, ich muss mal so sagen beim Sortimenten.

00:15:29: Jetzt die Sortimente, die du genannt hast, die schlagen sich dafür sehr schnell um.

00:15:33: Also der Rohertrag ist ja das Produkt aus Stückertrag Malmenge.

00:15:40: und jetzt richtig im Drogeriemarkt sind die Mindesthaltbarkeitsdaten etwas länger als bei Weisenwaren und Grünwaren aber es auch so dass es natürlich extrem kompetitiv ist Weil es auch für online Handel ist, das natürlich prinzipiell mal interessant.

00:15:55: Das lässt sich gut versenden in der Regel und deswegen ist es ein harter Wettbewerb.

00:16:01: Also das heißt

00:16:01: die zehn Prozent davon muss ich verabschieden?

00:16:05: Man kann sehr hohe Rentiten erwirtschaften.

00:16:07: Die Frage ist ob ein des in die Zukunft wird.

00:16:10: Okay, also das hört sich so an als wenn ihr das nicht tätet!

00:16:12: Also ihr könntet das, aber ihr tut es nicht.

00:16:14: Das heißt eure Rendite sind wahrscheinlich ein bisschen ... Ich sag jetzt machen wir den Hörer.

00:16:17: was willst

00:16:17: du geben?

00:16:18: Sechs, sieben Prozent so hätt ich jetzt, hör ich, mein Bauchgefühl nach unterm Gespräch.

00:16:21: Ja, ich würde mal so sagen auf was es hier ankommt im Wettbewerb ist dass man nicht aus dem Spiel pflegt.

00:16:27: Weil der Wettbetrieb ist ja ein unendliches Spiel, kein endliches Spiel.

00:16:32: Also müssen wir immer schauen, dass wir alles dafür tun, dass für unsere Kundinnen und Kunden attraktiv sind.

00:16:37: Wir müssen permanent investieren.

00:16:40: Und investieren ist jetzt nicht nur in die Läden, es auch beispielsweise in die Preise.

00:16:43: Es ist auch in die Fortbildung der Menschen.

00:16:48: bei DM Arbeiten so neue Projekte, die sich nicht immer gleich rechnen.

00:16:53: Also wenn ich mal an sowas denke wie Bio-Lebensmittel, ist er mittlerweile sehr erfolgreich geworden bei uns auch.

00:16:59: Das war am Anfang ein extremes Zuschussgeschäft und da haben wir mehr weggeschmissen als was wir verkauft haben weil in den achtziger Jahren war die Qualität noch nicht so gut viel Schädlingsbefall.

00:17:08: Kunden haben da auch noch nicht so drauf angesprochen.

00:17:11: Und da zeigt sich dann eben gute strategische Unternehmensführung, weil damals die Erkenntnis im Unternehmen war das ist etwas was an Bedeutung gewinnen wird.

00:17:18: Achtziger Jahre.

00:17:19: Grünen waren gerade Anfang der Achtzeiger Jahre gegründet worden, sauerere Regen, Waldsterben.

00:17:25: Das waren so die ganzen Themen damals.

00:17:28: und da hat dem damals schon auf Bio-Lebensmittel gesetzt und hat da kräftig investiert.

00:17:33: also hätte damals auch die Rendite höher sein können Aber es hat sich am Ende ausgezahlt.

00:17:38: Und deswegen ist es mir auch wichtig, dass wir jetzt im Unternehmen gar nicht mehr so sehe über die Rendite sprechen, Aufgabe der Geschäftsführung dafür zu sorgen, dass uns das Benzin nicht ausgeht.

00:17:46: Ist klar ne?

00:17:47: Aber wichtig ist vor allem, dass sie immer schauen wie wir bei unseren Kundinnen und Kunden ankommen!

00:17:51: Also... Die Ausgangssfrage bleibt ein bisschen im Unklaren.

00:17:56: Das ist glaube ich von dir so.

00:17:59: beabsichtigt, das nicht genau zu sagen.

00:18:01: Ich gebe dann mal hier in der Stelle ein bisschen nach Bleib jetzt bei meinen fünf, sechs Prozent dich so im Kopf behalte und sagst jetzt irgendwie Philipp kann es gerne machen.

00:18:11: Und fühlt sich jetzt nicht durch dabei?

00:18:14: Also ich will mal so sagen wenn das für dich attraktiv wäre dann kannst du ja mal in den Einzelhandel einsteigen und schauen ob du's realisieren kannst.

00:18:21: Achso!

00:18:22: Das ist... aber ihr macht ja kein Franchise.

00:18:25: Man kann ja bei euch nicht einfach so einsteigend.

00:18:27: Nee, aber du kannst mit einem eigenen Konzept kommen.

00:18:30: Wer ist denn euer Kernwettbewerber?

00:18:32: Wenn ich jetzt noch nicht da bin, wer wäre es denn am meisten aktuell.

00:18:34: Das Wettbewerk ist auch intensiv

00:18:36: für uns der Lebensmittel Einzelhandel One Stop Shopping.

00:18:40: Also am Ende Rewe und Edeka

00:18:42: also alle die einen Vollsortiment anbieten weil da kann ja der Kunde im Prinzip sich voll versorgen.

00:18:49: also real hat er lange den den Slogan einmal hin alles drin.

00:18:54: das kam mir genau aus dieser überlegen one stop shopping als müssen wir uns fragen wenn wir als Drogerie für Kunden attraktiv sein möchten.

00:19:03: Warum sollte der Kunde extra noch mal bei einem DM anhalten und dann seinen druckistischen Bedarf decken, wenn er prinzipiell es ja auch woanders decken könnte?

00:19:13: Und

00:19:14: was ist die Antwort?

00:19:14: Also was ist so die Kernantwort?

00:19:15: Warum tut ihr das?

00:19:17: wegen der Preise oder wegen den Neuerprodukten, die man woanders nicht bekommen kann?

00:19:22: Weil letzten Endes Einzelhändler natürlich Artikel verkaufen, das ist klar.

00:19:27: Aber wenn man mal tiefer schaut, verkaufen wir Kategoriekompetenz.

00:19:31: D.h.,

00:19:31: dass ein Kunde sich sagt, wenn ich jetzt ein bestimmtes Bedürfnis habe ... Da gehe ich doch zu dem Einzelhändler, weil da finde ich sicherlich das was für mich relevant ist.

00:19:39: Weil Einzelhandel haben ja die Aufgabe unter anderem auch ... relevantes Sortiment anzubieten.

00:19:45: Also das ist die Sortimentskuratierung, wie man da sagt.

00:19:48: Die Sortimentsfunktion bedeutet aus diesem unglaublichen Menge ein Artikel, der es ja grundsätzlich gibt, die herauszusuchen, die höchste Relevanz haben.

00:19:58: Was sind denn die Artikel wegen der, die Menschen am meisten zu euch kommen?

00:20:02: Eurer Stammartikel?

00:20:04: oder was ist bei uns der meist gekauft Artikel?

00:20:07: Toilettenpapier.

00:20:08: Wirklich!

00:20:09: Tüchentücher, Babyfeuchtücher.

00:20:13: Überrascht dich das?

00:20:14: Ja, also ...

00:20:15: Mit was hättest du gerechnet.

00:20:17: Irgendwann ein Pflegeprodukt vielleicht oder sowas.

00:20:19: Also mit Rassierklingen und so hätte ich gedacht.

00:20:23: Das ist ja schon mal eine kleinere Zielgruppe dann.

00:20:26: Aber wie

00:20:27: feuchtet ihr hier auch?

00:20:28: Ja aber sehr hohe Menge, die man da braucht.

00:20:32: Okay.

00:20:33: Und Toilettenpapiers

00:20:33: natürlich etwas, was alle Menschen brauchen.

00:20:38: Zumindest in unserem Kulturkreis.

00:20:40: Aber das wird dann auch aus Preiskunden gekauft?

00:20:42: Oder was ... Was ist da der USP, also mein ...

00:20:47: Den gibt's ja gut.

00:20:48: Lass es mal weg!

00:20:48: Dann weißt du, was der

00:20:49: USPS- ... Ja, aber ich meine, das gibt's dann und wirklich teilweise auch bei selbst mit dem kleineren Edeka-Märktor oder den kleinen Drehbemerkten gibt's halt schon ein Papier.

00:21:00: Darüber kann man sich jetzt nicht so stark differenzieren, dachte ich.

00:21:02: Aber okay, schauen wir doch.

00:21:04: Gute Qualität zum künstlichen Preis.

00:21:06: Ist das im Wesentlichen eine Eigenmark von euch?

00:21:10: Wir macht mittlerweile ohnehin, das ist ja auch ein Teil des Erfolgs extrem viel Eigenmarken.

00:21:14: Ja, es richtig.

00:21:15: also über die Hälfte unseres Absatzes sind Mitarbeiter, die DM-Marken.

00:21:18: Das spricht wieder für eine gute Marge und den hätte ich jetzt gesagt.

00:21:21: Es spricht für gute Produkte würde ich sagen, gutes Marketing.

00:21:27: Also das sind offensichtlich Produkte, die von Kunden gerne gekauft werden.

00:21:32: Aber sie machen

00:21:32: ... Es hängt nicht unbedingt mit der Marge zusammen, dass es soviel gekauft wird?

00:21:36: Ah okay, verstehe.

00:21:39: Und wir waren ja gerade bei dem ideal typischen Markt.

00:21:41: Das heißt, der macht so sechs Millionen Euro um, als zu arbeiten in Teilzeit und unter allem auch so ... Leute hast du ungefähr so ... Menschen?

00:21:51: Ist da immer gleich aufgebaut.

00:21:53: also wenn man jetzt reinkommt erwartest du das dann irgendwie.

00:21:56: die Kunden werden reingeholt mit folgende Produkten und an der Kasse sind natürlich dann wieder wie immer die Süßigkeiten.

00:22:01: Man muss einmal durchgehen um hinten zum Zahnbedarf und Pflegebedarf zu kommen.

00:22:05: Es gibt schon eine strenge Logik

00:22:08: Es gibt einen gewissen idealtypischen Aufbau, der versucht wird einzuhalten.

00:22:12: Geht nicht immer, wenn der Markt ein bisschen anders geschnitten ist.

00:22:16: Aber im Prinzip ist es ja so, dass wir Drogeriemarkt jetzt interpretieren mit fünf Episoden wie wir das nennen, also große Gruppen und so ist der Markt auch aufgebaut.

00:22:26: Es geht in der Regel mit Schönheit los dann kommt Haushalt, dann kommt Baby Dann meistens rund ums Bild und Fotokopie mittlerweile auch und dann Gesundheit.

00:22:39: Und Süßigkeiten ist dann keine eigene Episode?

00:22:42: Nein, also idealerweise unter Gesundheit, das kriege ich schon was für Süßkeiten wir haben können!

00:22:49: Ja okay gut aber ich bin regelmäßig in Hamburg bei den Mittagspausen bei euch vorbei...

00:22:54: In welchem Markt bist du da?

00:22:56: Auf Verschanzenstraße.

00:22:58: Ich hoffe es ist wirklich ein DMS, aber ich ... wie

00:23:02: sieht er denn

00:23:03: aus?!

00:23:04: Ich bin ... Also, mein Kollege sagt gerade vielleicht doch keinen DM.

00:23:08: Ja?

00:23:09: Aber ...

00:23:10: Kaufst du da auch Zigaretten?

00:23:11: Nein!

00:23:12: Kaufste nicht.

00:23:13: Kaufse Ferreroprodukte?

00:23:15: Ja?

00:23:16: Kann ich bei euch nicht?

00:23:17: Nee.

00:23:18: Dann ist es kein

00:23:19: ... Okay.

00:23:20: Du hast noch Entwicklungsprinzipien.

00:23:21: Mein Rekorierenmarktbild speist dich sehr stark von diesem Markt, weil ich da, also ehrlicherweise da halt immer so ... Es ist bei uns um die Ecke vom Büro, dann geht's ja mal kurz vorbei.

00:23:30: Ja, man sieht mal, du bist ein Mann.

00:23:31: Das ist keine Frau.

00:23:33: Ja, das ist ja der Punkt.

00:23:34: Bei euch ist ja ... Der größte, der kaufenden sind Frauen, ne?

00:23:39: Weil die Pflegeprodukte und dann auch Haushalt und so dafür vorklastisch sozusagen von Frauen gekauft werden.

00:23:46: Genau, die haben auch größere Bedarf als Männer.

00:23:50: Man muss ja nur mal gucken, wie so Frauen da herkommen und wie Männer oft daher kommen.

00:23:54: Aber generell ist es ja so dass ihr mittlerweile schon ein bisschen fast so Popkultur anzieht also ganz viele junge Mädels, ich kenne das selber aus dem Umfeld die dann bei euch quasi shoppen gehen und da sich treffen.

00:24:09: Das ist schon auch bei Design, um die neue Käuferschaft heranzuzüchten.

00:24:14: Du

00:24:17: darfst nicht überschätzen den Einfluss, den man auf Menschen hat.

00:24:20: Also Menschen sind ja zum Glück freie Wesen.

00:24:24: Aber offensichtlich was wir tun kommt bei diesen Menschen so an dass sie sagen es hat für sie eine Relevanz Und deswegen beschäftigt sich die dann gerne mit unserem Sortiment, ne?

00:24:33: Gucken immer wieder was es Neues gibt.

00:24:34: Ja, ihr macht ja auch Döbern, ne!

00:24:35: Ich hab jetzt gerade mal mit Stephen David eine Kooperation.

00:24:38: Es gibt jetzt diese chinesische... Wie heißt das?

00:24:39: Shiglo heisst es?

00:24:42: Ski-Glam.

00:24:43: Die Kosmetikmarke, ja.

00:24:44: Genau.

00:24:45: also es ist ja auch alles so Produkte wo ich das Gefühl habe, dass wird bewusst gemacht damit halt irgendwie sozusagen der weibliche Nachwuchsinspirale euch findet.

00:24:54: Also ich glaube man darf Intention und Wirkung nicht vertauschen.

00:25:00: Also es ist schon so.

00:25:01: die Wirkung, ja.

00:25:02: Aber das sind nicht die Intentionen.

00:25:03: Unsere Intention ist Kategoriekompetenz wie wir vorhin auch schon gesagt haben.

00:25:08: Aber letztendlich ist das was wir verkaufen dass sich die Menschen sagen also was ich brauche führt DM und was dem nicht führt brauche ich nicht.

00:25:15: Das ist ein bisschen der Leitstern wenn wir nie ganz erreichen.

00:25:19: aber daran richten wir uns aus.

00:25:21: Wenn jetzt jemand sich interessiert für dekorative Kosmetik und jetzt auch in sozialen Medien beispielsweise davon erfährt.

00:25:29: Und dann sich sagt, das möchte ich mal sehen?

00:25:31: Da geh ich zu DMs, die haben das doch sicherlich!

00:25:35: Also dann bedeutet es, dass wenn es so eine Marke gibt, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, dann sollten wir uns überlegen ob wir das nicht ins Sortiment aufnehmen wollen.

00:25:43: Merkt man denn generell, dass du sehr viele asiatische Marken, auch koreanische, da gibts ja auch eine Tradition für Hautpflege und sowas, glaube ich... Dass mir mehr kommt, dass ihr das auch mehr haben

00:25:52: müsst?!

00:25:52: Ja absolut, ja.

00:25:54: Gerade in Südkorea kann man viele neue Trends schon sehen, in der Hautpflege.

00:25:59: Also ich ... Das ist anders aus China?

00:26:02: Ja und die Chinesen werden auch immer schneller, immer besser wenn man so möchte, immer kundener.

00:26:09: Meine Vermutung ist ein bisschen das hängt damit zusammen dass natürlich mit Daten anders umgegangen wird in China und dadurch lernen sie viel schneller.

00:26:16: Selbst bei Hautpflegerprodukten was da rein muss und wie die dann hergestellt werden müssen... Ja gut

00:26:20: letzten Endes es ja immer.

00:26:21: Also, ich hab ja auch lange auf dem Magenartikelseite gearbeitet.

00:26:25: Wenn man schaut wie die Flop-Raten sind ist es schon sehr hoch.

00:26:28: Das kriegt man so als Konsument oft nicht mit.

00:26:31: D.h.,

00:26:31: man kann Kunden letzten Endes nicht zu irgendwelchen Marken verhaften.

00:26:37: Das geht ja nicht zum irgendwelche Produkten.

00:26:39: Es ist eigentlich immer eine Marktforschung, die gemacht wird und dann mit einem gewissen ... Zutrauen, dann gibt es eine Wahrscheinlichkeit.

00:26:47: Dass das ein Erfolg sein wird, geht man damit in den Markt und entweder funktioniert oder nicht.

00:26:52: D.h.,

00:26:54: je schneller die Rückkopplung ist was funktioniert und was nicht funktioniert umso wahrscheinlicher dass ich mit einem Konzept auch komme was tatsächlich bei den Kundinnen und Kunden ankommt.

00:27:02: Ist ja generell

00:27:03: interessant, dass euer Sortiment scheinbar immer noch wieder neue Sachen erfordert?

00:27:09: Genau, das muss ich permanent erneuern.

00:27:12: Da bin ich vielleicht zu stumpf aber Also nicht.

00:27:16: seit Jahren dieselben Sachen und rechts und links gibt's was Neues, ist für mich nicht so relevant.

00:27:21: Aber da bin ich eine Ausnahme?

00:27:24: Nein!

00:27:24: Da bist du typisch... Für deine Kohorte würde ich mal sagen.

00:27:29: Okay okay aber wenn ich jetzt Jünger wäre oder ne Frau wär dann wär es anders.

00:27:34: Die Wahrscheinlichkeit wäre hoch.

00:27:35: ja also

00:27:37: diese Frau

00:27:37: gibts ja nicht.

00:27:38: Aber die Wahrscheinlichheit wäre hoch dass du dich anders mit dem Sortiment beschäftigen würdest.

00:27:42: Aber schau mal, das ganze Thema dekorative Kosmetik beispielsweise hat für Männer eine untergeordnete Bedeutung.

00:27:47: Es gibt Männer die sich auch damit beschäftigen aber das ist jetzt wenn man mal die Anzahl anschaut deutlich geringer als Frauen.

00:27:54: Okay, aber ist es dann nur ein kosmetisches Gemälde?

00:27:56: Oder ich meine ihr macht jetzt ja generell ein Sortiemenz erweitern, macht ja mittlerweile auch sehr viel Lebensmittel.

00:28:01: also ihr wollt das Gemälden erweiteren?

00:28:04: Also

00:28:04: das Thema Gesundheit, interpretieren wir auch in gesunden Lebensmitteln.

00:28:09: Das ist bei uns dann Bio-Lebensmittel

00:28:12: Und ist ja auch rezeptfrei als Seilmittel.

00:28:15: Ihr arbeitet schon sehr stark am Sortiment an der Erweiterung, aber auch in der Erneuerung.

00:28:19: Ja ich würde mal sagen es ist vor allem die erneuererum immer wieder die neue Interpretation und man kann auch sagen in der Vertiefung also jetzt auch was wir gerade als Piloten haben mit den Gesundheitsdienstleistungen ist eine weitere Interpretations von Gesundheit.

00:28:34: Was

00:28:34: ist Augendiagnostik?

00:28:37: Genau, Blutuntersuchung

00:28:39: Das ist ja fast wie so ein Art Checkup beim Arzt.

00:28:42: Also man kommt zu euch ...

00:28:44: So weit noch nicht, ne?

00:28:44: Aber es ist zumindest einen Schritt in die Richtung mehr dafür zu tun, dass Menschen eine bessere Wahrnehmung haben von dem, wie's ihnen geht um vor allem bei Präventionen mehr zu machen.

00:28:57: weil viele Experten sagen das und wir glauben auch, dass Prävention wird der Weg sein damit wir in Deutschland weiterhin Erschwingliche und verlässliche Gesundheitsversorgung sicherstellen können.

00:29:10: Weil da haben wir ein Riesenthema, was auf uns zukommt gesellschaftlich.

00:29:13: Okay aber ihr macht das ja nicht aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus sondern ihr macht es auch aus Kaufmanagementkalküle raus oder?

00:29:18: Na wir machen's weil wir sehen dass dein Bedürfnis bei den Kundinnen und Kunden ist Und dann müssen wir schauen, dass es wirtschaftlich darstellbar ist.

00:29:24: Aber in diese Reihenfolge

00:29:25: Was ist denn noch zu erwarten?

00:29:26: also jetzt mal in Teilen auch Apotheken Produkte nicht die Rezeptpflichtigen, offensichtlich nicht.

00:29:31: Aber die anderen schon... Wo guckt ihr noch so hin?

00:29:34: Also was ist da jetzt im nächsten, wenn wir zu zwei oder drei Jahre nach vorne, wo wächst man dann noch hin?

00:29:41: Ich würde sagen, wir entwickeln unser Sortiment in diesen Episoden, die ich genannt hatte weiter und wir haben im Moment jetzt nicht vor, dass wir das ganz Neues reinbringen weil es würde bedeuten, wir müssten uns von einem andern Teil trennen.

00:29:53: Weil unsere Märkte ja eine gewisse Anzahl an Quadratmetern haben, an Regalfläche also Immer wenn wir was ganz Neues bringen, müssen wir etwas anderes dafür rausnehmen.

00:30:03: Und jetzt ist es Aufgabe von den Verantwortlichen die für diese Sortimente in dieser Entscheidung treffen sich immer zu fragen Was interessiert da die Menschen im Moment?

00:30:13: Was müssen wir da anbieten und wer wird eben bei Gesundheit schauen?

00:30:16: Wir sehen dass das Gesundheitsthema auch gerade bei den jungen Menschen deutlich mehr Bedeutung hat, als es in der Vergangenheit war.

00:30:24: Man kann das ja auch außerhalb von DM wirklich gut beobachten.

00:30:27: Alkoholkonsum zum Beispiel in Deutschland ist ja rückläufig.

00:30:31: Im Moment können wir sehen, dass Süßwaren rückräufig sind.

00:30:34: Wir können z.B.

00:30:35: sehen, daß das Thema Protein eine viel größere Bedeitung plötzlich hat als in der vergangenheit.

00:30:41: Das könnte man mal nachspülen, woran liegt das?

00:30:43: Aber das sind zumindest die Phänomene ... Wenn man dafür verantwortlich ist, ist es gut auch zu schauen.

00:30:49: Warum ist das denn?

00:30:49: Also was das Wirkende hinter dem bewirkten und dann ein Gespür vorzukriegen, ist das kurzfristig oder eher längstfristig?

00:30:55: Sagen wir mal was ich über Protein.

00:30:57: Ist das jetzt irgendwie ein langfristiges Thema, dass jetzt wie alle den nächsten Jahren sehen ... Spricht

00:31:01: viel dafür.

00:31:02: ja Ja, ja, ja.

00:31:04: Und was siehst du dahinter?

00:31:05: der Wunsch von Menschen schöner anzusehen?

00:31:08: Es sind mehrere Themen.

00:31:09: Das eine sind diese GLP eins Medikamente die da jetzt mehr Bedeutung bekommen.

00:31:17: Und da ist für viele dann naheliegend zu sagen, wir müssen gucken, dass wir genügend Proteine zu uns nehmen damit der Muskelabbau nicht stattfindet.

00:31:28: Das ganze Thema Longevity ist ja eines welches junge Generationen aber auch ältere Menschen beschäftigt.

00:31:35: Da gibt es ja unheimlich viel Information mittlerweile auch nicht zuletzt durch Podcasts und irgendwelche Content-Creatoren die da viel zu publizieren Und das bedeutet, dass da mit sich das Konsumverhalten der Menschen verändert.

00:31:50: Nicht alle, ne?

00:31:51: Aber zumindest schon mal so, dass man's sehen kann im Konsum.

00:31:54: Habt ihr mittlerweile eine starke Nahrungsergänzungsmittel-Protein-Eigemacke gebaut?

00:32:01: Ja, Sportnis ja

00:32:02: und läuft gut!

00:32:03: Das sind dann auch in Sicht selber schon Milliarden unternehmen?

00:32:07: Nein, Milliarden ist jetzt ein bisschen viel, aber es wird mal sagen, es ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Sortiementes...

00:32:12: Ich meine, wir sind so eine Koalty-Gruppe mit ESN und Mohren.

00:32:16: Die sind mittlerweile bei mehreren Milliarden umsatz?

00:32:18: Weiß ich jetzt gar nicht wie groß, aber die sind ja nicht nur bei DM.

00:32:22: Aber die haben einen guten Lauf zur Zeit.

00:32:24: Und in unseren DM Marken sind wir auch ganz gut dabei, jetzt Milliarden noch nicht.

00:32:28: Bei DM Bio haben wir mittlerweile mehr als eine Milliarde das richtig in Deutschland.

00:32:31: Aber bei den anderen jetzt noch nicht!

00:32:33: Aber entscheidend ist ja, dass uns das Sortiment für die Kundinnen und Kunden attraktiv ist.

00:32:38: Also wir haben bei DM keine Quoten, die wir festgelegt haben Sondern der Sortimentsmanager, der ist ganz frei in seiner Entscheidung.

00:32:45: Ob er sich für einen Markenartikel entscheidet oder für ein DM-Marke und zwar muss er das machen im Hinblick auf die Attraktivität für den Kunden.

00:32:53: Und wenn der Kunde mehr nachfragt dann wird die Auswahl größer und wenn die Nachfrage nachlässt, kommt was anderes dafür rein?

00:33:01: Das ist ja auch ein Grund warum ihr wahrscheinlich die ganzen Cratermarken oft mal versucht habt mit Terine oder anderen zu gucken kriegt man darüber Leute exklusiven eure Märkte rein.

00:33:10: Na ich will mal so sagen es geht um Sortimentskompetenz.

00:33:13: Also, was ich brauche für DM und was DM nicht führt, brauch' ich nicht.

00:33:18: Wenn wir den Eindruck haben, dass diese Marken da einen Herzschlag haben und für Kunden und Kunden von relevant sind ... Und wir sagen, wir wollen vor allem Sortimentskompetenz auch einlösen!

00:33:31: Da muss es ins Sortiment, ist doch klar...

00:33:33: Also wenn jetzt deine Kernfrage ... Ich meine, ihr habt jeden Tag zwei Millionen Menschen in euren Märkten?

00:33:39: Wie kann ich das so ... ausbauen oder aufrechterhalten.

00:33:42: Das ist ja die große Stärke, die ihr habt diese zwei Jahre in Kontakt.

00:33:45: Die Frage ist wie können wir für unsere Kundinnen und Kunden relevant bleiben?

00:33:49: Also unsere Kundin und Kunde sind ja unsere Arbeitgeber.

00:33:52: Deswegen... Und wir sind ja alle Arbeitnehmer bei dem Toghari-Markt.

00:33:55: also es empfiehlt sich sehr genau auf den Arbeitgebern zu achten weil der macht uns Arbeit und er gibt uns Arbeit.

00:34:02: Aber ich meine du hast da schon irgendwie vor Jahren eigentlich vor euch antizipiert das online Handel eher von geringerer Bedeutung ist.

00:34:08: Ich hab mittlerweile auch einen Webshop Aber ich glaub, das ist mal aufgeschnappt unter zehn Prozent eures Umsatzes.

00:34:14: Also nicht so groß geworden und das war dir scheinbar auch immer klar ... Euer Rückgrat sind die Läden?

00:34:22: Ich würd mal sagen da kommen wir her, ne!

00:34:24: Aber ich glaube, die Zukunft des Einzelhandels is Omni Channel Retailing.

00:34:28: Ja?

00:34:29: Ja also OCR.

00:34:30: Aber

00:34:31: wann wird jetzt Online-Handel mehr als zwanzig Prozent haben aus dem Umsatz?

00:34:37: Wenn zunehmend Kunden sich entscheiden ... Ja, aber das ist ja nicht, dass wir das vorgeben können.

00:34:43: Sondern die Frage ist sehr für was entscheidet sich der Kunde?

00:34:47: Und also wir sehen, dass online für Kundinnen und Kunden attraktiv ist.

00:34:52: Unser Ansatz bei Omnichannel Retailing ist einkaufen wie es ins Leben passt.

00:34:57: Wir sehen, daß es Kunden gibt, die nur stationär einkauen wollen.

00:35:01: Es gibt Kunden, Online Einkaufen.

00:35:04: Aber es gibt sehr viele Kunden, die mal so einkaufen.

00:35:08: So wie es gerade ins Leben passt?

00:35:10: Was

00:35:10: man auch unterschätzt ist, ihr habt eine ganze Menge Menschen in der App.

00:35:14: In Deutschland alleine sind es neun Millionen Menschen, die eure App haben.

00:35:17: Es gibt viele Menschen, denen die M-App nutzen.

00:35:20: Ist das richtig?

00:35:22: Das sind beinahe Zahlen!

00:35:23: Wenn das jetzt stimmt ... also acht, neun Million Menschen, dass ja schon zehn Prozent unserer Bevölkerung mit eurer App unterwegs ist.

00:35:30: Ja, das ist noch wichtig.

00:35:30: Das ist auch Nutzen.

00:35:31: Also Downloaden ... Wenn man schaut wie viele Apps Menschen auf ihrem Smartphone

00:35:37: haben.

00:35:37: So viele sind's ja gar nicht mehr!

00:35:38: Aber wir müssen natürlich schauen dass es einen Nutzen stiftet für die Kundinnen und Kunden.

00:35:43: Und da gibt's viele Menschen, die sich damit Gedanken machen.

00:35:47: Aber was sagt der Hautunterricht?

00:35:48: Die Leute in Daten reinzuholen.

00:35:50: Klassische Werbung ist es wahrscheinlich nicht so.

00:35:52: Es ist eher dann die App mit irgendwelchen Geschenken, die man da bekommen kann jede Woche oder mit irgendwem.

00:35:59: So

00:36:00: eine

00:36:02: App ist ja der DM in der eigenen Tasche.

00:36:07: Und jetzt ist die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Menschen auch über die App Informationen bekommen, die für sie relevant sind.

00:36:14: und gerade in dem Zeitalter wo wir sind es ist so das die Menschen sich immer wieder mit Produkten beschäftigen wollen vielleicht auf ihre Einkaufsliste da was setzen möchten oder sozusagen, dass man das so unterteilt.

00:36:29: Jetzt bin ich im Laden und dann beschäftige mich mit dem Sortiment.

00:36:31: und wenn ich nicht im Laden bin, beschäftige ich mir mit dem Sortiment nicht kann man heute bei vielen Menschen so nicht mehr beobachten sondern das durchmischt sich so.

00:36:40: Deswegen ist es jetzt wichtig, dass wir mit der DM App schauen, dass wird die Distanz verkürzen zu unseren Kundinnen und Kunden damit sie DM als ein Problemlöser bei sich haben können.

00:36:51: Das ist ganz unterschiedlich.

00:36:52: Bei dir wird's weniger ausgeprägt sein?

00:36:55: Ja, ich bin nicht so oft drin.

00:36:56: Genau!

00:36:58: Weil das für dich nicht diese Relevanz hat ... Aber es gibt viele Menschen an diesem Sortiment eine größere Relevance.

00:37:03: Also den grad mal jetzt an der junge Mutter, die ihn den Kind hat und ein Baby hat, welches ja viel braucht.

00:37:10: Die beschäftigt sich intensiver mit solchen Themen als du das machen würdest.

00:37:14: Machst dir Sorgen, weil gerade Kinder- und Baby- und so ist ja für euch ein großes Thema.

00:37:21: Geburtenraten

00:37:22: sind so schlecht.

00:37:23: Rückläufig sind, ja?

00:37:24: Ja gut wir können jetzt die Geburtonraten nicht beeinflussen oder?

00:37:26: Boah

00:37:26: vielleicht indirekt, ihr könntet derweil nicht bekamen bei euch.

00:37:28: Schmangerschaftstest

00:37:29: verkaufen wir

00:37:30: aber auch

00:37:31: Verhütungsprodukte an.

00:37:32: Rausnehmen aus unserem Land raus.

00:37:35: Ich würde glaube ich keinen Impact haben.

00:37:38: Wenn man über die Kategorie Baby sprechen da ist es schon so ... Es war.

00:37:42: ne, die Gebortenratens sind rückläufiger in Deutschland Aber der Markt ist trotzdem von einer relevanten Größe.

00:37:48: Und jetzt ist ja die Frage auch in dem rückläufigen Markt, wo werden die Kunden einkaufen?

00:37:53: Also wir müssen schauen dass wir da auch attraktiv bleiben für die Menschen.

00:37:55: Weil wenn mehr Menschen dann zu uns kommen kann diese Kategorie sich bei uns trotzdem noch positiv entwickeln.

00:38:02: Wir haben jetzt gerade über die App gesprochen was man damit alles etwas für eine Relevanz hat.

00:38:06: irgendwie ich meine generell das wollte ich einmal verstehen es bei euch Marketing glaube ich sehr stark treue Loyalität CEM am Ende getrieben und weniger ... Push, ich mache Fernsehwerbung.

00:38:17: Ich schalte Anzeigen, sondern ihr wollt eher... Also ihr kommt eher über halt diese Loyalitätsmechanismen?

00:38:23: Ja, so will ich es jetzt nicht ausdrücken, ne?

00:38:27: Sondern ich würde sagen wir versuchen mit unserem Marketing den Kunden möglichst in die Lage zu versetzen gute Entscheidungen zu treffen.

00:38:37: Das erzählt auch mittlerweile dann richtig bei Tiktok am Start sein und so?

00:38:40: Ja auch, ne!

00:38:41: Wir müssen ja mal da sein wo die Menschen sind.

00:38:43: Wo sich Menschen informieren wollen Genauso wie mit dem Standort.

00:38:47: Wir müssen dort sein, wo die Menschen sind.

00:38:50: Es bringt da nix in den Laden auf zu machen, wo niemand ist.

00:38:53: Wie viele Leute braucht man in einem Örtchen damit ein DM sinnvoll existieren kann?

00:38:57: So zwanzigtausend ungefähr.

00:38:59: Aber

00:39:00: Menschen sind ja auch mobil.

00:39:01: Deswegen ist nicht nur die Frage wer wohnt da, sondern die Frage, wie viel kommen da vorbei... Das ist dann die Expertise in der Akquise.

00:39:10: Ist denn

00:39:10: Deutschland mittlerweile ... Drogeriemarkt seitlich erschlossen?

00:39:13: Oder gibt es in Deutschland auch irgendwo Flächen für Drogerie-Märkte.

00:39:16: Wenn wir mal schauen, die Drogerienmärkte jetzt in Deutschland ... euch,

00:39:20: Rosmann ... Die

00:39:20: haben so ein bisschen mehr als die Hälfte Marktanteil in diesen Kategorien.

00:39:27: Das zeigte noch, dass die Hölfte der Drogeriermärkten bisher nicht über ihre Kassen laufen haben.

00:39:34: Da ist schon noch Potenzial.

00:39:36: Ihr werdet weiter Märkte in Deutschland aufmachen.

00:39:38: Sinnvolle schon!

00:39:39: Aber wir haben jetzt keine Schlagzahl, die wir uns vorgenommen haben.

00:39:43: Aber es gibt auch noch weiße Flecken, wo ihr irgendwo eine Landkarte gehabt habt?

00:39:46: Ja

00:39:47: absolut ja!

00:39:47: Es ist mit der Genehmigung nicht immer so leicht, weil gerade die Drogerie-Sortimente als instadtrelevant eingeschätzt werden.

00:39:55: Das heißt oft ist es schwer, Genehmigungen zu bekommen in den Fachmarktzentren.

00:40:00: Verständlich also man darf das dann nicht aufmachen?

00:40:02: Genau kriegt mal keine Betriebsgenehmigung.

00:40:05: Weil das reguliert ist oder warum?

00:40:07: Richtig ja genau, weil die Gemeinden Sorge haben dass die Innenstädte ausbluten und deswegen dann wollen das die Drogerien eben in den Innenstätten betrieben werden.

00:40:16: Und nicht in den Fachmarktzentren also dessen.

00:40:19: Also sie wollen sich auch aktiv raushalten damit ihr über alles hingehen müsst?

00:40:23: Das ist die Philosophie sozusagen die Frequenz in den Innenstädten halten indem man keine Betriebsgenehmigung außerhalb der Innenstätte gibt

00:40:31: Okay.

00:40:32: Hat eine gewisse Inkonsistenz, weil Lebensmittel dürfen ja außerhalb ... Die werden nicht als innenstadtrelevant gesehen.

00:40:38: Die dürfen auch Drogeriesortimente an ihren Standorten dann anbieten.

00:40:43: Also da ist eine gewissen Ink konsistenz aber das steht auf einem anderen Blatt.

00:40:47: Aber es führt eben dazu dass man auch nicht einfach einen Drogeriemarkt darauf machen kann wo man möchte.

00:40:51: Es gibt eine Bauordnung und Genehmigung die es braucht hat ja auch seine Berechtigungen.

00:40:57: Gören euch die meisten Märkte oder Mietete?

00:40:59: Alle gemietet.

00:41:00: Weil du nicht an immer wie ein Game glaubst.

00:41:02: Das

00:41:03: ist keine Glaubensfrage, es hat was mit dem Ziel zu tun, asset-light zu sein?

00:41:09: Weil das macht uns beweglicher und gerade bei der Standortpolitik gilt ... Ein guter Standort ist durch nichts zu ersetzen, ein schlechter auch nicht.

00:41:19: Wir müssen schauen, dass wir dort sind, wo die Kunden einkaufen möchten und die Trampelpfade verändern sich.

00:41:24: Wo ist

00:41:24: denn jetzt so lange der beste DM des Landes?

00:41:28: Wo steht er?

00:41:29: Der Beste!

00:41:30: Also jeder, der nicht zu ist, ist vor Ort der beste.

00:41:34: Vorort der beste!

00:41:35: Aber

00:41:36: wenn ihr so ein Ranking macht ... sagen wir mal die Umsatzergebnisse wo du am meisten Freude hast und du sagst Wahnsinn was die da mit dem Laden raus holen, wo steht der wohl?

00:41:46: Na gut es gibt unterschiedliche Rahmenbedingungen.

00:41:49: also jetzt, DM-Märkte in Grenz näher haben oft den Vorteil dass sie ein enormes Hinterland haben.

00:41:57: Die machen schon zum Teil gewaltige Umsätze, aber auch einen guten Standorten in Metropolen.

00:42:03: Machen wir richtig viel Umsatz!

00:42:04: Und in den Innenstädten?

00:42:07: Gibt's auch?

00:42:07: Das sind oft gehörte Innenstadtsterben, das gibt es wirklich.

00:42:12: Es kommt auf die Städte an und kleinere Städter tun sich eher schwer.

00:42:16: Welche

00:42:16: Stadt stirbt gerade am schnellsten?

00:42:20: schnellsten.

00:42:21: Das kann ich dir jetzt nicht beantworten, allerdings gibt es diese kleineren Städte wo man schon sehen kann dass da zunehmend Leerstände sind.

00:42:29: Wo dann auch die kaufen Warenhäuser beispielsweise zu machen und dann lange erst mal da hat nichts geschieht und die kommen dann runter ziehen dann auch ganze ganze Quartiere runter.

00:42:41: Und heute ist das halt so und das ist auch ein bisschen das Problem mit dieser Unterscheidung von Innenstadt relevant oder nicht dass diese Logik natürlich dann funktioniert, wenn die Kundinnen und Kunden keine Ausweichmöglichkeiten haben.

00:42:53: Aber durch online haben sie ja ausweich Möglichkeiten.

00:42:56: Deswegen gehen die Leute halt nicht mehr in die Innenstadt, sondern kaufen es dann halt online.

00:43:02: Und deswegen wird's auch für die Kommunen zunehmend schwer, das zu steuern.

00:43:06: Die Themen, denen du beschäftigst sind das schon wie noch mal strategischer oder jetzt über die Firma hinaus.

00:43:11: Ich hab das Gefühl, du pulsierst dich jetzt so als ... Stimme in Deutschland.

00:43:19: Zum Beispiel für Demokratie

00:43:19: ... Wenn ich gefragt werde, ja?

00:43:21: Ja, aber viele Unternehmer hatten sich doch kennbar sehr raus.

00:43:26: Du ist nicht so.

00:43:27: Man hat das Gefühl, dass dir schon anliegen ab und zu mal auch zu Dingen was zu sagen.

00:43:34: Ich glaube es ist wichtig, wenn unser Gesellschaft wir uns einbringen mit unseren Gedanken.

00:43:38: Also ich bin großer Fan der Debattenkultur.

00:43:42: Wir versuchen es auch im Unternehmen lebendigzuhalten Und ich glaube, eine liberale Demokratie braucht auch Debatten um sich weiterentwickeln zu können.

00:43:51: Das bringt ja nichts wenn man sich dann zurückhält und seinen Gesichtspunkt nicht einbringt.

00:43:55: Man

00:43:55: könnte jetzt viele stehen auf dem Standpunkt, gerade Unternehmer... Ich habe hier einen Geschäft damit.

00:44:00: nur so wie das ist unpolitisch oder da muss ich mich darum kümmern, immer genug zu tun.

00:44:05: und anderen Themen.

00:44:06: sollen Leute machen, die auskennen, der viel Zeit haben?

00:44:08: Ja genau.

00:44:08: aber man isst auch Bürgerinnen und Bürger Und das ist halt die Frage, wie man sich sieht.

00:44:15: Wenn man auch als Unternehmer in diesem Land tätig ist, dann stehen wir ja auf den Schultern der Gesellschaft und unserer Rahmenbedingungen, die wir haben.

00:44:22: Ich glaube es ist wichtig, dass wenn wir sagen eine liberale Bürgergesellschaft ist – auch das was wir wollen?

00:44:30: Dass wir uns als Bürgerinnen- und Bürgerein einbringen!

00:44:32: Und wenn man jetzt Unternehmer ist und noch das Glück hat, für ein Unternehmen verantwortlich zu sein, welches erfolgreich ist, dann wird man ja auch eher mal angefragt.

00:44:39: Für einen Podcast oder für ein Interview von Zeitungen oder von einem Fernsehsender ... Oder man wird gebeten, mal einen Gastbeitrag zu schreiben.

00:44:50: Machst du

00:44:51: regelmäßig?

00:44:52: Ja, ich schrappe immer eine Kolumne einmal im Monat in der Wirtschaftswache.

00:44:56: Unentgeltlich damit es vor der Paywall nicht hinter der Pay

00:44:59: Wall ist.

00:45:01: Und das ist dann, glaub ich schon auch eine Chance sich einzubringen.

00:45:05: Im Prinzip wieder wie am Anfang unseres Podcasts.

00:45:07: Jetzt komme ich in der Situation und da gibt's dann Chancen... ...und jetzt sage ich an, ergreif' ich die doch auch?

00:45:14: Das halte ich für wichtig!

00:45:15: Und meine Hoffnung ist so ein bisschen, indem ich mich äußere, dass andere Unternehmer sich auch in Herz fassen.. ..und sagen, Mensch, ich könnte mich doch auch mal äußern.

00:45:22: Was sind deine Kernmessage?

00:45:24: Also du wirst am liebsten bewirken also dieses Demokratiethema rausgehört zu haben oder was?

00:45:30: Ja, also das ist schon mal ein ganz wesentliches.

00:45:32: Also sozusagen dass die liberale Demokratie, die wir in Deutschland haben, die einen echter Wurf ist... Das ist also nicht selbstverständlich, das kann man mal sehen wenn man mal in der Welt unterwegs ist und schaut wie in anderen Ländern die Dinge laufen.

00:45:46: Dass wir uns immer wieder klar machen, dass es nicht vom Himmel gefallen ist sondern dass auch ermöglicht wurde durch gewisse Rahmenbedingungen, die ihr gemeinsam geschaffen habt.

00:45:56: Und machst du so?

00:45:58: Ja natürlich!

00:46:00: weil, sozusagen jetzt den makes extreme Parteien an die Macht kommen könnten oder?

00:46:05: Ich mach mir deswegen Sorgen.

00:46:06: Weil es gibt ja so ein Grundprinzip, welches für Unternehmen gilt aber das gilt auch für Länder.

00:46:12: Aber wenn wir's mal auf Unternehmensebene erst halten ums dann zu erweitern... Da gibt´s das Prinzip, wenn die Veränderungsgeschwindigkeit außerhalb des Unterneemens größer ist als innerhalb des Unternemens bist du auf dem Weg in die Relevanz.

00:46:25: Ja, also man kann das sehen alle.

00:46:27: Also Unternehmen die in die Insolvenz geraten sind wenn es jetzt nicht sozusagen einen Krieg gegeben hat oder so ne?

00:46:34: Es sind meistens Unternehmen die irrelevant geworden sind.

00:46:36: warum?

00:46:37: weil sich ihre Leistung nicht weiterentwickelt hat mit den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden.

00:46:41: So und dieses Prinzip kann man auch auf Länder übertragen und kann sagen wenn die Veränderungsgeschwindigkeit außerhalb eines Landes größer ist als die Veranderungsgeschindlichkeit innerhalb eines Landes verliert das Land den Anschluss.

00:46:53: Und im Moment können wir ja beobachten, dass Deutschland den Anschluss verliert.

00:46:57: Und jetzt sollten wir uns mal fragen, woran legt es denn?

00:46:58: Ich glaube ein Blick, den ich zumindest einnehme, weil ich das beobachte kann ist, dass wir uns sehr schwer tun mit Veränderung in Deutschland.

00:47:09: Reform ist da so.

00:47:12: Das Wort, was verwendet wird und gleichzeitig sehen wir, dass sich die Realität um uns herum sehr schnell verändert.

00:47:19: Warum?

00:47:19: Weil aus einer Ära der Stärke des Rechts in eine Ära des Rechtes stärkeren gekommen sind.

00:47:29: Können wir beobachten, denken wir an Trumpismus, diese ganzen autoritären Tendenzen, dass wieder in Einflussferien gedacht wird und dadurch verändern sich die Realität um Deutschland sehr schnell.

00:47:44: Und wir tun uns schwer in Deutschland, uns so zu verändern, das wir aus der neuen Situation, die entstanden ist sozusagen Kraft schöpfen können, Und deswegen glaube ich, dass wenn wir nicht daran arbeiten, dass wir schneller mit Reformen in Deutschland sind.

00:48:00: Dass wir flexibler werden um schneller auch anpassen zu können und Chancen zu ergreifen.

00:48:05: Das wir da den Anschluss verlieren werden.

00:48:07: und was bedeutet es?

00:48:08: Das bedeutet das Arbeitsplätze verloren gehen.

00:48:11: Dass dieser hohe Exportanteil, den wir in unserer Volkswirtschaft haben, der deutlich sinkt wird und es wird zu Wohlstandsverlusten führen.

00:48:18: und wenn Wohnstadsverluste durchschlagen dann kommt die Unzufriedenheit mit den bestehenden politischen Verantwortungsträgern.

00:48:26: Und das ist der Moment für Demagogen und für Populisten Gehör zu finden.

00:48:35: Da stehen wir jetzt schon auf der Strecke, auf dem Wichsen unterwegs?

00:48:38: Ich würde zumindest sagen, dass die Voraussetzungen für Demagoggen sind im Moment günstiger als sie lange waren.

00:48:46: Aber da soll man das zu beschreiben, ist es eine ... Aber da jetzt irgendwie auch dann mal aktiver einzugreifen ist es andere.

00:48:55: Ja, also müssen wir mit Reformen weiter.

00:48:57: und jetzt die Frage welche Reform brauchen wir?

00:49:00: Und also da gibt's da mehrere Gesichtspunkte, ne?

00:49:03: Die eine Frage was unser Zukunftsbild in Deutschland... Wir hatten ja lange Zukunftsbilder und diese Zukunfts- ...Zukunftsbilder sind ja wichtig weil sie da unternehmen.

00:49:10: Man muss wissen wo man hin möchte!

00:49:13: Weil das bündelt die Kräfte, das aktiviert.

00:49:16: Das führt zu Ideen, was man machen könnte.

00:49:19: Wenn wir keine Zukunftsbilder haben, dann kommen wir in die Starknation.

00:49:21: und da hab ich das Problem mit Veränderungsgeschwindigkeit, wo wir gerade drüber gesprochen haben.

00:49:24: Also erste Frage?

00:49:25: Was ist denn unser Zukunfts Bild in Deutschland?

00:49:27: Haben wir da eine Diskussion darüber?

00:49:29: Ich höre viel Problembeschreibung, ich höre wenig Vision.

00:49:33: Erste Frage.

00:49:34: Zweite Frage ist ja wie ... Wie ist es jetzt mit Wettbewerbsfähigkeit?

00:49:38: Was brauchen werden da?

00:49:40: Wir sprechen viel von Entbürokratisierung Aber wie sind denn die Strukturen, die wir haben?

00:49:46: Wir haben doch das Phänomen, dass auch die Gesetze immer mehr werden.

00:49:51: Die Regulatorik wird immer mehr.

00:49:53: Und wir haben Ende, um es mal so im Spiel zu bringen, so wie Gulliver in Lilliput sind der im Lande der Zwerge als Riese sich nicht bewegen kann weil er mit lauter kleinen Bindfäden sozusagen fixiert worden.

00:50:06: Ja,

00:50:06: ich mach auch jetzt konkret bei dir.

00:50:08: jetzt das zu beschreiben finde ich der Nachvollziehbar.

00:50:13: gleichzeitig wenn man jetzt...

00:50:15: Willst du Vorschläge hören?

00:50:15: Kann ich dir auch geben?

00:50:16: Nee

00:50:17: vielleicht sogar so wenn man sagt ich habe jetzt acht neun Millionen Menschen die erreichen kann oder zwei Millionen am Tag.

00:50:23: da könnte man ja sogar fast als ich meine Elon Musk ist in USA eingegangen hat gesagt okay wer so und so wählt kriegt das denn das?

00:50:32: also ich meine das ist natürlich ein Extremfall

00:50:34: Und die Menschen haben dann Aufkleber auf ihre Teslas hinten draufgepackt?

00:50:38: Ja, in Europa.

00:50:40: Also ich meine ihr könntet euch schon noch... also im Zweifel nicht.

00:50:43: Ich könnte ja sagen über diesen Kontaktpunkt hat man wirklich viel in der Hand.

00:50:48: Das ist richtig wobei man darf sich da auch nicht überschätzen.

00:50:51: Also das sind immer noch mündige Bürgerinnen und Bürger und sie wollen sich auch nicht von dem Unternehmer sagen lassen was sie zu tun haben.

00:50:57: Da gibt es viele Beispiele für.

00:50:58: Also eines wo sehr deutlich geworden ist war im letzten US-Wahlkampf als als Taylor Swift sich für die Demokraten ausgesprochen hat.

00:51:11: Und viele Kommentatoren haben gesagt, es wird einen maßgeblichen Einfluss darauf haben wie die Menschen wählen werden.

00:51:17: und als dann die Präsidentenwahl durch war, haben sogar bei den Jüngeren Wählern waren höherer Anteil, die sich für Trump ausgesprungen haben als in der vorhergehenden Wahl.

00:51:29: also das hat nicht verfangen.

00:51:31: Deswegen darf man sich als Unternehmer auch nicht überschätzen.

00:51:34: Man kann aber trotzdem natürlich was tun, indem man Prinzipien hochhält.

00:51:37: Also man kann sich schon mal in die Debatte einbringen in eine angemessenen Art und Weise.

00:51:43: Beispielsweise auch durch Kolumnen, in denen man über Dinge spricht.

00:51:46: Und wenn ich das auch noch sagen darf ist vor allem in der Art und Weise wie Zusammenarbeit gelebt wird damit eben... der Vorteil von Diversität, von Debattenkultur.

00:51:56: Von sich einbringen und von Selbstwirksamkeit.

00:51:59: Dass es möglich ist im Unternehmen auch erlebt werden kann.

00:52:02: Weil all die Menschen, die bei uns arbeiten sind ja Teil der Gesellschaft auch und wirken in ihrem Umfeld.

00:52:08: Na das verstehe ich euch mal.

00:52:09: Du tust natürlich auch viel.

00:52:10: Das finde ich für dich einfach die Verantwortung zu tragen.

00:52:14: Tausende von Familien oder Zehntausenden, Hunderttausend fast Familien.

00:52:18: Das ist ja auch schon mal mehr als die meisten.

00:52:20: das was ihr da so macht gleichzeitig gucke hier drauf und denke mir vielleicht ... Ist ja auch wichtig sich Leute gut informieren Und da sehen wir ja auch durchaus Veränderungen und

00:52:31: auch

00:52:31: vielleicht Defizite.

00:52:32: Jetzt habt jeder so tausende Läden könnte man ja sagen, ich kaufe jetzt mal so einen Verlag und leg da dann die jeweiligen Erzeugnisse bei uns in der Filiale kostenlos aus.

00:52:45: Ich weiß nicht, dann nehmen das Leute mit und lesen dann eure Sachen und nicht mehr Sachen im Internet und so.

00:52:51: Also es wird ja manchmal viele Möglichkeiten.

00:52:53: Ja

00:52:53: guck, zum Beispiel unsere Allwerde, Kundenmagazin – ich weiß nicht ob du's kennst an den Kassen kann man mitnehmen eine Auflage von... von über ein bis drei Millionen, die auch von Menschen mitgenommen werden.

00:53:06: Da haben wir die Ruprik drin.

00:53:07: in welcher Welt wollen wir leben?

00:53:09: Wo wir mal versuchen auf unterschiedliche Themen, mal unterschiedlich zu schauen.

00:53:12: Man macht eine ganz gute Resonanz.

00:53:14: Das ist so einen kleinen Beitrag den wir da leisten können.

00:53:17: das hat jetzt nichts unmittelbar mit unserem Sortiment zu tun aber schon mit der Frage von Gemeinschaft und ... wie man so in der Gesellschaft wirksam werden kann.

00:53:28: Aber ich glaube, das andere ist auch noch wichtig.

00:53:30: natürlich und ich verstehe schon deine Einwände dass du sagst naja also man könnte ja mehr und jetzt einfach nur von der Seitenlinie zu kommentieren Konkrete Vorschläge, ne?

00:53:41: Das ist

00:53:41: immer viel.

00:53:41: Ich will das gar nicht geringstehen, weil es machen viele nicht.

00:53:43: Du machst das plus du hast die internehmische Verantwortung für dieses Riesenunternehmen also schon letztendlich ein großes Paket.

00:53:49: Also insofern darfst du dich nicht missverstehen aber ich vielleicht ginge noch mehr.

00:53:53: Ja genau und ich glaube auch ist auch wichtig dann mit konkreten Vorschlägungen zu kommen.

00:53:57: Es gibt ja so sechs Vorschlage, die ich auch mache wo ich denke da würde sich was verändern.

00:54:01: kann sie mal kurz kurz mal darstellen?

00:54:04: Der eine Vorschlag ist, dass ich sage wir sollten längere Legislaturperioden haben in Deutschland.

00:54:08: Wir haben ja in der Regel so vier Jahre Legislatur periode jetzt auf Bundesebene oft auf Landesebene das ich sag wenn wir von vier auf sechs jahre gehen würden dann wäre wahrscheinlich auch die Bereitschaft mutige Reform zu Unternehmen größer.

00:54:24: Weil man die Früchte noch ernten kann?

00:54:25: Ja, bevor man im nächsten Wahlkampf ist und wenn man den Wahlkampff ist während man durch Veränderungsschmerzen geht dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht mehr gewählt wird relativ groß.

00:54:32: also schauen da viele Politiker vor zurück.

00:54:35: Also das wäre das eine glaube ich was wir machen sollten.

00:54:36: Das zweite was wir Machen Sollten Ist Dass Wir Eine Konsequente Amtszeitbegrenzung Für Wahlen entführen für zwei wahlperiode es wären zwölf Jahre hätte Den vorteil dass Menschen in die politik gehen sich davor schon Gedanken machen.

00:54:48: Was mache Ich denn nach den Zwölf Jahren würde also bedeuten, viele würden sich erst mal auch in einen Beruf begeben.

00:54:54: Um den dann wieder ergreifen zu können.

00:54:56: Das würde dazu führen, dass wir eine andere Durchmischung von Kompetenzen auf den Seiten der Kampelle...

00:55:01: Von den zweiten Amtszeitern frei regieren, was du für richtig hältst, weil du weißt, du kannst eh nicht gewählt werden?

00:55:05: Ja, also man könnte mutiger sein.

00:55:07: Man könnte mutiger sein und das würde auch dazu führen, dass natürlich in den Parteien viel mehr Kandidaten bräuchte.

00:55:15: Und es würde wieder dazu führen ,dass es mehr Durchmischung gäbe von Menschen in diesen Parteien und dadurch würden die näher an der Bevölkerung sein.

00:55:22: Das zweite und dritte sind die Sunset-Glauseln, die ich glaube, die wir konsequent anwenden sollten.

00:55:29: Grundgesetz muss sich Gedanken machen, da vielleicht nicht bei jedem aber gibt's ja auch ... einzelner Paragrafen oder Gesetze im Grundgesetz mit der Ewigkeitsklausel aus gutem Grund, aber bei all dem vielen anderen was wir haben.

00:55:42: Dass wir sagen alles mit einem Verfallsdatum und einem verpflichtenden Widervorlagedatum welches sich richtet nach der Grundsätzlichkeit dessen was geregelt wird.

00:55:51: und zum Zeitpunkt des Wiedervorlagdatums würden sich dann die Parlamente damit beschäftigen ob diese Gesetzer weiterhin diese Wirkung entfalten die intendiert waren.

00:55:59: Dann würde man entweder die Gesetze auslaufen lassen, würde sie verändern oder erneut in Kraft setzen mit einem Verfallsdatum.

00:56:06: Würde dazu führen, dass wir die Erneuerung bekommen würden im Rechtsrahmen, die uns letzten Endes lebendig hält und jeder Unternehmer weiß das Entscheidungen, die er trifft immer bis auf weiteres sind.

00:56:16: Wenn sich die Sachlage verändert muss ich auch die Entscheidung ... muss zumindest hinterfragt werden.

00:56:23: Würde also dazu führen, dass wir da ein viel besseren Rechtsrahmen wieder hätten?

00:56:28: Weil das Problem sind nicht schlechte Gesetze per See sondern Gesetzen die aus der Zeit gefallen sind.

00:56:32: Also das ist der dritte Vorschlag.

00:56:34: Ja total nachvollziehbar bist du auch glaube ich nicht der Einzige, der solche Ideen hat.

00:56:36: Da gibt es ja auch einige deutsche, individuelle oder Autoren, die sowas schon mal durchdacht haben.

00:56:42: man hört trotzdem wenig Bewegung in die Richtung aber...

00:56:45: Also Baden-Württemberg jetzt zumindest in dem was deinem Koalitionsvertrag jetzt vereinbart wurde Teilweise in diese Richtung.

00:56:52: Auch aufgrund deiner Einflussnahme voraus?

00:56:55: Das

00:56:55: weiß ich jetzt nicht, es geht ja darum einen Debattenbeitrag der dann einfach mal diskutiert wird und verändert schon was.

00:57:03: Ob das jetzt auf mich zurückgeht wäre vermessen.

00:57:06: Aber ist es natürlich mutig von mir jemandem, der jetzt irgendwie hunderttausend Mitarbeiter hat maßgeblich mitgebaut hat, sagen wir mal ein zu niedriges Aspirationslevel vorzuwerfen.

00:57:18: Aber wenn man jetzt auf Amazon guckt und als Beispiel oder auch was das amerikanische Großunternehmer so versuchen auch zeitgleich von wegen Wir gehen jetzt in KI rein.

00:57:27: Wir machen jetzt irgendwie eine Hyper Scala AWS Und gleichzeitig machen wir auch noch Handel und gleichzeitig machen wie ja auch noch Apothekenprodukte im Amazon.

00:57:36: Das ist nicht sozusagen fast schon eure Idee überspitzt und bisschen aggressiv formuliert.

00:57:44: Wir machen jetzt noch rezeptfreie Medikamente, dann machen wir vielleicht ein bisschen Sortimentskontrollen bei Gesundheit?

00:57:49: Ist es nicht im Vergleich zu der Welt in der wir leben, wo Leute die solche großen Plattform haben oder du viel zu gering sind und müsstet ihr nicht auch mehr Bezois oder Master so größer denken und sagen fuck ey, wir machen hier Neobroker!

00:58:04: Wir haben eine Kundenbeziehung, warum

00:58:05: nicht?!

00:58:05: Und ihr hampt ja darum mit irgendwie rezeptfrei Medikamenten.

00:58:09: Das ist richtig, das Entscheidende bei Markenführung ist verzichten zu können.

00:58:14: Und die Frage ist halt für was möchte der im Drogeriemarkt stehen?

00:58:17: Es ist ja nicht falsch, was du sagst und da gibt's auch kein richtig oder falsch glaube ich sondern es ist ja die Frage für was wollen wir stehen.

00:58:25: Ich glaube dass es entscheidend ist in einer Welt die zunehmend schwierig wird im Hinblick auf Orientierung, dass wir ganz klar für etwas stehen und wir stehen für Drogeriekompetenz.

00:58:37: Das Bild, was ich da immer wieder bemühe, weil es schön deutlich wird ist als der Michelangelo mal gefragt wurde wie er seinen David geschaffen hat.

00:58:46: Also dieses Statue David aus Marmor.

00:58:49: Da gesagt hat das ganz einfach.

00:58:51: alles was nicht dazu gehört musste wegschlagen.

00:58:53: also wenn wir für Drogeriekompetenz stehen möchten dann ist die Frage inwiefern denn die Idee die du gerade entwickelt hast uns stärken würde.

00:59:01: im Hinblick darauf wäre zu bewerten und da habe ich wenig Zutrauen Ich persönlich.

00:59:07: Und ich glaube, letzten Endes die Stärke unserer Volkswirtschaft liegt ja in der Arbeitsteilung.

00:59:13: Da wird es andere geben, die sich darauf spezialisieren und das dann wirklich exzellent machen.

00:59:19: Und da ist, glaub' ich mehr gedient wie wenn man letzten Enden so eine Art diversifizierten Konzern hat... ...der dann am Ende das doch wieder abstößt?

00:59:28: Kann man ja sehen!

00:59:29: Diversifizierungswelle und wieder Konsolidierungswelle gehen die Unternehmen durch.

00:59:35: Ihr seid doch

00:59:35: so groß, könnt ihr doch definieren was eine Drogerie tut?

00:59:40: Du tust jetzt so als wenn Drogerien vordefiniert sind und ihr seid nur ein kleines Fischchen in der Drogeriewelt.

00:59:46: Eigentlich, wenn ihr sagt, Drogerienen sind ab heute auch Banking-Kompetenz ...

00:59:50: Dann

00:59:51: sind sie das weil ihr da sagt, weil ihr die Kategorie seid in ganz großen Teilen.

00:59:55: Das wäre schön, wenn es so wäre.

00:59:57: aber so ist es nicht Ganz trivial, wir haben auch mal versucht Bücher zu verkaufen.

01:00:04: Sogar von meinem Vater der Gründer, der auch Bücher geschrieben hat.

01:00:09: Lag wie Blei in den Regalen.

01:00:11: Bei Rossmann hat's funktioniert?

01:00:12: Der Großmann hat ein Besteller draus gemacht.

01:00:14: Mag sein!

01:00:16: Hast du

01:00:16: gefolgt?!

01:00:17: Aber soweit ich weiß geht es nicht wesentlich darüber hinaus... Ja, aber mit einem Talier kann sich das nicht messen und mit amazon.de oder .com auch nicht.

01:00:31: im Hinblick auf Sortimentskompetenz.

01:00:34: Aber Spielwahlen klappen bei anderen Drogeristen schon?

01:00:36: Ich habe gesehen beim Wettbewerb von euch die kommen mit Spielwahl in gutem Ecke

01:00:39: Genau

01:00:40: Macht ihr aber auch nicht.

01:00:41: Aber

01:00:41: dafür haben sie dann Abstriche machen müssen neben übrigen Sortiment.

01:00:46: Bei uns geht es halt darum dass wir sagen Sortiments Kompetenz Das heißt Nicht so breit Also nicht so viele unterschiedliche Kategorien, aber dafür tief.

01:00:53: Das heißt in den einzelnen Kategorian-Auswahl muss man sich halt entscheiden weil der Platz endlich ist.

01:00:59: Ist der M-Markt absolut ausoptimiert?

01:01:04: Nein

01:01:04: suboptimal.

01:01:06: Suboptimal kann natürlich noch vieles verbessert werden.

01:01:08: Aber schau mal bei bei zwei tausend und einhundert dreiundseitig Märkten wie aktuell Kannst ja nicht einfach sagen da tun über mal zwanzig Regalmeter mehr rein bauen das geht ja nicht.

01:01:18: also Bei neun kann ich natürlich entsprechend anmieten.

01:01:22: Aber in dem ganzen bestehenden Ladenpark kann ich das ja nicht machen, deswegen ist es immer eine Reallokation von Fläche und da muss ich mich entscheiden was ist mir wichtig?

01:01:32: Was ist denn

01:01:32: von euren ganzen Kategorien die wirtschaftlichste?

01:01:37: Die Kassenzone Ja Das der höchste Quadratmeter Umsatz.

01:01:41: Also bei

01:01:41: den Süßigkeiten am Ende

01:01:42: Nee weil da die Menschen das Geld ausgeben.

01:01:45: Ach so, ja gut.

01:01:46: Das ist jetzt ja ein bisschen ... Komm!

01:01:47: Was ist das denn?

01:01:49: Würdest du dich auf die ... Sag mal in den Kategorien sind alle ähnlich?

01:01:54: Die sind alles so, dass wir sie brauchen um einen kompetenten Drogeriemarkt darzustellen sonst würden wir sie rausschmeißen.

01:02:00: Okay okay...

01:02:01: Aber du hast also... Also nimm mal sowas wie Toilettenpapier, ne?

01:02:07: Ist jetzt zunächst einmal betriebswirtschaftlich für sich gesehen ein sehr unattraktiver Artikel.

01:02:13: großes Volumen Also, das heißt wenig Wertedichte.

01:02:16: D.h.,

01:02:17: die Palette ... also jede Palette, die ausgefahren wird, hat ja den gleichen Preis?

01:02:21: Ja, weil es ist ein Stellplatz auf einem Lkw.

01:02:25: und jetzt ist die Frage wie ist die Wertdichte auf der Palette?

01:02:28: Wenn ich dekorative Kosmetik drauf hab, ist die wertdichte sehr hoch.

01:02:32: Wenn ich Toilettenpapier drauf habe, ist sie niedrig.

01:02:35: Deswegen kein attraktiver Artikel.

01:02:38: Wenn aber viele Menschen Toilettepapier kaufen wollen Also ist die Frage die Perspektive, die ich drauf habe.

01:02:50: Wenn ich jetzt eine Kategorie habe, die nicht so gut kalkuliert ist aber sehr, sehr begehrt ist und deswegen die Menschen in den Laden zieht damit die Menschen dann auch noch andere Waren wahrnehmen können und dann kaufen und dann in der Mischkalkulation das Ganze wieder aufgeht Dann macht es wieder Sinn.

01:03:05: und so muss ich darauf gucken wenn ich mal den Wasserspender nehmen Revos Wasser bei dem Drogeriemarkt Betriebswirtschaftlich gesehen auf die Fläche extrem unproduktiv Wickeltruhr, extrem unproduktiv.

01:03:17: Was könnte ich da an Regalmetern haben?

01:03:19: Aber wenn das dazu führt dass die Menschen sagen Ich bin froh, dass es gibt und ist auch ein Grund warum ich zu der MGR Dann ist die Fläche sehr gut investiert Und das ist sozusagen diese Ambiguitätskompetenz Die wir brauchen in einem Unternehmen uns immer wieder zu fragen wird

01:03:33: es gemessen oder ist es im Bauchgefühl?

01:03:36: Das ich würde mal sagen.

01:03:37: zunächst Mal ist Es eine Evidenzerlebnis was man hat dass man sagt ist es richtig das zu tun?

01:03:42: und dann muss Man schauen wie die Resonanz von den Kunden ist.

01:03:46: Nutzt ihr viel KI?

01:03:49: Für solche Auswirkungen und so.

01:03:51: Gut, jetzt die Auswirkung unseres Reh-Was-Wasserspenders haben wir glaube ich noch nie direkt gewichtet.

01:03:56: was wir allerdings schon gemacht haben Wir haben ihn optimiert.

01:03:59: das da wo besonders viel Wasser gezapft wird dass wir das ans Wassernetz angeschlossen haben mit entsprechenden Filtern und nicht mehr mit katholischen Arbeit.

01:04:06: Aber haben

01:04:06: alle bei dir in der Hauptversammlung so ein Cloth-Abo oder sowas alles?

01:04:10: Noch mal?

01:04:10: Sondern

01:04:11: baue ich eine Hauptversamlung, eine Hauptverwaltung.

01:04:13: Haben die da allen einen Cloth Abo und so die ganzen Kollegen?

01:04:16: Also wir haben DMGPT, welches mit unterschiedlichen LLMs arbeitet ja.

01:04:21: Und dann merkst du auch, dass das irgendwie zu Polititätsfortschritten führt?

01:04:25: Ja, es führt dazu dass die Arbeitsprozesse hinterfragt werden optimiert werden und eines Tages wenn wir die gesamten Arbeitsprozess auch mal neu denken können.

01:04:33: Was sind meine jetzt noch nicht?

01:04:34: Aber wir müssen ja immer wieder auch Greenfield denken, nicht nur Brownfield also.

01:04:40: aber im Moment sind man doch an dem Punkt das wir sehen können dass viele Tätigkeiten sich dadurch anders organisieren lassen.

01:04:47: Letzten Endes gerade bei KI geht es ja darum, dass wir die Voraussetzungen schaffen.

01:04:51: Dass die Menschen, die tätig sind zu besseren Entscheidungen kommen können weil sie besser informiert sind.

01:04:55: Weil sie schneller überblicken können was vorliegt und was vielleicht auch die Treiber hinter den Phänomenen sind.

01:05:02: da hilft uns die KI.

01:05:04: Was ist euer zweitstärkstes Land nach Märkten?

01:05:06: Also wo sind die meisten Märkte nach Deutschland?

01:05:09: Das müsste weiterhin Österreich sein.

01:05:11: Und dann

01:05:13: Ich denke Ungarn.

01:05:14: Ungarn

01:05:15: Ja

01:05:15: Okay Ist ja ungewöhnlich eigentlich.

01:05:18: Weil so ein kleines Land ist?

01:05:20: Ja, relativ.

01:05:22: Aber da sind wir halt schon sehr lange.

01:05:24: Ungarn war das erste Land in welches wir gegangen sind nach Österreich.

01:05:27: Und was kommt dann ... Dann sind es noch weitere Länder die ihr so habt.

01:05:31: Ja, gibt's noch ein paar mehr aber ich kanns dir jetzt ... Die Tschechische Republik ist auch sehr stark.

01:05:36: Ich hab jetzt nicht ... Bei unser Ranking ist immer nach Eröffnungs sozusagen... nach Eintritt.

01:05:43: Aber ihr macht ja, die Expansion läuft da weiter?

01:05:45: Ihr macht wahrscheinlich jedes Jahr hunderte von Märkten auf im Ausland.

01:05:49: Ja, dann machen wir auch Märkte auf, ist richtig!

01:05:51: Also und das ist doch für den nächsten Jahr ja wahrscheinlich mit Europa noch weiter wie DM-Märkte erleben.

01:05:58: Solange Kunden sich dafür begeistern... Du sagst es

01:06:00: nur zu defensiv, glaub ich.

01:06:01: Ja aber so ist es doch, also weißt du ... Wir müssen ja mit Sog arbeiten nicht mit Druck.

01:06:07: Und der Sog kommt durch die Nachfrage.

01:06:10: Ich hab schon zu viele Unternehmen gesehen, die kaputt gegangen sind.

01:06:14: Weil sie mit Drucker arbeiteten.

01:06:17: Wenn wir jetzt mal zurückdenken ... Der Klassiker in der Toghari-Branche ist Schlecker gewesen.

01:06:22: Die waren bis ein Jahr vor ihrer Insolvenz.

01:06:25: Waren die Marktführer?

01:06:28: Die sind untergegangen und sind implodiert.

01:06:30: Da ist keine relevante Unternehmensteile übernommen worden von anderen, deswegen Vorsicht mit Größe, vorsicht mit solchen Push-Strategien.

01:06:38: Das führt schneller als man denkt zu Scheinriesen.

01:06:40: Was heißt das?

01:06:40: Sie

01:06:40: hatten am Ende so viele unprofitable Märkte?

01:06:43: Am Ende schon ja!

01:06:44: Habt ihr irgendeine unfortablen Markt?

01:06:46: Haben wir auch Ja

01:06:48: Und warum?

01:06:50: vielleicht weil er gerade erst aufgemacht wurde und noch sozusagen in der Wachstumsphase ist, oder weil zum Beispiel grade eine Straße gesperrt wurde.

01:06:59: Und deswegen die Kunden ...

01:07:01: Dann schließt es schon schnell!

01:07:03: Wenn Markt sich nicht mehr rechnet und es keine Perspektive gibt, das ist halt die Beurteilung vor Ort.

01:07:08: Da müssen wir hinzumachen.

01:07:09: Wie lange braucht man von Wir machen einen auf bis der muss dann auch funktionieren?

01:07:14: Also wir haben ne sogenannte Grenzkostenliste wie wir es nennen.

01:07:17: also wenn Markt sozusagen dass ich nicht selbst tragen kann und das Unternehmen gestärkt wäre, wenn er zumachen würde.

01:07:25: Das ist so die Grenzkostendiste.

01:07:27: Und nach drei Jahren könnte so ein Markt auf die Grenzkostenliste kommen, wenn der sich nicht mehr trägt.

01:07:34: Davor kommt da noch nicht drauf, weil er noch Welpen schutz hat.

01:07:37: Aber jedes Jahr machen auch schon relevanten Märkte zu?

01:07:41: Zum Glück nicht so viele.

01:07:43: Liegt auch daran, weil wir keinen Eigentum an den Märkten haben.

01:07:45: Weil wir

01:07:45: schnell umziehen ... Und nie in die Verlegenheit kommen, dass wir sagen, der Markt rechnet sich zwar nicht.

01:07:51: Aber wir würden keinen guten Nachmieter finden.

01:07:53: und jetzt haben wir da doch investiert ... In die Immobilie?

01:07:56: Also in den Erwerb der Immobilien.

01:07:57: Den Mies fragt

01:07:58: er dann teilweise noch ein paar Jahre läuft.

01:08:00: Ja gut, kann man notfalls hier ablösen!

01:08:02: Okay...

01:08:03: Ja also das muss ich mit dem Eigentümer einig, dass meine Abstandszahlung macht und dann keiner das neu vermieten.

01:08:08: Mit jemandem, der wieder eine langfristige Perspektive gibt.

01:08:12: Aber ihr sitzt ja auf einem.

01:08:13: Also, wenn man das sich von außen anguckt.

01:08:15: Vor

01:08:16: allem Schatz, würde ich sagen.

01:08:18: Auf eine beeindruckend und es ist gefühlt auch so ... So ne Art deutsches Emma, das ist nie mehr angreifbar.

01:08:25: Das wird nicht jemand geben.

01:08:27: Vorsicht!

01:08:27: Ja, aber es ist schon sehr stark...

01:08:29: Schau dir mal das Ranking der Lebensmitteleinzelhändler an über die Jahrzehnte.

01:08:34: Auch die ganz großen sind unter die Räder gekommen.

01:08:38: Deswegen ... Handel is Wandel.

01:08:41: Es ist wirklich was dran.

01:08:43: Warum?

01:08:44: Es geht immer um die Veränderungsgeschwindigkeit.

01:08:46: Die größeren Unternehmen wird umso ... schwerer tut sich's mit Veränderungen,

01:08:50: und

01:08:52: das ist in allen großen Unternehmen die Herausforderung auch bei DM-Trogeriemarkt?

01:08:57: Also so ein Schleckercase ist wenn man nicht aufpasst dafür auch für euch denkbar.

01:09:00: Absolut!

01:09:01: Ja der hat es ja nicht mutwillig gemacht.

01:09:03: Er hat ja nicht gesagt jetzt fahr ich das mal richtig an die Wand.

01:09:06: ne Aber letzten Endes war der nicht mehr in der Lage, sich zu verändern.

01:09:10: Und die Welt hat sich plötzlich sehr schnell um ihn verändert als die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten kamen.

01:09:16: Okay, okay also ... Dennoch hab ich das Gefühl es ist eine geile Firma.

01:09:21: ihr macht weiter Läden auf.

01:09:22: Ihr habt ein Modell gefunden dass man immer weiter ausrollen kann.

01:09:25: Wer hat keine Angst vor KI wirklich morgen?

01:09:27: Ich würde mal

01:09:28: so sagen Philipp wir achten darauf, dass wir uns permanent erneuern und das bedeutet auch in den Standorten ne!

01:09:33: Das bedeutet den Sortiment?

01:09:34: Ich will

01:09:34: darauf hinaus, dass es auch sehr stabil ist.

01:09:36: Erst mal aussieht von aus und die Zahlen, die ich mal so greifen kann sind ja ... sind ja so!

01:09:41: Und wenn man ... ihr habt jetzt die üblichen Risiken, die andere Firmen gerade sehen, oh Scheiße, jetzt kommt die KI, vielleicht ist morgen alles anders... das ist bei euch jetzt kein Risiko, das ist eine Chance.

01:09:49: Da ist jetzt die KI demnächst irgendwie im großen Stil Drogerieprodukte verkauft.

01:09:53: Wir sind kein exportierendes Unternehmen.

01:09:55: Das auch nicht genau, ich hab das auch nicht mit Zölln, der ganzen Ärger oder so, wie Chinesen kopieren.

01:10:00: Ja.

01:10:01: glaub ich mal in Europa, solange es Europa gibt und das zumindest wird ja dann weiter so sein.

01:10:06: Weil ihr da irgendwie eine gute Rolle spielt.

01:10:09: Aber das sehen die auch andere.

01:10:11: Und kommen denn nach wie vor nach ab und zu mal Leute vorbei?

01:10:14: Wollen sie sich beteiligen oder sowas?

01:10:17: Investmentbanken, ja klar!

01:10:18: Die laden gerne einen.

01:10:19: Ja

01:10:21: aber ist für dich keine Thema.

01:10:24: Ja die Frage jetzt was kommt danach?

01:10:28: Also wachst du Stabilität bisschen Sicherheit für deine Familie?

01:10:32: Ich weiß nicht

01:10:33: Vieles.

01:10:34: Das ist halt die Frage, ne?

01:10:36: Guck mal ... Ich find es immer interessant zu ... Schauen wir doch einfach mal so ein fiktives Beispiel an.

01:10:41: Also jetzt wird ein Unternehmen gegründet, das entwickelt sich gut, das Unternehmen wird geführt von den Eigentümern und jetzt kommt jemand sagt, ich kauf's dir ab!

01:10:50: Wann verkaufst du?

01:10:53: Höhe Progression.

01:10:54: Du verkaufs dann, wenn des Geld was du dafür bekommst, dir mehr Fantasie gibt als das Unternehmen welches du hast.

01:11:05: Der, der dir abkauft hat mehr Fantasie mit deinem Unternehmen als mit dem Geldwasser.

01:11:10: D.h.,

01:11:10: du verkaufst dann wenn die Ideen nicht mehr so viele sind für deinen eigenes Unternehmen wie mit dem was du mit dem Cash machen könntest welches du für das Unternehmen bekommst und dann wirst du vom Unternehmer zum Investor.

01:11:24: Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einem Investor und einem Unternehmer?

01:11:28: Nach meiner Erkenntnis, der Unternehmer sieht vor allem die Chancen unter Investor sieht v.a.

01:11:34: die Risiken.

01:11:36: Also überlegt dir gut, ob du einen Investor drin haben möchtest.

01:11:43: Wenn du doch jetzt die Chance hast ... Ich würde mal sagen von Unternehmen, die besten Voraussetzungen für ein Unternehmen ist es doch, ein Familienunternehmen zu sein mit geschäftsführenden Gesellschaftern.

01:11:56: Weil sie sind schnell in ihrer Entscheidung und langfristig in ihren Herangehensweisen.

01:12:04: Und du bist im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, Mit komplizierten Entscheidungsprozessen und so weiter.

01:12:12: Aber gleichzeitig

01:12:12: gibt's doch die alte Sage, von der erste Generation baut auf, die zweite baut aus... ...und die dritte macht alles kaputt?

01:12:18: Nee, die Dritte studiert Kunstgeschichte!

01:12:20: Genau, genau!

01:12:22: Also das steht ja bei euch jetzt dann irgendwann vor.

01:12:25: Also willst du deine Kinder lieber...?

01:12:27: Naja ich würde mal sagen, dass ist der Spruch, der manchmal zu beobachten ist.

01:12:32: aber das heißt denn nicht, dass es auch bei dem Togarimarkt sein muss.

01:12:35: Du bist optimistisch, dass eure Kinder irgendwo da sind.

01:12:39: Es gibt ja genügend Nachfahren.

01:12:41: Hast dir vorhin schon angesprochen, ne?

01:12:43: Also ... wird man sehen, ne!

01:12:45: Wird man sehen...

01:12:46: Ich meine, in anderer Grund zu verkaufen könnte auch Sorge sein um den Standort im Deutschland, dass du sagst Mensch die Herausforderung, die wir gerade besprochen haben krieg ich mir hier nicht mehr in Griff, ich geh jetzt lieber woanders hin und verkaufe hier.

01:12:59: Da wäre halt die Frage wohin Wo würdest du hingehen?

01:13:03: nach Dubai?

01:13:04: Ich jetzt nicht Aber tun ja manche

01:13:07: Ja Achso Taten manche.

01:13:11: Ja, mittlerweile ist ...

01:13:14: Wo würd's denn hingehen im Moment?

01:13:17: Ich hab nicht das Bedürfnis wegzugehen, ich bin ganz gerne hier.

01:13:20: Aber ich stell dir jetzt die Frage so ein bisschen rhetorisch, weil jedes Mal wenn das jemand zu mir gesagt hat und ich sag ja, wo würde es hingehen?

01:13:27: Und dann habe ich den Eindruck, okay also...

01:13:32: In Neuseeland ist auch ganz schön!

01:13:34: Ja gut, ist halt immer sehr weit

01:13:36: ne?!

01:13:37: Also egal, wo man jenseit ...

01:13:40: Hast du mittlerweile einen Pass von einem anderen Land, das nicht Deutschland ist?

01:13:42: Nein.

01:13:43: Aber

01:13:43: ist es in deinem Unternehmerumfeld so, dass Leute sich Pässe besorgen voraus aus Dubai oder aus ...

01:13:48: Ich hab's schon gehört.

01:13:50: Wobei das war vor dem aktuellen Blick darauf.

01:13:53: Es gibt ja auch andere Länder, wo er sagt, okay, Hummer, jetzt war ein Pass außer ...

01:13:57: Du usa und zahl richtig viel Steuern.

01:14:00: Das golden Visum könntest du da auch.

01:14:02: Ja.

01:14:03: Deine Sorge um Deutschland ist jetzt nicht so existenziell.

01:14:06: Wir haben's doch in der Hand!

01:14:08: Wir haben es doch in der Hand.

01:14:09: Ich würde sagen, jetzt nicht hier beklagen, Ärmel hochkrempeln und sich auch einbringen in eine angemessene Form.

01:14:16: Macht dir das, dass ihr über eure Marketing-Budgets steuert?

01:14:21: Wo gehen wir das Geld aus?

01:14:22: Vielleicht eher in manchen Medien mehr oder anderen Medien weniger mit Blick auf die Konsequenzen von so...

01:14:30: Ja also da ist eigentlich für uns immer wesentlich wo können wir unsere Kunden erreichen?

01:14:35: weil ich glaube Da ist es wichtig, realistisch zu sein.

01:14:38: Also das nicht so, dass wir ... die Tendenzen in der Medienlandschaft im Moment sehen können dadurch unterbinden können, dass we sagen, wir gehen nur da rein.

01:14:48: Können wir machen?

01:14:49: Aber das ändert das Große und Ganze nicht.

01:14:52: Weißt du noch auf deiner persönlichen Bucketlist drauf?

01:14:54: Wenn man jetzt eine solche Möglichkeit hat wie du, dann sind ja auch jeder Tag volle Opportunitäten und Verpflichtungen natürlich auch.

01:15:01: aber hast du noch ... Wie wir alle vielleicht noch wie eine Bucketlist anwünschen oder ein Ziel in dem Leben, auch jetzt private Sachen.

01:15:08: Eine Reise oder einen Treffen oder einen... Das ist mir im Vorgespräch erzählt, es gibt durchaus Digitaldenker die du spannend findest und wo ich dich gefreut hast, die mal kennengelernt zu können.

01:15:16: Also ...

01:15:17: Ja, das sind unglaublich spannende Zeiten, in denen wir leben!

01:15:21: Und hier jetzt Teil der Gesellschaft zu sein im Moment und mich einzubringen.

01:15:25: Und jeden Tag auch was Neues zu lernen, ne?

01:15:27: Das ist ja eine ultra steile Lernkurve die wir haben.

01:15:30: Das macht mir große Freude!

01:15:31: Jetzt so'ne Bucketlist wo ich sage das möchte ich unbedingt noch machen sonst... Also früher wäre sowas gewesen wieder Concorde zu fliegen.

01:15:39: Das hätte ich echt gerne mal gemacht aber das Thema hat sich erledigt weil die Concorde ja bekanntlich schon eine ganze Weile nicht mehr fliegt.

01:15:46: Es gibt eigentlich nichts, wo ich sage ... Wenn es jetzt plötzlich zu Ende gehen sollte.

01:15:51: Das kann am Jahr blühen, dass man plötzlich eine Diagnose gestellt bekommt.

01:15:57: Wäre natürlich sehr niederschmetternd und schlimm.

01:16:00: aber da gäbe's nicht, wo wir sagen müssen das musst du noch machen weil auf meiner Bucketlist zum Glück nicht.

01:16:06: Also diese Reisen die man jetzt so machen kann ins All?

01:16:09: Du wirst ein Kandidat, der das machen könnte!

01:16:11: Was soll ich denn da oben?

01:16:13: Aber das Interessante ist doch, alle die da hochgeflogen sind haben erst mal gesehen wie besonders die Welt ist und wann vorhin, als sie zurück war.

01:16:19: Also den CO-Zweifußabdruck, der muss ich mir jetzt nicht auch noch anhängen.

01:16:23: Was machst du denn?

01:16:25: Ich mein es ist ja kein Geheimnis wenn man so eine Firma in Teilen besitzt dass es euch ganz gut geht.

01:16:30: gibt's irgendwas was du dir gönnst für das Mensch?

01:16:32: Ja also im Urlaub fahre ich jetzt nicht ins Familiehotel, sondern dahin, sondern um mich zu sagen wo das das können wir schonmal Was man teilen kann?

01:16:41: Ich gönne mir heute hier zu sitzen.

01:16:43: Obwohl du eigentlich ...

01:16:44: Und nicht an der Kasse zu sitzen!

01:16:47: Über dich mal,

01:16:47: ne?!

01:16:48: Also die Tatsache dass ich jetzt hier sein kann und mir Zeit nehmen kann um dieses interessante Gespräch zu führen macht mich auch Freude ist doch nur möglich weil es ganz viele Menschen jetzt gerade in dieser Situation gibt die sich darum kümmern das das Geschäft läuft.

01:17:03: Das ist doch ein Luxus oder Absolut.

01:17:06: Dennoch gibt's ja durchaus Menschen in deiner Rolle ... Aber

01:17:08: ich versuch das sinnvoll zu nutzen jetzt, ne?

01:17:10: Also wo ich nichts von halte ist hier aufm Putz zu hauen und ...

01:17:15: Es gibt keine große DM-Yacht irgendwo im Mittelmeer.

01:17:18: Die gibt es nicht, nein.

01:17:19: Auch nicht.

01:17:20: Es gibt

01:17:20: doch keine, wo mein Rehe erlegen kann.

01:17:22: Also gibts auch nicht!

01:17:25: Okay... aber du hast noch mal vor, das ein paar Jahre zu machen.

01:17:29: also ich meine, du bist jetzt einfach fünftig.

01:17:30: Das kann man jetzt noch ...

01:17:31: Genau.

01:17:32: Also bisher halt ich noch ganz gut mit.

01:17:36: Ja, also muss man auch wollen?

01:17:37: Also Veränderungsgeschwindigkeit bei mir ist noch nicht wesentlich geringer als Veränderungsschwindigkeit im Unternehmen, sonst wäre ich auf dem Weg in die irrelevant.

01:17:44: Aber das heißt du hast schon den Plan, das doch irgendwie zwanzig Jahre zu machen oder so was?

01:17:49: Ja, du, ähm ... Ich muss dir sagen jetzt mit meinen dreienfünfzig mittlerweile, ich werd immer demütiger, ne?

01:17:54: Weil früher war's lange so gewesen, dass ich gesagt hab ja, ist doch kein Problem, machst noch mit achtzig, ne!

01:17:59: Warum?

01:18:00: Ja weil mein ... sage ich jetzt mal so allgemein als junger mensch neigt man dazu ja eine gewisse indolenz zu haben Ja und man glaubt auch, man hat das ewige leben.

01:18:10: Und es geht immer so weiter.

01:18:13: Aber die wirklichkeit ist doch jetzt wenn ich mal sagen wir nicht mal achtzig bin werde ich wahrscheinlich mit anderen augen auf dieses leben gucken.

01:18:19: da wird wird meine konstitution anders sein Da werde ich mir anderes zutrauen.

01:18:25: Deswegen sag ich immer na warten was mal ab wie's dann sein wird.

01:18:30: Und deswegen gehe ich ja immer so, sofort als ich sage ... So.

01:18:32: Jetzt die Chancen nutzen, die da sind mit den ganzen Möglichkeiten, die ich hab, also auch das Kräfte anbelangt und wie es dann aussehen wird, wenn ich mal sechzig bin oder wenn ich fünfe sechszig bin, das schaue ich mir dann an.

01:18:45: Das Schöne ist auch, dass die Geschäftsführungsverträge bei DM immer fünf Jahre sind.

01:18:49: Hat man immer wieder Gelegenheit zu sagen, wie soll's eigentlich weitergehen?

01:18:52: Aber es ist ja schon noch so, Deiner Rolle denkt man noch mal stärker drüber nach.

01:18:57: oder vielleicht resonieren solche Auswertungen mit dir noch mehr als mit anderen Leuten, die weniger Optionen haben.

01:19:03: Aber es gibt da so was Leute sagen, die dann schon sehr alt sind Wo das Ableben kurz bevorsteht, den sagen dann ja ... Ich hätte jetzt mehr das machen sollen

01:19:12: und weniger

01:19:12: das.

01:19:15: Dann lernt man doch von so was liest immer.

01:19:17: Die sagen ja alle also hier ich weiß nicht noch mehr auf Social Media zu sein.

01:19:21: Da hab' ich mir nicht gewünscht, sondern ich habe mir gewünscht mehr Zeit für das und das zu haben.

01:19:26: Jetzt ist ja wahrscheinlich bei dir auch so du könntest sehr vieles machen und wahrscheinlich wird der Alte dann in dreißig Jahren Christoph Werner dann auch sagen ... War es richtig, so viele Jahre in Karlsruhe in der Hauptverwaltung zu sitzen und über Marktexpansioner Ungarn nachzudenken?

01:19:43: Weiß ich nicht.

01:19:44: Das ist richtig ja ... Scott Galloway hat mal einen Podcast davon gesprochen von einer Studie, wo man untersucht hat Menschen die kurz vom Lebensende waren.

01:19:53: Wo sich das abgezeichnet hat.

01:19:54: Ja, gibt's mir schon.

01:19:57: Wir haben dir auf ihr Leben zurückgeprägt.

01:19:58: Viele sagten, ich hätte mehr Zeit mit meiner Familie bringen sollen oder andere

01:20:01: Reisen.

01:20:02: Genau, deswegen ist es eine sehr wichtige und legitime Frage natürlich.

01:20:07: Wobei?

01:20:07: da habe ich zwei Gedanken dazu.

01:20:09: Der eine Gedanke ist wenn ich viel erreicht habe dann kann es passieren dass man auch vergisst was es gebraucht hat um dorthin zu kommen wo man sich hin entwickelt hat.

01:20:21: Und das geht halt zum Teil durch Schmerzen und Mühen.

01:20:24: Und deswegen, das kann man nicht ausblenden und dann sagen.

01:20:27: Dann wäre ich aber genau in der gleichen

01:20:28: Situation.".

01:20:28: Also sozusagen ... Der Weg, den man gegangen ist war vielleicht auch notwendig, um dorthin zu kommen, wo man da ist.

01:20:34: Man darf ja auf sein Leben nicht blicken mit den Augen von heute und die Entscheidungen kritisieren, die man gemacht hat.

01:20:41: Das ist im Klammer ein bisschen das Problem.

01:20:45: von vielen Diskussionen heute, dass man sozusagen die Entscheidungen, die früher getroffen wurden aus der heutigen Perspektive bewertet.

01:20:53: Ich kann mal machen aber das wird der Sache nicht gewähren.

01:20:55: Aber ich versuche jetzt mit diesem Denkmodell bewusst deine Sicht in dreißig Jahren aufzutun.

01:21:00: Und deswegen glaube ich ... Das ist dann mein zweiter Aspekt dazu.

01:21:04: Ich glaub, das Entscheidende ist doch, dass das Ziel ist, dass am Ende wenn die letzte Stunde geschlagen hat auf das Leben zurückblickt und sagt Das war ein gelungenes Leben, weil es mein Leben war.

01:21:17: Ob mir das gelingen wird?

01:21:19: Das werden wir dann sehen.

01:21:21: Aber es wäre zumindest der Anspruch!

01:21:22: Ich wünschte dabei auf jeden Fall alles Gute und würde mich freuen, wenn irgendwann im Laufe deines Lebens nochmal die Chance besteht, hier das Gespräch fortsetzen, weil ich ... Es ist ja wirklich sehr viel schichtig Und insofern vielen Dank zumindest für diese Episode mal wieder.

01:21:38: Ja, Philipp, wir sind doch noch jung, ne?

01:21:40: Es gibt noch andere Gelegenheiten.

01:21:41: Vielen Dank!

01:21:42: Alles

01:21:42: klar!

01:21:42: Ciao ciao!

01:21:44: So, wem dieses Gespräch gefallen hat?

01:21:46: Wer vielleicht in der Branche arbeitet, dem empfehle ich vor allen Dingen ein weiteres Gespräch.

01:21:50: Und zwar war ich vor einigen Jahren bei Dirk Rossmann, dem gründer und langjährigen Chef von ebenRossmann, den größten Wettbewerber vom DM.

01:21:57: Es war wirklich ein spektakuläres Gespräch damals.

01:22:00: Ich weiß noch wie er mir im Ende des Gesprächs seinen persönlichen AXI-Investments erzählt hat.

01:22:04: Wirklich eine spektakkuläre Reise damals nach Hannover zu Dirk Rossmann.

01:22:07: das Gespräch!

01:22:08: War eines der besten wahrscheinlich überhaupt hier jemals im Podcast.

01:22:10: Deswegen tut uns allen Dinge gefallen Google einfach OMR-Podcast der Grossmann und dann geht's direkt weiter.

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