OMR Classic: Brillen-König Marc Fielmann
Shownotes
Marc Fielmann ist gerade mal 30 Jahre alt, als er 2019 die Führung des Brillen-Giganten Fielmann übernimmt. Vater Günther hatte das Unternehmen gegründet und aufgebaut. Als Marc Fielmann übernimmt, gibt es europaweit rund 900 Filialen und einen Milliardenumsatz, der noch ganz überwiegend im stationären Handel erzielt wird. „Der Druck war massiv“, hat er 2021 im OMR Podcast verraten – und dann eine Vision skizziert, die bis 2025 zu mehr als 2,3 Milliarden Euro Umsatz führen sollte. Spoiler: Dieses Ziel haben sie, wie man heute weiß, übertroffen. Aber wie steht es mit anderen Themen wie Smart Glasses? Haben sich auch da die Prognosen von Marc Fielmann bewahrheitet?
Die Antwort gibt es in dieser Classic-Folge des OMR Podcasts, die wir im November 2021 veröffentlicht haben. Wir glauben, dass die Geschichte auch weiterhin spannend ist. Daher haben wir die Folge für unsere Serie "OMR Classics" nun neu aufgelegt. Viel Spaß beim Hören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe vor einigen Tagen den Mark Viemann mal wieder in Hamburg bei einem Abendessen getroffen und wieder gedacht, was für einen klarer extrem analytischer disziplinierter zurückhaltender arbeitsbereiter Typ wirklich wahnsinnig war.
00:00:13: Sehr sehr beeindruckt!
00:00:14: Und musst du daran denken dass wir im Jahr zwanzig schonmal eine OMR Podcast gemacht hatten?
00:00:18: Da war er gerade ins Amt gekommen als sehr junger Manager dieses großen Konzerns, der seinen Vater aufgebaut hat und dachte okay eigentlich eine gute Idee.
00:00:25: die alte Folge war wieder rauszukraben Und als OMR Classic, also am letzten Freitag eines Monats mal wieder auszuspielen.
00:00:32: Insofern gar nicht mehr so viel Vorrede!
00:00:34: Ihr kennt Fiehmann die riesige Augenoptiker-Kette.
00:00:37: Dazu kann man sich vorstellen dass der Marc Fiehmann einer wenigen deutschen Milliardäre unter vierzig ist und damit direkt rein in die Folge von damals mit Marc Fiemann auf geht's!
00:01:09: Die erste Nieressung wurde öffnet in Cuxhaven, aber eigentlich schon immer in Hamburg sozusagen beheimatet ganz kurz danach.
00:01:14: Und hier sitzen jetzt so tausend... Achtundund Leute also?
00:01:16: Ja, tausenfünfhundert hier in der Zentrale und in Hamburg weit über zweitausend.
00:01:20: Okay!
00:01:21: Und insgesamt mittlerweile bei zwanzigtausend Leuten ne?
00:01:23: Zweiundzwanzig Tausend Mitarbeiter und Mitarbeiter weltweit ja.
00:01:26: Also das ist schon mal die Hausnummer, die wir hier reden.
00:01:31: Wenn man deine Vita anguckt auch schon sozusagen nicht nur sozusagen Nachfahre des Gründers, sondern auch irgendwo seit Jahrzehnten schon brille ein Business unterwegs.
00:01:45: Ja also zehn Jahre habe ich auf dem Buckel wenn du das so formulieren möchtest
00:01:48: und das ist schon viel weil du bist ja gar nicht so alt?
00:01:50: Ja ziemlich schnell nach einem Studium ging es dann los genau.
00:01:53: aber wenn das Studium war noch die Idee was anderes zu machen war dann eigentlich schon als sagen wir mal als noch jüngerer Mann klar dass wird eh auf sich zukommen.
00:02:01: das Thema
00:02:01: Ja, ich hab mich schon ein bisschen woanders ausprobiert.
00:02:03: Also ich war dann immer noch mal beispielsweise in Italien und USA unterwegs... Das
00:02:07: ist auch aber auch bei Brillenfirmen ne?
00:02:09: Auch bei Brillenfirmen das war direkt nach dem Studium währenddessen.
00:02:12: Ich habe auch mal an der Bank gearbeitet mit meiner Unternehmensberatung das mal anzuschauen Und bin dann ungefähr so eineinhalb Jahre noch bei anderen Unternehmen in Italie und USA und dann bin ich bei uns angefangen.
00:02:21: Zwei zwölf.
00:02:22: Aber zwei zwölfe okay!
00:02:24: Aber du hast jemals überlegt will ich es überhaupt vergabst irgendwie einen anderen Berufsweg oder Lebensweg mal in deinem Kopf?
00:02:31: Ja klar, also man hat das immer mal wieder geguckt aber am Ende des Tages ist es schon ein ganz netter Job den wir hier machen weil wenn du als Augenoptiker hilfst für Menschen besser zu sehen und besser zu hören.
00:02:40: Das macht mal grundsätzlich Spaß.
00:02:41: dass der erste Punkt, der zweite Punkt ist Wir haben eine sehr kundenfreundliche Philosophie.
00:02:45: damit kann man sich gut identifizieren finde ich weil wir bei uns alles haben vom Studentenauszubildenden bis zum Lebens erfahrenen Rentner Und auch alle Kunden von jemandem, der nicht so viel Geld in der Tasche hat.
00:02:57: Bis hin zu jemanden, bei uns die Kattiebrille mit Zeissgesang kauft.
00:03:00: Das heißt für jeden Angebot ist es schön und aus unserem Unternehmen kann man noch sehr viel machen.
00:03:06: Das waren drei Punkte, weswegen das für mich immer spannend war.
00:03:10: Ich hab mir zwischendurch mal andere Sachen angeguckt.
00:03:12: Wir sind ja eine Unternehmerfamilie, wir machen ein paar Sachen nebenher, machen das heute.
00:03:17: Es gibt immer wieder Möglichkeiten.
00:03:19: aber ich würd sagen ...
00:03:23: Okay, und du hast ja irgendwie in London studiert.
00:03:26: Also BWL-Studierte sind für der Hintergrund war da aber hast jetzt keinerlei Augenoptikererfahrung oder Lehre oder sowas mal gemacht?
00:03:33: Doch doch das habe ich gemacht.
00:03:34: also ich hab so ungefähr zwei zweieinhalb Jahre Augenoptikerausbildung gemacht.
00:03:38: Ich habe keine Lehre an der Fachhochschule abgelegt wenn du es so willst Aber ich habe schon einen Augenoptika gelernt Und habe auch bei uns sagen etwas mehr als ein Jahr bei uns in den Niasen gearbeitet.
00:03:48: also ich selber habe bestimmt Ein paar tausend Brillen verkauft inzwischen und mache auch jetzt immer noch.
00:03:53: Das heißt, das war vor der LSI?
00:03:56: Warst du da sozusagen ein richtig Augenoptiker?
00:03:59: Genau während des Studiums habe ich das gemacht und nachdem ich dann bei uns angefangen hab, habe die ersten eineinhalb Jahre erst mal eigentlich fast nur in den Niederlassung verbracht und habt die ganzen Ausbildung durchlaufen.
00:04:08: Wenn man jetzt von draußen drauf schaut sieht es ja auch aus als wenn diese ganze Generationsübergabe euch so Bilderbuchartig geklappt hat.
00:04:16: bis jetzt irgendwie Vorstandsvorsitzender klingt alles relativ freiwunschlos, man hört nichts von irgendwelchen Konflikten und so.
00:04:23: Wie war das?
00:04:24: Also hat dein Vater immer gesagt willst du wirklich's machen oder hast du die Handgruppe, da krieg ich hätte Bock oder wie?
00:04:30: es war auch sehr Prozess?
00:04:32: Ich glaube bei uns war das mal so formuliert in der Familie immer eine Option aber kein Zwang Ähm, und äh ... ich glaube, ich hab irgendwann mal mit siebzehn, achtzehn gesagt, Papa, ich kann mir das grundsätzlich vorstellen.
00:04:45: Und er hat gesagt, es macht aber Sinn, wenn ich mir auch noch ein paar andere Sachen anschaue?
00:04:47: Und dann so war das jetzt so mit einundzwanzig bin ich dann ja komplett ins Unternehmen
00:04:51: gekommen.".
00:04:52: Und insofern würde ich sagen, also eher so zwischendurch.
00:04:55: Man hat sich immer noch mal wieder angeguckt, macht das irgendwas anderes?
00:04:58: Aber ich konnte mich schon bei uns sehr gut verwirklichen.
00:05:00: Sozusagen habe er dann irgendwie die digitalen Themen, die mich beschäftigt haben mit uns eingebracht, die internationalen Themen Italien aufgebaut, die Kontaktlänze umgebaut als Geschäftsfeld.
00:05:08: Also gab genug Betätigungsfelder wo ich mich dann auch verwirglichen konnte.
00:05:11: Okay und war irgendwie nie die Sorge dass die Aufgabe zu groß sein könnte weil wir reden jetzt über von einem MDUX Konzern fünf Milliarden Market Cap.
00:05:20: Wir haben über zwanzigtausend Leute.
00:05:21: Man braucht ja auch schon ein gewisses Talent, dass man sich nicht anarbeiten kann und im Blut haben muss um so einen Job machen zu
00:05:28: können.".
00:05:29: Das ist klar, schon eine gewisse Belastung.
00:05:31: Also erst mal ein Vertrauensvorschuss den du kriegst und dann meine ich jetzt nicht nur mein Vater oder meine Familie sondern natürlich auch unser Team aus zwanzigtausend Mitarbeitern.
00:05:38: und für diesen Vertrauenschuss bin ich extrem dankbar und habe entsprechend viel gearbeitet um dem Vertraueningsschuss gerecht zu werden.
00:05:45: Also
00:05:45: der Druck war auch schon auf dich noch mal doppelt groß eigentlich?
00:05:47: Klar
00:05:47: massiv.
00:05:48: also das ist ja eine Frage der Werte.
00:05:50: Du kannst jetzt irgendwie sagen oh danke dass ich die Möglichkeit hab oder du sagst oh mein Gott sozusagen bist alles verantwortlich muss irgendwie dem gerecht werden.
00:05:58: Ich glaube, so ... Am Anfang ist das sicherlich erst mal was sehr erdrückend.
00:06:04: Irgendwann lernst du damit zu arbeiten und ich glaube, also eine Sache die wir gemacht haben, was wirklich gut war und was glaub ich auch hilft wenn man in der Position ist, weil man muss Fehler machen.
00:06:15: Also wenn du die ganze Zeit in so ein Gebilde reinkommst und keine Fehler machen willst oder Angst hast vor Fehlern, dann mach dich fertig!
00:06:21: Wenn du aber an anderer Stelle deswegen bin ich so froh dass ich anderswo auch gearbeitet hab und zwei Unternehmen selber gegründet habe, dass du Fehler machen kannst dann machst du die Fehler halt im Kleinen.
00:06:30: Kostest mal ein paar Tausend Euro, wenn im Konzern ... Wenn ich jetzt in meiner Position Fehler mache, wird's ein bisschen
00:06:34: teurer.".
00:06:35: Was war der größte Fehler?
00:06:37: Du meinst jetzt am Anfang oder?
00:06:39: Ja genau!
00:06:40: Also ich glaub alles mögliche.
00:06:42: Ich glaube eines der größten Learnings als wir einen Unternehmen selber gegründet haben ist wie unglaublich schwierig das Umsatz zu machen.
00:06:51: funktionierenden Gebilde kommst, dann ist das irgendwie normal.
00:06:55: Du machst die Sachen ein bisschen anders als du vorher gemacht hast also bei uns.
00:06:57: Du gehst jetzt mit und hast vorher dann irgendwie Läden oder einen Onlineshop in Deutschland.
00:07:00: Jetzt machst da eine in Italien und denkst es irgendwie alles neu und groß aber am Ende machst dir viel vom Gleichen.
00:07:05: wenn du wirklich ein neues Produkt auf den Markt brichst, ne neue Dienstleistung kennst du selber?
00:07:09: Du bist ja wirklich Serial.
00:07:11: Dann musst du damit leben dass einige Sachen floppen weil du kein Product Marketfit hast oder wie viele Leute gibt's die Lebensmittellieferungen vor irgendwie fünf Jahren gemacht haben voll auf die Nase gefallen sind.
00:07:21: Die Idee war gut, aber es war fünf Jahre zu früh und ich glaube das, dass das zu lernen und die Fehler zu machen, das ist glaube ich mega wichtig.
00:07:29: Also in einem unternehmerischen Muskel auch auszubilden?
00:07:32: Ja mit Fehlern umgehen zu können und zu sagen, das is cool!
00:07:34: Ich habe einen Fehler gemacht und das hab' ich daraus gelernt.
00:07:38: Was war dein erster Job dann richtig?
00:07:39: als sozusagen... Meine Warnung nach Marketing war schon so ein bisschen deine Kerndisziplin, als du hier eingestiegen bist.
00:07:46: Also mein
00:07:46: allererster Job war Optiker?
00:07:48: Das heißt sozusagen ich habe eine Ausbildung bekommen und dann war ich jede Woche in einer anderen Niederlassung, hab also Land auf, Land ab im Innen- und Ausland Brillen verkauft Und das war dann so, würde man sagen ja, anderthalb.
00:07:59: Dann habe ich verschiedene Station bei uns im Unternehmen durchlaufen und die ersten operativen Verantwortungsbereiche waren dann so im Marketing und im Digitalbereich.
00:08:07: Okay, und was waren so deine ersten Themen?
00:08:10: Wo sagen wir das Hakenrad?
00:08:11: Damit habe ich mich auch qualifiziert.
00:08:12: Also irgendwelche Marketing- oder Digitalprojekte die man so nennen kann?
00:08:15: Ja also ich würde sagen größere Meiste und war der Umbau des Kontaktlinsengeschäftsmodells als wir uns das angeschaut haben so zwei zwölf, zwei dreizehn hatten wir keinerlei irgendwie jetzt direkt versandt oder so.
00:08:26: Wir hatten quasi nur den stationären Vertrieb Und damals war es eine Situation wo wir zwar mit weibem Abstand die meisten Kontaktlinsen angepasst haben in Deutschland, aber statistisch betrachtet ist fast jeder zweite Kunde dann abgewandert hauptsächlich aus Convenience.
00:08:39: Weil wenn du einmal deine Kontaktlinsonmarke kennst, gibt's keinen Grund warum du nicht auch woanders kaufen kannst.
00:08:44: und wir haben zu der Zeit glaube ich nicht aktiv gegen Plattform gepreist, wo wir hätten preisen sollen das heißt um uns das Thema Pricing angeguckt Und natürlich mussten den ganzen Vertriebskanal aufmachen, haben aber den Vorteil gehabt dass wir das von Anfang an Omni Channel gedacht haben.
00:08:58: Was mein ich damit?
00:08:59: Ein Beispiel, was wir ganz gut gemacht haben.
00:09:02: Üblicherweise hast du ja wenn ... Du ein Retail-Business hast und du bringst das online dann entstehen auf Kanalkonflikte
00:09:09: d.h.,
00:09:09: da gibt es irgendwie einen neuen Pure Player im Markt, wo ist ein stationäres Geschäftsmodell?
00:09:13: die sagen wir müssen das auch machen, machen auch in einem Online Shop.
00:09:17: Und dann hast du aber die Online-Umsätze und die stationären Umsätze.
00:09:20: Jetzt passiert folgendes in deinem Fialgeschäft, der Fialleiter, der möglicherweise auch auf Umsatz incentiviert ist dem Cloud der Wettbewerb den Umsatz.
00:09:28: Und jetzt cloud noch der eigene Online-Shop den Umsatz.
00:09:31: was meinst Du wie kundenfreundlich der ist wenn jetzt ein Kunde mit einer Retour aus einem online Shop kommt nicht kunden freundlich?
00:09:36: Deswegen haben wir von Anfang an zum Beispiel bei unserem Kontaktlinsengeschäft jeden Euro, den wir online erwirtschaftet haben.
00:09:42: Immer einer Niederlassung und zwar der Niederassung wo der Kunde die Kontaktlinson angepasst bekommen hat oder die Niedersung die am nächsten war zugeordnet.
00:09:50: und so haben wir von Anfang an sichergestellt dass der Kunde wirklich auch gesamtheitlich betrachtet wurde von der Niederlassung, weil die gesagt hat.
00:09:58: Der Online-Umsatz ist ja auch mein Umsatz.
00:09:59: also muss ich mich darum kümmern.
00:10:01: macht dann die Nachsorge, macht die Beratungen, nehmen Retouren an.
00:10:04: das hat sehr gut funktioniert für uns.
00:10:05: Aber
00:10:06: die Filialverantwortlichen sind ja auch keine eigenen Franchisenehmer, sie gehören alle zu euch dazu.
00:10:12: Die Filialen gehören euch wirklich?
00:10:13: Ja
00:10:13: die überwältigende Mehrheit also weit über
00:10:16: Aber nicht die Immobilien.
00:10:18: Sonst
00:10:18: werden wir die Immobilen unternehmen, ne?
00:10:20: Es gibt ja durchaus auch sehr erfolgreiche Filialisten über die Jahrzehnte gewachsen, denen noch viele Filialen gehören.
00:10:24: Ja
00:10:24: also uns gehören schon eigene Immobiliann auch.
00:10:27: aber ich meine jetzt wenn wir jetzt irgendwie mehr als fünfzig Prozent der Immobilie besitzen würden ... Wir sind ja überall in EIS-A-Lagen in, ich glaube jetzt, neunhundert Standorten europaweit dann hätten wir ein ziemlich großes Immobilientportfolio.
00:10:39: Offensichtlich, offensichtlich!
00:10:40: Okay das heißt irgendwie macht Kontaktlinse für euch einen relevanten Anteil der Umsatz aus?
00:10:45: Die mit weibem Abstand größte Warengruppe ist Korrektionsbrille, mit über achtzig Prozent.
00:10:49: Dann ganz weit abgeschlagen folgen Kontaktlinsen und Hörsysteme.
00:10:53: Und Sonnenbrille ist für uns ... Also nominal ist es ein großes Geschäft aber relativ im Gesamtumsatz mit drei, vier Prozent relativ klein.
00:11:02: Die Sonnen brille oder die
00:11:03: Sonnen?
00:11:03: Die Kontaktlinse ist bei uns sieben Prozent.
00:11:06: Okay.
00:11:07: Klein im Vergleich zur Korrektion Brille, weit über acht zig Prozent.
00:11:11: Und ein Digitalprojekt, das heißt du hast dir wahrscheinlich in den letzten Jahren auch immer sehr genau angeschaut was im digital Bereich so passiert.
00:11:17: Da gibt es ja auch einige Brillenplayer.
00:11:20: da hat man von euch nie viel gehört.
00:11:22: habt ihr euch mal alles in Ruhe angeguckt?
00:11:24: Es gab auch nie so Zuckungen, es gab aber nie Gerüchte jetzt Kauffiemann oder so.
00:11:27: Das hat euch alles eher kalt gelassen was da gemacht wurde.
00:11:30: Vielleicht sind wir dann ein bisschen hanseatisch zurückhaltend.
00:11:32: Also für uns ist ja, also wie wir es uns angucken.
00:11:35: Wir haben eine sehr stark kundenorientierte Philosophie.
00:11:37: das bedeutet bei uns ist es so unsere wichtigste Känzer sind tatsächlich unsere aktiven Kunden im Moment siebenundzwanzig Millionen und das planen wir jetzt zu steigern auf fünf und dreißig Millionen europaweit in den nächsten Jahren.
00:11:48: Und wenn ich mir zum Beispiel digitale Themen anschaue dann denke ich eigentlich immer darüber nach was macht das mit den Kunden.
00:11:54: Und so haben wir uns eigentlich schon relativ viele Dinge angeschaut.
00:11:57: Wir haben unser Geschäftsmodell in der Kontaktlinse komplett digitalisiert, wir haben das in der Sonnenbrille komplett digitalisiert.
00:12:03: auch in der Brillenoptik haben wir sehr viel gemacht.
00:12:05: aber bei der Brille ist das Problem dass du online in weiten Teilen nicht die gleiche Qualität hinbekommst.
00:12:12: Das aus drei Gründen, der erste Grund ist die Anprobe das heißt du weißt halt nicht genau wie die Brille sitzt, der zweite ist der Sehtest.
00:12:19: Du weißt nicht genau was deine Seestecke ist, das musst du stationär ermitteln.
00:12:23: und der dritte Punkt ist die Brillenglaszentrierung.
00:12:25: Wenn du online in gleicher Qualität die Brillen verkaufen willst musst du diese drei Themen lösen.
00:12:30: da sind wir inzwischen relativ weit haben jetzt über die letzten vier fünf Jahre fünfzehn Millionen investiert, vierundzwanzig Patente besichert.
00:12:37: Aber man muss wirklich sagen, dass das ein ziemlich komplexes Problem ist.
00:12:40: Weil du einen Messprozess komplett digitalisieren willst.
00:12:43: Also idealerweise aufs Smartphone bringen willst.
00:12:45: Das ist relativ hardwareabhängig und es ist ein Thema, das relativ komplex ist.
00:12:50: Und das führt eben dazu.
00:12:51: bis heute also stand jetzt wo wir reden im Markt nicht bei uns im Markt der Versandanteil bei Brillen gerade mal einem Prozent ist
00:13:00: Wenn man sich anschaut, ich hatte vor einer Weile die Mr.
00:13:03: Spex-Kollegen im Podcast, die scheinen jetzt ja auch eher euren Weg zu gehen mit ganz viel Filialen.
00:13:07: also das heißt sie scheinen auch ein bisschen fast euch zu validieren.
00:13:10: Man muss dann doch mal filialen vielleicht machen?
00:13:12: Ich glaube ganz so einfach ist es nicht.
00:13:14: Also ich glaube wenn du heute wirklich viel Geschäft machen willst... also ich glaube erstmal muss man die Wahngruppen unterscheiden.
00:13:20: Du kannst eigentlich wirklich sagen dass die Kontaktlinse, die Sonnenbrille und die Brille... Hörkustik ist nun mal ein ganz anderes Thema.
00:13:26: aber noch einmal die drei Produkte ganz unterschiedliche Märkte sind.
00:13:29: Die Kontaktlinse, das ist quasi wie ... Wenn du einmal die angepasst bekommen hast, dann ist der Nachkauf, kannst dir vorstellen, wie Bücher oder Elektronik.
00:13:39: Das ist relativ vergleichbar.
00:13:40: Deswegen ist es auch so ein Geschäftsmodell, was sich auch die Plattformen angucken, wo die Plattformen wie Amazon erfolgreich sind.
00:13:48: Sonnenbrille ist ein Fashion-Thema.
00:13:51: Das heißt, kannst vergleichen mit anderen Fashion-Kategorien.
00:13:55: Einzige Unterschied, die meisten Leute kennen ihre Sonnenbrillengröße nicht.
00:13:58: Also es gibt keine standardisierten Größen da und das ist ein Thema.
00:14:01: Und bei der Brillenoptik würde ich mal sagen liegt der Schlüssel wenn du jetzt so zeigen du hast ja auch viel im E-Commerce gemacht Wenn man jetzt E-commerce machen will Und wir wollen das bei Fiemann, dann musst du das ganze Thema der Messung lösen.
00:14:15: Also du musst sagen wie kann ich online die Sehstärken ermitteln?
00:14:18: Wie kann nicht online die Brillenglaser richtig einarbeiten?
00:14:22: Richtig einarbeiten meine ich!
00:14:23: Das optische Brillenglass hat ja einen Mittelpunkt und dieser optische Mittelpunt muss dahin wo du durchguckst in eine Brille.
00:14:30: Das lässt sich oder ließ sich bis vor einiger Zeit online noch nicht zuverlässig ermitteln.
00:14:36: Da haben wir viel Geld reingesteckt, am Ende des Tages verkaufen wir nicht nur einfachen Produkt sondern wir fertigen individuell ein Produkt für dich an auf Basis von Rohprodukten.
00:14:48: Wir nehmen Gläser und eine Fassung die du dir ausgesucht hast und fügen das zusammen.
00:14:54: Und das sauber abzubilden in der Omni-Channel User Experience oder einer digitalen User Experience ist, glaube ich ein ziemlich spannendes aber ziemlich komplexes Problem was wir als Branchen noch nicht gut gelöst haben.
00:15:04: Was man aber lösen kann!
00:15:05: Aber das braucht smarte Köpfe und da muss man glaube ich nur ein bisschen Zeit und Geld rein investieren... ...und bis das Problem gelöst ist, ist der einzige Weg dass du die stationären Services mit dem mit der digitalen Experience verknüpft.
00:15:18: Also heute musst du für mindestens ein oder zwei Touchpoints immer noch mal in einem stationären Optikgeschäft hingehen, damit du eben diese Messung durchführen kannst.
00:15:26: Sonst kriegst du nicht die gleiche Qualität und das ist sicherlich auch im Grund warum es heute in unserer Branche eigentlich keine Pureplay Online Konzepte für die Brille mehr gibt.
00:15:35: Es sind denn Filialen?
00:15:37: Logischerweise baue ich wahrscheinlich der Nummer eins Akquisitionskanal da müssen wir ja doch reden.
00:15:42: also Filialern sind ja schon vor euch der Hebel... dahin zu kommen, wo ihr seid.
00:15:48: Bei den leeren Innenstädten ist die Bedeutung etwas runtergegangen, würde ich mal sagen?
00:15:53: Also bei uns war und bleibt schon immer der Hauptakquise-Kanal sind die Kunden.
00:15:57: Die bewältigende Mehrheit unserer Kunden kommen über persönliche Empfehlungen.
00:16:02: Erstmal kommt ganz viel über die Retention.
00:16:04: Ich hatte eben gesagt, wichtigste Kennzahl bei uns sind die aktiven Kunden.
00:16:08: Zweitwichtigste Kennzahl ist bei uns die Retension, die liegt bei über neunzig Prozent
00:16:12: D.h.,
00:16:13: jemand, der einmal bei uns gekauft hat bleibt in der Regel zu über neunzig Prozent bei uns.
00:16:18: und darüber haben wir natürlich schon mal eine riesen Anzahl an Kunden also in der Gruppe jetzt siebenundzwanzig Millionen in Deutschland weit über zwanzig Million Kunden.
00:16:25: Und wenn du dann in die neue Kundengewinnung gehst sehen wir tatsächlich dass die überwältigende Mehrheit über persönliche Empfehlung kommt.
00:16:31: Darüber hinaus hast Du da natürlich die ganzen Werbekanele und ich würde mal sagen das die dass die guten Lagen dort, wo die Menschen sind ist sicherlich ein großer Faktor.
00:16:42: Aber nicht der einzig oder treibende.
00:16:45: Ist
00:16:45: das für euch irgendwie relevant zu sagen wir gehen nur in einen A-Lagen?
00:16:49: Oder ist es auch mal verhandelbar?
00:16:52: Also ich würde sagen überwältigenen Mehrheit gehen wird mit einem A lagen.
00:16:55: Das kommt aber auch auf die Lage an.
00:16:58: Ich frage immer über welchen Scope wir gerade reden.
00:17:00: Wenn wir in Deutschland sind, sind wir fast immer an Eins-A-Lagen.
00:17:03: In Italien zum Beispiel hast du extrem inflationäre Preise für Eins A-Langen weil du die Touristen mitbezahlst und wir verdienen ja jetzt nicht viel Geld mit Touristen.
00:17:12: ihr kauft vielleicht mal eine Sonnenbrille oder so aber keine Korrektionsbrille.
00:17:16: das heißt zb.
00:17:17: In Italien gibt's jetzt eine Gestädte, wo wir nicht in der Einzah-Lage sind.
00:17:21: Also, wir reden jetzt nur über Mailand, wir sprechen über irgendwie Verona oder so was ... Da würden wir jetzt nicht unbedingt in die Einzahllage gehen, aber wir gehen in die beste Lage dort, wo die Menschen leben.
00:17:31: Was ist denn euer größter Markt nach Deutschland?
00:17:34: In der Gruppe ist der größte Markt nach Deutschlands, wenn ich schweiz.
00:17:36: Okay und dann kommen wie weitere Europäische?
00:17:39: Schweiz, Österreich, Spanien, Polen, Italien.
00:17:44: So ungefähr die reinen Folge.
00:17:45: Aber alles kehren Europa!
00:17:48: Wenn du Spanien als Kern Europas siehst, also continental Europa.
00:17:51: Also unser Fokus ist continental Europa jetzt und sozusagen auch in den nächsten drei vier Jahren.
00:17:56: Das ist das erklärte Ziel.
00:17:57: Wir sind gerade der Marktführer in Zentral-Europa.
00:18:01: Das meine ich jetzt so Dachregion und Slowenien.
00:18:04: Da sind wir mit Abstand Marktführern verkaufen in dieser Region überall fast jede zweite Brille.
00:18:11: Und das Expansionspotenzial ist dann natürlich vor allem nach Osten und Süden.
00:18:15: Okay, das heißt aber ihr geht in die Märkte rein.
00:18:17: Ihr macht Filialen auf, ihr nutzt sozusagen dasselbe Playbook und ihr rollt da über die Filialien aus?
00:18:22: Ja wir haben ja schon Omni Channel Geschäftsmodell.
00:18:24: Das heißt ich glaube wenn du in der Kontaktlinse... Da ist jetzt der Versandanteil im Markt bei fünfzig Prozent.
00:18:28: Wir haben einen Versandanteil von sechszig Prozent Wenn du da nur stationär losgehst.
00:18:32: Ich glaub das reicht nicht alleine.
00:18:34: Da ist es höchstens.
00:18:35: für die Produktgruppe ist dann wiederum die Niederlassung als Acquisitionskanal ganz interessant, weil die meisten Leute sich ihre Kontakte in seinem Anfang mal anpassen lassen.
00:18:43: Aber ich würde mal sagen wir haben einen Omni Channel Geschäftsmodell.
00:18:46: Wir gucken uns die Märkte an und bei uns funktionieren die Märkte relativ regional.
00:18:50: damit meine ich jetzt nicht Hamburg Bayern Baden-Württemberg sondern damit meine Ich vor allem die Sprachregion.
00:18:55: das bedeutet Italien tickt anders als Deutschland Frankreich tickt nochmal ganz anders aber Die Französischsprachige Schweiz ist relativ ähnlich wie die Wallonie, also die Französische Sprache Teile von Belgien.
00:19:09: Und was wir uns angucken is', wir gehen in diese Region rein und bauen oder kaufen immer ein Modell für diese Kulturregion- und Sprachregion.
00:19:17: Also beispielsweise vor zwei Jahren Slowenian angeguckt, ein relativ kleines kompaktes Land, komplizierte Sprache alles anders haben super Unternehmen gefunden sehr kundenorientiert preisführer super service orientiert haben wir übernommen.
00:19:30: Wir haben im letzten Jahr in Spanien ein ganz, ganz tolles Unternehmen gefunden.
00:19:35: Das ist die Nummer drei da, die wir jetzt auch unterstützt haben und die wir übernommen haben.
00:19:40: Und beispielsweise in Tschechien, das war jetzt in diesem Jahr ... Da gibt's einen guten Fit mit unserem Geschäftsmodell, mit unserer Marke.
00:19:47: Da sind wir organisch reingegangen mit dem Online-Shop und ein paar Geschäften.
00:19:51: Okay.
00:19:52: Baut ihr die ganzen ... Online Assets, also Shop und Ähnliches.
00:19:56: Alles selber?
00:19:56: Oder nutzt ihr da auch einen Shopify?
00:19:58: oder gibt es hier größere Systeme, Salesforce... ...oder ist das alles Eigenbau?
00:20:02: Ich glaube jetzt eine philosophische Diskussion was du Eigenbau nennst oder so.
00:20:05: aber ich glaube nicht dass ja heute fast alle Modular bis hin zu Low Code.
00:20:08: Aber wir nutzen natürlich Plattformen.
00:20:11: Also wir haben oder wir nutzen Module Wir nutzen Lösungen wie Shopify Wir benutzen Lösungen zum Beispiel Magento und so für online Shops.
00:20:22: Was wird dabei immer versuchen?
00:20:24: ein großes Thema für gewachsenes Unternehmen wie uns ist natürlich, dass du gelernt hast.
00:20:30: Dass das bereichsübergreifende Legacy ziemlich nervig ist, wenn du einmal was ändern willst.
00:20:36: Wir arbeiten schon daran, dass wir die Themenbereiche kapseln können und insofern arbeiten wir schon so daran, ... ihres Bereichs dann auch autonomen agieren können.
00:20:48: Deswegen bin ich jetzt kein großer Freund von, sagen wir mal,... ... sehr, sehr großen Silos oder sehr große... ... Lösungen die jetzt über alles drüber gehen!
00:20:58: Okay, okay.
00:20:59: Wenn man auf den digitalen Markt guckt,... ... da gibt's ja in Deutschland.
00:21:03: Mr.
00:21:03: Specks war schon einmal gesprochen,... ... guckst ihr wahrscheinlich auch an?
00:21:06: Da haben wir jetzt IPO gemacht dieses Jahr... ... bislang noch nicht so super gelaufen und an der Börse zumindest nicht.
00:21:12: Aber was mich überrascht hat irgendwie... ... Robbie Parker in USA.
00:21:16: Das ist ja eigentlich die Story schlechthin.
00:21:18: Auch eine Brillenfirma, sogar deutlich nach euch gegründet von ein paar Jahren erst aber jetzt schon deutlich wertvoller auch IPO gemacht dieses Jahr.
00:21:26: und was machen denn diese so gut?
00:21:30: Also grundsätzlich schauen wir uns eigentlich weniger jetzt die Aktionen von einzelnen Mitbewerbern an sondern wir gucken uns eigentlich an was sie mit Kunden und was die mit dem Markt machen.
00:21:37: also wenn ich sehe das große Anzahl von Kunden jetzt mal zu einem Konzept gehen das interessiert mich dann schon Was die jetzt Finanzierungsseitig machen und dass irgendjemand Geld hat, das ist mir eigentlich nicht so wichtig.
00:21:49: Was mir aber sehr wichtig ist, ist was mit dem Geld gemacht wird.
00:21:52: Also wenn jemand in unseren Märkten die Preise runterzieht ... Wir sind Preisführer,
00:21:56: d.h.,
00:21:56: da regieren wir natürlich schnell drauf.
00:21:57: Da haben wir ein zwanzig Mann-Team mit Crawler und allem drum und dran, die sich das genau angucken.
00:22:02: oder wenn jemand z.B.
00:22:04: sehr aktiv im Bereich der Messtechnologie ist.
00:22:06: Da hab ich ehrlich gesagt, da sind wir sehr aktiv noch nicht viele spannende Lösungen auf den Markt gesehen.
00:22:13: für sich gebaut hat, noch dass jemand das jetzt irgendwie für die breite Masse anbietet.
00:22:18: Das wären Themen, die ich spannend
00:22:19: fände.".
00:22:39: Da
00:22:41: fragst du den falschen, ich bin schlecht um Börsenbewertung zu beurteilen.
00:22:46: Wir gucken uns das ja auch unternehmerisch an und im Grunde genommen ist für unser Family-Office unsere Optik und Hörakustikunternehmen quasi die größte Investitionen oder Wette die wir haben.
00:22:57: aber wir arbeiten jetzt nicht daran den Multiple zu erhöhen oder das Unternehmen sondern ich schaue mir dann schon ganz klassisch an die Unternehmenskennzahlen.
00:23:06: Und für wichtiger noch, als die Unternehmenskennzahlen ist es für mich wie entwickeln sich unsere Kundenzahlen.
00:23:10: Weil wenn ich Kunden habe, die loyal sind, die zufrieden sind und ihre Brille alle immer wieder bei uns kaufen dann hab' ich ein vernünftiges Business und dann ist mir eigentlich relativ egal, wie die Börse jetzt irgendwie anders bewertet.
00:23:20: Ihr hattet vor kurzem auch eine Firma... Ich bin ja jetzt Laie, das erschien mir so als würden sie auch Messtechnologie machen im weitesten Sinne.
00:23:27: Habt ihr gekauft?
00:23:28: Und habt ihr da einen Teamviewer nach kurzer Zeit weiterverkauft mit einem ordentlichen Zuschlag.
00:23:32: also erstmal ein super Deal.
00:23:34: was war da genau los?
00:23:36: Das ist eine Geschichte, wenn Sie interessiert können.
00:23:37: Wir reden später ausführlicher drüber.
00:23:40: Ein großes Thema bei uns in der Branche sind die Smartglasses, weil ja Milliarden Investitionen in die Richtung reingehen und UbiMax hieß das Unternehmen.
00:23:48: Wir haben in der ganzen Welt gesucht, wer sich am besten mit Smartglases auskennt und da auch schon Use-Cases, die funktionieren, gebaut hat.
00:23:55: Und das war eben Ubi Max, wir haben den ganzen Welt besucht haben eine strategische Kooperation mit denen gemacht, haben dann auch nach einer Weile da investieren können.
00:24:08: Waren da sehr happy drüber!
00:24:10: Und die wiederum hatten für sich dann, ich glaube so eine Gründe-Opportunität.
00:24:13: Die so schnell nicht wiederkommt und wir als Minderheitsaktionär haben dankbar den Multiple genommen, den wir da gekriegt haben.
00:24:20: Aber man muss auch ganz ehrlich sagen das ist ja dann auch deren Entscheidung als Gründer wie sie das gemacht haben.
00:24:25: Ich bin froh dass wir heute immer noch jetzt mit Teamviewer also mit dem Team, mit dem bestehenden Team aber innerhalb der Teamviewer Gruppe zusammenarbeiten und wir machen das genau weiter wenn es interessiert können.
00:24:35: Also ich
00:24:36: hab die Zahlen nicht genau rausfinden können.
00:24:39: Ihr hattet glaube ich zehn Prozent nur an denen gekauft und dann mit siebzig Prozent an Detail, so.
00:24:44: was ist glaube ich öffentlich weiterverkauft weil TeamViewer da so heiß drauf war.
00:24:48: Ja
00:24:49: also finanziell war das sehr attraktiv!
00:24:51: Okay, okay.
00:24:52: Aber dafür haben wir nicht investiert.
00:24:54: Wir haben am Ende in das Team investiert und ich bin super froh, dass wir da wie gesagt heute auch noch zusammenarbeiten.
00:24:59: Und das ist für uns ein ganz wichtiger Kontakt, ein ganz wichtiges Netzwerk und eine ganz wichtige Zusammenarbeit die wir auch zusammen betreiben.
00:25:06: kannst du auch gucken ne?
00:25:07: Gibt auch gemeinsame Werbevideos zu ihr machen.
00:25:09: Die Grundlogik ist eigentlich diese sind die Experten fürs Smartglasses und die sind auch die Experte um auf dem Texteck von Smartglases Dinge zu entwickeln.
00:25:18: Die sind meinem Kenntnisstand sogar der größte B-to-B-Nutzer von Smartglasses in der Welt.
00:25:24: Also die bauen so Enterprise Solutions,
00:25:26: d.h.,
00:25:27: die Use Cases wo Smartglaces schon funktionieren.
00:25:29: also du bist ein Ingenieur bei Siemens und wirst irgendwo hingeschickt um eine Maschine zu reparieren und kannst dann über die Smartglacies dir den Fachexperten für diese Maschine einschalten lassen.
00:25:39: Der sagt greif mal da unten nach rechts mach mal die Klappe auf mach mal das.
00:25:42: ich glaube das leuchtet ein dass das funktioniert und da hast Du wirklich einen Use Case.
00:25:45: so etwas entwickeln die halt.
00:25:47: Wir haben dann begonnen, mit denen zusammenzuarbeiten und gesagt, wir helfen euch.
00:25:51: Wir verglasen die Dinger.
00:25:52: Wir machen den Service, wir machen die Wartung, wir unterstützen euch.
00:25:55: Und so sind wir in die Wertschöpfungskette rund um Smart Glasses reingekommen.
00:25:59: Falls sich das Thema irgendwann durchsetzt, kriegen wir es ein bisschen früher mit und können schon was mit zur Party mitbringen, egal wer von dem Tech-Unternehmen sich da entsprechend durchsätzt.
00:26:09: Wollte
00:26:09: ich grad fragen?
00:26:10: Also ... Techunternehmen ist ja das ... also Techunternehmensinn der Smart Glass selber herstellen aber Auf der Jagd danach oder in das Thema Brille, da gucken sich ja gerade ganz große Firmen.
00:26:20: Also wenn man Facebook ist unterwegs irgendwie, Snap ist da ganz groß unterwegs, Apple ist da unterwegs.
00:26:26: Microsoft
00:26:27: also
00:26:27: ganz ganz viele.
00:26:29: Gibt es dann einen Austausch drüber?
00:26:30: Wo sprechen die mit euch?
00:26:31: Sprechen ihr mit denen?
00:26:32: Wen siehst du hier vorne?
00:26:34: Ich glaube, dass es wirklich Tee-Satz lesen.
00:26:36: Was man sehen kann ist das ganz viele sehr kreative und erfolgreiche Unternehmen rein investieren.
00:26:43: Das Spannende ist doch, wo man sich darüber Gedanken machen muss, dass die Monetarisierungslogik ändert.
00:26:48: Wir sind ja fundamental erst mal ein Unternehmen, das bietet Services und Produkte an.
00:26:53: Damit monetarisieren wir uns.
00:26:54: Wir verdienen Geld damit, dass wir Brillen und assozierte Dienstleistungen verkaufen.
00:26:59: Ein Tech-Unternehmen, ein Unternehmen wie jetzt zum Beispiel Meta heißen die ja jetzt.
00:27:06: Wie jetzt Meta?
00:27:07: Die finanzieren sich ja über die Daten.
00:27:08: das bedeutet die könnten ja theoretisch auch eine Smart Glasses in den Markt rein drücken unter Wert weil sie an die Daten ran wollen und die Daten die sie aus deinen Augen auslesen und die sie einspielen.
00:27:18: Ich glaube, das Wichtige ist ... Wir können jetzt nicht ein paar Milliarden in Smartglassesentwicklungen stecken.
00:27:23: Aber wir arbeiten ganz eng mit denen zusammen, die schon Anwendungsfälle haben.
00:27:28: Woran alle diese Unternehmen suchen, ist eigentlich die Killer-App.
00:27:32: Das bedeutet, es ist ja ein Hennerei-Problem.
00:27:35: Du hast dieses Smartglases Und wenn viele Kunden die nutzen, dann lohnt es sich für Startups.
00:27:41: Für Game-Entwickler und so weiter.
00:27:43: Darauf auf der Plattform, auf dem Textec was zu entwickeln.
00:27:46: Genauso andersrum, wenn's coole Apps fürs SmartGas gibt werden mehr Kunden das nutzen.
00:27:50: Das ist so das Henne Eye Problem.
00:27:52: Auf der Suche nach dieser Killer App haben wir eben gesagt ... Wo funktioniert's denn schon überhaupt?
00:27:57: Wo werden denn schon tausende Smartglasses genutzt.
00:28:00: Und das waren eben die Enterprise Solutions von UbiMax heute, der Team Viewer Division und deswegen arbeiten wir mit denen zusammen.
00:28:08: Meine Idee ist jetzt nicht unbedingt, dass wir schneller als die Tech-Konzerne irgendwelche Smartglaces entwickeln sondern meine Idee ist wenn die jetzt irgendwie ankommen dann müssen sie die ja trotzdem irgendwo an Mann bringen, die müssen verglasst werden zumindest für die sechzig Prozent der Bevölkerung, die eine Sehstärke brauchen.
00:28:21: die müssen gewartet werden, repariert werden mit vier, fünf Jahren Erfahrungen in dem Feld und als ganz guter Partner präsentieren.
00:28:28: Also
00:28:28: du sitzt das nicht immer panisch vor der Apple-Kinode jedes Jahr und denkst, Scheiße jetzt kommen die mit den Glas raus?
00:28:33: Und ich hab schluss.
00:28:33: um meinen Leben oder mein Lebenswerk oder das ist der Familie...
00:28:37: Das muss man unternehmerisch sehen und sagen was bedeuteten das für uns und wo können wir dann ein Business draus bauen!
00:28:43: Okay, also insofern kann man dann als Service oder Partner bei so einem Modell vielleicht eher mehr verdienen.
00:28:48: Ich glaube du kannst dir vorstellen dass die Unternehmen über die wir gerade gesprochen haben wahrscheinlich mit denen sprechen, die am meisten die Smart Glass schon einsetzen?
00:28:55: Aber du hast auch kein Gefühl dafür was da die Kill App sein könnte oder wer da irgendwie mein Google Glass hat mir schon mal vor ein paar Jahren war da nix.
00:29:03: Erwartest du denn da demnächst etwas?
00:29:04: Also du hast schon das Gefühl... Ich
00:29:05: glaub wie ich eine Antwort darauf hätte wäre jetzt irgendwie was eigentlich im Senior Management von Meta und würde dann verhandeln meinen Gehalt mit Microsoft.
00:29:13: Okay, also man ... alle stochern im Dunkel.
00:29:16: Von außen sieht es so aus, wenn da was vermuten und deswegen auch weil sie viel Geld haben und eine Story brauchen, dann rumstochern.
00:29:22: Aber richtig, dass man das Gefühl hat, da gibt's ein klares Ziel?
00:29:26: Es gibt viele Ideen und Wetten.
00:29:29: Wie du selber weißt, muss man solche Sachen erst mal entwickeln an Markt bringen.
00:29:32: Das Eine ist ja, ob was cool funktioniert, aber das Andere ist, ob die Leute das wirklich annehmen.
00:29:38: Aber du siehst jetzt
00:29:40: keinen Case, wo du sagst, da würde ich mal hinkucken.
00:29:42: Die sind relativ weit im BtoC-Bereich zumindest nicht?
00:29:44: Also ich sehe einfach das Milliarden da reingehen und ich glaube irgendwer wird dass irgendwann knacken.
00:29:49: die Frage ist wie es die Adoption Rate und wird das irgendwann so spannend, dass das tatsächlich auch zu einem Massenprodukt wird?
00:29:54: also Ich rechne eigentlich im Moment wenn überhaupt damit Dass das eher ein Produkt wird was dann einzelne Leute für Anwendungsfälle nutzen.
00:30:00: aber Im moment kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in drei Jahren alle mit Smart Glasses rumlaufen.
00:30:06: Wenn eure Klientele ist ja wahrscheinlich nochmal anders, weil ihr habt ja auch als Preisführer jetzt nicht die unbedingt die early adopter, die erst dann irgendwie eine Google Glass und Apple Glass kaufen würden.
00:30:14: Dann habt ihr irgendwie die breite Masse oder was da schon mal ein Unterschied ist?
00:30:17: Ja
00:30:18: wobei wir eigentlich eine relativ normal Verteilung sowohl über Demografien haben das heißt sozusagen bei uns Verkaufen jede zweite Brille und das betrifft mehr oder weniger eigentlich auch die verschiedenen Altersklassen, oder auch die verschiedene Einkommensklassen.
00:30:29: Wenen seht ihr jetzt in dieser sehr starken Marktproduktion trotzdem als Wettbewerber?
00:30:34: Also die Tech-Firmen offensichtlich nicht!
00:30:35: Die Digitalfirmen hast du auch gerade so ein bisschen indirekt andeutet, auch noch nicht so richtig.
00:30:41: Oder nur wenn sie besondere Dinge tun.
00:30:45: gibt es denn jemand wo das klassisch das ist schon wettbeherzt, wobei Jahrzehnte gewachsen?
00:30:48: Naja, ich sehe sie jeden Tag Wettbewerber vor denen ich Respekt hab.
00:30:51: Wenn nicht jemanden eine Brille trägt, tragt jetzt beide keine sonst wäre die Frage schon längst gefallen würde ich natürlich sofort fragen wo ihr eure Brille gekauft habt und warum?
00:30:59: Und da gibt es jeden tag immer wieder Gründe warum jemand vielleicht sich auch mal für einen anderen Anbieter interessiert.
00:31:04: manchmal ist ne Frage von Marketing dass man dir dann mal ein bisschen aufklären muss.
00:31:06: das kann ich ganz gut übernehmen.
00:31:09: Manchmal sind halt auch andere Gründe, dass du vielleicht nicht direkt bei den um die Ecken Geschäft hast oder was besser machen machen musst.
00:31:15: Und das ist natürlich, was wir uns die ganze Zeit angucken.
00:31:17: Das heißt wie ich schon vorhin gesagt habe für mich es jeder relevant der die Kundenwünsche besser erfüllen kann als wir.
00:31:22: und wenn dass jemand massenhaft macht und skaliert macht dann sind das natürlich Sachen die wir uns angucken.
00:31:27: Du warst ja selber vorher bei Luxutica da sind ja diese auch Brillenmarken.
00:31:31: also wo man wirklich sagt von das sind dann irgendwie Brands die man so kennt die Brillen machen Luxus.
00:31:36: zum Teil Ist das etwas was du jetzt auch hier schon reingebracht hast zu vielman weil vielmann ist ja eher keine Luxusmark.
00:31:43: in dem Sinne
00:31:44: Ja, wir sind breit aufgestellt.
00:31:45: Also ich glaube bei uns kriegst du ja alles von einer kompletten Brille für siebzehntfünfzig bis hin was ich vorhin gerade sagte für eine Cartierbrille mit Zeißgläsern für irgendwie über tausend Euro.
00:31:56: Aber
00:31:56: Eigenmarkt meine ich jetzt, Luxus-Eigenmarken?
00:31:57: Ob wer ... Ob wir Luxus Eigenmarken haben?
00:31:59: Wir haben sehr breit Eigenmark.
00:32:01: Wir haben ein eigenes Team mit dreizig Mitarbeitern, sehr internationales Team die unsere Eigenmarken alle entwickeln und das haben wir schon breit aufgestellt.
00:32:08: also wir haben jetzt mal so einen Gefühl zu geben verkaufen jetzt so ungefähr siebzig Prozent dessen was wir haben sind Eigenmarkten und dass eben nicht nur im ganz günstigen Bereich sowie klassisch das vielleicht ein Händler macht dass er sagt okay Ich hab jetzt irgendwie ein Markenprodukt und dann mach ich das Ganze noch mal so als White Label in günstiger, sondern wir haben schon den Anspruch, dass auch zu gestalten.
00:32:28: Und zum Beispiel unser Design-Team arbeitet für viele Luxusmarken und entwickelt die Kollektion.
00:32:32: Wir haben auch Eigenmarke, wenn du sagst eine normale Brille liegt im Preisrahmen also mit allem, mit Gleizigbrillen alles über allem bei etwas über hundert Euro.
00:32:42: Ein bisschen mehr, so hundertfünfzig Euro... Wir haben auch Eigenmarken, wo nur die Fassung zum Beispiel bei bei hundertfünfzig zwei Hundert Euro liegt.
00:32:50: Das sind meistens z.B.
00:32:51: so ganz hochwertige Titanenbrillen made in Japan und dann haben wir natürlich alles von da bis null.
00:32:57: Da haben wir durch ganz viele Fassungen, die wir auch zum Nulltarif also für Null abgeben.
00:33:00: Es hat es nur für die Grenze.
00:33:01: Also
00:33:01: ich versuche wirklich schon den Spagat zu schaffen zwischen dem Massenmarkt und aber auch dem Luxusbereich mit den hohen Margen?
00:33:08: Wer wollte beides sagen?
00:33:10: Ich würde sagen, wir machen das und wir machen dass halt eine ganze Weile sonst würden wir nie die Marktposition haben.
00:33:14: Ist das generell so, dass der Markt wächst?
00:33:16: Das hatte ich bei dem Mr.
00:33:18: Specks Podcast gelernt oder zumindest die These ist ja eine wahnsinnig gute Story zu sagen.
00:33:23: alle Menschen gucken immer mehr auf Smartphones.
00:33:26: Es fährt schon viel früher an, aufs Smartphone zu gucken.
00:33:28: Die Menschen werden auch viel älter also dass das irgendwie auf noch mehr Brillenträger irgendwie oder für noch mehr brillenträgersorgt oder sorgend wird.
00:33:37: Also merkt ihr jetzt schon, dass das ganze Smartphone seit dem Jahr sieben das iPhone raus kam.
00:33:41: ist da irgendwie spürbar, dass die Zahlen der Brillenträge ansteigen?
00:33:45: Eine Kausalität würde ich noch nicht herstellen, aber eine Korrelation sehe ich auf jeden Fall.
00:33:49: Du siehst, dass die Anzahl der jungen Brillenträger deutlich zunimmt und das sicherlich auch seit dem Aufkommen des Smartfums so, dass sich die Vermutung aufträngt, dass es vor allem mit diesem Nasehen zu tun hat.
00:33:59: Und du kannst beobachten, dass in den letzten fünfzehn-zwanzig Jahren der Anteil der Jungen Brillanträger sprunghaft zugenommen hat.
00:34:06: Man kann ja sagen jetzt bei den jungen Menschen zwanzig bis dreizeh oder so ... Da ist der Antteil inzwischen weit über zwei ... Das heißt, den zweiten Effekt hattest du auch schon angesprochen.
00:34:21: Eben der demografische Mandel.
00:34:23: Je mehr lebenserfahrene Menschen wir in Deutschland haben, desto mehr Menschen brauchen da natürlich irgendwann eine Brille zumindest fürs
00:34:28: Lesen.".
00:34:30: Das ist auch eine Story für die Zukunft.
00:34:33: Wachstum kommt aus dem Rücken, wenn der Ehe da heißt, dann müsst ihr gar nicht viel machen, sondern hier muss man das Steuer gerade halten.
00:34:39: und je mehr die Menschen Smartphones nutzen und älter werden, dass er unaufhaltsam so ist, profitiert davon!
00:34:46: Ja,
00:34:46: Steuergrad halten klingt ein bisschen inflexibel.
00:34:49: Wir müssen echt Gas geben und deutlich flexibler werden damit wir unsere Positionen bei den Kunden uns auch jeden Tag wieder neu verdienen.
00:34:56: aber im Grunde genommen kannst du schon sagen dass der Markt wächst Aber die Kundenanforderungen wachsen auch also der Wettbewerb wird jetzt nicht weniger.
00:35:03: Was sind denn gerade so im Bereich Digitalisierung eure größten Projekte?
00:35:06: Also immer dann eine Herausforderung, zumindest an der ihr gerade arbeitet.
00:35:08: Also Shop und Omni Channel haben wir schon drüber gesprochen.
00:35:10: aber ich habe im Vorgespräch von einem Kollegen von dir erzählt bekommen dass ihr jetzt schon Terminvergabe online solche Sachen was man gar nicht vielleicht so wahrnimmt habt ihr schon alles im Griff.
00:35:19: Aber woran arbeitet er gerade so?
00:35:21: Also ich glaube mal also das Mammutprojekt Das Jahrzehnt-Projekt wenn man vielleicht so sagen darf ist tatsächlich unsere Kunden zentrierte Philosophie auf eine Omnichannel-Experience zu übertragen.
00:35:32: Das bedeutet, alles was wir eben schon angesprochen haben mit dieser Messtechnologie tatsächlich in einer Customer Experience zu gießen das bedeutet auf der einen Seite viel R&D Arbeit dass du überhaupt erst mal diese Technologien ermöglichen kannst und das natürlich dann auch eine saubere User Experience zu überführen.
00:35:49: Es klingt jetzt ein bisschen schwammig.
00:35:50: deswegen ich gebe dir Nummer eins zwei Beispiele.
00:35:52: also die Messtechnologien haben wir gesprochen.
00:35:54: das ist schwierig.
00:35:55: Ein weiteres Thema, was wirklich schwierig ist.
00:35:57: Wie gesagt wir bieten ja nicht einfach nur ein Produkt an also was du dann irgendwie nett visualisieren kannst oder mit Augmented Reality noch darstellen kannst sondern tatsächlich verkaufen wir dem Kunden einen Glas das heißt sozusagen ein Produkt was dann in ein anderes Produkt eingesetzt wird und dass es zum Beispiel so etwas wenn ich jetzt nach Benchmarks weltweit gucke Wenn ich mir Service Convenience und sowas angucke Dann kann man sich Amazon angucken Mode und wie du das sozusagen in der Kategorie gut machen kannst.
00:36:25: Bei uns Sonnenbrillen kann man sich Zalando wunderbar, A-Sauce und andere angucken.
00:36:29: Aber dieses ganze Thema Wie biete ich online ein Customized also ein individualisiertes Produkt an?
00:36:36: Da gibt es gar nicht so viele Benchmarks Und das finde ich natürlich ganz spannend und deswegen haben wir auch viele schlaue Köpfe bei uns die da spannend finden.
00:36:42: Wie kriegst Du das aus dem?
00:36:45: Ich glaube, ich darf mal sagen in einem sehr guten Retail-Experience die wir anbieten.
00:36:49: Wie kriegst du das?
00:36:50: In eine perfekte Online oder in ne perfekta Omni Channel Lösung?
00:36:53: und sofern ist ironischerweise bei den meisten es ja so, die fangen stationär an dann kommt irgendwie online.
00:36:59: da müssen sie auch online machen und dann merken irgendwann die vielleicht das überlebt haben dass ne Verbindung also Omni channel eigentlich noch den Mehrwert bietet mit der ich gegen einen Amazon, gegen ein Zerlande oder so bestehen kann.
00:37:12: Bei uns ist es ja tatsächlich so, dass wir Omni-Channel machen müssen.
00:37:16: Weil diese Messtechnologien online gar nicht abbildbar sind und das Jahrzehntprojekt ist dann qualitativ, das alles im Pureplay eCommerce abzubilden zu können.
00:37:25: Aber das ist echt nicht einfach durch die Messtechnologien oder durch die Services, die wir anbieten.
00:37:31: Okay!
00:37:32: Und sagen mal ... Die ganzen Retail-Geschichten sind jetzt wirklich so eingebrochen wegen Corona.
00:37:36: Und weil die Innenstädte immer mehr ohnehin ununterschaftlich werden, spürt ihr das in der Breite?
00:37:40: Das Innenstätte und eure Eins A-Lagen da nicht mehr so die Kraft haben, die sie mir hatten?
00:37:44: Also ich muss erst mal ein Disclaimer vorwegsetzen, weil du redest mit dem Retailer, dessen größtes Problem Wartezeiten sind also sozusagen deswegen auch die Terminvereinbarung, die deinen Freund erwähnt hatte.
00:37:53: Das heißt wir haben tatsächlich nicht so sehr das Problem dass wir zu wenig Kunden haben sondern wir haben eher das Problem... Wie kriegen wir die Kunden, wie steuern wir die Kundenfrequenz und können sie matchen mit einem Personal?
00:38:05: Die sich auch entsprechend unsere Fachexperten um unsere Kunden kümmern können.
00:38:08: Das ist eigentlich so unsere größte Herausforderung.
00:38:10: Und das ist nach wie vor die Herausforderung!
00:38:12: Und Corona hat das verschlimmert nicht sehr weil viel weniger Kunden kommen sondern Corona hat es natürlich noch schwieriger gemacht weil wir jetzt über die Hygienestandards usw.
00:38:20: und sofort dass natürlich noch weiter eingeschränkt haben was überhaupt möglich ist in der Steuerung.
00:38:27: Das ist, glaube ich die wesentliche Herausforderung.
00:38:28: Nichts ist so trotz.
00:38:29: natürlich können auch wir uns dem allgemeinen Trend nicht entziehen dass die in den Städte Lehrer werden und auch wenn ich vorhin gesagt habe das die Laufkundschaft.
00:38:37: jetzt die sozusagen in der Stadt sind und sagen ach ich geh mal zu viel mann gar nicht unser Haupttreiber sind weil wir wie gesagt weit über zwanzig Millionen loyale Kunden haben allein in Deutschland siebenundzwanzig millionen.
00:38:48: europaweit merken wir das natürlich auch, wenn die Innenstärkte leer sind.
00:38:52: Wenn ich jetzt die letzten Zahlen gesehen habe, dann redest du ja in den großen Metropolen in den Innenstädten irgendwie dreißigvierzig Prozent weniger Menschen, die in den Innenstädtern sind, weil sie nicht mit den Öffis fahren wollen, weil Sie sagen, ich möchte sowieso in der Situation nicht in der Stadt laufen und das ist natürlich auch was, was wir merken.
00:39:08: Das heißt, was Wir sehen ist dass wir eine Verlagerung haben von den Innenstädten hin zum Beispiel zu den Nahversorgerlagen.
00:39:16: Also in Hamburg
00:39:17: z.B.,
00:39:18: die Innenstadt, also hier Mönkebergstraße und so wird dann sofort verliert.
00:39:22: Und die Leute kaufen aber eben Zuhause in Rahlsted oder was weiß ich.
00:39:26: dadurch dass wir ein breites Nierlassungsnetz haben profitieren wir natürlich davon.
00:39:29: Wir können das auffangen diesen Wechsel.
00:39:32: Aber ich glaube wenn du jetzt ein Retailer bist und du hast nur einen A-Lagen im Metropolregion deine Läden Dann spürst du das gerade sehr brutal.
00:39:39: Okay Okay, dann fahren wir mal eine Miete nach.
00:39:44: Na ja also ich glaube, wir haben uns in der Corona-Virus-Krise sehr partnerschaftlich und sehr kollegial unseren Vermietern gegenüber gezeigt.
00:39:51: Wir haben zum Beispiel nur mit den größeren, die auch selber Rücklagen hatten, haben wir dann wirklich auch nachverhandelt.
00:39:58: Mit denen, die dann wirklich Einzelpersonen waren, die auf die Miete angewiesen haben.
00:40:02: Haben wir in der Zeit nicht nach verhandeln?
00:40:04: Und das macht natürlich jetzt mit ein bisschen Zeitversatz, wo auch alle mehr ihre eigene Finanzplanung im Griff haben und sehen.
00:40:10: Die Welt ist nicht untergegangen die Gespräche deutlich konstruktiver als wenn du da als Retailer irgendwie knallhart reingegangen bist und dann irgendwie dir einen Verhandler an Bord gezogen hast der dann irgendwie allen richtig Feuer unterm Hindern gemacht hat.
00:40:22: ich glaube Das hat uns gut zugesicht gestanden dass wir das eher ein bisschen hanseatisch da gemacht haben.
00:40:27: Okay,
00:40:27: okay Nicht noch mehr Upselling-Potenzial.
00:40:31: Da musste ich grad zu denken, als ich das gehört hab.
00:40:33: irgendwie zwanzig Millionen Kunden in Deutschland ... Wenn man die alle hat ihr macht da jetzt sozusagen Sonnenbrille und Kontaktlinse und Hörakustik ist ja schon sehr naheliegend, ne?
00:40:43: Kann man dann nicht noch mehr upselling mit diesen Riesenkundenpool machen?
00:40:47: Welche Produkte würdest du mir denn empfehlen für dich?
00:40:49: Dann müsste ich mich wahrscheinlich ein bisschen länger mit eurer Rap immer beschäftigen, aber wenn ich überlege, dass man so viele aktive Kunden sind halt de facto auch irgendwie aktive Kunden hätte ... Also bisschen zu, dass man den... also für mich das nahelängste.
00:41:03: Aber ich denke immer wenn man so viel kundert dann kann man den auch was anderes verkaufen.
00:41:05: Dann muss der Ding gar nicht besitzen und man kann erstmal nur mit Erwerbung Geld verdienen.
00:41:09: Also dass man denen irgendwie etwas zeigt.
00:41:10: Dass man die irgendwie... Muss man ja gar nicht jetzt im Sinne von Trash, dass mal nur da irgendwelche Schweinennacken an die Worte zuschickt aber irgendwie einfach nur sich über Verwerbungen bezahlen lassen machen ja große Plattformen, die Reichweiten haben.
00:41:21: Für die dann mit Werbung meistens immer einen wahnsinnig margenstarken Zuwärtsumsatz.
00:41:25: ist mir meine erste Impulse, geht nicht auf Werbung.
00:41:29: Aber da muss doch noch mehr geben!
00:41:31: Naja also ich glaube wir haben ja die Kunden weil sie uns vertrauen.
00:41:34: und ich glaube so einen Vertrauen vor allem als jetzt ein Omni Channel Unternehmen was direkt am Kunden arbeitet.
00:41:39: das kannst du wahnsinnig schnell verlieren.
00:41:42: und das ist glaube ich was du beobachtest der auch da die verschiedensten Unternehmen sehr aktiv was man ja auch in der Historie immer wieder gesehen hat.
00:41:47: also ich glaub wir sind schon vorsichtig bei dem was wir da entsprechend anbieten, sind auch sehr zurückhaltend in der Kommunikation.
00:41:54: Aber in meinem Beispiel die Hörakustik hast du gerade schon erwähnt?
00:41:58: Die gibt es ja noch gar nicht so lange also dass wir das im größeren Stil machen sind erst so acht bis zehn Jahre.
00:42:03: Und das zum Beispiel ein Geschäftsmodell, was sich sehr gut ergänzt.
00:42:06: Was aber erst mal nicht naheliegend war.
00:42:08: Du kannst ja auch sagen, irgendwie macht was mit Sehen?
00:42:10: Was macht den da jetzt mit den Ohren und so?
00:42:14: Was ist denn das?
00:42:15: Traditionell kann man schon sagen, dass es immer wieder Augenoptiker gab, die auch Hörakustik mit angeboten haben.
00:42:21: Bei uns war das tatsächlich so, dass wir das in einzelnen Standorten hatten.
00:42:24: Deswegen haben wir gesagt, wir machen das im größeren Stil.
00:42:28: Das ist
00:42:28: z.B.,
00:42:28: etwas wo sich unsere Kundschaft komplett aus unseren ... eigenen Kunden speist.
00:42:33: Also wir haben sehr, sehr wenig Kunden die dann jetzt von außen dazukommen sondern wir versorgen einfach die Kunden, die uns vertrauen und die sagen Mensch ihr macht das alles so super!
00:42:41: Ihr macht das hier vertrauenswürdig, ihr habt gute Preise, ihr habt gute Qualität.
00:42:44: wenn ihr es in der Brille gut macht, vertraue ich euch auch mit meinen Ohren und so ist dieses Geschäftsmodell eben rasant gewachsen für
00:42:49: uns.".
00:42:50: Okay
00:42:50: und jetzt zum Beispiel Zahnschienen.
00:42:52: habe ich jetzt gerade noch während du sprachst drüber nachgedacht?
00:42:53: Das gibt's ja auch also auch da vor kurzem im Podcast DrSmilen ähnliches... würde ich jetzt sagen, also Ohren, Augen, Zähne?
00:43:00: Wir können uns das ja mal angucken.
00:43:01: Dafür haben wir ein Business-Development.
00:43:03: Habt
00:43:03: ihr noch nicht gemacht bis lange?
00:43:04: Nein, haben wir noch nie gemacht.
00:43:05: Wir haben immer wieder Vorschläge bekommen aber ich glaube, dass muss schon passen und im Moment haben wir wirklich einen strategischen Fokus auf Sehen und Aufs Hören.
00:43:12: Aber da gibt es glaube ich noch viele spannende Möglichkeiten.
00:43:14: Direktes größere Potenzial sehen wird tatsächlich eher darin, das Geschäftsmodell weiter zu digitalisieren und auch zu internationalisieren.
00:43:21: Habt ihr gerade Probleme mit den Lieferketten auch, also wie so viele andere?
00:43:24: Am Ende stellt ihr Hardware her.
00:43:26: Würde man jetzt neudeutsch sagen ist das auch so dass da jetzt irgendwie eure ganzen Brillen und so die aus tänziell irgendwo Fan Ost kommen, irgendwo in irgendwelchen Helfen liegen oder gar nicht kommen oder so?
00:43:35: Also jetzt in unseren Kernprodukten nicht?
00:43:36: nein glücklicherweise noch nicht!
00:43:38: Aber ist natürlich auch so, also sozusagen das eine sind ja die Lieferketten in dem Shipping.
00:43:45: Sozusagen wir spüren natürlich auch die Transportkosten, die Produktionskosten gehen hoch und so weiter und sofort.
00:43:50: aber bis dann haben wir das Glück dass wir jetzt auch relativ lange Reichweiten aufm Lager haben.
00:43:56: Also noch spülen wird es nicht.
00:43:57: Ich werde's aber nicht ausschließen.
00:43:58: Okay.
00:44:02: Kosteneffekt?
00:44:03: Ja verfügbarkeitseffekt im moment noch nicht.
00:44:05: Okay,
00:44:06: okay.
00:44:06: Ihr macht jetzt ja auch irgendwie seit einer ganzen weile schon Ventures?
00:44:09: Was waren so jetzt neben dem gerade besprochenen Unternehmen dass das ein Team wieder weiter verkauft wurde oder die Anteile eure größten Venture Investment in den letzten Jahren.
00:44:19: Wir haben sonst noch einen, um es hervorzuheben.
00:44:24: Fittingbox ist der Weltmarktführer für Augmented Reality-Technologie rund um Brillen und Sonnenbrillen.
00:44:29: die sitzen in Frankreich.
00:44:31: Die sind für uns super spannend weil sie den größten Pool an gescannten Brillenfassung und Sonnebrille haben.
00:44:37: Und ein paar Zahlen zu geben, die scannen jedes Jahr hundert Millionen Gesichter weltweit Und haben mehr als hundertvierzigtausend Fassungen und Sonnenbrinnen digitalisiert.
00:44:47: Das ist so natürlich eine Schlüssekomponente in diesen Messtechnologien, die ich vorhin erwähnt habe.
00:44:52: Die liefern die Scans, die liefern drei-D-Fassung.
00:44:55: Wir entwickeln das optische Knowhow um es dann mit dem Gesicht abzugleichen und die Gläser an der richtigen Stelle hinzuarbeiten.
00:45:00: Und da seid ihr über viele Ventures mit investiert?
00:45:02: Genau!
00:45:02: Da haben wir jetzt ... Also das kam, unsere Investments laufen meistens so... Dass wir uns angucken, wir kennen unser Markt ganz gut.
00:45:09: Wir investieren nur innerhalb unserer Märkte oder in naheliegenden Märkten und dann schauen wir uns das an und fangen meistens mit so einer strategischen Kooperation oder sowas an.
00:45:19: Das wird sozusagen in diesem Fall die liefern dass das Augmented Reality Know-how, wir liefern das Optische Know-How.
00:45:24: Wir arbeiten zusammen sagen Mensch das passt ja gut und so hat sich daraus auch eine Investition ergeben Und die wiederum haben uns sehr viele neue Ideen reingebracht.
00:45:33: Wir haben in der Branche sehr viele Türen geöffnet.
00:45:35: Hattet ihr
00:45:35: diese Firma auf dem Zettel, die Snap verkürzt mit dem Bilding gekauft hat?
00:45:40: Fitt ... wow!
00:45:43: Hab ich jetzt gerade nicht auf
00:45:44: den Schirm nehmen.
00:45:45: Dass ich das nicht aufm Schirm hab heißt nicht unbedingt, dass wir das nicht haben.
00:45:48: Eine gute Kompetenz vom Vorstandsvorsitzenden ist, dass man gute Leute hat und die richtigen Rahmenbedingungen schafft.
00:45:53: Insofern will ich schwer hoffen, ... hat's jetzt gerade, also ich hab das...
00:46:00: War aber ziemlich überraschend für dich.
00:46:02: Ich kam vor kurzem raus, dass Fit Analytics genau heißt als Unternehmen aus Berlin wurde von Snap gekauft.
00:46:09: Da geht es auch nicht so sehr um die Brille glaube ich, sondern mehr um
00:46:12: die
00:46:13: Vermessung von Klöpfen.
00:46:14: Okay, jetzt
00:46:15: weiß ich's grad wieder, aber das war nix!
00:46:16: Ich habe grade gesagt oh Gott was in Berlin mit Seen zu tun hat und ich hab's verpasst da würde mich schämen, aber.. ..das ging nicht um Köpfe oder um Brillen glaub' ich.
00:46:26: Wie alt warst du eigentlich, als du CO geworden bist?
00:46:27: Uuh, zwei achtzehn.
00:46:30: Das heißt ... dann war ich ... Moment mal!
00:46:34: Moment mal das ist zwei acht Zehne.
00:46:35: Ich habe ja erst noch den Vorstandsvorsitz mit meinem Vater geteilt.
00:46:38: Das heisst da war ich dann ... ... achtundzwanzig und dann bin ich alleine CEO geworden.
00:46:45: Das war ... ... anderthalb Jahre später.
00:46:47: Da war ich logischerweise dreißig.
00:46:50: Okay okay was war für dich die größte Herausforderung?
00:46:53: In der Übergangsfassung
00:46:54: oder?
00:46:55: Ja genau, weil man so einen jungen Chef in einem großen Land will
00:46:58: Hm ... Ich kann's mal, ich versuch mal deine Frage an das zu beantworten.
00:47:04: Wenn ich jetzt zurückgucke und sage was ist sozusagen das, was man gelernt hat?
00:47:09: Dann würde ich sagen, ist es glaube ich die Sachen, die richtig sind mit aller Konsequenz umzusetzen?
00:47:14: Ich glaub wenn du jung bist und nicht so viel Erfahrung hast dann kompensierst du es erst mal dadurch, dass du dir mehr Informationen holst.
00:47:20: Dass du abwartest und testest.
00:47:22: Wenn du mehr Erfahrungen hast, sagst du, hab ich schon mal gesehen, riskiere ich schonmal, mach' ich schon Mal!
00:47:26: Das heißt wenn ich jetzt zurückgucke vor zweieinhalb-drei Jahren zu Jetzt würde ich glaube ich jetzt schneller und auch größere Entscheidungen entschlossen treffen.
00:47:35: Also um deine Frage direkt zu beantworten, würde ich sagen die größte Herausforderung ist glaub ich ... Die großen Entscheidungen sich sauber anzuschauen und dann aber auch ziemlich schnell zu treffen.
00:47:46: Was
00:47:46: war denn so die Entscheidung im letzten, das ist ja noch gar nicht so lange her jetzt, als du den Job hast?
00:47:50: Alleine wo du am längsten oder was wahrscheinlich so impactmäßig oder wertmäßig... Die größte Entscheidung war?
00:47:58: Also ich glaube die großen Wetten laufen ja zwei drei vier Jahre ne.
00:48:02: Das heißt sozusagen meine wesentliche Aufgabe ist ja die Organisation Strukturen zu legen, die richtigen Menschen in die richtige Positionen zu bringen und sich um die Kultur zu kümmern.
00:48:10: Und dass was ich da mache Das sieht man sicherlich erst in zwei, drei Jahren.
00:48:15: Ich weiß das ein bisschen komisch, wenn ich's schon zwei, dreijahre mache.
00:48:19: Aber ich würd wagen zu beurteilen, dass wir auf jeden Fall noch ein paar Jahre warten müssen und die richtige Leistung nach vier, fünf Jahren sieht.
00:48:25: Kann man eigentlich nächstes Jahr mal sprechen?
00:48:27: Die Wette,
00:48:27: die du ja abgeschlossen hast ... Die läuft jetzt!
00:48:29: Da hab' ich irgendwie schon Kapital hinterlokiert.
00:48:32: Na, die größt... Also, na gut, die Wette wär so ein Einzelthema.
00:48:35: Sagen wir mal vielleicht also sozusagen die ... Offiziellste Wette, die ich abgeschlossen hab ist unsere Vision.
00:48:40: Dass wir sozusagen bis zu zwanzig-fünfundzwanzig zwei Komma drei Milliarden Außenumsetzerwirtschaften wollen jede vierte Brille in Kontinental Europa verkaufen wollen und das alles bei einer ordentlichen Rendite, dass er die Wette die wir abgeschlossen haben und da sind wir im Moment sehr gut im Plan werden es also zwanzivundzwanziger Früher erreichen.
00:48:55: Ist dein Vater noch eng dran?
00:48:57: Kommt er noch ab und zu vorbei oder tifriest du mit dem nicht ein paar Mal die Woche?
00:49:02: Ja,
00:49:03: ich sehe meinen Vater schon häufig.
00:49:04: Aber als Vater heißt das nicht mehr irgendwie als jetzt CEO ... Ich glaube es ist wichtig für eine Nachfolge, dass jeder seine Rolle hat.
00:49:13: Du sprachst vorhin an, dass das nie durchgebrochen ist.
00:49:16: Wir haben das auch schon mal gesagt.
00:49:18: Das Geheimnis ist, dass man sich intern zwar streitet aber nach außen eine Einheit is'.
00:49:23: Das ist wichtig, dass man gemeinsam streiten kann.
00:49:27: Aber wenn man nach außen tritt, muss man eine Einheit sein.
00:49:29: Sonst kommt da immer jemand dazwischen.
00:49:33: Wenn man eure Blanz anschaut, dann habt ihr sehr viel Cash.
00:49:37: Ich glaube neunstellige Summe, die als Cash in der Blanz-Zahlraumkonto haben.
00:49:44: Dann könnte man ja auch auf die Idee kommen, wenn wir jetzt aus der digitalen Welt kommen und sagen, guck mal was der Elon Musk da macht.
00:49:47: Irgendwie der investiert das mal zwischenzeitlich für eine Weile in Bitcoin und es läuft ganz gut oder sowas.
00:49:52: aber solche Ideen kommst du nicht dazu bist zu vorsichtig.
00:49:56: Also muss er erstmal grundsätzlich unterscheiden?
00:49:58: Wir sind ja... Meine Familie gehört jetzt die Mehrheit unseres Unternehmens, aber wir haben ja auch noch viele andere Aktionäre bei uns im Unternehmen und davon ja auch viele Mitarbeiter.
00:50:07: Das heißt unser Kapital.
00:50:09: was wir in der Firma haben wollen wir natürlich hauptsächlich sicher anlegen oder strategisch anlegen.
00:50:15: das heißt natürlich... Und bei Tesla
00:50:16: ist es eine ähnliche Situation eigentlich, dem gehört nur weniger dem Kollegen Musk und er hat damit mega Erfolg bislang!
00:50:20: Ja,
00:50:21: ich glaube, ich würde mich bei dem Firmenvermögen weniger spekulativ verhalten.
00:50:26: Wir haben aber natürlich wie gesagt daneben ja noch ein Family-Office, wir haben weitere Beteiligungen und machen was im Bereich WC, im Bereich HealthTech
00:50:32: usw.,
00:50:33: da machen wir zum Teil auch riskantere Sachen.
00:50:36: Aber mit dem Firmenvermögen würde ich mich auf die Sachen konzentrieren, was unsere Firma kann.
00:50:39: Du musst ja auch mal sagen über welches Vehikel?
00:50:42: Über welches Asset?
00:50:42: Mit welchen Menschen investierst du was?
00:50:44: Insofern würde ich sagen, die Fiemann AG ist schon gut beraten alles so um rundum sehen und ums hören zu machen das können wir gut Und dass es da wo auch diese hunderten Millionen hingehen werden
00:50:53: Okay, okay.
00:50:53: Aber der Parat davon bist du dann so kryptobulisch und machst das schon oder macht ihr da eigentlich
00:50:58: alles?
00:50:59: Also ich habe jetzt ein zwei sehr enge persönliche Freunde die sehr heiß sind auf das Thema.
00:51:04: insofern lerne ich da gerade sehr viel über das Thema.
00:51:06: lasse mich das mal so sagen.
00:51:08: aber ich finde das spannend.
00:51:10: machte denn generell irgendwie Investments in die digitale Welt auch außerhalb von Firmen, also machst du da mal hier VC-Fonds wo ihr dann als LP mit reingeht und so was?
00:51:16: Nein wir machen grundsätzlich keine Fonds aber wir haben selber eine VC Struktur für uns aufgelegt.
00:51:21: Und investieren aktiv als strategischer Investor so in HealthTech Themen.
00:51:24: das heißt werden wir uns angeschaut Was können wir denn als Familie, sozusagen als Unternehmen?
00:51:30: Haben wir gesagt, wir machen alles was mit Sehen oder Hören zu tun hat.
00:51:35: Machen wir innerhalb der Firmen AG und realisieren da.
00:51:37: Was können weh denn?
00:51:39: Naja womit kennen wir uns aus?
00:51:40: Wir kennen uns aus mit Regulaturik, mit Krankenkassen, mit Digitalisierung von Gesundheitssystemen, mit Aufbrechen von alten verkrusteten Prozessen, Streamline im Sinne des Kunden.
00:51:50: das sind so die Themen, die wir kennen.
00:51:52: Deswegen gucken wir uns als strategischer Investor HealthTech-Themen an, also Digitalisierung im Gesundheitssystem in allgemein.
00:51:59: Da investieren wir rein und geben dann entsprechend unseren Input als Strategie.
00:52:04: Also zum Teil so banale Sachen wie adaptiert man die EU des GVO auf Gesundheitsdaten und so ein Kram?
00:52:10: Dann müssen wir uns Fiemann AG eben mit auseinandersetzen und das ist etwas was wir als Familie natürlich auch gelernt haben die mit der Regulatorik umgeht, wie man mit Krankenkassen umgeht und das sind so die Themen wo wir da investieren.
00:52:20: Okay
00:52:21: also nicht bei diesen ganzen heißen BTC-Geschichten oder sowas?
00:52:25: Also ich glaube wenn es irgendwie ... Bei mir ist es immer so, wir müssen da irgendein Mehrwert mitzubieten.
00:52:31: sozusagen müssen da auch Ahnung von haben.
00:52:34: keine Ahnung weil das eine Passion auch vor meinem Vater ist.
00:52:38: haben wir zum Beispiel ökologische Lebensmittel, wir haben Bauernhöfe und da haben wir jetzt z.B.
00:52:42: was gemacht im Lebensmittellieferung Was wir uns dann entsprechend angucken, da haben wir auch jetzt in ein zwei Konzepte investiert.
00:52:50: Das finden wir ganz spannend.
00:52:51: aber das ist einfach weil es den persönlichen Bezug gibt und weil wir eine Expertise haben.
00:52:54: also ich glaube wir würden jetzt nicht wild in Dinge investieren wo wir keine Expertise habe.
00:52:58: Okay
00:52:59: okay.
00:52:59: Ich kann mir nur vorstellen dass die meisten Fondsgründer der Deutschen VC von uns alle schon mal bei dir saßen und alles schon mal gepitscht haben, dass ihr da mal LP werdet.
00:53:06: Aber bislang unerfolgaufensichtlich!
00:53:09: Wir müssen Expertise einbringen.
00:53:13: Ist es eigentlich zu treffen, dass ich dich nicht bei LinkedIn finden konnte oder hab' ich da einfach eine Strecke sucht?
00:53:17: Ich habe das als extrem bereichert für mein Leben empfunden mich tatsächlich von allem Social Media abzukapseln.
00:53:22: Also klar so Direct Messaging ne?
00:53:24: So WhatsApp oder sowas klar aber ansonsten Social Media gar nicht.
00:53:27: Tut mir sehr gut!
00:53:28: Also ich meine vom Alter würde man das gegenteils vermuten und sagen ok du bist voll in der Welt aufgewachsen... Bin
00:53:34: sehr glücklich damit.
00:53:35: alle die mich erreichen wollen können mich erreichen Und darüber hinaus empfinde ich das als extrem befreiend.
00:53:42: Sonst nicht auf irgendwelchen Plattformen und so zu sein.
00:53:43: Gab
00:53:44: es irgendwie einen Ausschlag jeden Moment, wo du sagst okay, dass nervt jetzt wirklich?
00:53:47: Oder du warst da mal... Ich glaube,
00:53:48: da gibt's auch diese Funktion auf dem Handy.
00:53:50: Da siehst du wie viel Zeit du verwendest.
00:53:51: Und ich optimiere eigentlich jede Woche wieder weil ich sage, das Leben ist so kurz.
00:53:55: Es gibt so viele Möglichkeiten.
00:53:56: Ich hab keine Lust dann irgendwie Zeit auf so ein Kram zu verwenden.
00:54:00: Ich möchte meine Zeit produktiv einsetzen.
00:54:01: Dann habe ich das irgendwann alles gelesen.
00:54:02: Also auch wirklich Twitter, LinkedIn, alles!
00:54:04: Ja
00:54:05: Und auch die ganze Story, dass man da aber auch seine Mitarbeiter erreicht.
00:54:08: Dass man damit versucht irgendwie das Weltgeschehen zu verfolgen...
00:54:12: Das haben wir ja, aber das ist ja intern.
00:54:14: Also wir haben jetzt nur Jämmer und Teams usw.
00:54:16: und sofort.
00:54:16: D.h.,
00:54:17: die ganzen digitalen Tools intern haben wir?
00:54:19: Die nutze ich schon!
00:54:20: Okay okay, aber LinkedIn selbst war für dich als Kanal ohne Mehrwert?
00:54:25: Ja also wie gesagt, die Kontakte pflege ich sonst anderweitig.
00:54:28: Sag mal noch eine andere Geschichte, die ich faszinierend fand, die wollte ich fragen.
00:54:34: Ist es wahr, dass man mit einzelnen Filialen, also in der Schweiz soll's angeblich Filialengeben irgendwie... Also Brillen.
00:54:40: Wo man irgendwie fünfzehn-sechzehn Millionen Umsatz machen kann mit einer einzelne Filiale?
00:54:43: Zwanzig Millionen Franken.
00:54:45: Zwanziger ist das dann?
00:54:46: wie viel
00:54:46: Euro?
00:54:46: Sechszehn Million Euro.
00:54:47: Zurich Bahnhofsstraße.
00:54:48: Okay!
00:54:49: Das ist also eine Filiale.
00:54:52: Da gibt es einen Urnhändler, der macht noch mehr mit den Urenhändlern.
00:54:55: Das wusstet die Urinhändler?
00:54:57: Ja, aber schon spannend wie sich das bündelt!
00:54:59: Aber ich sage mal wenn du unsere USPs anguckst und so angefangen mit dieser Kundenzentrierung und wirklich dem Fokus, also das haben wir ja bis darauf ins Management bis in das Incentivsystem haben wir diese Kundenorientierung.
00:55:12: Das ist ja der zweite USP, den du ansprichst danach.
00:55:14: Also das erste ist glaube ich diese Kundenzentrierung und dass wir eben nicht nur darüber reden sondern auch da rein investieren im Recruiting in Aus- und Weiterbildung in unserem Incentivierungssystem.
00:55:23: also beispielsweise Alle unsere Nierassungsleiter kriegen mehr als fünfzig Prozent ihres Bonuses auf Basis von Kundenzufriedenheit.
00:55:29: Nicht auf Basise von Sales oder Profits, das ist dann der Rest.
00:55:32: aber die bewältigende Mehrheit auf Basises von Kunden zu Friedenheit bis hoch in Vorstand.
00:55:36: von meinem Bonus hängt ein Großteil von unserer Kundenzufredenheit ab.
00:55:39: Das
00:55:39: wird dann gemessen im Sinne von Wiederkaufsraten?
00:55:43: Nee wir machen Kundenbefragungen.
00:55:45: Wir geben jedes Jahr zwei oder Millionenbeträge aus nur um die Kundenzufriedenheiten zu messen und es geht so über Surveys Also Pencil and Paper und Online.
00:55:53: Und NPS scoren zu was?
00:55:55: Ja, genau!
00:55:56: Wir haben unsere eigene interne Aggregationslogik.
00:55:58: aber du kannst es damit vergleichen.
00:56:00: Das ist ja der erste USP den wir haben.
00:56:03: Den zweiten den du ansprichst ist eben diese gewaltige Produktivität.
00:56:06: also sozusagen das wir glaube ich schon geknackt haben... Was wollen wir sagen, dass mein Vater mit ganz vielen Mitstreitern hier geknACKT hat ist das Thema dieser Produktivität, also eine neue Dimension von Augenoptik zu erschaffen.
00:56:18: Ein normales Fachgeschäft macht so im Schnitt dreihunderttausend Euro Umsatz und verkauft.
00:56:24: früher haben die fünf Brillen am Tag gemacht heute machen die zwei drei Brillen an dem Tag.
00:56:27: Also haben es eigentlich hauptsächlich über die Auftragswerte realisiert und im Vergleich eine normale, durchschnittliche Fiemann-Jassung.
00:56:34: Verkauft fünfunddreißig Brillen am Tag und macht eins Komma neun Millionen Euro in der Schweiz und auch in Deutschland.
00:56:41: also wir haben hier in Hamburg die Niederlassung.
00:56:44: Die wird steht jetzt bei ob sie mal bei acht Millionen wird, die jetzt knapp stehen.
00:56:50: Und das Ziel ist über den Omni-Channel-Umsatz, Achtung vorsichtig!
00:56:52: Die Onlineumsätze werden zugerechnet, wird die jetzt denke ich mal in kurzer Zeit bei zehn Millionen Euro Umsatz liegen.
00:56:59: Was war der Hebel?
00:57:00: Dass man so deutlich besser zu machen als andere?
00:57:04: Über die Masse.
00:57:05: Wir haben einfach viel, viel geringerer Preise genommen als die anderen und natürlich also ... Kundenorientierung, die Produktivität.
00:57:11: Alles auf Produktivitet getrimmt.
00:57:13: also ich glaube für viele in der Branche war das völlig undenkbar diese Masse an Kunden überhaupt individuell bedienen zu können.
00:57:20: weil nochmal wir reden jetzt hier nicht über dass du irgendwie eine Sonnenbrille über einen Tresen schiebst sondern wir reden darüber dass sich jemand mit dir hinsetzt da komplett ausmisst dich persönlich berät usw.
00:57:29: Und diesen hochindividuellen Prozess zu optimieren Das war wirklich glaub ich der Clou.
00:57:36: damals geht das natürlich weiter.
00:57:39: Diesen Prozess, der jetzt hochoptimiert ist müssen wir digitalisieren und wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen zu sagen so funktioniert der Augenopterische Beratungsprozess in der Nieresung, das digitaliseren wir jetzt einmal komplett sondern wir müssen eigentlich dem Prozess komplett neu erfinden und sagen wie können wir diese Produktivität?
00:57:55: Wie können wir die Exzellenz am Kunden in eine Omnichannel Experience übersetzen?
00:57:58: Das war das mit der Jahrzehnte Herausforderung, die wir haben.
00:58:03: Sag mal, siebzehn Euro fünfzig für eine Brille.
00:58:05: Das ist ja auch so ein bisschen die Customer-Lifetime Value Betrachtung wahrscheinlich.
00:58:08: oder man kauft sich einen Kunden günstig ein weil siebzen Eurofünfzig.
00:58:10: irgendwie damit dürft es für euch schwierig werden gute Margen zu schaffen.
00:58:13: Da hat man auf jeden Fall erst mal einen sozialen Ansatz.
00:58:15: das stimmt schon.
00:58:17: langfristig lohnt sich aber das Vertrauen die Kunden zu investieren.
00:58:20: und wenn du dich erinnerst hat ihr vorhin gesagt neunzig Prozent Kunden Bindung hast.
00:58:23: die Kunden bleiben dann auch bei dir kaufen vielleicht auch mal n bisschen hochwertigere Brille dann lohnts ich das langfristige schon wieder.
00:58:29: okay.
00:58:29: das heißt irgendwie Wie lange dauert's bis so ein Kunde dann?
00:58:32: Break-even hat mehrere Jahre, muss man denn halt oder mehr.
00:58:34: Der Kunde kauft durchschnittlich alle drei Jahre ne Brille.
00:58:37: das heißt es kommt drauf an was er als nächste Brille kauft.
00:58:39: ich glaube der Kernpunkt ist dass wenn du Kunden happy machst dann sind sie gerne auch bereit mehr für eine Brille auszahlen und lohnt sich es entsprechend langfristig.
00:58:46: wenn natürlich nur Brillen für siebzehn fünfzig verkaufst wird schwierig.
00:58:49: Aber du siehst einen Kunde der einmal für siebszehn Fünfzig kauft lässt er in den Folgejahren immer zu überhören Warenkörben neigt.
00:58:54: Das kommt ja auch auf seine persönliche Lebenssituation drauf an, aber ich glaube wenn du die Menschen fair behandelst dann behandeln sie dich auch fair.
00:59:01: und wenn du gut beraten bist und du hast als Student oder als Auszubildender mit einem schmalen Budget bis zu viel Mann gekommen, dann bleibste auch da.
00:59:08: und dann kaufst du dir vielleicht, wenn du einen ersten Job hast oder den zweiten dritten hast ein bisschen mehr Geld natürlich auch eine Brille die ein bisschen hochwertiger ist.
00:59:14: Das heißt am Ende des Brillens Business auch ganz klar ist irgendwie Custom Acquisition versus Customer Lifetime Value Business?
00:59:20: Ja, aber mit einer Familienunternehmerperspektive nicht mit einer Kapitalmarktperspektiven.
00:59:24: Aber damit macht ihr auch alle im Markt platt weil ich meine wer will euch da... Also wer will jetzt irgendwie sozusagen investieren und dann gehen euch antreten wenn ihr so einen langen Atem haben könnt und die so viel Cash habt?
00:59:34: Das ist schon für euch ein starkes Mode kann man fast sagen oder ein starker Burggraben mit den Preisen also auf Dauer Wer kann die Preise mitgehen?
00:59:41: Wer kommt dir überhaupt in den Markt mit günstigen Preisen, also gibt's da...
00:59:44: Nee dann musst du.
00:59:45: Also das kannst du nur machen wenn du nachhaltig und langfristig wirklich eine Negativrendite irgendwie angehst oder zumindest keine Verzinsung im Großen Stil liefern musst.
00:59:54: Das kann ja keiner.
00:59:55: Schwierig!
00:59:58: Zum wieviel Prozent deiner Zeit verbringst Du mit Kapitalmarktkommunikation?
01:00:02: Ich meine dreißig Prozent Eurer Grubsgrö... Null, was heißt du?
01:00:07: Fast nein.
01:00:08: Also wir haben unser Finanzvorstand macht das super der macht eigentlich im wesentlichen Investor Relations und ich habe natürlich die Kapitalmarktinformation Das heißt zu meiner Analystenkonferenz und natürlich die Hauptversammlung im Sommer wo wir als Gesamtvorstand kommunizieren, aber im Wesentlichen macht das unser Finanzvorstand.
01:00:26: Okay und da gibt es auch irgendwie wenig so dass du auf Roadshow gehst, dass du versuchst irgendwie Kapitalerhöhungen um dir vorzubereiten immer ist in der Art ne?
01:00:32: Nein also wir haben ja eine Rollenteilung Wir haben ja, du hast ja schon von unserer Liquidität gesprochen.
01:00:37: darüber hinaus haben wir de facto eigentlich keine... strategischen Schulden.
01:00:43: Wir haben im ganz, ganz geringen Umfang.
01:00:46: Haben wir Fremdkapital aber das sind dann so Spezialthemen.
01:00:50: Wir habe eigentlich in dem Sinne keine Schulden, wir haben dreistellige Millionenbeträge Liquidität und wir könnten jederzeit mehr Kreditlinien ziehen.
01:00:59: Aber wir haben ja auch noch als Familie sonst werden wir auch noch bereit mehr zu investieren.
01:01:02: Das bedeutet am Kapitalmarkt sagen war auch immer Wer eine langfristige Wertentwicklung sucht, ist bei uns immer happy und gut aufgehoben.
01:01:10: Aber ich werde mir als Unternehmer auch immer vorbehalten zu sagen, wenn ich ne Marktopportunität sehe oder eine Entwicklung im Markt sehe, dann gehen wir hart rein.
01:01:17: Das werden wir in Zukunft machen.
01:01:19: Ich gucke nicht so aufs Quartal, sondern eher auf die Generationen.
01:01:22: Ich möchte das noch nach mehr.
01:01:25: Dann kann vielmann ein cooles Unternehmen, ich hätt Lust drauf!
01:01:29: Plans jetzt die nächsten dreißig Jahre machst du den Job und dann hast du hoffentlich oder deine Schwester irgendwie Kinder, die dann Bock haben deine Fussstoffe zu drehen.
01:01:37: Das ist der Plan beziehungsweise als Unternehmer.
01:01:39: Du gehst natürlich noch mal einen Schritt zurück und sagst irgendwie wenn wenn wenn die Kunden das noch wollen?
01:01:44: Und wenn das Produkt noch funktioniert oder ein abgewandeltes Produkt keine Ahnung.
01:01:48: vielleicht bieten wir auch irgendwann nur noch Services rund ums Hören und sehen an aber ich glaube dass wir hier wirklich gigantisch gutes Team haben bei vielmann und dass wir das auch weiterentwickeln können.
01:01:58: Wenn das funktioniert, wenn das unser wertvollstes Asset ist, dann werde ich mich als Unternehmer direkt reinsetzen und entsprechend mein Mehrwert bringen, solange ich mehr Wert bringen kann.
01:02:06: Vielleicht bin ich ja der Dino und hab keine Ahnung mehr wie die Welt läuft?
01:02:09: Dann sollte ich mir lieber Familienintern oder extern besseren Manager suchen.
01:02:13: Warum
01:02:13: ist es mit dem Augenlasern nie so richtig groß geworden?
01:02:16: Wäre das der totale Killer für euer Business, wenn's alle machen würden?
01:02:19: Ich geb dir mal eine Antwort, als sozusagen ... gibt dir dann noch mal eine Antwort sozusagen aus Kapitalmarktssicht oder Investoren-Sicht.
01:02:28: Aus Sicht jetzt so zwischen uns, du sagst zu euch Lasern und so, würd ich dir immer sagen wie viel Diabtrien hast du denn?
01:02:34: Also wie stark ist deine Versichtigkeit?
01:02:36: Wenn du eine geringe Versichtigheit hast wie ich jetzt irgendwie so minus zwei oder so, dann würde ich sagen ganz ehrlich willst du das also?
01:02:42: is deiner Lebensqualität so schlechter wenn ich die Brille abnehme und euch sehe ... Ist das jetzt so anstrengend mit der Brille?
01:02:49: Willst du dafür das Risiko eingehen, dass sie von deiner Hornhaut abfräsen und so.
01:02:53: Plus wenn du fünfundvierzig plus bist brauchste immer noch deine
01:02:56: Brille.".
01:02:57: Dann heißt sozusagen ich würde dir sagen setzt das Risikowast du hast ins Verhältnis mit dem Mehrwert den du hast hättest du jetzt minus acht Dioptrien und musst jeden Morgen irgendwie nach am Aufstehen erst mal gucken würde auch ich dir sagen pass auf redet mit deinem Augenarzt Bei der Konstitution deines Auges.
01:03:13: macht das, würde ich mir das auch überlegen.
01:03:15: So würde ich das auch unseren Kunden sagen.
01:03:18: Jetzt noch mal der wirtschaftliche Ansatz ist eigentlich relativ easy.
01:03:21: Wenn du es ordentlich machen willst, mach's bitte irgendwie in Deutschland, machs beim guten Augenarzt weil's dein Auge hast nur zwei von und dann kostet das halt irgendwie auch ein paar tausend Euro meistens pro Auge.
01:03:32: So, dafür kannst du dir einen lieben langen Brillen bei vielmann kaufen.
01:03:35: Das heißt doch ... Er ist so!
01:03:38: Du hast sozusagen das wirtschaftliche Argument und insofern ist meine Zusammenfassung, dass es ein attraktives Produkt aber vor allem für Wohlhabende.
01:03:45: Die Kasse zahlt ihr jetzt nicht in Augenlässern.
01:03:46: Ist ja eigentlich quasi wie so'n ... Wie so'nen ... Ja, schönheitschirurgischer Eingriff wenn du so willst.
01:03:53: Und das heißt, das ist ein Markt der existiert, aber es ist tatsächlich ein Produkt für Wohllhabende?
01:03:59: Habt ihr jemals mal nachgedacht so... Abomodelle reinzugehen, so subscription.
01:04:03: Ich meine es ist ja schon fast ein bisschen subscription.
01:04:04: Du redest auch sehr viel über logischerweise Retention.
01:04:07: aber glückliche Kunden ganz viele Firmen versuchen jetzt ja Abomodele sozusagen in den Markt zu bringen.
01:04:13: selbst Autos gibt's jetzt im Abo und alles was vorher einzig gekauft wurde gibt es als Abo bis hinzu weil sie nicht Fernsehen Netflix und so
01:04:20: wie fährst du mit der größten Brillenversicherung der Welt?
01:04:23: Nein das stimmt nicht der welt nicht.
01:04:24: Entschuldigung in Europa Und nicht zu groß werden hier, wir sind ja noch in Hamburg.
01:04:28: Also
01:04:29: eure Versicherung ist schon ein Abo-Modell?
01:04:30: Ja klar!
01:04:31: Wir haben seit ... seit ... Seit ... seit zwei tausend vier.
01:04:35: Da wurden die Zuschüsse von den Kassen gestrichen.
01:04:37: Bis dahin hat die Krankenkasse immer deine Brille bezahlt, du musst erst zusammengestrichen und dann abgeschafft.
01:04:42: Und auf einmal war unser größtes Marketinginstrument weg.
01:04:46: Weil wir haben ja immer gesagt bei Fiemann kriegste für null, also zum Nulltarif eine Superbrille.
01:04:50: Und Snap von einem Tag auf dem anderen war das weg.
01:04:53: Dann hat mein Vater sich was Geniales einfallen lassen, er hat gesagt, kein Problem.
01:04:57: Für zehn Euro im Jahr kriegst du weiterhin ne komplette Brille bei uns.
01:05:00: Tut uns leid, dass der Staat nicht zahlt aber du kriegts alles, was du vorher hattest.
01:05:05: Und das haben jetzt neun Millionen Menschen abgeschlossen.
01:05:08: Die kriegen dann für zehn Euro im Jahr alle zwei Jahre neue Brille, und währenddessen ist ihre Brille versichert gegen Bruchbeschädigung und Sehstärkenveränderung?
01:05:15: Das sind
01:05:15: da neunzig Millionen Umsatz, also neun Million Menschen bei zehn ist neunzehn ...
01:05:21: Gibt ja auch noch mehr stärkeren Brillen, die kosten an fünfzig Euro.
01:05:24: Dann kündigen eine und gehen raus und so, aber grob in die Richtung geht's mit der Milchmittchenrechnung.
01:05:32: Das heißt, die Kunden... Also wir mit den zehn Euro-Brillen verdienen ja gar nicht groß viel Geld.
01:05:37: Aber es ist natürlich ein wunderbares Kundenbindungsinstrument weil die Kunden alle wissen A in zwei Jahren kriege ich eine neue Brille da gehe ich auch hin und hol mir die Und damit verkürzt du natürlich auch den Wiederkaufsintervall Weil die Kunden ja sonst in der Regel nur alle drei bis vier Jahre ne neue Brilla kaufen.
01:05:50: hast also eine hohen Kundenbindung und einen höheren Wiederkauftintervallen.
01:05:53: Okay okay das ist de facto habt ihr ein Abomodell für neun Millionen Menschen?
01:05:57: Nur das heißt nicht auf Brille sondern eher aber die Versicherung.
01:05:59: dann indirekt auf Brilla
01:06:01: Kann man aber auch weiterentwickeln.
01:06:02: Man kann auf andere Warengruppen ausweiten.
01:06:04: Also für Hörgeräte oder ...
01:06:06: Genau, in der Hörakustik zahlt die Krankenkasse noch.
01:06:10: Aber das deutsche Gesundheitssystem ist unter Druck und können sich ja auch weiter entwickeln, dass die Beträge reduzieren oder abschaffen.
01:06:16: Und gucken wir es uns mal an?
01:06:18: Okay!
01:06:18: Also,
01:06:18: es gibt noch viel zu tun.
01:06:20: Was wäre noch näher liegen?
01:06:20: Für Sonnenbrillen wird's wahrscheinlich ... Ja, dass
01:06:22: du das verbindest.
01:06:23: oder du sagst, du machst sozusagen einen Gesamtangebot für Filmen.
01:06:27: Oder wir haben es bislang nur in Deutschland und Österreich, dass man andere Länder ausrollt und so.
01:06:31: Da kann man glaub ich noch das digitalisieren.
01:06:34: Das ist heute alles Abschluss einer Nieresung.
01:06:36: Dass du das bequem online verwalten kannst, dass dir die aussuchen kannst verschiedene Beträge für die verschiedenen Warngruppen oder so.
01:06:42: Du sagst okay, ich zahle fix betragen dafür will ich eine gewisse Leistung.
01:06:46: kannst du, glaube ich in viele Richtungen noch gehen innerhalb unseres Geschäftsmodells um die Kundenzufriedenheit und damit auch die Kundenbindung zu erhöhen.
01:06:53: Okay okay.
01:06:55: Ist es ein Problem für euch Leute zu finden?
01:06:57: Hier in Hamburg zum Beispiel so ein Plur Branding ist das...
01:07:00: Nein aber ich glaube es ist für jeden immer eine Herausforderung die besten der Besten zu finden und ich glaube dass ist immer was wo dann auch persönlicher Einsatz lohnt und ich glaub insofern wäre das jetzt.
01:07:11: also haben wir Probleme unsere Stellen zu besetzen?
01:07:13: nein haben wir nicht.
01:07:17: Also das größere Problem würde ich dann fast eher sagen, ist den Fachkräftemangel in der Augenoptik hinzubekommen.
01:07:24: Wir haben ja über viertausend Auszubildende bei uns und wir beschäftigen, obwohl wir in Deutschland nur knapp fünf Prozent der Geschäfte haben, haben wir dreißig Prozent aller Augenoptiker um überhaupt die Vielzahl an Augenabdeckern auszubinden, die wir brauchen.
01:07:43: Um die Kunden zu versorgen ...
01:07:45: Das gibt alles!
01:07:46: Das ist herausfordernder.
01:07:48: Da bist du nicht nur in Hamburg, sondern auch irgendwie ... In München und Köln, da bist du auch in den Kleinstädten.
01:07:55: Die Menschen waren tausend Alternativen.
01:07:56: Es gibt ja Tausend andere Ausbildungsprobe.
01:07:58: Man muss ganz ehrlich jetzt gerade sagen, während Corona hoffen wir natürlich auch, dass wir als Gesellschaft diese Herausforderungen meistern.
01:08:04: Ist es nicht grad das Tolstern jeden Tag mit der Maske unterwegs zu sein?
01:08:07: Da hab ich volles Verständnis für.
01:08:09: Bevor wir alles gemacht haben bei uns bin ich einfach mal probeweise tagelang rumgelaufen.
01:08:15: selberbrillenverkauf der Niederlassung, das glaube ich zwischendurch schon mal anstrengend.
01:08:19: Das hat jetzt sozusagen die Jobs nicht nur bei uns sondern auch in der Gastronomie oder im Handel jetzt nicht gerade attraktiver gemacht.
01:08:26: Die ganzen Auflagen.
01:08:27: aber wir hoffen natürlich auch dass das irgendwann wieder abgeschwächt wird wenn die pandemische Lage das eben zulässt.
01:08:32: Das heißt da ist Personalbeschaffung in der Kante es kein Engpass.
01:08:36: also könnte man ja meinen
01:08:38: In der Niederlassung ist es durchaus eine Herausforderung.
01:08:40: Wir würden gerne mehr Arbeitsplätze schaffen, als Personalsuche verfügbar ist in der Augenoptik die Arbeitslosigkeit bei unter einem Prozent.
01:08:49: Es gibt de facto keine arbeitslosen Augenoptiker in Deutschland.
01:08:53: hier in den Zentralbereichen weil das war ja deine Frage haben wir jetzt eigentlich nicht gerade Probleme stellen zu besetzen?
01:08:59: Wir haben ein bisschen längere Laufzeiten natürlich genau in den Stellen wo viele Leute umworben werden.
01:09:03: also sagen wir mal Wenn du jetzt Engineers hast, vor allem auf irgendwelchen spezielleren Text-Dex oder so.
01:09:09: Oder wenn du da technische Positionen besetzen willst, das glaube ich ein bisschen herausfordernder zu besetzen.
01:09:17: Hamburg ist erstmal ein Vorteil!
01:09:18: Wir sind eine Brand die Leute kennen und bei uns entwickelt sich ziemlich viel.
01:09:21: Wir werden in diesem Jahr... Ich glaube, um fast drei Hundert Millionen Euro wachsen.
01:09:26: Zwei-stellige Wachstumsrate ... Wir sind international, wir gehen in die Länder und haben ein spannendes Problem mit dieser Digitalisierung dieses individualisierten Produktes.
01:09:38: Also ein echt spannendes Kundenproblem zu bauen.
01:09:41: Und ich glaub das führt schon dazu, dass wir den Luxus haben.
01:09:44: Dass wir ganz viele tolle Leute hier sind und auch ihren kommen wollen.
01:09:48: Marc eine Frage habe ich noch an dich.
01:09:52: Du zu uns in der Weise aber ihr scheit im Unternehmen davor die Siebpolizei zu haben.
01:09:57: Das richtig,
01:09:58: warum ist das so?
01:10:00: Naja ich glaube dass es so wie wir unseren Kunden begegnen das geht auch um so Sachen wie Dresscode und sowas.
01:10:04: Das heißt glaub ich Kunden jetzt in einer Niederlassung die natürlich sehr lebenserfahren sind wenn nicht die jetzt anfangen zu duzen wäre glaube ich ein bisschen schwierig für die ja.
01:10:12: Und wenn ich dann jetzt irgendwie, sagen wir mal einen zwanzigjährigen Kunden sieze am Anfang, weil ich noch nicht weiß ob er geduzt oder gesiezt werden will.
01:10:18: Dann findet der mich vielleicht ein bisschen spießig aber ich glaube so'n Augenoptiker ... äh da nimmst du lieber nen spießigen Augenoptiker, der das alles ordentlich macht und wenn der dann noch modisch gut beraten kann ist das glaub ich für dich okay?
01:10:27: Und dass es so der Ansatz untereinander, glaub ich, duzen sich hier sehr viele Mitarbeiter bei.
01:10:31: ich halte nicht so viel davon jetzt, dass Du als Maßnahme einzuführen Das muss, glaube ich mit der Kultur kommen und wenn sich dann Leute untereinahe dutzend ist völlig in Ordnung.
01:10:38: und ansonsten sag ich eigentlich immer Wir müssen uns ja auch weiter internationalisieren hier, jeder der mich mag nennen will kann gerne englisch mit mir reden und dann ist auch okay.
01:10:46: Okay aber das heißt du hast nicht den Impuls.
01:10:48: viele andere Unternehmen machen dass er wirklich so bewusst dass der CEO sagt hey bedutzt uns um halt auch da ein bisschen diesen New Work Geschwindigkeit Grenzen abbauen oder sagen wir Hürden abbauen und so daraus zu nehmen.
01:10:59: Wie gesagt im Senior Management sprechen wir eigentlich meistens Englisch vor allem wenn wir jetzt in größeren Runden sind und da bin ich dein Mark
01:11:08: Man hat das Gefühl irgendwie du bist schon sehr Perfekt unterwegs.
01:11:11: Wie bescheiden, tief im Detail.
01:11:14: hatte ich irgendwer gecoached dabei.
01:11:17: Ich meine bis jetzt nach wie vor sehr jung für den Job und die Aufgabe.
01:11:22: Also waren das dann deine Eltern am meisten.
01:11:24: oder hast du extern jemanden rangeholt der dir geholfen hat hier reinzufinden?
01:11:28: Wenn die Rolle auch reinzufinden?
01:11:30: Die Kunst ist zuzuhören.
01:11:32: Natürlich meine Eltern, aber ich hab viele spannende Mentoren während meiner Ausbildungszeit an der Uni gehabt und heute natürlich habe ich einen Coach.
01:11:39: Ich guck mir sehr viel an was andere Unternehmen machen.
01:11:42: wir haben während der Digitalisierung also als wir so angefangen hier haben hier zwei zwölf zwei drei zehn aber auch danach Haben wir uns ganz viele Unternehmen angeschaut, das ist zum Beispiel auch in deinem Podcast mit Tina Müller von Douglas völlig sehr treffend zum Ausdruck gebracht.
01:11:57: Das eine ist ja wirklich ein cooles Unternehmen.
01:11:59: Greenfield neu aufzuziehen und Unternehmen zu transformieren ist schon hart Und da gibt es glaube ich gar nicht so viele Beispiele.
01:12:05: die Beispiele die gibts die es gibt.
01:12:08: Die haben wir uns natürlich sehr genau angeschaut, da waren wir auch oft
01:12:11: ... Sag mal noch ein paar, die dich inspiriert haben?
01:12:13: Douglas haben wir gerade schon drüber gesprochen.
01:12:15: Ich find super spannend was Fissmann gemacht hat mit dem ganzen Thema Kulturwandel.
01:12:20: Das fand ich super spannend.
01:12:21: Sixth hat sich, finde ich, sehr erfolgreich digitalisiert.
01:12:25: Ich glaub, die Otto-Gruppe in Hamburg hat bewiesen, dass sie sozusagen vom klassischen Versandhandel jetzt wirklich einen E-Commerce und zunehmend ein Techunternehmen ist.
01:12:34: Das sind dann so ein paar Beispiele, auch
01:12:36: so ein bisschen, dass du mal dem Alex Hicks meine Nachricht schickst.
01:12:38: So dass ihr euch mal irgendwie abends im Essen trefft und aus einer ähnlichen Situation heraus euch austauscht?
01:12:42: Also natürlich guckt man sich Unternehmen sehr genau an und mit einem oder anderen tauscht man sich ja raus.
01:12:46: Okay okay
01:12:48: Also das ist so, aber ich glaube da lernt man halt.
01:12:50: also der psychologische Nachteil wenn du jemand bist, der das ordentlich machen will auch für die Mitarbeiter und so.
01:12:56: Wenn du dir dann viele solche Best Practices anguckst das macht dich dann schon ein bisschen rastlos.
01:13:01: insofern musst du das glaub ich in den Ballons bringen weil du musst dann auch die ganzen Sachen in die PS auf die Straße bringen und das übersetzen.
01:13:07: Der Schlüsselfaktor auf dem Weg dahin ist tatsächlich die Leute um dich rum.
01:13:11: Wenn du ein gutes Team hast und damit meine ich jetzt nicht nur unser Management oder die Führungskräfte, sondern alle zwanzigtausend Leute bei uns, dann kriegst du die PS auf die Straße.
01:13:19: Wenn ich die ganze Zeit rumlaufe und mir tolle Ideen angucke und sag wir sollten dies und das noch machen, dann führe ich mich nicht.
01:13:26: Sondern dann kippe ich eigentlich nur rein.
01:13:28: Meine Aufgabe muss ja sein, dass zu kanalisieren ... uns auf die zwei, drei Initiativen zu fokussieren.
01:13:32: Die wichtig sind wie eben das was ich meinte mit der Brillenoptik dass wir da die User Experience wirklich übergreifend mal definieren und dann musst du gute Leute finden die das auch umsetzen können.
01:13:41: Ich habe mal gelernt irgendwo gelesen, dass wenn man dann neu in so ein Job reinkommt, dass man dann schnell oder es dann häufig sieht aus die größten Fehler machen weil sie dann schnell beweisen wollen, dass sie den Job gerechtfertigt oder zurecht bekommen haben, dann versuchen das schnell zu bereiten.
01:13:58: Fehler machen und deswegen auch viele Anleger, so habe ich das gar nicht mehr mitbekommen.
01:14:02: Dass sich jetzt Anlegers immer vorsichtig sein sollen wenn irgendwo ein CEO wechselt kommt oder jemand sich beweisen will dann wird es meistens teuer für die Firma.
01:14:09: Da scheinst du jetzt ja auch keine großen Investments gemacht zu haben in dem Sinne die jetzt irgendwann scheitern können.
01:14:17: Ich glaube, das kannst du dir von zwei Seiten anschauen.
01:14:19: Du kannst auf der einen Seite kann ich dir zustimmen und kann sagen, dass ist der Vorteil vom Familienunternehmen zumindest so wie ich es verstehe mit jemanden, der auch langfristig Verantwortung übernimmt und sagt, ich möchte übrigens noch eine Weile bleiben und ich möchte, dass meine Familie auch in einer nächsten Generation Freude daran hat.
01:14:32: Das ist glaube ich das positive.
01:14:34: Das Konstruktive ist sicherlich auch, dass es natürlich hilft.
01:14:37: Also wenn du jetzt nur immer auf langfristig guckst irgendwann musst du halt auch delivern und irgendwann musst Du abliefern.
01:14:42: insofern finde ich die Mischung bei uns eigentlich sehr spannend und sehr schön.
01:14:45: wir sind zwar ein Familienunternehmen Ich kann sehr sehr langfristigt gucken Und muss mich jetzt nicht von Quartal zu Quartale hetzen lassen.
01:14:52: Gleichzeitig hilft der Kapitalmarkt aber dabei, weil wir sehr transparent kommunizieren müssen.
01:14:56: Ich muss immer wieder rechtfertigen und darlegen und sagen warum wir Dinge tun.
01:15:01: das hilft finde ich zumindest für mich bei der Strukturierung von Sachen.
01:15:05: Also ich muss erklären warum wir Dingen tun und erkläre sie damit mir dann auch selber.
01:15:10: insofern hat der Kapitarmarkt für uns eine sehr disziplinierende Wirkung und das find' ich eigentlich gut.
01:15:15: Glaubst du dass ... Spätestens wenn du eines Tages mal übergibst, dass dann viel man schon zehn Milliarden plus wert sein sollte?
01:15:24: Ich glaube ich würde den Erfolg nicht so sehr an den Milliarden und einem Umsatz messen.
01:15:28: Sondern ich würde dem Erfolg an den Kunden messen.
01:15:29: insofern fände ich jetzt statt den Stadien zehn Milliarden vielleicht eher fünfzeh oder hundert Millionen Kundenspander.
01:15:35: Okay aber das ist das Ziel
01:15:37: Wenn ich das solange mache.
01:15:38: also sozusagen werden wir jetzt von dreißig Jahren reden, dann darf das glaub ich ein Ziel sein.
01:15:42: Und jetzt wollen wir erstmal gucken, dass wir die thirty-fünf Millionen in paar jahren knappen.
01:15:47: Alles klar.
01:15:48: Marc, vielen Dank!
01:15:49: Danke dir, Philipp hat Spaß gemacht, danke!
01:15:51: So, wem dieses Gespräch mit Marc Vielmann gut gefallen hat?
01:15:54: Der wird auf jeden Fall vielleicht noch ein Gespräch besser finden und zwar mit Samuel Deichmann und mit dem Heinrich Deichman seinem Vater zusammen.
01:16:01: also die beiden Deichmans erzählen die Geschichte von und hinter Deich-Mann.
01:16:05: das ganze einfach googeln.
01:16:06: Urmer Podcast und Deich man ihr werdet diese Folge dann sofort finden.
01:16:10: dieser podcast wird produziert von Portstars
01:16:15: bei OMR.
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