Haben Business-Hemden eine Zukunft, Frank Seidensticker? (#948)
Shownotes
Immer weniger Männer tragen Oberhemden, trotzdem investiert Frank Seidensticker frisches Geld in den gleichnamigen Hemdenhersteller. Mehr als 100 Jahre gibt es das Bielefelder Unternehmen bereits, nach etlichen harten Jahren mit Umsatzrückgang und roten Zahlen sieht der Enkel des Gründers nun etliche Anzeichen für ein Comeback. Im OMR Podcast spricht er über Innovationen bei hellblauen und weißen Hemden, 20 Quadratmeter in einem Pariser Einkaufszentrum, auf denen Seidensticker inzwischen mehr als eine Million Euro Umsatz macht und erste Anzeichen dafür, dass speziell junge Menschen wieder mehr Wert auf Stil legen. Wird das Oberhemd wieder cool, wenn selbst Opa jetzt T-Shirt zum Sakko trägt?
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00:00:00: Die Firma Seidensticke und Frank Seiden-Sticker persönlich sind wahrscheinlich der typische deutsche Fall eines mittelständischen Traditionshauses.
00:00:08: In diesem Falle im Bereich Hemden, die kommen aus der Hemden oder Textilmetropole, der früheren Textil-Metropole was man glaube ich sagen Biele fällt.
00:00:17: Da ging es früher im Bereich Fashion richtig ab kann man sich heutzutage gleich mal richtig vorstellen.
00:00:21: aber das war so!
00:00:22: Und da war Seiden Sticker mitten drin diese Hemd mit der schwarzen Rose auf der Seite.
00:00:26: und nach jetzt über hundert Jahren ist die Firma durchaus unter Druck geraten.
00:00:30: Man konnte das vor kurzem im Manager-Magazin nachlesen, das klang schon richtig harsch!
00:00:35: Da wurde auch noch externe Investoren gesucht.
00:00:37: Am Ende ist es jetzt unter anderem die eigene CEO geworden investiert hat und die Familie hat nochmal selber investiert.
00:00:42: Warum?
00:00:43: Sie an ihre Firma glauben?
00:00:44: warum auch gerade junge Generationen und deren Fashion Interesse den Mut machen für die Zukunft wie ihnen eine nur zwanzig Quadratmeter große Shopfläche innerhalb eines Kaufhauses in Paris auch richtig mut macht für die weil sie richtig effizient sind und wieviel Umsatz die da machen.
00:01:00: Das kommt alles gleich im wirklich sehr offenen, ehrlichen Gespräch mit Frank Seidensticker.
00:01:05: auf geht's!
00:01:17: Hallo Frank!
00:01:18: Hallo lieber Philipp!
00:01:20: So also ich habe eine Traditionsmarke.
00:01:23: du bist aufgewachsen mit Seidensticker im Namen dem Betriebsgelände vor der Haustür so ungefähr?
00:01:30: Ja praktisch war es so.
00:01:31: Also ich hab´s mit der Muttermilch mehr oder weniger aufgesogen bekommen.
00:01:35: Mein Vater hat mich schon sehr, sehr früh mit auf Geschäftsreisen genommen.
00:01:38: International selbst nach Asien.
00:01:40: Da hat man Fertigungsbetriebe gesehen.
00:01:43: Man hat den eigenen Betrieb in Bielefeld sehen dürfen und täglich erleben dürfen.
00:01:48: Und das hat bei mir fast in Trinse schon das Interesse geweckt auch mal in die Bekleidungsbranche zu gehen.
00:01:53: Das
00:01:53: heißt du warst da mit thirzehundert oder vierzehn schon in China unterwegs?
00:01:57: Ja, sehr sehr früh!
00:01:58: Okay
00:01:59: okay.
00:01:59: Und ihr habt ihn gewohnt in Bilefeld auch und die Firma ist dann drei Schritte weiter so ungefähr.
00:02:04: Wir haben in Bielefeld gewohnt, zum Glück nicht nur drei Schritte weiter, immer schon ein bisschen weiter entfernt.
00:02:08: Aber in Bilefeld generell mit dem Unternehmen sehr früh verbunden gewesen.
00:02:13: Und du bist jetzt die vierte Generation?
00:02:15: Das ist die dritte Generation und das Unternehmen wurde von meinem Großvater, im Jahr zehnt neunzehn gegründet also knapp über einhundert Jahre und mein Cousin und ich gärt Oliver Seidnsticke und ich wir sind dann zwei tausend vier in die Geschäftsleitung mit eingetreten.
00:02:28: Okay!
00:02:29: Und am Anfang war es wahrscheinlich eine Boomphase und dann wird's schwieriger.
00:02:34: Es war tatsächlich eine Brummphase.
00:02:36: Das war mal der größte Hemdenanbieter mit Abstand in Deutschland und es ist eigentlich gewachsen.
00:02:42: das Unternehmen durch Diversifikation, durch Aufnahme und Gründung von neuen Labels und hat dann eine Umsatzgröße erreicht, allerdings später an Relevanz verloren.
00:02:53: Weil sich auch immer mehr durch Omni-Channel und solche Dinge Marke durchgesetzt hat.
00:02:58: Und das hat uns seinerzeit mal zum Anlass genommen als wir über eine Spiegel Outfit Studie gesehen haben der Bekanntheitsgrad sagte ein wenig ab Lack immer noch bei deutlich über fünfzig Prozent zu handeln alles Mal auf links zu krempeln.
00:03:12: Das Resultat war dass ich heute alles auf die Marke Seidensticker fokussiert wird.
00:03:20: Das sind Viavineto, Splendesto also Unterbegriffe für gewisse Schnittformen zum Beispiel.
00:03:26: Aber wo man merkt dass der Endkonsument heute sich eigentlich Sehen nach Orientierung und Klarheit war es auch schwer, so etwas in der Vielfalt zu kommunizieren.
00:03:38: Und da war ganz klar die Erkenntnis weniger ist mehr Fokus in dem Fall auf die Marke Seidensticker.
00:03:45: Das ist heute die eine große Säule bei uns im Unternehmen und die andere Säuble ist nach wie vor das klassische Drittkundengeschäft.
00:03:51: wir fertigen viel für internationale große Handelshäuser in USA in Spanien in Europa und gleichzeitig auch für einzelne Marken für Industriekunden, für Fluggesellschaften.
00:04:05: Also das Unternehmen ist sehr weit nach wie vor aufgefächert aber im Marktenbereich ausschließlich auch die Marke Seidensticker.
00:04:11: Würdest du sagen es war so ein strategischer Irrweg, auf dem man dann paar Jahre unterwegs war diese ganzen Labels zu gründen hätte man das machen, an denen wir nicht machen sollen und damals immer alles auf den Seidensticker?
00:04:19: Das war in dem Fall die zweite Generation meines Vaters, meines Onkels und das hat ja sehr gut auch Kaufmündchen sehr, sehr gut funktioniert.
00:04:29: Insofern war das seinerzeit eine richtige Entscheidung.
00:04:32: Es waren nur nach hinten raus nicht mehr zielführend, weil der Markt als solches sich verändert hat, weil wiederum auch die Handelshäuser ihre Eigenmarken gegründet hatten und das hat sich kaufmündlich dann immer weiter gerieben so dass es dann schlichtweg keine Relevanz hat.
00:04:46: Und ich glaube das ist sehr häufig die Frage die man sich stellen muss ob etwas zukünftig auch noch relevant haben wird.
00:04:52: Du hast ja diese ganze Industrie auch schon vor der eigenen Firma insofern erlebt ...gearbeitet hast, glaube ich bei Hugo Boss selber mal.
00:04:59: Ja richtig!
00:05:01: Und dann auch noch im Handel ne?
00:05:02: Ja, ich war ein Jahr danach noch bei Pick & Kloppenbock... ...bei Hugo Boss habe ich seinerzeit meine koffentische Ausbildung gemacht,... ...war für das Unternehmen Boss dann einen Einjahr in USA im Showroom dort im Vertrieb tätig.
00:05:14: War ein Jahr bei der Deutschen Bank und mittlerweile schon seit dreißig Jahren im eigenen älterlichen Unternehmen.
00:05:20: Bist du nur direkt als Geschäftsführer reinkommen?
00:05:22: Nein, nicht.
00:05:23: Ich musste erst auch gewisse Sporen verdienen und hat sich dann aber bewährt.
00:05:29: und wir hatten zwischenzeitlich auch Lizenzgeschäft, Camel Active große Lizenzen betrieben, Job- und Strelzon Und hab diese Bereiche auch geführt.
00:05:39: also insofern das Spektrum der Ausbildung im Unternehmen war eigentlich sehr vielschichtig und das hilft heute natürlich auch in der Beurteilung vieler Dinge.
00:05:48: Wie groß ist denn die Firma heutzutage?
00:05:49: Wir machen so ganz grob zwischen Hundertzehn, Hundertzwölf Millionen im Umsatz.
00:05:56: Und arbeiten jetzt auch wieder ertragreich seit einem Jahr.
00:06:01: Wir hatten die Situation, dass einer unserer ganz großen Mitbewerber, die Firma Eterna in Passau Insolvenz angemeldet hat Anfang des Jahres und haben wir strategisch sehr stark hineingearbeitet.
00:06:12: Insofern profitieren wir sehr stark davon und schieben ein sehr großes Auftragsvolumen im Wachstum für nächstes frühe Sommer vor uns her!
00:06:21: strategisch hinein gearbeitet heißt, ihr habt gesehen da ändert sich was die brechen weg und dann kann man sozusagen neue Kunden angehen oder deren Kunden übernehmen.
00:06:29: Das
00:06:29: waren in dem Fall Kernkompetenzen.
00:06:31: wo waren die stark?
00:06:34: das haben wir teilweise ergänzt und gleichzeitig sind wir kollektionsseitig ohnehin sehr sehr stark durch unsere sehr modern zeitgemäßen Kollektion unterwegs und wir merken ja generell dass Trageverhalten der Menschen ändert sich.
00:06:49: Eigentlich weniger Oberhemden, mehr T-Shirts diese Dinge.
00:06:53: aber selbst in der Produktgruppe Hemd wachsen wir kontinuierlich und das setzt sich jetzt bei uns überproportional nochmal durch diesen Effekt Eterner fort.
00:07:01: Weil
00:07:01: die einfach das Volumen von den ersten Marken rausgeht?
00:07:03: Das
00:07:03: geht aus dem Markt raus.
00:07:05: Das kann man natürlich nicht komplett kompensieren.
00:07:07: Meist verschwindet das und geht über in vertikale Strukturen und andere Wettbewerbsstrukturen.
00:07:14: Aber ich meine wir konnten da schon eine gute Portion.
00:07:16: Das war nicht.
00:07:18: Lackt zuletzt, mein ich um die Siebzig Millionen und dann aufgeteilt Großteil im Hemdenbereich und ein gewisser Anteil auch im Blusenbereich.
00:07:27: Okay bei euch ist irgendwie aber Kernprodukt?
00:07:29: Ist das Oberhemd für Männer?
00:07:30: Ist nach wie vor Kernprodukthemd.
00:07:32: ganz klar, dass es auch unsere DNA des Unternehmens... Mein Großvater hat mal den Satz geprägt alles was sich anfasste wurde zu hemden.
00:07:40: Das hat in gewisser Weise heute immer noch Gültigkeit wenngleich durch eigentlich die Stringenz der Markenführung, gerade die Endkonsumenten heute auch bereit sind über ein entsprechendes Leistungsversprechen und Vertrauen sich zu anderen Produktgruppen auch zu öffnen.
00:07:55: Also wir machen heute nicht nur Hemm, sondern wir machen diese ganzen Overjackets.
00:07:58: Wir sind extrem stark im Leinenhemmbereich T-Shirts, Sweatshirts, Pullover.
00:08:04: aber vom Umsatz Kern ist nach wie vor das Hemd und sogar das Business Hemd für uns Nummer eins.
00:08:09: Okay
00:08:10: man, das verkauft ihr dann?
00:08:11: Über ein Handel, dann White Label habe ich verstanden und in Teilen auch direkt?
00:08:16: In Teilen, auch direkt.
00:08:17: Also das war uns etwa fast ein Drittel aufgeteilt, in dem Fall über unsere eigene Handelstruktur, dass wir eigene Geschäfte haben.
00:08:25: Ein Drittel des Markenumsatzes geschieht über den e-Commerce und damit Abstand am stärksten unserer eigenen Seidensticker.com Und die Wholesale-Sparte, wenn gleich die Whoresale-Sparte jetzt auch noch mal deutlich zunehmen wird durch diesen Eterne Effekt.
00:08:41: Was
00:08:41: haben die bei Eterna wohl falsch gemacht?
00:08:43: Wir möchten eigentlich ungern über gewisse Mitbewerber sprechen aber damals vielleicht zum Schluss die Eigentümerstruktur Private Equity, die auch sehr viel irgendwie reingezogen hat und ich glaube generell in einem Bekleidungsmodeunternehmen ist es schon das Produkt von der Relevanz sehr, sehr wichtig.
00:09:03: Wenngleich auch mal kritisch auf uns bezogen wir auch mal vor zwanzig Jahren den Fehler gemacht haben dass wir uns zu sehr mit Mode auseinandergesetzt haben und dabei die Performance ein bisschen aus in Acht gelassen haben.
00:09:17: Insofern das Butter- und Brotgeschäft, die weißen Hemm, die blauen Hemmen und dass unser Mitbewerber in seiner Zeit Eterna und Olymp mehr überlassen haben, die sich dann auch in diesen Stammabteilungen der großen Handelshäuser breitgemacht haben.
00:09:31: Heute merken wir Kraft der Mark und wir haben sehr stark auch in die Marke marken DNA investiert, holen wir uns das sehr positiv Schritt für Schritt zurück.
00:09:40: Und merken dadurch ja auch dass wir insgesamt in der Gruppe als solch ist auch im Marktenbereich wachsen auch ohne diesen Eterne Effekt.
00:09:46: Und euer Rot-und-Butterprodukt ist halt das weiße Hemd also Hemm?
00:09:50: Im Hemmbereich Etwa achtzig, neunzig Prozent verkauft sich weiß, blö, grau, schwarz.
00:09:57: Alles andere ist bisschen shishie drumrum aber wichtig auch.
00:10:01: Also
00:10:01: ein creative director braucht man nicht?
00:10:03: Nein!
00:10:05: Es ist immer gut, ja Kreativdirektor haben wir logischerweise auch und wir haben auch eine sehr erfolgreiche in dem Fall.
00:10:11: Eine Submarke haben wir noch mit Studio, eine Contemporary-Kollektion die genderneutral gekauft werden kann wo wir Händler haben, die rein für DOB Damoberbekleidung Elemente daraus kaufen und welche rein für HK die Herren Bekleidungen kaufen.
00:10:29: Also insofern erbrauchen wir das schon, aber für uns wesentlich ist immer heute Performance.
00:10:34: Performance
00:10:35: heißt dann Abverkauf?
00:10:37: Ab Verkauf und in dem Fall die richtige Waren-Einsteuerung.
00:10:40: und tatsächlich den Bürgern, den Menschen auf den Körper zu schauen was tragen die... Wir sind internationale Gewohnheiten.
00:10:48: jetzt ist eine Marke Seinsticker, eine Marcke die einen hohen Exportanteil mit über vierzig Prozent hält.
00:10:54: Wir sind heute mit Abstand die stärkste Hinmarke in Frankreich.
00:10:58: immer mal genau schauen, wie sind die Tragewohnheiten.
00:11:01: Tragen
00:11:01: in die Franzosen andere Hemmen als die Deutschen?
00:11:03: Die tragen auf jeden Fall immer noch mehr Businesshemm.
00:11:05: Auch selbst in Skandinavien ist das auch der Fall.
00:11:09: In Deutschland überdreht das momentan ein wenig dass man merkt so diese Casualisierung, diese T-Shirts, die Chino Hose dazu und die Sneaker.
00:11:20: Das hat einen Punkt erreicht, der interessant ist weil es nicht nur älteren Generation angekommen ist, sondern auch selbst bei den Großeltern.
00:11:28: Also modern lebende Großeldern tragen heute auch ihre Sneakers und das nervt wiederum aber extrem die jüngere Bevölkerung denn ein junger Mann will definitiv kleidungsmäßig nicht so aussehen wie sein Vater vielleicht noch, aber definitiv nicht wie sein Großvater.
00:11:45: Und da merken wir den Switch also merkste Trend hinsichtlich Casualisierung, aber das löst ja immer auch ein Gegentrend aus.
00:11:53: Und wir arbeiten zum Beispiel auch sehr stark hier mit der Sarah Indy-Text Gruppe zusammen.
00:11:57: Da merken wir dass der Business Anteil in deren Orders wieder deutlich steigt weil gerade die jüngere Bevölkerung sich förmlich daran sehnt auch mal wieder etwas formeller und gut gekleidet aufzulaufen als das vor paar Jahren vielleicht noch der Fall war.
00:12:12: Also insofern
00:12:13: ist das eine Wellenbewegung, wenngleich dieser extrem hohe Anteil dass ein Banker einen Wirtschaftsprüfer immer zwingend mit einem Hemd gekleidet sein muss auch am Arbeitsplatz.
00:12:24: Auch durch diese Anteiligkeiten Homeoffice ja da hat sich definitiv was verschoben.
00:12:29: Das wird in dem Volumen nicht mehr zurückkommen aber für uns geht es dabei eigentlich Umsatzanteile, Marktdurchdringung und Wettbewerb in begleitende Position einzunehmen.
00:12:40: Dass wir von dem Gesamtkuchen mehr für uns vereinnahmen.
00:12:42: Also
00:12:43: nicht das Hemd selber?
00:12:44: Das weiße Hemd ist ein anderer Schnitt oder kann man das eigentlich... Ähm, sozusagen gibt's da auch, wie sagt man so Saison-Seasons oder wird es jetzt ändert?
00:12:53: Oder ist das eigentlich das ganze Jahr oder jahrelang das gleiche.
00:12:55: Weil es ist ja in der Mode immer so du kannst deine Kollektion teilweise wegwerfen weil dann kommt schon wieder die nächste und es sind andere Farben innen und es haben andere Styles innen.
00:13:01: aber wenn man das weiße Hemd verkauft, dann ist man da aus dem Nummer raus und hat man vielleicht dauerhaft irgendwie ein Produkt dass man auf Lager halten kann sich über Jahre...
00:13:08: Also das weißer Hemd als solches ändert sich eigentlich in der Qualität auch sehr, sehr stark.
00:13:14: Weil wir arbeiten sehr eng mit unseren Vorstufen und den Weber-Reihen zusammen – das gelingt uns sehr gut weil wir eigene Produktionsbetriebe in Asien haben und insofern immer Zugriff auf die Weber-Rhein, dass wir gemeinsam Gewebe entwickeln, die vom Tragekomfort heute deutlich angenehmer sind.
00:13:31: Wo man mich immer so drin schwitzt.
00:13:33: Die sind dreidimensional in Bewegung der Gane also insofern dass das die auch die Bewegungen des Körpers deutlich mal mitgehen sodass man sich nicht in einem Hemd wie teilweise noch vor zehn Jahren, fünfzehn Jahre sehr stark eingeengt fühlte sondern in dem Fall auch wirklich sowas gerne trägt.
00:13:51: Und habe ich es gerade richtig verstanden?
00:13:52: Ihr verkauft auch relativ viel an Sarah.
00:13:55: In dem Fall ja, das ist so eine Kundenbeziehung.
00:13:57: die pflegen wir seit über zwanzig Jahren.
00:13:59: Ist seinerzeit mal witzigerweise durch mein Cousin einer Bar in Hongkong entstanden als der dortige Einkäufer dort war und daraus ist eine fantastische Geschäftsbeziehungen entstehen.
00:14:09: Die sind ja so massiv groß man sich vorstellt wenn man an die Hände verkaufen kann dann müsste das alleine hundert Millionen Platz ausmachen.
00:14:16: Das ist schon ein stattliches Volumen, wenngleich Sarah die Umsatzanteile bei denen liegen sehr stark in der DOB da am Oberbekleidung.
00:14:25: Im klassischen HAKER-Bereich weniger aber die Orders sind sehr sehr stattlich.
00:14:30: Wer ist denn generell also jetzt mein größter Kunde?
00:14:33: Ist das eine Zerlande oder eine Otto noch?
00:14:38: Also das waren bis vor paar Jahren Großfilialisten eigentlich in Deutschland und zum Beispiel Peck und Kloppenburg.
00:14:46: Wir haben das mittlerweile um da auch aus Gewissen, ja nicht möchten ich sagen Abhängigkeiten aber Anteilen die zu reduzieren herausgekommen dass wir unser Kundsprektum deutlich breiter gestreut haben.
00:15:00: dadurch sind wir Ökonomisch nicht in dem Fall so angreifbar.
00:15:06: Wir haben immer wieder Wellenbewegungen, nichts zwingt in der Marke aber zum Beispiel im Private Label-Geschäft.
00:15:11: wir verkaufen Exasien sehr stark an US Großhandelshäuser und als die Trumpische Zollpolitik zum Beispiel Anfang letzten Jahres kamen, haben die großen Händler mal für diverse Monate Orders ausgesetzt weil sie sofort insichert waren hinsichtlich der Zollthematik.
00:15:30: was passierte überhaupt?
00:15:32: dann hast du gleich Negativbewegung.
00:15:34: Und da hilft es uns heute, dass wir zum einen international bereit aufgestellt sind über die entsprechenden Länderstrukturen und in der Marke eigentlich auch ein breites Portfolio haben.
00:15:44: Aber habt
00:15:44: ihr auch aktiv Aufträge abgesagt?
00:15:47: Das wäre zu einseitig!
00:15:48: Wir können so viel nicht liefern...
00:15:50: Nein, wir sind erst mal froh, dass unsere Produktionsstätten zwei in Vietnam und zwei in Indonesien, die bis Oberkante komplett ausgelastet sind.
00:16:00: Und Zapfen sogar rechts- und links noch weitere Kapazitäten an, weil wir jetzt momentan durch diesen Eterne Effekt überproportional wachsen und uns da tatsächlich positiv entwickeln.
00:16:11: Aber grundsätzlich ist es immer erst unser Ziel unserer eigenen Produktionsstatten zu füllen, weil dort natürlich immer komplett her der eigenen Qualität sind alles selbstbestimmen können, die Vorstufe selbst bestimmen können.
00:16:23: Die Meterware wo sie herkommt und insofern ist das für uns ein ganz wichtiger Steuerungsmechanismus.
00:16:28: Aber ihr hattet jetzt ja auch ein paar harte Jahre?
00:16:32: Wir hatten
00:16:32: viele harte jahre hinter uns.
00:16:36: der brutalste Einschnitt den es eigentlich gab jetzt in der Historie.
00:16:39: Das war einmal der Wegfall dieser Camel Active Lizenz.
00:16:44: Klamottenmarke, die es auch gibt.
00:16:46: Ganz
00:16:46: genau richtig und dort haben wir in dem Fall die Marke als solches geführt und parallel die Produktgruppen Hemdstrick und Wirk geführt.
00:16:56: Und das ist dann in einer Master-Lizenz zusammengeführt worden wo wir für uns dann keinen Vorteil mehr drin saßen denn wir kommen eigentlich von der DNA über das Oberteil und wir sind nicht in der Lage Blousons oder Hosen oder derartige Dinge zu machen.
00:17:11: Die ist dann rausgefallen mit einem Umsatz von über fünfzig Millionen.
00:17:15: Fünfzig Millionen?
00:17:16: Ja, das waren harte Einschnitte.
00:17:18: Das war dann leider bei uns auch immer verbunden mit einem Sozialplan und ich meine wir kennen aus der Historie heraus viele, viele Sozialpläne.
00:17:26: denn das Unternehmen hat ja mal vorrangig zu Gründerzeiten in der zweiten Generation auch noch in Deutschland vorrangigt im Bielefeld produziert.
00:17:36: und als die Lohnsteigerung gerade in den Sechzigerjahren waren, begann eigentlich erst die Verlagerung innerhalb Europas und dann irgendwann auch nach Asien.
00:17:48: Asien zu einem Zeitpunkt als dann die Containerschifffahrt aufkam und man in der Lage war trocken Ware von A nach B in dem Fall nach Deutschland
00:17:58: umbauten entlassung extrem viel
00:18:00: ja und das schmerzt natürlich immer im herzen wenn man so etwas machen muss.
00:18:04: nur es ging natürlich jedes mal darum eigentlich den fortbestand des unternehmens.
00:18:09: Zu sichern.
00:18:11: war das sodass dass die euch gesagt haben zu wenn ihr das nicht bezahlt dann bekommt die Lizenz nicht mehr.
00:18:16: oder habt ihr das angeschaut und sagt okay also, Das macht eigentlich keinen Sinn, weil wir kündigen die Lizenz auch.
00:18:21: Ja das letztere eigentlich insofern ja die stand wieder zur Disposition die Lizenz also sie hatten Endlaufdatum und dann haben wir für uns irgendwann erkannt nein es macht irgendwo keinen Sinn mehr und der größte Einschnitt der natürlich kam war dann in dem Fall durch Corona.
00:18:38: Aber da hat man wiederum toll die Agilität in dem Unternehmen gesehen.
00:18:42: Wir hatten große Fabrikationsstätten und auf der anderen Seite von heute auf morgen keine Möglichkeit, Händen mehr zu verkaufen.
00:18:49: Jedes Geschäft in Deutschland war ja geschlossen.
00:18:52: Die Menschen, die berufstätig waren gegen ins Homeoffice, haben ganz sicher keine Hemden getragen.
00:18:59: Ja, haben wir es geschafft, binnen drei Wochen unsere gesamte Produktion zum Beispiel auf Stoffmasken umzustellen.
00:19:05: Also wir haben die Hemmstoffe genommen und daraus diese Stoff-Masken produziert, Millionenfach...
00:19:11: An Herrn Spahn verkauft?
00:19:12: Nein, an Herrn Spah nicht!
00:19:14: Sonst an Universitäten auch Lebensmittelstrukturen sehr breit, das auch europaweit.
00:19:22: Das hat bis zu einem Punkt funktioniert, als dann ich glaub Herr Söder war es.
00:19:26: Als er sagte jetzt nur noch FFP zwei Masken was ja auch richtig war aber das hat uns gerettet da hat uns ausschließlich die Agilität gerettelt.
00:19:34: dass wir's geschafft haben bin dieser paar Wochen das umzuswitschen und das war eigentlich so der letzte irgendwo große Effekt darin.
00:19:43: und dann sagt ich schon mal wir die Marke vom Bekanntheitsgrad angekratzt gesehen haben und dort sehr stark, sehr progressiv reingearbeitet haben.
00:19:52: So dass die Marcke heute sehr modern, sehr stilsicher da steht.
00:19:57: und da tragen wie heute die Früchte Und das merken wir jetzt in diesem Prozess, gerade auch durch Eterne ausgelöst überproportional und leiten da diese Wachstumsphase für uns ein.
00:20:09: Sagen Sie mal wer macht jetzt Kimmel heute?
00:20:11: Also wenn die Lizenz weg war ist sie aus dem Markt verschwunden oder...
00:20:13: Das ist ein Unternehmen, die Böltel, die früher auch schon immer die sonstigen Teile, in dem Fall Jackenhosen geführt haben und die führen heute in Gänze die Marke.
00:20:24: Okay und was ist ja fast die halbe Firma?
00:20:27: Wenn man heute guckt ihr macht hundert
00:20:28: Ja, das war ein hoher Anteil.
00:20:31: Und
00:20:31: jetzt die halbe Firma freizugeben und sagen wir verzichten auf diese Lizenz hier und dann muss man es erst mal ersetzen und irgendwie kompensieren können?
00:20:41: Das waren natürlich harte Einschnitte aber für uns sind sie immer gemeinsam in der Firma gegangen.
00:20:48: Immer in der Perspektive... wieder zu wachsen und das hat auch funktioniert.
00:20:54: Und auch immer mit einer sehr stabilen Mannschaft funktionieren.
00:20:57: Wie
00:20:57: viele Leute seid ihr aktuell?
00:20:58: Wir sind im Bielefeld jetzt knapp einhundertfünfzig, und weltweit sind wir knapp zweitausend Mitarbeiter also im Wesentlichen in den Produktionsstätten.
00:21:10: Also schwierige Phase.
00:21:11: und dann sagst du jetzt refokussiere auf die Marke.
00:21:14: ich hätte es schon immer wieder mit Fashion Persönlichkeiten gesprochen, Unternehmern zuletzt Daniel Grider, Hugo Boss kennt es ja wahrscheinlich auch.
00:21:21: Ja klar!
00:21:22: Wenn man das so sich anhört dann ist er schon echt irgendwie tricky und man muss sich viele Gedanken machen auf gute Ideen kommen und auch viel Geld in die Hand nehmen, Risiko gehen um eine Marke relevant zu machen.
00:21:31: Ich meine bei Boss haben sie sehr gut hinbekommen mit verschiedensten Ideen und natürlich einen richtigen Wintel-Einsatz.
00:21:38: ich steh mir vor ihr habt ja nicht dieselben Mittel.
00:21:40: also weil man jetzt hundertzehn, zwanzig Minuten Umsatz macht.
00:21:44: Was für ein Marketingbudget im Jahr voll zehn Prozent?
00:21:46: Ja, das liegt schon in der Marke auch knapp bei zehn Prozent.
00:21:50: Aber das ist dann natürlich ein ganz anderer Anteil als jetzt bei solchen internationalen Marken.
00:21:55: aber was sich bei uns im Bewusstsein sehr positiv herausgestellt hat dass wir nicht nur rein Richtung Brand Marketing, also Awareness oder Performance Marketing gehen.
00:22:08: Sondern vor allem das Culture Marketing heute richtig leben in meinem Rahmen der Budgets.
00:22:13: Also sprich dass wir Events um die Marke herum gestalten wo in dem Fall Influencer zusammenkommen.
00:22:19: so was hat mir mal im Borchards das haben wir in Düsseldorf Und das strahlt sehr, sehr positiv kulturell auf die Marke ab und das merkte ja grundsätzlich.
00:22:29: Die Begehrlichkeit auch eine neue Community zu erreichen, ne neue Zielgruppe, auch ne jüngere Zielgruppen informiertere, ne kosmopolitanere... Das ist heutzutage sehr wichtig und dadurch merken wir eigentlich auch wie die Marke im Außenverhältnis wahrgenommen wird, denn die strahlt heute tatsächlich sehr modern zeitgemäß ab.
00:22:51: Aber das heißt ihr macht jetzt nicht so viel Paint sondern mehr... Organische Events, lautet zu Leuten ein und dann sorgen diese Events für Social Media Post.
00:23:01: Zusätzlich haben wir einzelne Kooperation allerdings mehr in der Damenoberbekleidung mit einzelnen Influencern.
00:23:09: Das funktioniert auch gut weil die Marken natürlich immer nach außen tragen.
00:23:15: Wir stellen immer wieder fest dass viele überrascht sind wie modern die Marke als solches heute im Erscheinungsbild auftritt.
00:23:25: Macht
00:23:25: man sich keine so, das gibt ja auch eine ganze Reihe von Herren oder Männer-Fashioninfluencer.
00:23:29: Ich hatte mal den Ben Bernschneider hier oder ich glaube Joe Laschet.
00:23:32: Ja.
00:23:32: Es sind ja so prominente Beispiele macht er sowas gar nicht?
00:23:36: Werden wir jetzt in Zukunft angehen hingen bei uns aber auch damit zusammen wie eben auch beschrieben dass wir nicht teilweise die finanziellen Mittel hatten um so etwas zu machen.
00:23:48: Jetzt wo wir Das Wachstum vor uns her schieben und, möchte man sagen auch ein wenig davon die Früchte tragen wird sich das Kaufmensch natürlich auch an ganz anderes Darstellen in Zukunft.
00:24:00: Dann können wir auch das machen, weil wir ja merken dass Seidensticke eigentlich so ein bisschen schlafender Riese ist oder war und man jetzt die Möglichkeit hat auch richtig mal irgendwo Gas zu geben.
00:24:12: Denn das Vertrauen in die Marke der Bekanntheitsgrad ist heute immer noch einmalig.
00:24:17: unser Einsticker steht dafür Qualität also die grundsätzlichen Voraussetzungen sind ja gegeben.
00:24:21: Wir müssen jetzt sehen dass wir da von unserer Seite deutlich mehr Space drauf bekommen.
00:24:25: Über die Jahre auch im Vertrauen ... privat Geld reingeschossen in den Jahren, wo die Firma Geld verloren hat.
00:24:32: Habt ihr da zumindest was zu gelesen?
00:24:33: Ja
00:24:33: immer wieder!
00:24:34: Als Familie dann immer, okay das ist ein Millionenloch... Da ist ein Millionloch, schließen wir nochmal.
00:24:40: Also habt ihr nicht größte Ordnung achtstellige Summen rein investiert im letzten Jahr.
00:24:44: Das war schon sehr ordentlich.
00:24:46: auch jetzt gerade zuletzt hatten wir solch einen Prozess hinter uns.
00:24:51: Wir hatten ein Prozess auch bewusst aktiv eingeleitet, um eigentlich mal einen strategischen Partner mit an Bord zu holen.
00:24:59: Um gerade solche Dinge voranzutreiben im Bereich Marketing mehr Spending zu haben und auch beschaffungseitig andere Dinge bündeln zu können.
00:25:11: da hat man gemerkt schon die Akzeptanz Auf Investorenseite gegenüber der Gesamtbranche, Bekleidung ist sehr überschaubar.
00:25:21: Heute stark als Old Economy angesehen wird weil viele Unruhen im Handel bestehen und das nicht so als Wachstumstreiber angesehen werden.
00:25:31: Wir haben für uns mit unseren Bankenkreis eine Lösung gefunden dass wir in dem Fall die Gesellschaft nochmal richtig in das Unternehmen reinvestieren und haben für uns zusätzlich einen Punkt, dass unsere CEO der Marke Seidensticker, die Sylvia Benzinger selbst monetär und damit dann auch mit Gesellschafteanteilen in das Unternehm einsteigt.
00:25:57: Aber im Summe das Unternehmen nach wie vor in dem Fall als Familienunternehmen den Charakter hat dadurch, dass wir Mehrheitsanteile halten
00:26:07: Wenn du jetzt oder ihr da mehrfach Millionen reinschießt und auch die Silvia, also die langjährige COD jetzt zu zahlen, dann eigenes Geld in die Hand genommen hat offensichtlich.
00:26:17: Was macht euch so zuversichtlich?
00:26:18: Also wenn klar die Eterne Insolvenz ist ein, das ist ja auf der einen Seite eine Chance.
00:26:22: Auf der anderen Seite ist es vielleicht ein Hinweis okay, da den Marktbegleiter schafft's nicht mehr und ihr geht all-in oder nicht all aber ihr macht noch mal richtig Gas.
00:26:30: Wo kommt dieses diese langfristige Zuversicht her?
00:26:34: Die kommt daher dass wir Wie wir meinen sehr viele Hausaufgaben in den letzten Jahren einfach gemacht haben, dass das wir viel restrukturiert haben.
00:26:44: Heute schlank aufgestellt sind und insofern eine zukunftsweise eine Struktur haben.
00:26:50: die Marke als solches steht gesund im Erscheinungsbild da und durch die Kombination bei uns Heritage, also Familienunternehmen über einhundert Jahre alt mit der Kreativität in Bielefeld.
00:27:04: Mit eigenen Produktionsstätten in Asien eine extrem hohen Bekanntheitsgrad der Marke plus die Modernität was dahinter steht wiederum auch sehr interessant sind für große Handelshäuser weltweit mit uns zusammenarbeiten merken wir dass stark wachsen können und diesen fahrt auch entsprechend einschlagen, ohne dass wir von hinten groß Ballast am rucksack tragen.
00:27:31: Wo glaubst du kommt man hin?
00:27:31: Also wenn man jetzt sagt aktuell über hunderte, kommt man da auf fünfhundert oder Millionen?
00:27:37: Da sind wir jetzt doch deutlich mal irgendwie bescheidener.
00:27:41: aber der nächste schritt werden insofern schon perspektivisch die die zweihundert anzugehen und ich glaube das wird auch möglich sein.
00:27:48: Es könnte
00:27:49: ja Fabriken auch leisten vom Output her.
00:27:52: Die muss man dann in dem Fall ausbauen.
00:27:54: Zum Beispiel in Vietnam ist das nicht so leicht, weil die Ressource Mensch dort allein durch diese Ein-Kind-Politik ähnlich wie sie ja auch in den China war, nicht so gegeben ist und viele Menschen, die dort arbeiten ... bestrebt sind, eigentlich von Branchen weiterzuwandern.
00:28:12: Also von Bekleidung dann in Feine-Elektronik so ähnlich wie man das vor vielen Jahren auch mal in Ländern wie Taiwan oder Korea auch schon gesehen hat.
00:28:19: Also
00:28:20: ein bisschen da oben zu machen?
00:28:21: Ja, Entwicklung
00:28:22: oben.
00:28:22: also da geht es eher um Produktivität, da geht's um moderne Ausstattung der Betriebsstätten gibt´s zum Beispiel so Converter wo heute die Ware, die Zuschnittsteile, dass beim Hemd immerhin achtzig Einzelteile, die in dem Fall zu der Nähkraft automatisch geleitet werden, ohne dass man sich das über Fließbandtechnik oder einzelnen abholen müsste.
00:28:44: Also die Produktivitätsschritte sind dort überall gegeben wo es leichter ist.
00:28:48: Das in Ländern wie Indonesien und ja es wird dann möglicherweise über zukünftige Kapazitätsausweitung geben.
00:28:55: Okay
00:28:56: also du bist optimistisch, dass man auch so zweieinhalb Millionen in den nächsten zwei drei Jahren langsam
00:29:03: Langsam, langsam.
00:29:04: Also da trifft uns immer ein bisschen die Demut.
00:29:07: Da gehen wir auch nicht im Außenverhältnis so euphorisch raus sondern uns hat es eigentlich gut getan wenn wir organisch gut gewachsen sind und das für uns organisatorisch wirklich auch händeln konnten.
00:29:20: Und in das Wachstum kommt dann aus dem Handel oder aus der... Es kommt
00:29:23: in dem Fall vorrangig, also wir haben jetzt noch in diesem Jahr zum Beispiel acht eigene Geschäfte eröffnet.
00:29:30: Acht Stück!
00:29:30: Ja drei davon in Frankreich und ich sagte ja eben schon mal in Frankreis sind wir die Hemmmarke Top Nummer eins.
00:29:36: Dort rechnet sich das auch alles sehr, sehr gut.
00:29:41: Sehr stark sehen wir eigentlich das Wachstum nach wie vor über den eigenen e-Commerce am stärksten und nicht auch über sidensticker.com oder unsere eigene Domäne.
00:29:49: Und ja jetzt durch diesen Eterner Effekt im Wholesale weil es immer noch so gewisse weiße Flecken gab die nie drei Hemdmarken olymp, eterna Seinschicker gekauft haben sondern wirklich nur zwei.
00:30:03: dann war Seinsticker mal nicht dabei und da sind wir eigentlich überall reingerutscht.
00:30:06: Und wir merken momentan auch like for like dass wir wachsen obwohl und da muss man ja auch immer aufpassen das Konsumverhalten generell in Deutschland speziell schlimm ist.
00:30:18: Also sehr, sehr zurückhaltend.
00:30:20: Und das merken wir selbst in unseren eigenen Geschäften oder Handelsbadenen.
00:30:24: Das ist schon in der Schweiz, in Österreich und Niederlande.
00:30:28: Obwohl die auch wirtschaftlich ihre Themen haben, ist das schon anders.
00:30:32: Positiver!
00:30:33: Wie geht es denn olymp?
00:30:35: Olymp geht es, meine ich gut.
00:30:37: Sie sind auch so in eurer Größe auch noch ne?
00:30:39: Nein, sie sind deutlich größer.
00:30:41: Die sind gerade in der Phase auch groß geworden als wir eigentlich unser Kerngeschäft Das Butter- und Brotgeschäft, die weißen Blauen Hemm vernachlässigt haben.
00:30:52: Und uns mehr um Mode und diese Dinge gekümmert hatten.
00:30:56: Da sind sie ganz klar an uns vorbeigeschossen.
00:30:58: Heute merken wir trotzdem Kraft der Marke und der Reputation.
00:31:03: holen wir uns das schrittweise auch wieder zurück.
00:31:06: Ich meine das ist ja für euch auch ein bisschen ärgerlich, dass man generell die Marke jetzt nicht so auf den Klamotten sieht.
00:31:13: Als Boss da investiert und dann haben sie auch auf den Sachen einen schönen Boss drauf.
00:31:16: Häufig auch groß und das war eine Phase wo da große Labels in waren oder generell bei Hemden, so bei einer Oberbekleidung kann man ja schlecht großes Seilensticker drauf schreiben!
00:31:27: Ja, wir haben insofern schon die Ikonisierung der Marke.
00:31:29: Das ist bei uns die schwarze Rose und die haben wir entweder bei den weißen Hemden oder vielen weißen Hemen hier vorne auf dem linken Vorderteil sichtbar und bei jedem Hemd ist sie dann in dem Fall hier am Dachschlitz gesetzt.
00:31:42: also Insofern das hat schon einen sehr, sehr hohen Wiedererkennungswert Und das haben wir über Markenforschung selbst gesehen dass die Schwarze rose immer ein höherem Bekanntheitsgrad hatte als zum Beispiel die gesamte Marke Eterner.
00:31:57: Also die Kombination mit Seidensticker, Seidensticker ohne Handy bekannt ist der Hemdenmarke.
00:32:02: Das ist schon ein Asset und das pflegen wir auch.
00:32:05: Aber diese schwarze Rose eigentlich müssen wir noch mehr daraus machen, die irgendwie anders inszenieren vielleicht?
00:32:11: Das sind solche Dinge oder Überlegungen, mit denen wir für uns auch in Zukunft sicherlich spielen werden.
00:32:17: Das war immer ein wenig der Situation geschuldet der Spendingmöglichkeiten, welche finanziellen Möglichkeiten hatte man einfach?
00:32:24: Aber das sind ja auch solche Beispiele, wo man jetzt monitär eigentlich nicht viel in die Hand nehmen muss.
00:32:30: Sondern eigentlich die Ideen spielen lassen kann und damit es als über Farbe oder sonstige Dinge und Kooperation entsprechend raustragen kann.
00:32:38: Ich meine ihr habt's ja nicht viel mehr Cash in dem Fall an.
00:32:40: Also ihr habt die Firma jetzt sozusagen ... Die Dame durften sich einkaufen.
00:32:45: Ihr habt sie nochmal nachgeschossen aber es ist ja nicht die Cashmittel zugeflossen, die man sich aus einem Private Equity Deal erhofft hätte.
00:32:51: Insofern ist der Marketing wahrscheinlich jetzt nach wie vor das noch behutsam machen.
00:32:54: Das wird nicht durch die Decke gehen, nein aber die Tools die wir dort heute nutzen.
00:33:00: ich glaube wenn wir das für uns weiter ausreizen dann wird es auch weiterhin in die positive Richtung gehen.
00:33:06: am stärksten kommt bei uns durch die Stärke der Kollektionierung die die Kollektionen sind seit geraumer Zeit auf den Punkt.
00:33:14: Und auf dem Punkt insofern die Themen, die Farbthemen wie wir sagen dazu auch die Architektur der Kollektion.
00:33:23: Dass du Themenwelten aufbaust, die auf in dem Fall diesen Never Out of Stock Programm, diesen weißen blauen Hemd dann auch thematisch adäquat aufbauen und die eingesetzten Qualitäten da haben wir natürlich schon einen großen Vorteil durch unsere Nähe wirklich zu den großen Weber-Reihen der Welt.
00:33:40: Und ist es denn nicht dennoch so, dass man als auch sich da von der Zeit einstellen muss wo die P&C's oder die großen stationären Händler.
00:33:49: Wo die auch so viel Probleme bekommen das sie vielleicht davon noch ein paar verschwinden könnten hört mir immer wieder und das dann auf euch ja dann auch mit sich auswirkt?
00:33:57: Ja das sind ja mal die Schwankungen die wir auch unterlegen sind sowohl in der Marke als auch im Private Label.
00:34:03: Wir hatten das vor einigen Jahren mit Pick & Cloppenburg die Insolvenz gegangen waren Ja, immer wieder leider vorkehrenden Insolvenzen von Karstadt Galeria.
00:34:16: Da ist viel in Bewegung da wird auch viel in Bewegung bleiben.
00:34:19: darum ist es für uns so wichtig und zum einen nicht von einzelnen sehr großen Kunden zu abhängig zu machen dass das nach Möglichkeit breit gestreut ist und das sowohl in der Marke als auch im Private Label in die breite Welt hinein, dass man da auch adäquat abgefedert ist.
00:34:37: Hat es in der Vergangenheit auch mal so einen Moment gegeben wo dann eine Inservenznachricht reinkam und du dachtest scheiße!
00:34:42: Die schulden uns noch zwei Millionen und die muss ich jetzt wieder abschreiben?
00:34:47: Ja natürlich das hat's alles schon gegeben Denn ab gewissen Zeitpunkt greifen dann möglicherweise auch nicht mehr Kreditversicherung und da musst du dann sehen, wie das adäquat ausbalanciert wird.
00:35:01: Mit manchen großen Händlern haben wir Systeme, das nennt sich Pay When Sold eigentlich dass der Waren der Eigentumsübertritt erst geschieht wenn es übers Kassensystem läuft.
00:35:12: davor bleiben wir noch in Eigentum.
00:35:16: Wenn ein großer Händler dann teilweise Insolvenz anmeldet, können wir die Ware abholen und verschwindet nicht in der Insolvensmasse.
00:35:24: Trotzdem nervig aufwendig und es geht ja auch immer um Touchpoints im Handel, die im Zweifelsfall verschwinden.
00:35:34: Ich meine, E-Kummer ist brutal und kämpft.
00:35:36: also wenn man so die Kanäle durchgeht... Wachstum stelle ich mir auch nicht so einfach vor, wenn man da jetzt gegen die Zellandos der Welt ankämpfen muss.
00:35:44: Die ja auch auf derselbe Keyword oder denselben Nutzer bieten und dem auch ein Hemd und Flett und nicht nur Eures sondern noch eine ganze Auswandhemden verkaufen wollen können.
00:35:52: Das ist schon also mir gar nicht super klar dass man da schnell wachsen kann ohne größere Mittel.
00:36:01: Das geht insofern auch über die Performance der Seite?
00:36:06: Wie man sie aufbaut, wie viel Emotionalität und Zusatznutzen Erklärung.
00:36:11: Und die Dinger mit reinbringt.
00:36:13: Auf der seidensticker.com spiegelt sich nun mal die gesamte Seidenstickerwelt ab.
00:36:18: Diese Community wächst für uns kontinuierlich.
00:36:23: Da baust du natürlich auch so eine gewisse Fangemeinde und die Dinge auf und bietet einen Mehrwert.
00:36:32: Wir arbeiten ja auch im Marktplatzgeschäft, auch mit Salandos und denen auch irgendwo zusammen.
00:36:36: Das funktioniert ja in der Regel auch gut.
00:36:39: Wie für uns müssen wir mal sehen dass die Preisstringenz nach Möglichkeit erhalten bleibt.
00:36:45: Und generell sehen wir natürlich den Trend das schon sehr stark.
00:36:50: auch die normalen Business Hemm generell in den E-Commerce wandern weil wenn du einmal da eine Hemengröße kennst dann ist das natürlich schon von großem Vorteil für jeden.
00:37:01: Und bei uns auf der eigenen Seite ist natürlich, und ich glaube da haben wir wiederum immer gegenüber den Handelsmarken wieder einen großen Vorteil.
00:37:09: Es ist unsere eigene Marke... ...und die Wertschöpfung bleibt bei uns komplett erhalten.
00:37:15: Dadurch dass sie eigene Produktionstätten haben beginnt die Wertsschöpfung ja schon dort.. ..und endet dann erst einig an dem Ticketing an den Endkonsumenten.
00:37:24: Das
00:37:24: heißt immer eine selbstproduzierende deutsche Wurde oder Hemdenfirma?
00:37:31: gut steuert, dann kann die auch zwanzig-fünfundzwanzig Marge abliefern.
00:37:36: Rein theoretisch für einen sozusagen begrenzten Produktteil wenn man das organisch schlank hält?
00:37:45: Ja geht das
00:37:46: natürlich.
00:37:46: Das wäre ein schon erhebliches Geld.
00:37:48: also okay.
00:37:51: Es ist ja noch viel mehr dadurch durch die Wholesale Strukturen, durch die Exportstrukturen... Sagt ja eben, dass das bei uns allein im Bielefeld gab.
00:38:02: Hundertfünfzig Menschen mit Arbeiten beschäftigt sind und Das geht ja über die unterschiedlichsten Strukturen also die die.
00:38:11: die Kostensituation ist natürlich da
00:38:14: Und ich meine auch eigene Läden ist ja schon auch dann echt eine Ansage.
00:38:16: Ja, hier sind wir auf der sagen jetzt Basis von hundert Millionen plus Umsatz ist es ja gar nicht so viel, dass ihr sagt okay wir nehmen das Geld in die Hand eigene Läden aufzumachen.
00:38:27: Ich hab jetzt wahrscheinlich hier auch am Podcast gehört wie teuer sowas ist und nur eigenen Laden auf zu machen.
00:38:32: Auch da ist ja... wo macht man das eigentlich?
00:38:33: Wo macht man denn eigentlich auf also jetzt in Deutschland?
00:38:36: Also erstmal finden wir mal.. Es ist eine Frage Wie viel Investment betreibst du auch in den Ladenbau?
00:38:43: Und teilweise habe ich auch den Eindruck Manche Firmen es überziehen hinsichtlich der eigenen Erwartungshaltung gegenüber dem Endkonsumenten.
00:38:54: Der Endkonzument, ich glaube er will immer ein gutes ordentliches Produkt und sicherlich in einer angenehmen Atmosphäre.
00:39:02: aber das muss nicht immer der teuerste Marmorboden oder irgendetwas sein sondern das muss natürlich auch zweckmäßig aber trotzdem geschmackvoll sein.
00:39:10: also Geschmackkomponente ist dabei schon sehr wichtig Insofern wir haben für uns dort Ladenmodule entwickelt, sodass das von der Balance und Kostenseite alles gut passt.
00:39:23: Das wird kein neuen Laden aufbauen?
00:39:24: Und vor
00:39:24: allem dass du dem Endkonsumenten in den Geschäften – das ist ja ganz wichtig – erstens diese exzellente Beratung gibst und zweitens Orientierung wo er welche Schnittführungen wie findet und sich eigentlich dann auch sehr schnell in diesen Geschäfte zu Recht findet.
00:39:40: Was
00:39:40: ist denn ein neuer Laden?
00:39:42: Kostet nicht jetzt eine Million aufzumachen sondern vielleicht...
00:39:44: Nein!
00:39:44: Nein, nein.
00:39:45: Das ist
00:39:45: ... Mit hunderttausend Euro hat man schon Laden auf so ungefähr?
00:39:48: Ja oder auch mal weniger.
00:39:50: Wirklich?
00:39:51: Ja natürlich!
00:39:51: Und wo
00:39:51: geht man hin?
00:39:52: in Innenstadt oder in Malls?
00:39:54: Wir sind eigentlich mehr wenn Innenstadt lagen und zusätzlich haben wir auch gewisse Outlet-Strukturen denn heutzutage in den guten Outlets Dort findet ja auch Markenbildung statt.
00:40:09: Das ist nicht irgendein Rammschverkauf wie vor zehn, zwanzig Jahren sondern die Kunden gehen dort bewusst hin weil es dort entsprechend Gastronomie Möglichkeiten gibt und wo man sich fast einen ganzen Tag gut aufhalten kann.
00:40:23: und in dem Fall haben wir dort auch Einheiten und partizipieren.
00:40:29: Wir reden so von hier in Hamburg, da gibt es ja einen neuen Münster,
00:40:31: zum Beispiel
00:40:32: in einem Outlet Mall oder ich glaube in Deutschland gibt's irgendwie ein Orttrupp-Outlet Mall, da wussten so Outlets Malls rein und sagten okay... Krass, das ist ja total für mich counterintuitive.
00:40:44: Also ich hätte mir ganz anders vorgestellt, dass man sagt okay... Ich mache Markenbildung in einem Outlet Mall oder in einer... Eigentlich denkt man ja, da geht es um Discrete die Ware loswerden und Marke möglichst gar nicht sichtbar zu machen.
00:40:59: groß, aber hast du ne?
00:41:00: Das sind Touchpoints, die nutzen wir!
00:41:02: Ja, das sind Touch Points und gerade die großen Outlet-Center haben sämtliche Marken vertreten.
00:41:12: Dort findet auch tatsächlich Markenbildung statt.
00:41:15: Also wenn man heutzutage Metzing Outlet City fährt, dort hast du sämtliche Luxusmarken und das sind auch in dem Fall Luxustempel.
00:41:24: Und da trifft es sicherlich zu die Investments, die möglicherweise da in siebenstellige dann gehen.
00:41:29: Aber das findet ja eine sehr große Akzeptanz vor allem auch des internationalen Publikums.
00:41:37: Als ich da komme, Leute aus ... Weiß ich nicht, von Polen und Italien überall her.
00:41:42: Ja und sehr stark aus Asien, aus den arabischen Ländern... Extra
00:41:45: anreisen und dann deine?
00:41:46: Die
00:41:47: reisen vielfach extra an ja!
00:41:49: Aber ist es preislich auch schmerzhaft?
00:41:52: Wieviel Rabatt muss man geben um da mit spielen zu
00:41:54: können?!
00:41:55: Also dort ist es eigentlich gerade.
00:41:57: die Asiaten reisen gerne an, weil sie selbst in den Monobrand Stores in China teilweise erleben dass dort Duplikate verkauft werden.
00:42:07: Insofern ist das Vertrauen größer entweder eine Destination wie nach Hongkong zu gehen und dort einzukaufen oder hier in Europa, oder in USA.
00:42:18: Aber preislich ist es dann die Hälfte des Preises, den man im Online bezahlt?
00:42:22: Das sind natürlich schon Preisabschläge aber solche Modelle rechnen sich wenn man mit China Airlines für, weiß ich, sechshundert Euro nach Europa fliegen kann und entsprechend teure Handtaschen oder sonst etwas kaufen.
00:42:37: Für euch selber ist ja auch die Frage.
00:42:39: Wenn ihr sagt okay wir verkaufen was kostet normalerweise das?
00:42:41: Weißt du denn bei euch so ein Klassiker?
00:42:43: Wir liegen grob mittlerweile so um.
00:42:45: die siebzig, sechzig bis achtzig Euro ist die Kernpreisladen.
00:42:48: Und in der Outlet Mall?
00:42:50: Dort zwanzig, dreißig Prozent günstiger.
00:42:54: Aber es schlucken das.
00:42:55: die Händler jetzt sagen wenn man das an P&C verkauft und sagen die Mensch ey du kannst doch nicht jetzt irgendwie das jetzt sechzehn Kilometer weiter ein Outlet mall für zwanzmal weniger verkaufen.
00:43:06: also heute ist es ein Eigentlich ein enges Zusammenarbeiten zwischen Wholesale und Industrie dahingehend, dass du auch die Bereitschaft als Market zeigst.
00:43:19: Ein gewisses Warenvolumen am Ende der Saison auch wieder mal zurückzunehmen um da neue Ware einzuliefern.
00:43:26: Und diese Ware, die dann zurückgeht, die musst du ja auch irgendwo vermarkten.
00:43:30: Das ist eigentlich meist dieser Outlet-Struktur, die Anwendung findet.
00:43:34: Das heißt man hat sich da gemeinschaftlich arrangiert dafür dass sie dann ständig neue Ware von euch bekommen frische Ware.
00:43:40: Akzeptieren Sie denn das ihr sozusagen dann die Kollektion von davor für etwas spülbar rabattiert dann gibt?
00:43:47: Ja und ich meine die ganz großen internationalen Häuser in letzter Konsequenz stellen so heute die Fläche zur Verfügung verkaufen ihren eigen markenwert und alles andere.
00:43:59: ob liegt der marke selbst was was du dort machst?
00:44:02: also die gehen selbst ja nicht mehr als händler ins wahren risiko und das obliegt immer dir.
00:44:09: Und dadurch brauchst du auch entsprechende vermarktungsmöglichkeiten.
00:44:12: dann also
00:44:12: wegen den wenigen wissen
00:44:15: pay went sold.
00:44:16: Das sorgt dafür, dass am Ende eine PNC gar kein Warenrisiko beträgt?
00:44:21: Das
00:44:21: ist von Händler zu Händlern tatsächlich sehr unterschiedlich.
00:44:25: aber trotzdem brauchst du auch diese Warentauschmöglichkeiten.
00:44:28: die gibt es eigentlich heutzutage.
00:44:30: das ist Gang und Gebe zumindest in diesen Kollektionssegmenten.
00:44:34: das ist nicht so stark bei diesem Weißen Händen, blauen Hemden diese Never Out of Stock die werden.
00:44:39: Replanagement erläuft heute im Hintergrund KI.
00:44:42: Die werden automatisch nachgefüllt
00:44:46: und ist man nicht so ein bisschen.
00:44:48: also meine der Trend ist ja wenn ich jetzt auf Gary Weber und so da gibt es einige die jetzt in den letzten Jahren gestruggelt haben an diesem deutschen Fashion Markenumfeld Also dass man das ihr aber sagt okay der Trend wir nehmen auch zur Kenntnis, aber wir stemmen uns dagegen und wir sind da zuversichtlich wie er aus der ganzen Sache als Sieger rausgehen ist.
00:45:10: Ist ja schon.
00:45:11: muss ich noch ein bisschen Zuversicht haben.
00:45:13: Optimismus haben?
00:45:14: Ja den haben wir auf jeden Fall.
00:45:16: Das ist auch kein Zweck Optimismus sondern wir sehen es ja wie sich kontinuierlich die Marke entwickelt und ich selbst bin ein sehr starker Verfechter Product First, also dass du immer an deiner Produktleistung tatsächlich arbeiten musst um ein adäquates Angebot auch für den Enkonsumenten zu generieren.
00:45:36: Und plus in dem Fall Markenbekanntheit und vor allem die Möglichkeiten die in der Marke stehen gehen wir von unserer Seite sehr optimistisch daran.
00:45:45: Wer das jetzt nur auf Deutschland fokussiert vielleicht ein bisschen vorsichtiger.
00:45:49: Aber so wie wir heute, wie wir breit aufgestellt sind und wie wir merken was für eine Akzeptanz wir auch im Export haben... Was
00:45:55: kommt nach Frankreich als nächstes Land?
00:45:57: Das ist ja schon noch die Dachregion in dem Fall Österreich, Schweiz, Benelux, Skandinavien letzten Jahren sehr stark gewachsen.
00:46:07: aber das ist ja auch ein modisch sehr interessiertes
00:46:12: Volk da oben.
00:46:13: Volk,
00:46:14: ich wollte Volk nicht kratzern.
00:46:15: Ja
00:46:15: ja, aber ich freu mich vorhin warum nicht?
00:46:17: Und passt sein Stücke sehr gut hin
00:46:21: und sozusagen so die ganz großen Testimone.
00:46:24: Sachen machen man aber nicht weit zu teuer.
00:46:25: Ich meine Boster fällt mir sofort David Beckham ein wo sie ja sehr viele Sachen machen.
00:46:30: Für uns nicht, nicht bezahlbar und wir stellen uns auch immer die Frage was steht eigentlich dann im Mittelpunkt?
00:46:37: ist es testimonial oder ist das Produkt was damit vertrieben wird?
00:46:42: Also jetzt bei Boss und Beckham, da mag das glaube ich sehr gut irgendwo funktionieren.
00:46:47: Und zusätzlich gibt es natürlich auch Marken die mit einzelnen Testimolen jetzt ihren Schiffbruch erlitten haben wenn die Testimolens sich nicht irgendwie adäquat so verhalten wie man's sich seitens der Marke wünscht.
00:46:59: Du musst doch keine Flaume nehmen!
00:47:01: Der macht nichts?
00:47:01: Ja der macht nix.
00:47:03: Er ist clean.
00:47:04: Aber also ich meine jetzt gäbe doch so viel Mensch da draußen... aber seid ihr zurückhaltend.
00:47:11: Wir sind momentan noch zurückhaltend.
00:47:13: Wir haben für uns jetzt die letzten Jahre mal die Weichen gestellt und ich glaube, da kann man sich mal überraschen lassen was es fast dann in den nächsten Jahren kommt.
00:47:22: Es ist ja schon echt die Frage... wenn ich mir jetzt vorstelle, wer jetzt mit der Aufgabe traut, da Wachstum zu erzeugen über Marketing, dann sagst du Deutschland ist gar nicht unbedingt Fokus.
00:47:32: Man muss dann gucken wie man in Frankreich wächst oder wie man ins Kandidatwien wächst okay?
00:47:37: Dieses schwarze Rose da, das ist natürlich schon ein bisschen so... wie soll man sagen?
00:47:42: Das hat Klasse und Legenden.
00:47:45: Aura würde man wahrscheinlich heute sagen, dass es etwas Besonderes ist diese Rose auf dem Hemd zu haben.
00:47:51: Aber trotzdem da jetzt richtig Abverkauf herzustellen.
00:47:54: Wow!
00:47:54: Ist
00:47:55: keine einfache Aufgabe.
00:47:57: Wir merken momentan sehr positiv.
00:47:59: also gerade gestern schrieb uns noch unser Logistiker wir hatten den besten Monat ever in einem Nachorder-Geschäft,
00:48:06: aber
00:48:08: seitdem wir jetzt mit denen zusammenarbeiten.
00:48:10: Da sind schon viele Jahre und da ging es auch nicht um das was ... Wir unterscheiden immer zwischen Vororder, was wir in eine nächste Saison hineinverkaufen, was zwischenzeitlich dann produziert werden muss und das sogenannte Nachgeschäft also in dem Fall die Standardhemden und Ergänzungshemd modischer Art, die in dem Fall eine bestimmte Saison passen.
00:48:37: Und in diesem Segment hatten wir jetzt gerade im September die höchste Stückzahl den höchsten Wert.
00:48:43: Insofern, wir merken einfach ... Die Marke entwickelt sich toll!
00:48:47: Wir glauben auch daran.
00:48:49: Kannst du das irgendwie auf eine Handlung an Aktivität zurückführen?
00:48:55: Wir haben das gemacht und das hat das ausgelöst?
00:48:58: Ja, das war Die die Erkenntnis, dass der Markenbekanntes grad abgerutscht ist.
00:49:06: Dass wir keine klare Orientierung dem Endkonsument gegeben hatten durch diese vielen Sublabels, die wir hatten und die Kollektionen in sich nicht stringent waren teilweise ein bisschen langweilig waren und die Akzeptanz auch der Händler nicht mehr so gefunden haben und sich dann dort neu zu sortieren alles auf die Marke Seidensticker zu fokussieren.
00:49:27: ganz klares Bildrichtung Kollektionierung zu geben, starke Kollektions-Nierungen zu entwickeln.
00:49:36: Damit die Diklarheit und Orientierung sowohl den Händlern als auch den Endkonsumenten gegeben – das war eigentlich der entscheidende Pfad!
00:49:43: Und plus die Situation einfach diese sehr hohe Markenbekantheit zu haben, plus die Ikonisierung der Marke was alles in dem Fall da heute drauf zahlt.
00:49:54: Das gibt dem Endkonzumenten unglaublich Orientierung, Sicherheit Vertrauen sowieso als Heritage-Marke.
00:50:01: Und wir merken ja, wie das momentan
00:50:03: durchdringt.".
00:50:04: Also vielleicht kommt mein Skepsis auch ein bisschen daher... Ein alter Kollege von mir bei zwei Manager-Magazin tätig, Du Anzitschan Casper Schlenk und weiterer Kollege.
00:50:13: dort haben wir jetzt ein Stück geschrieben.
00:50:15: Das las sich jetzt eher so... Ui!
00:50:17: Da ist es schwierig.
00:50:19: Ich hatte schon fast Sorge dass du den Podcast absagst weil gerade so viel Trouble bei euch ist aber es interessant zu sehen sozusagen jetzt auch wenig erstaunlich natürlich, aber das zumindest diese bedrohliche Lage, die es gezählt wird, dass du die so gar nicht spürst.
00:50:37: Ja, natürlich haben wir das gespürt und es ist vielleicht die Art-und-Weise gewesen wie es dort im Manager-Magazin formuliert war mit Wegfall-Lizenzen, Camel Active, Wegfall, Job-Strelzon Diverse Insolvenzen im Handel, Restrukturierungen bei uns in dem Fall auch mit Sozialplänen.
00:51:01: Wir haben nur heute für uns ein Fundament wo wir so positiv darauf aufsetzen können sodass wir in der Form heute auch kein richtiger Restrukturierungsfall mehr sind.
00:51:13: Sondern wir haben ein positives EBTA.
00:51:16: Wir werden dieses Jahr deutlich wachsen, da wird sich das Ergebnis auch positiv weiter darstellen und auf diesem Fundament bauen wir auf.
00:51:24: Und die Marke ist heute so stark!
00:51:28: dass wir dort in dem Fall ja nicht nur die Hoffnung rausziehen, sondern die ganz klare Zuversicht daraus ziehen.
00:51:34: Und wir haben einen Superteam im Bielefeld und sonst wo weltweit operieren ein Setting mit in dem fall den Produktionstätten, die enge Verbindung zu den Weber-Reihen das wir da viel viel noch Entfaltungsmöglichkeit für uns sehen.
00:51:49: Welche Rolle spielen generell bei solchen Firmen wie Eure?
00:51:52: Also Textilproduzenten banken also man muss wahrscheinlich viel über Banken auch finanzieren, man kann da jetzt nicht nur aus dem Cashflow anwachsen.
00:52:00: Man muss vorfinanzieren.
00:52:03: Beschreib das mal!
00:52:04: Also wir haben von jeher... schon eine enge Bindung immer zu den Banken gehabt und wir hatten zwischendurch auch einmal eine Mittelstandsanleihe draußen, die wir als einer der wenigen auch wieder komplett bedient haben.
00:52:20: Danach gab es wieder eine notwendige Refinanzierung.
00:52:24: dann kam die Situation mit Corona und einzelne noch Handelsinsolvenzen so dass wir dort schon immer stark in der Abhängigkeit stangen Und wir für uns jetzt gemeinsam mit den Banken aber auch eine Lösung gefunden haben, die von deren Seite auch sagten kommen.
00:52:43: Also ihr müsst jetzt aber auch hier Flagge zeigen als Eigentümer.
00:52:48: Ihr müsst ja auch nochmal richtig investieren und dann ist das in gewisser Weise von der Seite auch mit einem Verzicht verbunden gewesen.
00:52:56: Da kann ich ohne dass wir auf der einen oder anderen Seite über Summen sprechen, kann ich nur sagen die Zusammenarbeit – und das waren in dem Fall fünf Bankhäuser Die war hervorragend.
00:53:08: Höchst professionell und vor allem unglaublich zielorientiert, lösungsorientiert.
00:53:14: Und dadurch haben wir es jetzt auch in dem Fall glaube ich geschafft solch eine gute für das Unternehmen tragbare Lösung für die Zukunft zu finden.
00:53:24: Da waren sofern diese Störfeuer von Manager Magazine mal kurz vor der Ziellinie da reingegrätscht zu haben was man nicht verkennen darf auf Handelsebene, bei uns im eigenen Haus.
00:53:37: Auf Lieferantenseite auch in Asien selbst weil das denn ja medial weitergetragen wird doch schon für starke Unruhe gesorgt hat.
00:53:45: aber was wir insofern dann jetzt letzte Woche heilen konnten und wir sind dann als erstes so wie wir es immer machen vor unsere Belegschaft getreten und es gab fastending ovation der ganze prozess insofern die bereitschaft von uns noch mal zu investieren vor allem aber auch das zeichen von silvia bensinger des ceo, der marke seidenstecker selbst zu investiren damit auch anteilen.
00:54:09: also die hat dann nochmal millionen in hand genommen
00:54:12: übersummen sprechen wir nicht aber schon einen signifikant betrag ja Das als ganz klares deutliches Zeichen und dadurch ist die Marke oder das Unternehmen heute so aufgestellt, dass wir auch im Rucksack nicht nur eine brutale Schuldenlast oder etwas zu tragen haben sondern wirklich mal freier nach vorne.
00:54:36: Wenn man seine Firma führt stelle ich mir vor ist es normal in dem Gewerbe der Seite sind die einzigen dass man dann so zwanzig dreißig Millionen Euro schulden Fremdkapital in der Firma hat, das ist normal.
00:54:48: Das war schon immer so ne?
00:54:50: Ja du hast allein schon ein Working Capital was du schon viel brauchst denn durch Produktionen in Asien mit Fertigungen bis die Ware dann mal per Container in Deutschland und Hamburg im Hafen ankommt da vergehen ja schon einige Monate alleine das zu finanzieren dann die Lagerhaltung zu finanzen.
00:55:09: wenn wir in dem Fall dieses Never Out of Stock-Programm für die Kunden und Händler immer bereithalten.
00:55:17: Dann sind das ja auch immer diverse hunderttausend Hemmen, die insofern auch finanziert werden müssen.
00:55:21: Das heißt der Anteil muss sowieso immer abgedeckt sein.
00:55:26: Nur aus der Historie war es so dass wir gezwungenermaßen weiter noch Personal abbauen mussten wie vorhin gesagt, dass wir Eigenproduktionen in Deutschland hat und das alles über Sozialpläne lief.
00:55:43: Und das muss insofern ja auch mit teilweise finanziert
00:55:46: werden.".
00:55:47: D.h.,
00:55:47: okay, wenn man jemand entlässt erstmal natürlich die Erfindung bezahlen muss um das machen zu können, ob man auch im Zweifel eine Bank oder erst mal ein Gelder...
00:55:55: Im Zweifelsfall?
00:55:57: Ja!
00:55:58: Aber
00:55:59: das ist heute nicht mehr der Fall.
00:56:00: also es wird auch jetzt zukünftig bei uns Aktionen, die wir jetzt haben und hatten wird es auch keinen Sozialplan geben.
00:56:11: Also, wir sind Grundsetzung, ich glaube mal fast bis auf die Rüstungsindustrie.
00:56:17: momentan steckt ja jede Industrie zweit gefühlt unter Druck durch steigende Energiepreise, Personalkosten alles was kommt Und insofern immer eine gewisse Restrukturierung wird es überall geben und diesen fad haben wir für uns eingeschlagen und den werden wir logischerweise immer weiter fortsetzen.
00:56:36: Ich frage mich mal so ein bisschen, vielleicht ist naiv oder etwas scharf.
00:56:41: Aber welche Rolle spielt auch sozusagen Verantwortung und Tradition?
00:56:46: Und die Teilzeit hat man schon viele Jahre verantwortet.
00:56:52: auf der einen Seite und auf der anderen Seite in seiner Abwägungsentscheidung nehme ich nochmal eigenes Geld in die Hand.
00:56:59: Die frage hat das eigentlich eine rendite für mich die sinnvoll ist?
00:57:02: wenn wir sagst ich gib da jetzt ich steh mir vor nochmal fünf oder zehn millionen aus von jenen mitteln, die über jahre erarbeitet habt und da wahrscheinlich war deine eltern über dividend rausgenommen haben.
00:57:11: Dann noch mal rein dann könnte man ja auch sagen sie sind mal zehn milion da kann ich die kann ja anlegen dann mache ich da jedes Jahr drei prozent vier prozent mit rauf vielleicht sogar fünf dann sind es halt fünf hundert tausend euro die da die da jedes jahr reinkommen.
00:57:23: wenn man zehn milionen investiert ganz normal ohne jeden stress da kannst du wahrscheinlich so was aus dem als Ein-Mann-Büro in Bielefeld das leiten.
00:57:31: Versus man nimmt dieses Geld und gibt es dann in die Firma, weil man sich ja verantwortlich fühlt wenn man auch den Leuten was schuldet aber bis dann wieder fünfhunderttausend Euro im Jahr zurückkommen da stelle ich mir mit allem drinnen einen sehr weiten Weg vor wollte eines Tages verkaufen und dann kommt daraus die Rendite das über eine Dividende zurückzubekommen, was man da jetzt alles so reingibt.
00:57:52: Wann ist es zu anderen anzulegen?
00:57:55: Dieses Verhältnis, das erscheint mir zumindest mutig zu sagen ne ich gebe das hier in den Betrieb rein.
00:58:00: Außer man hat halt dann einen anderen Blick drauf der gar nicht ökonomisch ist.
00:58:04: Ja bei uns ist schon so dass wir zu einhundert Prozent daran glauben.
00:58:10: Jetzt haben ja mein Cousin und ich zusätzlich die Situation Familienname Markenname Unternehmensname.
00:58:19: Vielleicht kommt dadurch auch nochmal eine andere Verbundenheit dazu.
00:58:24: Und wir sehen einfach die Möglichkeiten, die das Unternehmen als solches heute noch hat und wir glauben da fest auch an die Renditeziele, die damit zu erzielen sind.
00:58:39: In letzter Konsequenz ist es ja auch Unternehmertum.
00:58:42: Unternehmertum du übernimmst Verantwortung?
00:58:45: Und stehst dafür gerade.
00:58:50: Das ist kein Home Run, ob das empfehlenswert ist auch jetzt nochmal für Folgegeneration in die Begleitungsbranche und da ein Langfristinvest zu machen.
00:59:03: Fragezeichen?
00:59:04: Ob wenn wir es tatsächlich schaffen eine EBDA Kurve im nächsten Jahr so darzustellen dass man möglicherweise an Zeitraum fünf Jahre oder zehn Jahre sagt, vielleicht bietet sich ja doch die Option dann zu verkaufen.
00:59:22: Open-End das muss man fairerweise so sagen weil man heute nicht weiß was insofern da morgen tatsächlich irgendwo passiert.
00:59:29: aber es ist nicht die gezielt Intention daran zu gehen.
00:59:33: zur jetzt machen wir mal das Unternehmen nächsten Jahren frisch und und dann weg Ziehen wir eine Rendite daraus, die möglicherweise höher gewesen wäre als das was du gerade geschildert hast wenn wir es jetzt irgendwo schon angelegt hätten.
00:59:48: Aber
00:59:48: ich meine die Frage wirst du dir oder deine Frau oder deine Kinder, die euch gestellt haben Mensch nehmen wir jetzt nochmal das Geld und schieben's da rein und dann ist es möglicherweise sagen wir erstmal weg weil so schnell kann man da jetzt ja keine individuelle Ausschüttung machen mit allen Sachen die ihr vorhabt.
01:00:02: und das Wachstum dass da kommen soll das wird dann über Jahre erst mal darin Und wenn man es dann rausziehen wollte, müssen wir uns wieder versteuern.
01:00:09: Also was?
01:00:11: Man könnte stattdessen hingehen und sagen ja ich kaufe mir jetzt irgendwie einen... Weiß nicht Anteil an Entropic demnächst oder eine Mischung aus irgendwelchen AI-Firmen und irgendwelche Chipherstellern und dann wird das schon fünf Prozent machen in den nächsten Jahren.
01:00:23: Das ginge ja.
01:00:25: also da seid ihr mutig und seid ihr auch wie vielleicht dann nicht ökonomisch
01:00:29: Da sind wir mutig!
01:00:30: Wir sehen aber auch ne Chance zum Beispiel du hast gerade AI angesprochen Diese Tools, die daraus entstehen sehr positiv innerhalb unseres Unternehmens auch anzuwenden.
01:00:43: Da bestehen natürlich auch unglaubliche Möglichkeiten in Hinblick auf Effizienz oder ganz neue Märkte dadurch noch mit anzugehen.
01:00:53: und diese Kombination aus den Dingen ich glaube das ist auch wiederum sehr spannend.
01:00:59: Und es würde euch nochmal vielleicht ein bisschen rendite Potenziale erschließen sagst du?
01:01:05: Ja, schon.
01:01:06: Also ich meine wir nutzen ja heute auch KI-Tools in dem Fall für Replenishment der Ware und da merken wir wie das die positiven Potenziale tatsächlich täglich bringt weil die die Genauigkeitsschärfe eine deutlich höhere war als man das im Vergleich vorher Ryan Manuel gestaltet hat.
01:01:28: Krass!
01:01:30: Wahrscheinlich kann ich mir nur vorstellen, dass ihr da in den letzten Wochen und Monaten viele Diskussionen in der Familie auch geführt habt.
01:01:36: Was machen wir jetzt?
01:01:36: Gehen wir da rein?
01:01:37: Machen wir es nicht?
01:01:39: Und so weiter... was ist die Attattive?
01:01:41: wenn man das nicht machen dann?
01:01:42: Dumm!
01:01:43: Offen zu sein.
01:01:44: Wir hatten schon alle mein Cousin meine Schwester die Silvia Benzinger und ich.
01:01:49: also wir hatten schon logischerweise schlaflose Nächte weil das auch immer wieder irgendwie hin und her ging.
01:01:56: Die Lösung die war da jetzt haben dass sie damit einsteigt, dass wir was reingegeben haben.
01:02:03: Wir sehen es fast irgendwie als Traum an... Sie sind
01:02:07: schon zwanzig Jahre alt?
01:02:08: Ja, die ist
01:02:08: schon lange da und ich meine wir kennen sie noch viel länger also fast aus der Jugendzeit und das ist auch familiär eine sehr enge Verbindung und auch Vertrauensverhältnis.
01:02:19: Das ist insgesamt eine sehr gute Basis.
01:02:25: Am Ende braucht man dann wahrscheinlich die Bankenpartner, die sagen hey das gehen wir mit.
01:02:31: Wenn die gesagt hätten jetzt bitte zurückzahlen und dann hätte man eine Situation gehabt wo man gar nicht mehr die Wahl hat ne?
01:02:38: Genau.
01:02:40: Also extremen Eidung finde ich unternehmerisch auch mutig und einfach eine spannende Geschichte.
01:02:45: kann man sich da gegen den Trend stemmen?
01:02:48: findet man da Mittel und Wege?
01:02:49: diese Das Wort habe ich gerade gesucht, diese schwarze Rose.
01:02:53: Ich kenne sie hier selber.
01:02:54: Mein Vater hat da auch mal auf dem Händen an und ...
01:02:57: Ja du musst die jetzt
01:02:58: mit mir nachtragen!
01:03:00: Ich bin ja der Boss verpflichtet aktuell und auch sehr gerne.
01:03:04: Aber ich kenne Sie und wäre ich nicht der Boss würde ich sie mir sicherlich anziehen.
01:03:13: Also Frankreich hätte ich nur auf dem Zettel, dass ihr da so unterwegs seid.
01:03:19: Was ist denn das Ding mit Frankreich?
01:03:20: Warum ist es da so gut?
01:03:22: Da gibt's ja zum Beispiel große Handelshäuser, Prantons, Galleries Lafayette.
01:03:27: Da gibts ein Stammhaus, Boulevard Hausmann...
01:03:31: In Pöln, in Paris, ja!
01:03:32: Mitten in Paris und da haben wir eine Fläche, zwanzig Quadratmeter also fast vergleichbar zu dem Studio hier Und wir waren vor Zwei Jahren schon happy, da haben wir glaube ich sechshunderttausend Euro auf dieser Fläche gemacht.
01:03:47: Jetzt rief gestern unser Frankreich-Leiter an und sagte pass auf, wir haben jetzt Ende September und wir haben die eine Million geknackt.
01:03:56: So!
01:03:56: Und wenn du das jetzt umrechnest auf die Quadratmeter... Das sind so azzastronomische Zahlen und da merkst du Die Kunden, die kommen und nehmen die Hemden teilweise stapelweise mit.
01:04:09: Liegt natürlich auch ein bisschen an dieser doch sehr internationalen Stadt Paris wo teils aus Afrika Arabische Emirate überall her, die Menschen kommen und da teilweise mit zwanzig Helm unter dem Arm wieder rausgehen.
01:04:24: Aber
01:04:24: wenn man so eine Fläche hat, die so eine riesige Flächendenrendite oder Umsatzkraft hat, müsste man dann nicht einfach nur noch umgehen in die Welt und gucken, wo gibt es so ikonische Kaufhäuser?
01:04:35: New York in weiß ich nicht, Peking oder so?
01:04:39: Das ist der Schneeball-Effekt.
01:04:41: also wir hatten ne Situation Vor ein paar Jahren.
01:04:45: alle drei Marken, Olymp, Seinstecker eterna die einer nach dem anderen im KDW in Berlin rausgeflogen sind.
01:04:52: Weil sie alle Richtung Premium Luxus nur hochgehen wollten.
01:04:57: Wir hatten jetzt gerade vor ein paar Wochen mit denen Gespräch dass Seidensticker da wieder reinkommt, weil wir mittlerweile so vom Standing so weit sind.
01:05:06: Wir sind kein Luxus aber wir rutschen ja mehr in den Premiumbereich rein und die Klarheit der Marke gibt das auch her!
01:05:13: Und wenn du dann diese internationalen Beispiele hast wie solche großen internationalen Häuser funktionieren, dann hat das wiederum auch eine extrem starke Kralkraft.
01:05:24: Also das hat bei uns zum Beispiel auch dafür zugeführt dass wir in Kanada bei Simons, also der Bräuninger in dem Fall Kanadas reingekommen sind, dass wir heute auch selbst beim Bräuning überall durch dissypoiert sind.
01:05:37: Das bringt diese Strahlkraft dann irgendwann mit.
01:05:40: Und das wird auch dazu führen, dass wir in den Spanien sicherlich kurz oder lang bei einem L-Corting Glace und so in den großen Handelshäusern vertreten sind.
01:05:50: Von daher noch mal auf deine Frage sehr viel Mut.
01:05:54: Ja, sehr viel mut, solch ein Investment nochmal zu machen aber da stärkt einfach unsere innere Überzeugung dazu.
01:06:02: Klar wenn man so eine Fläche hat wo das also in Paris ... Man sieht Dann fragt man sich schon, wo auf der Welt kann man das noch reproduzieren.
01:06:11: Und es wird Orte geben, wo man mit so einer ikonischen Symbolik und dem Produkt, dass ja auch irgendwie doch breit ist... ...und dann ist die Jagd da öffnet.
01:06:24: also in welchen Kaufhäusern, was mit Schluckkäfen?
01:06:29: Ja hatten wir mal, hatte nicht so funktioniert, da waren wir allerdings immer hinterm hinter Passkontrolle.
01:06:38: Und das war schwierig, also wenn da muss man glaube ich davor sein ist allerdings auch sehr kostenträumt durch die Wahnsinns-Öffnungszeiten.
01:06:49: Ach so, an den Reichen bieten sie eine Öffnung?
01:06:51: Ja beide, also die Kombination aus beiden.
01:06:53: Aber stimmt mir vor, wenn man da einen modernen Flughafen irgendwie probiert und dann...
01:07:01: Da gibt es die Gebrüder Heinemann, mit dem geht man auch in Kontakt.
01:07:06: Ich meine, die betreiben ja heute größtenteils alle.
01:07:09: Aber
01:07:09: vielleicht kann man damit immer reden?
01:07:12: Ja, aber das können wir heute aus einer ganz anderen Überzeugung einfach der Stärke heraus.
01:07:17: und das machen wir Kreuzfahrtschiffe.
01:07:18: also es gibt ja ein Spektrum.
01:07:21: Welche Airlines hörst du denn aus?
01:07:23: Weil du sagst zum Anfang, ihr macht auch irgendwie ...
01:07:25: Über Drittkunden.
01:07:26: Das sind in dem Fall die Deutschen.
01:07:29: Lufthansa Eurowings und... Da
01:07:31: haben wir die Suirds und Suirdessen eurer Hemden an.
01:07:33: Ja genau, das Bodenpersonal und Flugpersonal mit Blusen und Hemen.
01:07:37: Und in USA ist American Airlines.
01:07:41: Also es läuft dann über Dritte aber nach Hause ist ja da.
01:07:47: Also gerne, und Berufsbekleidung auch noch andere Art.
01:07:49: Da ist es wahrscheinlich zu weit für euch ne?
01:07:52: Das Berufsbekleidung für das Weitkoller nicht gut kollaboriert.
01:07:54: Es gibt
01:07:55: Vieh ich weiß gar nicht ob man da mal rüber reden kann darf aber wir unter Kleiden auch diverse Bundesländer polizeisatisch aus Berlin.
01:08:07: doch also es schon...
01:08:08: Warum nicht immer?
01:08:09: Häufig auch sagen wir mal modelartige Menschen also Polizisten häufig so junge Typen du durch trainierst mit einem Hemd.
01:08:18: Okay, ich bin sehr gespannt.
01:08:19: Also ich drücke euch wirklich die Daumen!
01:08:21: Dass das jetzt wächst und ihr da die zweieinhalb vielleicht knackt... Und dann dass sich dieses Investment... Ich hab bis jetzt ja nicht genau... Du sagst ja nicht wie viel aber es werden ja schon auch Millionen sein, die man dann in die Hand nimmt.
01:08:32: Das ist ja echt viel Geld, dass das irgendwie wieder zurückkommt.
01:08:35: Ja also ich bin gespannt, ich Bin sehr gespannt und wir bleiben dran.
01:08:41: Vielen Dank
01:08:42: Philipp, ganz herzlichen Dank für das offene Gespräch.
01:08:46: Ja,
01:08:46: du hast es wirklich offen geführt.
01:08:48: Danke schön!
01:08:49: Ciao ciao.
01:08:50: Wer hier alles durchgehört hat, der mag möglicherweise Fashion und Textil Podcast oder Gäste aus dem Bereich.
01:08:57: Da hätten wir einiges zu bieten!
01:08:58: Den Gründer von Zalando Robert Gens vor einigen Wochen oder den Chef von Hugo Boss, den Daniel Greider vor einig Wochen oder vor einige Monaten, den Eigentümer und CEO von Marco Polo, den Maxi Böck
01:09:08: usw.,
01:09:09: ihr findet all diese Podcasts wenn er googelt MaxiBöck oder Marco Polob und OMR Podcast, Daniel Greida und OMr Podcast oder Robert Gents und OM r Podcast Und noch als besonderes Schmankerl Eine Folge von vor einigen Jahren mit Philipp Plein.
01:09:22: Einfach googeln, Philipp Pleinen und OMR
01:09:28: Podcast!
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