Schlecker abgewickelt, an Galeria gescheitert? Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (#952)
Shownotes
Vom Schuhhändler-Erben zu einem der bekanntesten Insolvenzverwalter Deutschlands: Arndt Geiwitz hat nach dem Studium nur kurz in der familieneigenen Handelskette gearbeitet. Dann ist er in die Insolvenzverwaltung gewechselt – und hat in den letzten Jahrzehnten prominente Fälle wie Schlecker, Galeria oder Weltbild betreut und mit Unternehmern wie René Benko zusammengearbeitet. Seine Kanzlei ist in dieser Zeit auf 430 Mitarbeiter angewachsen. Die lassen alles stehen und liegen, wenn Gerichte oder verzweifelte Unternehmer sich melden. Mal gelingt eine spektakuläre Rettung, manchmal bleibt nur die bittere Resteverwertung. Im OMR Podcast berichtet Geiwitz, warum mehr als die Hälfte der betreuten Fälle mit einem Verlust für seine Kanzlei endet, warum er Private-Equity-Angeboten widersteht und wieso Millionenhonorare notwendig sind, um Durststrecken überstehen zu können. Geiwitz sagt, wieso er keine Angst vor einer Pleitewelle hat – aber sich trotzdem um den Standort Deutschland sorgt.
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00:00:00: Obwohl es diesen Podcast jetzt seit über zehn Jahren gibt, haben wir ein Thema immer ausgelassen.
00:00:05: Nicht absichtlich aber nie drüber gesprochen obwohl es zur Wirtschaft wirklich komplett dazu gehört und zwar das Thema Insolvenz.
00:00:12: was ist eigentlich wenn mal etwas nicht klappt?
00:00:14: Und dazu haben wir uns jetzt jemanden gesucht der das bestens berichten kann der extrem tief drinsteckt vielleicht den prominentesten größten erfolgreichsten kann man ja auch sagen Insolvensverwalter Unseres Landes.
00:00:26: Die Rede ist von Arndt Geivitz, egal ob Schlecker, Kaufhof, Weltbild... Meistens war er irgendwo mit dabei.
00:00:33: Er hat mir erklärt wie das Business funktioniert Wie er in diese Mandate kommt und welchen Mandaten man Geld verdient und welche nicht Und wie er mittlerweile selber unternehmerisch agiert Selber Firmen oder Anteile kauft an maroden Firmen die versucht wieder fit zu machen.
00:00:45: Ich glaube in der Folge lernt man extrem viel über Wirtschaft.
00:00:47: Das ist sogar eine Art Mini BWL Studium und auch immer gerne genommen seine persönlichen Erfahrungen mit René Benko.
00:00:54: Auch da war er im weitesten Sinne dabei, das Ganze mit Arndt Galvitz auf geht's!
00:01:10: Hallo Arnd
00:01:11: Ja hallo Philipp vielen Dank für die Einladung.
00:01:13: Du bist Inservenzverwalter aber super nicht geboren sondern du hast irgendwie... relativ normal als BWL-Ungewöhnlicherweise angefangen, ne?
00:01:20: Ja ich komme eigentlich ursprünglich aus dem Schuh Einzelhandelsbetrieb.
00:01:24: Ich bin ein Einzelkind und daher war eigentlich klar seit meinem dreizehnten Lebensjahr... ...ich werde dann nachfolge meines Vaters als Schuhhändler in so fünfzehn Filialen in Süddeutschland Und habe das dann auch am Anfang mal ein halbes Jahr gemacht und dann entschieden dass ich das nicht dreizig Jahre langer machen will.
00:01:39: Und ich hatte werden im Studium immer bei den Big Four Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Praktika gemacht und dann hatte ich mich entschieden, dass mir das mehr Spaß und Freude macht.
00:01:48: Und bin dann zuerst in die klassische Wirtschaftsprüfung gegangen.
00:01:51: Also du hättest auch eine Schuhhandelskette übernehmen können von deinem Vater?
00:01:54: Ja!
00:01:55: Das war ein tolles Geschäft also tolles Unternehmen oder mehrere Unternehmen sogar mit ohne Fremdkapital immer Gewinne gemacht.
00:02:01: Eigentlich das gemachte Nest ankam, ist mein Vater relativ schnell.
00:02:06: Hat sich zurückgezogen nach drei Monaten und hat auch gesagt du kannst das.
00:02:09: und ich war da erst um zwanzig.
00:02:11: Und dann habe ich aber da eine letztendlich Krise gekriegt weil ich gesagt hab ich kann jetzt nicht dreißig Jahre das machen was ich heute schon weiß wie es die nächsten dreißige jahre aussieht.
00:02:19: und dann habe Ich drei Monate sehr mit mir gerungen welches natürlich schwierig ist dem eigenen vater der sich eigentlich auch ein bisschen drauf verlassen hat dass die Nachfolge geregelt ist zu sagen dass man es doch nicht machen will.
00:02:32: Und es war dann ein Zufall, ich hatte gesagt, ich möchte eigentlich eher in die Wirtschaftsprüfung, da hat er gesagt bevor du jetzt in die weite Welt gehst wirst du mit meinem Wirtschaftsprüfer erst einmal unsere Unternehmen verkaufen weil ich werde sie nicht weiterführen.
00:02:45: und so kam ich zu Werner Schneider.
00:02:47: Ich wollte allerdings nach Ulm und wollte dort nie bleiben, weil ich gedacht habe ich möchte endlich nach USA gehen und später in einer der deutschen Großstädte arbeiten.
00:02:57: Aber dann war es so, dass der Werner Schneider mir dann als wir das verkauft hatten.
00:03:02: Dann haben wir uns unterhalten und dann hat er mich gefragt was ich machen will.
00:03:04: und dann habe ich ihm das erzählt mit Big Four Wirtschaftsprüfung.
00:03:07: und dann hatte gesagt also du wirst bestimmt mal ein großer Wirtschaftsprüfer und ganz bekannt wird man viel lesen drüber.
00:03:13: da war ich dann stolz mit fünfundzwanzig Jahren so einen Kompliment zu kriegen.
00:03:17: und dann sagte er plötzlich aber mehr wirst du nicht?
00:03:19: Und dann war ich total geschockt.
00:03:20: noch meine was meinst du damit?
00:03:21: mehr wüsste nicht.
00:03:22: und er war zu einem Zeitpunkt schon Konkursverwalter und Wirtschaftsprüfer So wie ich das bis heute bin, ich hab noch klassisch.
00:03:28: Mach die Wirtschaftsprüfung noch bis zu große Unternehmen bis fünf, sechs, sieben Milliarden Umsatz und bin auf der anderen Seite restrukturierer und
00:03:35: Insolvenzverwalter.".
00:03:36: Und dann war mir klar, dass eigentlich errecht hat.
00:03:40: wenn ich zu dem Blick vorgehe, dann ist es wieder... Das bedeutet ein ziemliches Risiko, dass dann ich irgendwann mal sage Ich weiß jetzt auch was in den nächsten dreißig Jahre passiert und er sagt ja dann auch Er weiß nie Sonntag was Montag passiert weil da kann plötzlich einen Gericht anrufen und ein neuer Fall auf den Tisch kommen.
00:03:54: Das hat mich fasziniert.
00:03:55: Am Ende lebst du jetzt sozusagen in dem Bereich Insolvenzverwaltung von Fällen?
00:03:59: Also da kommen dann alle paar Tage, paar Wochen neue Fälle rein.
00:04:03: Ja
00:04:03: das ist ein Volatiles-Geschäft!
00:04:04: Manchmal kommt eben leider auch keine rein ja.
00:04:06: Dann lebst
00:04:07: Du von den Bereichen...
00:04:08: Ja also mittlerweile sind wir relativ groß.
00:04:12: Es ist so die Restrukturierung bei uns weiß dass es Geschäft Volatilis und dass es auch mal ein paar Monate sehr ruhig sein kann.
00:04:19: Dann arbeitet man als Fälle ab dann musst du ja auch bis zu Schlussberichten schreiben.
00:04:23: Es ist nicht so, dass die Leute da nichts zu tun haben.
00:04:26: Es würde eine Kanzlei überfordern, wenn jede Woche hier neuen Fall kriegen würde.
00:04:30: wie soll sie denn die alten Fälle abarbeiten?
00:04:32: Das heißt es ganz normal ... Man muss zugeben, wenn man über Monate keine größeren Fälle hat wird man auch da etwas nervöser.
00:04:41: aber wir sind mittlerweile so aufgestellt das wirtschaftlich nicht mehr beunruhigt.
00:04:45: Und dein Lebensweg noch mal bist du heute kurz zur Ende zu gehen?
00:04:49: deinem ja damals ersten Arbeitgeber, mit dem du dich als Vater verkauft hast.
00:04:52: Dann tät ich und hast dann entschieden, ich folge eigentlich in dessen Spuren und werde jetzt auch dann restrukturierbar.
00:04:58: Ja
00:04:59: so also es war tatsächlich so... Ich war mir am Anfang nicht sicher ob ich da... weil es tatsächlich aus diesem Ulmarraum das ist ja schön dort aber ich wollte eigentlich in die weite Welt und hatte dann auch Den drei Monaten, bevor ich das meinem Vater sagte mit mir gerungen hab, habe ich gesagt wenn ich jetzt schon das Risiko eingehe dass mein Vater vielleicht nie wieder ein Wort mit mir redet dann möchte ich wenigstens frei sein.
00:05:19: Im Sinne von da mache ich wirklich das was ich machen will und wollte und hatte einen Angebot von einer der Blick vor zwei Jahre nach Chicago zu gehen und in die Münchner Niederlassung was für mich das ideale Angebot war.
00:05:31: bei dieser Gesellschaft hatte ich auch vorher schon gearbeitet werden im Studium Und da hatte ich mir das am Anfang beim Werner Schneider sehr genau angeguckt.
00:05:38: allerdings Der Werner Schneider, so wie ich heute auch zu der Next-Gen bin.
00:05:42: Er hat mich sofort ins kalte Wasser geschmissen und werde nie vergessen.
00:05:46: als ich mich entschieden hatte beim Anzufangen habe ich ihn gebeten nochmal drei Monate in Sabatical zu machen weil mein Vater konnte nie zusehen, dass ich mehr als zwei Wochen nicht tue als Student.
00:05:54: Das heißt ich hatte nie mehr als zweitwochenmal ein Stück Urlaub und mir war aber irgendwie klar wenn ich jetzt in diesen Bereich gehe dann werde ich nie wieder eine längere Zeit Urlaub haben.
00:06:06: drei Monate gewinnen, hat gesagt kein Problem.
00:06:07: und dann bin ich damals, gab es ja keine Handys.
00:06:10: Bin nicht in der Ferienwohnung von uns gefahren in den Skiort und dann kam mich da rein und dann klingelt das... Und eigentlich wollte ich da drei Wochen zum Skifahren hingehen, so mal beginnen ...und dann kam ich da rein, und dann hatte Werner schon halt gesagt du musst morgen aus dem Kaputt fliegen Ich habe gesundheitliche Probleme, da muss eine Bankensitzung leiten Von den asiatischen Banken von Deckelmarhorn.
00:06:26: Dann hab' ich gesagt Das geht nicht!
00:06:27: Ich bin Schuhhändler, ich bin überhaupt nicht ausgebildet aber so.
00:06:32: Er hat gesagt, es gibt zwei Leitsorten wenn du die gelesen hast.
00:06:35: Damals konnte ich besser italienisch als englisch.
00:06:37: ehrlich gesagt weil der Schuhhändler muss eher italienische können als englig und die waren natürlich alle auf Englisch.
00:06:43: Das war dann schweißnass gebadet, aber so habe ich es gelernt und so bin ich in die Verantwortung gekommen.
00:06:49: Und das ist sehr schnell und deswegen war mir relativ schnell klar.
00:06:52: eine andere spannende Tätigkeit mit fünfundzwanzig Jahren kriegst du nirgendwo anders und deswegen waren wir relativ schnell gleichbleibe da.
00:06:59: Und aus dieser Kanzlei heraus ist dein heutiges Unternehmen entstanden?
00:07:03: Richtig!
00:07:05: Wir waren damals fünfunddreißig Leute, als ich da eingestiegen bin.
00:07:10: Schwerpunktweise allerdings, da waren ungefähr ein Dreißig in der Wirtschaftsprüfungssteuerberatung und fünf in der damaligen Konkursverwaltung.
00:07:18: Und wenn sich Partner wurde – das war im Jahr zweitausendvier also ungefähr neun Jahre später – dann haben wir einen Kunden schon einen Vertrag über hundert Prozent gemacht aber wir hatten so'n Stufenmodell Ähm, und dann waren wir fünfzig-fünfzig Partner.
00:07:33: Ab zwei tausend vier, da waren wir damals knappe hundert Leute... ...und heute sind wir vierhundertdreißig Leute!
00:07:39: Und du bist allein eigentlich, oder?
00:07:41: Ich bin siebzig Prozentgesellschafter von den Hauptgesellschaften.
00:07:44: Bei den Rechtsanwälten aus Standesrechtlichen Gründen etwas weniger.
00:07:46: Das sind alles einzelne Legaleinheiten.
00:07:49: Aber im Grunde bin ich der Hauptgesellschafter noch,
00:07:51: ja.
00:07:51: Okay.
00:07:52: Noch heißt, da kommt was, oder...?
00:07:53: Ja also noch heißt es jetzt äh... Also wir gehen jetzt massiv in die Next Generation weil ähm Es ist für mich ein Anführungszeichen Verkauf, also Wirtschaftsprüfe ... Wirst du auch schon nachgelesen haben.
00:08:07: Die Wirtschaftsprüf- und Steuerberater werden gern gekauft mittlerweile auch die restrukturiere Kriegenangebote.
00:08:12: Das war für mich nach einigen Gesprächen nicht wirklich eine Option, sondern wir gehen jetzt in den Next Generation Und wollen jetzt und haben viele Talente schon bei uns und wollen so Stück für Stück weil das geht nicht innerhalb von ein zwei Jahren.
00:08:25: es ging bei mir auch nicht innerhalb Von einzwei Jahren und ich bin jetzt siebenundfünfzig.
00:08:29: Das ist ein Prozess der nächsten drei, vier Jahre wo wir das dann jetzt die Next Generation ranführen.
00:08:35: In allen Bereichen.
00:08:36: Aber warum lehnt es solche Verkaufsoferten ab?
00:08:39: Also ich meine du hast jetzt Big Four.
00:08:41: da sind dann ich glaube KPMG zählt dazu, EY, Deloitte und wer habe ich noch vergessen?
00:08:46: Dann ist die BDO noch genau.
00:08:50: Ich nehme an davon alleine werden auch einige dabei gewesen sein die euch gerne genommen hätten.
00:08:54: Aber warum hast du nicht?
00:08:55: Ja, es ist eigentlich weniger ... Die Big Four das war früher mal so, da gab's auch schon Gespräche, sondern es eigentlich Private Equity oder so.
00:09:02: Also Private Equity hat sich ja schon in den letzten Jahren bei den Wirtschaftsfrüh- und Steuerberatern sehr aktiv eingekauft.
00:09:10: Warum mache ich's nicht?
00:09:11: Weil ehrlich gesagt, also erstes mal Arbeit ich wahnsinnig gern!
00:09:15: Ich will auch nicht mit einundsechzig zweiundsechsig aufhören.
00:09:19: Für mich ist es soziale Umfeld der Arbeitswelt auch ein sehr wichtiges, ein wichtiger Lebensbestandteil.
00:09:25: Und wenn du dann verkaufst ... So sehe ich es ja bei meinen Mandanten die Ich-Verkaufe für die.
00:09:31: Dann ist das zwangsweise irgendwann mal nicht mehr dein Laden, deine DNA weil der Private Equity Guy hat oder nicht Guy aber und Company hat eine andere Vorstellung.
00:09:40: Und dann wirst Du entfremdet!
00:09:42: Das ist aber ganz normal.
00:09:43: Die Gegenleistung ist der Kaufpreis den du auf dem Konto hast und ein in Anführungszeichen sorgenfreies monetäres Leben ist es nicht das entscheidende maximale Lebenseinkommen zu haben.
00:09:54: Und dann zu sagen, jetzt habe ich da so und so viel Geld mehr weil ich im Idealfall verkauft hab sondern wenn du so ein Baby großgezogen hast bis zu vierhundertdreißig Leuten jetzt und wir wachsen gerade noch weiter dann ist da, hängt da auch eine Emotion dran und dann habe ich mein primäres Ziel das auch letztendlich in der nächsten Generation gewissermaßen in dem Sinne weitergeführt wird.
00:10:18: Okay
00:10:19: also verstanden finde ich irgendwie noch total nachvollziehbar müssen wir gleich mal darüber sprechen was unter den Wert ist?
00:10:25: aber bevor wir das machen vielleicht mal rein in was macht ihr eigentlich?
00:10:28: Du bist bekannt geworden.
00:10:29: mit vielen großen Fällen Schlecker Weltbild.
00:10:32: gibt es eine ganze Reihe Textilfirmen.
00:10:37: Was war denn dein erstes großes Thema?
00:10:44: der ja kein Anwalt ist, der dann aber trotzdem in die Insolvenzverwalter reingerutscht ist.
00:10:48: Wo ging es los?
00:10:49: Das war schon mein Seniorpartner und der Gründer der Kanzlei, Werner Schneider war auch Wirtschaftsstuhl für Steuerberater.
00:10:55: Der war auch schon in diesem Grafenbruch ein Kreis, da sind so die zwanzig größten Verwalter Deutschlands drin.
00:11:00: Und wir sind echt Exoten weil über neunzig Prozent in Deutschland, ich würde sogar sagen über fünfundneunzig prozent in Deutschland sind Rechtsanwälte als Insolvensverwaltern.
00:11:09: Wir haben auch bei uns siebzig.
00:11:11: Rechtsanwelte brauchen das auch.
00:11:14: Aber wir sind von der Kanzlei Führung, sind wir Betriebswürste und Wirtschaftsprüfe.
00:11:18: Und das ist ein bisschen... Wir gehen es glaube ich etwas anders an.
00:11:22: Das heißt nicht mal wertfrei, nicht besser, nicht schlechter.
00:11:24: aber etwas sage ich mal etwas ökonomischer und weniger die rechtlichen Aspekte, die man natürlich auch berücksichtigen muss.
00:11:31: Aber wir sehen als sehr das ökonomische Ziel in einem Verfahren und so haben wir uns auch immer versucht, unseren USP in der Branche zu erarbeiten.
00:11:40: Ist es denn ein geschützter Begriff?
00:11:42: Könnte ich mich jetzt auch für nicht da ein bisschen Mitmacher-Insevenzverwaltern nennen?
00:11:45: Ja also es ist tatsächlich gerade heiße Diskussion ob dieser... Also es ist höchstrichterlich rechtsprechend was ein eigenes Beruf ist.
00:11:56: Es würde niemand klagen, wenn ich mehr Insolvenz halte auf die Visitenkarte schreibe und vielleicht eine kleine in Anführungszeichen einen kleinen Blumenladen schon in der Insolvent abgewickelt habe.
00:12:05: Weil das insofern nicht geschützt ist als Begriff.
00:12:08: Aber wie wird man das?
00:12:09: Ja es ist so, dass man also gewisse Qualifikation nachweisen muss.
00:12:12: In aller Regel passiert es so, daß man bei einem Insolvensverwalter als Schattenverwaltern oder Mitarbeiter verfahren mit abarbeitet Und dann kriegt man Erfahrung man sich bei den Gerichten.
00:12:24: Und die Gerichte haben auch Interesse, dass junge Verwalter nachrücken und dann werden auch die jungen Verwalte zugegebenermaßen bei am Anfang fast ausschließlich kleinen Verfahren berücksichtigt und dann arbeiten sie sich hoch.
00:12:37: Der Vorteil der großen Kanzleiorganisationen so wie wir eine sind ist einfach der das wir ein Ausbildungssystem haben also
00:12:43: d.h.,
00:12:44: der Jungeverwalter, der ist einerseits rechtlich abgesichert selbstständig die Entscheidung alleine treffen kann.
00:12:50: Aber er hat einen ganzen Stab, hört sich jetzt ein bisschen vielleicht großspurig an, aber er hat tatsächlich die Möglichkeit, sich von allen Seiten zu versichern, dass er nicht allein ist und es unterstützt.
00:13:00: Er kann jeden fragen.
00:13:02: Er braucht ... Er hat die ganzen Buchhaltungs-, Liquidplan-Themen und was alles dazu gehört natürlich auch die rechtlichen Stabsstellen zur Hand bei den kleinen Verfahren um die bestmögliche Arbeit abzugeben.
00:13:13: Und somit ist er begleitet und das ja auch unser Interesse immer größere Verfahren machen.
00:13:19: Aber ihr werdet immer, würdest du sagen, beauftragt von einem Gericht?
00:13:22: Wir werden immer beauftragt von einem gericht.
00:13:24: allerdings hat sich in dieser Praxis in den letzten zwanzig jahren sehr viel verändert.
00:13:28: also bis nineteen neunundneinzig gab es die Konkursordnung.
00:13:33: da war das noch mal eine ganz andere welt da waren das ausschließlich richter.
00:13:38: entscheid wer den wer das verfahren bekommt Und da gab es auch einen sehr kleinen Club, sage ich jetzt mal von Kandidaten die große Verfahren gemacht haben.
00:13:50: Dann gab's die Einführung der Insolvenzordnung, und dann wurde das so ein bisschen geöffnet.
00:13:55: Ab im Jahr zwölf mit Einführungen des Schutzschirmverfahrens wurden sogar gläubige Rechte implementiert, die dem Gericht vorschreiben können.
00:14:04: oder sagen wir mal so, der Schuldner darf Der kann dann in die Eigenverwaltung gehen.
00:14:08: Das bedeutet, er bleibt selbst den Amt und Würden.
00:14:10: Früher war das so, der musste diesen Stift abgeben an den Konkursverwaltern, der hat alles gemacht.
00:14:15: Und jetzt ist eigentlich bevorzugter Art die Eigen Verwaltung.
00:14:17: D.h.,
00:14:18: der Geschäftsführer bleibt im Amt... ...und die Eigen-Verwaltung darf nur abgelehnt werden wenn es drifftige Gründe gibt z.B.
00:14:24: Insolvenzverschleppungen oder Buchhaltungssachen nicht veröffentlicht und solche Sachen.
00:14:30: Allerdings wird ein Sachwalter bestellt, der kontrolliert alles!
00:14:33: Und das ist so'n Abgeschwächter Insolventverwalter.
00:14:36: Und wenn der Schuldner ein sogenanntes Schutzschirmverfahren hat, wo er gewisse Unterlagen einreichen muss, dass die Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist.
00:14:43: Dann muss das Gericht dem folgen!
00:14:45: Das ist der extremste Schuldner-orientierteste Fall.
00:14:48: Das heißt also wir haben heute einen ganzen bunten Besteckkasten... Also
00:14:51: trotzdem waren sie Praxis, also wer ich jetzt merke bei mir läuft nicht so richtig?
00:14:56: Wann muss ich mich melden und wie komme ich dann zu dir?
00:14:59: Ja, also wir sind nach wie vor das Problem, dass diese Leute in aller Regel zu spät kommen beim kleinen und mittleren Unternehmen, bei großen Nichts.
00:15:04: Weil.
00:15:05: bei Großen sind sie meistens Rechtsberaten und da wissen Sie, da gibt es gewisse haftungsrechtliche Probleme.
00:15:09: Insolvenzverschleppung ganz schwierig – also das gibt ja.
00:15:12: Zweite, es muss noch einmal Gründe wenn man Insolventantrag anstellen muss bei einer GmbH, Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung,
00:15:19: d.h.,
00:15:20: wenn die positive Fortbestehensprognose wegfällt.
00:15:22: Und dieser zweite Bestandteil wird viel zu lasch oft beurteilt in kleineren und mittleren GmbHS.
00:15:28: von dem Geschäftsführer.
00:15:31: Und die haben eigentlich gekündigte Kredite da, das heißt ihnen fällt gerade die positive Fortbestehensprognose weg und dann versuchen sie noch so weiter zu.
00:15:38: der Schwabe sagt wurscheln und das ist dann meistens haftungsrechtlich hochkarätig gefährlich und die kommen in aller Regel zu spät.
00:15:44: Die kamen dann wenn Sie einen Rechtsberater haben, versucht der Rechtsberator, wenn er denn geschult ist, immer sowieso viel wie möglich bei den Geschäftsführe zu belassen, Stichwort Eigenverwaltung Keinen haben oder schlechten haben dann endet das meistens in einem regelverfahren, dann ist es fast so wie früher.
00:16:00: Dann kommt ein Insolvenzverwalter und der entscheidet was er macht und da braucht den Geschäftsführer im Grunde nicht mehr.
00:16:06: Also nochmal für einige auch hilfreich.
00:16:10: also man ist nicht nur insolvent wenn man kein Geld mehr hat um eine Rechnung zu bezahlen sondern wenn man auch sagen wir zu viele Schulden hat.
00:16:17: Ja, beziehungsweise folgendes Beispiel ich habe quasi einen Großkunden der hat Insolvenzantrag gestellt und muss sich meine eigene Planungsrechnungen überarbeiten.
00:16:26: und dann merke ich, ich komme voll ins Minus und ich komme in eine... Weil der
00:16:29: Kunde ausfällt?
00:16:30: Genau
00:16:30: weil der Kune ausfellt.
00:16:31: beispielsweise und ich sage gleich nochmal ein akutes Beispiel und ich komm' in eine Liquiditätsunterdeckung Ich frag bei meinen anderen Banken an die winken alle ab und sagen die decke ich nicht dann habe ich keine positive Fotostehensprognose mehr.
00:16:44: Und da gucke ich auf den Zeitraum von zwölf Monaten, so mindestens.
00:16:50: und wenn das passiert, sehen viele nicht die sagen ja ich hab erst in drei vier Monaten gibt mir erstes Geld aus der wird schon noch irgendwas passieren.
00:16:55: und da ist deshalb so schwierig.
00:16:57: weil da ist dann die Frage der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.
00:17:00: Habe ich mit der Überwiegendwahrscheinlichkeit für mehr als fünfzig Prozent eine Alternative?
00:17:03: Wenn nicht, bin ich im Zweifel schon in der Insolvenzverschleppung.
00:17:06: Und das ist so was, was viele nicht wissen.
00:17:09: Also von den kleineren und mittleren Unternehmen.
00:17:12: Wenn man da merkt es wird eng dann lässt man sich beraten... ...und dann sagt er einen Anwalt im Zweifel und sagt dann irgendwie okay das könnte schon Insolvenzverschleppung sein.
00:17:21: Dann geht man hin und meldet sich bei Gericht?
00:17:24: Dann ist ja auch die Frage in welcher Verfahrensart man kommt.
00:17:26: noch also wenn man die Eigenverwaltung d.h.
00:17:28: dass die Geschäftsführung im Amt bleibt Da muss ich mindestens ein Plan beilegen Dass ich auch unter einem Bezug von Insolvensgeld Zeit der Bundesagentur, die gehältt hat bis zu drei Monate.
00:17:38: Wenn ich da cash-positiv bin dann darf ich in die Eigenverwaltung.
00:17:42: Das muss ein Plan sein den aber einer gemacht hat, der es versteht und dann wird das Gericht die Eigen Verwaltung anordnen.
00:17:46: Dann bleibe ich im Amt und würden und dann würde man in Anführungszeichen nur einen Sachwalter bestellt.
00:17:54: Wenn man jetzt nicht in dem Schutzschirm ist, was noch ein großes Gutachten erfordert und die Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist.
00:18:00: Dann muss man vom Gericht abhängig, ob sie dem Vorschlag folgen oder eben einen eigenen Sachwalt nehmen.
00:18:06: Aber man bleibt den Amt und würden erst mal.
00:18:08: Okay, und die Firma Blatt auch erhalten?
00:18:10: Die versucht man auch zu erhalten.
00:18:12: Ja was natürlich in den jetzigen Marktbedingungen der ein oder anderen Branche immer schwieriger ist.
00:18:16: aber das ist sag ich mal wo wir in Deutschland so eine einzigartiges Instrumentarium des Insolvenzgeldes haben.
00:18:22: Das heißt die Bundesagentur für Arbeit.
00:18:24: es ist zwar eine Industrieumlage zahlt die gesamte Industrie organisiert bis zu drei Monaten die Gehälter meiner Mitarbeiter.
00:18:32: Ich kann, meine Mitarbeiter muss ich nicht zahlen.
00:18:34: Drei Monate lang!
00:18:35: Das heißt, ich habe auch drei Monate Zeit zu suchen nach Lösungen, nach neuen Investoren vielleicht auch einen schnellen Verkaufsprozess zu machen das hat.
00:18:43: die meisten Länder haben es nicht.
00:18:45: Ab welche Firmengröße wird Ihren Heutzutage tätig?
00:18:50: Also da organisieren sich die großen Verwalterkanzleien so wie wir innerhalb der Kanzlei anders also wir sozusagen die großen Namensdräger machen die Gransgroßenverfahren Und wir wollen ja gerade, dass der Nachwuchs die Chance hat und wir wollen den nicht.
00:19:05: die kleinen Verfahren nehmen.
00:19:06: Also wir nehmen auch ganz kleine Verfahren.
00:19:07: Wir haben auch Verbraucherinsurvenzen bei uns.
00:19:09: Jeder hat eine Verbrauch-Insurventsapptage.
00:19:10: Das heißt also ich sag jetzt mal vom Gemüsehändler ... Die Frau, die gebürgt hat, kommt dann in das Insurvenzverfahren.
00:19:19: Die hat gar nichts!
00:19:21: Manchmal spricht sie auch gar kein Deutsch.
00:19:22: unter uns gesagt Das machen wir auch.
00:19:25: Müssen wir machen das?
00:19:26: Bringt euch das was, also finanzieren?
00:19:27: Nein!
00:19:28: Wir haben im Gegensatz es so... Wir sind einer der wenigen Kanzleien die schreiben, die eine Kalkulation ihrer Verfahren machen werden, weil wir auch über... Wir haben fünfzig Prozent.
00:19:36: ganz normales, wir nennen das Sunny Life Business wo wir gesunde Unternehmen in der Wirtschaftsprüfung Steuerberatung Rechtsberatungen betreuen, d.h.
00:19:42: da schreiben wir ohnehin unsere Stunden sowie jeder Rechtsanwalt ist
00:19:45: auch... Der Wirtschaftsprüfer.
00:19:46: seid ihr Steuerberater?
00:19:46: Genau und deswegen schreiben wir das aber in der Insolvenz auch.
00:19:49: Das machen aber die meisten Insolidenzwarte an Deutschland nicht.
00:19:51: Die schreiben keine Stunden.
00:19:53: dass wir in über fünfzig Prozent unserer Fälle quantitativ negativ sind.
00:19:57: Das heißt, wir machen Verlust in den Überfluss.
00:19:58: Was ist denn die Frau des Gemüsehändlers?
00:20:00: Dann
00:20:01: können Sie keine Gewinne machen und dann machen sie Verluste.
00:20:02: Weil
00:20:03: wenn man die dann beraten muss oder wenn man da gucken muss... Ja
00:20:05: das ist zu teuer!
00:20:07: Wir werden ja nicht nach Stunden bezahlt sondern wir werden nach der Bemessungsgrundlage der sogenannten freien Masse bezahlt.
00:20:13: Also was ist die Masse?
00:20:14: die Masse ist.
00:20:15: Jetzt gehen wir mal ... Vielleicht ist das mit der Gemüsehändlerin vielleicht ein schlechtes Beispiel, weil sie hat wahrscheinlich gar nichts?
00:20:20: Ich sag's jetzt einfach mal, die Frau des Gemüserhändlers.
00:20:22: aber wenn Sie jetzt den Gemüselhändler selbst nehmen, der hat dann beispielsweise eine Einrichtung eines ... Der hat ne Ladenkasse.
00:20:28: und da ist die Frage welche Sicherungsrechte sind darauf, ob es finanziert oder nicht Und was frei ist wo keine Sicherungsrecht drauf ist, dass ist die sogenannte freie Masse.
00:20:38: Also okay, sagen wir mal Jetzt bei uns hier in der Firma, wir haben jetzt die Sachen, die wir haben nicht finanziert.
00:20:44: Vielleicht sind da ein paar Kameras rum?
00:20:45: Genau,
00:20:45: die kaufen wir und dann sind die freie Masse.
00:20:47: Okay, und dann gibt's hier noch...
00:20:50: Erst mal versuchen das ganze Unternehmen zu verkaufen.
00:20:52: Also das wäre ja das erste Ziel, nicht die einzelnen Gegenstände.
00:20:54: Aber
00:20:54: den Gemüsehändler zum Beispiel kann man dann meistens schlecht verkaufen oder?
00:20:56: Ah ja!
00:20:57: Manchmal gibt es Lösungen innerhalb der Familie.
00:20:59: beim Gemüserhändlers sage ich jetzt mal aber es ist tatsächlich immer mehr ... Wir haben in Deutschland das Problem, da kommen wir vielleicht später nochmal drauf dass wir in immer mehr Branchen Schwierigkeiten haben, Käufer zu finden.
00:21:12: Habt ihr eine Broschenspezialität oder macht ihr alles?
00:21:14: Nein, wir haben alle Verwalter in Deutschland waren alles wobei es gibt... Es kristallisieren sich so ein paar Spezialisten raus.
00:21:20: Also bei mir war viel Handel in den letzten Jahren wie du vorhin sagtest auch.
00:21:26: Aber trotzdem machen wir auch Automotive.
00:21:27: aber es gibt dann welche die großen Automotivfälle mehr gemacht haben.
00:21:31: Es gibt schon so'n bisschen Spezialisierung die sich herauskristallisiere.
00:21:35: aber eigentlich ist es keine Notwendigkeit und wir können uns das nicht leisten dass wir nur das eine machen weil die Fälle zu selten kommen
00:21:42: Okay.
00:21:43: Und wie viele Fälle macht ihr im Jahr?
00:21:44: Boah, das ist jetzt eine gute Frage!
00:21:47: Also wenn du groß bis klein sind, dann sind es natürlich über tausend.
00:21:50: Weil das natürlich jeder Verbraucher und so weiter zählt...
00:21:53: ...und die Menschen auch übers Amtsgericht bei euch oder
00:21:56: das Amts-Gericht?
00:21:57: Das bestellt die Verbrauchers nicht so dass die Leute juhu schreien.
00:22:00: also das teilt des Amts Gerichts zu aber wir müssen die Kleinen auch machen weil das Amt gericht sonst sich weigert uns bei großen Verfahren zu bedenken weil man muss ja alles lösen.
00:22:12: Aber okay, wenn ich jetzt sozusagen einfach weiß nicht irgendwie was bestellt habe bei Zalando und kann dich bezahlen dann zeigen die mich an beim Amtsgericht.
00:22:21: Ja
00:22:21: also es ist noch die Frage ob zalando das macht.
00:22:23: manchmal ist es denen zu viel Arbeit.
00:22:24: ja also sie würden dann wahrscheinlich schon im Mahnbescheid schicken ja und dann ist die frage ob man dann zahlt wenn man nicht bezahlt dann kannst du einen fremdantrag geben also und dann melden die das an.
00:22:37: Und dann letztendlich, es gibt bei der natürlichen Person keine eigene Insolvenzantragspflicht.
00:22:43: Also bei allem jedem, der vollhaftet muss ich keinen Antrag für mich selbst stellen sozusagen.
00:22:49: Aber das heißt damit kommt dann erst wenn ich Steuern nicht bezahlen kann?
00:22:51: Genau!
00:22:52: Dann
00:22:52: werde ich darüber gepackt
00:22:54: sein.
00:22:54: Genau auch das Finanzamt kann theoretischen Antrag stellen.
00:23:00: der logischste Weg, weil das Landwirte da alle nach oder größte Konzerne, wo man dann etwas kauft.
00:23:04: Die schreiben einfach ab wahrscheinlich und sagen okay das ist einfach so ein bisschen
00:23:07: Verlust.
00:23:07: Kommt drauf an, manche machen es tatsächlich so.
00:23:10: Manche geben es aber professionell in Kassau Abteilungen, verkaufen das weiter.
00:23:13: und auch das Finanzamt übrigens hat eigene Verstreckungsrechte.
00:23:16: Das heißt, die fänden dann den Konten rein und... Hab ich schon mal
00:23:19: erlebt.
00:23:19: Da hab' ich einfach in Rechnung bezahlt oder nicht gesehen für irgendeine Einkommenssteuer, Vorauszahlungen usw.
00:23:26: Und dann sind sie da recht schnell...
00:23:27: Schubt die
00:23:28: Bub!
00:23:28: Ja wirklich?
00:23:28: Dann war ich im Urlaub oder einen richtigen Brieffesten und dann hieß es okay hier wir fändten jetzt und ich so oh
00:23:33: what?!
00:23:33: Wenn du
00:23:35: dann aber noch ein Schufereintrag kriegst bis du dir wieder draußen hast, dann hast du ein Problem bei der nächsten Reisebüchel.
00:23:41: Okay also das macht ihr auch.
00:23:42: und bei den ganz großen Sachen als ich mein erster Durchbruchsfall war doch schlecker, oder?
00:23:46: Ich hatte vorher schon die Kögel, diese Trailer.
00:23:49: Es gibt ja drei große schmitzkrone Kögel ...
00:23:52: Die Anhänger.
00:23:52: Genau!
00:23:53: Die Anhanger war ein großes Verfahren.
00:23:55: Wie viel Masse war das?
00:23:56: Ja, das war schon höhere zweistelliger Millionen Euro-Betrag an Masse.
00:24:00: Schlecker war natürlich mit sechs Milliarden Umsatz und einer Milliardengläubiger und mit vierzigtausend Mitarbeitern eines der größten Insolvenzverfahren Deutschlands.
00:24:11: Und letztendlich durch diese zahlreiche Mediennennungen Es waren, allein im Jahr zwölf, das Verfahren kam am sechsenzwanzigsten Januar.
00:24:20: Wir waren es über fünfzigtausend Mediennennungen in dem Jahr von
00:24:24: meinem Namen.
00:24:25: Als die Dich jetzt sagen, da irgendwie?
00:24:26: Genau!
00:24:26: War mehr als bei Frau ... als unsere Bundeskanzlerin.
00:24:29: Aber ja, weil's jeden Tag ist war... Ich hab mal auch mit einem bekannten Medium gesprochen, warum sie dann jeden Kleinkram schreiben über dieses Schleckerverfahren?
00:24:38: und die hat mir danach gewiesen dass dann die Auflage steigt wenn Sie das über das Schleckerthema schreibt.
00:24:46: Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt eher ein zurückhaltendes Verhältnis zu den Medien.
00:24:51: Weil auch vielleicht nicht immer gute Erfahrungen gemacht, aber ich musste... ...ich hatte gar keine andere Möglichkeit als über die Medien zu den Mitarbeitern zu kommunizieren, weil Schlecker hatte ja keine Telefone und nichts in den Niederlassungen.
00:25:01: Die hatten nur Faxe!
00:25:02: Und nachdem da immer quasi auch nicht alle Personen da waren, ich konnte keine Betriebsversammlung, sie haben kein Intraneter oder nichts gehabt.
00:25:08: Ich konnte also quasi jetzt endlich habe ich Überpresseerklärung und über Medien habe ich die Mitarbeiter informiert.
00:25:16: Und informieren müssen?
00:25:17: Wie viel Massen hatten die damals, so weißt du noch?
00:25:19: Ja, die haben dreihundertvierzig Millionen Euro freie Masse gehabt.
00:25:23: Das waren dann Waren, die sie gekauft hatten...
00:25:26: Naja, die hatten natürlich Milliarden an Aktivwerten aber da waren Trittrechte drauf von Lieferanten und natürlich ist das Problem bei Schlecker gewesen.
00:25:35: also was niemand oder die Leute schreiben immer dass es Wir hatten in Deutschland, also es war ja eine Stilllegung.
00:25:41: Die Stilllegungen waren nur Deutschland.
00:25:42: Also wir haben im Grunde Zehntausend Arbeitsplätze und auch dreistellige Millionen Euro-Beträge erreicht.
00:25:47: Im Ausland nehmen wir Spanien, Italien, Polen
00:25:49: usw.,
00:25:49: da haben wir alles verkaufen können.
00:25:51: Österreich ging dann später eine Folgeinsurrenz aber nicht durch uns.
00:25:56: Aber Deutschland mussten wir liquidieren damals mit twentyfünf tausend Euro.
00:25:58: Da wurde doch keiner kaufen?
00:25:59: Nein,
00:26:00: man wollte keiner kaufen!
00:26:01: War zwar knapp davor... Und dann hast du ein Problem.
00:26:04: Dann kriegen die Gläubiger eigentlich kein Ergebnis.
00:26:05: warum wenn du Liquidieren musst.
00:26:08: Dann haben alle Mitarbeiter, also beim Mitarbeiterreichenverfahren ist es so die haben Anspruch auf ihre Auszahlung der Löhne und Gehälter über die sogenannten Auslauflöhne Und dann kommst du in riesige Summen.
00:26:21: wenn du dann plötzlich keine Gegenwerte maßt aber die Mitarbeiter noch drei Monate bezahlen muss Das sind dreistellige Beträge.
00:26:29: Deswegen kämpfen wir aber noch über die Klage von Kartellrechtsschadensersatzprozessen ob wir ob wir doch noch mehr Masse für dann zumindest die Bedienung der Masseverbindlichkeiten hinbekommen.
00:26:39: Okay, aber nochmal zu eurem Geschäftsmail ist dann diese freie Masse und ihr bekommt einen gewissen Prozentsatz an der freien Masse als euer Salä.
00:26:50: Das geht abhängig von Stunden, es ist egal wie lange er das macht.
00:26:55: Das kann dann wenn viel freier Masse da ist, ich glaube wir reden gleich nach Galleria Kaufhof und so wo du auch tätig warst, kann das auch mal Hundert von Millionen sein, darauf bekommt ihr nur viel Prozent?
00:27:04: Also
00:27:04: das ist gestaffelt.
00:27:06: Das geht mit wirklich Null Komma Null irgendwas.
00:27:09: also es geht mit Nein.
00:27:10: umgekehrt muss wir sagen Es geht die ersten ich weiß gar nicht auswendig Die ersten Fünfzig Tausend.
00:27:14: da kriegen wir glaube ich sogar fünfzig Prozent also Vierundzwanzigtausende und dann geht es runter bis Null.
00:27:18: Kommen Null Irgendwas weil es natürlich dann auch je größer die Masse ist, desto kleiner ist der dann Null-Kommer irgendwas Prozentsatz.
00:27:28: Es gibt dann allerdings noch Möglichkeiten – das ist dann die Regelvergütung.
00:27:32: und dann gibt es zuschlagsfaktoren, theoretisch auch Abschlagsfactoren und diese sind alle geregelt in einem Gesetz in einer Insolvenzverwalter Vergütungsverordnung.
00:27:41: stellt man Anträge und das Gericht beurteilt oft mit Gutachtern.
00:27:44: Das war früher auch nicht so, diese Beauftragten gut achtern zu sagen stimmt es also der Verwalt ist kein Misstrauen sondern das Gerich möchte sich einfach absichern ja ist alles richtig berechnet?
00:27:55: sind die Erhöhungsfaktoren richtig?
00:27:58: Und dann gibt es einen Beschluss den es gerichter lässt sondern kriegst du daraus deine Vergütung?
00:28:02: Okay, aber es hat ja für einen Fall gegeben wo dann ihr sag ich mal oder auch auf vierzig-fünfzig Millionen erstmal an Honorar oder an Vergütung bekommen habt.
00:28:11: Also
00:28:11: das sind schon sehr selten.
00:28:13: allerdings muss man eins unterscheiden das sind Umsätze einer Kanzlei mit in Anführungszeichen vierhundertdreißig Leuten also die.
00:28:21: wir haben heute eine Situation dass wir diese Umsätze die wir kriegen.
00:28:25: natürlich kriegt man da auch parziell seinen höheren Verdienst dann nachher als Partner.
00:28:30: Aber wir können nur einen Bruchteil ausschütten, weil wir ja eben auch mal ein zwei Jahre gar keine Großverfahren haben und dann haben wir aber trotzdem unsere Leute zu ernähren.
00:28:37: in Anführungszeichen also brauchen wir die Liquidität und zumindest was unsere Kanzlei angeht, wir haben keine Schulden, wir sind uns nur mit Eigenkapital ab und damit auch mit Liquidität brauchen wir immer wieder diese größeren Verfälle, die aber nicht.
00:28:50: Und da wäre ich mich immer dagegen, dass sie dann nicht verdienen.
00:28:53: Wenn da mal zehn Millionen Vergütung steht oder was?
00:28:54: Dann ist es nicht so das ich zehn Millionen Euro kenne.
00:28:57: Das ist sogar weniger in aller Regel als eine, weil der Rest wird im Grunde genommen dann geparkt und er geht ja auch mit den ganzen anderen Kosten drauf, die man so hat.
00:29:05: Also wenn man nur die großen Verfahren hätte, würde man sehr glücklich sein.
00:29:09: Aber man hatte natürlich auch die ganzen kleinen, wo man Minus macht.
00:29:13: Privatpersonen und kleinere
00:29:14: Firmen?
00:29:15: Ja, es ist auch Bauinsolvenzen sind schwierig.
00:29:17: Kleine Bau-Insolvencen sind ganz schwierig.
00:29:18: Weil da auch keine Masse da ist?
00:29:21: Unser Negativstfall die letzten drei Jahre war eine Vergütung von hundertdreißigtausend und aufgelaufene Stunden von vierhundertzwanzigtaust.
00:29:27: Und das war eine Baufirma?
00:29:29: Eine kleine Baufirma, die ist über zehn Jahre.
00:29:31: Über viele Rechtsstreitigkeiten und viel Sondereigentum.
00:29:35: Da musst du zu jeder Grundbuchlöschung hinfahren.
00:29:38: Du musst Gewährleistungs-Avalmanagement betreiben, wo die auf zehn Jahre gehen.
00:29:43: Was eine Dienstleistung für die Gläubiger ist.
00:29:45: Das wird auch nicht hoch vergütet.
00:29:48: Da versucht jeder sich wegzuducken, aber das kann man eben auch nicht machen ... Wenn das Gerät
00:29:53: einbestellt, bestellt es dich im guten und schlechten!
00:29:57: Also man hofft immer die Hoffnung, dass man das zum Guten macht.
00:29:59: In dem Fall, den ich gerade gesagt habe, der kommt hoffentlich nie wieder so bei uns in der Kanzlei.
00:30:03: Da haben wir uns ja auch gefragt, warum wir das vorher nicht hätten es auch ... In Anfangsheim kann man einen Verfahren dann noch einstellen lassen.
00:30:10: In diesem Fall war's aber so, dass viele bekannte Gläubiger dabei waren, wo wir gesagt haben, wir können sie jetzt nicht einfach mit dem Scherbenhaufen liegenlassen und sagen, kümmert euch selbst um eure Erwale, um eure Rest-Sicherheiten, garagen irgendwo auf der schwäbischen Albtas konnten wir nicht machen und insofern haben wir das dann auf uns genommen, um es fertig abzuwickeln.
00:30:25: Aber natürlich machen wir alle nicht gerne Verluste und wir haben unter uns gesagt die große Hoffnung dass gerade bei den kleineren Verfahren durch den Einsatz der KI eine deutliche Besserung eintritt.
00:30:37: und das merken wir auch schon.
00:30:38: Aber ich meine generell ist so Gericht bestellt euch.
00:30:42: Dann kommst du in der Firma rein.
00:30:44: Was macht das erstes?
00:30:45: was guck sie an?
00:30:46: ja
00:30:46: dass ist also du das ist tatsächlich durch spannende als insolvenz weiter.
00:30:50: du bist du kommst ein was ganz komplett neu ist.
00:30:53: Und es geht darum wie schaffst du zuerst die überblick zu verschaffen in einer situation wo die menschen dich eigentlich nicht feiern?
00:31:02: in aller regel weil das ist ein dramatisches ereignis übrigens auch für Manche nicht nur die Geschäftsführer oder Gesellschaft auch, für manche Mitarbeiter kann das existenziell sein.
00:31:12: Weil sie nicht wissen, ob sie einen Job behalten oder nicht?
00:31:15: Da kommst du oft in eine Situation wo die Menschen verängstigt sind und unsichert sind vielleicht auch frustriert weil sie über Wochen, Monate vielleicht schon nicht mehr gut behandelt worden sind vom Unternehmen Löhne nicht bezahlt zu spät oder Überstunden schrumpen müssen ohne Ausgleich usw.
00:31:28: Und dann kommt's in so einer Situation und dann sagst du erst mal jetzt brauche ich Information ABCD.
00:31:33: also das ist ... Schon ne schwierige Situation.
00:31:36: Die Zeit arbeitet insofern gegen dich, weil du musst relativ schnell Entscheidungen treffen.
00:31:41: Stimm mich eine Bestellung zu um den Betrieb fortzuführen mache ich mit diesem Auftrag plus oder minus.
00:31:46: sich darf keine Verluste machen.
00:31:48: das heißt ich muss auch relativ schnell nachkalkulieren was habe ich, was produziere ich da eigentlich wenn es ein Produktionsbetrieb ist und ganz schwierig?
00:31:56: Anlagebauthemen große Anlagebauthemen.
00:31:58: wir haben jetzt ja gerade man Roland die Druckmaschinen in der Insolvenz gehabt.
00:32:01: Das sind riesige Maschinen.
00:32:02: die kosten siebenstellige Beträge.
00:32:04: Da muss ich erst mal klären, ob der Kunde die abnimmt.
00:32:07: Auch wenn ich ihn vertraglich vielleicht zwingen kann will ich nicht... Ich sage jetzt mal in China einen Kunden verklagen müssen damit er seinen Kaufpreis bezahlt und ich habe hier fünfhunderttausend Euro investiert, die ich dann nie wieder kriege.
00:32:19: Also das sind schon schwierige Entscheidungen, die man aber mit einer Routine weiß wie man sie angeht, wie man sich klassert.
00:32:24: Aber
00:32:24: guckst du direkt also als erstes mal Geschäftsmodell?
00:32:26: Dann sagst du bei ein paar Geschäftsmedaillen schon uuh!
00:32:28: Das wird eh schwierig irgendwie bei bestimmte Branchen einfach Per se nicht mehr funktionieren.
00:32:32: oder guckst du erst mal den Jahresabschluss an, was machst du?
00:32:35: Also
00:32:35: das ist eine Kombination aus allem.
00:32:37: Natürlich gucken wir sich erstmal als Geschäftsmodell an und kennt ja gewisse Branchen und weiß ungefähr, was das Problem sein kann.
00:32:42: Ich fahre vielleicht mal bei Schlecker als Beispiel, weil es jeder kennt.
00:32:47: Schleker war ja lange Europas größter Druckeriehändler.
00:32:50: Und der Anton Schlecka hat mir gesagt am Anfang, also dabei brauchen keine Berater ich kriege das mit ihnen so hin, ich weiß was mein Problem war, ich hatte zu kleine Filialen Und das ist offensichtlich gewesen, der hatte eine Durchschnittskrise von hundertsechzig Quadratmeter Filialen und hat dann schon zwei Jahre vorher die Schlecker XL-Tochte gegründet.
00:33:12: Da hat er tausend Quadratmetersfilialen also circa gemacht.
00:33:15: Dann hat er nach mir versucht nahezuweisen gesagt ich habe jetzt zehn Prozent mehr Umsatz dort gemacht und dann retten wir ... dann wären die Verluste rein rechnerisch weg gewesen.
00:33:24: Aber genau hingeguckt hat und das ist uns erst nach zwei Wochen aufgefallen, dann sind diese Umsätze auch wieder runtergefallen.
00:33:28: Und warum?
00:33:29: Es lag nicht daran dass der Schlecker als schlechter wurde sondern beim Schläcker lag es daran dass die die Konkurrenten DM, Rossmann und Müller viel besser waren und attraktiver für die Kunden und die Kunden dort hingesprungen sind und daß der Schläcker natürlich durch seine Größe Nachteile in der Logistik hatte.
00:33:43: teure Logistikoßen teure Personalkosten weil er eben immer eine kassenqualifizierte Kraft da haben musste und nicht mit Hilfskräften arbeiten konnte.
00:33:52: Und das war dann der Grund, das heißt manchmal lernt man das, weil Schlecker ist jetzt was anderes als ein Maschinenbauer wo man sich sagen kann, da stimmt vielleicht irgendwelche Preise nicht.
00:34:00: Haben wir dort aber auch schon relativ schnell nach zwei Wochen gelernt, dass Geschäftsmodell wird so nicht funktionieren und da war auch das Beispiel zu Ende zu erzählen nach schon vier Wochen uns klar Es wird hier kein Druckeriemarkt und der Wettbewerbssituationen mehr machbar sein.
00:34:13: Und da waren wir sehr nah an einem Konzept, was wirklich fast funktioniert hätte eine sogenannte Seven Eleven Stores zu machen, weil Schlecker hatte sechs Zehntausend damals sogar in Deutschland Filialen nah am Kunden und damals war eben so wir machen Internet Stand ein Paket Annahmedienst das was es heute überall gibt aber das wäre eben der Laden gewesen als Stärke.
00:34:32: Und da hatten wir osteuropäische Investoren die sich die schon zugesagt hatten aber leider sich dann die beiden Equity Partner wegen einem anderen Fall zu stritten hat man abgesagt haben.
00:34:40: Aber sonst hättest du den Schlägerverkauf bekommen?
00:34:44: Darüber rede ich heute, darüber konnte ich lange nicht reden weil wir eigentlich Verschwiegenheitserklärungen damals abgeschlossen hatten.
00:34:49: Aber die sind aus meiner Sicht verjährt wenn man auch jetzt nicht nachvollziehen kann welcher Fonds das war.
00:34:54: Okay aber es ist schon immer so ein bisschen die Frage kriegt man die Firma verkauft?
00:34:57: Kriegt man Assets verkauft?
00:34:59: oder kriegt dann das Geschäftsbild auch wieder gedreht?
00:35:00: Kriege
00:35:01: ich erst einmal sagen mal Wir gucken uns natürlich versuchen relativ schnell die Insolvenzursachen zu analysieren.
00:35:06: Es ist ja so Wenn ich die Insolenzursache gut analysiere Und weiß was dazu führt, dann kann ich daraus ein Zielbild eines sanierten Unternehmens entwickeln und dann weiß ich welche Maßnahmen ich aufsetzen muss.
00:35:17: Ich muss aber die Ursachen wirklich verstehen.
00:35:19: Das heißt damals in meinem Beispiel noch mal zu bemühen mit Schlecker das Größe war es nicht mehr alleine sondern das gesamte Geschäftsmodell war's auch mit der Ausstattung der Marken usw.
00:35:29: Die auch die XL-Läden waren wesentlich weniger attraktiv als ein DM an Rossmann oder Müller Und deswegen waren auch die XL war keine Lösung und vor allem wäre es Kapitän, nicht da gewesen ist zu finanzieren.
00:35:37: Das heißt ich muss die Ursache erkennen und wissen okay kriege ich mit Maßnahmen, die man zum Beispiel in einem Insolvenzverfahren hat man nicht unbegrenzt.
00:35:44: Maßnahmen hat vor allem auch nicht viel Geld.
00:35:47: Kriegt man mit gewissen Maßnahmen die man aber klar definieren kann ein funktionierendes Zielbild hin.
00:35:52: diesen Dreissatz muss man beherrschen sonst kann ich auch nichts verkaufen.
00:35:55: So, und da kann es natürlich andere in jeweils Falken.
00:35:59: Im Einzelfall kannst du auch andere Investoren geben die sagen ich bringe mein ganzes Know-how als Maschinen bei ORB ein Und da wo du deine Schwächen hast Die gleich ich aus und ich will aber deine Märkte deine Kunden Und dann kann das Mischform geben.
00:36:12: was funktioniert in gewissen Branchen zum Beispiel jetzt derzeit?
00:36:16: Gießereien Eisen gießerein In Deutschland Ganz schwierig weil wir da einfach nicht nur Lohnkosten sondern auch Energiepreisnachteile haben.
00:36:23: Wie viele Gießerei Hast du dann so im Jahr auf dem Tisch?
00:36:26: Naja, es sind kaum noch welche da.
00:36:28: Muss man dazusagen!
00:36:28: Ich habe jetzt gerade ein neues Verfahren vor einigen Wochen gekriegt für einen Automobilzulieferer und da werden wir hoffentlich eine Lösung hinkriegen aber auch vielleicht mit jemandem der dort genau sich ergänzend verstärkt in Anführungszeichen.
00:36:46: Aber Eisengießereien kenne ich nur noch die, die in einer eigenen Produktionskette wie bei Heidelberg Druck direkt ihre eigenen... Kunde sind sozusagen, sonst kenn ich kam noch Eisengießerein in Deutschland.
00:36:58: Was für Branchen sind denn so mehr nicht da?
00:37:00: Also hast du viele jetzt Autos mobil zu liefern, viele Maschinenbauer oder Medienhäuser... Ich bin ja komm' erst zur Digitalwelt.
00:37:06: Hast du auch ab und zu Internetfirmen oder...?
00:37:08: Ja
00:37:08: also es ist ne... Wir haben in Deutschland immer mehr ehrlich gesagt bunten Mixes.
00:37:13: Es gibt auch Dienstleister, es gibt Maschinenbauer.
00:37:17: Es gibt Automobilzulieferer.
00:37:19: Wir haben aus meiner Sicht noch nicht eine Welle von großen Automobilzeliefern.
00:37:23: Das sind mehr derzeit noch etwas die kleineren, das sind aber auch ganz andere Branchen, die ein bisschen chemielastig sind, wo einfach ... Also Handel letztendlich auch.
00:37:37: Handel ist, muss ich nur in die Innenstädte gucken Und die Zeitungen nachschlagen jetzt auch wieder Galeria zum vierten Mal.
00:37:45: Die ersten beiden, wenn es noch so war?
00:37:46: Ja,
00:37:46: aber ich habe auch gesagt, ich mache sie dann nicht mehr kein drittes mal.
00:37:48: das hab' ich immer gesagt.
00:37:50: Weil?
00:37:50: Ich mein', wenn's nach zweimal funktioniert, warum soll ich jetzt derjenige sein, dass noch ein drittestmal funkt'.
00:37:55: Also da muss ich... Auch wenn das vielleicht einen Grund hatte, der nicht in mir lag, aber da muss sonst schätzt man sich dem Verdacht aus, ein eigenes Geschäftsmodell mit der Vergütungsbesorgung zu machen.
00:38:05: Und da war mir von Anfang an ... Ich mach das Dritte mal nicht mehr also.
00:38:08: Ist denn Galeria für dich aus ist los?
00:38:12: Also ich würde mir für die zwölftausend Mitarbeiter wirklich eine Lösung wünschen.
00:38:16: in dem jetzigen Umfeld wird es schon immer schwieriger und ich würde mich sehr wünschten dass es dann auch irgendeine Lösung geben kann.
00:38:24: Und ich würd's mir vor allem ehrlich gesagt für die Zwölftausend Mitarbeiter wünscht.
00:38:27: und ich würds' Also ich weiß nicht, ob du gerade so mittelgroße Städte kennst wo noch Galeria-Läden sind.
00:38:34: Ich in Ulm kenne einen.
00:38:35: also das ist dramatisch weil diese großen Formate da geht ja hier niemand anders rein.
00:38:39: Da gehen dann unten ein Euro-Laden rein und dann gibt es irgendwie vielleicht Lagerflächen und oben steht's leer Ja?
00:38:44: Das wird aber nicht gerade zur Steigerung der Attraktivität der Innenstädte beitragen und deswegen... Wäre es für die Städte gut, wäre es für den Mitarbeiter gut.
00:38:54: Wenn eine Lösung gelingt aber leicht glaube ich wird das echt nicht.
00:38:58: ja weil mir jetzt momentan auch kein Käufer einfällt außer sind irgendwie Unseriösen die das Geschäft machen wollen.
00:39:04: Gibt's denn auch Geschäftswelle wo du selber beim ersten Hinblick gar nicht verstehst oder überrascht bist wie Geld verdient wird?
00:39:09: Oder wer hast du jetzt ja von Firmen erzählt, die man so kennt?
00:39:12: Die auch relativ straight forward sind.
00:39:14: Drogeriehandel und sowas.
00:39:15: aber es gibt dir auch Geschäftsbilder wo man erstmal selber stutz.
00:39:17: ich mein im Softwarebereich oder so.
00:39:19: da wird's ja dann mal ein bisschen komplizierter wenn man gar nicht so genau weiß wie oder von außen müssen sie sich gut erkennen
00:39:23: können.
00:39:23: also wenn natürlich sagen wir so Wenn viel Geld verdient wird kommt ihr nicht ins Insolvenzverfahren.
00:39:28: Aber da haben wir tatsächlich auch im Sunny Life Business manchmal man dann deswegen kommt das wirklich nicht auf die Größe drauf an.
00:39:33: Also eines meiner Lieblings Mandate, der macht zehn Millionen Euro Umsatz und macht drei Millionen Überschuss mit, glaube ich zwölf Mitarbeitern.
00:39:42: Ja also ich sage jetzt mal nicht in welcher Branche aber das ist
00:39:45: wirklich ...
00:39:46: Der schläft gut jede Nacht ja, der könnte sein Laden bei zwei sogar nicht einmal.
00:39:50: Also mit einem Jahresergebnis auch liquidieren wenn er nicht mehr mag.
00:39:56: die Unternehmen, die zu uns kommen.
00:39:58: Manchmal gibt es Branchen wo wir sagen wir so seiten jetzt eigentlich bei uns weil eigentlich also ihr seid doch in der Branche die ich nicht für die Krisenbranche also beispielsweise habe ich viel zu spät erkannt das auch hochkarätige Ingenieurform in Deutschland eigentlich immer weniger Daseinsberechtigung haben, weil sie auch zu Low Cost Countries rüberwechseln.
00:40:18: Ingenieur?
00:40:18: Ja und da hätte ich immer bis vor anderthalb Jahren nicht gedacht naja also hochkarätige Ingenieurskunst muss doch hier in Deutschland eine Dasein-Berechigung hat schon noch eine aber es ist nicht mehr in dem Umfang wie wir's in der Vergangenheit hatten weil natürlich jetzt auch in Osteuropa Ingenieure da sind ja die was können und die halt zwanzig dreißig Prozent günstigere Stundensätze haben.
00:40:38: Und das heißt, du hast auch in der letzten Zeit einige Ingenieurs... In der Beratung
00:40:41: haben wir die.
00:40:42: Wir haben in der Berattung einige Inginieur- und Personaldienstleistungen unternehmen, auch ...die jetzt noch nicht unmittelbar vor der Insolvenz stehen, aber die, die man die letztendlich vorm massiven Personalabbau stehen.
00:40:57: Und so gibt es Branchen bis hin, dass es manchmal natürlich eigengemachte Probleme gibt.
00:41:01: Ich hatte ja auch schon Beerdigungsinstitute.
00:41:03: Also wo man sagt, das Modell läuft doch!
00:41:05: Aber es gibt natürlich auch manchmal X, es gibt ja manchmal Faktoren wie zum Beispiel Gesellschaftszustreitigkeiten.
00:41:12: Die dann jetzt nicht unbedingt broschenabhängig sind, dass irgendwas oder Nachfolgethemen die nicht laufen.
00:41:16: Es gibt natürlich auch nicht nur fähige nach Erben.
00:41:19: Es gab natürlich auch, sagen wir mal, Erben, die's halt dann auch nicht verstehen und dann gibt das eigengemachte Probleme.
00:41:25: Also das
00:41:25: heißt wenn ein Erbel einfach zu viel Geld zur Firma nimmt?
00:41:28: Ja oder weil er sich vielleicht Kunden- und Mitarbeiter verliert Ja, oder weil das einfach nicht kann in Anführungszeichen.
00:41:39: Es gibt auch interne Gründe und es müssen nicht immer nur Marktgründe bestehen, warum ein Unternehmen ausscheidet ja?
00:41:46: Da gibt's auch immer wieder Beispiele.
00:41:48: Wo bist denn du unternehmerisch am meisten zufrieden mit welches Mandat bekommst?
00:41:53: also wenn du siehst, aha spannende Branche kann man verkaufen.
00:41:56: Genau.
00:41:57: Viel Masse da macht Spaß!
00:42:00: Freu mich halt, wenn was erhalten bleibt.
00:42:03: Also ich freue mich beispielsweise jetzt den Kögel-Fahrzeugwerke um diese Trailer zusammen bei jedem Trailer, den ich auf der Straße sehe oder wir haben damals weiß nicht ob dir das auch machen.
00:42:12: Da gibt es ja auch eine Abspaltung die wir damals gemacht haben.
00:42:14: da gibt's die Saksas, die sind auch Autos.
00:42:18: Den Namen habe ich mit kreiert damals aus einer Abspaltung an die Mitarbeiter von den ostdeutschen werken der kögel fahrzeugwerke und die haben dann lange die postautos da gebaut die kleinen und jetzt machen sie auch sieht man überall auf der autobahn das freut mich halt dass er quasi, dass man damit geburtshelfer war eines eines neuen unternehmens was funktioniert.
00:42:36: Und der Kögel gibt's heute auch und funktioniert.
00:42:39: So gibt es viele Unternehmen, wo ich mich freue, dass sie Fortbestand haben.
00:42:43: Wie
00:42:43: gehört denn diese Firmen dann?
00:42:45: Wenn einmal Insolvenz eröffnet ist, dann ist ja die Frage, wer ist nachher der Gesellschaft oder in einer Firma?
00:42:50: Ja also wenn das Insolventverfahren eröffnete, gibt es da verschiedene Verfahrensarten.
00:42:53: entweder der alte Gesellschafter bzw.
00:42:56: Geschäftsführer reichen Insolventsplan ein.
00:42:58: Das können die Gläubige auch verlangen.
00:42:59: Dann ist es wie ein Zwangsvergleich.
00:43:00: Dann bleibt die Alte.
00:43:01: Das haben wir bei der Galeria zweimal gemacht.
00:43:03: Dann bleibt der alte Rechtsträger erhalten.
00:43:07: Es kommt zu einer Art Zwangsentschuldung, ja?
00:43:09: Und der alte Rechtssträge bleibt erhalten.
00:43:11: oder man macht eine sogenannte übertragende Sanierung.
00:43:13: das ist der S-Sideal kauft die Kameras hier einzeln raus Ja, an ein anderes Studio beispielsweise und der pickt sich halt die Kammer aus, holt die besten Leute mit.
00:43:22: Wenn sie vielleicht nicht sogar rechtlich übergehen nach Sixth Thirteen A. Das ist eine Vorschrift BGW.
00:43:29: Und dann gibt es einen neuen Gesellschafter wenn der alte Gesellschafter entweder nicht gewolltes oder finanziell nicht kann oder nicht mehr will Und das entscheiden dann die Gläubiger.
00:43:38: Auch
00:43:39: kann man sich da aber auch sanieren, also wenn man sagt okay jetzt mache ich hier eine cleverer Insolvenz, dann bin ich meine Schulden los und habe danach halt die Firma sozusagen erhalten, aber hab dann irgendwie keine Schuld mehr?
00:43:47: Ja, da gab es auch ein paar namhafte Fälle in Deutschland wo das unterstellt worden ist.
00:43:53: Also deswegen haben wir an den großen Fällen, auch in den ersten beiden Signafällen immer verlangt dass die Signa Holding oben sehr viel Geld zur Verfügung stellt für die Zahlung an die Glääubiger und deswegen gingen diese beiden Pläne mit über Zustimmung der Gläubiger auch durch.
00:44:07: Wer gesagt hat, keiner kann nur auf Kosten seiner Gläubeger sich sanieren.
00:44:11: Man muss einen Beitrag leisten.
00:44:13: Sonst ist das Recht aus meiner Sicht missbräuchlich.
00:44:16: Es gibt ganz wenig Ausnahmen, wo sogar die Gläübiker sagen, der kann nichts für die Insolvenz, das waren exogene Gründe.
00:44:22: Das ist aber der Hauptträger des Geschäfts.
00:44:25: Kann schon mal geben dass die Gläubige dann auch sagen wir tragen es trotzdem mit ein sogenannten Nullplanen wo wir gar nichts kriegen, aber das Geschäft und damit der Geschäftspartner weitergeht.
00:44:34: Aber normalerweise sage ich immer man muss mit was an den Festtisch bringen in Anführungszeichen und da muss man einfach auch Geld mitbringen.
00:44:43: oder man bringt einen anderen Investor mit.
00:44:44: ja oder den Suchterverwalter...
00:44:48: Gläubigern darüber was für Schuldenschnitte oder sie akzeptieren, auf das wir Geld sich verzichten.
00:44:56: Ja da gibt es natürlich aber auch rechtlich vorgesehene Vergleichsrechnungen.
00:44:59: ja.
00:44:59: also man muss immer die Liquidation in Betracht ziehen mit im Auge haben wenn die Liquidration besser ist als dieser Plan den ich gerade zitiert habe dann kappt man ein Problem.
00:45:07: Dann muss man den gläubigen sagen also eigentlich habt er in der Liquidation mehr zu kriegen können die denn auch sagen wir nehmen trotzdem weniger.
00:45:13: aber normalerweise wenn einer nach dem Geld rational guckt, sagt er dann lieber die Liquidation.
00:45:18: Das kann schon auch mal bei der Liquidation zum besseren Ergebnis führen.
00:45:21: Das hat einfach alle Essens wegverkaufen?
00:45:23: Alles, was da ist, Marke oder alles weggekommen?
00:45:24: In
00:45:24: aller Regel ist es nicht so, warum?
00:45:26: weil die Liquidration bedeutet, was sich vorhin angesprochen habt, die Massenentlassung.
00:45:29: und die Massentlassungen sind Masseverbindlichkeiten der ganzen Arbeitnehmer und die schlucken alles ... Was ein Potenzial ist weg, allerdings kein Sprachen geben muss, weniger Arbeitnehmer gibt, dann ist das kein Argument.
00:45:40: Und insofern gibt's gesetzlich vorgeschriebene Vergleichsrechnungen.
00:45:44: Natürlich auch, und das steht nirgends im Gesetz gibt es, sagen wir mal der professionelle Verwalter wird immer eine aktive Kommunikation mit den wichtigsten Gläubigern betreiben.
00:45:55: Das haben einige in der Branche mal versucht.
00:45:57: du kannst nicht gegen die wichtigsten gläubiger irgendeinen Unternehmen... an denen vorbei irgendeinem Dritten zuschieben, du musst die mitnehmen.
00:46:05: Wir sind ja meistens ... Die wichtigsten, ich glaube es ist da meistens auch die weiß nicht Finanzbehörde, die dann der irgendwie Steuerzahlung oder Arbeitgeberabgaben einfordert, Sozialabgabe?
00:46:15: Oder sind's dann häufig, also Finanzämter oder sinds dann häufig eher Banken?
00:46:19: Das
00:46:20: sind alle Regeln, das sind eigentlich Banken.
00:46:21: und dann kommen oft die sogenannten Warenkreditversicherer als Euler Hermes und Artradius und Cofas, die haben ja die Lieferanten versichert.
00:46:29: Und dann geht die Lieferantenansprüche gehen auf diese Gesellschaften über und die vertreten da.
00:46:34: Die haben ja auch ihre Kunden bezahlt, und haben dann eigene Ansprüche sozusagen, die sind sehr professionell.
00:46:41: Dann gibt's die Bundesagentur für Arbeit.
00:46:42: Sie sind ins Insovenzgeld vor Finanzierung gemacht hat.
00:46:45: Dann gibts manchmal den Pensionssicherungsverein der dann einspringt wenn Pensionsrückstellungen nicht bezahlt werden können.
00:46:50: Dann springt er in Deutschland gesetzlich der Pensions-Sicherungs-Verein ein.
00:46:53: Der kann eine mächtiger großer Gläubiger sein.
00:46:55: Die Arbeitnehmer selbst ... theoretisch ja, aber die sind eigentlich immer von der Fortführung egal was rauskommt weil sie natürlich einen Arbeitsplatz behalten wollen.
00:47:03: Also du hast jetzt nicht mit anderen Firmen zu tun normalerweise in der Verhandlung sondern meistens mit größeren Institutionen?
00:47:11: Das kann schon auch große Firmen geben die Einzelforderungen haben.
00:47:14: also wenn du jetzt beispielsweise so ein diensteleister hast oder ein Automobilzulieferer sagen wir es mal so Als Kunden die großen OEMs in Deutschland, die haben meistens im Vorfeld schon sehr viel Geld da reingegeben.
00:47:29: Die sind auch großgläubiger um den zu stabilisieren und reden dann massiv mit wer da übernehmer werden soll.
00:47:36: Wer die wollen einen Zulieferer haben der für sie passt.
00:47:41: Da gibt es nicht nur monetäre sondern auch operative Überlegungen.
00:47:44: Also insofern ist das nicht unbedingt leicht.
00:47:46: Die großen Automobilzulieferfälle, die sind schon so, dass man da eine große Mediation zwischen ... Das sind ja Wettbewerber ein VW, ein BMW und ein Daimler, sodass man da schon gewisse Mediationen machen muss auf welchen man sich denn dann einig der allen genehm ist oder man richtet sich nach dem, der den größten Anteil darin hat also am größten Risiko drin hat.
00:48:11: Der gibt meistens den Ton an.
00:48:13: Was haben wir jetzt, Benko?
00:48:15: Wie bist du da reingeraten.
00:48:16: Naja ich hab ja Galeria gemacht und Galeria sozusagen über einen Aufsichtsrat damals schon Benko beraten als er von Berggrün in Galeria gekauft
00:48:28: hat.
00:48:29: So aber nur ganz kurz.
00:48:31: und dann kam Galerie an die Krise und er kannte halt als einzigen Insolvenzverwalter in Deutschland mich und dann war er nur Gesellschaft des Gesellschaftes ganz oben in Anführungszeichen darum gebeten, dass sein Management gebetend ist.
00:48:47: Natürlich hat man nicht nur mit mir gesprochen und dann bin ich aber derjenige gewesen, der den Beauty Contest gewonnen hat.
00:48:53: Dann habe ich ihm auch gesagt wie ich es machen würde – also nicht nur ihm, sondern im ganzen Management dort!
00:49:00: Aber von ihm brauchte man das Geld vielmehr von ganz oben, vom Signal Holding und das musste er organisieren und ich habe gesagt, ich mache's nur... Das waren damals allein für die Gläubiger über hundert Millionen, die die Signale geben mussten.
00:49:10: Insgesamt mussten sie dreihundfünfzig Millionen geben und hundert über hundet Millionen, habe ich gesagt müssen an die Glübiger bezahlt werden.
00:49:17: Sonst macht man das nicht.
00:49:19: Nicht rechtsmissbräuchlich wäre es rein formal nicht aber es hat dann keine Wahrscheinlichkeit dass das glatt durchgeht.
00:49:26: Aber er kann dich ja nicht auswählen als Inservenzverwalter?
00:49:30: Nein, das war auch eine Eigenverwaltung.
00:49:32: Wir sind an der Seite des Organs gegangen Und wir haben dann mit dem Gläubigeausschuss ... Wir sind in einem Schutzschirmverfahren gegangen, wo wir den Sachwalter vorschlagen durften.
00:49:43: Und haben mit dem Gericht gesprochen und das Gericht überzeugt, dass es in dem Fall der Dr.
00:49:48: Frank Kepicus wird.
00:49:49: Da war der Sachwaltern im gleichen Set-up, das zweite Mal auch gemacht.
00:49:52: Das ist ein Kollege von dir?
00:49:54: Genau!
00:49:54: Der arbeitet bei dir?
00:49:55: Nein nicht bei mir, sondern das darf nicht sein.
00:49:58: Kannst du in deiner Eigenverwaltung wissen, muss ein völlig unabhängiger Sachwalder sein.
00:50:02: Es ist allerdings in der Branche so, dass sich die Leute kennen.
00:50:05: Also es sind vielleicht... Die Zahl sind wahrscheinlich nicht genau, aber das sind wahrscheinlich circa fünfzig Verwalter, denen Deutschland in Frage kommt für etwas größere Verfahren oder Sachwalter.
00:50:15: Okay, also
00:50:16: die kennen sich ja gegenseitig?
00:50:18: Und es ist auch Gerichte egal wo in Deutschland.
00:50:20: wenn sie wissen da kommt jetzt was mit Milliarden Bilanzsumme oder so.
00:50:24: Dann gibt's eine Liste von Leuten, die sinnvoll angesprochen werden können und anderen nicht.
00:50:28: Also es gibt formal keine Liste an die sie sich halten müssen.
00:50:30: aber das hat sich herauskristallisiert weil gerade bei diesen Größenordnungen geht man in den Schutzschirmverfahren und der Verwalter darf nur abgelehnt werden aus wichtigen Gründen.
00:50:38: Und muss schriftlich begründet werden und das passiert nicht.
00:50:40: also das heißt dann... Man macht allem und will sich am Gericht verstehen, man geht nicht einfach hin und sagt du musst jetzt den Sachwalter nehmen sondern man redet mit dem Gericht und meistens redet man mit mehreren, hat man mehrere Namen.
00:50:51: Das ist der Richter sagt Ich möchte diesmal nicht den, sondern den Kandidaten.
00:50:54: Das ist dann ... Und letztendlich will man ja nicht gegen den Richter
00:50:58: arbeiten.".
00:50:59: Aber du
00:50:59: bist zu sagen, obwohl ihr jetzt in Ulm sitzt und so, bist du deutschlandweit?
00:51:03: Ja
00:51:03: das ist kein Hindernungsgrund mehr!
00:51:04: Wir haben ja auch Büros von Ravensburg bis Hamburg.
00:51:06: also insofern... Wenn ich jetzt
00:51:08: in Hamburg was großes pleite ginge, dann könnte ein Hamburger Gericht oder wäre wahrscheinlich sogar würde ich sagen überlegen wen können wir da ansprechen, dann wärst du auf der Liste drauf.
00:51:16: Also Hamburg ist natürlich eine ganz eigene Welt sag' ich mal ganz ehrlich.
00:51:19: aber das ist jetzt Als Vorwurf gemacht, dass es so theoretisch ist aber möglich, dass ich in Hamburg auch Sachwalter werden könnte.
00:51:27: In einem Schutzschulverfahren, wo man vorgeschlagen wird – ja, theoretisch möglich!
00:51:31: Es hat sich ein bisschen herauskristallisiert, das es dann schon einen trifftigen Grund braucht, auch wenn ein Hamburger Verweiter in München oder Stuttgart dann Sachwaltern wird, weil der hat ja auch da nicht die ... also wir hätten jetzt hier Infrastruktur, Nicht jeder hat ja überall Infos.
00:51:43: Aber Galerie
00:51:44: ist zwar Essen eigentlich, aber da bist du auch...
00:51:47: Ja, ich habe nicht Sachwalter sondern in der Eigenverwaltung.
00:51:51: Da war ich der Berater.
00:51:52: Die Eigenverwartung macht zwei Drittel des Jobs im Schutzschirmverfahren.
00:51:55: Ein Drittel macht das Sachwaltern.
00:51:56: D.h.,
00:51:57: nur dass Sachwalte vom Gericht bestellt und kontrolliert die Eigenverwertungen.
00:52:01: Und wir ... Das System ist so, dass man sich teilt – die Insolvenzverwaltervergütung, die ich vorhin gesagt hab, die es gesetzlich ergibt, teilt sich zwischen Sachwalten- und Eigenverwaltern auf!
00:52:10: So
00:52:10: am gewissen Verhältnis.
00:52:11: Okay,
00:52:11: und dann kann der Eigenverwalter in dem Fall der Banco als Großkletcher?
00:52:15: Genau, aber der muss Insurvenz erfahren sein.
00:52:18: Und das ist auch was, was.
00:52:20: je größeres Verfahren ist, desto bekannter sollte er sein oder desto seriöser soll es sein und desto größer sollte seine Organisation sein.
00:52:26: Weil wenn ich jetzt heute ein Verfahren mit zwanzigtausend Mitarbeiter kriege und quasi die Insovensgeldbescheinigung beantragen muss... Ja, dann kann ich das natürlich alles mit Dienstleistern machen oder ich habe eine Organisation die da zumindest unterstützend teil hat.
00:52:40: Wenn wir heute gläubige Versammlungen haben wo vielleicht auch wirklich viele Leute kommen, dann wird hiermit Barcode Zugangssystem gearbeitet.
00:52:46: Da muss sich ausgerüstet sein.
00:52:47: und wenn wir zum Beispiel in einem Verfahren, in einer Eigenverwaltung bei Galavier, da waren über zehn bis zwölf eigene Berufsträger bei mir dabei also in diesem Team, die alle mehr als zehn, fünfzehn Jahre beim Arbeiten.
00:52:57: Das kannst du nicht alleine machen!
00:52:59: Du musst da, da musst du in jede Abteilung jemanden schicken damit er die Antworten kriegt, was er machen darf oder nicht.
00:53:05: Deswegen ist die Eigenverwaltung nur zulässig wenn ein Insolvenzrechtler im Organ oder als Generalbevollmächtiger bestellt ist.
00:53:12: Du kannst zum Beispiel immer mal an, du gehst in die Einkaufsabteilung und der will jetzt wirklich Regenschirme bestellen weil es ist ja bald Herbst!
00:53:17: Ja, dann musst du gewisse voraus und musst du sagen, pass auf.
00:53:21: Du musst es in den Bestellwesen gehen.
00:53:23: Du kannst jetzt nicht einfach viel früher deine Regen schon mal bestellen, sondern wir müssen das auch zahlen können.
00:53:26: Das heißt, du musst ganze Bestellweste ändern.
00:53:28: Die dürfen auch nicht plötzlich Altforderungen bezahlen, die wissen wie sie reagieren wenn der Spediteur Pfandrecht ausspricht auf Ware, die unterwegs ist.
00:53:36: Alles Insolvenzrechtler musst du in die Einkaufs-, in die Vertriebsabteilung, in die Personalabteilungs-, in Pressemitteilung, also in die öffentlich-rechtliche Abteilung musst du überall deine Leute sitzen haben damit sie wissen was sie tun müssen.
00:53:49: Die können ja nicht immer hinten anstehen an so einem Büro und dann immer einen den Geibits oder wen auch immer fragen.
00:53:55: so was darf ich jetzt tun?
00:53:55: Er läuft ja nichts mehr in so einem großen Laden.
00:53:57: das heißt du musst da mit einer Mannschaft ausrücken.
00:53:59: Also de facto übernimmst Du die Firma wie eine Unternehmensberatung die aber operativ tätig wird.
00:54:05: Ja
00:54:05: du bist operative Unternehmer nichts anderes.
00:54:08: Und die Geschäftsführung ist auch dankbar dafür, die gehen dann gerne in die zweite Reihe weil es natürlich auch dann die medialen Anfragen gibt und dann ist das ja auch eine Sonder-Situation, es ist auch für die Geschäftssführung oft besser wenn zum Beispiel bei den großen Betriebsversammlungen ein anderes Gesicht dort auftritt und erklärt wie's jetzt läuft und was jetzt passiert?
00:54:27: Weil dieses andere Gesicht ist nicht vorbelastet, weil vielleicht auch gewisse pläne Versprechungen nicht eingetreten sind.
00:54:32: da kann man das in aller Regel auf ne sachlichere Ebene ziehen.
00:54:36: Hast du dann über den Galerierding daran geglaubt, dass es
00:54:39: sich... Ganz klar.
00:54:40: Ja beim ersten mal auf jeden Fall, beim zweiten Mal war's schon schwieriger.
00:54:44: Beim ersten Mal hatten wir ein klares Konzept das wir dreihundert-achtzig Millionen Euro in die Läden
00:54:49: in
00:54:49: die Warenhäuser investieren und zwar in einen relativ schnellen Zeitraum Und das hätte zu einem ganz anderen, sag ich mal Einkaufserlebnis geführt.
00:54:58: Wir hatten die positiven Ergebnisse von durchgeführten Umbauten wie zum Beispiel Kassel, dass es funktioniert.
00:55:04: Das waren Systeme die eben auf Frequenzbringer ausgerichtet waren wo eben städtische Services reingeholt worden sind, wo Dienstleister wie Schlüsseldienste, Reinigungen, Konzertveranstaltungs-, Ticketverkäufer und alle reingeht worden sind so das wir Frequenzen in den Läden reingekriegt haben, das hat funktioniert Paketdienster zb auch Einlagerungen.
00:55:25: aber Die Gelder, die wir zur Verfügung standen sind dann eben aufgrund der Pandemie und dem Ganzen.
00:55:31: Und dann kam auch noch der Ukrainekrieg zu ein zwanzig Februar dazu und dann war hier... ...und dann sind die Gelder nicht für die Umbauten verwandt worden sondern sind höhere Verluste angefallen als ursprünglich geplant waren und damit ist das ein Todeskreislauf.
00:55:42: Und die Frequenzen in den Städten haben dadurch immer noch mehr zurückgenommen weil erst war die Pandemie da und dann waren auch letztendlich Existenzängste da durch die Ukraine und durch die Sanktionen Russland usw.. Und dann war einfach schon der zweite Fall, da war es schon echt schwieriger.
00:55:56: Also wir haben schon gesagt wenn jetzt wieder was ist?
00:55:59: ja?
00:55:59: und dann war bekanntermaßen kam die Frequenzen nicht mehr hoch und wir hatten bei dem Wir hatten das sogenannten Masterlies Agreement, was immer Gegenstand auch der medialen Berichterstattung war.
00:56:11: Einen Vertrag für alle SIGNA eigenen Warenhäuser.
00:56:15: und dann kannst du nicht Vertrag von Vertrag verhandeln sondern du kannst entweder den Vertrag so akzeptieren oder ihn komplett ablehn'n.
00:56:21: Und natürlich haben wir nachverhandelt.
00:56:23: aber das ist wesentlich schwerer als wenn Du Einzelverträge hattest.
00:56:27: Wir haben dann gut achten gemacht, dass die Verträge trotzdem markgerecht sind.
00:56:30: Aber das ist natürlich auch... Und das hatte man bei der dritten Insolvenz nicht mehr weil da war der Signal auch schon weg in Anführungszeichen und dann konnte der Kollege Stefan Denkaus dort ein bisschen freier agieren was die Mietverträge anging.
00:56:43: Aber ich bin der Meinung, wenn wir die Gelder investiert hätten in den Umbau oder es nicht andere Verluste gegeben hätte dann wäre Galeria attraktiver gewesen.
00:56:52: und das Kaufhauskonzept funktionieren in anderen europäischen Ländern.
00:56:56: Spaniencourt in Gläß funktioniert, in England funktionieren die Warnhauskonzepte.
00:57:02: Insofern hätte schon eine Daseinsberechtigung schon gegeben für ein Warnhaushonzept.
00:57:07: Mittlerweile sind sie allerdings im schwierigen Zustand.
00:57:10: Und wie hast du Benkurs erlebt?
00:57:13: Ja, es ist natürlich, sag mal so, René Benko hat ja nicht umsonst geschafft auch in dem Immobilien-Bereich, in dem ich bis zu diesem, wo er mich dann da auch reingerufen hat nichts zu tun hatte.
00:57:26: Aber der hat ja nachweislich geschafft das siebzehn Milliarden Immobilie-Fonds aufzubauen und hat ja sehr seriöse große Unternehmen wie Klaus Michael Kühne, wie die RRG Stiftung, wie andere als Investoren gewinnen können, die ja erfahrene Unternehmers sind.
00:57:45: Das heißt ich sag's jetzt mal so das kriegst du nicht hin wenn du nicht überzeugend wirkst.
00:57:50: Er hat mit mir lange immer nur über das Handelsthema gesprochen und nie über Immobilienthema.
00:57:56: Deswegen hab' ich ihm auch gesagt als ich in das Immobilienthema ging, guck muss man es erstmal angucken.
00:57:59: damit haben wir nie gesprochen aber ich war halt für ihn der Handelsrestrukturierer Und wenn er da ein Problem hatte, bin ich halt aus der Schublade gezogen worden und dann auch wieder reingeschoben worden.
00:58:08: Dann bist du wieder weg genau so schnell wie du gefragt bist!
00:58:11: Aber war das einen Eindruck vor der Typ für dich?
00:58:13: Ja
00:58:14: natürlich.
00:58:14: also jetzt will ich nicht auf... Ich bin mit vielen Österreichern befreundet.
00:58:19: die Österreicher haben eigentlich aber auch einen ganz anderen Charme ja Die haben eine ganz andere Begabung sag' ich mal ganz ehrlich Menschen für sich zu begeistern.
00:58:27: Das konnte der René Benko auch.
00:58:32: Ich sag's mal so, beim ersten Fall hätte das alles funktionieren können.
00:58:37: Ich glaube im Übrigen auch... ...dass wenn er früher gekommen wäre und ich hatte ihn einmal ankontaktiert Monate bevor er mich gerufen hat gesagt als diese ECB-Nachricht ging er gesagt jetzt hast du bei dir bremst aber Lichter Loitz musst du da endlich was machen also mit deinem ganzen restlichen Teil?
00:58:53: oder gesagt ne ne ja kriegt es alles hin, kriegt jetzt riesige Gelder Einzahlungen und Beteiligungsweite Er braucht nicht keine Hilfe.
00:59:01: Das ist natürlich auch eine Beratungsresistenz, die da war.
00:59:04: Und das hätte man aus meiner Sicht verhindern können und glaube ich es wäre auch im Sinne der Großinvestoren gewesen wenn man es verhindert hätte.
00:59:10: aber es war zu spät
00:59:12: Aber hat sich jetzt überrascht als auf einmal alles Zombra?
00:59:16: Ihnen oder mich?
00:59:17: Mich nicht!
00:59:18: Nein also ich habe ja ihm auch... Ich bin nach sechs Wochen wieder raus Aber das war, letztendlich gab's da zwei Fraktionen.
00:59:25: Also ich hab nicht dran geglaubt, dass man noch mal neues Geld in dieser ... Und da hat er auch eine andere Truppe beauftragt.
00:59:32: Die waren mit der ganzen Welt unterwegs um Geld zu organisieren und ich war eher der Meinung wir müssen es anders machen.
00:59:38: Wir müssen von unten von den Objektgesellschaften Stan Stills machen und dort Treuhandschaften drüber legen und das erste Mal von René Benko weglösen und dann die schlechte Zeit abwarten und dann das mit den jeweiligen Grundvergläubigern lösen.
00:59:49: und das wollte er nicht Weil er gesagt hat, dann habe ich keine Möglichkeit mehr Obengeld zu kriegen und ich glaube an die Lösung für Obengelb.
00:59:57: Und dann hab' ich irgendwann nach sechs Wochen gesagt, da glaub' ich war gar nicht mehr dran und dann bin ich
01:00:00: daraus.".
01:00:00: Okay also weil er dachte bis letztes kommt jemand aus China oder Saudi-Arabien und schießt noch mal... Er hat
01:00:05: ein zweiteres aus Saudi Arabien
01:00:06: heran.
01:00:07: Ja genau.
01:00:09: Und sagen wir von allen Inservenzen worauf bist du jetzt am meisten stolz?
01:00:14: Da haben wir richtig nochmal was gerettet.
01:00:17: Also jetzt muss ich fast so einen Zwei teilen.
01:00:22: Ich habe ja schon ein paar Namen genannt, wo ich sehr stolz bin dass wir größere Unternehmen wie Kögel beispielsweise und andere retten konnten.
01:00:32: Und viele Mittelständler retten können, die es heute noch gibt.
01:00:35: auch Bauunternehmen, z.B.
01:00:36: Züblin war ja haben wir aus der Walderbauinsovent an Strabag verkauft und die wird's heute nicht mehr geben ohne uns.
01:00:46: der bedeutendsten Unternehmen im Strabag verbunden.
01:00:51: So schizophrin, das klingt bin ich auf meinem Team total stolz dass wir eines die größte Liquidation der Nachkriegszeit nämlich Schlecker hinbekommen haben ohne dass und auch zusammen mit dem Betriebsrat... Ich bin heute dreif heute noch oder habe regelmäßig Kontakt mit der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Grüssel Hoffmann.
01:01:13: Ich habe mit Werde dieses Bezüglich Kontakt.
01:01:15: Wir haben es wirklich, und das ist ganz schwierig für die Mitarbeiter gewesen weil sie oft keinen Job gefunden haben und die waren sowieso schon auf dem untersten Gehaltsniveau und wirklich schwierig, auch sozial schwierig für viele von denen.
01:01:29: Und dass wir das in Anführungszeichen mit einer solch großen Liquidation so schmerzhaftes für alle war, so professionell hingekriegt haben.
01:01:36: auch, dass jetzt hier im Grunde selbst die Gläubiger-Inanführung-Zeichen zufrieden waren und das Gericht sehr zufriedend war.
01:01:46: Das macht mich stolz weil es einfach eine Aufgabe war wo ich im Übrigen auch den Medien dankbar bin weil die hätten mich da auch zu fleischen können.
01:01:55: Also dann weiß ich auch nicht, ob ich jetzt hier sitzen würde in dieser Funktion.
01:02:01: Das hältst du dann auch nicht aus.
01:02:02: also wenn dann ganz Deutschland medial auf dich einschlägt hält es nicht aus.
01:02:06: Also auf Dauer so und das war, da bin ich schon auch wenn das jetzt kein Happy End gab also die Zehntausend, die darf man jetzt auch nicht vergessen dies heute noch gibt in Spanien Italien
01:02:14: usw.,
01:02:15: die jetzt natürlich unter einer anderen Firma laufen ist das von der insolvenzrechtlichen Bearbeitungsintensität.
01:02:21: Da waren auch vierzig Leute von unserem Büro drin also nicht nur die zwanzig für eine Galerie, das ist aus meiner Sicht insolvensrechtlich ne große Leistung gewesen.
01:02:30: Ich habe einen Berufskollege von dir, die hat Wirecard gemacht.
01:02:34: Das war auch ein Riesending.
01:02:35: Ja,
01:02:36: ich hatte ja Fee.
01:02:37: Genau?
01:02:37: Ihr könnt euch nicht mehr an.
01:02:39: Hast du dann gedacht ... Schade, das hätte ich auch gerne gemacht!
01:02:41: Das ist bei uns fast immer so.
01:02:43: Das muss man klar sagen.
01:02:44: wir sind ja vieles von uns in Padoo und sind befreundet sogar Und trotzdem sind wir im harten Wettbewerb.
01:02:53: Wenn der eine mal einen großen Auftritt, den man gerne ... Nicht jedes Verfahren würde ich gerne machen.
01:02:58: Ganz ehrlich, ich glaube für Wirecard gibt's kein besseren Verwalter als Michael Jaffee.
01:03:03: Weil was ... Ja,
01:03:04: weil Michael Jaffe ist, sagen wir mal der hat ... ja, was soll ich das jetzt sagen?
01:03:09: Der ist ein Stirnacken, der geht den Ansprüchen nach, er verfolgt die Begabung mit viel Geduld und auch hohem rechtlichen Know-how Prozesse zu führen Und diese Kriminalinsurvenzen aufzuarbeiten Mit einer Akribie wo vielleicht vielen von uns die Nerven fehlen würden.
01:03:28: Und das macht er mit einer absolut perfektionistischen Art.
01:03:31: Also der ist für solche schwierigen großen, vor allem Kriminalfälle, ist der meiner Meinung nach der beste Mann in Deutschland.
01:03:40: Aber Kriminalfelde sagst du, da ist ja nicht so dein Ding dann?
01:03:44: Ja also sagen wir mal so... Da muss ich erst sagen die große Kriminalinsolvenz sollte tatsächlich ein Jurist machen weil er muss ja hohe Ich sage jetzt mal, Prozesskosten auch rechtfertigen.
01:03:56: Er muss Prozessstrategien beurteilen können und da glaube ich ist er Rechtsanwaltsverwalter glaubwürdiger als der Wirtschaftsprüfer.
01:04:06: Und du musst natürlich auch wirklich dich festbeißen könnten bei solchen Sachen weil die über viele Jahre musste dann den Vermögenswert nachjagen und das muss dir liegen!
01:04:16: So, und da gibt es welchen denen das mehr liegt dieses Bett.
01:04:19: Und dann glaube ich auch objektiv besser machen als andere so.
01:04:22: Das heißt du bist eher wenn Restrukturierung möglich ist?
01:04:25: Ich bin
01:04:25: natürlich im Wege.
01:04:26: kann man das Business drehen und hat neue Geschäftsideen vielleicht oder oder so.
01:04:29: Ich
01:04:30: habe halt ja sagen wir gehen auch gerne in die Eigenverwaltung.
01:04:32: Das machen manche nicht gerne.
01:04:33: Ja also nur Sachwaltungen Inservenzverwaltung.
01:04:36: Ich gehe gerne in Die Eigen Verwaltung Gehe gerne mit ins Management und versuche hier das Unternehmen dann quasi eine Lösung zu finden.
01:04:46: Und ich bin natürlich auch von meiner Ausbildung als Wirtschaftsprüfer da eher in den Planungsrechnungen zu Hause, ja?
01:04:53: Ich will jetzt nicht sagen dass es nicht auch den einen oder anderen Insolvenzverwalter-Rechtsanwaltskollegen gibt der gerne in Planungs Rechnung rumschlägt aber ich glaube schon, dass wir mit meinem Team sehr tief in diese Planungs rechnungen gehen.
01:05:07: Also Businessplanung und... Ja,
01:05:09: Businessliquiplanungen.
01:05:11: Auftragskalkulationen, Nachtragskalculation in Baustellen.
01:05:15: Auch wenn wir Berater drin haben die schon drin waren Wir verlassen uns niemals auf eine vorgelegte Kalkulation Die wir nicht selbst nachkalkulieren Und die wir nicht verstanden haben.
01:05:24: Niemals auf dem Plan.
01:05:26: Und wenn er noch so kompliziert ist den ich Leute von mir Wirtschaftsprüfer-Kollegen Von mir bis zur letzten Zahl angeschaut habe weil es ist auch Nicht mehr glaubwürdig du hast die Verantwortung.
01:05:34: Die hast Du einfach und da musst Du auch in den Zahlen stecken.
01:05:37: Das ist so.
01:05:38: Also da gehen wir auch sofort mit dem Team immer rein, ob jetzt schon andere das vorgelegt haben oder nicht gemacht haben weil es einfach wichtig ist.
01:05:45: Weil du sonst auf Glatteis kommst wenn du zum Beispiel einen sogenannten Massekredit
01:05:49: d.h.,
01:05:49: wenn du Geld brauchst um deinen Betrieb in der Insofernz fortzuführen und z.B.
01:05:52: zu den Banken gehst dann musst du auch sagen ich auch dass wir den Plan angeschaut haben.
01:05:58: Wir stehen dahinter.
01:06:00: D.h.nicht dass jeder Plan funktionieren muss.
01:06:02: Es gibt immer Unwälteinflüsse, da soll man Planepläne nicht funktionieren.
01:06:05: aber Also ich nehme nicht gerne einen Fortführungsplan von einem Dritten, den ich nicht selbst komplett durchschaue und durchblicke.
01:06:16: In der Start-up Welt kennt man solche Hockey Sticks.
01:06:18: Pläne, die dann ab Jahr drei richtig nach oben gehen.
01:06:21: Das ist doch nicht so eurer Art nämlich an?
01:06:22: Nein das ist schon mal berufsbedingt nicht unsere Art.
01:06:25: Manchmal wirft nur uns vor, dass wir zu negativ sind.
01:06:27: Da kann es ja auch jedes Unternehmen tot planen!
01:06:29: Ja genau, also muss man die Balance
01:06:32: hin.
01:06:32: Jetzt zur Zeit, wir haben ja Umwelteinflüsse Die sind ja so mehrdimensional zur Zeit, also die wir alle kennen.
01:06:38: Es gibt die Deutschen, es gibt die Rohstoffpreise, es ist das Thema Irankrieg, es gibts die Sanktionen und die Zölle, sodass wir im Grunde genommen tatsächlich in vielen Restrukturierungsfällen dazu übergehen sogar mehrere Planvarianten zu haben.
01:06:53: Also beispielsweise wenn man einen wichtigen Absatzmarkt Russland hat... plant man jetzt tatsächlich die nächsten zehn Jahre ohne Russland?
01:07:01: Oder hat man vielleicht Hoffnung, dass man sich doch irgendwann mal wieder an den Tisch setzt und mal wieder einen Absatz macht.
01:07:07: Gibt es da noch viele Firmen, die da Russland nach wie vor haben?
01:07:09: Momentan ist das ja durch die Sanktionen auf dem Minimum...
01:07:13: Aber gibt's halt Firmen die da hinschielen und hoffen, dass sie der Wald wieder in der Geschäft machen können?
01:07:16: Ja, gibt's!
01:07:17: Also es gibt auch Firmen ,die früher dort einen guten Absatzmarkt hatten, wie zum Beispiel Bruckner Fashion hatte immer einen guten russischen Absatzmarkten und gibt's ja auch keinen Grund Ich sag jetzt mal, wenn Russland wieder an den Tisch darf.
01:07:31: Wenn ich das so sagen darf, dass nicht Russen Bruckner kaufen sollen dürfen.
01:07:37: Warum?
01:07:38: Also es ist ja sowieso alles gerade adapsotum.
01:07:42: Wir haben riesige Sanktionen und USA kauft gerade Dieselöl also von den Russen.
01:07:46: Das ist ja auch alles nicht mehr so zu verstehen.
01:07:50: Bogner war auch ein Fall von
01:07:52: dir?
01:07:52: Ja, Bogner waren eine Treuhandschaft.
01:07:54: Also wir machen ja viele Treuhandschaften auch.
01:07:56: Was ist das?
01:07:57: Das heißt also da haben die Gesellschafter ihre Anteile auf mich übertragen.
01:08:04: zur natürlich Wanderung einer Restrukturierungsphase so.
01:08:09: Manchmal wird es von den Banken verlangt in dem Fall war's am Anfang Gesellschaft ausgelöst dass man einfach eine gewisse Restrukturierung Phase die durch Corona losging weil plötzlich fast fünfzig Prozent des Umsatzes verloren hat, kam man in die Krise.
01:08:24: Man brauchte auch mehr Geld.
01:08:26: Dann haben irgendwann auch die Banken verlangt, dass wir die Treuhandschaft machen und dann haben wir das am Schluss zum guten Ende
01:08:31: geführt.".
01:08:31: Und habt ihr Bock nach dem Erfolg?
01:08:33: Ja, sehr erfolgreich konnte man in der Medien nachlesen.
01:08:37: Das ist dann an die Kathiasgruppe verkauft worden.
01:08:41: Hast du auch gemacht?
01:08:42: Wir begleitet mit und die Familie ist da noch jetzt mit einem nicht unwesentlichen Anteil beteiligt.
01:08:47: Also Bock nach Familie!
01:08:50: Und unser Job ist beendet.
01:08:51: Aber am Ende bist du ja auch schon irgendwo ein Unternehmer, der jetzt nicht nur für sich selber... Ja!
01:08:56: ...für deine Kanzlei, sondern auch für die Firmen.
01:08:58: Du gehst dann immer wieder in den Unternehmer-Roller rein?
01:08:59: Ja das ist so.
01:09:00: Ich bin auch gerne Unternehmer.
01:09:01: Das heißt wir machen... Das ist was mich reizt.
01:09:04: bei diesen Treuhenschaften bzw.
01:09:05: machen wir sogar noch eine weitere Stufe seit zwei Jahren.
01:09:08: Das nennt sich Shareholder as a Service.
01:09:10: Also bei dem Treuhandschaffen bleibt es wirtschaftliche Eigentümer bei dem treu Geber als in dem Fall der Familie.
01:09:16: Die kriegen die Gewinne zugerechnet plus.
01:09:18: Wir machen seit zwei Jahren auf, als wo wir die Firmenanteile ehrlich kaufen.
01:09:22: Also meistens mit einem Euro oder sogar dem Negativkaufpreis.
01:09:26: Dann wollen manche große Konzerne das damit, weil wir einfacher restrukturieren können als die großen Konzerner und dann versuchen wir diese Einheit weiter zu verkaufen aber den Großteil des Veräußerungsgewinn in Anführungszeichen kriegt wieder der Verkäufer als nachträgliche Kaufpreiserhöhung.
01:09:42: Das ist noch mal eine Stufe mehr.
01:09:43: Das machen wir dann nicht für Banken oder sowas, sondern das machen wir... Einmal
01:09:47: für mehr?
01:09:48: Ja!
01:09:48: Oder für Großkonzerne.
01:09:50: Die sagen, sie haben da irgendwo ne kleine Einheit.
01:09:52: Sie können sich darum nicht kümmern.
01:09:54: Insgesamt ist der Konzern positiv und die Einheit sehr negativ.
01:09:57: Da muss ich jetzt irgendjemand drum kümmern, der mit den Arbeitnehmern einen eigenen Tarifvertrag aber arbeitet, der vielleicht guckt, wer könnte dazupassen.
01:10:04: Und dann versucht es dem nächsten zwei, drei Jahren weiter zu
01:10:06: verkaufen.".
01:10:07: Und dann nimmst du dir aber immer natürlich einen Share mit.
01:10:11: Ja, das ist alles vorher definiert was man da kriegt.
01:10:14: Also nochmal an... Die haben uns für ein Euro verkauft wir... Aber es gibt auch keinen anderen Käufer und wir schaffen das dann für zehn Euro verkauft wird Dann kriegen wir vielleicht zwei Euro in die Acht.
01:10:25: Also fast so wie der Art Carry.
01:10:27: In der Magistin oder sowas?
01:10:28: Genau!
01:10:29: Aber erst mit Erfolg.
01:10:30: Also sehr
01:10:31: unternehmerisch.
01:10:31: Ja
01:10:32: ja absolut.
01:10:34: Wie spürst du, ob was noch ne Chance hat nämlich?
01:10:36: Das gucken wir uns an in der due diligence.
01:10:38: Wenn wir dieses Modell fahren, weil wir da ein hohem Maße erfolgsabhängig sind, gucken wir das auf unsere Kosten in der Due Diligence an und schauen... ob wir der Meinung sind, dass wir daraus was machen können oder nicht.
01:10:49: Da baust du trotzdem trotz aller Daten und irgendwie ein Bauchgefühl?
01:10:53: Habe ich eine Marketingidee, habe ich ne Produktidee... Das ist ja dann auch jetzt nicht nur, sagen wir mal einen Handwerk, das ist ja auch bisschen Talent oder eine Kunst zu sagen okay, daraus mache ich jetzt was!
01:11:03: Und ein Netzwerk.
01:11:05: also wir haben zwar meistens strenge NDAs die wir da unterschreiben müssen aber wir können nach Absprache mit dem Vertragspartner gewisse anonymisierte Anfragen an unsere Netzwerkpartner stehen So ein Art Beirat, wo wir Automotive Rüstung Bankenwelt Know-How Träger drin haben.
01:11:23: Und da fragen wir, seht ihr für die und die Branche vielleicht eine Chance?
01:11:26: Der und der Ausstattung?
01:11:27: können wir uns das vielleicht überlegen oder wir nehmen sie sogar mit ins NDA Und dann suchen wir nach Möglichkeiten, im Ist-Zustand zu belassen ist meistens keine Option.
01:11:34: Sonst würde sich der Konzern behalten, dann wird es ertragreich sein und wenn's verlustreich ist das auch keine Option weil da würden wir es ja in die Insolvenz führen müssen und wir sind kein Bestattungsunternehmen.
01:11:43: also die Insolenz ist für uns nur wenn was schiefläuft.
01:11:45: Wir wollen eine überwiegende Wahrscheinlichkeit wenn nicht wieder bei dem Wort von mehr als fünfzig Prozent haben dass das gelingt sonst machen wir es nicht.
01:11:53: Spürst du denn du hast gerade sagen wir gute Zeiten sind für euch und schlechte Zeiten fürs Land?
01:11:58: Was man immer so hört.
01:11:59: ist das wirklich jetzt irgendwie?
01:11:59: Wir brauchen schon übergreifend Zutreffen, das er gerade erzählt.
01:12:02: Es gibt ein paar Gießereien kann man sich vorstellen Energiekosten so dass da jetzt aber so in der Breite ich meine du hast ja guckst ja wirklich da sehr tief rein.
01:12:10: Also vielleicht also Ich bin tatsächlich wir müssen unterscheiden zwischen dem zustand deutscher Unternehmen und der deutschen Wirtschaft und im Standort Deutschland.
01:12:17: Der deutschen Wirtschaft geht es gar nicht so schlecht weil wir einen hohen Wertschöpfungsgrad im Ausland haben.
01:12:22: internationalisierung auch die mittelständischen Unternehmen Auch so Riesen Brands beispielsweise wie stil oder kärcher oder wird Die sind ja wahnsinnig international in der ganzen Welt tätig.
01:12:33: Die haben Wertschiffe.
01:12:34: um die muss man sich, wenn ich das mal so sagen darf keine Sorgen machen.
01:12:38: aber um den Standort Deutschland muss man es sich schon sorgen machen.
01:12:41: und da muss ich auch einmal eins sagen da brauchen wir jetzt nicht einfach nach Berlin zu gucken und sagen Berlin hat alles falsch gemacht.
01:12:46: also ich glaube wir haben hier eine solche viel dimensionelle Themenviefalt und Herausforderungen.
01:12:53: Wir haben was wir alle wissen Tatsächlich, wo die Regierungen der letzten zwanzig Jahre versagt haben ist das keine Wirtschaftspolitik gemacht worden.
01:13:02: Der Verbrennermotor wurde einfach aufgegeben.
01:13:05: Ich habe nichts gegen eine Energiewende, aber man kann keine Energiewenden machen ohne eine Strategie für die Energiepreise zu haben.
01:13:10: Das heißt wenn man Atomkraftwerke abschaltet fein, dann muss ich eine Strategien haben dass sich wettbewerbsfähige Energiepreis organisieren und da hätte man für das russische Öl schon eine Alternative einplanen müssen.
01:13:22: Also insofern ist es meiner Meinung nach grob fahrlässig gewesen.
01:13:25: Und man hat, was ich nicht nachvollziehen kann, obwohl wir so ein reiches aber kleines Land sind diese Infrastruktur in diesem Land brutalst vernachlässigt.
01:13:35: Auf der anderen Seite kommen aber auch entexogene Faktoren, wie die geopolitischen Fakturen dazu.
01:13:40: Die Sanktionsthemen dazu und es kommt – das muss man einfach sagen – auch dazu, dass wir einfach von unserer Arbeitseinstellung – also ich will jetzt nicht schimpfen auf Arbeit nehmen, aber wir arbeiten am Grunde so unproduktiv.
01:13:54: Das heißt, wir brauchen im Grunde einen runden Tisch oder einen Marshallplan, wo wir nicht nur die Politik sondern auch die Industrie Die Gewerkschaften, die Kirchen und alle Sozialpartner an den Tisch holen.
01:14:08: Und jeder muss einen Beitrag leisten.
01:14:09: Einschließlich darum kriegt man auch die Industrie und die wohlhabenden Menschen dazu, dass wir begrenzte Sondersteuerzahlungen brauchen um die Dinge zu finanzieren.
01:14:18: Wir können nicht nur mit Schulden die zukünftige Generation belasten weil im Grunde genommen rein volkswirtschaftlich ist es ja so das wirkliche Versäumnis in der Vergangenheit.
01:14:28: Wenn wir die jetzt Schulden finanzieren, dann schieben wir sie einfach in Zukunft.
01:14:30: Wir müssen sie jetzt auch ... Die Generation muss sie tragen, die sich die Aufwendungen in den vergangenen zwanzig Jahren erspart hat.
01:14:36: und das passiert nicht wenn ich jetzt einfach hunderte von Milliarden Schulden aufnehme und sagen soll nach den nächsten fünfzig Jahren bezahlt werden.
01:14:41: Also das ist nicht fair!
01:14:45: Und insofern brauchen wir – und das kann man nicht einfach nur jetzt sagen, Herr Merz soll alles lösen.
01:14:49: Das funktioniert so nicht!
01:14:50: Der kann es nicht!
01:14:53: Wir brauchen die Bereitschaft tatsächlich von allen Parteien und wir brauchen sie relativ schnell.
01:15:00: Es ist unter uns gesagt ... müssen wir auch den Menschen, die die AfD wählen sagen dass das nicht der richtige Weg ist sondern wenn wir, wie war der schöne Spruch Deutschland den Deutschen wieder zurückholen?
01:15:14: oder wie auch immer.
01:15:15: Wir holen unser Land zurück und Schwarz-Rot Gold fahren
01:15:19: usw.,
01:15:19: da müssen wir aussehen dann werden mit unserer Pflege zusammenbrechen in Deutschland unsere Mülldienste und viele Sozialdiensten ganz zusammen brechen.
01:15:27: Das heißt nicht, dass die Migrationspolitik der letzten Jahre die richtige war.
01:15:30: Das will ich nicht damit sagen und vor allem nicht in Verbindung mit den Sozialleistungen, die an Nichtzahler gehen.
01:15:36: Da möchte jetzt aber nicht zu politisch werden an dieser Stelle.
01:15:39: Aber wir brauchen... Wir können nicht nur Bäschen bedrehen.
01:15:42: Glaubst du nicht, das ist irgendwie ein bisschen mehr in Richtung des amerikanischen Kündigungsschutzgesetze?
01:15:48: Den hinstellert de facto gar nicht gibt!
01:15:51: Dass es die Wirtschaft jetzt mal rein nüchter betrachtet stimulieren würde wenn man Leute einstellen könnte und man könnte sie vorbilden entlassen oder so
01:15:57: Ja, wobei ich sag's mal so.
01:15:59: Also nachdem ich in meinem Leben schon viele Menschen kündigen musste
01:16:03: über hunderttausend
01:16:05: Jahre ... Ich glaube zu uns passt kein amerikanisches Heir- und Feiersystem weil wir ganz ehrlich gesagt auch den sozialen Frieden im Auge behalten müssen.
01:16:17: die Amerikaner kennen es nie anders, nie anders.
01:16:19: Wir können nicht von unseren extremen Kündigungsschutzvorschriften in das andere extrem gehen.
01:16:25: Aber wir können zum Beispiel mit den Sozialpartnern Regelungen vereinbaren, dass wir sagen wenn ein Unternehmen nachhaltig in der Krise ist und die Alternative, die Insolvenz ist beispielsweise Dann um Gottes Willen ist es doch nicht im Sinn der Arbeitnehmer auf den letzten Kündigungsschutz zu bestehen.
01:16:40: Sondern da müssen wir Wege finden, auch sogar in Richtung Sozialauswahl.
01:16:45: Dass wir sagen das muss und da kann man ja regeln definieren die ich jetzt nicht alle im Kopf habe aber da kann er regeln definitiv dieser Sonderphase muss dass das und die Aufweichung geben.
01:16:52: dann haben wir das.
01:16:52: Unternehmen können wir am Leben halten noch nicht Wir können uns die Abfindungen nicht leisten.
01:16:56: Die Sozialauswahl führt zum Leistungsstopp.
01:17:00: jetzt muss das Unternehmen in die Inservenz geschickt werden.
01:17:02: Ich glaube, High and Fire ist für den sozialen Frieden hier nicht machbar.
01:17:10: Dass wir aber ehrlich gesagt mehr arbeiten müssen und das ist ja der in den Medien verbreite Fall der Firma Stiel die sich anstatt einer Ersatzinvestition im Schwäbischen für eine neue Investition in der Schweiz entschieden haben weil trotz höherer Lohnkosten die Schweiz durch in Anführungszeichen mehr Arbeitszeit Die sie, und zwar deutlich mehr Jahresarbeitszeit.
01:17:33: Effizienter wird als Deutschland das muss doch jedem auffahren dass es dann in Deutschland nicht mehr funktionieren kann.
01:17:41: Erwartest du irgendwie demnächst größere?
01:17:44: Liegt man so ein bisschen der Verlauern guckt was kommt demnächst rein beobachtet man die Landschaft oder okay da kommen den nächsten Firmen auf uns zu also auf eure Branche und dann werden wir natürlich die Spanzen auch für sich gewinnen.
01:17:54: Ja, natürlich.
01:17:54: Also wenn es welche gibt, dann will man die Spannenden für sich gewinnen, da würde ich erlügen.
01:17:57: Aber
01:17:58: man guckt ja auch so ein bisschen... Stehen an der Kippe liest du die Medien und sagt okay, da kommt scheinbar was irgendwie?
01:18:04: Natürlich!
01:18:06: Das wäre doch ehrlich gesagt unlogisch, wenn ich jetzt nicht gucke wo ich meine nächsten Umsätze herkriege in dem Bereich.
01:18:16: Für uns ist das für die ganze Branche etwas erstaunlich dass eigentlich noch relativ wenig Großzulieferer auch andere Möglichkeiten gibt, wie das Starock.
01:18:26: Das muss man auch so akzeptieren und anerkennen weil es dem Restrukturierungsstandort Deutschland gut tut.
01:18:32: Ich bin immer so vorsichtig.
01:18:33: rechne ich zum Beispiel mit einer großen Insolvenzwelle irgendwie nicht, rechneh ich mit einem oder anderen größeren Fall ja schon.
01:18:39: Kann ich dir schon Namen nennen bis auf wenige Ausnahmen dass sich jetzt natürlich nicht tun werde?
01:18:43: Ich hoffe du verstehst das wäre dann der endgültige Rufenwort für dieses Unternehmen.
01:18:47: Kann ich über Namen nehmen?
01:18:48: Nein, es gibt jetzt auch ... Beispielsweise könnte ja wenn jetzt doch irgendwie ein zeitnahes Ende der Kriege Iran und Russland wie auch immer das dann passieren soll.
01:19:01: Da bin ich jetzt da falsche.
01:19:02: Passieren würde dann, glaube ich, dann wird es einen unglaublich positiven Schub geben in diesem Land.
01:19:06: Ich glaub, dann gibt's vielleicht auch irgendwann mal anderen Präsidenten im USA.
01:19:11: Ich glaube sogar, dass da sollten die Demokraten wieder an die Macht kommen.
01:19:14: Dann wird das Pendel zurückschlagen Die werden ja... Also, dann kannst du dir viel vorstellen was jetzt alles irgendwie heute nicht planbar ist.
01:19:21: Geht es aber in diesem Abgesangspfilosophie weiter?
01:19:26: Dass alle irgendwie nur Fingerpointing auf den anderen treiben?
01:19:29: Was alles hier schiefläuft?
01:19:31: Ob jetzt in der Koalition oder ob in Anführungszeichen innerhalb auch der Länder Dann muss ich dir sagen, dann habe ich für den Standort Deutschland und auch für Europa irgendwie keine gute Meinung.
01:19:43: Und da gibt's noch ein Problem ist bei den Politikern eigentlich bekannt, das sind die... Das ist das Justizsystem.
01:19:49: Das Justizystem ist kurz vor dem Zusammenbruch und es betrifft jetzt nicht nur mich.
01:19:56: Ich fühle ja normalerweise nicht so viele Prozesse aber Kartellchancen als Prozesses führen wir gerade in Höhe von Nominalen.
01:20:03: dreihundert Millionen Euro mit Zinsen sind sechshundert Million Euro.
01:20:08: Da bin ich teilweise seit zwölf Jahren in der ersten Instanz.
01:20:13: Welcher Investor, wer sich von außen anguckt ist Deutschland eine attraktive Volkswirtschaft.
01:20:17: Da gehört auch ein funktionierendes Rechtssystem dazu.
01:20:19: mit dem Rechtssystem was wir haben die Gerichte brechen auseinander auch die Insolvenzgerichte übrigens brechen Auseinander die kriegen keine Penzen.
01:20:26: das heißt wir brauchen da nicht nur mehr Kapazität in den Regeln sondern brauchen auch Vereinfachungs- und Beschleunigungsverfahren.
01:20:33: Das geht nicht mehr so.
01:20:35: Es kann nicht sein, dass man zehn Jahre in der ersten ist.
01:20:37: und so haben wir früher gelacht wie es in Spirnien und Italien war.
01:20:40: Da haben wir gelacht.
01:20:41: was ist das von Rechtssystem?
01:20:43: Und es ist in Deutschland so.
01:20:44: Wie mein Beispiel vorher.
01:20:47: Andere sind besser, in Italien klage ich nicht mehr zehn Jahre.
01:20:52: Das sind Hausaufgaben die können wir lösen!
01:20:54: Da muss ich auch ehrlich sagen, das muss die Politik lösen.
01:20:56: Und zwar mit Machtworten!
01:20:57: Das kann nicht sein, dass irgendeine Partei Interesse daran hat, dass ein Justizsystem hier nicht funktioniert.
01:21:03: Das kann nichts sein, egal welche nicht.
01:21:05: Also da bin ich der Meinung, muss es mehr einen Hauruck durch die Gesellschaft und auch die Politik geben.
01:21:14: Interessant Ausflug für mich an eine ganz andere Welt zum Teil aber dein Leben ist ja wirklich... Wirtschaftliches Abenteuer.
01:21:21: Jede Woche aufs Neue!
01:21:22: Ja, deswegen... Ich erinnere an mein Eingangsstatement.
01:21:25: Deswegen habe ich keinen Tag bereut, dass sich diesen Job so gewählt hat, weil er jeden Tag aufs neue Spannende ist.
01:21:30: Vielen Dank!
01:21:31: Bitte Philipp, hab Spaß gemacht.
01:21:32: Ja, danke dir!
01:21:34: Alles klar!
01:21:35: Wem diese Reise durch die deutsche Wirtschaft gefallen hat?
01:21:38: Dem könnte auch eine Folge gefallen dich für einigen Monaten aufgenommen haben mit dem legendären Roland Berger.
01:21:44: Da ist auch Wirtschaftsgeschichte pur oder vielleicht Unser Deep Dive in das Thema René Benko.
01:21:50: Ihr findet beide Folgen einfach eingeben, OMR Podcast Roland Berger oder OMR podcast Renée Benko.
01:21:56: Dieser Podcast wird produziert von Portstars bei OMR.
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