Mit Bio zum Milliardenumsatz: Alnatura-Gründer Götz Rehn (#954)

Shownotes

Er machte für Nestlé das Yes-Törtchen groß, sanierte Pralinenmarken - und wurde danach zum Architekten des Bio-Booms in Deutschland: Götz Rehn gründete 1984 die Marke Alnatura, die heute mit über 1400 eigenen Produkten und knapp 160 eigenen Supermärkten die Milliarden-Umsatzgrenze geknackt hat. Doch der Weg gleicht einem Wirtschaftsthriller: Im OMR Podcast spricht Götz Rehn über mysteriöse Brandanschläge in der Anfangszeit, lancierte Giftskandale und den Bruch mit seinem Schwager und dm-Gründer Götz Werner, der Alnatura über Nacht 40 Prozent des Umsatzes und 300 Millionen Euro kostete. Außerdem erklärt Rehn, wie viel Nachhaltigkeit das knallharte Handelsgeschäft verträgt, wieso er 99 Prozent seines Kapitals in eine Stiftung überführt und wieso Alnatura selbst Branchenriesen wie Red Bull bei der Gen Z alt aussehen lässt - obwohl die Firma quasi kein Geld in Marketing steckt.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Mein heutiger Gast wusste schon, wie seine Firma organisatorisch und systematisch aufgebaut sein sollte, aussehen sollte.

00:00:07: Bevor überhaupt klar war was sie machen würde!

00:00:10: Der Göstereen hat sich schon sehr früh beschäftigt mit der Architektur von Firmen mit Systementwicklung, mit Organisationspsychologie all diesen Dingen und dann nach einer Geschäftsidee gesucht und die ist am Ende Allnatura geworden Dinge, die Menschen und Umwelt gut tun.

00:00:23: Das ist die Kernidee und daraus ist heute ein Milliardenkonzern entstanden eben Allnatura der der Familie Rehen alleine gehört den sie alleine aufgebaut haben und dessen Entstehung wie so häufig eine eigene Doku rechtfertigen würde.

00:00:35: Alleine seine Beziehungen zu DM

00:00:38: Die

00:00:38: frühe Starthilfe durch DM dann der Bruch mit dem die verschiedenen Verquickungen.

00:00:42: es ist wirklich vieles filmreif in der Geschichte von All Natura.

00:00:46: also

00:00:46: Film ab!

00:01:00: Herzlich willkommen.

00:01:01: Ist Bio-Pionier fair?

00:01:03: Zutreffend?

00:01:06: Nein,

00:01:07: okay.

00:01:09: Warum nicht?

00:01:09: Weil bio hat sich erst ergeben.

00:01:12: also die eigentliche Idee von Alnatura war und ist es zu zeigen im Wirtschaftsleben ein sinnvolles Unternehmen zu entwickeln Und insofern habe ich alle anderen Fragen vorgekläht.

00:01:23: Ich wusste gar nicht, was Inhalt des Unternehmens sein sollte bevor es überhaupt dazu kam dass ich mich für Bio entschieden habe.

00:01:30: Okay.

00:01:31: Dennoch war es zu einer Zeit als Bio noch echt neu war?

00:01:33: Also als ich angefangen habe dann mit dem Unternehmen vor zweiundvierzig Jahren ja klar da war der Inhalt bio und da waren wir Pioniere im wahrsten Sinne des Wortes.

00:01:45: Es gab keine Richtlinien irgendwie gefühlt, teuer, hässlich.

00:01:52: Schmeckte nicht, war nicht verfügbar.

00:01:54: also alle Chancen ist besser zu machen und ich habe dann sehr schnell erkannt dass es schwierig ist das was ich machen wollte einen Laden zu eröffnen weil's gar keine vernünftigen Produkte gab.

00:02:06: aber die hatte schon bei Nestle gekündigt und saß da etwas in der Patsche nämlich zu überlegen was mache ich jetzt?

00:02:12: Und hab damals eine Unternehmensberatung gegründet und habe aus dieser Beratungstätigkeit heraus einerseits gewisses Einkommen generiert.

00:02:21: Ich durfte dann verschiedene Firmen beraten unter anderem der M-Drogeriemarkt, habe verschiedene Markendort entwickelt wie Altverde, Denkmit usw.

00:02:30: Alana und parallel Alnatura weil ich sagte ich brauche erstmal Produkte bevor ich überhaupt starten kann.

00:02:38: Wir müssen noch mal ganz kurz vorher ansetzen, weil was mir persönlich sehr weht hat.

00:02:42: Du hast schonmal berichtet von deiner Zeit in Bochum.

00:02:45: Du bist seit langem in Bochem groß geworden?

00:02:47: Ich komme aus Essen allerdings ein paar Jahre nach dir und Bochrum hatte ich dann einmal im negativen Sinne beeinflusst.

00:02:55: Ja oder nein?

00:02:56: Ich muss differenzieren Ich darf vielleicht einen Schritt früher anfangen.

00:02:59: Also geboren bin ich nämlich im schönen Freiburg, in den neunzehnundfünfzig paradiesische Zustände und ich lebte auch am Rande der Stadt also quasi in der Natur und wenn nicht in der Schule war wo ich sehr schlecht war war ich eben in der natur Und das bis zum zwölften Lebensjahr und das war eine Zeit, die mich sehr geprägt hat.

00:03:18: Also ich war nicht nur in der Natur im Sinne dessen dass ich einen kleinen Garten hatte wo ich hin werden angebaut habe bei meiner Großmutter.

00:03:26: aber wir haben auch Forellen gefangen, die wir dann gegrillt haben.

00:03:29: Wir haben Hütten gebaut und dann als ich ein bisschen älter wurde so mit neunzehn hab ich angefangen Seifenkisten zu bauen und Roller mit Beiwagen.

00:03:37: Ich war nur draußen, also ich habe nur mein Kind leben dürfen hatte ganz tolerante Eltern unglaublich weil ab und zu krachte ich natürlich irgendwo dagegen.

00:03:47: Mein Vater war Chirurg hat mich dann sehr liebevoll wieder zusammen genäht an den diversen Körperteilen.

00:03:54: Also das war eine sehr prägende Zeit Das merkt man immer erst später.

00:03:59: Und dann im zwölften Lebensjahr ins Ruhrgebiet Und das war in der Zeit, wo das Ruhrgebiet wirklich in der Zusammenbruchphase war.

00:04:11: Die Zechen wurden geschlossen, die großen Stahlwerke wurden geschlossen – ganz viel Arbeitslose und der Himmel war immer grau!

00:04:20: Das konnte man sich als Freiburger nicht vorstellen, dass es überhaupt so was gibt.

00:04:25: Jeden Morgen war eben auf dem weißen Fensterbrett ein schwarzer Staub.

00:04:30: Und ich hatte es auch im Gesicht und am Hemd, also überall war Schwarz.

00:04:33: Und die Gesichter der Menschen oft ... Ich hatte einen ganz langen Schulweg, waren auch Schwarz!

00:04:39: Es sah alles hässlich aus und zerstört.

00:04:41: Das hat schon in mir gewirkt muss ich sagen.

00:04:43: Das war das zweite Erlebnis an echter Kontrast.

00:04:46: Also Natur auf der Heinseite und dann so kann Wirtschaft auch sein aber als Kind empfindet man das ja.

00:04:53: Man erkennt das nicht in dem Sinn, das kommt erst später.

00:04:56: Und dann hatte ich aber noch ein anderes Erlebnis in Bochum.

00:04:59: Ich bin dort dann in eine gerade gegründete Waldorfschule gekommen, in Bochem langen Dreher und habe so ne Aufbruchsstimmung erlebt.

00:05:09: also wir haben selbst in der Schule mitgearbeitet.

00:05:11: Ich hab zum Beispiel die Säulen in der Halle mit einem Waffeleisen bearbeitet den Beton usw.

00:05:18: Also wir waren wirklich Teil dieses Aufbaus und die Schule war sehr breit aufgestellt.

00:05:24: Ich habe sehr, sehr viel gelernt.

00:05:26: Also von Industriepraktikum bis Philosophie.

00:05:29: Das holte man ja alles nicht mehr nach.

00:05:31: Schreinerlehrer war an für sich auch nur in der Schule aber es war traumhaft im Nachhinein und zähre heute noch davon von vielen was ich da lernen durfte erfahren durfte und hab etwas Drittes Wichtiges erfahren also neben der Natur und den Folgen der Wirtschaft das Soziale.

00:05:51: Wenn du aus Essen kommst wirst du das hier wissen lassen.

00:05:53: anderer Schlag von Menschen.

00:05:56: Und dieses Zugewandte und dieses Miteinander, was ich in der Klasse erlebt habe – das hat mich sehr berührt auch im Umfeld im Ruhrgebiet.

00:06:06: Das war irgendwo so ein drittes Erlebnis, was mich auch später sozusagen immer ein bisschen geleitet und geführt hat.

00:06:13: Dieses soziale Fähre fast ja sehr partnerschaftlich miteinander in so einem Klassenkontext.

00:06:20: Du bist dann irgendwie nach der Schule irgendwie zum Studium gegangen und hast erst mal so relativ klassisch, glaube ich wirtschaftsstudiert.

00:06:26: Ja also an für sich wollte ich Medizin machen.

00:06:30: Ich erläutere es deshalb weil das wäre naheliegend gewesen.

00:06:34: Also mein Vater war ordentliches Physiologie.

00:06:37: Mein Großvater, meinen Urgroßvater ganz in der Nähe in Frankfurt hat die Goethe Uniklinik aufgebaut und war ein sehr mutiger Mensch.

00:06:44: Er hätte die erste Naht am offenen Herzen gemacht bei einem Gänsehirten, der hatte einen Messer vornherein und hinten rausgesteckt bekommen.

00:06:53: Und er hat dann operiert und der hat Gott sei Dank überlebt.

00:06:57: das waren natürlich ganz andere Zustände.

00:06:59: es gab keine Herzlungenmaschine und man musste das bei schlagendem Herzen machen und es war auch von der Kirche verboten den Torax zu öffnen.

00:07:07: also das war eine echte Pionierleistung und wenn man so in seinen Memoren etwas liest, dann sieht man das war ein sehr unternehmerischer Arzt.

00:07:17: Also der an vielen Stellen war er ja sehr mutig.

00:07:21: also auf jeden Fall hatte ich an für sich die Idee Medizin zu machen in Freiburg und bin dann aber durch eine Einladung zur Rexrot gekommen.

00:07:33: Rexrot ist im Lor am Main, es ist eine Kokillengießerei.

00:07:38: Ja, auch ein Vorzeigeunternehmen gehört glaube ich heute zu Bosch.

00:07:42: Und einen Herr Blecks der dort verschiedene kleine Zulieferfirmen betreute.

00:07:47: mit dem durfte ich mitfahren und Ich hatte dort auch als Schüler gearbeitet in einer Kokillengießerei.

00:07:53: also ich kannte die Produkte und Was ist

00:07:56: das gleiche?

00:07:56: Kokillen!

00:07:57: Kokillens sind sozusagen die Puddingformen in die das heiße Eisen gegossen wird.

00:08:03: Also du musst dir vorstellen du hast einen Raum da ist Sand drin Fabrikhalle.

00:08:07: Die Arbeitstemperatur ist zwischen vierzig und fünfzig Grad, dann hat man die Hochöfen wo eben das Eisen heiß gemacht wird auf sieben acht hundert Grad.

00:08:16: und dann gibt es so Pfannen heißt das also das ist wie ein Eimer der eben mit Lehm ausgeschlagen ist den du zu zweit trägst und dann kommt er mit seinem großen zu einem großen Topf mit Eisen und gießt das in die kleine Kokille.

00:08:31: Und du hast dann vorbereitet auf so quadratischen Tischen aus Metall, die so eine Stärke haben und die Nachts mit Bunsenbrennern und riesen Stahlhauben heiß gemacht werden Und gießt du sozusagen in die Puddingformen, also in die Formen.

00:08:47: Die vorhin mit Grafit ausgespritzt wurden und da wo Hohlhäume sind kommen sogenannte Kerne rein.

00:08:52: Also dann kommt das Eisen nicht hin.

00:08:54: Dann gießst du das.

00:08:55: Das musst du so gießen.

00:08:56: Ich hab das ja drei Wochen gemacht, habe acht Güsse am Tag mitgemacht.

00:09:00: Dass sie eben nicht abrichts.

00:09:02: Du musst genau ... dass es dann voll wird kurz abstreuen.

00:09:06: Mit Metallspänen.

00:09:08: Und das war's dann!

00:09:09: Und das Spannende ist immer Der Guss am ersten Tag.

00:09:14: Morgens!

00:09:15: Also morgens, weil man weiß nicht genau ist das alles heiß genug?

00:09:20: Wenn nämlich die Differenz der Temperatur dessen was du reingehst und der puttigen Form in anfing also der Kokilot zu groß ist dann kommt ja alles entgegen habe ich auch.

00:09:30: leider erlebt haben wir ganz schön verbrannt.

00:09:32: okay Also das hast du jetzt gemacht, eine Weile lang und dann ...

00:09:36: Drei Wochen.

00:09:36: Das war von der Schule aus in Praktikum.

00:09:39: Aber das war nicht nur der Zusammenhang die gleiche Firma.

00:09:43: also später nach dem Abi bin ich mit dem Herrn rumgefahren und er hat etwas gemacht was man heute Organisationsentwicklung nennen würde.

00:09:50: Also darauf geschaut auf der einen Seite dass die Leistung in diesen kleinen Unternehmen stimmen aber auf der anderen Seite wirklich geschaut dass die Menschen sich einbringen können dass das soziale Miteinander gut funktioniert, dass es faire Preise gibt.

00:10:06: Und das hat mich schon auch berührt.

00:10:09: und dann habe ich gesagt okay, ich gehe in die Wirtschaft, ich möchte versuchen ein Modellunternehmen aufzubauen was den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

00:10:17: Dann bist du erst mal zu Nestle gegangen?

00:10:20: Na ja, da habe ich erstmal Volkswirtschaft studiert und dann hab' ich über Organisationsentwicklung promoviert.

00:10:27: drei Jahre sehr intensiv weil mein Doktorvater der sehr interessiert war.

00:10:34: Leider nach drei Monaten gestorben ist und der, der das dann begleitet hat von den zwanzig Doktoranten sind zwar übrig geblieben uns ganz schön tyrannisiert hat.

00:10:43: also gut ich habe das aber durchgestanden.

00:10:45: es war eine sehr wichtige zeit gute willensschulung und wirklich inhaltliche auseinandersetzung und in der Zeit hab ich natürlich schon auch an dem modell allnaturer gearbeitet innerlich ja.

00:10:57: und dann ging's fünf jahre zu nestle

00:11:01: Pralinenabteilung oder?

00:11:04: Ja, so ähnlich.

00:11:05: Also es war ganz interessant.

00:11:08: ich habe im GDI das kennst du wahrscheinlich in Zürich des Gottliebtutweiler Instituts, das Managementinstitut hatte ich einen Vortrag noch während meiner Promotion und da war ein... Mitarbeiter von Nestle Schweiz und der sprach mich an, was machen sie denn?

00:11:26: Da habe ich gesagt ja, ich promoviere.

00:11:28: Ja wir suchen Herrn Maucher, ich kannte Herrn Maucher nicht war damals Marktchef in Deutschland bei Europaschefen später weltweit verantwortet die suchen in Frankfurt trainees und ob mich das interessieren würde und dann würde ich sagen Gerne, ich wusste nicht wer Nestle ist wirklich.

00:11:45: Denn damals war das ja nicht so wie heute.

00:11:47: Da gab es Saroti und da gabs Maggi und Nescafé aber das war nicht unter einem Dach zu erkennen.

00:11:53: Außerdem hat man sich als Student fairer weil ich wenigstens da nicht so mit beschäftigt.

00:11:57: Naja gut!

00:11:58: Ich war dann dort und die haben mich auch genommen also war relativ unproblematisch und ich hatte da eine wirklich unglaublich spannende Zeit weil ich viele Dinge anders machen konnte.

00:12:10: Unter anderem kriegte ich nach meiner Trainiezeit, die so sechs Monate dauert wo ich wirklich viel mitgekriegt habe, die Aufgabe die Pralinen zu sanieren sehr wohl.

00:12:19: und die pralinen hatten also dieser Absatzentwickler und die Aufgabe war nach oben.

00:12:25: natürlich das hatte schon vorher im Vertrieb erlebt.

00:12:29: ich war nämlich vorher als Verkäufer unterwegs für diese Firma Und da hatte ich noch forty-fünf Prozent des Vorjahres Umsatzes, weil mein Vorgänger irgendwie Trinker wurde oder war und das ja nicht besetzt war.

00:12:43: Wenn ich dann in die Läden kam haben sie mich nur angebrüllt.

00:12:47: Herr Rehen?

00:12:47: Also reden die hier nicht!

00:12:48: Was wollen Sie denn hier raus mit Ihnen diese Scheißfirma?

00:12:52: Entschuldigung also es waren herrliche Zustände und man hat mal so das vertriebliche Alltagsleben kennengelernt.

00:13:00: Gute Lehre ging von morgens früh bis spät abends mit meinem Fort Granada, von Kunde zu Kunde.

00:13:07: Irgendwann

00:13:08: hast du auch das Yes-Törtchen erfunden?

00:13:09: Ja, es kommt dann danach.

00:13:11: Also Praline war die Zeit des Zuzanieren und da hab ich's erst mal angefangen wirklich das was ich mir überlegt habe umzusetzen.

00:13:20: also Ich hab ein Projekt aufgesetzt in dem Werk Berlin In Frankfurt saßen wir ja da in Niederath Und es war abseits aller Regeln und hat einen riesen Aufrohr erzeugt.

00:13:32: Aber ich habe mich durchgesetzt, und das war sehr erfolgreich!

00:13:35: Wir hatten dann bessere Pralinen, günstigere Pralin mit weniger Zutaten, weil die Mitarbeiter, die an den Bändern standen und so in der Gruppe, in der wir waren, mir einfach geholfen haben – und die kannten das natürlich viel besser als ich.

00:13:46: Das hat sofort alles eingeläuchtet was sie vorgeschlagen haben.

00:13:50: soll man's umgesetzt.

00:13:51: Ja und dann kam jetzt Torti

00:13:53: Das hast du dir einfach überlegt?

00:13:55: Nein,

00:13:55: nein.

00:13:56: Das war eine Entwicklung geheimnisvoll in Wewee wo man in einer großen Halle das Ganze in klein hatte.

00:14:05: die zulieferenden Firmen wussten auch nichts voneinander.

00:14:09: Nesteleute haben das zusammengebaut mit Bewerber waren natürlich Ferreiro.

00:14:13: da gab's ein Törtchen Denise und es war ja der erste kleine Kuchen.

00:14:17: Die Werbung war immer mit dieser Kerze im Zelt also der erste Kleine Kuchen angeboten wurde, ohne Alkohol und eine Haltbarkeit immerhin vom halben Jahr hatte.

00:14:28: Und das Geniale an dem Produkt war – das habe ich dann später erst erfahren, man hat uns auch nicht eingeweiht, es wurde also unter größter Geheimhaltung damals in dem Werk in Berlin aufgebaut.

00:14:42: Das Besondere war die Bindekraft des Wassers hat man erhöht durch gewisse Bewegungen.

00:14:48: Die Törtchen mussten ja feucht sein, aber wenn was Feuchtes schimmelt ist natürlich leicht.

00:14:53: Und durch diese Art der Wasserbehandlung kann man die Haltekraft, nenne ich das jetzt manchmal, wie man es anders bezeichnet erhöhen und damit hat dieser Kuchen wunderbar gehalten.

00:15:04: Hast du die Fernsehwerbung auch ausgedacht mit dem Zelt?

00:15:07: Ja

00:15:07: klar, Briefing gemacht

00:15:08: usw.,

00:15:09: auch Packungsgestaltung usw.

00:15:11: Das beeindruckendste war muss man sich vorstellen eine Halle zweimal so lange ist wie diese Distanz.

00:15:18: hier und da standen dann die Riesenmaschinen.

00:15:22: Und es ist eine Fertigung, vierundzwanzig Stunden.

00:15:25: Du musst dir vorstellen, da wird der Teig gemacht, dann wird er auf einen Stahlband gelegt, dann läuft das durch den Ofen, dann werden geschnitten, dann muss das hochgetreten werden.

00:15:35: Dann kommt vorher noch eben die Füllzel drauf und an der Guss und dann kommt der Moment wo sozusagen Die Folie richtig getaktet zum Abschneiden, da reinfließen muss.

00:15:46: Und wenn das nicht klappt was es am Anfang nicht getanzt dann muss das abschalten und dann ist die ganze Halle voll.

00:15:52: Yes Torty Teig und Creme und Folie und man putzt erst mal drei Tage und dann geht es wieder von vorne los.

00:15:59: also das war wirklich beeindruckend!

00:16:01: Das hat drei Wochen gedauert bis wir das geschafft haben

00:16:04: Aber am Ende war es eine sehr erfolgreiche Zeit da beim SL.

00:16:07: Und trotzdem bist du dann raus und hast dann am Ende mit dem angefangen, was später all Natur geworden ist so ganz konkret?

00:16:13: Ich habe das so recherchiert dass es irgendwie einen Treffen gab oder du hast glaube ich einen Vortrag gegeben... ...und der Herr Werner, der damals schon DM gemacht hat, war im Vortag und hat sich bei dir nachher gemeldet und fand das gut und hat zu dir gesagt Mensch wenn du dich jetzt nicht damit selbstständig machst, dann machst du nie mehr!

00:16:30: Fast war es so.

00:16:32: Also ich habe richtig einen Vorteil über sozial-organische Unternehmensgestaltung... Nebenberuflich?

00:16:38: Ja, also ich hab ja sozusagen an der Frage wie ein sozial- organisches Unternehmen so wie ich's nenne was das für eine Rechtsform hat fast für Führungsprinzipien was für ne Abrechnungsform?

00:16:51: wir haben alles anders bei uns.

00:16:53: nicht ums anders zu machen sondern besser zu machen ist klar Und damit habe ich mich natürlich permanent beschäftigt, manchmal bis heute.

00:16:59: Also jeden Tag beschäftige ich mich mit der Frage – tauchen immer wieder neue Fragen und Möglichkeiten auf!

00:17:05: Wie kann man es noch besser machen?

00:17:07: Das hat er sich angehört und er war damals eben auch auf der Suche nach Veränderung.

00:17:12: Er kam ja ganz aus dem traditionellen und hat dann die Andobosophie kennengelernt und hat mich dann beim Mittagessen angesprochen.

00:17:21: Ich weiß das noch ganz gut.

00:17:23: Er und sein Marketingleiter Volker, beide in dunkelgrün-Loden-Menteln.

00:17:28: ein etwas eigenartiger Auftritt also im Vergleich zu allen anderen.

00:17:32: Also es fiel gleich auf als sie ankam und hat gesagt er würde mich da gerne unterstützen und es interessiert ihn wirklich.

00:17:40: War das denn für dich schon klar Mensch?

00:17:42: Da kommt jetzt jemand von DM.

00:17:43: war das eine große Nummer damals schon oder... Das

00:17:46: habe ich gar nicht so im Bewusstsein gehabt.

00:17:48: Dem ist ja ein Riesenunternehmen geworden und war natürlich für mich ein großes, großes Lernfeld.

00:17:56: Ich habe dort auch als Schnellbleicher, als Filialalter gemacht weil ich das überhaupt mal lernen musste.

00:18:02: Ich hab auch immer in meinem ersten Laden gestanden.

00:18:04: Das ganze Konzept mussten wir kapieren.

00:18:06: wie macht man sowas?

00:18:07: Ich hatte ja Markenartikel gemacht.

00:18:09: also ich habe sozusagen zwei Unternehmen hier unter einem Dach.

00:18:12: auf der einen Seite die Markenprodukte sind eine ganz andere Welt und dann die All-Natura Supernatur merkte.

00:18:19: Wie hast du damit angefangen?

00:18:20: Also was war der erste Schritt von, ich habe hier so eine Idee irgendwie eine sozialorganische Firma zu bauen.

00:18:27: hinzu jetzt hab' ich All-Natura aber das hieß ja früher noch anders.

00:18:30: Das hieß, ich hatte einen sehr technischen Namen damals.

00:18:33: Ja, das war ... Ich hab erst eine Beratungsfirma gemacht.

00:18:38: Weil ich erkannt habe nachdem ich bei Nestig gekündigt hab, dass ich gar nicht mit eigenen Läden anfangen kann.

00:18:44: Warum konnte ich nicht mit eigenem Läde anfangen?

00:18:46: Weil die Produkte nix taugten und nicht schmeckten zu teuer waren.

00:18:50: Da hätte ich mich mal vor drum kümmern müssen, muss ich wirklich sagen.

00:18:53: Und da hab ich gesagt ne also das hat keinen Sinn.

00:18:54: wenn Allnatura dann hundert Prozent Bio.

00:18:57: Das war sozusagen damals Die Situation, da habe ich eben dann für DM Beratung gemacht und andere Firmen.

00:19:04: Und hab diese nachhaltigen Marken entwickelt die ja bis heute außerordentlich erfolgreich sind.

00:19:09: Und sozusagen all Natura!

00:19:11: Und hab dann erst angefangen mit Produkten... ...die ich bei DM-und auch bei Tegut verkauft habe.

00:19:17: Weil ich brauch dir irgendjemand der die Produkte kauf.. Was

00:19:20: war denn die erste Produkte?

00:19:20: Welche waren das denn?

00:19:21: Das waren Weizenmele, die heute noch bekannt für uns sind Apfelsaftonig also ganz Ja, Monoprodukte im Wesentlichen.

00:19:31: Und da wirst du dann in Deutschland zu Bauern gefahren und hast das versucht zu organisieren.

00:19:34: oder wie lacht so was?

00:19:35: Ja weniger zu Baueren als zu Herstellern.

00:19:38: also derjenige der dann meinetwegen Mehl gemacht hat bin ich zu der Mühle gefahren habe mit denen gesprochen.

00:19:45: Ich hab immer das Briefing gemacht das Packaging alles und die Produktion war dann bei verschiedenen Firmen.

00:19:50: heute sind es Hundertsechzig verschiedene Hersteller, die Allnaturaprodukte herstellen für uns.

00:19:57: Aber vielleicht noch ganz kurz wichtig wieso es überhaupt Bio ist, habe ich noch nicht erklärt?

00:20:02: Das hattest du ja auch gefragt!

00:20:05: Als ich dann überlegt hab wie gelingt es das Menschen in einem Unternehmen motiviert sein können war mir klar im arbeitszeiligen Kontext sehr schwierig.

00:20:18: Du sitzt

00:20:18: an der Kasse und kassierst fünfhundert Gründen am Tag Also bei aller Begeisterung, die man für jeden Menschen haben kann und das jeden Tag.

00:20:26: Das ist schon in einer gewissen Sicht anstrengend monoton und eine intrinsische Motivation nahezu unmöglich.

00:20:33: also war die Frage was mache ich?

00:20:37: Was ist der Gegenstand des Unternehmens dass die Mitarbeitenden sagen können, okay ich habe zwar keine Motivation aus der Arbeit aber das was wir miteinander für andere machen hatten Sinn.

00:20:49: und da kam ich dann auf Bio.

00:20:51: Weil bio hat eben ja es ist ein Zukunftsbild was uns sehr helfen würde wenn wir das mal erkennen wollten.

00:20:59: du hast die Chance dass der Humus weiter aufgebaut wird.

00:21:03: Die Wasserhaltekraft im Humus ist viel größer, also wenn es trocken ist bleibt in einem Bio-Boden viel mehr Wasser drin.

00:21:10: Du kannst viel mehr CO² binden.

00:21:12: das ist ja ganz wichtig.

00:21:14: Also wenn es um die Klimafrage geht wir kämen ein Grad runter, wenn man vierzig Prozent Biolandbau hätten.

00:21:20: Das wäre an für sich die einfachste Lösung muss ich wirklich sagen.

00:21:24: Wir brauchen kein CO² da irgendwo im Meer versenken.

00:21:27: Wir müssen an und für sich mehr Biolandbaum machen wird aber nicht gewollt ist.

00:21:31: so das kann ich bestätigen.

00:21:33: Okay, okay.

00:21:34: Also ich sehe schon damit bist du nicht zufrieden.

00:21:36: deswegen also All Natur ging dann los.

00:21:40: Du hast bei dm deine ersten Brute stehen gehabt und wie viel Umsatz ist dann geworden so in den DM-Märkten?

00:21:48: Das war ganz ganz bescheiden!

00:21:50: Also das konnte nur existieren weil Götz Werner und die damalige Geschäftsein gesagt hat wir bauen das strategisch auf.

00:21:58: Also wir haben jedes Produkt sozusagen abstauben müssen.

00:22:02: Die Begeisterung der Kundinnen und Kunden dafür war sehr überschaubar.

00:22:07: Wir haben aber trotzdem gesagt, okay, wir machen das!

00:22:09: Und ich habe dann... Das war auch die Bedingungen.

00:22:12: Ich hatte also einen Vertrag mit der M-Geschlossen vereinbart dass in jedem Markt eine Mitarbeiterin ist, die von uns ausgebildet wurde.

00:22:23: Kolleginnen und Kollegen von DM persönlich ausgebildet in den ersten Jahren.

00:22:28: Und das war der Grundstein überhaupt dafür, dass wir das gemeinsam geschafft haben.

00:22:32: also ohne diese Basisarbeit glaube ich wäre es nicht gelungen wenn das nur immer im Regal gestanden hätte nein.

00:22:38: Dann ist es aber hoch gewachsen.

00:22:39: in Jahren.

00:22:40: dann auf Millionen umsetzen wahrscheinlich auch?

00:22:42: Ja natürlich!

00:22:43: Also bis DM uns dann vor die Tür gesetzt hat.

00:22:47: Das war ungefähr vor zehn Jahren und dann DM Bio gemacht hat und als er an die Stelle gesetzt hat, da waren das schon nur dreihundert Millionen.

00:22:56: Okay, aber dann also eher während dieses Hochlaufs auf dreihundert Millionen Umsatz bei DM alleine schon auch parallel angefangen, dann Märkte zu öffnen?

00:23:03: Ja der erste Markt den habe ich vor neun, dreißig Jahren ziemlich genau in Mannheim eröffnet zwischen Hauptbahnhof- und Wasserturm mit dreieinhalbzig Quadratmetern und es war wahrscheinlich der erste Biosupermarkt Deutschlands.

00:23:15: ja

00:23:16: Und ist der gut angelaufen?

00:23:17: Ja musste!

00:23:19: Also ich hatte mich natürlich... Ich hatte ja kein Geld.

00:23:21: Also ich brauchte sechshundert Tausend D-Mark damals und es war schon ganz schwierig das überhaupt zu bekommen von den Banken.

00:23:28: Die erste Bank hat gesagt, sie kriegen gar nix.

00:23:31: Der zweite Banksparkasse in Fulda weiß sich noch.

00:23:34: ein Direktor Görg guckte mich mit seinen blauen Augen an, gesagt nachdem ich ihm das dargelegt hatte.

00:23:40: Okay, zweihunderttausend kriegen Sie auf dem Kopf also einen Personalkredit.

00:23:45: dann war ich bei der Bochumer Bank GLS, die als ich ganz viel Birgen gebracht habe.

00:23:51: Mir wieder Geld geliehen haben und so hab' ich mir das zusammengestottert.

00:23:55: Und dann sind wir gestartet und haben vom ersten Tag an Geld verdient.

00:23:59: Ja also es wäre uns schlecht gewesen.

00:24:00: Ich hatte nämlich nichts mehr!

00:24:02: Aber war das auch schon aus der Zeit einen Brandanschläge verübt wurden auf dem Markt?

00:24:06: Das waren drei Jahre später Mannheim da gab's den zweiten in Karlsruhe.

00:24:13: Da hat man noch eine Vollwertpause reingemacht wo man essen konnte.

00:24:17: Das mussten wir dann aber wieder rausnehmen, weil der Markt so überlaufen war.

00:24:20: Wir hatten so viele Kunden und Gäste, dass das einfach eine Zumutung war.

00:24:26: Und dieser Brandanschlag und auch andere Anschläge die haben mich sehr erstaunt.

00:24:29: ja also wir haben sehr viel Widerstand erlebt

00:24:33: in der frühen Phase eigentlich.

00:24:34: Ja verrückt!

00:24:35: Also ihnen den Märkten aber auch gegen unsere Produkte.

00:24:37: also Verein zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg ist gegen uns vorgegangen.

00:24:43: Es gab damals keine Rechtsprechung und da wir gesagt haben, es gibt meinetwegen als Beispiel Belastungen in der Umwelt die natürlich alles berühren.

00:24:53: Da kann man Bio nicht ausschließen wurden wir gleich verklagt das konnte man weil die Gesetze nicht angepasst waren.

00:24:59: Das war schon etwas überraschend!

00:25:02: Und dieser Anschlag war auch eigenartig.

00:25:05: also man ist eingebrochen und hat dann wirklich den Laden angezwitten.

00:25:10: Aber mit welcher Motivation?

00:25:11: Das hat man mir nicht gesagt, man hat nie jemand gefunden.

00:25:14: Man hat auch die Markenschilder abgerissen.

00:25:17: Bei dem Nachbarn in Mannheim war das ein vegetarisches Restaurant, das passt ja ganz gut.

00:25:23: Ein Herr Heller und da hat man wirklich Stecknadeln in Salat gemacht als wir eröffnet haben.

00:25:29: Aber

00:25:31: ich kann es nicht verstehen ...

00:25:32: War aber auch nicht erkennbar dass ihr von Bauern oder Wettbewerbern vielleicht ... Es gab immer so Spekulationen, dass möglicherweise Tängelmann damit was zu tun haben könnte?

00:25:41: Tengelmann hing damit zusammen.

00:25:43: Das kam ja später raus, die haben schon den Verein zur Bekämpfung des unbelauteren Wettbewerbs sozusagen dazu angeregt und hatten das auch auf den Weg gebracht.

00:25:56: Also es heißt der Kampf im Lebensmittel-Einzelhandel?

00:26:00: Der wird mit so harten Bandagen geführt dass dann doch vielleicht da wissen sie sich genau aber dann jemand hingeht und sagt okay wir lassen mal den Laden abfackeln von dem Kollegen.

00:26:08: Ja, also ich weiß ja nicht was gesagt wurde.

00:26:10: Aber ich war natürlich voll ins Überraschst.

00:26:13: Könntest du dir vorstellen?

00:26:14: Also man versucht das Beste zu tun für Mensch und Erde.

00:26:19: Und ... Ich hab keinem einen Haar gekrömmt muss ich sagen.

00:26:22: Und dann plötzlich diese Attacken.

00:26:24: oder ich bekam zum Beispiel ein Anruf vom Radio Stellungnahme in einem Lein ... In einer leinsahenden Tüte ist eine ganze Maus gefunden worden Schneutzchen nach unten, Schwanz nach oben.

00:26:40: Das kann nicht sein!

00:26:42: Ich lasse das prüfen in der Anlage.

00:26:44: Da sind Gitter dazwischen also ganze Mäuse niemals in einem unserer Packungen.

00:26:49: Es hat sich dann herausgestellt dass es reingemacht worden ins Regal gestellt wurden.

00:26:53: wir hatten auch noch viel schlimmeren angriff das weiß ich auch noch.

00:26:59: da rief Ich hatte eine Mitarbeiterin, ich war damals bei Tegut.

00:27:03: Hatte mich eingemietet in deren Büro weil ich sage ich brauche nicht alles kaufen.

00:27:07: Ich zahle denen dafür wie die Fläche den Schreibtisch das Telefon und hier rief mich ganz aufgeregt an dass Fernsehen wäre da dritten Jahr und ich war bei einer befreundeten Gestalter in München wegen Packungen Ja, und die Staatsanwaltschaft wegen Betrug.

00:27:26: Die wollen alle Akten mitnehmen.

00:27:28: Rufen Sie mal unseren Anwalt an?

00:27:30: Keine Ahnung!

00:27:31: Ich verstehe nicht was das soll.

00:27:33: Der denkt, es war alles rechtens.

00:27:35: Die drei Aktenordner haben mitgenommen.

00:27:37: Und der Vorwurf war wir hätten Lindan ein Pflanzenschutzmittel ... wäre gefunden worden in einer Packung von uns.

00:27:45: Wir haben dann alles untersucht, gestoppt.

00:27:48: wir kamen leider sogar in der Tagesschau.

00:27:50: aber der Anwalt hat dann erreicht dass es nur um zwanzig Uhr war und dann stellte sich heraus ums kurz zu machen das ist alles nicht stimmte sondern dass ein Redakteur des Fernsehens des hessischen in Frankfurt einen Vater hatte der Veterinäramt in Stuttgart tätig war Und wie auch immer deslansiert wurde, auf jeden Fall wollte er sozusagen mal eine tolle Story produzieren.

00:28:18: Das war auch erstaunlich das sozusagen mit der Staatsanwaltschaft gleiches Fernsehen vor der Tür standen.

00:28:24: also das wirkte auch etwas abgestimmt und es wurde dann in Fulda von der Staatshanwaltschaft aufgeklärt und die wurden dann auch entsprechend zur Rechenschaft gezogen.

00:28:33: aber das sind natürlich Hürden gewesen Das könntest du dir vorstellen, die erstens unerwartet waren und wo ich auch bis heute gar nicht nachvollziehen konnte.

00:28:46: Was ist der Grund dafür?

00:28:48: Am Ende haben wahrscheinlich die Märkte am Anfang sehr gut funktioniert wie du es beschreibst und dann haben Wettbewerber vielleicht Sorge bekommen, wenn er jetzt diesen Durchmarsch macht ... Ach

00:28:57: ja aber das ist lächerlich!

00:28:59: Also jetzt kann ich mir nicht vorstellen... Ich weiß es nicht!

00:29:01: Die Märkte waren so stark.

00:29:02: also sie hast aufgemacht und da war sofort richtig Lauf drin Der

00:29:05: Erste und der Zweite und der Dritte, ja die liefen wirklich gut.

00:29:08: Und wir haben ja auch sozusagen diese Kategorie sehr stark geprägt.

00:29:13: also wenn heute Biobrodukte für zwanzig Milliarden verkauft werden da haben viele von uns gelernt und machen das ähnlich wie wir, bis heute auch kopiert.

00:29:26: es gibt hier sehr viel Handelsmarken.

00:29:28: Also insofern haben wir sowohl die Kategorie Bio-Supermarkt als auch eben den Biomarkenartikel schon in seinem Konzept sehr stark geprägt.

00:29:38: Was

00:29:38: ist denn für euch wichtiger?

00:29:40: Beides!

00:29:41: Beides gleich wichtig.

00:29:43: Das ist gerade die Idee, dass wir mit den Produkten eben doch an vielen Stellen stehen.

00:29:47: Die Kunden uns kennenlernen.

00:29:49: inzwischen kennen sie und lieben sie uns.

00:29:50: Wir sind die beliebteste deutsche Lebensmittelmarke.

00:29:53: ohne Werbung das ist ja noch fast ohne Werbe sehr erstaunlich.

00:29:57: also.

00:29:57: das heißt die Kunden sind unsere Botschafterinnen und Botschafta und liebem uns und unterstützen uns und deswegen sind wir ganz vergnügt.

00:30:05: Aber warum denn eigentlich ohne Werbungen?

00:30:07: Ich meine ich verstehe schon als Werbung Geld kostet Aber sie hilft ja auch viel.

00:30:11: Zumindest machen es die meisten anderen?

00:30:13: Ja, fast alle anderen.

00:30:15: Ja, eine ganz interessante Frage... Ich habe festgestellt dass wenn man diese Produkt also Bio jetzt gar in den ersten Jahren darüber gesprochen hat ist einem fast nie geglaubt wurde.

00:30:30: Also die Vorurteile waren so mächtig Es ist teuer, es schmeckt nicht, es ist hässlich Es kann die Welt nicht ernähren.

00:30:39: Also es war an für sich nur negativ besetzt.

00:30:42: und wenn man dann gesagt hat, ja ist das gut für die Gesundheit oder es ist bekömmlich oder was auch immer und schützt die Umwelt, da ist man voll mit durchgesägelt.

00:30:51: Insofern haben wir gesagt, dass es wichtig, dass wir gute Testergebnisse kriegen, dass in Befragungen ganz weit vorne sind also, dass andere über uns sprechen um das objektiver zu machen.

00:31:02: und bei dem Weg sind wir geblieben.

00:31:04: Könnte man nicht schneller wachsen, wenn man heute Werbung machen würde?

00:31:07: Also unser Wachstum ist nicht begrenzt durch den Kauf der Produkte.

00:31:13: Im Ladenbereich haben wir wie ich Probleme gute Ladenlokale zu finden, das klingt erstaunlich aber so ist es.

00:31:19: Wir haben allein sechs Persönlichkeiten die ständig danach suchen geeignete Standorte zu entdecken und bei den Produkten ist es so dass wir einen mehr selektiven Vertrieb haben, wir sind nicht überall vertreten Und es gibt eben nicht so viel, ne?

00:31:36: Es gibt in Deutschland vier große und noch Druckeriemärkte.

00:31:40: Das war's dann!

00:31:41: Aber

00:31:41: zum Beispiel die Kollegen von Denz also diese Wettbewerb von euch... Die wachsen schneller und sind größer geworden.

00:31:47: Ja, die haben ein anderes Ladenkonzept muss ich sagen ja auch viel mehr Läden.

00:31:54: Die haben Vierhundertfünfzig-Läden Wir haben hundertfünfundfünfzig machen aber auf der Fläche fast das Doppelte von einem Denzmarkt.

00:32:03: Ihr wollt das Modell nicht wechseln?

00:32:05: Nein,

00:32:06: wir werden jetzt auch mehr Läden eröffnen.

00:32:09: Du musst dir vorstellen damals als vor zehn Jahren sich DM von uns verabschiedet hat.

00:32:14: Das wäre normalerweise das Ende des Unternehmens gewesen weil das waren ... das war ... vierzig Prozent unseres Umsatzes war weg und auszugleichen ist nicht so einfach.

00:32:24: also habe ich gesagt gut Ich konzentriere mich da drauf das Unternehmen am Leben zu erhalten die nächsten Jahre und habe eben in sehr kurzer Zeit neue Kontakte geknüpft.

00:32:34: Sehr viel Unterstützung auch erfahren, sei es von der EDK oder Müller oder Rossmann die ... Oder auch Mikro in der Schweiz, die in sehr kürzester Zeit sehr viele Artikel von uns gelistet haben weil das war natürlich ein Riesenvolumen Und das hat uns viel Zeit gekostet.

00:32:51: Das ist klar.

00:32:51: wir haben jetzt in den letzten zwei Geschäftsjahren vieles aufgeholt.

00:32:56: Wir haben auf SVH einer SAP umgestellt und andere Veränderungen im Unternehmen durchgeführt, die wir einfach nicht machen konnten.

00:33:04: Aber wir werden jetzt wieder in stärkeres Wachstum

00:33:06: eintreten.".

00:33:07: Dann sag mal ein paar Worte zu diesem, sagen wir mal, Zerwürfnis!

00:33:10: Das ist ja insofern doppelt interessant weil der Herr Werner war ja am Anfang dein Freund und hat dir wahnsinnig geholfen

00:33:17: auch noch aufbauen?

00:33:17: Und

00:33:18: dann hat er doch deine Schwester geheiratet also dein Schwager ist auch noch geworden.

00:33:21: das war ja so ein sehr verhängendes volles Treffen da scheinbar bei dem Seminar.

00:33:25: Wie dem auch sei, es hat viel daraus entstanden.

00:33:27: Und dann ist das Nächste was man von außen lesen kann ist ihr verklagt euch er listet euch aus Es gab einen großen Bruch.

00:33:36: Ja also es ist sehr schmerzhaft gewesen.

00:33:40: Ich kann dir nicht mehr erklären warum das so ist.

00:33:46: Es ist richtig Man hat uns in zwei Verfahren verklagt.

00:33:51: Das eine ist verloren worden das andere wurde dann eingestellt.

00:34:02: Ja, also wir hätten die Marke.

00:34:04: Die würde uns nicht gehören.

00:34:05: Also alles Mögliche was man eben unternehmen kann um unsere Existenz zu nehmen das waren für sich Ziel der diversen Angriffe

00:34:14: und der Grund ist dass dann dem selber entschieden hat Wir wollen jetzt auch im Biobereich stärker tätig werden.

00:34:20: Ihr müsst weg.

00:34:21: Wir haben sehr viel Versuche unternommen, das irgendwie in Ordnung zu bringen auch mit Mediation und anderen Bemühungen von Bekannten.

00:34:30: weil also von außen stehen konnte man das an für sich nicht verstehen.

00:34:35: Also ich habe es bis heute die eigentliche Motivation nicht begriffen.

00:34:42: Ich habe sehr viel gelernt in der Phase, ich schaue dann immer auf das Positive.

00:34:46: was will man machen?

00:34:47: Das positive war dass wir natürlich jetzt seit zehn Jahren unser Sortiment viel öfter gestalten können.

00:34:53: Wir waren natürlich sehr abhängig von der M- und Druckeriemarkt ist ein Druckerimarkt.

00:34:57: also der verkauft jetzt kein Eis oder keinen Joghurt oder kein Fleisch.

00:35:02: Also wir haben die Palette unserer Produkte viel mehr erweitern können.

00:35:06: Sie sind natürlich auch viel mehr Geschäften vertreten, als ich denke für beide Unternehmen war es ein guter Weg.

00:35:12: Der M ist ja außerordentlich erfolgreich mit der M-Bio... Hörte den

00:35:15: Christoph Werner vor ein paar Wochen im Podcast wirkt auch also ganz friedlich und ganz smart.

00:35:21: Also das ist so überraschend, dass solche Sachen passieren sollen.

00:35:24: Sein Vater war ja da der Treiber offensichtlich aber ... Also

00:35:29: es gibt manchmal Situationen in den Schicksal von Menschen, die man vielleicht erst was wann auch immer versteht oder erklären kann.

00:35:37: Ich habe mich mit Götz Werner das war sein Wunsch hatte mich anrufen lassen also ein halbes Jahr bevor gestorben ist.

00:35:46: er wollte mich sehen dann bin ich auch hingefahren haben uns am Bodensee getroffen und Ich war da so vier Stunden bei ihm, wir sind spazieren gegangen.

00:35:55: Wir saßen auf einer Bank mit dem Blick auf den See und haben Mittag gegessen und am zweiten unterhalten und da war alles weg.

00:36:02: das wurde überhaupt nicht thematisiert.

00:36:05: Wir haben uns in Arm genommen wie immer früher.

00:36:08: es war wie weg.

00:36:09: ich habe das auch nicht hinterfragt.

00:36:11: ich hab das einfach mal so hingenommen.

00:36:13: für mich war es eine sehr Schöne Geste sag ich mal, dass das möglich war bevor er sozusagen über die Schwelle gegangen ist also gestorben ist.

00:36:22: Aber wir haben es nicht ergründet.

00:36:25: Es ist ja schon eine wahnsinnige Pointe der deutschen Wirtschaft fast.

00:36:28: Ich meine mittlerweile seid ihr zwei Riesenplayer und dann Sonne Woldt.

00:36:33: Und ich glaube dein Sohn der heute bei euch tätig ist hat ja jetzt wiederum auch noch eine Weile bei dir gearbeitet.

00:36:40: Also jetzt verkürzen wir ihn erst!

00:36:42: Ja, das ist schon ein paar Jahre her.

00:36:44: Aber Götz Werner war sein Patenonkel ...

00:36:49: Das auch noch?

00:36:50: Gut, wenn man so eng miteinander ist nicht ungewöhnlich und ich muss sagen, dass es immer sehr fair verlaufen.

00:36:57: Er war damals bei Herrn Haarsch in dem Verkaufsgebiet, weil er gebietsverantwortlicher ... Während

00:37:03: des Rechtsstreits

00:37:04: auch?

00:37:05: Und das ging gut!

00:37:07: Da war der M-Seer sehr korrekt, also zumindest die, mit dem zu tun hatten.

00:37:14: Wenn jetzt der Christoph anrufen sagt Mensch ihr habt ja so gute Sachen, wollte nicht was bei uns mal Listen da würdest du aber nicht mehr

00:37:19: machen?

00:37:20: Also da müssten wir uns erst mal miteinander unterhalten, aber ich glaube das kommt ihm nicht in Sinn wenn ich das bisher richtig verstanden habe.

00:37:29: Aber als dann sozusagen da dir... Diese, dieses Zerwürfnis anfingen.

00:37:35: Dann hast du ja innerhalb von kurzer Zeit neue Händler finden müssen.

00:37:39: und dann klar wenn man bei dm-Problemat geht man zu Rossmann und da hat der Rossmann schon mal gesagt okay ich unterstütze die Edeka hat gesagt ich unterstützte also.

00:37:48: das war schon hilfreich

00:37:49: sehr hilfreich und da bin ich auch sehr dankbar und es war für mich eine sehr sehr interessante Erfahrung.

00:37:58: Ich war damals alleiniger Geschäftsführer Und der Vertriebsverantwortliche bei uns, der hatte Ideen wo ich sagte das werden wir nicht schaffen.

00:38:06: Der wollte also sozusagen jetzt die Einzelhändler besuchen und in Allnatura anbieten.

00:38:12: Ich habe erlebt dass das ja... Also ich hab sehr viel Unterstützung bekommen.

00:38:18: Das muss einfach so sagen weil es war schon erstaunlich in wie kurzer Zeit es uns gelungen ist bei vielen Händlern Präsent zu sein.

00:38:26: Hast

00:38:26: du selber bei Herrn Rossmann angerufen gesagt, Mensch lieber Herr Rossmann?

00:38:30: Bei Dirk Rossmann ja da war ich auch und aber auch mit Raul und Dirk gesprochen und dann haben die sehr schnell entschieden.

00:38:37: Ich habe auch damals dann Herrn Moser kennengelernt als ich einen goldenen Zuckerhut

00:38:43: bekam

00:38:44: Edecasio Genau und der hatte mich dann auch angerufen Auch seinen damaliger Aufsichtsratsvorsitzern und alle anderen haben mich sehr schnell, ja, haben das sehr schnell umgesetzt.

00:38:56: Und haben die Ware gelistet.

00:38:58: dafür bin ich sehr dankbar sonst würden wir hier nicht sitzen.

00:39:00: zu dem Thema

00:39:01: was dir eigentlich auch überraschend ist weil wenn man so hört wie hart die Bandagen dann sind dann hätte es ja auch sein können.

00:39:05: also wenn man jetzt in der logik von wettbewerber greifen euch an war noch gerade stehen geblieben und auf einmal hört man Wettbeweiber mir im teil helfen euch.

00:39:13: das ist ja schon irgendwie ein bisschen widersprüchlich.

00:39:19: Diese Angriffe wissen wir nicht, wo sie herkommen.

00:39:21: Aber ich habe immer erlebt in der ganzen Geschichte, dass Allnatur immer geholfen wurde.

00:39:26: Wir haben immer sehr viel Unterstützung bekommen.

00:39:29: Die größte Unterstützung von unseren Riesenkunden schar natürlich die uns sehr wertschätzen und diese Entwicklung möglich machen aber auch von vielen Händlern, die sich unglaublich engagiert haben weil sie die Marke war beliebt Damals schon.

00:39:45: Und sie kamen nicht an die Marke ran, jetzt konnten Sie an den Marke herankommen und das Unternehmen war Ihnen sympathisch.

00:39:54: Ja, und Sie haben sehr konsequent und sehr schnell das umgesehen.

00:39:56: Sie sind auch sehr erfolgreich mit uns.

00:39:58: also es war kein Fehler!

00:39:59: Was

00:39:59: ist denn heute die Produkte oder in den letzten Jahren, die so eine, sagen wir mal Sehnsucht ausgelöst haben bei anderen Händlern?

00:40:06: Was wollten die von euch haben?

00:40:06: Das Mehl?

00:40:07: ja wahrscheinlich,

00:40:07: oder?!

00:40:08: Also Standardprodukte... Wie Mehl oder wie ein Monosaft.

00:40:17: Oder auch ein Schokonuss, also als Schokonos-Aufstrich sozusagen wo dann halt fortyfünf Prozent Nüsse drin sind.

00:40:25: im Vergleich Zu dem Ferioproduktor sind vierzehn Prozent Nüsse drin und so.

00:40:31: Das kommt sehr, sehr gut an ja?

00:40:33: Und die Marke ist es weil die Philosophie des Unternehmens ist was anders.

00:40:37: wir sind ja nur nachhaltig bei uns.

00:40:39: Es ist so dass alles hundertprozent bio ist und das wir in einem Haus sind weil's das Nachhaltigste Europa ist oder Lehm

00:40:45: gebaut.

00:40:48: Also die Wände sind alle aus gestampften Leben aus den Abfällen.

00:40:52: Stuttgart ein zwanzig die immer Geschenke kriegt aus der Baugrube davon im Bahnhof.

00:40:57: Und ja, es ist auch sonst in vielen Details eben sehr nachhaltig gemacht.

00:41:01: Aber

00:41:01: das heißt du sagst am Ende was euch differenziert?

00:41:04: Ist die Marke?

00:41:05: weil diese Produkte ich meine man könnte jetzt ja auch hingehen und wenn ich mir vorstelle Es geht es darum ein Schokonuss mit vier Nüssen zu haben Das könnte man woanders auch abfüllen lassen sagen wir

00:41:14: Ja also Wir versuchen eben besondere Rezepturen zu haben aber der Unterschied ist nicht Die Marke macht den unterschied im Sinne Marke Kennzeichnung aber Der Unterschied ist dass wir sinnvoll für Mensch und Erde arbeiten.

00:41:28: Unser Unternehmensziel ist nicht Gewinn zu machen, unser Ziel ist sozusagen beste Produkte und Dienste hervorzubringen wirklich nachhaltig zu arbeiten und das kann ich auch an vielen Beispielen deutlich machen.

00:41:42: also jedes unserer Produkte von Anfang an wird von einem Arbeitskreis Qualität beurteilt.

00:41:48: Also nicht wir, nicht ich, nicht die PMs entscheiden ob das Produkt jetzt so gemacht wird sondern der Arbeitskreise entscheidet über die Qualität.

00:41:57: also ein externes Fachgremium als Beispiel.

00:42:00: und so haben wir in vielen Stellen eben ganz klar immer den Menschen und die Qualitet an erster Stelle.

00:42:07: und dann müssen man natürlich Wirtschaften.

00:42:08: klar und der Gewinn ist das Ergebnis aber es ist nicht das Ziel ist nicht der Erfolg, das Maß eines Handelns ist der Mensch.

00:42:20: Lass mal ganz kurz über Gewinn sprechen!

00:42:22: Es ist jetzt gar nichts so einfach aktuelle Gewinzahlen von euch zu bekommen.

00:42:24: die letzten, die ich gesehen habe vor glaube zwei oder drei Jahren da habt ihr einen Gewinn gemacht bei fast einer Milliarde und über eine Milliarde Umsatz von fünf Quad fünf Millionen.

00:42:34: Das ist jetzt im Bereich der Rendite null Komma irgendwas.

00:42:39: Das selbst für Lebensmittel Einzelhandel und so sehr wenig.

00:42:42: Ist das nicht schon auch gefährlich, so wenig Gewinn zu machen?

00:42:45: Muss man hier einen Puffer haben und muss man nicht irgendwie ein bisschen mehr einen Gewinnerziel haben mit den Leuten zu motivieren.

00:42:52: Also wir haben natürlich eine Vorstellung, wir wollen anderthalb Prozent Redite schaffen.

00:42:57: Das ist klar brauchen wir!

00:42:59: Das ist gar keine Frage.

00:43:00: besser werden auch manchmal zwei.

00:43:03: aber wir investieren eben sehr stark in die Preise keinen Inhaber haben, der irgendeine besondere Verzinsung will.

00:43:13: Können wir mit anderthalb Prozent arbeiten?

00:43:14: Wir haben ja keine Aktionäre.

00:43:16: Wir haben auch eine andere Rechtsform, eine Doppelstiftung.

00:43:19: Aber

00:43:19: die Firma gehört dir.

00:43:20: bis heute also kein Investor drin in diese Stiftung.

00:43:22: aber du bist sozusagen der Mensch.

00:43:24: Ja ich bin der Mensch, aber ich schenke das Unternehmen das ganze Kapital.

00:43:29: neunneinzig Prozent in eine gemeinnützige Stiftungen Und die Stimmrechte sind seit zehn Jahren in einer Familienstiftung, das sind zwar unterschiedliche Vorstände und diese Familienstiftung sozusagen begleitet die Geschäftsführungen der Allnaturer Produktions- und HandelsgmbH.

00:43:46: Also dann gehört sich das Unternehmen quasi selbst.

00:43:49: Es ist nicht zu verkaufen, nicht zu verschenken gar nix.

00:43:51: Das Kapital bleibt im Unternehmen erhalten und wir müssen natürlich auch nach dreißig Jahren Steuerzahlen.

00:43:58: also das ist nicht das Argument sondern das Argumente ist sozusagen dass Kapital-und Fähigkeit möglichst eng zusammenbleiben in der Zukunft.

00:44:06: Okay aber du hast auch nie so jetzt das Interesse gehabt jetzt mal Geld aus der Firma zu entnehmen oder ich nehme an du hast ein Gehalt.

00:44:14: Jetzt haben wir jetzt mal eine Dividende aus, mal zehn Millionen und hier in Darmstadt hat mir ein schönes Haus oder ein Boot.

00:44:19: Oder sowas war nicht das Ziel?

00:44:22: Ich habe kein Boot, ich hab'n schönes Haus.

00:44:24: Das Auskommen reicht!

00:44:27: Das ist nicht mein Ziel.

00:44:29: Ich bin natürlich ganz oft schon angerufen worden, die wollten Allnatura kaufen.

00:44:34: In Westtoren?

00:44:34: Ja, in Westtore und Banken.

00:44:36: also es ist ganz erstaunlich wer alles Allnatur kaufen wollte... Und dann habe ich immer gesagt was soll ich denn mit dem Geld

00:44:42: machen?!

00:44:43: Was haben Sie denn so geboten?

00:44:45: Ja, viele Millionen.

00:44:46: Also

00:44:47: wir reden wahrscheinlich mit einer Firma die in dem Bereich eine Milliarde Umsatz macht.

00:44:50: und ist wahrscheinlich dann zumindest mal halben Jahr der Wert?

00:44:52: Naja nicht ganz aber es ist schon ein Riesenbetrag da wie ich sage was soll ich dir mit dem Geld machen?

00:45:01: Ich habe mein ganzes Leben dafür gearbeitet, dass Geld Kapital mit einer guten Idee verbunden ist.

00:45:07: Dann muss ich wieder bei allen Naturern zurückkaufen und es gibt ja nichts Besseres.

00:45:10: Das macht doch gar keinen Sinn!

00:45:13: Ja nee, das macht wirklich keinen Sinn.

00:45:16: Okay, okay.

00:45:19: Es gibt sogar eine Liste, Manager Magaziner wirst du als einer der reichsten Deutschen geführt wahrscheinlich zu deinem Verdruss.

00:45:28: Man ist ja nicht persönlich reich, sondern das Unternehmen hat einen Wert.

00:45:32: Aber diesen Wert hat das Unternehmen übrigens nur – wenn hoffentlich du und alle anderen Allnatura-Produkte kaufen!

00:45:39: Denn die Wertschätzung der Kunden, die Sympathie, die Empfindungen in positiven Gedanken dann auch die Einkäufe führen ja dazu dass das Unternehmen wertvoll ist.

00:45:50: Also das ist ja auch ganz interessant, dass der Wert eines Unternehmens jetzt nicht in der Materie herliegt sondern in etwas was ja gar nicht materiell ist.

00:45:58: Nämlich dem Interesse der Kunden.

00:46:01: Und dem kann man jetzt immer mal zum Marketing zurückzukommen und auch ein bisschen weiter anfüttern oder da noch mehr zeigen... Was ihr so vorab, was ist schon noch eine ungewöhnliche Weg?

00:46:10: Oder eine ungewöhnliche Mission?

00:46:12: Müsste man denn nicht nochmal dazumißen, dann ein bisschen was investieren und den Leuten das noch besser erklären vielleicht?

00:46:18: Es ist gar nicht so einfach das zu erklären, weil ich hatte gerade vorgestern einen Vortrag von Unternehmerinnen und Unternehmern.

00:46:26: Und dann kam hinterher ein sehr erfolgreicher aus der Medizintechnik Inhaber-Unternehmer auf mich zu und sagte Herr Rehn aber irgendwie Gewinn.

00:46:38: Sie müssen ja Gewinne streben haben!

00:46:40: anders würden sie doch gar nicht arbeiten, habe ich gesagt was ist das denn?

00:46:43: Also erstens muss ich gar nichts und ich will etwas.

00:46:47: Und zweitens warum kann ich nicht sozusagen das Beste für Mensch und Erde wollen wenn ich das gut organisiere und das versuchen wir ja so gut wie möglich, möglichst noch besser als alle anderen dann hab' ich auch ein Ergebnis.

00:47:00: aber es ist eine Motivation für die Mitarbeiter und auch für die Kunden.

00:47:04: dass jemand sie ernst nimmt und nicht nur darauf schaut sozusagen dass er möglichst viel Geld aus ihnen rausholt, sondern ihnen das Beste zur Verfügung stellt ist eine ganz andere Geste.

00:47:15: Mir geht es auch gar nicht darum dass diese Geste die macht ja schon auf Sinn und ist ja offensichtlich sehr erfolgreich nur die noch weiter zu multiplizieren.

00:47:20: Im Sinne von Bekanntheit, Wahrnehmung für diese Geste.

00:47:23: Es gibt ja Firmen in der Branche, sag ich mal im erweiterten Sinne Red Bull ... Die geben ungefähr siebzig Prozent ihres Umsatzes aus für Marketing und ihr Null, fünf.

00:47:32: Das ist ja schon ein Unterschied.

00:47:33: Ja!

00:47:34: Und dann bei Best Brand Award, ich glaube letztes oder vorletztes Jahr war Red Bull einen Platz vor uns auf vier und wir auf fünf.

00:47:41: Ist das nicht interessant?

00:47:42: Ja gut aber es hat hier ein Branchen-Award.

00:47:44: Es geht ja schon um Millionen Menschen, die jetzt erreichen sollen am Ende.

00:47:46: Jaaah, aber sie waren fünfhundert.

00:47:49: und wir waren ihn als einzige Lebensmittelmarketer in dieser Region, ein großer Teil der Generation Z-Kaufbahn sein.

00:47:57: Wir haben die jüngsten Kunden.

00:47:58: also es gibt viele junge Menschen auch, die neben der Begeisterung für alles was digital ist, auch ein großes Interesse am authentischen echten reduzierten Einfachen haben Also am persönlichen sozusagen und die scheinen unsere Kunden zu sein.

00:48:16: Aber du hast natürlich recht, ich je mehr umso besser.

00:48:19: Deshalb gibt es ab nächste Woche auch in allen Rewe-Märkten über viertausend an der Zahl all Natura Produkte.

00:48:27: also

00:48:28: Du siehst wir bemühen uns aber

00:48:29: dann halt wieder über Distributionen nicht so selber.

00:48:32: Überwerbung.

00:48:32: Ja

00:48:33: ja also gut Ich meine die Handelspartner werben ja auch mit uns.

00:48:37: Und für uns, das machen sie ja natürlich und das unterstützen wir auch.

00:48:42: Aber wir machen es nicht selber.

00:48:44: Auch gar nicht.

00:48:45: Also jetzt sagt der Mensch, wir probieren mal eine Fernsehwerbung aus und du trittst mal auf und erzählst im Fernsehen oder so bei ihm sogar was ihr da macht.

00:48:52: Das könnte man ja machen wäre er sehr glaubwürdig und sehr authentisch.

00:48:56: Ja gut ich nehme die Anregung auf!

00:48:59: Aber so ein Account wo du jetzt mal selber... Ich meine das ist ja wirklich Wahnsinn.

00:49:02: also als Figur noch bisschen prägender wirkst in die Welt Es hat mir jetzt kein Widerspruch.

00:49:08: Nein, ist kein Widespruch wenn die Menschen zuhören wollen und Wenn man es so erzählt das habe ich jetzt auch gerade bei dem Vortrag wieder gemerkt dass interessiert die menschen und es ist eben eine eigene story Und es ist auch ein Ja ein Modell wo ein gewisses Zutrauen reingeschenkt wird.

00:49:24: und es Ist mehr wichtig zu zeigen in unseren ja sehr Krisen belegten dauerkrisen Belegten und Zeiten in denen die längsten sehr viel angst haben wenig Zuversicht haben zu zeigen, dass es Unternehmen gibt, wo man Zuversichten haben kann.

00:49:40: Die funktionieren und die auch sinnvoll sind in die Welt bringen.

00:49:44: Das ist eine wichtige Botschaft und das wir ein Zukunftsbild haben nämlich Erweiterung des Biolandbaus was ja Sinn macht.

00:49:52: Wo wir gerade so bisschen über positive Zukunften sprechen jetzt habe ich wahrgenommen, dass ihr erstaunlicherweise in Ostdeutschland Kompresenz seid.

00:50:02: Also es ist eine Koalition, also eure Läden, der sechzehn lädt in Freiburg so ungefähr und keiner in Sachsanhalt?

00:50:11: Ja wir haben sieben Läde in Freiberg, gerade einen eröffneten.

00:50:14: machen wir gerne noch nachten auf.

00:50:16: Ja, wir gehen dahin wo die Menschen sind.

00:50:18: Wir haben das natürlich ausprobiert... ...wir sind ja in Dresden, in Erfurt,... ...wir sind in Berlin.

00:50:22: aber das ist natürlich eine Sondersituation mit zwanzig Läden,... ...aber da tun wir uns schwer.

00:50:27: also da haben wir nicht so einen Zuspruch wie wir jetzt sozusagen insbesondere in Süddeutschland das haben.

00:50:33: und dann haben wir entschieden es macht jetzt keinen Sinn.

00:50:36: wir wollen keine menschen pädagogisch erziehen mit irgendwelchen Bio-Suppernmärkten nämlich unseren sondern wir gehen dorthin wo in die Nachfrage ist.

00:50:45: Und Ausland?

00:50:47: kommt im Moment nicht infrage.

00:50:48: wir wollen jetzt erstmal das netz hier in deutschland verdichten.

00:50:52: das ist auch wichtig.

00:50:53: aus effizienz gründen also mit hundert sechzig läden dass es viel zu wenig.

00:50:57: wir brauchen deutlich mehr.

00:50:58: was können wir schaffen?

00:50:59: wie viele leiden?

00:50:59: meinste

00:51:00: ja.

00:51:00: also jetzt wollen wir erst mal.

00:51:03: die zweihundert schaffen und dann sehen.

00:51:06: Klar was möglich ist, es hat keinen Sinn sich da irgendwelche Ziele zu setzen.

00:51:10: ich würde gerne nächstes Jahr zehn mehr Läden machen gerne ja jetzt muss man erstmal die Ladenlokale finden.

00:51:15: das sind mir auch emsig dran.

00:51:16: aber es ist doch sehr aufwendig da dranzukommen weil der Markt ja umkämpft ist.

00:51:21: ob das ein DM in Rossmann isst die unser Format brauchen Da tobt dann doch ein Kampf um die wenigen guten Standorte, die irgendwann mal frei werden.

00:51:30: Man hat ja sehr langfristige Verträge auch.

00:51:33: also es ist auch viel belegt und man sucht natürlich ganz bestimmte Standorte.

00:51:38: Man braucht eine gewisse Frequenz damit so einen Laden sich rechnet.

00:51:41: Also man kann nicht irgendwo einen Laden eröffnen.

00:51:42: Ihr seid

00:51:43: doch gar nicht so teuer wie man denkt ne?

00:51:44: Wir sind sehr günstig im Preis.

00:51:46: ja das richtig.

00:51:49: Als Beispiel und das ist durch Corona entstanden wir hatten Früher waren die Bioprodukte deutlich teurer als konventionelle Produkte.

00:52:01: Also nehmen wir mal eine Haferflocke aus Köln, die berühmte.

00:52:04: Fünfhundert Gramm kostet beim Edeka oder Rewe, sagen wir, fünfzehn zu neunzigzig.

00:52:11: Unsere Alnatura-Fünfhundert Grammhaferflocke kostet einen Zweinzwanzig.

00:52:15: Das bei fast allen Alnaturaprodukten Der Preis, der Ladenverkaufspreis – fünfzehn bis zwanzig Prozent unter konventionellen aus der Agrarindustrie gespeisten Produkten liegt.

00:52:30: Das wissen die meisten nicht!

00:52:33: Weil ihr auch ziemlich hart seid.

00:52:35: zu euren Zulieferern?

00:52:37: Nein wir sind zertifiziert.

00:52:41: We care, fair sozial nachhaltig bist sozusagen auf dem

00:52:45: Bauernhof.

00:52:46: Im Verhandlungen?

00:52:47: Nein

00:52:47: wir sind Spaß am wehmehr null Marketingaufwendung!

00:52:50: Du hast das ja vorhin gesagt.

00:52:52: wenn Red Bull-Siebzig Prozent des Umsatzes ausgibt und wie er Null Komma Eins Prozent ist es doch ein Unterschied.

00:52:57: Wir investieren nur in das was dem Kunden zugute kommt.

00:53:03: Und

00:53:03: dennoch ich war ganz überrascht.

00:53:04: du hast in einem Interview mal gesagt Wenn du die Warte zwischen Umsatz und Impact würdest umsatz nehmen

00:53:10: Ja

00:53:11: Wie kommt das?

00:53:13: Ja, weil ich möchte, dass möglichst viele Menschen bio kaufen.

00:53:16: Damit wird die Welt ein bisschen besser machen für unsere Kinder und Enkel.

00:53:19: Das heißt der PENC ist

00:53:20: ja den Umsatz enthalten wenn man so möchte.

00:53:25: Wo ich mich frage ob ihr da auf dem richtigen Weg seid, wenn man sieht, dass es Bio Company oder auch Dance und so jetzt diesen ganzen Markt doch sehr stark ja aufrollen und die ganzen Händler, also Rewe und Aldi auch selber.

00:53:40: Also ihr auch alle auf Bio geht ist das nicht denn vielleicht im Ende werdet ihr den Opfer des eigenen Erfolgs weil die anderen das alle gesehen haben, dass sie in ihren Shop rein integrieren oder noch besser machen können?

00:53:52: Also es ist so, wenn wir erst mal in den klassischen Handel schauen wie Edeka oder Rewe.

00:53:58: So haben die einen großen Anteil Eigenmarken, Handelsmarken also Edeka-Bio zum Beispiel.

00:54:03: Die hatten sie früher nicht und da ist auch viel kopiert worden.

00:54:08: aber wir haben miteinander festgestellt dass eine duale Markenstrategie am meisten bringt.

00:54:14: Also neben der Marke Rewebio oder Edeka Bio dann eben Alnatura Und wir erreichen eben da sehr gute Drehzahlen und insofern haben wir dann eine gute Zukunft.

00:54:27: Das ist die eine Antwort, die zweite Antwort, wenn wir jetzt auf den Biomarkt schauen – die Bio-Märkte!

00:54:33: Da ist natürlich ein... nicht Natürlich, das ist ein ganz großer Strukturwandel im Gange.

00:54:39: Es gibt ungefähr zwei Tausend Einhundert Bioläden und Biosupermärkte.

00:54:46: Ich gehe davon aus dass der eine oder andere Bioladen zumachen wird und dass eben üblich das sterben mehr Läden als das welche sich neu gründen können.

00:54:56: Und es bleiben über sicher Denree, Alnatura und zwei drei vier andere und alle anderen wenn nach und nach leider aufgrund ihrer Größe den Kosten ja den ganzen Realitäten die mit einem modernen Unternehmen in Verbindung stehen das nicht wirtschaftlich Stimmen können.

00:55:17: Weil du musst dir vorstellen, wenn wir jetzt Svjhana von SAP einführen.

00:55:22: das haben in einem Jahr eingeführt was sensationell schnell ist fehlerlos über Ostern zack mit guter Unterstützung von SAP.

00:55:31: Das kostet eine Menge Geld Wenn eine Rewe oder ein Edeka die Sechzig-Siebzig eventuell hundert Milliarden Umsatz machen auch svjhanasap.

00:55:40: Aber sie können das natürlich anders umlegen Kassamen, wo du selbst dich bedienen kannst.

00:55:47: Wir müssen das ja alles zur Verfügung stellen und die Qualität, die heute erwartet wird im Einzelhandel ist auf einem sehr hohen Niveau, ist sehr technikgetrieben.

00:55:56: also ein Handelsunternehmen hat hunderte von Mitarbeitern im IT-Bereich, die sozusagen die Voraussetzungen schaffen.

00:56:05: und wir müssen halt mit deutlich weniger auskommen.

00:56:08: und dass es genau die Herausforderung grundsätzlich für Neugründungen dass du eine gewisse Größenordnung brauchst.

00:56:15: Und wir haben ja selbst gesehen jetzt, Tegut wird ja gerade sozusagen Ende diesen Monats alle Märkte schließen die gehen dann eben an Rewe und Edige Feeneberg im Allgäu-Dito.

00:56:28: das heißt es gibt kaum noch Unternehmen dieser kleinen Größe.

00:56:31: Es sind diese Riesen die dann die Vorleistung also die Leistungen die in den Zentralen geleistet werden natürlich sind viel kleinere Beträge, die sie auf ihre Märkte umlegen können.

00:56:42: Wenn du was bei sich zweitausend dreitausend viertausenden fünftausende Geschäfte hast und das ist so ein bisschen die Herausforderung, die in kleiner Form auch auf die Biomärkte zukommt?

00:56:54: Am

00:56:54: Ende steht ja bei dir der Glaube an Menschen und die Überzeugung wenn man Menschen arbeitet dass alle am ende einsichtig sind und vernünftig.

00:57:08: Hast du denn hier erlebt, dass diese Idee an Grenzen kommt?

00:57:10: Du hast ja auch Menschen von Mindestlohn.

00:57:14: Wahrscheinlich in Filialen bis hin zu Leuten die managen wahrscheinlich schon eine ganz andere Gehaltsliga sind und ganz andere Profile sind.

00:57:22: Du hast es ganz recht.

00:57:25: natürlich wäre es naiv zu... sich so auszudrücken, dass alle Menschen immer noch gut sind.

00:57:32: Also ich bin nicht naiv an der Stelle in keiner Weise.

00:57:36: aber ich glaube es ist wichtig das man sozusagen überall schaut.

00:57:40: wo gibt es Entwicklungsmöglichkeiten bei jedem?

00:57:43: jeder kommt ja mit gewissen Fähigkeiten tritt da an und wo kann man ihm Wege eröffnen?

00:57:48: Dass er sich weiterentwickeln kann, dass er selbstständiger wird, dass Er bewusster wird, das er reflektierter wird, wäre er doch ganz schön und dass man in einer gewissen Positivität sozusagen durch sein Leben gehen kann.

00:58:03: Ich glaube, das ist eine ganz wichtige Aufgabe.

00:58:08: Natürlich ist es so, dass bei uns auch geklaut wird, auch von Mitarbeitern mal geklautet in den Märkten – das ist ganz normal!

00:58:14: Aber deswegen lasse ich mich nicht davon abbringen alles dafür zu unternehmen, dass die, die guten willens sind und die Interesse haben sozusagen gemeinsam sozusagen das Unternehmen weiterentwickeln.

00:58:25: Was war so die größte Enttäuschung du erlebt hast?

00:58:28: Die größte Enttäuschung war, muss ich sagen ganz erstaunlicherweise am Anfang.

00:58:33: Das war die vierte oder fünfte Mitarbeiterin, die geholfen hat bei der Ausbildung und gleichzeitig auch die Mitarbeiterfragen begleitet hat und sie sich dann zweimal Weihnachtsgeld organisiert hat, ist natürlich im kleinen Unternehmen soweit konnte ich ja noch schauen und denken sehr schnell aufgefallen.

00:58:57: Auch ganz unterschiedlich war auch eine tiefe Enttäuschung weil man natürlich in so einem kleinen Team nie damit rechnet dass sowas gerade am Anfang passiert.

00:59:04: also das habe ich in allen Fassungen erlebt.

00:59:06: aber wenn dann sowas passiert dann bist du auch konsequent und sagst das war dann.

00:59:09: was war es dann?

00:59:11: Keine Kompromisse klar!

00:59:12: Das ist klar!

00:59:14: Und meinste auch deine Zulieferer die sind auch happy mit dir?

00:59:17: Also kann ich mir das mal vorstellen?

00:59:19: Sehr unterschiedlich natürlich immer.

00:59:22: Also die Herausforderung ist eben heutzutage, dass alles sich sehr schnell ändert.

00:59:28: Sehr schwierig noch zu planen ist.

00:59:30: also wir haben Umsatzsprünge-Umsatzrückgänge und wenn man sich vorstellt was das bedeutet für die Bauern und dazwischen auch für die Verarbeiter ist es manchmal sehr anstrengend.

00:59:40: aber grundsätzlich werden wir sehr geschätzt und arbeiten sehr sehr lang mit den Firmen zusammen.

00:59:45: teilweise dreißig fünfdreißig Jahre schon haben wir Beziehungen und die wachsen mit uns recht hohe Anteile in der Produktion und wir entwickeln uns miteinander.

00:59:55: Das schafft natürlich eine große Stabilität, um diese Schwankung einigermaßen abzupuffern – ich sage mal ein Beispiel!

01:00:03: Tegut.

01:00:04: wie gesagt Ende des Monats werden alle Läden übergeben an Rewe, Tante Enso, EDK.

01:00:11: in vier Regionen wird ja alles aufgeteilt.

01:00:14: Und ich habe vor vierzig Jahren die Upländer Bauernmolkerei sozusagen kennengelernt.

01:00:22: Die ist eine Genossenschaft.

01:00:23: Da waren damals zwanzig Biolandbauern, haben sich zusammengeschlossen an Bio-Milchprodukte gemacht und wir haben das miteinander entwickelt.

01:00:30: jetzt gibt es achtzig solche Bio Bauern und haben Milch und Butter und Schmand usw.

01:00:37: solche Produkte.

01:00:38: für Allnatura haben die hergestellt und vierzig Prozent dieser Produktion wurde bei Tegut verkauft.

01:00:46: Jetzt kannst du dir vorstellen ich schlafe schlecht.

01:00:49: Was soll ich den Kühn sagen?

01:00:50: Also schwierig.

01:00:53: Jetzt sprechen wir natürlich mit den neuen Partnern, weil es für sich naheliegend ist zu sagen gut die Kunden kommen ja und haben ... Wir wissen ja wie viel an Milch von Alnatura, Putta, Quark, Schmand usw.

01:01:06: gekauft wäre.

01:01:07: sinnvoll, weil das auch in der Region passt diese Artikel zu Listen.

01:01:11: aber das dauert bei großen Unternehmen halt sehr lang.

01:01:13: also solche Verwerfungen und Verwerfen passieren eben immer wieder.

01:01:18: Okay okay Was ist denn der Zukunftsplan?

01:01:21: Also jetzt, du bist jetzt... ...sechsten- siebzig.

01:01:25: Also merkt man natürlich überhaupt gar nicht.

01:01:27: also wirklich beeindruckend aber dennoch so ist die Biologie.

01:01:31: wie lange geht es noch?

01:01:32: Das weiß ich nicht!

01:01:33: Ich hoffe dass mir noch viele Jahre geschenkt sind.

01:01:36: Ich mache das ja gerne was ich mache Aber ich bin schrittweise dabei aus diesem und jenem mich heraus zu ziehen.

01:01:45: Ich habe es jetzt auch schon so gestaltet, dass Petra Schäfer sozusagen die Arbeiten im Moment in der Geschäftsführung auch zusammen die ganze Geschäftsführung leitet.

01:01:55: Also ich hab schon deutlich weniger im Moment an Aufgaben als das früher war und da werden wir da auch einen entsprechenden Weg finden.

01:02:03: Wie

01:02:03: viele Tage im Moment?

01:02:04: Machst du so fünf Tage die Woche sechs Tage?

01:02:06: Ja, so fünfeinhalb.

01:02:07: Fünfenhalb.

01:02:08: oder bist du morgens hier?

01:02:10: Ja, also um neun, halb zehn.

01:02:12: Und gestern Abend war es halb acht.

01:02:14: Heute Abend wird's auch eher später ... Aber ich mach das was ich mache gerne und wenn du etwas gerne machst hast ja kein Problem damit.

01:02:22: Also ich hab jetzt nicht die Trennung zwischen dem Leben und dem Arbeitsleid sondern für mich ist Arbeit leben weil ich mit den Kolleginnen und Kollegen etwas Sinnvolles zusammen verwirklichen kann weil eben auch in der Begegnung im Austausch eine eigene Entwicklung immer noch gegeben ist.

01:02:41: Das sieht man ja bei älteren Menschen, die sozusagen in Rente gehen und sich zurückziehen, dass man den Eindruck hat sie bleiben irgendwo stehen.

01:02:51: Und es ist ein Geschenk wenn man lebt das man auch so zu sagen die Möglichkeit hat sich noch einzubringen mit anderen die Zukunft zu gestalten.

01:03:00: Deine Kinder sind auch in einer Firma jetzt fertig?

01:03:02: Der Lukas ist in der Geschäftsführung.

01:03:04: Mein Sohn, der ist vierzig Jahre und meine Tochter hat zwei Kinder und ist zu Hause im Rund in Berlin.

01:03:09: Aber weil ich das nicht auch mal hätt, die

01:03:11: war kurz ... Ja?

01:03:12: Hast du gut recherchiert!

01:03:16: Die war im Modebereich über bei Sarah und anderen Unternehmen und hat bei uns People Wear Organic gearbeitet.

01:03:24: also wir machen ja auch Natur-Tickstilen Hab ja auch in Ägypten damals das mit Sekem aufgebaut, in der Wüste eine Fertigung mit hundert Leuten und so weiter.

01:03:34: Und aus dieser Demeter-Baumwolle... ...und da war sie aktiv, aber jetzt ist sie Mutter!

01:03:40: Glückliche

01:03:40: Mutter!

01:03:41: Aber was heißt, die Firma wird es nicht vererbt?

01:03:45: Nein.

01:03:47: Was normalerweise auch bei so Familienunternehmen der normale Weg wäre.

01:03:51: ich mal beim DM.

01:03:52: Der Christoph führt's weiter.

01:03:54: Bei Rossmann, der Raul führts weiter.

01:03:57: Wird es nicht so sein?

01:03:58: Dein Sohn ist dann zwar hier tätig, aber die Stiftung leitend andere.

01:04:02: Ja gut also bei der M gibt's auch eine Stiftungen und fünfzig Prozent der Anteile können ja einer anderen Familie von der M, das ist ganz anders aufgeteilt.

01:04:12: Hier wird so sein dass eben sozusagen des Kapital in der Stiftungs liegt.

01:04:16: Aber wir sind ein Familienunternehmen trotzdem.

01:04:18: Das ist nur die Rechtsformen die wir gewählt haben.

01:04:21: Aber

01:04:21: du hast irgendwann nochmal gesagt, hier ist die Idee wichtiger als irgendwie das Kapital oder ...

01:04:28: Ja mir ist es wichtig dass die Unternehmen immer die besten Mitarbeitenden hat.

01:04:36: Das ist ja für die Zukunft wichtig.

01:04:37: und wenn man sich jetzt vorstellen würde, ist vererben Was hast du ja auch angesprochen?

01:04:43: Dann hast du natürlich meist nach einiger Zeit einige Erben und ich kenne etwas ältere Familienunternehmen.

01:04:48: Und die Herausforderungen, die damit verbunden sind dass jeder der inne aber irgendwas anderes will.

01:04:53: also entweder schaltet man sie dann tot sozusagen indem Sie irgendeine Dividende bekommen oder sind rechtlich so aus dem Unternehmen raus kann man das so machen oder man hat große Familienbeiräte und muss ständig miteinander debattieren, was man nur eigentlich macht.

01:05:08: Und das möchte ich nicht!

01:05:09: Ich möchte einfach dass das Kapital, das sich wie ein Lehen verstehe natürlich gehört mir das aber das ist für mich wie ein lehn und das gebe ich eben jetzt sozusagen stellst du im Unternehmen zur Verfügung in dieser Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung?

01:05:24: Damit kann sich keiner beklagen, Kapital ist immer da.

01:05:28: Also es wird nicht entzogen und wenn's verkauft wird dann hast du ja eine ganz andere Situation.

01:05:33: Du musst den Kaufpreis erst mal verdienen.

01:05:36: Okay also das wird ... okay aber für deine Kinder war doch entspannt damit?

01:05:40: Die haben was ich sehr fair fand mitgetragen.

01:05:44: Es gibt die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen dass sie fünfzig Prozent erben könnten das Pflichterbe und darauf haben Sie verzichtet.

01:05:53: Ja wofür zu tief dankbar bin.

01:05:55: Sonst hätte ich das Modell nicht so umsetzen

01:05:56: können.".

01:05:57: Aber okay, du hast die aber am Ende überzeugt?

01:06:01: Wir haben das offen besprochen und sie haben dem entsprechend zugestimmt.

01:06:06: noch ja...

01:06:07: Aber zur Not könnten Sie hier wahrscheinlich arbeiten?

01:06:09: Ja, Sie sind abgesichert über die Familienstiftung also es passiert Ihnen nichts sozusagen!

01:06:14: Das ist natürlich gegeben, aber das ist natürlich eine ganz andere Dimension als sozusagen das Unternehmen.

01:06:22: Okay, okay.

01:06:23: Also die Fachämier-Stiftung ist dann nochmal eine separate ... Das

01:06:26: sind zwei Stiftungen?

01:06:27: Nein,

01:06:27: das sind nur die ein Prozentstiftung!

01:06:28: Die eine hat neunneinzig Prozent der Stimmrechte und die andere hat neuneinzehnzig Prozent des Kapitales.

01:06:34: Also Stimmrichte und Kapital sind getrennt.

01:06:37: Die Stimmregte sind diejenigen, die sozusagen verfügen können über die Geschäftsführer von Allnatura und das Kapital steht zur Verfügung.

01:06:50: Wo die Stimmen drin sind, ist natürlich weniger...

01:06:53: Weniger Kapitalung.

01:06:55: Fünfhunderttausende

01:06:56: ist nix.

01:06:57: Das ist aber die Macht!

01:06:58: Die Macht ist nicht mit Kapital verbunden sondern nicht Fähigkeiten, da sitzen entsprechende Persönlichkeiten.

01:07:04: Ist dann

01:07:04: wo die Stimme ist auch die Familienstiftung?

01:07:06: Die Stimmrechte sind in der Familienstifteung ja.

01:07:09: Okay, ich will nicht zu tief einstehen.

01:07:12: Aber das ist wahrscheinlich schon für viele interessant oder wie man das so regeln kann?

01:07:16: Ja es ist... Ich habe mich dreißig Jahre damit beschäftigt und bin auch bei dieser Initiative Verantwortungseigentum, was du wahrscheinlich schon von gehört dabei und da gibt's ja jetzt auch eine entsprechende Rechtsform gesellschaft mit gebundenem Vermögen, was sozusagen eine ähnliche Wirkung haben wird nur eben nicht so kompliziert ist weil Dieses Doppelstiftungsmodell ist schon ganz besonders.

01:07:44: Also das war nicht ganz einfach, dass so umzusetzen.

01:07:48: In deinem Berufsleben bist du auch mehrfach fast verstorben?

01:07:52: Ja im Berufsleben bin ich unbedingt.

01:07:54: aber also ich war mal auf einer Skitour und da war ich siebzehn und bin dann in einen Schneebrett geraten und da hatte ich sehr viel Glück dass ich da wieder heil rausgekommen bin.

01:08:10: Ich hatte auch andere Erlebnisse, also ich habe einen Autounfall gehabt und sehr viel Glück.

01:08:15: Bin auf die Autobahn gerutscht, auf die Fahrerseite.

01:08:19: Mir kam ein Auto dann entgegen.

01:08:21: Das ist an meiner Seite entlang.

01:08:23: Ich stand quasi, war an der Leitplanke ... Also hab ich wirklich gedacht jetzt ist Schluss.

01:08:31: So hab ich einige Erlebnisse schon hinter mir.

01:08:33: Du bist ja eine richtige Abenteuerin?

01:08:35: Ja, ich bin als Kind weit über das hinausgegangen was manchmal möglich war.

01:08:41: Und diese ganz Ägypten-Aktivität und so ist es auch ein bisschen abenteuergeschuldet?

01:08:47: Nein!

01:08:48: Also, Ägypten war ganz anders.

01:08:51: Die Seekämpfarm kennst du die vom Namen her?

01:08:54: Ja.

01:08:54: Der hat auch schon den alternativen Nobelpreis bekommen und Herr Aboulaych war damals bei mir das Begründer.

01:09:01: der ist jetzt vor vier Jahren gestorben.

01:09:03: Jetzt machte ich Familie das und die haben wirklich in der Wüste angefangen.

01:09:08: Das wäre auch mal interessant, sich das genauer anzuschauen.

01:09:11: Also Brunnen zu bohren und das zu bewässern, biologisch-dynamischen Landbau aufzubauen.

01:09:16: Die haben eine Hochschule in Heliopolis in Kairau aufgebaut, ne Waldorfsschule in der Wüste... also es ist eine Rieseninitiative geworden die sehr viel auch in Ägypten bewirkt hat.

01:09:26: Ne, das war nicht Abenteuerlust sondern er hat gesagt ja wollen wir nicht zusammenarbeiten!

01:09:31: Und ich habe gesagt Ja aber Ägypte sind soweit weg und heiß.

01:09:35: Was sollen wir da machen?

01:09:36: Naja, also irgendwann hat er mich dahin gelockt.

01:09:38: Dann bin ich auch dahin gefahren vor dreißig Jahren und war schon sehr berührt zu sehen was da schon alles entstanden ist.

01:09:47: Und dann ist die Idee entstanden Biotextilien, also Demetatik aus biologisch-dynamischer Baumwolle und haben das Ganze organisiert über die Textilekette alles in Ägypten.

01:09:59: Also vom Anbau über das Ernten von Hand dieser Baumbolfflöckchen entkernen Spinnen weben den Stoff des Färben und das Nähen auf der Seekämpfarm.

01:10:10: Das sind hundertzwanzig Arbeitsplätze entstanden und das habe ich über viele Jahre an den Wochenenden betreut weil sie haben immer Sonntag ist bei den Freitag, also dann bin ich Donnerstag dahin und konnte dann Freitagsamstach da arbeiten.

01:10:22: Und sonntag wieder Retour.

01:10:24: Okay, so was will ich denn da X mal ...

01:10:27: oft?

01:10:27: Ja.

01:10:29: Weil dich das auch so ...

01:10:30: Das ist mein Beitrag zur Entwicklungshilfe.

01:10:32: Ich finde, Entwicklungshhilfe, wo Geld gegeben wird, mag manchmal sinnvoll sein.

01:10:36: Aber echte Entwicklungsh Hilfe ist, dass du in dem Land des Organisiers, dass die Menschen ein Auskommen haben, da hängen jetzt X-Familien dran.

01:10:46: Sowohl die Baumwollbauern, als auch die Flücken und Färben.

01:10:50: Und dann natürlich die Nähen.

01:10:52: Das waren immer in hundert.

01:10:54: Mitarbeiter sind ja Männer, die dort nähen Ja und ich fand das eine gute Bewegung.

01:10:59: Dann ist es auch so dass wir einmal im Jahr aus Ägypten Kartoffeln kriegen.

01:11:04: Es ist immer groß Aufregungen.

01:11:05: sie haben ägyptische Kartoffel.

01:11:06: Die kommen dann in so großen Holzkisten in Torf liegend Im Schiff.

01:11:10: wenn das jetzt dann geht Und da habe ich gesagt, ja aber das ist unser Beitrag zur Entwicklungshilfe.

01:11:16: Die Kartoffeln sind exzellent.

01:11:18: die kommen aus der Wüste muss man probieren, sie sind ganz feinstofflich, ganz dicht und so leicht rötlich haben einen unglaublichen Geschmack und warum sollen wir nicht deren Kartoffel mal anbieten?

01:11:28: Das ist doch etwas was die Kunden hier interessiert und die kriegen entsprechende Unterstützung dass sie die verkaufen könnten.

01:11:36: Also du fühlst dir auch der Entrichtungshilfe noch verpflichtet?

01:11:39: Ja,

01:11:40: ich finde es was Wichtiges.

01:11:41: Wenn's geht praktisch halt zu helfen dass anderen sich entwickeln können.

01:11:46: das ist doch wichtig.

01:11:47: Und sagen

01:11:47: wir mal was hast Du noch für Zielerwünsche wenn man jetzt in den Sechsten und Siebzig ist?

01:11:51: hat so ein Leben also etwas gebaut hat gefühlt jetzt so vieles dann irgendwie überstanden und richtig gemacht?

01:11:58: Was kommt jetzt noch?

01:11:59: wie denkst Du jetzt noch im nächsten Jahr danach?

01:12:00: was wünscht Dir?

01:12:02: Ja also ich hoffe, dass es uns gelingt sozusagen den Modellcharakter von Allnatura noch deutlicher zu machen.

01:12:10: Wir haben so eine Wertbildungsrechnung die ganz interessant ist und Gegenstrommodell das wird das noch besser Ja, in die Welt bringen.

01:12:19: Ich habe damals auch an der Alanushochschule so ein Institut für Sozialorganik gegründet und diesen Studiengang Wirtschaft neu denken mit aufgebaut wo du eben Betriebswirtschaft studierst Kunsterfahrungen machst zusammen mit Kunst Studenten Und Praxis.

01:12:37: also Du lernst wenn du gut bist Marktleiten während des Studiums.

01:12:42: Also bis dann viel Jahrleiter kannst du werden.

01:12:46: Und in der Richtung würde ich gerne noch weiter denken und arbeiten.

01:12:50: Und versuchen auf der einen Seite das Weiter zu erforschen, es weiter bekanntzumachen ist, weiter zu erproben um zu zeigen dass ja eine Wirtschaft die so aufgestellt den Menschen wirklich dient.

01:13:04: Darum geht's ja, also wir sollten ja für sich dafür da sein dass es uns besser geht durch unsere Leistungen nicht schlechter und da Bio-Landbau dazu führt das ist der Natur besser geht wie wenn sie nicht so bearbeitet wird ist es für uns ein starkes Zukunftsbild und da wollen wir zusammen mit unseren Kundinnen und Kunden daran arbeiten.

01:13:24: Und verfolgst du stark was jetzt in der Welt passiert?

01:13:26: Ich meine die Verwerfung jetzt mit KI wurde dann vielleicht einige von deinen Ideen drinstecken könnten, dass Menschen nicht mehr so viel arbeiten müssen oder vielleicht andere Jobs machen.

01:13:35: Bist du da irgendwie dran?

01:13:37: Ja ich habe mich sehr oder beschäftige mich gerade sehr stark mit KI auch in dem was Superintelligenz ist also nicht mit dem was die Enzycopedie ausmacht sondern was eben die Agenten beigebracht bekommen in diesen drei Stufen und war dann schon etwas überrascht wenn es so stimmt, dass auf der dritten Stufe des Lernens eben Ihnen ja ein ganz bestimmtes Verhalten unterstellt wird.

01:14:02: Das mit einem Belohnungsmodell unterlegt wird und das ist auch ein ganz bestimmtes Menschenbild also ein Menschenbild was ich nicht so teile.

01:14:12: natürlich reagieren Menschen darauf aber es gibt noch ganz andere Dimensionen und wenn man sich vorstellt dass wir jetzt die Agenten so Schulen oder so lernen lassen dann hat das natürlich Auswirkungen in ihrem Verhalten.

01:14:26: Das ist ja klar, weil sie verhalten sich so wie sie geschult sind.

01:14:28: Was sollen sie sonst machen?

01:14:29: Bleibt ihnen nichts anderes übrig?

01:14:31: und das halte ich schon für eine problematische und schwierige Entwicklung muss ich sagen.

01:14:36: also da würde ich mehr Bewusstsein wünschen und Mehr-Klarheit wünscht über das Wie man diese Agenten fit macht.

01:14:48: Und auf der privaten Seite gibt es auch noch was... Gar kein Konsum, also gar keine Reisen, gar keinen bisschen Luxus?

01:14:57: Bisschen Luxus.

01:14:58: Also all Natura zu essen ist Luxus!

01:15:01: Ja ja, natürlich.

01:15:03: Du machst das nicht.

01:15:04: Du musst mal eine Birne von uns essen oder eine Brombeere oder einen Boratan.

01:15:09: Du hast

01:15:10: vollkommen recht, wirklich

01:15:11: genießen.

01:15:13: Ja gut ich wäre... Vielleicht ein bisschen mehr Skilaufen, ich mache noch Abfahrts-Skielauf.

01:15:17: Das mach' ich sehr gerne.

01:15:19: Ja?

01:15:19: Warum nicht?

01:15:20: Ich hab früher als Schielehrer gearbeitet und das geläuft noch ganz gut!

01:15:23: Also ja gut... Aber mit den Sechsensebzüge

01:15:26: kann ich noch fünf, sechs Stunden wunderbar fahren, genieße es.

01:15:30: Also das mach'e ich sehr gern.

01:15:32: Ich segle sehr gern Hobby-Cat.

01:15:38: Ja, ich war ... Ich hab an der Nordsee gesegelt.

01:15:41: Da bin ich aber einmal fast drunken und das ist mir jetzt auch ein bisschen riskant.

01:15:46: Außerdem ist es immer schwierig dort, als ich war in der Türkei wieder gewesen oder sonst in Zypern wo man sich so Boote mieten kann und das genieße ich sehr.

01:15:55: Also das hoffe ich dass ich das noch ein bisschen machen kann.

01:15:58: Götz!

01:15:58: Vielen vielen Dank.

01:15:59: Sehr gerne, vielen Dank für die Fragen.

01:16:02: Alles klar.

01:16:02: Ciao ciao Wer bis hierhin gehört hat, der hat vielleicht Lust jetzt nochmal wirklich DM zu hören und zwar den aktuellen CEO.

01:16:09: Den Sohn des Gründers, den Christoph Werner einfach bei Google eingeben, OMR Podcast Christoph Wernher oder auch aus dem Bereich Handel.

01:16:16: eine wirklich tolle Folge mit zwei Schwestern aus der Keamserie-Region die sechzehn Edeka Märkte betreiben und damit hundert Millionen Euro Umsatz machen.

01:16:24: Auch das ist wirklich mal was ganz anderes sehr höhrenswert.

01:16:26: Einfach auch bei Google eingeben, OMr Podcast Edeka Pfeilstädter.

01:16:31: Dieser Podcast wird produziert von Portstars bei

01:16:37: OMR.

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