140 Millionen Umsatz mit Bowls & Salat: Dean&David-Gründer David Baumgartner (#867)
Shownotes
Einen Dean gibt es nicht, einen David schon: David Baumgartner ist der Gründer der Gastro-Kette, die gesundes Fast Food an Bahnhöfen, in Innenstädten und Einkaufszentren anbietet. Die Idee dazu kam ihm während einer Weltreise – heute gibt es bereits über 160 Filialen. Im OMR Podcast spricht Baumgartner über ambitionierte Wachstumspläne, seine größten Fehlentscheidungen, seine Investments in Startups und darüber, wie er einmal von eigenen Mitarbeitern im großen Stil betrogen wurde.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe bis zu dem Podcast eigentlich geglaubt, es gäbe einen Dean und einen David.
00:00:04: Und das seien die beiden Gründer von Dean und David.
00:00:06: Die Wahrheit ist, es gibt nur einen David Baumgartner und der hat in dem Jahr zwei Jahrzehnte auf einer Weltreise die Idee gehabt, ein gesundes Restaurantkonzept anzufangen.
00:00:15: Also erstmal nur ein einzigen Laden.
00:00:16: Hat das dann auch extrem viele Jahre gebootstrapped.
00:00:19: Ist mittlerweile fast zwanzig Jahre später bei Hundertsechzig Läden und Hundertvierzig Millionen Euro Umsatz angekommen.
00:00:25: Glaubt aber, er könne in den nächsten Jahren auf insgesamt dann dreihundert Läden skalieren.
00:00:29: von dem Franchise, einige gehören ihm selber.
00:00:31: Mittlerweile hat er auch einen Teil der Firma verkauft, aber generell finde ich es wahnsinnig krass zu hören, wie er damals angefangen hat, komplett ahnungslos, aber mit extrem viel Leidenschaft und Einsatz hatte eine der ganz großen Gastroinnovationen der letzten Jahre erschaffen.
00:00:45: Er hat mir auch erzählt, was seine größten Fehler waren, wie er intensiv betrogen worden ist, an welchen aktuellen Food-Hypes er überhaupt gar nicht glaubt.
00:00:51: wo rein er gerade als Business Angel investiert und wie er auf ganz krummen Wegen sein erstes Geld noch vordienen David verdient hat.
00:00:58: All das jetzt mit David Baumgartner.
00:01:00: Auf geht's!
00:01:13: Hi, David.
00:01:13: Hi, freut mich.
00:01:15: Danke dir, Philipp.
00:01:16: Also du bist der Kopf dahinter oder lange Jahre zumindest gewesen.
00:01:20: Es war aber nicht eine erste Gründung.
00:01:22: Nein, also bei mir hat sich relativ früh rausgestellt eigentlich, dass es für mich gar keine Alternative zum Gründen und zum Unternehmertum gibt.
00:01:29: Das war, glaub ich, schon so.
00:01:30: mit elf, zwölf ging das los.
00:01:32: Ich hab einerseits bin ich ein riesiger Klugscheißer und andererseits hab ich ein Autoritätsproblem.
00:01:38: So, und das ging in der Schule los, ist daran gegipfelt, dass ich dreimal der Schule verwiesen wurde.
00:01:44: Und dann war es schon klar, irgendwie in Corporate macht der Mann keine Karriere.
00:01:48: Und ich hab somit mit zwölf, dreizehn angefangen zu arbeiten, so ganz klassisch, was man dann nur macht, Zeitungen austragen, Supermarktregale einräumen.
00:01:57: Und mit vierzehn, fünfzehn bin ich dann in die Skateboard-Welt eingetaucht und hab angefangen, amerikanische Brands zu verkaufen, hier auf kleinem Level.
00:02:05: Also
00:02:05: Vans oder so was oder?
00:02:06: Ja, so York gab's damals zum Beispiel, die gab's hier drüben noch nicht.
00:02:10: Und die hab ich dann so in der Szene ein bisschen vertickert.
00:02:12: Eppies,
00:02:12: oder wie die hießen?
00:02:13: Genau, alles, was dann damals auf der Mitte der Neunziger war das.
00:02:16: Yeah,
00:02:17: Work auch dabei oder so was?
00:02:18: Ja, wobei die waren dann schon in Deutschland.
00:02:20: Also, vor allen Dingen Brands, die es in Deutschland nicht gab.
00:02:23: So, gab's ja eine Strasher-Magazin und so.
00:02:25: Und dann wusste man genau, was da so hip ist.
00:02:26: in New York und da bin ich rübergeflogen und hab Sachen hergeholt.
00:02:30: Das war so meine erste kleinere Gründung und wie gesagt, also nachdem ich dann aus diversen Schulen rausgeflogen bin, bin ich irgendwann am München Hauptbahnhof auf einer Privatschule gelandet.
00:02:40: Und da bin ich dann so mit meinem ersten größeren Start-up in Kontakt gekommen.
00:02:44: Das war im Grunde, ja, wie soll ich das sagen?
00:02:47: Der Import von Lutzpflanzen aus Holland.
00:02:50: Also
00:02:50: Katabis.
00:02:52: Er ist verjährt, glaub ich, ne?
00:02:53: Ja.
00:02:53: Okay, also, so.
00:02:55: Und das hat sich ganz erfolgreich dann entwickelt über zwei, drei Jahre.
00:03:01: Und da hab ich also das erste Mal richtig Geld gemacht.
00:03:05: Und hab auch selber nicht konsumiert so.
00:03:07: Es war nie so meins, ich werd dann nur müde von und so.
00:03:09: Und ich konnte das aber auch mit meinem Gewissen irgendwie verbinden.
00:03:13: Und so hab ich dann den Grundstein im Grunde zu meiner unternehmerischen Karriere gelegt.
00:03:20: Ja, am Schluss habe ich dann doch noch irgendwie das Abitur geschafft, hätte keiner gedacht, aber meine Mutter hat mich dahin geprügelt über sämtliche Möglichkeiten.
00:03:27: Und dann bin ich ins Studium eingetreten und anstatt fleißig Praktikers zu machen und so weiter, habe ich angefangen als Barkeeper zu arbeiten.
00:03:37: Warum?
00:03:37: Hübsche Frauen war eigentlich die Hauptmotivation.
00:03:41: Dann war ich zum Beispiel in München im P.A.E.E.N.S.
00:03:43: recht legendäre Diskothek da gearbeitet, dann so Ende der Neunziger.
00:03:48: Als Barkeeper?
00:03:49: Als
00:03:49: Barkeeper, ganz klassisch.
00:03:50: So einmal die Woche neben dem Studium.
00:03:51: Dann
00:03:51: wurden wir die Bayern damals hingekommen, sind uns so die Bayern.
00:03:53: Ich
00:03:53: waren alle da.
00:03:54: Also da ist viel passiert, aber vor allen Dingen natürlich waren hübsche Frauen da und dann konnte ich irgendwie das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.
00:04:00: Warum hast du deinen Cannabishandel wieder eingestellt?
00:04:02: Ja, wenn ich dann irgendwann gemerkt hab, ich schaff doch Abitur.
00:04:05: Und dann hab ich gedacht, okay, also dann vielleicht doch irgendwie auch legit die Möglichkeit zu finden, erfolgreich zu sein und dann immer zu werden.
00:04:14: Und früher oder später, das ist ja auch kein Business, was du jetzt auf Jahrzehnte aufbaust.
00:04:19: Aber die zweitere Jahre, wo ich das gemacht hab, war das echt recht erfolgreich.
00:04:22: Ist das
00:04:22: ja, kann man dann schon irgendwie sechste Gesummen mit verdienen?
00:04:25: Ja.
00:04:26: Danke.
00:04:27: Also Ankauf in Holland und Verkaufen in München.
00:04:30: Und mit den Skateboardklamotten, dass da nicht so gut funktioniert?
00:04:34: Doch, aber das war natürlich bei Weitem nicht so lukrativ.
00:04:36: Die Margen sind
00:04:37: kleiner.
00:04:38: Genau.
00:04:39: Was ist deine beste P-Eins-Geschichte?
00:04:42: Boah!
00:04:43: Warst du dabei als Oli-Kan Verena-Kertkängler her?
00:04:46: Nee, das war am Tick vorher.
00:04:50: So, aber da ist schon viel passiert.
00:04:52: Aber das gehört natürlich auch zu einem guten Barkeeper, das plaudert man nicht aus.
00:04:57: Okay, also dann Barkeeper und Studium hast du aber auch gemacht.
00:05:00: Genau, und dann studiert...
00:05:01: Also auch gar nicht jetzt so klassisch eigentlich, sondern ich habe gelesen, du warst an dieser EBS, European Business School, das ist schon so für BWL Ambitionierte, und so eine private Schule mit Studium in Madrid und so was, das wirkt ja schon ein bisschen so zielgerichteter.
00:05:17: Ja, das wirkt aber auch nur so.
00:05:19: Die Wahrheit ist, ich hab erst mal Wirtschaft studiert in Augsburg.
00:05:23: Bin ich drei Monate hingefahren, aus München mit einem Zug hingefahren und hab sofort gesagt, das mach ich nicht.
00:05:26: Aber das war das erste Studium geschmissen.
00:05:28: Da hab ich Politik in München studiert, hab ich das noch mal ein Jahr gemacht, hab ich das Studium auch hingeschmissen.
00:05:33: Es hat sich nahtlos an meine schulische Karriere angereitet, meine studentische Karriere.
00:05:37: Und dann haben meine Eltern irgendwann gesagt, der Junge studiert, jetzt hat er Abitur gemacht, jetzt schickt man ihn auf eine Privatschule.
00:05:43: Und das war eigentlich deren Go sozusagen.
00:05:46: Schule so teuer, dass ich es quasi zu Ende studieren musste.
00:05:50: Das habe ich meinen Eltern geschuldet, wenn man so will.
00:05:53: Und das habe ich dann durchgezogen.
00:05:54: Wollte dein erfolgreicher Unternehmer?
00:05:57: Meine Mutter hat tatsächlich, also es gibt, ich mein Urgroßvater hat ein sehr erfolgreiches Kaufhaus im Bochum.
00:06:04: Das war so die, das war sich weiß in der Familie, was am erfolgreichsten im Unternehmerischen waren, waren allerdings, oder was war, jüdische Zweig meiner Familie, väterlicherseits.
00:06:15: und wurde dann enteignet von den Nazis und deportiert und so weiter.
00:06:18: Also, der unternehmische Zweig wurde dann so mit eingestellt.
00:06:22: Und meine Mutter hat Möbelgeschäfte in München, mein Vater war Professor an der Uni, also Akademiker, das komplette Gegenteil von Unternehmer.
00:06:29: Und von daher würde ich sagen, ich war so ein bisschen familiär geprägt, aber jetzt nicht irgendwie, dass ich die Chance hatte, irgendwo ins älterliche Unternehmen einzusteigen oder so was, das war gar
00:06:38: nicht.
00:06:38: Aber als das Schülern überstanden war, in Frankfurt oder Österreich-Winkel, Dann hast du sofort angefangen zu gründen oder erst noch eine Weltreise gemacht, glaube ich, und dann auf der Weltreise die Idee gehabt, irgendwie so eine Salatbar zu gründen.
00:06:53: Ja, so ungefähr.
00:06:54: Also das Problem war, ich war fertig mit dem Studium und nachdem ich mich nur vorwiegend im Bars abends rumgetrieben habe, hatte ich nicht so wirklich eine Ahnung, was ich eigentlich machen will.
00:07:03: Ich wollte Unternehmer werden, aber ich wusste nicht mit was.
00:07:06: Und klar, ich bin Gastronomie irgendwie eingetaucht, aber das war jetzt damals klassische bayerische oder Partygastronomie.
00:07:12: Das war jetzt auch nicht meins.
00:07:13: Und dann ist diese Weltreise im Grunde aus der Not heraus geboren.
00:07:17: Das heißt, ich war einfach planlos und habe mich mit einem Koffer geparkt und einen Rucksack viel mehr.
00:07:21: Und wenn sechs Monate mit so einem Around the World Ticket britische Airways habe ich mir gekauft und bin dann einfach mal losgeflogen alleine.
00:07:27: Und das muss ich sagen, rückblickend, wenn wir jetzt darüber reden, soziales Jahr oder Werbpflicht und so weiter.
00:07:33: Also ich finde es fast noch wichtiger, wenn man irgendwie jungen Menschen die Möglichkeit gibt, zumindest die, die wollen, das irgendwie zu ermöglichen.
00:07:41: Das ist ein absoluter Eierobener.
00:07:43: Du lernst dich selber natürlich auch extrem gut kennen auf so einer Weltreise, im Guten wie im Schlechten.
00:07:48: Du bist alleine unterwegs oder ich war zumindest alleine unterwegs.
00:07:51: Und wer das ja viel macht, denn zum Beispiel Israelis.
00:07:53: Also egal, wo ich auf der Welt hingekommen bin, auf die letzte Insel irgendwo, in Dimput Go, war auf jeden Fall in Israeli irgendwo da.
00:07:59: Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum dieses Land im wirtschaftliche Hinsicht so extrem stark ist.
00:08:04: Das prägt dich als junger Mensch und das prägt mich bis heute diese Weltreise.
00:08:09: Wo warst du denn überall?
00:08:10: Also, wirklich around the world.
00:08:12: Es ging los Richtung Asien, dann über Australien, Neuseeland, USA zurück.
00:08:16: Also,
00:08:17: das ist kein Plan, das dann, ich meine, dann bist du zum Flughafen?
00:08:19: Fliegslos
00:08:20: und... Aber wo,
00:08:21: das erste Ziel war dann einfach so ausgewürfelt?
00:08:23: Nee,
00:08:23: das erste... Ja, ich glaube, wir bin über Indien.
00:08:27: Indien war der erste Stopp und dann von Indien weiter nach Thailand.
00:08:30: Was hast du da einfach so nach dem Motto?
00:08:32: Du fliegst los und wenn es dir gefällt, bleibst du länger.
00:08:35: Und wenn es dir nicht gefällt, bleibst du nicht so lang.
00:08:37: Du musst natürlich ein bisschen auf dein Budget schauen.
00:08:39: Ich hatte ein ziemlich geringes Budget, mir selber auch gesetzt.
00:08:42: Und auch da habe ich mich gut kennengelernt und vergessen.
00:08:44: Ich glaube, ich habe das günstigste Zimmer auf der Kausen Road damals irgendwie genommen, bin morgens aufgewacht.
00:08:49: Ich glaube, ich hatte bestimmt so Hundertfünfzig Bettwanzen und Stiche.
00:08:53: Und dann hast du schon mal gelernt, Okay, also Billig ist auch nicht immer gut.
00:08:56: Price Value musst du schauen, dass es passt.
00:08:59: Und so lässt du dich im Grunde treiben.
00:09:02: Zwischendrin kannst du mal ein bisschen arbeiten.
00:09:03: Gerade in Australien ist ja so Work and Travel ganz bekannt.
00:09:06: Dann habe ich auch mal irgendwie zwei Wochen auf einer Farm gearbeitet.
00:09:09: Und in Norseeland war ich viel wandern, zum Beispiel.
00:09:11: Auch dadurch bin ich dann eine Woche losmarschiert, mit Rucksack in die Bergereien, mit Essen.
00:09:16: Da gibt es so Schelters, wo du zu schlafen kannst, aber gibt es keine Essen und trinken kannst, aus Quellen holen.
00:09:21: Und dann marschierst du eine Woche alleine los.
00:09:22: Ja, so.
00:09:23: Und das prägt mich bis heute.
00:09:25: Jedenfalls auf der Reise hast du dann auch die Geschäftsidee gehabt.
00:09:29: Im Grunde ist Dean und David ein Sammelsurium von Eindrücken, die ich auf dieser Reise kennengelernt habe.
00:09:34: Das ist also ein Potpourri von Sachen, die ich gefunden habe, die ich richtig gut fand.
00:09:38: Ich war total beeindruckt.
00:09:39: Ich mein, das war im Jahr zwei tausendfünf Bangkok diese Straßenküchen.
00:09:42: So, das kennst du ja in Deutschland gar nicht.
00:09:44: Oder ein bisschen in Australien gekommen.
00:09:45: Da war an jeder Ecke schon eine Juice Bar.
00:09:47: Das war völlig normal.
00:09:48: Die Australien sind morgens aus dem Haus gegangen, haben sich erst mal frisch gepresst in Saft geholt.
00:09:51: Gab's alles nicht in Deutschland.
00:09:53: Salatbar ist in New York aufgekommen.
00:09:55: Und dann ... würde ich sagen, hatte ich irgendwie so ein Aha im Moment, das war eigentlich Australien, Neuseeland.
00:10:01: Die waren uns da wahrscheinlich zwanzig Jahre voraus, was das gesunde Essen angeht.
00:10:05: Und da stand ich, erinnere mich noch irgendwie eines morgens in Sydney vor so einem Laden und hab gesagt, Mensch, das ist eigentlich genau das, was ich machen will.
00:10:12: So, und das war jetzt nicht eins zu eins Dean David, ich hab das dann ergänzt, so.
00:10:15: Ich hab's auch ein bisschen auf den deutschen Markt angepasst, weil klar, in Australien hast du jetzt nicht irgendwie fünf Monate Winter wie bei uns und so ein frischer Saft ist schon eher ein Sommergetränk.
00:10:25: Und dann habe ich also geschaut, dass ich sozusagen diese Erfahrungen sattelfest mache für den Deutschsprach-Ringmarkt.
00:10:34: Und bin dann ganz klassisch losmarschiert.
00:10:36: Ich erinnere mich noch, ich bin in Laos gelegen, in der Hängematte da auf diesen Four Thousand Islands und habe einen Businessplan geschrieben.
00:10:43: Ganz klassisch, Lernsteller in der Uni.
00:10:45: Und da stand dann drin, also irgendwie Monat eins, Location suchen, Monat zwei, Mitarbeiter einstellen, Monat drei eröffnen.
00:10:53: So, und ja, dann bin ich natürlich wiedergekommen.
00:10:55: Und genauso ist es natürlich nicht gelaufen.
00:10:57: Ganz im Gegenteil, bin dann wiedergekommen, war völlig motiviert und bin losmarschiert und hab dann statt einem Monat, ein Jahr nach der Location gesucht.
00:11:05: Und das Problem war, ich hab keine gekriegt.
00:11:08: Weil?
00:11:09: Naja, München war noch nie ein einfacher Immobilienmarkt.
00:11:12: Und wenn du da ankommst mit dem Vermietern, was von einer völlig neuen Idee erzählt ist, gesundes, frisches Fastfood ohne Konservierungsstoffe und so weiter, dann gucken die dich alle mit großen Augen an.
00:11:22: Und sagen, okay, gute Idee, aber du bist halt erst, du hast keine Ahnung eigentlich von der Branche, du hast keine Investoren oder sonstiges.
00:11:31: Sorry, komm wieder, wenn du drei Läden hast, dann kriegst du auch meinen Laden.
00:11:34: Aber ja, hat dann natürlich nicht funktioniert.
00:11:37: Und wo hast du den ersten Laden bekommen?
00:11:38: Ja, es war dann anders.
00:11:39: Ich hab dann aufgegeben, muss man sagen.
00:11:41: Also ich hab dann nach einem Jahr eben Grunde hingeschmissen und hab gesagt, okay, also irgendwie, ich krieg das einfach nicht hin.
00:11:45: Es war wahnsinnig deprimierend, weil du bist jeden Morgen aufgestanden, hast an dem Konzept gearbeitet und... hab dann angefangen Trainee-Programmen bei einer skandinavischen Firma von einem von den Spotify-Grundern zu starten und bin dann jeden Morgen ins Büro rein und hab mich gefühlt wie in so einer Stromberg-Serie.
00:12:00: Also wirklich Computer hochgefahren, Mails gecheckt und hab wirklich gedacht, man, Alter, was machst du hier?
00:12:06: Also das kann nicht sein, du hast so eine geile Idee und jetzt sitzt du hier und gibst alles auf, aber ich wusste irgendwie keine Lösung.
00:12:12: Und dann war so ein ausschlaggebender Punkt, der Vater meiner damaligen Freundin hatte zu ihr dann gesagt, er wär so enttäuscht von mir, weil ich hingeschmissen habe.
00:12:21: Der war selber Unternehmer.
00:12:23: und dann habe ich gesagt, okay, wenn ich es nicht alleine hinkriege, dann muss ich mir jemanden suchen, mit dem ich es hinkriege.
00:12:28: Und dann hatte ich aus meiner Gastronomie Erfahrung als Student diverse Kontakte zu so Münchner Gastronomen.
00:12:37: Und dann war einer dabei, der Hermann Weifenbach, der hatte damals schon eine recht erfolgreiche Kette gegründet von verschiedenen Gastronomin.
00:12:43: Welcher war das?
00:12:43: Enchilada-Gruppe heißt das, das war so Tex-Max, der hat eine recht ähnliche Wiede gehabt, der ist auch in den Anfang oder Ende der Achtziger, ist der nach Mexiko mal gegangen als Student und war so begeistert von der mexikanischen Küche und ist dann wiedergekommen und hat Enchilada gegründet.
00:12:56: Das war so die Keimzelle.
00:12:57: Mittlerweile haben die auch, ich weiß, zweihundert Restaurants in ganz Deutschland mit ganz verschiedenen Konzepten.
00:13:03: So und dann habe ich den Monatelange nervt.
00:13:05: und dann irgendwann hatte man gesagt, er hat ein Zahnarzttermin in München in der Stadt und da könnte er irgendwie zwanzig Minuten vorher mich treffen.
00:13:11: Und dann haben wir es getroffen.
00:13:11: in so einer Passage, in so einem kleinen Café, habe ich ihm eine PowerPoint-Prinzensation hingestellt und habe gesagt, du gehör mal zu, das ist meine Idee.
00:13:19: Ich will das mit dir zusammen machen.
00:13:21: Ich mache, wie ich will und was ich will, solange es läuft.
00:13:24: Hat er gesagt, Handshake, beste Idee, die ich seit Monaten gesehen habe oder seit Jahren gesehen habe.
00:13:29: Er wollte kein Businessplan, kein Finanzplan.
00:13:31: Und dann sind wir zusammen losgelaufen.
00:13:33: Wie viel
00:13:33: Kohlhörer hat er gegeben?
00:13:34: Den ersten Laden haben wir bei Fifty-Fifty gemacht.
00:13:37: Er hat nur seinen Anteil gebracht.
00:13:39: Ich hab meinen Anteil gebracht, einen Teil von der Oma, einen Teil von der Stadtsparkasse Münchern.
00:13:43: Er hat dafür gesorgt, dass man den Laden überhaupt
00:13:45: bekam.
00:13:46: Wenn man sagt, Fifty-Fifty von was.
00:13:48: Wie bitte?
00:13:48: Fifty-Fifty von was ist die Summe, die man einsetzen muss?
00:13:51: Der erste Laden, beim ersten Laden, lagen wir damals ... knapp als zweihunderttausend Euro gewesen sein.
00:13:57: Um den aufzumachen.
00:13:58: Um den
00:13:59: einzurechten.
00:13:59: Ganz genau.
00:14:01: Und ich hab mich natürlich, also ich sag jetzt mal, zehntausend Euro kamen von Oma, fünfzigtausend kamen von meinen vorherigen Unternehmungen so.
00:14:08: Und der Rest kam von der Sparkasse München Gründer Darlehen.
00:14:11: Da bin ich auch zur Sparkasse, muss ich in dem Fall echt sagen, sehr dankbar bis heute, dass die damals so jemanden noch das Geld einfach gegeben haben.
00:14:17: Ich weiß nicht, ob das heute wirklich auch noch klappen würde.
00:14:20: Und hab mich ja also dann komplett verschuldet sozusagen, aber fifty-fifty und dann hat er mir die richtigen Leute eigentlich vorgestellt und hat eben mit seinem Läumen und sozusagen auch die Vermieter dann überzeugen können, die ich vorher alleine nicht überzeugte.
00:14:33: Wo
00:14:34: war der erste Laden?
00:14:35: Der war direkt an der Münchner Uni und hat dann im Jahr zwei Tausend Sieben eröffnet.
00:14:38: Das heißt also von Idee bis Eröffnung waren wir zwei Jahre unterwegs.
00:14:43: Und so ein Laden, wann ist der sozusagen break even?
00:14:47: dann sofort?
00:14:47: Am Tag einst verdienst er Geld oder?
00:14:49: Das ist natürlich das Schöne an der Gastronomie.
00:14:52: Wenn das gut läuft, dann geht das relativ flott.
00:14:54: Und ich meine, es gab nichts Vergleichbares bisher in Deutschland, in Europa.
00:14:58: Ich weiß nicht, ob es was Vergleichbares überhaupt auf der ganzen Welt gab.
00:15:00: Also wir haben einen so am threizenden März, wenn ich mich recht erinnere, die Türen eröffnet und wussten nicht, was auf uns zukommt.
00:15:07: Einfach mal aufgemacht und... Dann war das, ich erinnere mich noch, ich hatte den Anfangsgehalt von fünfhundert Euro.
00:15:12: So, das habe ich mit dem so vereinbart, um die Kosten mal unten zu halten.
00:15:15: Und dann ging die Tür auf und dann sind die Leute reingekommen, haben sich das erst mal groß angeschaut und erklären lassen und so weiter und so fort.
00:15:22: Und dann hast du nach einer Woche, standen die Leute wieder da.
00:15:25: So, und nach zwei Wochen standen sie wieder da mit Freunden und wir hatten ja kein Marketingbudget, nichts.
00:15:29: Also wir sind nur Maus für Maus sozusagen gewachsen.
00:15:32: Und dann war eigentlich nach, ich sage mal, nach vier, fünf, sechs Wochen war klar, das wird ein Erfolg.
00:15:36: So, und dann erinnere ich mich noch.
00:15:38: Ich glaub, dann nach acht Wochen oder neun Wochen hat man das erste Mal zweitausend Euro Umsatz.
00:15:42: Am Tag.
00:15:43: Am Tag.
00:15:43: Und das war so, wenn ich mit dem Motorrad abends nach Hause gefahren, so durch die leere Stadt, ich bin morgens gekommen, wirklich um sechs Uhr morgens, hab die Tür aufgesperrt, hab den ganzen Tag durchgearbeitet, hab abends den Laden geschrubbt, hab am Elferzug gesperrt, bin nach Hause gefahren, hab geschlafen.
00:15:55: Und an dem Moment erinnere ich mich noch ganz genau, wie ich dann nach Hause gefahren bin.
00:15:59: Und dann hab ich, das war so ein extrem tiefgreifend, befriedigendes Gefühl, weil du irgendwie wusstest, das wird was.
00:16:06: Ich hatte keine Ahnung, wie groß es wird, aber ich wusste, das, was ich mir da in der reinen Theorie, es gab ja kein Case sozusagen, wo ich mir das anschauen konnte vorher, was ich mir überlegt habe in der Theorie, hat in der Praxis tatsächlich genauso funktioniert.
00:16:21: Was hast du da verkauft?
00:16:22: Was waren denn die ersten Produkte?
00:16:23: Im Grunde eigentlich fast das gleiche Sortiment wie heute.
00:16:25: Also es gibt frische Saat, es gibt frische Bowl, es gab einen Grill, es gibt vegan, vegetarisch aber auch Fleisch.
00:16:31: Du
00:16:31: wirst damit auch alles selber zubereitet und so?
00:16:33: Am Anfang, ja.
00:16:34: Also, da kamen morgens die Produkte, wurde erst mal von sechs bis neun, wurde Salat gewaschen, geschnitten, Tomaten schneiden, Gurkenschneiden, das ganze Programm rauf runter.
00:16:43: Und, ähm, ja, so ist das dann im Kommerzstand.
00:16:47: Ich meine, man geht dann morgens auf den Großmarkt und kauft dann die ganzen Sachen ein, und dann macht man in dem Fall dann du selber alle der Salate draus und stellt ihn ins Regal und so.
00:16:56: Also, das ist, wie man sich's wirklich so ganz vorstellt.
00:16:59: Ganz ...
00:17:00: Bodenständig ganz hemsärmlich.
00:17:02: Learning by doing.
00:17:03: Ich war ja kein Koch, so hab der sich ja auch ein paar Fehler gemacht.
00:17:07: Aber im Großen und Ganzen, ganz genau so.
00:17:09: Und dann hast du aber schon auch ein, zwei Leute gehabt, die dir irgendwie ein bisschen geholfen haben, oder?
00:17:12: Ja, also klar.
00:17:13: Ich hatte schon von Anfang an, also erst mal haben alle meine Exfreunde in der damals mitgearbeitet, meine Schwester, Schulfreunde, hab ich alle akquiriert, alle mit reingestellt.
00:17:22: Und natürlich über Hermannskontakte hatte ich auch Köche, die ein bisschen unterstützt haben und so weiter.
00:17:27: Also, da gab's schon ein ganzes Team.
00:17:30: Was heißt, um so eine Filiale zu betreiben?
00:17:31: Damals brauchte man schon nicht nur dich, sondern dann brauchte man schon irgendwie vier, fünf Leute.
00:17:35: Ah ja, also wir waren mittags in den Hochzeiten zum Stand, relativ schnell sieben, acht Leute.
00:17:40: Das ging dann schon recht schnell hoch, also zweitausend Euro nach zwei, drei Monaten.
00:17:44: Dann ging das hoch auf dreitausend Euro.
00:17:46: Am Tag.
00:17:46: Am Tag.
00:17:47: Und das war ja damals nur, das war alles unter zehn Euro.
00:17:50: Da hast du schon ganz schön was rausgehauen und noch ein Menge.
00:17:52: Aber
00:17:53: die Sachen waren ja dann auch schon pre-packt, ne?
00:17:56: Das ist ja nicht
00:17:56: so.
00:17:57: Nee, also mittlerweile gibt's ja zwei Konzeptlinien, sozusagen Express, das ist das, was so an den Flughäfen und in den Bahnhöfen ist.
00:18:03: Das ist Pre-Pact.
00:18:04: Aber die klassischen Innenstadtlagen, Shoppingcenter und so weiter, da ist alles ready to mate, sozusagen, wenn du bestellst.
00:18:10: Also kommst du in den Laden rein, dann sagst du, ich möchte das und das, und dann wird frisch vor deinen Augen.
00:18:14: Das war damals auch noch relativ revolutionär.
00:18:17: Bei Piano war so der große Frontrunner.
00:18:19: Die haben das, dieses Frontcooking nennt man das sozusagen, erstmals in Deutschland, würde ich sagen, richtig groß umgesetzt.
00:18:25: Aber die Mehrheit... Gastronomie, damals, vor vormundzwanzig Jahren, die war irgendwo hinten in der Küche und das war auch so ein bisschen, was die Leute natürlich immer so ein ungutes Gefühl hinterlassen haben.
00:18:35: Weil keiner wusste, wie sieht's da eigentlich aus, wer macht da eigentlich mein Essen?
00:18:37: So.
00:18:38: Mittlerweile ist das ja ganz normal, wenn du heutzutage in Gastronomie reingehst, schaust du ja oft direkt in die Küchen rein.
00:18:43: Aber das heißt... Diese ganzen Ideen, welche Säfte es da geben muss, und das war dann alles von dir, so alt wie klar ist, muss da irgendwie Smoothies geben und so was alles.
00:18:51: Ja,
00:18:52: also dieses Konzept heißt nicht nur Dean und David, in dem Fall mit meinem Namen, sondern ich hab das, die fast zwanzig Jahre, als ich Gründer und Geschäftsführer war, war mein einziger Kompass, war ich.
00:19:03: das InDesign gemacht, ich habe die Musikauswahl gemacht, ich habe das Geschirr ausgesucht, ich habe gesagt, welche Gerichte wir machen, Pricing, alles über meinen Tisch gelaufen.
00:19:14: Ich hatte kein CFO, kein CTO, wie sie alle heißen heutzutage.
00:19:18: Es gab mich und das Team sozusagen, das Team, und wir haben zusammengearbeitet, aber die letztliche Entscheidung lag immer bei mir.
00:19:24: Und
00:19:24: dieser Name ... Dean und David, als wir uns zum ersten Mal kennenlernen, habe ich es sogar falsch gesagt, weil es mich so sehr erinnert an den New Yorker Konzept, irgendwie Dean und Deluca.
00:19:35: Also da hast du auch schon mal, sagen wir mal, warst du auch verinspiriert?
00:19:39: Ja, in dem Fall absolut.
00:19:41: Und Dean und Deluca hatten es dann auch gleich mal verklagt wegen dem Namen.
00:19:44: Aber die hatten keine Namensrechte in Deutschland.
00:19:46: Und Hermann und David, muss ich ganz ehrlich sagen, irgendwie ... Da hat es nicht so geklickt, ne?
00:19:53: Hör
00:19:53: mal dann, David.
00:19:55: Heutzutage eigentlich ganz cool.
00:19:56: Damals irgendwie, glaub ich.
00:19:59: Und dann hast du irgendwie, okay, dann nimm ich jetzt irgendwie, was brauche ich noch mit David?
00:20:02: Und dann hast du irgendwie, Dean, klappt ja ganz gut.
00:20:04: Was
00:20:04: passt irgendwie?
00:20:04: Aber den
00:20:04: gibt's eigentlich gar nicht in Dean.
00:20:05: Also, es gibt niemand, der Dean heißt.
00:20:07: Nein, in dem Fall nicht so wirklich, ne?
00:20:09: Auch taute ich mich jetzt noch.
00:20:12: Ok.
00:20:12: Und dann war das der erste Laden.
00:20:13: Und wie lange hat's dann gedauert bis zum zweiten?
00:20:17: Das ging relativ flott, also für damalige Verhältnisse, für heutige Verhältnisse ist das relativ lange.
00:20:23: Da kamen so nach sechs Monaten, kamen die Centermanagerin aus den Fünfföfen München.
00:20:27: Das ist so ein ganz exklusives Shopping-Quartier, da war damals Amani und so weiter und so fort.
00:20:31: Und die war regelmäßig Gast bei uns und war ein Riesen-Fan, da ist die irgendwann zu mir gekommen und hat gesagt, ob wir nicht bei ihren Laden aufmachen wollen, wie ich natürlich Riesen-Augen gekriegt und konnte eigentlich meinen Glück eigentlich fassen, weil das war so eine absolute Adelung.
00:20:43: Und hab dann gesagt, klar, machen wir.
00:20:44: Und dann war das der zweite Laden.
00:20:46: Der hat genau ein Jahr später aufgemacht und der war von Tag einst ein Riesenerfolg.
00:20:50: Also war's der Break-even am Nachmittag von meinem Öffnungstag.
00:20:56: Also das heißt, dann dreitausend Euro am Tag war dann eher wenig, da ging es hoch auf vier, fünftausend.
00:21:00: Genau, genau.
00:21:01: Das ging relativ schon den ersten Sommer hoch auf vier, fünftausend.
00:21:04: Und dann hat's noch mal ein Jahr gedauert, dann kam der dritte Laden, alles Companymade.
00:21:08: Also ich hab ganz klar gesagt, Bevor wir irgendwie ins Franchise gehen oder was auch immer, müssen wir das Konzept von A bis Z verstehen.
00:21:17: Wir müssen eigene Läden betreiben und dafür müssen wir einfach lernen.
00:21:22: Dann haben wir drei Jahre also nur Company Stores gemacht und dann war im Anfang des Ende des dritten Jahres ging dann der erste Laden, der den Würzburger öffnet.
00:21:30: Und das war dann das erste Joint-Venture-Franchise.
00:21:33: Das war dann auch ein Partner von Hermann, der uns die Chance hat, mit dem haben wir es dann zusammengemacht.
00:21:39: Und so ist das im Grunde dann, ab dem Jahr zwei Tausend neun, eigentlich relativ konstant nach oben gegangen.
00:21:46: Also, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so,
00:21:51: im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr
00:21:53: so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im
00:22:09: Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr
00:22:12: so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr so, im Jahr auf Sprossen.
00:22:17: So, und das wusste aber am Anfang keiner, woher das kommt.
00:22:19: Und dann, Bildzeitung, irgendwie Headline, Leute sterben nach Verkostung von Salat.
00:22:24: Weil alle die gestorben sind.
00:22:25: Das war ein richtig ernstes Thema.
00:22:27: Die haben alle nur in kommen, dass die Salat gegessen haben.
00:22:30: Aber es ist keiner auf die Sprossen gekommen.
00:22:31: Und jeder gedacht, das sind die Salate.
00:22:33: So, und dann stehst du da natürlich, irgendwie, das war zwei Elf, glaube ich.
00:22:36: Ich wär's wohl schon zehn Läden.
00:22:38: Und dann sind die Kunden so reingekommen und du hast schon gemerkt, dass jeder so überlegt, okay, wenn ich jetzt hier esse, ... sterbe ich vielleicht.
00:22:47: Aber das Umsatz ist ein richtig ... ... nennst du Untergang?
00:22:49: Massiv nach unten gegangen.
00:22:50: Fünfzig, sechzig Prozent.
00:22:52: Das Gute war in dem Fall, das hat, glaub ich, so vielleicht sechs Wochen oder was gedauert.
00:22:56: Und dann war klar, woran es liegt.
00:22:57: Es war dann eine Sprossenfarm irgendwo in Norddeutschland, glaub ich.
00:23:01: Und ... Von daher war das so eine Delle, rückblickend war die natürlich existenziell irgendwie, wenn es länger gedauert hat, aber ich sag jetzt mal die sechs Wochen, die haben wir weggesteckt.
00:23:10: Okay,
00:23:11: sonst ist es aber relativ linear da über die Jahre hochgelaufen.
00:23:13: Irre, also rückblickend kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, wenn man die letzten vier, fünf Jahre hat schaut, aber es ging ziemlich linear nach oben und war dann unvergessen.
00:23:20: Wir hatten ja keine Investoren, waren dann schuldenfrei auch, lief also super.
00:23:27: Und dann hatte ich mal so überlegt, alle meine Freunde, viele ja im Business gearbeitet und nimm doch mal so ein paar Chips vom Table.
00:23:34: Und ich weiß, warum eigentlich, es läuft doch super und so.
00:23:38: Und trotzdem ging das dann über Kontakte und dann hatte ich das Glück, da ein super Typen kennenzulernen.
00:23:46: zweihundert, würde ich sagen, in dieser Manager Magazinliste der Reichsdeutschen, selber Unternehmer und mit dem haben wir dann, im Jahr zweihausenachzehn ging das los, so ein bisschen angewandelt, haben wir belegt, ob wir den als Investor rein holen und statt quasi fünfte Fünfte dem ein Drittel zu geben, so als wir dann drei Drittel sozusagen haben.
00:24:06: und dann habe ich Dann haben wir uns dann ja beschnuppert und so und hatte echt gutes Gefühl eigentlich.
00:24:15: Aber so richtig überzeugt war ich nicht.
00:24:16: Und für mich war das immer irgendwie so ein bisschen so eine Niederlage, weil ich immer gedacht, warum machst du das eigentlich nur aus Angst?
00:24:23: Also ich verstehe das bis heute nicht.
00:24:25: Die ganzen jungen Unternehmer, der geht es ja im Grunde ständig eigentlich immer nur darum, schnell zu skalieren und schnell zu verkaufen.
00:24:31: Und ich denke immer, wer eine gute Company hat und Selbstvertrauen in die Company hat und in sich hat.
00:24:37: Warum, warum soll der verkaufen?
00:24:38: Also es macht ja keinen Sinn, wenn's gut läuft.
00:24:41: Und dann unvergessen, also ich weiß noch, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten,
00:24:58: das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten,
00:25:00: das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, das war Weihnachten, Also, ich weiß gar nicht mehr genau.
00:25:06: Wir waren das schon auch bei fünfzig, sechzig Millionen oder was?
00:25:09: Für die gesamte Firma oder für den Teil?
00:25:11: Ja,
00:25:11: für unser... Also, man muss ja überlegen, es ist ja ein Franchise-System.
00:25:14: Also, es gibt die Franchise-Firma, es gibt die Joint Venture-Franchise, sonst gibt es das Franchise-System.
00:25:17: Aber die gesamte Firma war deutlich mehr wert.
00:25:19: Aber unser Part sozusagen, ist ja nur ein Teil von dem Kuchen.
00:25:23: Also, wenn du dann verkauft hättest, dann von den Sechzig Millionen die Hälfte bekommen.
00:25:29: Ja, also bin ich alles verkauft hätte, ja, aber das stand ja gar nicht so weit.
00:25:32: Aber ich meine, wir hätten ein Drittel verkauft, also das heißt also jeder mal zehn Millionen.
00:25:36: Ich war damals, ja, Mitte dreißig, oder elf, doch, also wäre auf jeden Fall ganz ordentlich Geld gewesen.
00:25:43: Und ja, hab dann einfach entschieden, nee, und dann weiß ich noch, ich hab mit ihm telefoniert, Weihnachten, um zwei tausend neunzehn, kurz davor, und hab ihm das alles erklärt und so, hat er auch verstanden, war cool, wir verstehen uns bis heute sehr, sehr gut und schätzen uns.
00:25:56: Und ja, die Frage, was soll passieren, die hat sich dann relativ schnell beantwortet, acht Wochen später ging es dann los, das ging ja eigentlich schon, hätte ich mal ein bisschen aufmerksam, die Presse verfolgt, war ja schon Weihnachten, Januar ging es ja schon los, da ist irgendwas in China, aber gefühlt war da ständig irgendwas in China und das hat man ja nicht so wirklich ernst gehabt.
00:26:18: Drei, vier, fünf, sechs Wochen später, da war es noch so Mitte März und da waren die Läden zu.
00:26:23: Komplett zu, also zumindest das Flughafen, Bahnhöfe und so war komplett zu.
00:26:27: Die Innenstadt-Läden haben wir dann irgendwie noch offen gelassen und versucht mit Pickup und Delivery zu machen und so, aber Deutschland stand ja still.
00:26:34: Und wir sind da also von einem Hundert Millionen Umsatz oder was auf, also Jahresumsatz, runter auf quasi so gut wie nichts mehr.
00:26:42: Und dann April, März, April, Mai stand ich da und habe natürlich mein Lebenswerk zugrunde gehen sehen sozusagen.
00:26:52: völlig unklar, was da jetzt eigentlich passiert.
00:26:56: Es war eine brutale Zeit.
00:26:58: Wie hast du durchgerettet?
00:27:00: Ja, gute Frage.
00:27:02: Einerseits haben wir natürlich aufgedreht und haben gesagt, wenn alle zusperren, sollen sie alle zusperren.
00:27:07: Wo es geht, lassen wir offen.
00:27:10: Wir durften ja aufmachen, wir durften nur keine Sitzplätze anbieten.
00:27:13: War aber natürlich hochgradig defizitär.
00:27:15: Also die Leute haben Die Leute, die haben mir Angst gehabt, dass sie sterben, wenn sie aus dem Haus rausgehen.
00:27:21: Es gab auch Ausgangssperre.
00:27:23: Wir hatten das gute Team Vorsicht in Bayern, speziell mit unserem Werten Herrn Söder, der noch härter war als der Rest.
00:27:30: Und dann haben wir halt einfach geschaut, was können wir machen?
00:27:36: Mitarbeiter, Kurzarbeit.
00:27:37: Ich saß alleine im Büro in der Zeit und hab versucht, irgendwie zu retten, was zu retten ist.
00:27:43: Aber
00:27:43: wie war das?
00:27:43: Ich meine, am Ende ist die Fakten ja so hart.
00:27:46: Wenn man das hört, dass das nicht eineinhalb Jahre lang durchzuhalten gewesen ist.
00:27:51: Das wäre nicht durchzuhalten gewesen.
00:27:53: Aber so,
00:27:54: es war ja dann im Sommer, ging das ja dann zurück, es gab ja diese Wellen.
00:27:56: Also im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, Also, das war ja am Anfang, gab's zwar ein bisschen Hilfen, aber die waren im Grunde lächerlich.
00:28:17: Die haben gereicht, irgendwie um die Fixkosten in eine Woche zu halten.
00:28:21: Und dann speziell der... Der zweite Winter gab es sehr groß Züge gehilfen.
00:28:27: Gibt es bis heute das Gerücht, dass die Politik irgendwie verwechselt hat, Ausgaben einnahmen und so, und dann haben wir irgendwie achtzig Prozent vom netto Umsatz bekommen von den Zeiten, die davor waren.
00:28:39: Und da kenne ich bis heute jede Menge Gastronomen, die hatten November, Dezember, zwanzig, hatten die die höchsten Gewinde, die sie jemals eingefahren haben.
00:28:47: Weil die haben irgendwie achtzig Prozent vom nette Umsatz bekommen, obwohl die Fixkosten eigentlich fast unten waren.
00:28:53: Und dann kam ja aber auch schon, Gott sei Dank, die Impfung.
00:28:58: Und dann haben wir ja eigentlich alle gedacht, im Frühjahr, der Spuk ist vorbei, alle lassen sich jetzt impfen.
00:29:04: Und das Thema ist durch.
00:29:05: Und da kam dann auch mein neuer Partner, Henry McGovern, rein.
00:29:11: Der ist ... Absolutes Ausnahmetalent, auch lustige Geschichte.
00:29:16: Der hat Ende der Achtziger, neunzehnundneinzig, hat er im Amerikaner aus New York und hat ihn gesehen, wie die Mauer fällt.
00:29:23: Und dann hat er zu seinem Vater gesagt, du, da muss ich hin.
00:29:26: Ja, that's where the magic happens.
00:29:27: Hat dann zweihunderttausend Dollar von seinem Vater bekommen und ist dann so mit Anfang zwanzig, Mitte zwanzig, ist der nach Berlin gegangen.
00:29:34: Hat dann aber in Berlin gesagt, na, hier ist eigentlich ja, hier ist ja schon Westen so, ich geh nach Polen.
00:29:39: Und dann ist er nach Polen gegangen und hat in Polen eine Firma aufgebaut, die erst am Rest.
00:29:44: Von null an, American Restaurants, einer der größten Franchisenehmer der Welt, hat am Schluss über zwei Tausend Restaurants gehabt, in sechszig Ländern Starbucks.
00:29:51: Burger King
00:29:52: und so.
00:29:52: Genau, also hat Börsenwert am Schluss, glaube ich, vier Milliarden und hat dann zwei Tausend neunzehnt verkauft.
00:29:58: Und genau vor Corona auch, hat irgendwie richtig Glück gehabt.
00:30:03: Und wir waren schon immer im lockeren Austausch, weil ich ihn sehr geschätzt habe und einfach ein Wahnsinnsunternehmer ist.
00:30:09: Und wir waren seit Jahrzehntauschen im Austausch.
00:30:12: Und zudem bin ich dann, in den Jahrzehntauschen, nach meiner Erfahrung aus dem Jahrzehntauschen gegangen.
00:30:19: Was soll ich schon passieren?
00:30:19: Jetzt wusste ich, was passieren kann.
00:30:21: Und hatte dann irgendwie so das Bedürfnis, doch so ein paar Chips mal vom Tisch zu nehmen.
00:30:25: Und dann ging das auch anderthalb Jahre mit ihm.
00:30:28: Und dann ist er in den Jahrzehntauschen im Frühjahr bei Dienendavid eingestiegen.
00:30:32: Und hat sozusagen Hermann, meinen ersten Partner, abgelöst.
00:30:36: Also, es war auch
00:30:36: auf eine ... Da hast du keine Chips und Tisch genommen.
00:30:38: Auch
00:30:38: ein bisschen was hab ich auch verkauft.
00:30:39: Ich hab ein bisschen was mitverkauft.
00:30:40: Was war die Firma damals, wer?
00:30:41: Das
00:30:43: darf ich ja nicht sagen.
00:30:44: Aber wir reden schon.
00:30:45: Aber waren schon ein paar Euro.
00:30:46: Also,
00:30:46: wir reden jetzt schon an neunstelligen Summe.
00:30:48: Äh ... In Summe.
00:30:52: Ja, knapp.
00:30:54: Okay, okay.
00:30:55: Ähm, aber lasst mal, ich meine, jetzt hast du bei dem auch, der hat so schnell mal so dreitausend Franchise ... äh ... Restaurants da aufgebaut, also dein neuer Partner.
00:31:05: Und du wolltest dir dann auch diese Jahre, wo du dann von, wir haben jetzt drei, vier, fünf Restaurants und Würzburg, du erste Franchisenehmer, das waren gute Zeiten.
00:31:14: Aber es klingt jetzt ja, also jedes Jahr, fünf, zwanzig Dinger aufmachen, das über Jahre, der klingt jetzt schon noch ein bisschen komplexer als es waren gute Zeiten.
00:31:20: Also, da musst du ein Riesenteam aufbauen, das Immobilien sichtet, du musst ja ohne Ende Immobilien anbieten, Risikeneingehen, Verträge abschließen, so ganz einfach war das auch nicht.
00:31:32: Ganz einfach ist nicht.
00:31:33: Immobilien sichten, die ersten zehn Jahre habe ich fürs gemacht.
00:31:36: Ich war im Zug, Bank hat einen hundert und rauf und runter, hat mir alles angeschaut.
00:31:43: Was macht
00:31:43: eine gute Immobilie denn aus?
00:31:46: Es gibt in der Gastronomie im Grunde diesen Dreisatz, der entscheidet, ob was funktioniert.
00:31:50: Erstens ist es das Konzept, das muss gut sein, zweitens die Immobilie muss passen und drittens der Betreiber muss passen.
00:31:55: Wenn alle drei Punkte übereinstimmen, dann hast du eigentlich Erfolg.
00:31:59: Geht eigentlich fast nicht anders.
00:32:00: Deswegen verstehe ich bis heute nicht, dass in der Gastronomie so viel Hobbs geht.
00:32:04: Ich habe neben Dine David auch noch ein paar andere Sachen gegründet.
00:32:09: Wenn dieser Dreiklang passt, dann funktioniert das.
00:32:12: Und am Schluss ist Immobilien einfach Erfahrung.
00:32:15: Also du musst einfach wahnsinnig viel anschauen.
00:32:18: Bei mir ist am Ende immer das Bauchgefühl.
00:32:20: Natürlich hat auch nicht alles geklappt, aber im Großen und Ganzen habe ich auf jeden Fall deutlich mehr richtig gemacht als falsch.
00:32:25: Immer A-Lage oder B-Lage?
00:32:28: Kommt drauf an.
00:32:29: Also es kommt am Ende, ich steh zum Fels mit der Miete.
00:32:32: Aber ja, also die richtigen A-Lagen haben wir uns nie getraut.
00:32:35: Jetzt mal die Kaufingerstraße in München, wo dann irgendwie drei Hundert Euro den Quadratmeter zahlst.
00:32:40: Das hat jetzt, Five Guys hat das gemacht, die sind ja da reingegangen, aber das ist ja wahrscheinlich auch gerade gelesen, machen irgendwie jedes Jahr, weil nicht zehn Millionen Euro Verlust.
00:32:47: Also das funktioniert für die Gastronomie eigentlich nicht, weil du zu hohe Personalkosten.
00:32:51: Aber du hast ja auch so Bahnhöfe dann stark gemacht, irgendwie, wie kam das?
00:32:54: Also ich meine, das ist nicht auch im Kämpfer an Bahnhöfen, würde man ja meinen, dass da alle ran wollen.
00:32:58: Da wollen auch alle rein.
00:32:59: Und das war so, ich hab die in München natürlich beackert, genauso wie den Flughafen München ja auch, glaube ich, fünfzehn Jahre beackert, bis ich dann irgendwann mal reingekommen bin.
00:33:06: Ach wirklich, das ist auch mal angerufen, ich möchte gerne bei euch ein Laden haben.
00:33:08: Ja,
00:33:08: ganz klassisch.
00:33:09: So, bin vorbei gefahren und bei der Bahn war es dann so, da gab es in München einen, der fand uns ganz gut und der hat mich dann nach Fulda hier ums Ecke eigentlich eingeladen, zwei Tausendzehn, und hat gesagt, alle seine Bahnkollegen sind hier auf so einem Event, ich soll mal vorbeikommen, Essen mitbringen.
00:33:23: Dann hab ich mit so einer großen Truhe Essen, bin ich hier im Zug hergefahren und hab die verkostet.
00:33:28: Und muss man sich natürlich überlegen, auch damals die Bahn, mittlerweile ja, aber damals war sie jetzt auch nicht so bekannt für Innovation.
00:33:35: Die Bahnhöfe waren teilweise auch noch ganz schön schmuddelig.
00:33:38: In München kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, aber da vor zwanzig Jahren waren Sexkino im Bahnhof.
00:33:42: Also musste man da schon auch genau schauen, wo geht man hin.
00:33:46: Und dann bin ich hier angemarschiert und habe die verkosten lassen und sie fanden super.
00:33:50: Und dann haben sie mir die Chance gegeben, in München am Bahnhofen Laden aufzumachen.
00:33:53: Und das war im Grunde der Grundstein.
00:33:56: der mir dann überhaupt ermöglicht hat, in andere Bahnhöfe zu kommen, aber auch in Flughäfen zu kommen.
00:34:02: Shoppingcenter, es war ganz genau wie auch in dem ersten Laden oder in dem Jahr, die schauen sich immer erst mal an, wo funktioniert das.
00:34:11: Und der erste Laden, der ist der Schwierige, damit du diesen Proof-of-Concept hast.
00:34:16: Aber wenn du das mal hast und das funktioniert, dann kommen eigentlich alle.
00:34:21: Und so ein Flughäfenladen oder so ein Bahnhofladen ist ja wahrscheinlich schon dann ... Vom Modell her was anderes, oder ist das am Ende nur das Gleiche, nur der V-Test teurer, aber der Umsatz ein bisschen höher?
00:34:31: Ja, wir differenzieren schon.
00:34:34: Also das war sicherlich auch so ein Thema, wo ich rückblickend vielleicht den ein oder anderen Fehler gemacht habe, dass ich das Talent habe, zu kreativ zu sein und Sachen zu komplex werden zu lassen.
00:34:46: Ich habe mal gelesen von dem ehemaligen Fiat Manager, der hat gesagt, die größte Kunst eines CEOs ist es eigentlich die Firma nicht immer komplexer werden zu lassen, weil das einfach so ein natürlicher Drang von ist.
00:34:57: Du denkst, das, was ich jetzt habe, funktioniert.
00:34:59: Jetzt probiere ich doch noch was anderes dazu und noch was dazu und noch was dazu.
00:35:03: Und am Ende würde ich sagen, es gibt kein Konzept im deutschsprachigen Raum, was so breit aufgestellt ist wie Dean David.
00:35:08: Wir sind am Flughafen, wir sind an der Tankstelle, wir sind Bahnhof, wir sind im Shoppingcenter, wir sind Downtown, wir sind reine Businesslagen, wir machen Catering, wir machen Delivery.
00:35:18: Und das hat uns natürlich in Corona zum Beispiel richtig geholfen.
00:35:21: Delivery ist ja durch die Decke gegangen.
00:35:24: Von daher hat das auch seine Vorteile.
00:35:26: Aber es macht die Firma auch extrem komplex.
00:35:28: Und am Ende war ich auch einfach das Bottleneck.
00:35:31: Weil natürlich klar, wenn man alles über deinen Tisch läuft und du eben nicht die Verantwortung auf mehrere Schultern aufteilst, dann erstens arbeitest du brutal hart.
00:35:42: Und das kannst du vielleicht jetzt auch nicht ewig durchziehen.
00:35:44: Und zweitens bleibt es halt irgendwann, leidet dann die Qualität, weil einfach zu viel über dich durchläuft.
00:35:49: Und deswegen habe ich, bevor Henry eingestiegen ist, in den Gesprächen zu ihm schon gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir jetzt jemanden neuen brauchen.
00:35:59: Ich bin teilweise ausgebrannt gewesen, muss man auch sagen.
00:36:02: Und dann war das auch so ein Agreement von uns im Grunde, ich bringe jetzt Corona durch und es war ja nicht nur Corona für unsere Branche, dann kam der Mindestlohn, wurde irgendwie um zwanzig Prozent erhöht, was unser ganzes Geschäftsmodell teilweise auf den Kopf gestellt hat.
00:36:16: Dann kam die Inflationsrate der Russland und so weiter.
00:36:20: Und sofort Homeoffice war ein Riesenthema.
00:36:22: Teilweise waren die Leute ja nur im Homeoffice.
00:36:23: Dann bringt man auch nichts, wenn ich am Bahnhof ein Laden habe oder im Flughafen, weil keiner mehr unterwegs ist.
00:36:29: Also die letzten ... Vier Jahre, speziell so zwanzig bis drehnzwanzig, waren brutal hart.
00:36:35: Für die ganze Branche, aber auch für uns.
00:36:37: Okay.
00:36:38: Aber für dich war es kein Problem, rauszufinden, wie die verschiedene Modelle alle funktionieren.
00:36:41: Du hast gerade die verschiedenen Kanäle oder Arten gesagt, aber es ist jetzt irgendwie, hast du ja alles einmal die Logik verstanden, und dann kann man die auch allen ineinander spielen.
00:36:50: Learning by doing.
00:36:51: Es sind natürlich auch ein paar Sachen schiefgegangen.
00:36:53: Also mein erster Laden im Shopping Center zum Beispiel weiß ich noch bis heute.
00:36:56: Da haben die mir gesagt, sie haben hier einen Superladen im ersten Stock am Fenster und dann bin ich da reingegangen, hab mir das angeschaut und fand das ganz, ganz toll.
00:37:02: Wann saß da?
00:37:03: großartig, aber alle in einer anderen Gastronomie waren im Untergeschoss in so einem Food Court.
00:37:07: So hab ich gedacht, naja, du sollen die mal da unten sitzen und hier ist ein schönes Fenster, erster Stock ist doch toll.
00:37:13: weiß ich heute Riesenfehler.
00:37:14: Wenn du in den Shoppingcenter reingehst, musst du da hingehen, wo alle Gastronomien sind und dich nicht irgendwo einzeln zwischen Sarah und H&M setzen, weil wenn die Leute Hunger haben, dann gucken sie natürlich, wo ist der Foodcourt?
00:37:24: und dann gehen die in den Foodcourt rein.
00:37:25: Und wenn du da nicht bist, dann kannst du eigentlich zusperren.
00:37:27: Okay,
00:37:28: dann machen wir noch ein paar andere Learnings aus der Wachstumszeit, wo sagt du, okay, fuck, das hätte ich mal lieber früher gewusst?
00:37:33: Boah, also, wo fange ich an?
00:37:36: Also, Learnings, ähm ... Ich habe verschiedene Sachen gegründet.
00:37:41: Eine Bar habe ich dann irgendwann mal aufgemacht und so.
00:37:43: Da war zum Beispiel ein Learning, dass eine Bar nicht funktioniert, wenn du nicht da bist.
00:37:46: Die Leute haben mich irgendwie am Samstag um drei Uhr nachts angerufen und gefragt, wo bist du?
00:37:49: Hier irgendwie verschlafen und gesagt, naja, du, ich schlafe.
00:37:52: Samstag, Nacht, um drei Uhr.
00:37:53: Ja, wir sind in deiner Bar.
00:37:54: Ja, okay, so, ja, doesn't work.
00:37:57: Charles Schumann hat das sehr gut verstanden, der steht mit zweiundachtzig immer noch in seiner Bar jeden Tag.
00:38:01: Und deswegen funktioniert das auch gut.
00:38:03: So, und Learnings rauf und runter, also falsche Partner, falsche Mitarbeiter.
00:38:08: Wir sind den ganzen Franchise-Partner alle gewonnen.
00:38:10: Ich meine, wie viele Restaurants gibt es heute bei euch?
00:38:13: Wir sind jetzt so bei gut hundertsechzig Läden.
00:38:16: Und wie viele in der Firma, wie viele haben Franchise-Partner?
00:38:20: Ich würde sagen, wir sind so bei fünfzig Prozent des klassisches Franchise, dreißig Prozent des Joint Venture Franchise.
00:38:25: Das machen wir also mit Partnern, vor allen Dingen jungen Partner, die finanziell nicht die Möglichkeit hatten, das alleine durchzuziehen.
00:38:31: Dann sagen wir, komm, wir machen das zusammen, unterstützen dich und gehen zusammen ins Risiko.
00:38:35: Und zwanzig Prozent ist ungefähr Company.
00:38:37: Und also, das heißt, wo hast du alle gefunden, die dann, das sind ja dann, sechszig, siebzig Leute, die da irgendwie ... bei dir so teil also beteiligt sind als freundschaftspartner irgendwie dabei sind.
00:38:47: also ein ganz klassischer teil ist tatsächlich einfach sind gäste gewesen die in die leden reingegangen sind und gesagt haben mensch gefällt mir hier finde ich super möchte hier auch mal haben die angerufen habe ich mich mit den getroffenen was kennengelernt und dann sind wir irgendwann losgelaufen.
00:38:59: also keine stellen anszeigen schalte ich suche freundschaftspartner.
00:39:01: mittlerweile machen wir das teilweise.
00:39:04: aber Also das Beste ist eigentlich Netzwerk natürlich und wenn Leute einfach Fans sind.
00:39:10: Du brauchst der Botschafter da draußen, die richtig Bock auf das Konzept haben und jetzt nicht nur sagen, ich gehe da rein wegen dem Geld, sondern Spaß an der Sache haben, dran glauben.
00:39:21: Und diese Missionen, die wir haben, irgendwie gesunde Küche ohne Konservierungsstoffe und so weiter, einfach zugänglich zu machen, die mit uns teilen.
00:39:30: Jetzt rückblickend für mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man mich, wenn man
00:39:55: mich, wenn man mich, wenn man mich, Was kann man denn mit so einem Laden am Ende in einer guten Lage verdienen?
00:39:59: Also was blob übrig.
00:40:01: Als Franchise nehme ich, dass ich das mache und sage Mensch, gefällt mir hier und ich bekomme dann von dir die Zusage und darf dann meinetwegen in Essen oder in Hamburg so ein Laden machen.
00:40:08: Was
00:40:10: kann ich erwarten?
00:40:10: Die Top-Läden, die schaffen schon so bis zu zwanzig Prozent Ebieter-Marge, würde ich sagen.
00:40:15: Also auf den Umsatz von?
00:40:17: Auf den Netto-Umsatz und so der allerbeste, den David aktuell liegt, so würde ich sagen knapp sechs Millionen ungefähr pro Store.
00:40:24: Average sind wir knapp eine Million.
00:40:26: Also es ist ziemlich breit natürlich auch.
00:40:27: Es gibt kleine Läden, große Läden und so weiter, aber...
00:40:29: Also das heißt auf eine Million und zwanzig Prozent bekomme ich das als zweitausend Euro.
00:40:32: Kann ich mal mindestens schaffen... Ja,
00:40:35: mindestens würde ich jetzt nicht sagen, aber wenn du dein Job gut machst und alles entsprechend umsetzt, also ich habe ein paar Franchisenehmer, die sind sicherlich auch schon Millionärer geworden.
00:40:44: Aber bei sechs Millionen und zwanzig Prozent, dann bist du ja schon bei eins, zwei Millionen Ergebnis.
00:40:49: Ja, das sage ich jetzt nicht, welcher Laden das ist, aber das ist auch ein Outstanding-Laden.
00:40:53: Ähm, aber ja.
00:40:55: Also, außerdem heißt er, da muss richtig Frequenzloch offensichtlich drauf sein?
00:40:58: Ja.
00:40:58: Also am Flughafen irgendwo oder so was?
00:41:00: You name it.
00:41:00: Ja,
00:41:01: okay.
00:41:02: Und... Irgendwann hast du mal gesagt, dass du eher Richtung die drei Hundert Leiden gehen willst.
00:41:06: Also, das heißt, du wartest sogar schon inzwischen seit ihr noch größere Ziel, aber hast du ein bisschen zurückgeschraubt?
00:41:12: Ja, also... Ich hatte Henry bewusst mit am Board genommen, weil ich auch gespürt habe, dass erstens ich mit meinem Wissen so ein bisschen am Ende bin.
00:41:21: Man muss sagen, ich habe als Student gestartet, ich habe mir alles selber beigebracht.
00:41:26: Wir hatten dann eine Größe am Schluss, bist dann für fast dreitausend Mitarbeiter zuständig.
00:41:30: Du hast eine riesige Verantwortung gegenüber deinen Franchise-Nähmern und hast viele Themen auf dem Tisch.
00:41:37: Die Idee von Henry war eigentlich, dass ich da jemanden mit reinkriege, der uns bei der Struktur hilft.
00:41:42: Der einfach mich sozusagen ins nächste Level oder Dean David ins nächste Level führt.
00:41:47: Deswegen haben wir dann ... ... in den Jahr ... ... bin ich ja rausgegangen aus CEO, haben eine neue CEO eingestellt.
00:41:55: Und haben dann also gerade so die Zeit, dreiundzwanzig, vierundzwanzig im Grunde genutzt, um all das aufzubauen, was wir jetzt brauchen, eben um auf die dreihundert Läden zu kommen, das wäre vorher gar nicht gegangen.
00:42:05: Wenn alles über deinen Tisch geht, no chance.
00:42:07: Das heißt, wir haben jetzt die Strukturen, wir haben CTO, CFO, CMO, wie sie alle heißen, sind ganz anders aufgestellt.
00:42:13: Wie groß sind wir jetzt?
00:42:14: Also um was her?
00:42:15: Wir machen dieses Jahr so hundertvierzig Millionen, müssten es sein ungefähr.
00:42:20: Und
00:42:20: dann ist das irgendwie von der Marge her dann ungefähr wie sein Laden oder weniger?
00:42:25: Also die Franchise hat in der Regel höhere Margen, je nachdem.
00:42:29: jetzt aktuell nicht, weil wir wahnsinnig viel investieren, aber Franchise-Business ist relativ lukrativ und dann haben wir ja unsere Beteiligungen, also da verdienen wir auch noch was, investieren aber auch entsprechend, aber im Grunde ist es auskömmlich.
00:42:43: Also
00:42:43: sagen wir mal, zehn Prozent ist schon da, ist schon drin.
00:42:46: In Summe?
00:42:47: Ja.
00:42:47: Ja, da liegen wir drüber.
00:42:48: Also er zwanzig.
00:42:49: Ja.
00:42:50: Also, wenn ich überlege, auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ...
00:42:55: auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ...
00:43:00: auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ...
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00:43:02: ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ...
00:43:05: auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf ... auf.
00:43:17: Und das war natürlich auch ein großer Punkt, als ich aus rausgegangen bin.
00:43:20: Ich hatte einen Geschäftsführervertrag, das war ganz lustig.
00:43:22: Ich hatte mir da in den Satz einfach reingeschrieben, David Baumgartner ist unkündbar.
00:43:26: Weiß gar nicht, ob das vor Gericht durchgegangen wäre.
00:43:29: Sicherlich bei allem so.
00:43:30: Aber das war schon, ich bin der Vater geworden letztes Jahr und musste natürlich schon überlegen, den Schritt, den ich jetzt mache, aus dieser CEO-Rolle rauszugehen, den kann ich nie wieder... umkehren, ohne natürlich das Go meines Partners.
00:43:44: Aber
00:43:44: das ist ja jetzt zu zweit, oder?
00:43:46: Nee, passt ja nicht, wenn du vierzig Prozent hast und der größte bist.
00:43:48: Ja, Herrmann
00:43:48: hat noch zehn von früher, aber im Grunde sind wir zu zweit, ja.
00:43:52: Also
00:43:52: okay, du und dieser Monster Gastronom.
00:43:55: Genau.
00:43:55: Also am Ende zwei Monster Gastronom.
00:43:57: Ja,
00:43:57: ja, ja.
00:43:58: Er ist schon eine andere Liga.
00:43:59: Aber
00:43:59: ihr macht ja auch relativ viel im Ausland, ne?
00:44:01: Also ich meine, ich hab gesehen, er lädt jetzt in... Du warst, glaube ich, oder?
00:44:05: In Katar, dann haben wir Prag, eröffnet dieses Jahr zwei Läden, nächstes Jahr wollen wir nach England gehen.
00:44:11: Also das kommt jetzt alles.
00:44:12: Henry hat gesagt, ganz klar natürlich jetzt, wir müssen erst die Struktur aufbauen, dass die wirklich auch passt für eine internationale Expansion.
00:44:19: Das ist ja, wenn man so will, die Königsdisziplin als Unternehmer oder spezielles Gastronomen.
00:44:24: Wenn du guckst, wie viele Konzepte aus Deutschland haben es erfolgreich in den letzten zwanzig Jahren oder in den letzten fünfzig Jahren ins Ausland geschafft.
00:44:30: Das ist sehr übersichtlich, weil Ausland einfach ein Riesen-Thema ist.
00:44:33: Aber
00:44:33: es ist ja für euch ein bisschen einfacher, weil dann irgendwelche Franchisenehmer in Katar die sagen, das würde ich jetzt einfach machen und dann müsst ihr da jetzt nicht so viel tun.
00:44:41: Ja, ja, ja ein.
00:44:42: Aber du musst natürlich trotzdem den Markt anschauen.
00:44:44: Du musst auch Marktanpassungen machen.
00:44:46: Also, einfach zu sagen, wir gehen jetzt irgendwo in die Welt und machen das mal.
00:44:49: Das hat ja Vapiano so gemacht.
00:44:51: Und da muss man sagen, rückblickend, das hat halt nicht ganz wirklich funktioniert.
00:44:54: Weil die kulturellen Erwartungen anders sind.
00:44:57: Erst mal sind sie natürlich von Südkorea über Mexiko bis, keine Ahnung, Washington, USA, mehr oder weniger auf einmal gerannt.
00:45:05: Und das kannst du in irgendwann operativ nicht mehr händeln.
00:45:07: Das eine, das andere ist jedes Land.
00:45:10: Land ist einfach ein eigener Case, ein eigenes Business und du musst dich schon auch anpassen.
00:45:16: Also ich kenne kein Konzept, fast kein Konzept.
00:45:19: Selbst McDonalds passt sich ja auch hier an, so McRösti, keine Ahnung, den gibt es jetzt auch nicht irgendwie in Indien.
00:45:25: oder weißt du, Geier oder so.
00:45:26: Und das rauszufinden und auch das Land zu verstehen, Gesetzgebung, Mitarbeiterführung, das sind so viele Themen, dass die Fallstricke schon breit ausgelegt sind.
00:45:38: Bist
00:45:38: du eigentlich in deinem Leben viel bestohlen worden in den Läden?
00:45:40: Wenn du so viele Tausende von Leuten hast und dann in den Läden arbeitest, dann auch Leute auf Mindestlohnbasis, ist das was anderes als im Büro an?
00:45:48: Also es gibt nichts, was es nichts gibt.
00:45:50: Das habe ich mittlerweile gelernt, so von einen Berüchen über wirklich bandenmäßigen Betrug, muss man schon sagen, auch über Partner, die das machen, immer eine ganz klare Minderheit.
00:46:02: Aber klar, Bargeld ist verlockend und deswegen freue ich mich natürlich auch auf den großen Trend gerade, dass es hingeht zum Cash-Free-Payment sozusagen, weil das für uns eigentlich super ist.
00:46:14: Aber ja, also... Es
00:46:15: gibt eine Geschichte, die euch irgendwann mal mitbekommen, dass Leute, die sich bei dir haben anstellen lassen und dann die Systeme verstanden haben und dann haben sie so eure Zutaten geklaut, um damit selber dann irgendwie so ein Catering-Business aufzubauen.
00:46:27: Das tatsächlich, genau, lustige Story.
00:46:30: Er war ein Laden, war sogar in München, also vor meiner Nase eigentlich, und die Warneinsätze waren so hoch.
00:46:36: Und wir haben nicht verstanden, was passiert.
00:46:37: Wir haben genau geguckt im Laden, irgendwie geht da, wird da schwarz verkauft oder was, und das ist nichts passiert.
00:46:43: Und irgendwann hat sich rausgestellt, dass zwei Mitarbeiter im Grunde ein recht florierendes Catering-Unternehmen aufgebaut haben und haben die Ware aus dem Lager sozusagen mitgenommen.
00:46:50: Dann kam Polizei durchsuchen gemacht, dann sind die in deren Lager gefahren, dann war natürlich unsere ganze Range.
00:46:56: alles, was man so ... gebraucht, haben die im Lager gehabt.
00:46:59: Oder eine andere lustige Story, was heißt lustig, was damals ...
00:47:01: Das ist ein Straftat?
00:47:03: Absolut, klar.
00:47:04: Das war ein Wert von den Sachen in ein paar ... Zechtausend Euro.
00:47:07: Ja,
00:47:07: absolut.
00:47:09: Ja, okay.
00:47:10: Ja,
00:47:10: haben wir den lassen müssen.
00:47:11: Ach ja, klar.
00:47:13: Also, haben sich dann abgesetzt ins Ausland in dem Fall.
00:47:15: Okay.
00:47:17: Also, da gibt's Stories.
00:47:19: Nächste Story.
00:47:19: Ja, er hat mal der Bruder von einem DAX-Vorstand, der kam mal auf mich zu, das war so, zwei C&C, elf und wollte den David nach Köln bringen.
00:47:30: Ich natürlich ganz schwer beeindruckend habe, Mensch, der Bruder ist DAX-Vorstand und soll das eine ganz große Nummer machen.
00:47:36: Und dann habe ich dem alles gezeigt und so weiter und so fort.
00:47:38: Und da hatte ich noch ein super Mitarbeiter in München, eine Geschäftsführer und der war aber Kölner.
00:47:43: Und dann bin ich noch zu dem hingegangen, ich debb und sag so, du hast es nicht Lust nach Köln zu ziehen, ich habe hier einen super und vielleicht kannst du Anteile haben und so weiter und sofort.
00:47:52: Und der ja klar macht, er ist nach Köln gezogen und haben sich da rum gewerkelt und so weiter.
00:47:55: Und irgendwann rufen sie mich an, der Geschäftsführer rufen mich an und sagt so, David, setz dich.
00:47:59: Brauchen wir nicht, was ist, wir haben entschieden, wir brauchen dich eigentlich gar nicht.
00:48:03: Ich kenne das Konzept und wir haben jetzt alles gelernt und sorry, aber that's the way life is.
00:48:10: Und dann habe ich mich natürlich erst mal hingesetzt, war stinksauer, klar, er fühlt sich natürlich verraten, verkauft.
00:48:16: Aber am Ende, Jinguang oder Karma, nenn es, haben sie es dann alleine gemacht und brutal an die Wand gefahren.
00:48:22: Weil ich mich sehr gefreut.
00:48:24: Was haben die falsch gemacht?
00:48:27: Das ist so ... Ich mein, also, von fünf Gastronomie-Neugründungen überleben, glaub ich, drei nicht die ersten drei Jahre.
00:48:36: Und manchmal ist es natürlich obvious, was machen die falsch?
00:48:38: Das kann Überheblichkeit sein, das kann Hygiene sein, das kann einfach ein Scheißprodukt sein, das kann die falsche Lage sein.
00:48:45: Am Ende ist es irgendwie ein Sammelsurium.
00:48:47: Ich hab's dann natürlich auch nicht genau analysiert, weil ich mich nicht irgendwie mit dieser negativen Energie umgeben wollte.
00:48:53: Aber am Ende haben sie wahrscheinlich, ja, es ist eine brutal harte Branche.
00:48:58: Keine Frage.
00:48:59: Aber auch eine wunderschöne Branche.
00:49:01: Und wie gesagt, ich find sie eigentlich, keine Ahnung, warum.
00:49:04: Mir fällt's irgendwie leicht.
00:49:07: Du hast ja auch so mal erfolge gehabt, du warst noch bei der Lufthansa, oder länger Zeit zu sein, der die voran der Lufthansa?
00:49:13: Ja, sind wir tatsächlich immer noch.
00:49:15: Toi, toi, toi.
00:49:15: Also wer mal in Sportmagazin reinschaut, da ist so ein schönes Foto von mir.
00:49:19: Das ist ein bisschen gefotoshoppt, muss ich zugeben.
00:49:21: Meine Nase sind echt größer.
00:49:22: Also nicht wundern, wenn ihr mich dann in echt seht, aber ... Du, die kamen einfach auf uns zu, haben gesagt, wir finden den Davids eine geile Brand.
00:49:30: Habt ihr Lust, bei der Lufthandsat zu sein?
00:49:32: Hab ich natürlich klar.
00:49:33: Klar.
00:49:33: Ist das lukrativ?
00:49:36: Ja.
00:49:36: Ich würde sagen, im Punkt of Marketing ist es lukrativ.
00:49:39: Im Punkt of Finanziell würde ich sagen, es ist ... Überschaubar.
00:49:42: Aber hast du jemals richtig Marketing gemacht?
00:49:44: Also am Ende die läden selber das Marketing.
00:49:48: Also Marketing ist glaube ich, wenn ich, ich habe eine ganze Menge Schwächen, aber Marketing ist auf jeden Fall eine ganz große Familie.
00:49:53: Ich verstehe das irgendwie nicht.
00:49:55: Ich kriege das irgendwie nicht hin und wir haben auch eigentlich so gut wie nie Marketing gemacht.
00:49:59: Das ist ja keine
00:50:00: Schwäche, ich meine das ist viel Geld.
00:50:03: Ja, theoretisch, also das wundert mich, dass du das jetzt sagst, als Marketing Papst, aber eigentlich, wenn du sagst, Marketing spart dir viel Geld, dann sagst du ja, da impliziert das ja, dass Marketing eigentlich nichts bringt.
00:50:12: Naja,
00:50:12: für manche Geschäftsmodelle brauchst du es scheinbar nicht.
00:50:14: Also, es gibt ja welche, da ist Marketing, glaube ich, Kern-Wertschöpfung.
00:50:17: Und bei deinem Geschäftsmodell scheint ja Marketing dann nicht so wertschöpfen zu sein.
00:50:21: Doch, ja, wir wissen ja nicht, wirst besser laufen mit dem richtigen Marketing.
00:50:24: So, das weißt du ja immer nicht.
00:50:26: Und ich glaube, so einen McDonald's und Co.
00:50:28: Die wissen schon ganz gut, wie's Business funktioniert und die geben sehr viel Geld aus.
00:50:32: Ich hab irgendwie nie die richtigen Schalter gefunden, wie Marketing funktioniert.
00:50:36: Und ja, also bis heute würde ich sagen, Dean David kann vieles gut, Marketing geht
00:50:44: besser.
00:50:44: Was ist denn das, was dir besonders gut könnt?
00:50:46: Weswegen auch die Franchisepartner bereit sind, eine Franchisegebühr an dich zu bezahlen?
00:50:49: Ich meine, das machen ja ganz viele, also die Kollegen in Köln schaben nicht, aber die anderen ja schon.
00:50:53: Und häufig ist ja so, dass bei Franchisekonzepten, man zahlt dann als Franchisenehmer ja auch, für das zentrale Marketing, für die Nutzung der ganzen Leistungen, wenn du dir jetzt gar nicht hier bringst, wofür dann?
00:51:04: Also bei uns im Büro gibt es ein Food-Team zum Beispiel, und die haben ein recht großes Büro, weil das für mich eigentlich immer der Kern und die Essenz von Dean & David ist.
00:51:12: Und in diesem Büro hängt ein, habe ich ein Schild hinbringen lassen, da steht drauf, Food ist die Kernessenz von Dean & David.
00:51:21: Das ist bis heute so, es geht kein Gericht raus, dass ich das auch jetzt als Boardmitglied oder nur Shareholder, ich muss die Gerichte verkosten.
00:51:29: Ich muss schauen, dass sie passen, dass sie wirklich schmecken.
00:51:32: Und das muss ehrlich und gut sein.
00:51:33: Und das haben, glaube ich, viele andere Konzepte am Ende irgendwo vergessen zwischen Excel-Tabellen und Marketing und Expansion und so weiter.
00:51:40: Am Ende geht es darum, dass du richtig gutes Essen hast.
00:51:43: Was ist eure Cash-Core?
00:51:45: Welches Essen reicht dir am meisten raus?
00:51:47: Du sagst, okay, das muss stehen, das wird eher meisten verkauft?
00:51:50: Meistens also aktuell will ich sagen sind es eigentlich.
00:51:52: die season ist.
00:51:53: wir haben so alle drei monate wechselnde gerichte und da tun wir auch richtig viel arbeit und zeit investieren und mühen investieren und das sind eigentlich fast immer die top seller.
00:52:01: Wie viele Produkte gibt es euch gleichzeitig verfügbar?
00:52:04: wahrscheinlich zu viel.
00:52:05: also das ist auch so eine schwäche von mir.
00:52:07: ich kann schlechter einsagen wenn es um Produkte geht aber.
00:52:11: Da kommt schon ganz schön was zusammen.
00:52:13: Also das Hauptthema, klar, es gibt, glaube ich, zehn Bowls und zehn Salate, die du fix von der Karte nehmen kannst, aber du kannst es dir auch selber zusammenstellen.
00:52:19: Es gibt noch zwei Curries für die kalte Jahreszeit und da gibt es natürlich noch Matcha und Kaffee und frische Säfte und so weiter und so fort.
00:52:27: Aber
00:52:27: okay, das sind also, weil nicht jetzt, dreißig, vierzig verschiedene Möglichkeiten?
00:52:30: Ja, mindestens.
00:52:31: Plus selber zusammenstellen, da ist es ja unendlich.
00:52:34: ist trotzdem jetzt irgendwie gefühlt gar nicht so viel als für ein Line.
00:52:37: Also ich meine, wenn ich mir jetzt irgendwie im italienischen Restaurant die Katerin gucke, häufig gibt es ja schon irgendwie, weiß ich nicht, mehr als vierzig Gerichte.
00:52:43: Und wenn ich jetzt im E-Commerce gucke, da so die SDKs, wie es so heißt, dann gibt es ja tausende oder hunderttausende.
00:52:49: Also man hat es dann nicht, also man hat relativ klar, was man braucht, auch am Einkauf.
00:52:53: Ja, stimmt.
00:52:55: Wobei ich schon sehe, auch in den letzten Jahren, der ganz große Trend geht für mich zur Spezialisierung.
00:53:00: So, also Goldys hast du ja hier auch schon, ich meine, was haben die?
00:53:02: Goldys Burger.
00:53:03: Ja, die haben, glaube ich, vier Burger und Pommes und Ketchup und Mayo, so ungefähr, mehr haben die nicht.
00:53:09: Oder jetzt die ganzen Matscherkonzepte, die aufmachen.
00:53:11: Da gibt es dann irgendwie zehn verschiedene Matscher.
00:53:13: Und dann gibt's noch ein Wasser und das war's.
00:53:16: Und das Schlimmste, was ich kenne, sind diese Lieferserviceflyer, die immer gerne am Briefkasten auftauchen.
00:53:22: Und erste Seite ist Indisch, zweite Seite ist Italienisch, dritte Seite ist Chinesisch, vierte Seite ist Burger und so.
00:53:27: Werfe ich sofort in den Müll.
00:53:28: Sag ich Freunde, das kann nicht funktionieren von der Qualität, von den Produkten.
00:53:35: Spezialisiert euch seit Mutig, traut euch und dann funktioniert das auch.
00:53:41: Wo rutscht denn die ganze Ware jeweils immer her?
00:53:43: Also ist ja lokal dann irgendwie auf irgendwelchen Großmärkten einfach.
00:53:45: Genau, also wir beziehen soweit wie möglich lokal.
00:53:49: Fleisch ist aus Deutschland zum Beispiel und Obst und Gemüse, wenn möglich aus Deutschland.
00:53:53: klar ist.
00:53:54: Kochen
00:53:54: wir in der Filiale?
00:53:55: Nee.
00:53:56: Ihr habt schon einen zentralen, mittlerweile eine zentrale Halle, wo dann Vogel...
00:54:02: In jeder Stadt, in großen Städten gibt es Produktionsküchen, da wird dann quasi schon produziert, dass das nicht mehr im Store funktionieren muss.
00:54:08: Da passt dann entsprechend der Logistik dahinter.
00:54:11: Aber alles ist täglich frisch, also das richtige Arbeit.
00:54:14: Und klar, also wenn ich es mir im Nachhinein aussuchen könnte, dann hätte ich natürlich auch lieber Pizza und Pasta gemacht.
00:54:20: So hast du eine Riesen Marge drauf, musst du abends nix wegwerfen.
00:54:23: Aber, ja, war einfach nicht so meins.
00:54:27: Und seid ihr mittlerweile in Deutschland sozusagen ausexpandiert?
00:54:30: Oder könnt ihr diesen Sprung auf Dreihundert auch in Deutschland schaffen?
00:54:33: Ja, absolut.
00:54:34: Also, die kleinste Stadt, wo wir aktuelle sind, ist, würde ich sagen, das Garmisch-Partenkirchen, die im Vierundzwanzigtausend einen Monat sind, dann sind wir in Passau, die im Vierundzwanzigtausend einen Monat, in München sind wir vielleicht so... knapp bei fünfzehn, sechzehn Läden, da kannst du aber auch nochmal fünfzehn Läden aufmachen.
00:54:47: Wirklich?
00:54:47: Ja, das geht.
00:54:48: Wir gehen ja, wir gehen in Stadtteile, wir gehen in Innenstädte, Shopping-Centres, alleine München, vier Shopping-Centren, die kannst du reingehen.
00:54:55: Da hast du Bahnhöfe, hast du drei, vier große Bahnhöfe, kannst du reingehen.
00:54:59: Also das ist schon, da ist noch jede Menge Luft nach oben.
00:55:01: Das
00:55:01: heißt, wenn jetzt hier jemand zuhört und sagt, ich würde auch gerne mich selbstständig machen, kann ich bei dir melden und kann mir direkt mal drei Läden aufmachen, so ungefähr.
00:55:07: Bitte, gerne, ja.
00:55:09: Also, wenn's noch nicht besetzt ist, muss man natürlich ein bisschen schauen.
00:55:11: Welche
00:55:11: Region ist am stärksten oder am wenigsten?
00:55:13: Also, wahrscheinlich, was im Süden kommt, ist da wahrscheinlich München am stärksten und Hamburg am wenigsten?
00:55:17: Nee, nee, Hamburg ist relativ gut, Berlin, also die großen Städte sind relativ gut besetzt.
00:55:22: Ja, aber es gibt ja in Deutschland faszinierendes Land.
00:55:25: im Grunde, was wir hier an Mittelstädten haben, so von, sag ich mal, Augsburg, Würzburg, Bielefeld, wie sie alle heißen, rauf und runter, gibt's jede Menge Wachstumspotenzial.
00:55:34: Ach, jeweils ein Uni-Stand, nehm ich an.
00:55:36: Klar, Uni-Stand.
00:55:36: Super, Studenten, Bahnhöfe, aber auch Innenstadt lagen.
00:55:39: Also ich glaub totaler in die Innenstadt nach wie vor und sehe auch, dass die Innenstadt zurückkommt.
00:55:45: Das war auch eine große Sorge, die mich umgetrieben hat während der Corona-Jahre.
00:55:49: Da hast du dann diese Videos aus San Francisco gesehen, wo die ganze Innenstadt leer war und dann sind die Junkies da rumgelaufen und irgendwie so Verbrecher branden, sind in die Kaufhäuser rein, haben die gestürmt und alles rausgeräumt, dass der wirklich gedacht, die Stadt ist tot.
00:56:02: Aber gar nicht.
00:56:03: Und auch San Francisco kommt jetzt gerade brutal zurück.
00:56:06: Also du glaubst wirklich an Innenstadt, aber was ist sozusagen die Theorie dahinter?
00:56:10: Ich meine, wenn ich jetzt, ich komme was essen, gebürtig, das ist bitter.
00:56:14: Da sehe ich jetzt auch keinen Pfad, warum das wieder geiler werden sollte.
00:56:18: Klar, okay, ich stimm mich den Teilen zu.
00:56:21: Wir müssen natürlich gucken, Innenstadt ist nicht Innenstadt, aber am Ende des Tages sind wir soziale Wesen.
00:56:26: Und wenn du mich jetzt fragst, was mache ich gerade, ich... Ich investiere ja gerade in Startups und schaue so ein bisschen rum als Business Angel, Mentor und so weiter und so fort.
00:56:36: Und mein Business Case ist sozusagen, dass ich in alles das gehe, was Freizeit ist.
00:56:43: So, ich habe am Montag war ich auch in einer schönen Veranstaltung in der Schweiz und da haben die einen Chart an die Wand geworfen.
00:56:48: Da stand drin, der Investments dieses Jahr gehen in AI.
00:56:52: Also Venture Capital, Private Equity und so.
00:56:55: So, heißt er im Umkehrschluss für mich eigentlich.
00:56:58: Das kann alles nur aufgehen, wenn die Kombination aus KI und Robotik dazu führt, dass wir in Zukunft deutlich mehr Freizeit haben.
00:57:05: Und das wird ja auch propagiert.
00:57:07: Die ganzen Silicon Valley-Leute sagen, alle in zehn Jahren musst du nicht mehr arbeiten.
00:57:11: Wären wir alle nicht mehr arbeiten.
00:57:12: Ob das wirklich so eins zu eins kommt, weiß ich nicht.
00:57:14: Aber ich bin schon stark der Überzeugung, dass das in den nächsten Jahren deutlich weniger wird.
00:57:19: Einfach durch die Fortschritte in diesem Bereich.
00:57:22: Und was passiert, wenn das deutlich weniger wird?
00:57:24: Dann haben wir mehr Freizeit.
00:57:26: Und was passiert, wenn wir mehr Freizeit haben, dann sitze ich hier nicht zu Hause beim Online-Shopping.
00:57:29: Also ich sehe jedenfalls nicht und ich hoffe auch viele andere nicht.
00:57:32: Sondern dann gehe ich raus.
00:57:33: So, dann mache ich mehr Urlaub, dann gehe ich mehr in Restaurants, dann treffe ich Leute und ich leh es auch jetzt, Gen Z und so weiter und so fort, dass die eigentlich eher... in soziales Miteinander investieren, ihre Zeit verbringen, anstatt ständig nur am Handy zu sitzen.
00:57:48: Dann würden Darüber auch Innenstädte wieder aktiviert, weil man dann da irgendwie sich trifft und so was heißt.
00:57:52: Ja,
00:57:52: also gerade bei den großen Städten, also München, Berlin, du musst attraktiv sein.
00:57:57: Essen war ich zuletzt nicht, aber ich war gestern auf der Fahrt hierher, zum Beispiel Würzburg, Würzburg Innenstadt, wunderschöne Innenstadt, bumsvoll, und zwar Donnerstag Nachmittag.
00:58:07: Da glaube ich schon daran, weil ... Wir brauchen das alle.
00:58:10: Wir können doch nicht alle nur noch irgendwie im Internet und auf Apps und Online leben, sondern wir brauchen diese Interaktion, dieses Miteinander.
00:58:20: Wir führen dieses Gespräch jetzt ja auch quasi all to I und könnten wir theoretisch ja auch über Teams führen.
00:58:25: Mach's da auch nicht.
00:58:26: Woran hast du dann so investiert mittlerweile?
00:58:27: Also wenn du sagst, du hast irgendwie verschiedene andere Gastro-Konzepte gemacht oder Freizeit-Konzepte gemacht, was ist das so?
00:58:31: Ja, also das Thema Burger habe ich investiert zum Beispiel.
00:58:35: Und ich schaue mir jede Menge gerade an Hotellerie, finde ich ein super spannendes Thema.
00:58:40: Also alles rund um B
00:58:42: to C. Wie viel Budget hast du so zu investieren, wenn man das so hört, dann klingt das ja nach einem größeren Form oder so.
00:58:47: Fond ist auch eine Überlegung, die ich gerade durchspiele, ob ich tatsächlich einen Fond aufbaue.
00:58:52: Kommt eigentlich daher, dass mich jetzt einige Leute angesprochen haben, haben gesagt, Mensch David, du hast das Thema jetzt so lange gemacht, du hast so lange überlebt in einer der härtesten Branchen, du hast so viel Erfahrung gesammelt.
00:59:02: Ich ergänze da noch immer, ich habe so viele Fehler gemacht, die sind ja auch irgendwie was wert.
00:59:06: Und vielleicht kommt ein Fond tatsächlich jetzt aktuell, lass ich es erst mal ruhig angehen, ich muss mir auch ein bisschen um meine junge Tochter kümmern.
00:59:14: Business Angel oder Angel Tickets, da schreibe ich einiges zur Zeit.
00:59:17: Also du machst immer so fünfzigtausend Euro?
00:59:18: Genau, sowas in der Richtung, ja.
00:59:20: Aber aktiv, also ich suche eigentlich nur Investments, wo ich jetzt keine aktiv aktive Rolle spielen kann, aber ich bin auch keine Bank.
00:59:29: Also ich will eigentlich an junge Gründer das weitergeben, was ich in den letzten zwanzig Jahren gelernt habe, die Fehler, die ich gemacht habe, möchte ich, dass sie vermeiden.
00:59:38: Jetzt noch
00:59:38: mal ein, zwei weitere Fehler, die man vielleicht jetzt sich auch dann sparen kann, wenn man es hier hört.
00:59:42: Ich habe ja so eine Liste gemacht.
00:59:43: Ich habe tatsächlich aufgeschrieben, wenn du mich fragst nach Fehlern.
00:59:47: Ich habe so viele Fehler gemacht, die habe ich niemals im Kopf.
00:59:51: So potenzielle Fragen, Misserfolge.
00:59:55: Oh, Döner, das ist eine schöne Story.
00:59:58: Ich hatte irgendwann mal den großartigen Gedanken, dass in jeder Stadt ja Döner rauf und runter ist und hat mir gedacht, warum gibt es dann keine nationale Dönerkette?
01:00:06: Und dann habe ich mir Über Wege bin ich an zwei Partner reingekommen, ein Ehepaar, eher Immobiliemarkler, sie ist Steuerberaterin.
01:00:16: Und die waren ganz gut vernetzt in Berlin und haben dann gesagt, komm, wir machen das jetzt auch.
01:00:21: Wir machen eine nationale Dönerkette, schöner Döner, fand ich irgendwie auch einen ganz lustigen Namen.
01:00:26: Und wir setzen das operativ um.
01:00:29: Und dann habe ich gesagt, also Freunde, Idee machen wir, bin ich dabei, aber ihr operativ, ihr habt doch keine Ahnung von der Branche.
01:00:35: Wir können das.
01:00:36: Vertrauen uns, wir können das.
01:00:38: Und die haben mich irgendwie so zugequatscht, dass wir dann auf fifty-fifty gegangen sind.
01:00:43: Und sie hatten die operative Verantwortung.
01:00:45: Ergebnis war dann, hat der Laden aufgemacht.
01:00:47: Und sechs Monate später kriege ich morgens Stiche auf, kriege ich so ein Link, Bild-Zeitung, erste Seite, ganze Bus-Ladung, Touristen, Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus.
01:00:57: Bei schöner Döner in Berlin.
01:00:58: So.
01:00:59: So, ach du Scheiße, ne?
01:01:01: Habe ich mein Partner angerufen um acht Uhr, hab den Notar angerufen um acht Uhr, zehn, hab gesagt, wir brauchen Notartermin.
01:01:06: Heute, jetzt sofort, bin zum Notar gefahren, hab um neun nur die Anteile für ein Euro verkauft an die, weil ich natürlich einen riesen Angst hatte, dass die Presse da ein bisschen tiefer gräbt und dann irgendwann rauskommt, dass fünfzig Prozent von diesem Dönerkonzept denen David gründen angehört, ne?
01:01:21: Also war ein riesen Shit Show.
01:01:23: und das zum Beispiel so ein Learning, das du einfach sagst, wenn ... branchenfremde mit ihrem business machen und die auch noch die verantwortung wollen hände weg geht nicht funktioniert nicht oder bau dir zumindest ein sicherheitsnetz ist
01:01:35: ja nicht so geworden offensichtlich.
01:01:36: also ich habe von der nie gehört von schöner döner.
01:01:38: jetzt
01:01:39: war nur ein laden hatte ja nur sechs monat offen gehabt dann natürlich nach dem skandal war war war feierabend also ganz berlin wusste also schöner döner ist nicht schöner döner sondern eher kranker döner oder keine ahnung muss der heißen war
01:01:52: noch ein paar weite.
01:01:53: was gibt sie noch so
01:01:55: Bar habe ich erzählt.
01:01:57: Was hast
01:01:58: du noch versucht?
01:02:01: Noch eine schöne Story.
01:02:04: Also, Learnings, das ganze Thema haben wir noch gar nicht angesprochen, aber das Thema deutsche Bürokratie, da lernst du ja als Gastronom alles kennen, auch Finanzämter.
01:02:15: Hat angefangen in München.
01:02:16: Luftsteuer, kennst du die Luftsteuer?
01:02:19: kannte ich ja auch nicht, ne?
01:02:19: Also, wenn du Nasenschild hast und das ragt in die Luft raus, zahlst du Luftsteuer.
01:02:24: Für das
01:02:25: Nasenschild.
01:02:26: Da sagt die Stadt München, Mensch, das ist unsere Luft hier draußen und dein Nasenschild ragt in die Luft raus, zahlst du jetzt Luftsteuer drauf.
01:02:33: Heißt auch so, Luftsteuer.
01:02:35: So, Finanzamt.
01:02:36: Finanzamt Hamburg, deine schöne Heimatstadt.
01:02:38: So.
01:02:38: Haben wir eine große Steuerprüfung vor vier Jahren gehabt und dann sagt der Steuerprüfer zu uns, Mensch, läuft ja super bei euch und ... ihr habt aber so ein Kassensystem.
01:02:51: und das Kassensystem haben wir uns mal ganz genau angeschaut.
01:02:54: und das Kassensystem ist theoretisch, kannst du das manipulieren?
01:02:57: Dann sage ich, ja, das ist ein ganz normales zugelassenes Kassensystem, haben wir neu gekauft, war geprüft, alles gut, also stimmt, stimmt alles, aber theoretisch haben wir rausgefunden, kannst du es manipulieren?
01:03:08: Dann sage ich, ja, was soll das jetzt heißen?
01:03:10: Das soll heißen, wir machen jetzt einen sogenannten Sicherheitszuschlag.
01:03:13: Was soll das denn heißen?
01:03:14: Also Sicherheitszuschlag sagen die... Wir glauben zwar nicht, dass du betrogen hast, aber wir wissen es auch nicht genau.
01:03:21: Deswegen, um da sicher zu gehen, schätzen wir deinen Umsatz.
01:03:24: Schätzen wir deinen Umsatz jetzt einfach mal zehn Prozent höher.
01:03:27: Und da reden wir von zehn Läden und vier Jahre.
01:03:30: Und dann reden wir von mehreren hunderttausend Euro Steuernachzahlung.
01:03:35: Dann sag ich zu dem, also, guck doch mal her, wir haben hier hundertfünfzig Läden in ganz Deutschland.
01:03:39: Und waren-Einsätze, Personal-Einsätze im Verhältnis zum Netto-Umsatz, die sind ja überall relativ gleich.
01:03:44: Und die sind auch in Hamburg gleich.
01:03:45: Und vorher hatten wir eine große Prüfung.
01:03:46: in München, dann, wenn ich einen einzigen Euro Nachzahlung gehabt habe, weil der gesagt hat, alles wunderbar, mit dem gleichen Kassensystem.
01:03:52: Sagt der, ja, so ist es, tut mir leid.
01:03:55: Und dann fängst du an, wie auf dem türkischen Bazaar mit denen zu handeln.
01:03:58: Und jetzt sind wir gerade vor Gericht.
01:04:00: Also, was du da an Stories auch mit unseren Behörden lernst und siehst, das ist unfassbar.
01:04:08: Also auch die Bürokratie schälte.
01:04:12: Ist schon richtig.
01:04:15: Vielleicht noch eine kleine Anekdote.
01:04:17: Den ersten Laden habe ich einfach aufgesperrt und ich wusste schon, es gibt ja die sogenannte Stellplatzablöse.
01:04:23: Wenn du eine Gastronomie aufmachst und vorher war ein Buchladen drin, dann sagt der Staat, na ja, in dem Buchladen, da kommen die Leute irgendwie zu Fuß, aber in die Gastronomie kommen sie mal im Auto.
01:04:32: frag mich bitte nicht, warum die das glauben, aber wenn du dann aufmachst, dann musst du pro zehn Quadratmeter Gastraum, musst du zwölftausend Euro für sogenannte Stellplätze bezahlen.
01:04:42: Die werden zwar nicht geschaffen, ist auch nur irgendwie wie eine Sondersteuer, aber eben... Das ist ein System, wo du dir einfach nur noch an den Kopf fasst.
01:04:49: Dann habe ich den Laden einfach aufgesperrt, wenn ich mir gedacht habe, die ersten mal müssen sie sich erst mal erwischen.
01:04:54: Und zweitens muss ich erst mal gucken, ob das Konzept überhaupt funktioniert.
01:04:57: Wenn es nicht funktioniert, dann zahle ich ja diese Stellplatzablöse für lau und dann kommt danach wieder ein Buchladen rein.
01:05:03: Und dann war es das.
01:05:03: Dann hatte ich einen großen Zeitungsartikel ein Jahr danach.
01:05:06: Und dann stand mit dem Zeitungsartikel, stand dann einer vom Landratsamt oder von der Münchner Behörde, stand dann im Laden, ich habe sich in der Zeitung gesehen.
01:05:13: Gratulation, tolles Gastronomiekonzept.
01:05:15: Sie haben ja überhaupt keine Stellplätze.
01:05:19: Dann gucke ich mit großen Augen, was Stellplätze habe ich noch nie gehört.
01:05:23: Aber ja, also das sprengt hier den Zeitrahmen, wenn ich da anfänge, ins Detail reinzugehen.
01:05:29: Aber hast du viel Erfahrung gemacht.
01:05:32: Aber
01:05:33: deine Antelle, die behältest du erst mal.
01:05:35: Ich könnte jetzt auch sagen, jetzt bist du operativ raus, das willst du investieren.
01:05:38: Warum verkaufst du hier den ganzen Laden?
01:05:40: Das ist eine Frage, die werde ich oft gefragt.
01:05:43: Und ich frage dann immer zurück, guck mal, wir leben hier im Land von Bosch, Siemens, Mercedes, Benz, wie sie alle heißen.
01:05:49: Das ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
01:05:53: dann höre ich den Six Podcast und den Trigema-Podcast bei dir.
01:05:57: Und ich verstehe nicht, wo dieser Wunsch herkommt, wenn man was Großartiges aufgebaut hat und so stolz und frei bin ich jetzt mal das von Dienendewitz überhaupten.
01:06:06: Warum soll ich das verkaufen?
01:06:07: Warum soll ich das nicht behalten?
01:06:09: Und vielleicht sogar irgendwann in die nächste Generation überführen.
01:06:13: Das ist doch was absolut Großartiges.
01:06:15: Und deswegen ist das für mich eigentlich überhaupt kein Thema, sondern ganz im Gegenteil, ich bin in meiner neuen Rolle echt glücklich und ich glaube, Ich bringe da auch echt ein Mehrwert.
01:06:24: Meine neue CEO ist segelig hier und da mal ein bisschen genervt von mir, aber das ist auch okay, das gehört dazu.
01:06:29: Und dann freue ich mich jetzt einfach unfassbar auf die nächsten Jahre, Jahrzehnte und ja.
01:06:35: Dann
01:06:35: gibt's die Expansion jetzt.
01:06:36: Also das heißt, ihr wollt jetzt irgendwie Deutschland weitermachen, aber auch Ausland.
01:06:39: Genau.
01:06:40: Also Schwerpunkt ist natürlich erstmal der deutschsprachige Raum, aber auch Ausland.
01:06:44: Was ist denn das naheliegendste Ausland, was man dann angehen würde?
01:06:47: Also ich meine, Katar ist ja schon, aber...
01:06:48: Ja, das ist nicht so wirklich da liegen.
01:06:50: Das ist eine andere Story, aber klar, Frankreich, England, Osteuropa, Polen ist gerade super spannender Markt, Wahnsinn, wie die sich entwickeln, was die da aufgezogen haben, die letzten Jahrzehnte, also wirklich schwer beeindruckend und... Aber
01:07:02: gibt es denn nicht mittlerweile auch eine ganze Reihe von Wettbewerbern, die das irgendwie angreifen, wenn ich jetzt überlege, was du da machst, ist jetzt ja keine... Komplette Rocket Science, wenn du da kein AI-Algorithmus erfunden, dann nimmst du jetzt da gesunde Sachen, die richtige Lage.
01:07:16: Also ich würde schon denken, dass es auch in Polen oder auch in Deutschland genügend geschäftstüchtige Leute gibt, die sagen auch Mensch, dann nicht jetzt mal nicht Dean and David, sondern irgendwie anders.
01:07:25: Auch mach auch ein modernes Logo drauf und verkauf das Zeug halt auch und bin dann auch irgendwie in einer guten Lage und dann geht's los.
01:07:32: Klar, also der Webbewerb ist da, aber... Wer
01:07:34: sind da die Größen?
01:07:35: Wir sind mit Abstand der größten Europa gerade, mit weibem Abstand.
01:07:39: Was jetzt größer klingt als es ist, weil dieser Markt für gesundes Essen einfach unfassbar klein nach wie vor ist.
01:07:45: Wenn du das vergleichst mit Burger oder mit Pizza und Pasta oder mit Asiatisch, ist der Markt extrem klein nach wie vor.
01:07:51: Aber da schaue ich dich drauf.
01:07:54: Also wir müssen den Anspruch haben, dass wir das besser machen als die anderen und wir sind First Mover und wir kriegen das hin.
01:08:00: Aber
01:08:00: da gibt es doch schon andere oder nicht?
01:08:02: Ja, es gibt, ich meine, der nix größere in Deutschland, der ist, sagen wir mal jetzt, wenn wir sagen, wir haben Hundertfünfzig Läden in Deutschland, hat der nix größere vielleicht zwanzig.
01:08:10: Also da ist schon ein ganz schöner Gap und den musste erst mal schließen.
01:08:12: Aber
01:08:14: sozusagen, ja, Unternehmer selber versuchen jetzt, was Neues zu bauen und sagen, ich gehe jetzt mal in Polen los oder so, das gibt's nicht?
01:08:21: Das gibt es in kleinen Teilen, aber wie ich vorhin gesagt habe, wenn sixty vier Prozent der Investoren so allein nur in AI gehen, ist natürlich die Gastronomie gerade komplett under the radar.
01:08:29: Also für mich ist das eigentlich eine ganz schöne Branche, weil wir nicht so im Spotlight sind und das eigentlich schöne Chancen ergibt jetzt zu wachsen.
01:08:38: Du hast deutlich weniger Konkurrenz als in anderen Branchen.
01:08:41: Und ja, die Branche selber liegt so ein bisschen da nieder.
01:08:44: Jetzt schauen wir mal, ob die Mehrwertsteuersenkung kommt.
01:08:46: Aber das wäre gut.
01:08:49: Das wäre für die Branche gut.
01:08:50: Für uns macht es gar nicht so einen großen Unterschied, weil wir eh schon viel to go und Delivery haben.
01:08:54: Da bleibt es ja gleich.
01:08:56: Gibt es noch andere Gastrokonzepte, wo du sagst, also jetzt habe ich zweitens gefunden, dass gut funktioniert.
01:09:00: Aber wenn ich jetzt nochmal neu anfangen würde, habe ich was gesehen, dass das ist eigentlich jetzt vielleicht in der heutigen Zeit noch geiler oder zumindest mal ähnlich gut.
01:09:08: Wenn jetzt jemand zuhört, ich will dem Abend, da kann ich Konkurrenz machen, aber ich brauche eine andere Idee, was wäre die?
01:09:14: Woran ich grundsätzlich gerade glaube, sind eben sehr spezialisierte Konzepte.
01:09:19: Also wenn jemand eine gute Idee hat, dann schreib mir gerne über LinkedIn oder wie auch immer, schaue ich mir gerne mit an, wenn du da jemanden suchst.
01:09:28: Aber Spezialisierung ist Trumpf gerade.
01:09:31: Und dann kann das alles sein.
01:09:34: Das rund um das Schnitzel-Thema.
01:09:35: Ich war in Wien vor zwei Wochen, da gibt es diese Schnitzel-Tempel, wenn ich Montagabend vorbeigelaufen war, eine Schlange von dreißig Metern, an einem Montagabend vor, ich weiß gar nicht, wie der Laden da ist, eine Institution, was Schnitzel angeht.
01:09:49: Du denkst ja immer ... Es ist eigentlich vorbei.
01:09:51: Kaffee hätte ich vor zehn Jahren gesagt, es ist eigentlich längst ausserzählt.
01:09:53: Was soll da noch Neues kommen?
01:09:55: Denn jetzt kommt Lab und Plex und wie sie alle heißen und gehen auch wieder was Neues.
01:09:58: Das ist ja auch die Schönheit an dieser Branche.
01:10:00: Es
01:10:01: geht immer weiter.
01:10:02: Lab-Coffee ist an aller Munde.
01:10:03: Hätte man das nicht auch sehen müssen?
01:10:08: Ja, gute Frage.
01:10:10: Ich habe es definitiv nicht gesehen.
01:10:12: Also, ich glaube ich auch so ein bisschen ein Vorbild.
01:10:14: Blank Street aus New York, London.
01:10:17: Aber ... Ob das am Ende wirklich ein Erfolg wird mit Lab, da bin ich auch noch nicht so ganz überzeugt.
01:10:24: Ja, also es gab natürlich in den letzten Jahren schon auch durch Social Media befeuert viele Konzepte, die sehr steil schnell nach oben gegangen sind.
01:10:34: Und ich frag mich immer, wenn du ein Hype entfachst und dann stehen da Leute fünfzig Meter vor deinem Laden und haben eine riesen Schlange, Dean David hatte nie ein Hype.
01:10:45: Dann kann sie eigentlich nur noch nach unten gehen.
01:10:47: Also du machst auf, dann tust du einen Influencer einladen und der postet das und am nächsten Tag hast du eine Schlange von hundert Metern vorm der Tür.
01:10:54: Und dann komme ich als Gast und stelle mich, also ich nicht, aber andere stellen sich dann vielleicht hundert Meter in die Schlange rein, warten eine Stunde, kriegen dann was zu essen.
01:11:00: Erstens ist die Erwartungshaltung riesig, weil wenn ich eine Stunde draußen warte und es dann nicht gut, dann komme ich eh nicht mehr wieder.
01:11:05: Zweitens.
01:11:06: kannst du ne hundert Meter Schlange, kein Konzept der Welt kann ne hundert Meter Schlange aufrechterhalten.
01:11:10: So, was passiert da?
01:11:11: Dann komm ich drei Monate später, dann ist die hundert Meter Schlange nur noch zwanzig Meter lang oder vielleicht nur noch zehn Meter lang, dann denk ich doch als Gast, hm, warum ist die nicht mehr hundert Meter lang?
01:11:19: Lohnt sich das überhaupt noch, ja?
01:11:20: Also es geht ja eigentlich nach unten, anstatt
01:11:22: nach oben.
01:11:22: Aber bei Lat-Coffee ist ja zumindest das Prinzip, was ich jetzt verstanden habe, dass der Kaffee einfach sehr günstig ist und dass man beobachtet hat, okay, in den ganzen anderen Starbucks und wie sie heißen, das ist die Kaffeepreise teilweise dick gegangen, mega viel Geld für eigentlich nur Kaffee.
01:11:35: Und dann sind die hingegangen, okay, wir machen das mal anders.
01:11:38: Wir nehmen ähnliche Locations, machen die ein bisschen schlichter und machen den Kaffeepreis tiefer.
01:11:43: Und in der heutigen Zeit, alles ein bisschen günstiger, passt ja.
01:11:46: Und das erscheint mir jetzt irgendwie so gesehen total naheliegend eigentlich.
01:11:50: Ist auch total naheliegend.
01:11:51: Was ich natürlich nicht kenne, sind die Economics dahinter so.
01:11:54: Also nur günstiger machen.
01:11:55: Siehe meine Bedwanzen im Bangkok, ist die eine Sache.
01:11:58: Aber günstig machen und auch... erfolgreich damit zu wirtschaften.
01:12:04: Das kann ich gar nicht sagen, ob die das aktuell machen.
01:12:06: Okay, noch was anderes, was du sagst, Schnitzel aus Wien, okay?
01:12:09: Also, gibt eine ganze Reihe an Sachen, die ich gerade ganz spannend finde.
01:12:14: aber jetzt nichts Konkretes.
01:12:15: Also ich wüsste jetzt nicht so, wo ich sage, Mensch, BAM, das ist es.
01:12:18: Wenn ich das wüsste, würde ich es ja wahrscheinlich noch nicht verraten.
01:12:21: Also du würdest ja noch mal selber was operativ machen, wenn du sagst, ich habe dir die richtige, die richtige Sache?
01:12:24: Also aktuell interessiert mich eher zu gründen und junge Leute besser zu machen.
01:12:29: So, das ist jetzt mal worauf ich gerade einfach schaue, ist mit jungen Gründern was zu machen und jetzt nicht alleine wieder bei null zu anfangen.
01:12:36: Aber jetzt bin ich Mittevierzig, also kann sich auch noch mal ändern und vielleicht sage ich mit fünfzig Nummer ich will es noch mal wissen und starte bei null.
01:12:41: Aber die Mittel hast du jetzt aus den Verkäufen.
01:12:44: Das heißt, du bist jetzt, arbeitest du jetzt logischerweise nicht mehr und könntest jetzt auch jedes Jahr Millionen investieren und das bist du ja in die Rente.
01:12:54: Ja, jedes Jahr Millionen investieren wir sich nicht.
01:12:57: Also wenn es natürlich gut investiert ist dann vielleicht schon, ja.
01:13:02: Das Schöne, ich bin jetzt in der Situation im Grunde, ich muss nicht, ich kann, ich darf.
01:13:07: Und das ist natürlich ein wunderschöner Zustand, so mit Mittevierzig zu sagen, einfach sich zurückzulehnen und zu sagen, ich kann wirklich das machen, worauf ich Bock habe und fertig.
01:13:17: Es ist eine unfassbare Freiheit und die genießt ich natürlich auch.
01:13:20: Gastro- oder Hotellerie bleibt ein Ding.
01:13:23: Nicht zwingend würde ich sagen, also da bringe ich natürlich am meisten mehr Wert und finde es auch super spannend, aber ich finde auch andere Themen super spannend.
01:13:30: Sport ist eine große Leidenschaft von mir, auch Mode finde ich spannend.
01:13:35: Long Javity finde ich ein super spannendes Thema gerade.
01:13:37: Da bin ich auch gerade mit einer Start-up in Gesprächen, schaue ich mir morgen in Frankfurt an.
01:13:41: Also es gibt schon eine ganze Reihe an Themen und da muss man natürlich schauen, geht man raus aus seiner Komfortzone, traut man sich auch noch mal in was rein zu gehen, wo man eigentlich noch keinen so großen Plan hat.
01:13:50: Aber im Grunde hat das ja schon mal irgendwie funktioniert.
01:13:52: Ich hatte von Gastronomie auch nicht wirklich eine Ahnung vor zwanzig Jahren.
01:13:55: Also zutrauen würde ich es mir, wenn die Parameter drumherum passen.
01:13:58: Ja, vor allem
01:13:59: was dir halt gelungen ist, das alles zu Bootstrap zu machen.
01:14:02: In der heutigen Gründer-Szene ist das schwierige.
01:14:04: Also, dass du das irgendwie hinbekommen hast.
01:14:07: Da hat dein Partner, er hat Anteile gehabt, aber es ist ja nicht so viel Geld investiert worden.
01:14:11: Oder was würdest du sagen, habt ihr in Summe investiert, in das gesamte Unternehmen, den David?
01:14:19: Das.
01:14:20: Das war überschaubar.
01:14:21: Also, hunderttausend hast du gerade am Anfang?
01:14:23: Ja.
01:14:25: Ja,
01:14:25: also, das ist ja, wenn das gut funktioniert, dann wächst du aus dem Cashflow heraus.
01:14:30: Ja,
01:14:30: das meine ich.
01:14:31: Also, wir sind seit zehntausendelfe oder was waren wir schuldenfrei?
01:14:34: So, sind wir komplett aus dem Cashflow gewachsen?
01:14:36: Und seid ihr immer noch?
01:14:38: Corona haben wir mal Kredite aufnehmen müssen, sonst gäbe es uns nicht mehr.
01:14:41: Aber aktuell sind wir auf einem sehr guten Weg wieder zurück dahin, wo wir vor Corona standen.
01:14:46: Das heißt, Corona hat schon so einen Impact gehabt, dass euch das Millionen gekostet hat?
01:14:49: Ja, absolut.
01:14:52: Ja, beeindruckend.
01:14:53: Also auch erfreulich, wie du das machst, der Energie.
01:14:57: Ich fährt jetzt beim nächsten Mal.
01:14:58: Ich bin ja regelmäßig bei euch irgendwo am Flughafen zu Gast.
01:15:03: Jetzt weiß ich, was ich
01:15:03: mache.
01:15:04: Sehr gut.
01:15:04: Freut mich.
01:15:04: Deswegen sieht es doch so gut aus.
01:15:06: Ja, genau.
01:15:08: Danke.
01:15:09: Danke dir.
01:15:11: Bitte, bitte.
01:15:13: David, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
01:15:15: Drei Hundert Läden.
01:15:16: Ist das das Ziel in den nächsten ein, zwei Jahren?
01:15:19: Ja, vielleicht in die ein, zwei Jahren, aber nix.
01:15:20: In drei, vier Jahren, ja.
01:15:22: Kann man wirklich auch das strukturiert machen, dreißigvierzig Läden im Jahr aufmachen?
01:15:25: Ja.
01:15:26: Wenn die Strukturen schaffen, stehen, kann es auch mehr aufmachen.
01:15:29: Also es gibt Beispiele, Lacken, Koffee da in China.
01:15:31: Ich glaube, die machen irgendwie jedes Jahr ... Fünftausend Läden auf oder was?
01:15:35: Die Struktur muss passen.
01:15:37: Vor die Welle musst du kommen, wie man immer so schön sagt.
01:15:39: Das gelingt nicht immer.
01:15:40: Aber deswegen investieren wir gerade so unfassbar viel in die Struktur, weil wir da hinkommen wollen und wir sind auf einem sehr guten Weg.
01:15:47: Alles klar.
01:15:48: Vielen Dank.
01:15:49: Ciao, ciao.
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