Erst Rocket Internet, dann Meta & Google: Arthur Gerigk (#877)
Shownotes
Arthur Gerigks Lebenslauf liest sich wie ein Who is who der jüngeren Internetgeschichte: Er war Chief Marketing Officer bei Rocket Internet, hat für Wimdu und Zalando gearbeitet und war später als Director und VP bei Meta, Google und Snap. Im Podcast erzählt er, wie es wirklich war, mit Oliver Samwer zu arbeiten, was er aus dem Performance-Kampf mit Airbnb gelernt hat, wie sich Product Management bei Meta und Google unterscheidet, und was bei Snap besser funktioniert als viele denken.
Im OMR Podcast hört ihr dieses Mal eine Folge der neuen Staffel des "OMR Silicon Valley Updates". Host Christian Byza hat sich dazu mit Arthur Gerigk in Kalifornien zur Aufnahme getroffen. Wenn euch das Format gefällt, könnt ihr hier den Kanal abonnieren.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Einer der absolut bestgehörten Podcast hier im Kanal im letzten Jahr war das Gespräch mit Nick Turley von OpenEye.
00:00:05: Das ist nicht ganz so überraschend, aber das Gespräch selber habe gar nicht ich geführt, sondern Christian Bützer, der seit über zehn Jahren im Silicon Valley lebt, aber davor mir hier in Hamburg geholfen hat, OMR aufzubauen.
00:00:16: Er betreibt heute unter anderem mit uns den Podcast OMR Silicon Valley Update.
00:00:20: Und ich habe gleich wieder eine Folge gehört, wo ich dachte, Mensch, die müsste man eigentlich hier im OMR Podcast Kanal nochmal extra zeigen und zwar sein Gespräch mit Arthur Gerig.
00:00:29: Arto Gehrig kenne ich auch noch persönlich aus der frühen Phase, als er mal in Berlin Technikchef von Rocket Internet war.
00:00:35: Und dann ist er ebenfalls gewechselt ins Silicon Valley und hat da eine ganz interessante Laufbahn genommen.
00:00:40: Er war bei Google, war aber auch schon mal bei Meta und ist jetzt einer der wichtigsten Kollegen von Evans Spiegel bei Snap.
00:00:45: Also der hat auf technischer Ebene alle großen Silicon Valley Firmen erlebt, war vorher bei Rocket, ist wirklich ein super Export sozusagen aus Deutschland.
00:00:53: Und was die beiden da beschworen haben, fand ich wirklich interessant.
00:00:55: Deswegen dachte ich mir, wir legen hier nochmal auf, wie die beiden, also Christian Mütze und Artur Gierig so auf die Welt blicken aus dem Silicon Valley.
00:01:01: Auf geht's!
00:01:14: Moin Artur.
00:01:15: Hallo.
00:01:16: Grüß dich.
00:01:17: Ich habe diesmal direkt unter einem Rapid Fire vor anzufangen, weil da so viele Sachen sind interessant sind über dich und das direkt einzuordnen.
00:01:23: Da fangen wir einmal an.
00:01:25: Und zwar die erste Frage.
00:01:26: Wann hast du das erste Mal eine Anzeige bei Google geschaltet?
00:01:29: Das ist eine sehr gute Frage.
00:01:30: Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich schon mal selbst eine Anzeige geschaltet habe.
00:01:34: Also klar, ich habe schon Anzeigen erstellt.
00:01:36: Aber ich hab wirklich etwas, ich bin ja quer eingestiegen sozusagen und hab deswegen, bin nicht selbst irgendwie als Online-Markter aufgewachsen, sondern hab später mich dazu gefunden.
00:01:47: Okay, okay.
00:01:47: Aber sicherlich schon mehr als zehn Jahre.
00:01:49: Ja, das ist schon eine Weile her.
00:01:51: Das muss irgendwann in den Jahrzehnten genießt
00:01:53: sein.
00:01:53: Okay, okay, okay.
00:01:53: Das kann
00:01:54: ich in den Jahrzehnten.
00:01:55: Am meisten Geld, was du je in einem Monat bei Google Ads ausgeben hast, muss ich sagen, bei welcher Firma, aber in den Accounts, in denen du so gearbeitet hast.
00:02:01: Wahrscheinlich so in die zwanzig Millionen im Monat.
00:02:04: Höchstes Geld, was du je bei Kollegen, bei Google, Meta, Snap irgendwie gesehen hast?
00:02:09: Ein höheres zweistätiges Millionen-Gerhalt.
00:02:11: Okay.
00:02:12: Bestes Produkt, was du je geschippt hast?
00:02:14: Das ist ein New Friend Bump bei Messenger.
00:02:17: Okay, bei Facebook?
00:02:19: Ja.
00:02:19: Okay.
00:02:20: Größter Marketing-Hack, der lange funktioniert hat, bis er plötzlich weg war.
00:02:25: Gute Frage.
00:02:26: Es gab eine Zeit, bei der man auf Facebook Anzeigen durch Engagement quasi wussten konnte, dass man mehr ... Views und so weiter bekommen hat ohne zu zahlen.
00:02:37: Und das konnte man quasi auch so provozieren.
00:02:40: Und das wurde aber irgendwann entdeckt auf der anderen Seite und dann hat das nicht funktioniert.
00:02:44: Okay, okay.
00:02:45: Größtes Fuck up deiner Karriere.
00:02:49: Gute Frage.
00:02:50: Da habe ich jetzt keine spontane Antwort.
00:02:53: Vielleicht kommen
00:02:53: wir noch später dazu.
00:02:55: Welche Kennzahl war früher deine heilige KPI, bist du dann heute?
00:03:01: oder auf die du vielleicht heute nicht mehr optimieren würdest?
00:03:04: Ich weiß gar nicht, ob es eine Zahl ist.
00:03:05: Ich glaube eher, sie Frage, wie sehr man überhaupt direkt auf Metriken und Marketingmetriken optimieren sollte.
00:03:11: Und heute vielleicht schaut man viel mehr auf Produkt selbst und weniger auf Marketing.
00:03:16: Okay.
00:03:17: Wenn du noch mal vormundzwanzig wärst, würdest du alles noch mal genauso machen wie jetzt?
00:03:20: Nee, weil ich würde natürlich jetzt deutlich mehr in AI investieren.
00:03:23: Und ja, ich glaube, dass die nächsten Jahre komplett anders sind als damals.
00:03:27: Okay.
00:03:28: Letzte Frage hierzu.
00:03:29: Was kannst du besser als ninety-neinzig Prozent von allen anderen Produktmanagern?
00:03:34: Ich glaube, die technischen Skills und in Daten einsteigen.
00:03:37: Ja, lass uns mal vorne anfangen.
00:03:40: Du hast ja nicht an der WHO studiert, wie die meisten Leute, die so eine Karriere gemacht haben.
00:03:45: wie sie bei dir losgegangen ist und du bist irgendwie an der Theo München aufgewachsen.
00:03:49: Warst du in der Schule früher auch schon so ein Mathe-Mensch irgendwie?
00:03:52: Fünfzehn Punkte Mathe-Abitur oder wie ging das das bei dir?
00:03:55: Ja, also Abitur, würd ich sagen, dann kann man schon so sagen.
00:03:59: Weil ich lustigerweise die siebte Klasse wegen Mathematik wiederholt habe.
00:04:02: Ernsthaft?
00:04:03: Ja.
00:04:04: Also auch Mathematik.
00:04:05: Ja.
00:04:07: Und genau, so vielleicht war es nicht, meinen Lehrern war es euch nicht immer klar, ob mir selbst war es schon immer klar.
00:04:13: Und ich hab auch in der Oberstufe schon Vorlesungen an der Uni Mannheim gehört, in Mathematik.
00:04:18: Und zwar eher die Frage, wie kann ich das ... Was kann man dort machen?
00:04:21: Lange war mir das nicht ganz klar.
00:04:23: Und deswegen bin ich ganz froh, dass ich später die Tech-Welt gefunden hab.
00:04:26: Glaubst
00:04:27: du, das war der Lehrer, über die Schuld vom Lehrer?
00:04:30: Oder hast du die später entwickelt?
00:04:32: Wenn man sitzen bleibt, aber dann eine krasse Karriere macht, gibt's ja auch nicht so häufig.
00:04:36: Ja, ich glaub, es gibt's häufiger, als man denkt.
00:04:39: Ich denk ein bisschen die Richtung, dass wenn man nicht so ... nicht aufpasst und sich schnell langweilt, dann wird man eben schnell, ja, also so als Problemfall gekennzeichnet.
00:04:52: Und ich glaub, in den USA, in anderen USA, versucht man, wie kann man den besten Talenten helfen und fördern?
00:04:58: In Deutschland hatte ich das Gefühl, es eher, man muss in die Norm reinpassen und sich so verhalten wie alle anderen auch und hat den gleichen Unterricht wie alle anderen auch und so weiter.
00:05:07: Und dann ist es ein bisschen schwieriger.
00:05:09: Und gab es da mal schon irgendeine Inspiration, dass man gesagt hat, okay, ich geh jetzt auf jeden Fall in den München an die Uni oder, ich meine, wenn du schon vorher irgendwie in Mannheim, da irgendwelche Vorlesungen genommen hast, das war ja, also ich erinnere mich noch, ich hatte überlegt, mein Mannheim BWL zu studieren, aber der NC war irgendwie bei ... null oder so.
00:05:22: Und das war für mich auch leider sehr, sehr weit weg.
00:05:25: Aber gab es da irgendeine Inspiration schon so early on, dass du gesagt hast, ich will auf jeden Fall eine gute Uni?
00:05:29: Nee, gab es nicht.
00:05:30: Also ich hab, lustigerweise, ich hab den Bachelor in der TU Darmstadt gemacht.
00:05:34: Und da gab es einen Studiengang auf Englisch.
00:05:37: Und das dritte Jahr im Ausland.
00:05:38: Und ich hatte auch belegt, ob ich Englisch studiere.
00:05:41: Das war durch meine Eltern.
00:05:43: Und dann hab ich gedacht, okay, ich kann auf Englisch studieren und trotzdem Mathe machen.
00:05:49: Und das ein Jahr im Ausland verbringen, was mir sehr wichtig war damals.
00:05:52: Und dann hab ich so das mir ausgesucht.
00:05:55: Und wo bist du dahin gegangen?
00:05:57: Im Ausland?
00:05:58: Nach Brasilien.
00:05:58: Ah, okay.
00:05:59: Ich hab mich nicht gefragt, weil du bist nach der Uni auch wieder nach Brasilien gegangen.
00:06:03: Ja.
00:06:04: Wahrscheinlich wegen der Verbindung, weil es dir gefallen hat, oder?
00:06:06: Ja, genau.
00:06:07: Mein später war das so, dass mein Mitbewohner in Brasilien war der Gründer von Groupon Brasilien.
00:06:13: Von dem Rocketclone.
00:06:15: Genau, der hat mich dann angerufen und gesagt, komm doch mit nach Brasilien.
00:06:19: Dann sind wir nach Brasilien geflogen und haben den Grouponclone aufgemacht.
00:06:22: Okay.
00:06:23: Und wie bist du dazu gekommen?
00:06:24: Also, ich meine, hattest du schon so einen Fokus auf Berlin?
00:06:27: Hast du andere Gründer kennengelernt?
00:06:29: Das war ja so eine Phase, wenn wir sprechen irgendwie von zwei Tausend neunzehn, irgendwie sowas, ne?
00:06:34: Also, wie kommt man dazu dann?
00:06:36: Barocked anzufangen, irgendwie in dem Puss system.
00:06:38: Jetzt war, wie gesagt, durch den Brasilienaufenthalt.
00:06:40: Also, ich hatte nie von Rocket gehört.
00:06:43: Und ich weiß auch noch, mir hat der Felix Schäufelern, der Gründer von Brasilien, hatte mich dann angerufen und gesagt, du kriegst auch ein Praktikumszeug von Rocket Internet, wenn du willst.
00:06:51: Und dann gesagt, was ist Rocket Internet?
00:06:54: Ich hatte gar keinen Bezug dazu.
00:06:55: Und für mich war es einfach okay.
00:06:57: Ich wusste, dass ich nicht, ich hab damals, als er angerufen hat, saß ich in so einem Trading Floor und hab da, hab ich gearbeitet, mein Master thesis geschrieben.
00:07:06: Und ich hab irgendwie gedacht, ich will hier nicht, also ich kann mich hier nicht sehen in zehn Jahren.
00:07:12: Und dann hat er angerufen und gesagt, okay, machen wir hier Groupon und so weiter.
00:07:16: Und ich hab keine Ahnung, ob was drum ging.
00:07:18: Und hab ich gefragt, zahlst du den Flug und hast eine Unterkunft, der gesagt, ja.
00:07:22: Und dann auch später saß ich in einem Flieger mit ihm nach Sao Paulo.
00:07:25: Und dann waren die ersten beiden Leute da vor Ort?
00:07:27: Also, wir waren, da waren schon ein paar Leute, also der Oliverus-Kopf von Rockinternet, der war schon da und hatte so ein paar Sales-Leute irgendwie gefunden.
00:07:35: Aber sonst quasi, ja, wir sind mit den ersten Leuten gewesen vor Ort.
00:07:40: Ich frag mich immer, wie man das dann so startet.
00:07:42: Ich mein, du kennst ja ... Du hast vielleicht studiert, aber du kennst nicht in der Kultur, du hast kein Netzwerk.
00:07:47: Das war diese typische Rocketgeschichte.
00:07:49: Man geht halt in jedes Land der Welt und rollt halt ... Was war das, wenn man noch Baby, Nahrung, Tierfutter, Gruppon-Kram.
00:07:59: Es gab so fünf, sechs Möbel, was die alles so gemacht haben.
00:08:01: Ich hab mich gefragt, wie ging das am Anfang los?
00:08:04: Also wenn man, ich fand das, ja.
00:08:06: Also es ist ja alles ein bisschen pre-linked in noch und pre-alles.
00:08:09: Also was waren die ersten Wochen?
00:08:11: Ja, also im Anfang war's sales.
00:08:13: Ich weiß noch, ich bin mit einem, also... Vertrag in der Hand irgendwie zu einem Spa gefahren.
00:08:20: Und hab dann irgendwie zwei Stunden lang mit dem Spa-Besitzer gesprochen darüber und versucht zu überzeugen.
00:08:24: Aber sprichst
00:08:25: du Portugiesisch?
00:08:26: Ich spreche Portugiesisch, ja.
00:08:27: Ich hab ja in ein Jahr in Brasilien studiert.
00:08:30: Okay, okay.
00:08:31: Deswegen war das war natürlich
00:08:32: okay.
00:08:32: Genau, so kam das.
00:08:33: Deswegen hat auch Felix mich angerufen, weil er hat überlegt, wen kenn ich eigentlich, der Portugiesisch spricht.
00:08:38: Und irgendwie, ich hatte auch mit Mathe und Formatik irgendwie so ein Hintergrund, der irgendwie zu Deck gefasst
00:08:44: hat.
00:08:46: Genau, ich hab am Anfang Vertrieb gemacht.
00:08:48: Ja.
00:08:49: Und ja.
00:08:49: Ich hab auch den ersten Spadeal abgeschlossen für Groupen Brasilien.
00:08:53: Okay, okay.
00:08:54: Und ich meine, wie ist denn da das Ziel gewesen?
00:08:57: Hast du gesagt, ich mach das jetzt irgendwie für drei Monate, sechs Monate oder so, dann bist du ja irgendwie, was hab ich da gesehen, vorher warst du erst mal Business Development, also Sales, dann bist du direkt VP geworden und so, das ging ja wahrscheinlich auch alles, es war ja so ein Rocketchip halt, ne?
00:09:09: Also das ging ja wahrscheinlich unfassbar, wie viele Leute sind dann da gewesen, als du gegangen bist?
00:09:14: Es war schon, glaub ich, tausendfünfhundert ungefähr, nach einem Jahr.
00:09:18: Und es war unglaublich, also ich glaube, jetzt spricht mir irgendwie darüber, wie verrückt ist die AI-Firmen so schnell Revenue skalieren.
00:09:24: Das war bei Groupon genauso.
00:09:25: Also Groupon, der Wachstum war Wahnsinn.
00:09:29: Aber was habt ihr da so als Key-Unlocks gehabt?
00:09:31: Weil ich erinnere mich in Deutschland, als das losging, da waren ja diese berühmten Starbucks-Karten, da hat dann irgendwie, und die Sammler über seine Kreditkarte, also so sehr die Geschichten irgendwelche Starbucks-Fünf-Euro-Gutscheine gekauft und hat die dann irgendwie... Billiger.
00:09:45: Wie war das nochmal?
00:09:46: Zehn Euro Gutschein-Karten für fünf Euro verkauft oder so?
00:09:48: Wo jeder natürlich gesagt ja No-Brain, da mach ich halt zehn mal.
00:09:52: Da gab's ja kein Star-Wax in Brasilien wahrscheinlich.
00:09:54: Gute Frage.
00:09:54: Vielleicht gab's schon Star-Wax, bin gar nicht sicher.
00:09:56: Also inzwischen gibt's es schon.
00:09:59: Aber in Brasilien ist es einfacher gewesen als in Deutschland.
00:10:01: Die Margen sind viel höher.
00:10:03: Das heißt, du konntest als Restaurantsitzer fünfzig Prozent Discount anbieten.
00:10:07: Davon von den fünfzig Euro, die jetzt auch zahlt, ist halt hundert.
00:10:10: Also natürlich zahlt es keine fünfzig Euro.
00:10:11: Aber bei den fünfzig-hundert, die du zahlst, fünfzwanzig gehen wiederum an Groupon.
00:10:15: Das heißt, du kriegst nur fünfzwanzig Prozent vom Grossbetrag.
00:10:21: Ja.
00:10:22: Und die machen trotzdem Gewinn dort.
00:10:24: Also ein deutscher Gastronom könnte das niemals profitabel verkaufen, aber ein Brasilianer eben schon.
00:10:28: Das heißt, wir hatten ständig richtig bekannte Restaurants, bekannte Spars und so weiter, die fünfzig Prozent aufgegeben haben.
00:10:35: Ja.
00:10:36: Und ja.
00:10:37: Also die waren zufrieden, Groupon hat die Hälfte vom Betrag bekommen, war zufrieden.
00:10:42: Also das war einfach relativ einfach im Vergleich zu Deutschland, was die Margen angeht.
00:10:46: Was sind da so Key-Learnings, die du hattest?
00:10:48: Also ich mein, du bist ja später ins Produkt eingestiegen, aber damals war es ja eher so im Sales und so.
00:10:53: Hast du da irgendwas mitgenommen, so an Sachen, die gut funktionieren, die du später wiederholen konntest?
00:10:58: Ja, also ich glaube, eine Sache ist, also was ist das Produkt?
00:11:00: Also bei Groupon behaupt ich, Das Produkt ist weniger die Webseite, sondern das Produkt ist der Deal.
00:11:05: Und das in der Fokus auf die Deals war einfach extrem wichtig.
00:11:08: Und alles andere war irgendwie so Ducktape.
00:11:11: Also es war wirklich, man hat das Gefühl, dass alles unprofessionell war und alles schlecht organisiert und so weiter.
00:11:15: Aber es war egal, solange eben die guten Deals reinkommen.
00:11:19: Und ja, das war schon beeindruckend, wie das funktioniert hat.
00:11:22: Und wieso bist du dann wieder zurückgegangen?
00:11:24: Ich hab das irgendwie, also es war, ich hatte auch in den ganzen ersten zwei Monaten nicht da war.
00:11:30: hatte ich kein Gehalt bekommen, was ja als Student nicht so cool ist.
00:11:33: So ist
00:11:33: das den Flug bezahlen.
00:11:35: Der Flug wurde bezahlt.
00:11:36: Genau, die Unterkunft.
00:11:37: Aber es war damals der Umrechnungskurs ziemlich schlecht.
00:11:41: Also irgendwie eins zu zwei.
00:11:43: Und es war richtig teuer.
00:11:44: Als Student war das wahnsinnig teuer.
00:11:46: Und ich sollte auch bezahlt werden, aber das Gehalt kam nicht an.
00:11:48: Irgendwie Rocket oder Groupon geben war, ich weiß gar nicht, wer mich bezahlen soll.
00:11:52: Ich glaub, es war Rocket.
00:11:52: Die haben mir einfach das Gehalt nicht überwiesen.
00:11:55: Und ich war Student und ich hab bei meiner Maß ist dieses unterbrochen.
00:11:58: Dann dachte ich irgendwie, das ist mir alles zu verrückt.
00:12:01: Und ich gehe jetzt noch mal zurück und schreibe meine Thesis fertig.
00:12:03: Und dann habe ich quasi noch neben meiner Thesis dann quasi remote weitergearbeitet.
00:12:09: Also ich habe so ein paar Tools damals programmiert für Groupon.
00:12:13: Und genau, und während dieser Zeit wurde ich eben bearbeitet, dass ich zurückgehen sollte.
00:12:18: Und dann verschiedene Sachen.
00:12:20: Also Oli hat immer wieder angerufen und irgendwie hier ... Ich sollte quasi Zalando Indien gründen.
00:12:26: Ich sollte Zalando Brasilien mitgründen.
00:12:29: Und dann irgendwann wurde es wieder Groupon.
00:12:30: Und ja, am Ende bin ich dann... Ich hab die abgegeben, bin nach Brasilien geflogen.
00:12:36: Und dann quasi von Brasilien musste ich noch mal zurückfliegen, um die noch zu verteidigen.
00:12:40: Und dann für zwei Stunden war ich in München mit dem Flieger zurückgeflogen.
00:12:44: Olli ist Mann-Date, Olli Samweber, den besprechen wir hier.
00:12:48: Das ist sicher eine krasse Phase gewesen.
00:12:50: Du bist aber trotzdem zurück nach Berlin gegangen.
00:12:53: Und hast dann da eine neue Firma mitgegründet, Wimdu, kennt man ja auch sehr bekannt.
00:12:59: Wie kam das dazu?
00:13:00: War das so eine Sache, wo du sagst, da hast du mit eine Idee und du warst den Co-Founder?
00:13:03: Oder war das auch so eine, Olli sucht sich die coolsten Leute zusammen und jetzt startet das mal?
00:13:08: Ja, genau.
00:13:09: Olli hat quasi gesagt, er hat jetzt ein besseres Modell, was auch recht, also er hatte sehr früh gesehen, dass er ein besseres Businessmodell ist als Groupon.
00:13:17: Und hat eben sich ein Team zusammengesucht dafür.
00:13:20: Und genau, sich wurde ... Christian weiß, glaube ich, der mich zuerst angesprochen hatte damals.
00:13:28: Und ja, dann habe ich irgendwie, wenn ich dazu gekommen ist, dann dort wieder einzusteigen.
00:13:33: Und das war ja damals so eine Phase, man kann heute ja ein bisschen drüber lesen auch überall.
00:13:38: Aber das war ja so ein Ding, da war es mir eigentlich so richtig gründer gewesen, weil man, das wurde einfach so ein bisschen vodecliniert, jeder hat da irgendwie zwei, drei Prozent gekriegt und dann ... Das war eigentlich alles so unter diesem Rocket Mantel.
00:13:48: Aber es fühlte sich trotzdem, dass du an, als ob es eure Gründung war und ihr konntet da wirklich machen, was ihr wollte.
00:13:53: oder das war eher so angestellter Gründer?
00:13:55: Nein, ich würde sagen schon angestellter Gründer.
00:13:56: Also ich weiß auch gar nicht, wie viele Co-Founders da gab.
00:13:58: Also es war, Titel sind billig, also man hat gerne große Titel rausgegeben und Verantwortung in Sinne von wie es ein wirklicher Gründer hat man da nicht.
00:14:08: Also... ist es trotzdem viel mehr Verantwortung als bei jedem anderen Job, den er haben kann in dem Alter oder in der Buchserfahrung natürlich.
00:14:15: Das war schon ein Wahnsinn.
00:14:17: Auch sehr viel gelernt trotzdem.
00:14:19: Aber es ist nicht vergleichbar mit einer echten Gründung.
00:14:22: Und ich mein, der Laden hat, glaub ich, irgendwie neunzig Millionen Dollar gereist oder so, ne?
00:14:25: Ich mein, das war ja zu der Zeit in Deutschland, also wenn man das jetzt selbst heute vergleicht, sind neunzig Millionen für eine deutsche Gründung ja extrem viel.
00:14:34: Wie ging das da los?
00:14:35: Hat man dann auch so ... Also ich meine, ihr habt viel Geld bei Google wahrscheinlich auszugeben und Anzeigen geschaltet und so.
00:14:41: Was war da denn eine Aufgabe?
00:14:42: Ja, es war abstrakt gesehen einfach, wie schafft man es, mehr Buchungen zu bekommen.
00:14:46: Und wir haben auch wirklich alles versucht.
00:14:48: Ich glaube, ich sollte eine Zeit lang wie mit PR versuchen, Buchungen zu bekommen, weil man wie gehört hat, dass Airbnb mit PR erfolgreich ist.
00:14:56: Wir haben da, was es ist, da gab es damals so einen Blog, es ist Travelettes.
00:14:59: Und hab ich mit denen verhandelt, dass die über Wimdu schreiben.
00:15:03: Wir hatten eine Ersten-Influencer-Buchung.
00:15:05: Da haben wir die Scherbe.
00:15:06: Letz kamen an und sagten, ich glaub, das ist der William Gonzalez-Oxen-Knecht und seine Freundin Bonnie Strange.
00:15:13: Ja.
00:15:13: Und dann war's irgendwie, die wollen nach Paris.
00:15:15: Und wenn wir denen eine Wohnung kostenlos geben, dann schreiben sie quasi, gibt's Artikel darüber, wie sie nach Paris reisen.
00:15:22: Da hab ich keine Ahnung.
00:15:23: Ich glaub, ich hab Bilder darüber geschrieben.
00:15:25: Irgendwas.
00:15:26: Wir haben alles möglich versucht.
00:15:27: Es gab noch einen Pitch.
00:15:29: dass Paris Hilton eine Kampagne macht und sagt, Hilton war gestern, heute schlafe ich bei Paris, die wollte irgendwie eine Million Dollar dafür haben.
00:15:38: Natürlich haben wir neunzig Millionen Rays, dann sind alle Preise recht hoch, haben wir da nicht natürlich auch nicht gemacht.
00:15:44: Aber im Nachhinein, das Geld wurde nie gut investiert, die neunzig, hätte man auch mal versuchen können, was dabei rauskommt.
00:15:49: Aber das war damals auch in der Rocket-Kultur quasi ... Ganz weit weg, also zu sagen, ich würde irgendwie in Paris Hilton oder in Influenz investieren.
00:15:59: Ja, was ich mir damals überhaupt nicht denke.
00:16:01: Es war alles okay, Attribution Model.
00:16:03: Und hier irgendwie, vierzig, zwanzig, vierzig, wie kann man die Klicks attribuieren?
00:16:08: Und alles andere war, wollt man nicht machen.
00:16:10: Ja.
00:16:11: Und also gibt man eine Million aus für Buchungen, die nicht konvertieren?
00:16:16: bei SCM, ja.
00:16:17: Aber anders konnte man damals noch nicht Geld ausgeben.
00:16:19: Ja, interessant.
00:16:20: Und Sven, du hast ja sehr eng damit, Oliver Sammer zusammen.
00:16:23: gearbeitet und es gibt ja viele so Stories, über die man was hört.
00:16:26: Gibt's da irgendeine witzige Geschichte, die du teilen kannst?
00:16:31: Ich weiß es nicht.
00:16:32: Ich glaub, da gibt's schon genügend Geschichten mit ihm.
00:16:36: Vielleicht, bei Groupon, mich erinnere, war ein Gespräch, da hat er irgendwie gesagt, wir sprechen, also eine E-Mail geschrieben, wir sprechen in die Uhrzeit, dann haben wir noch geantwortet.
00:16:45: Das ist irgendwie um drei Uhr nachts bei uns oder um vier Uhr nachts, ich weiß nicht mehr.
00:16:50: Dann kam keine Antwort mehr.
00:16:51: Man weiß, wir mussten um die Uhrzeit einen Call einwählen.
00:16:54: War er in der Wach und auch in Deutschland?
00:16:56: Oder war er in einer Zeitwunde, wann weiß es nicht?
00:16:58: Man
00:16:58: weiß nicht, wo er ist.
00:16:59: Er war
00:16:59: für so Pre-Video-Call wahrscheinlich.
00:17:01: Genau, es war Pre-Video-Call.
00:17:02: Er war ständig immer in der Welt rumgereist.
00:17:04: Er hätte in Japan sein können oder in Deutschland.
00:17:08: Das weiß man einfach nicht mehr.
00:17:10: Und ich weiß noch, ich hatte versucht
00:17:13: ...
00:17:14: Ich hatte ein Newsletter.
00:17:15: Und ... dann deal irgendwie in eine andere Position im Nüsse mit reinzubringen.
00:17:20: Und dann hat er richtig sauer gesagt, Herr Artur, Herr Artur, du verstehst das nicht.
00:17:31: Und dann hat er tatsächlich irgendwie, ein Tag später kam eine E-Mail und hat dann so approved, dass wir den... den Deal da umsetzen und nie machen die Komplexität zu hoch, dass man da quasi in dem Newsletter-Tool das so verändert, nur für Brasilien.
00:17:48: Und da fand ich interessant, weil einfach, er hat wahrscheinlich irgendwie dreißig Firmen gehabt und dann auch mal in den dreißig Firmen irgendwie jeweils zehn plus Länder und er hat trotzdem irgendwie darüber sprechen können, wie ist die Positionierung des Layout vom Newsletter.
00:18:02: Wahnsinn, das ist so ein bisschen Toundermode heute, was jetzt wieder so umhergeht.
00:18:06: Also, dass man so eng an so einem Detail dran ist, ist ja eigentlich verrückt.
00:18:10: Also, hatte man da auch das Gefühl, dass er ständig so übereim gekreist ist, dass man, dass er so ein Angstfigur regelgerecht ist, weil er ja alles mitbekommt, oder wie war das?
00:18:17: Ja, er war wirklich in Detail drin.
00:18:20: Also, diese Fondermaut passt für mich sehr gut zu ihm.
00:18:23: Und, ja, das glaube ich, war damals noch ... Exotischer vielleicht, wenn man dachte auch Microwandering und so weiter.
00:18:31: Heute ist es viel mehr Mainstream, auch gerade im Verdi, dass man als Founder eben wirklich detailobsessed ist und bei all diese kleinen Dinge noch mit reinschaut.
00:18:38: Und danach denkt es ja auch also bei Groupon, was ist die Nummer eins, der Nummer eins Kontaktpunkt eines Endnutzers mit der Marke, ist der Newsleiter.
00:18:46: Also quasi deswegen, wie sieht es aus, wie wird kommuniziert und welche Komplexität habe ich im System, um das auszuspielen?
00:18:53: Ist extrem wichtig.
00:18:54: Und es klingt erst mal nur unwichtig, dass der CEO irgendwie sich um Newsletter zu kümmert.
00:19:00: Aber eigentlich war es genau richtig.
00:19:01: Ja,
00:19:02: wenn du so auf diese Zeit zurückdenkst, gibst du irgendwas Besonderes, was du noch so gelernt hast von ihm?
00:19:07: Also ich meine, so eine Detailverdiebtheit ist wahrscheinlich ja nicht ganz verkehrt, aber gibst du noch irgendwelche andere Sachen?
00:19:10: Immer die Geschichten, die man so kennt, sind das, was ich so gehört habe oder auch mal mitbekommen hab.
00:19:14: Dann geht der irgendwo rein und dann sagt er, ja, aber hier ist auch gar kein Platz, mehr der Raum ist voll und dann geht der rein und nimmt seine Hand und schmeißt alle Computer auf dem Tisch und sagt, wieso ist doch Platz?
00:19:23: Also, das sind ja auch so ein bisschen diese Cholärik auf der anderen Seite.
00:19:26: Aber gibt es da irgendwie positive Sachen, die du da mitgenommen hast?
00:19:29: Ja, auf jeden Fall.
00:19:30: Also, ich hab einmal, was offensichtlich ist, einfach, dass man jungen Leuten deutlich mehr Verantwortung gibt, als irgendwie rational vertretbar ist.
00:19:38: Und dass man irgendwie trotzdem es schafft, sich damit zurechtzukommen.
00:19:42: Also, ich glaub, da muss er auch irgendwie ein gewisses Talent haben, die richtigen Leute auszusuchen oder schnell einschätzen zu können.
00:19:46: Klar, viele funktionieren nicht, aber auch viele haben dann im Ende funktioniert.
00:19:50: Wenn das andere ist, kam viel später, wo ich nachgedacht hab.
00:19:55: Damals waren viele Leute sauer auf ihn, wenn man sich jemanden beschwert hat.
00:19:58: Ich hab gesagt, der Christian, das ist ja schrecklich, was der hier macht.
00:20:02: Und Oli, guck doch mal, das kann nicht sein.
00:20:05: Wenn du so eine E-Mail schreibst, hat er die sofort weitergeleitet.
00:20:08: Und ich zzehe gesetzt und sag, ihr beide sprechen jetzt darüber.
00:20:13: Damals war das Verhalten so, haben die Leute kritisiert und gedacht, Das geht ja nicht.
00:20:18: Man kann ja gar nicht im Vertrauen mit ihm sprechen.
00:20:22: Aber wenn ich jetzt so schaue bei anderen Firmen später, wenn man es nicht macht, dann kommt eben so eine Kultur, dass die Leute alle hinterm Rücken reden.
00:20:30: Und deswegen, ich zurückdenke, es ist ein ziemlich schlauer Taktik ist, dass man da versorgt, dass die Leute offen über Probleme sprechen und nicht hinterm Rücken die ganze Zeit in Panen gesprochen wird.
00:20:41: Wenn ich jetzt zurückdenke, so was finde ich viel besser, wenn man über die Kultur setzt, als dass man ... den Leuten quasi den Vertrauensraum gibt, wie es positiv klingt, aber der dann so führt, dass ständig gelästert wird.
00:20:53: Ja, das erinnert mich an auch einfach ans private Leben.
00:20:57: Wenn man Sachen immer nur runter schluckt oder mit anderen Leuten darüber redet, aber nicht mit der Person selber, dann führt nachher irgendeine kleine Dummheit zu irgendeiner Riesenexplosion.
00:21:06: Aber wenn das einfach von Anfang an direkt angesprochen wird, dann kann man das auch vielleicht einfacher lösen.
00:21:11: Ja, das ist echt gutes Learning.
00:21:12: Ich will nochmal ganz kurz verstehen bei ... Bei Wimdu, weil das war natürlich damals dieser Wettbewerb mit Airbnb.
00:21:18: Und Airbnb kommt ja noch nie aus San Francisco.
00:21:20: Und wie wir das damals wahrgenommen haben, also ich hab damals bei Fischen von Tier gearbeitet, das war so der Bit Management Technologie-Dienstleister unter anderem für Wimdu.
00:21:28: Und das war immer so, ja, boah, die geben ja so viel Geld aus, aber irgendwie dann Airbnb hat irgendwie Postkarten in jeden Briefkasten gesteckt und haben es irgendwie geschafft auf eine andere Art und Weise dann zu wachsen.
00:21:38: Hattet ihr ... dass auch so als den krassen Wettbewerber im Blick?
00:21:42: habt ihr eigentlich gesagt, wir gehen sowieso in andere Länder und eigentlich ist das egal.
00:21:46: Wemdu war auch irgendwann mal größer als Airbnb sogar, also von der Nutzeranzahl, oder war das nie der Fall?
00:21:51: Ich
00:21:52: meine nicht.
00:21:52: Also ich glaube, zumindest nicht so, dass es irgendwie relevant gewesen wäre.
00:21:56: Also immer die Frage war, keine Ahnung, vielleicht hat jemand kreativ die Nutzer gezählt.
00:21:59: Ich glaube, Erbemir hat sich einfach auf die wichtigeren Dinge konzentriert.
00:22:05: Und am Ende, wenn man über Groupon sagt, was wichtigste ist, bei Groupon waren die Deals und bei Airbnb sind das die Apartments.
00:22:11: Und was anders ist bei den Modellen ist, dass Airbnb hat Netzwerkeffekte.
00:22:16: Das heißt, wenn ich als Airbnb in New York und in London tausend Apartments habe, dann helfen die tausend Apartments allen Länder auf der Welt, was die Konsumenten angeht.
00:22:25: Bei Groupon ist es nicht der Fall.
00:22:26: Groupon kann ich in New York einen Deal holen, das hilft den Leuten zur Apollo nicht.
00:22:29: Und das war einfach ein Riesenvorteil für Airbnb.
00:22:33: Und die haben dann auch diese Community der Host sich sehr gekümmert.
00:22:36: Und jetzt ist es so, wenn ich als Host sage, ich melde jetzt auch noch eine zweite Plattform, dann muss ich die synchronisieren.
00:22:44: Das ist Arbeit.
00:22:45: Und wenn ich nicht direkt einen Haufen Buchung bekomme, warum mache ich das?
00:22:49: Also einfach, wenn du da der First Mover bist und schon eine gewisse kritische Masse hast, ist es sehr schwierig aufzuholen.
00:22:56: Und ja, ich glaube, so die Marketing ... war einfach ein sehr schwieriges Modell, das mit Marketing zu lösen.
00:23:03: Einfach, weil niemand nach, also Google ist gut, wenn man schon weiß, was man möchte.
00:23:08: Und keiner wusste, dass Airbnb der Wimdu existieren.
00:23:11: Und die Leute nach Reisen suchen, die suchen eben nicht nach dem Modell.
00:23:15: Also das war einfach kein guter Kanal dafür.
00:23:17: Und Facebook damals gab's ja noch nicht so, also Facebook Ads, die funktionieren.
00:23:21: Das heißt so, Intent Generation, konnte man einfach noch nicht lösen online.
00:23:27: Aber ich meine, war dann irgendwann klar, okay, jetzt ist das Rennen vorbei, das Geld ist alle?
00:23:32: Oder war es schon viel früher klar, dass man es eigentlich nicht gewinnen kann und wurden die guten Leute von Olli wieder auf andere Firmen verteilt?
00:23:37: Oder wie war das so?
00:23:38: Ja, also ich hab schon, ich hab aktiv verteilt, ist vielleicht zu viel gesagt, aber man hat schon gemerkt, dass Leute andere Dinge machen.
00:23:45: Und also das Geld wurde nie ausgegeben.
00:23:47: Ich glaube, es war noch sehr lange nach meiner Zeit, war noch sehr viel Geld übrig.
00:23:51: Man wusste also, glaube ich nicht, wie man das Geld ausgeben sollte, in einer Weise, die irgendwie Sinn ergibt.
00:23:58: Also ich hab's vielleicht so früh gemerkt, im Sinne von, wie viel bekommt man mit von Oli?
00:24:02: Also er ist ja so, dass er sich immer darauf fokussiert, was irgendwie am meisten Geld bringt.
00:24:07: Und seine Zeit, bei wem?
00:24:09: du ging eben sehr schnell zurück, dann war er mir klar, okay, wenn man keine Aufmerksamkeit hat, dann kann es nicht sein, dass es hier gerade in die richtige Richtung geht aus der Makro-Perspektive.
00:24:19: Ja, und ich bin ja dann auch relativ früh gegangen.
00:24:22: Ja, und dann hast du gesagt, du gründest was Eigenes, aber das war dann eine richtige Gründung, weil du gesagt hast, ich mach's nicht unterhalb von Rocket, sondern ihr macht was Eigenes.
00:24:31: Delta Method hieß die Firma.
00:24:34: Wie kamst du dazu?
00:24:35: Hast du dann irgendwie gesessen und gesagt, okay, ich will jetzt mal irgendwie hundert Ideen durchgehen, oder mit Elias und seinem Bruder habt ihr das was hergemacht, ne?
00:24:44: Oder habt ihr euch irgendwie zusammengesetzt, oder wie ging das los?
00:24:48: Ja, es ging los.
00:24:49: Elias hat damals schon mit mehren Rocketfirmen gearbeitet.
00:24:53: Und bei Meagings los ist ich dann, es war sie von Oli, wurde ich zu anderen Rocketfirmen geschickt.
00:24:58: Und ich musste dann quasi sagen, Anfangszeichen tagsüber bei Wimdu arbeiten und abends dann irgendwie bei West Wing oder bei irgendwelchen
00:25:05: anderen
00:25:07: Ecom-Firmen.
00:25:08: Ich hatte mir bei Wimdu nebenher selbst Python beigebracht.
00:25:14: Also Pandas ist das Framework und hat so ein paar Report-Automatisierung geschrieben.
00:25:19: Und dann war irgendwie, als ihr mit Elias gesprochen habt, war klar, eigentlich die Sachen, die wir beide gerade machen, die sind eben nicht nur für Wimdu oder für ein paar Rocketfirmen relevant, sondern für ganz viele.
00:25:30: Und gleichzeitig werden wir von Oli auch nicht so bezahlt, wie was wir da an Wertstiften für die Gruppe.
00:25:36: Und dann war eben die Idee, lasst uns einfach rausgehen und das dann den gleichen Service einfach zurückverkaufen.
00:25:41: Und genau, das war so die ... die Geschichte.
00:25:44: Das war eine sehr schöne Geschichte, an der ich sehr nah dran war, weil wir haben immer das Bitmanagement gemacht, der Delta Method war das Tool, um die ganzen Keywords zu optimieren und wir haben damals aber mit Elias hat ganz viel Zeit verbracht, der war mal bei uns im Büro und wir waren mal bei euch im Büro, aber wir haben uns damals nie kennengelernt.
00:25:57: Deswegen habe ich das immer sehr eng mitbekommen, wie er wirklich dann eigentlich so das Default Tool wurde.
00:26:02: Also ich habe der wahrscheinlich gar keinen Vertrieb machen müssen, sondern es wurde einfach so, okay, Efficient von Tier für Bitmanagement, Delta Method für Keyword Generation und weiß ich, was man auch so für Tools hatte.
00:26:13: Wie ist das gewachsen?
00:26:13: War das dann auch so direkt irgendwie ein, zwei, fünf Millionen AHA?
00:26:17: Oder wie kann man sich das vorstellen?
00:26:18: Ja, also, ich kann gar nicht mehr die Zahlen zu lange her, nicht gar nicht mehr so viel sagen.
00:26:24: Aber ja, wir hatten irgendwie auch dann schnell, also über Project A die Firmen bekommen, dann die Otto-Gruppe hatten wir, wir hatten Eventim als Kunden.
00:26:32: Also es ging dann auch relativ schnell, dass man irgendwie, irgendwer kennt, irgendwen und man wurde dann eben weiter empfohlen.
00:26:39: Aber trotzdem hat man so das Gefühl, das ist jetzt eine profitable Firma und da wird was ganz Großes draus.
00:26:45: Oder wie war das?
00:26:46: Ich mein, heute, wie du schon gesagt hast, es gibt jetzt diese Eifirmen, die irgendwie explodieren und das heißt auch, die machen eine Million Euro Umsatz nach einem halben Jahr.
00:26:54: So wie ich das in der Rinderung habe, und das ist halt jetzt auch fünfzehn Jahre her, oder dreizehn Jahr.
00:26:59: Aber ich hatte so das Gefühl bei der Delta-Methode, da geht es richtig ab.
00:27:03: Ja, also es hat sich teilweise schon gut angefühlt.
00:27:05: Ich glaube, was verschiedene Phasen waren, Also, ich hab früh gemerkt, dass die Investoren das nicht verstanden haben.
00:27:12: Und irgendwie auch versucht haben, wieder mit reinzureden, mit Dingen, die keinen Sinn ergeben.
00:27:17: Auch selbst, ja.
00:27:20: Uns wurden auch so sehr teure Freelancer von Project A aufgeschwetzt.
00:27:23: Und das sieht sich nicht, wie die Leute nicht gut waren, sondern einfach zu der Geschwindigkeit und der Art der Firma aus meiner Sicht nicht so gut gepasst.
00:27:31: Und ja, und ich hab dann für mich was relativ bald klar, dass es natürlich ein gutes Business ist.
00:27:39: Aber es wird jetzt nicht irgendwie das nächste Adobe, ne?
00:27:43: Und ja, so war das quasi bei mir, dass ich dann irgendwann überlegt hab, sind meine Fähigkeiten, das ist der Hebel für meine Fähigkeiten wirklich in dem Set-up der Beste.
00:27:55: Die Firma wurde dann jetzt im Jahr zwei Tausend Sechzehn von Crealytics übernommen.
00:27:58: War das für dich ein guter Exit dann, oder war das eher so ein Step on the Way?
00:28:02: Ja, für mich war das nicht so, ich hab, ich kann gar nicht so den Zahlen nicht sagen, aber ... Es war besser für die Leute, die noch an der Firma waren als für mich, was irgendwie auch Sinn ergibt.
00:28:10: Ich hab dann schon den USA.
00:28:13: Oder auf dem Weg in die USA.
00:28:13: Ich kann gar nicht mehr von den Daten her war.
00:28:17: Ja, aber es war quasi besser strukturiert für die Leute, die eben noch langfristig dabei sind.
00:28:22: Klar, verstehe.
00:28:23: Du bist, bevor du in die USA gekommen bist, warst du da noch mal barocke direkt und hast da als CMO gearbeitet.
00:28:28: Da frag ich mich so ein bisschen, wie man aus einer technischen Rolle dann plötzlich der CMO wird.
00:28:33: Oder ... Hängt das eigentlich doch dichter zusammen, als man denkt?
00:28:36: Ich
00:28:36: glaube, es hängt dichter zusammen, als man denkt.
00:28:38: Also, es ist ja ... Also, bei Rocket gingen es um drei Themen.
00:28:42: Also, es ging darum, dass die Firmen global eben Best Practice online Marketing machen.
00:28:49: Dann ging es darum, neue Firmen schnell aufzubauen.
00:28:53: Also, das erste Team heiern, den ersten Plan zu haben, wie man eben die ersten Buchungen oder den ersten Umsatzziel erreichen kann.
00:29:01: Und dann das Dritte war, wie kann man quasi geteilt Technologie in der Gruppe nutzen?
00:29:06: Und das waren so die drei Felder, die Hauptfelder, die ich gearbeitet hab.
00:29:09: Und so die Technologie zu teilen, waren eben sehr ähnlich Ideen, wie die ich auch bei der Eltermethod hatte.
00:29:14: Weil vielleicht technischer waren als das, was damals Investoren irgendwie sehen wollten.
00:29:18: Ja.
00:29:20: Und das ... auch so lustig ist, dass ich heute als keine Tangente hier ... Jetzt ist ja extrem modern, Forward Deployed Engineers zu haben.
00:29:32: Und du hast Engineers, die für jeden Kunden etwas machen und anpassen.
00:29:36: Und damals war es irgendwie so, nee, es muss alles quasi skalieren.
00:29:39: Also, jeder Kunde muss quasi ohne irgendwelche Aufwand laufen, dann bist du keine Tech-Tec-Firma.
00:29:44: Irgendwie hat sich komplett geändert.
00:29:46: Jetzt müssen hier alle werden gefundet, die irgendwie ein bisschen wie Palantir arbeiten.
00:29:50: Und damals war das so aus deutschem Umfeld, so ein No-Go, dass du irgendwie ... Also den Term gab's auch gar nicht, aber dass irgendjemanden hasst, der pro Kunden irgendwie das Tool richtig aufsetzt.
00:30:00: Ja,
00:30:01: ja.
00:30:01: Ja, das ist interessant, wenn man darüber nachdenkt.
00:30:05: Hier, der Philipp Wen, der war bei mir hier mal im Podcast, der hat im Podcast gesagt, so ein Forward Deployed Engineers, eigentlich wie, man kann entweder ein Bild und Nagel sich kaufen und dasselbe aufhängen oder man holt sich halt ... Den Handwerker und der macht das halt für ein, der ist halt ein bisschen teurer, wird aber ein bisschen besser.
00:30:19: Und der muss halt irgendwie, Kastet meist noch die Wand ausmessen.
00:30:21: Und so kann man das ein bisschen vergleichen mit so einem Forward Deployed Engineer.
00:30:25: Wie war damals die Situation bei Rocket?
00:30:27: Weil ich mein, das war ja noch so pre-IPO.
00:30:29: Meine wahre Erinnerung daran ist, dass das so total gehyped wurde.
00:30:34: Und Rocket Internet war so die Firma.
00:30:35: Und wenn man jetzt heute darauf guckt, ist ja da irgendwie nicht mehr so richtig viel von übrig.
00:30:39: War das schon so, dass man das Gefühl hat, man ist da irgendwie so ein Mittelpunkt der Medien.
00:30:43: Und es geht irgendwie total ab.
00:30:45: Ja, das war schon sehr verrückt.
00:30:47: Und natürlich auch bei Mittelpunkt der Medien.
00:30:51: Es gab sehr viel Berichterstattung und auch sehr viel Negativ.
00:30:56: Aber es hat sich auf jeden Fall innen drin angefühlt.
00:30:58: Das wäre einfach unglaubliches Wachstum.
00:30:59: Und jetzt sagen wir auch die ganzen Jahre vorher.
00:31:01: Die anderen Firmen, die ich war, hat sich genauso angefühlt.
00:31:03: Aber ich glaube, das war schon so peak war.
00:31:06: Das Jahr bis zum IPO hat sich angefühlt, als wird alles immer verrückt da.
00:31:09: Noch mal eine Milliarde Graced.
00:31:12: Hier wird's irgendwie, keine Ahnung, immer größer.
00:31:15: Und irgendwie noch in Kambodsha und in Pakistan, Amazon aufgebaut.
00:31:21: Es war einfach schon sehr verrückt.
00:31:23: So
00:31:24: ein bisschen wie Sam Altman heute.
00:31:26: Immer noch der beste Fundraiser der Welt.
00:31:28: Und die größten Geschichten.
00:31:30: Dann kam der große IPO, dann ging's ein bisschen weiter da unten.
00:31:34: Wann war für dich klar, dass du daraus willst und dass du hier in Silicon Valley willst?
00:31:38: Ja, das war ganz merkwürdig.
00:31:40: Also, ich hatte ... Ich glaub, ich hab das ... Ich glaub, die Geschichte gibt's bisher nicht, wo ihr nicht erzählt.
00:31:47: Also, Oli hat damals all seinen ... also, ich glaub, den Ziel-Level ungefähr eine E-Mail geschrieben und quasi so ein Paket kommuniziert.
00:31:58: Es war nämlich vier Jahre Cliff und zehn Jahre Westing.
00:32:03: Und man muss irgendwie innerhalb von, ich weiß nicht, vielenzehn Stunden zusagen.
00:32:08: Das war irgendwie so ein Moment, ich hatte vorher überhaupt nie drüber nachgedacht, was will ich eigentlich den nächsten Jahren machen?
00:32:12: Man kann gar nicht atmen, du bist da irgendwie drin und musst dir was Neues machen und hier irgendwie einen Investor treffen und da sind irgendwie die Buchen gerade runter und hier hat jemand gekündigt und man konnte gar nicht irgendwie über die Welt nachdenken.
00:32:23: Also bis morgen musst du entscheiden, ob du da jetzt für zehn Jahre arbeiten möchtest, damit dein Geld da ist.
00:32:28: Genau.
00:32:29: Und dann, okay, also, die zehn Jahre Westing war gar nichts, vier Jahre Cliff.
00:32:33: Also, will ich hier eigentlich die nächsten vier Jahre ... Bevor du irgendwas bekommst, ne?
00:32:38: Ja, doch, will ich das eigentlich machen.
00:32:41: Also, was bedeutet das jetzt, jetzt unterschreiben?
00:32:43: Und dann hab ich nachgedacht und dann gesagt, nee, eigentlich ... Also, es ist für alles cool.
00:32:48: Also, die Verantwortung immer hat und was man lernt.
00:32:50: Aber ich kann mir nicht vorstellen, das jetzt in die zehn Jahre hier nachzuleiben.
00:32:54: Und dann hab ich gedacht, okay, ich guck mich einfach mal um.
00:32:57: Und dann, ich hatte eben, also Facebook und Google, wir hatten sehr viele Ideen zu tun, weil wir einfach so viel Geld ausgegeben haben.
00:33:04: Wir waren die ersten Facebook-API-Nutzer in Europa, auch die ersten Advertise weltweit, direkt API-Access bekommen haben.
00:33:11: Also ich kannte da schon einfach alle.
00:33:14: Und dann hab ich aber gefragt, okay, Sie haben vorhin mal Witze gemacht mit mir, gesagt, das Wetter ist hier doch viel schöner, kommt da rüber.
00:33:19: Und dann hab ich gedacht, okay, ich frag jetzt einfach mal, habt ihr irgendeine Rolle?
00:33:22: Weil ich irgendwie, ich muss jetzt ein bisschen nachdenken, was ich in der Zukunft machen will.
00:33:24: Dann haben wir gesagt, ja, dann hatte ich noch einen bei Google geschrieben, Und der hat auch so was geschrieben, ja, wir haben eine Rolle.
00:33:29: Und dann hab ich gedacht, okay, ich unterschreib das jetzt nicht.
00:33:32: Aber wie kannst du denn einfach sagen, ich ziehe jetzt hierher?
00:33:34: Und wie so um uns weiter, kann man ja nicht einfach annehmen, oder wie
00:33:37: das?
00:33:38: Genau.
00:33:38: Hier ist halt ja auch noch gedauert.
00:33:39: Also im Zeitpunkt, es war nicht so, dass ich dann, ich hab tatsächlich von Facebook direkten Angebot bekommen damals, hab hier dann nochmal abgesagt.
00:33:46: Mhm.
00:33:47: Und aber das war dann, der Kanal war dann offen.
00:33:51: Also, dass man gesprochen hat, war dann offen.
00:33:53: Ja.
00:33:54: Und dann hat es tatsächlich noch über ein Jahr gedauert, bis es dann wirklich ein Angebot bekommen hat, das mir auch gefallen hat.
00:33:59: Und du bist dann bei Rocket trotzdem unterschrieben, weil du sagst, das bleibe ich hier erst noch mal?
00:34:03: Genau, das war dann erst mal, also in Konsequenz, was man dann da erzählt.
00:34:09: Ja.
00:34:09: Und ja, also ich ... Und dann hab ich eben weiter mit denen gesprochen, also der Alex Schulz, der jetzt sieben Ohrs hat einen Abzug noch mal angerufen und dann gegebenen sich bei mir ... sehr kundig, der damals das Growth Team geleitet.
00:34:25: Und ja, so einen Kontakt geblieben.
00:34:27: Irgendwann war eben dann eine interessante Rolle offen.
00:34:29: Und dann habe ich mich entschieden, die anzunehmen.
00:34:33: Und ja, man brauchte mich ein bisschen Glück.
00:34:35: Also es war jetzt rein von der Szenurität der Rolle hoch genug, dass man eben das O-One-Bisum bekommen kann.
00:34:42: Und das O-One-Bisum ist so, dass anders hat als H-One-B.
00:34:45: Es gibt keinen Kontingent und es gibt auch nicht irgendwie einen ein Datum, bei dem du würdest bewirbst, sondern jederzeit kannst du dich bewerben oder in der Firma kannst ich bewerben, ich kann es auch selbst bewerben, aber normalerweise wird in der Firma und die entscheidenden von zwei Wochen, ob du das bekommst oder nicht.
00:35:00: Also, das Schwierige ist nicht, die Entscheidungen sind auch umzubekommen, sondern die Schwierige ist diese Wappenhappe sozusagen zusammenzustellen.
00:35:08: Und ja, dann haben sie eben gesagt, die haben gute ... Gut gefühlt, dass ich das bekommen würde.
00:35:13: Und dann hab ich eben gesagt, okay, dann versuchen wir das.
00:35:15: Dann hab ich das Wuseln bekommen.
00:35:16: Dann hab ich auch
00:35:18: von mir zu
00:35:19: gesagt.
00:35:20: Ja, genau, dann bin ich wirklich, also als dann ... ein paar Schritte irgendwie bis du es wirklich in deinem Pass hast, dann warst du im Pass.
00:35:28: zwei Tage später bin ich dann rübergeflogen.
00:35:29: Okay.
00:35:30: Ach krass.
00:35:31: Und dann bist du halt hier angekommen und bist dann da immer nach unten nach Mendo Park gefahren und hast dann im Campus gearbeitet, das war
00:35:39: das.
00:35:39: Genau.
00:35:40: Okay.
00:35:40: War das damals schon dieses neue Gebäude, dieses riesen, moderne Ding, wo dann Max Zuckerberg da auch im Open Space saß, dass man so aus dem Minimum erkennt?
00:35:47: Genau.
00:35:48: Okay, okay.
00:35:49: Und was war da dann eine Rolle da?
00:35:51: Das war Growth, also quasi die Anzahl der aktiven Nutzer.
00:35:56: war die Metrik für das Team und das habe ich für Messenger, für Instagram und WhatsApp verantwortet.
00:36:01: Okay.
00:36:02: Gleichzeitig.
00:36:02: Gleichzeitig, ja.
00:36:03: Okay, okay.
00:36:05: Man denkt ja immer, das sind so unterschiedliche Produkte, aber es sind dann die gleichen Leute, die sich über die gleichen Sachen Gedanken machen?
00:36:09: Oder hast du einen Pro-Team jeweils?
00:36:12: Es
00:36:12: hätte jeweils ein Team, also für jede dieser Produkte.
00:36:18: Also vieles ist, weil die Firma so groß ist, nicht mehr so ausgelegt ist bei kleineren Firmen.
00:36:22: Du hast nicht mehr einen CTO mit allen Engineers.
00:36:25: Du hast nicht mehr einen CTO mit allen Produktmanagern usw.
00:36:27: Also, und Growth war quasi eine eigene Org.
00:36:32: Und in dieser Growth Org gab es eben dann Teams verschiedene Produkte.
00:36:37: Und es gab dann auch quasi eine Instagram Org.
00:36:40: Und es gab auch eine WhatsApp Org.
00:36:42: Aber quasi die Growth Org war separat von diesen Koop-Product Orgs.
00:36:47: Interessant.
00:36:48: Ich hab ja auch in einem Growth Stream bei LinkedIn gearbeitet und ich fand es immer unheimlich schwer in so einer horizontalen Rolle.
00:36:56: irgendwie den Einfluss auf diese vertikalen Produkteams nachher zu haben.
00:36:59: Weil wenn du so growth bist, dann musst du ja irgendwie immer die anderen Teams davon überzeugen, dass du dann irgendwas in deren Bereich irgendwie anpassen darf.
00:37:07: Nicht bei Facebook.
00:37:08: Das ist quasi ein Riesenunterschied zu den anderen Filmen, die ich gesehen habe.
00:37:11: Bei Facebook ist es so, dass die Growth org hat eigene Engineers, also komplett eigene org.
00:37:17: Und sie können jeden Code der Firma selbst anfassen.
00:37:20: Das heißt, wir konnten jetzt in den Newsfeed gehen.
00:37:24: unten Button hinmachen für irgendwie share as message.
00:37:28: Das einfach selbst bauen, dann den Tests fahren und das in die Welt schippen, also nicht der ganzen Welt, aber quasi genug Leuten, dass man Daten sammeln kann.
00:37:37: Und dann, wenn wir jetzt die Resultate haben und sagen, hey, das funktioniert für uns, hier sind die Trade-offs, dann gehen wir erst zu dem Team hin, zum Newsfeed-Team und sagen, hey, wir haben hier den Test gemacht, hier sind die Daten und wir wollen das launchen.
00:37:51: Und dann ist quasi der Ball bei denen, wie schaffen sie es jetzt, Argumente zu finden, dass wir das nicht launchen sollten.
00:37:57: Und bis dahin mussten wir quasi gar nichts machen.
00:38:00: Manchmal muss man irgendwie mit den Engineers sprechen und sagen, hey, ich verstehe deinen Code hier nicht.
00:38:04: Irgendwie, ich versuch, den Button hinzumachen, aber der ist irgendwie immer... Weil bei fünf Prozent der Leuten taucht er nicht auf.
00:38:11: Dann kriegt man schon das Team mit, das man das macht.
00:38:13: Aber es ist eben nicht so, dass die sich darum kümmern müssen.
00:38:16: Und es war eben auch so organisiert, dass es funktioniert.
00:38:19: Was sie sicherlich auch nicht ganz einfach ist, kulturell das hinzubekommen.
00:38:22: Das hat die Firma einfach sehr gut gemacht.
00:38:24: Es ist
00:38:25: ein Riesenloining.
00:38:25: Als ich über LinkedIn war, da musste man immer so dependent Tickets, einen Quartal vorherfallen, dass man bei denen was machen möchte.
00:38:32: Und dann haben wir ja auch so gesagt, wir haben ja auch ein Engineer, aber dann musste man das immer mit denen als Joint OKA das machen.
00:38:38: Und die hat natürlich überhaupt gar kein Interesse jetzt für, was ich war damals für Deutschland verantwortlich, für Growth da und wollte halt für den deutschen Marken welche Anpassung machen, die hat überhaupt gar kein Interesse irgendwie für ein Prozent deren Nutzer, da jetzt irgendwie so ein Riesenhickrack zu betreiben.
00:38:49: Und deswegen, wir fanden das halt extrem schwer, aber da hätten wir vielleicht mal... wenn man das von Facebook abgucken soll.
00:38:54: Ich fand das wirklich sehr gut.
00:38:57: Der Code war auch sehr transparent damals.
00:39:01: Ich konnte den Code anschauen, wie der Feed bei Instagram funktioniert oder wie der Feed von Facebook funktioniert.
00:39:10: Die Frage, ob und alles jeder das verstehen kann.
00:39:11: Aber erst mal, ich konnte alles anschauen.
00:39:14: Ich konnte auch in das Profil gehen von irgendeinem Mitarbeiter, sozusagen den Data Scientist, von der Facebook-App.
00:39:21: Und ich kann schauen, welche Reports der sich anschaut, welche Crews der geschrieben hat.
00:39:25: Das heißt, wenn ich Meeting hab und es geht um Diskussion, wir wollen überzeugen, dass wir jetzt irgendwie eine Änderung machen.
00:39:30: Und dann konnte ich quasi sehen, was schauen die euch jeden Tag an.
00:39:34: Und ich musste nicht mit dem vorher sprechen.
00:39:36: Und das macht sich unheimlich einfach.
00:39:38: sich ein Bild zu machen und sich vorzubereiten und dann produktive Gespräche zu führen.
00:39:43: Es gibt viele Firmen, bei denen ich müsste jetzt erst mal mit dem Team schreiben.
00:39:46: Dann sagt der Analyst, ich hab keine Zeit, jetzt alles dir zu erklären.
00:39:49: Und da war es einfach so, okay, es ist alles transparent, jeder kann sehen, was wir machen.
00:39:53: Ich konnte auch in die Gruppen reingehen, ich konnte mir die Roadmap anschauen vor dem Team.
00:39:56: Ich konnte mir irgendwie Team-Meeting-Summaries anschauen und so weiter.
00:40:00: Du konntest dich wirklich sehr gut vorbereiten, um zu verstehen, was ist denen wichtig, was sind Probleme, an welchen Problemen arbeiten die.
00:40:08: entsprechend das Gespräch fokussiert führen.
00:40:10: Ja, krass.
00:40:12: Und du warst da mal so auf Direktor-Level, ne?
00:40:14: Genau.
00:40:15: Facebook war ja schon recht groß.
00:40:17: Ich war dann, ich war da, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im Falle, im
00:40:37: Falle, Ja, also ich hab ihn häufig gesehen, an vielen Meetings.
00:40:40: Es waren sechzehntausend Leute, zwanzigzehntausend, jetzt schon über hunderttausend.
00:40:44: Und also ich würde sagen, er war, was macht er den ganzen Tag, zumindest damals.
00:40:49: Er macht den ganzen Tag Produktreviews.
00:40:51: Das Einzige, was ihn interessiert ist, was für Produkte werden gerade gebaut?
00:40:54: Und auch ähnlich wie Oliver, Samver, hat er auch sich um alle Details gekümmert.
00:40:59: Wir hatten zum Beispiel, wir, zwanzigzehntausend haben wir Stories geklaunt, Snapchat-Stories.
00:41:05: Und dann war ich noch in den ersten Prototypen.
00:41:07: Er wollte dann, da waren wir bei ihm in diesem Glaskasten, sitzt man dann drin, er hat keinen eigenes Büro für sich in ihm gesitzt, sondern er hat nur einen eigenen Meetingraum.
00:41:18: Auch wirklich nicht sein Meetingraum, sondern der Meetingraum, den er benutzt.
00:41:23: Dann sind wir da rein mit quasi irgendwie, also ich war für Growth da, und dann war der Engineering-Lieder da, und dann war auch der, sagen wir mal, Level-Fünf, sagt man hier, das ist eins der niedrigste, der Level-F.
00:41:32: vier ist das niedrigste, und dann Level-Fünf ist das nächste, da war ein Level-Fünf-Engineer, und der war dann mit im Meeting mit ihm.
00:41:38: Und er hat dann quasi das Handy in der Hand gehabt und hat dann Marc so hier, hier kannst du irgendeiner gesagt, ahem.
00:41:43: Und dann hat er irgendwie ja die Farben gefallen mir nicht.
00:41:46: Und dann hat er irgendwie oder hier das, wie das, der Button fühlt sich nicht gut an.
00:41:49: Da hat er wirklich detailliert Feedback gegeben und wollte immer diesen Prototype auch selbst testen.
00:41:53: Und ja, dann mussten wir irgendwie... zurück, dann sagt ihr, kommt morgen noch mal wieder.
00:41:57: Und dann sind wir dahin.
00:41:58: Und er hat dann auch wirklich das Farbschema noch mal ändern lassen von der App und hat noch mal zwei Wochen gedauert, den Launch verlangsamt, aber ihm war es irgendwie wichtig.
00:42:09: Also ich weiß, ich weiß gar nicht.
00:42:12: Vielleicht gucken wir später, wie es ist.
00:42:13: Er ist farbenblind, Marc.
00:42:15: Und das heißt, er sieht noch mal, wenn jemand farbenblind ist und die App sich die Buttons verwirrend sind, dann sieht er das.
00:42:24: Er hat immer davor gesorgt, dass die App für alle Leute gut zugänglich ist.
00:42:27: Ich glaube, blau, dieses blaue Schema von Facebook ist sehr gut für viele Leute, die farbenblind sind.
00:42:32: Ja, das ist ja ein riesen Thema, dass man auch heute, dass das Produkte einfach accessible gebaut werden, dass man die Kontraste richtig macht und so, wenn man normal gucken kann, sieht man das ja gar nicht.
00:42:43: Ja.
00:42:44: Interessant.
00:42:44: Lässt auch allgemeine sagen, also Facebook ist, in Deutschland kennt man das überhaupt nicht so.
00:42:49: Also ich, wenn ich nach Deutschland gehe und irgendwie Apps anwesend, fast alle sind, sagen wir mal, handwerklich nicht gut gemacht.
00:42:54: Vor allem, was Design angeht.
00:42:55: Also ich glaub auch, die sind handwerklich oft nicht gut gemacht, was Programmierung angeht, aber was Design angeht noch viel mehr.
00:42:59: Und da sind einfach so, Facebook ist unglaublich gut.
00:43:03: Die sind einfach unglaublich gut darin, dass es einfach ist, zu bedienen.
00:43:06: Also, iOS wissen schon viele, dass es einfach zu bedienen ist.
00:43:10: Früher war Android schwierig und kleine Kinder können bei iOS sich da zurechtfinden.
00:43:14: Und einfach bei so kostenlosen Produkten, die um die Aufmerksamkeit von Menschen kompetieren, da muss man einfach viel besser sein, dass alles intuitiv bedienbar ist.
00:43:26: Und da ist einfach unglaubliche Wissen und irgendwie Handwerk mit dabei.
00:43:30: was Accessibility angeht und was irgendwie, was cognitive load angeht, wenn man ein Screen sieht und so weiter, sehr viel drin, was einfach die Firma sehr, sehr gut macht.
00:43:38: Und Marc ist da ganz vorne mit dabei und kann solche Dinge eben sehr gut einschätzen.
00:43:44: Und ja, vielleicht die andere Sache mit ihm war, wir hatten immer unsere so halbjahres Roadmaps Reviews mit ihm.
00:43:52: Und da war dann immer sein Management Team im Raum und eben die verschiedenen Leadership Teams.
00:43:57: Also da war das Leadership Team, jetzt war ich für Messaging Leadership Team, dann gab's irgendwie das Facebook App Leadership Team, das Ads Leadership Team.
00:44:03: Und er hat, saß dann irgendwie da, und ich hab am Anfang gedacht, er hört gar nicht richtig zu.
00:44:09: Also da, und auf einmal steht dann so eine richtig, richtig scharfe Frage.
00:44:13: Und dann hat man gemerkt, okay, er ist doch da.
00:44:17: Da war so der erste Moment, bei dem ich gemerkt hab, dass die Firma ganz anders ist als Rocket.
00:44:21: Ja.
00:44:21: Und das war als, es ging darum quasi die Messenger-Bot-Plattform, hier habt ihr das erinnerst, also Business-Plattform.
00:44:27: Und er hat die ganze Zeit gesagt, wir sollten nur uns auf Userengagement fokussieren, kein Business.
00:44:32: Mhm.
00:44:33: Und dann gar eine lange Diskussion hin und her, macht man es ja dann ein.
00:44:37: Und irgendwann hat er dann gesagt, ja, lass mich hier das letzte Wort haben.
00:44:41: Wir fokussieren uns nur auf Userengagement.
00:44:43: Mhm.
00:44:44: Und dann ist der ... Vielleicht hat sich der eine Lieder eben nochmal aufgeschnitten und er sagt, nee, ich baue jetzt trotzdem die Business-Plattform.
00:44:54: Und dann war kurz so Stille im ganzen Raum.
00:44:57: Und ich hab erwartet so nach meiner Rocket-Erfahrung, der ist jetzt weg.
00:45:02: Der Olli ist mal in den Raum.
00:45:05: Und nee, der war nicht weg.
00:45:08: Das war nicht super interessant.
00:45:10: Und es war auch so, der hat, der Marc hat den Leuten ... auf der Leadership-Ebene schon die Möglichkeit gegeben, ihm zu widersprechen.
00:45:19: Und auch mal zwei Jahre lang in eine andere Richtung zu gehen.
00:45:22: Wenn du jetzt zwei Jahre in die falsche, also die Richtung gehst, die ihr nicht wollte, und es funktioniert nicht, dann gibt's auch die Konsequenz.
00:45:28: Aber so die Leute, dass der Kevin Systrom so lange da war oder dass der Jan Kuhm so lange da war, ich glaub, es war eben auch, weil sie eben auch mal sagen konnten, ne, wir machen das ein bisschen anders.
00:45:38: Und klar, am Ende ist es seine Firma und am Ende hat er sich immer durchgesetzt.
00:45:42: Aber so ... Dass man eine oder zwei Jahre mal was machen kann, was der CEO überhaupt nicht möchte.
00:45:48: Das fand ich schon ganz neu für mich.
00:45:51: Wie hast du das wahrgenommen, wie man so seine Karriere als Produktlieder da irgendwie ausbaut?
00:45:57: Ich hab das mal gemerkt bei LinkedIn, wenn man einen Impact hatte.
00:46:00: Das war mir die erste Frage, was war der Impact?
00:46:02: Da wurde man befördert.
00:46:03: Gerade so Leute, die im Growth-Team gearbeitet haben und sich neue Notifications ausgedacht haben und um drei Prozent Sessions gehen, verantwortlich waren, die wurden befördert.
00:46:13: Wie war das bei Facebook?
00:46:14: Wie hast du das gekannt, was du machen musst, damit du weiterkommst?
00:46:17: Es war auch ... Am Ende ging's immer um Impact.
00:46:20: Die Amerikaner sind gut drin, ihre Arbeit als Impact zu verpacken.
00:46:25: Ist auch für sie eine Sache, die man als Deutscher hier ankommt, erst mal lernen muss.
00:46:29: Ich denke, es war gut für mich, dass ich im Growth-Team angefangen hab, weil eben dadurch per Definition erst mal alles Impact hat.
00:46:35: Wenn man jetzt irgendwie bei neuen Möglichkeiten, bei neuen Komplikationsmöglichkeiten arbeiten würde.
00:46:42: Wie könnte man noch kommunizieren bis auf Text?
00:46:44: Ich hab viel schwieriger so was als Impact zu verkaufen.
00:46:48: Und ja, also ich hab eben an Themen gearbeitet, die ... sehr gut messbar waren.
00:46:55: Und meine Zahl war einfach immer monthly active people.
00:47:00: Und sagen die Zahl hoch ging, hatte ich sozusagen Erfolg.
00:47:04: Und es war jetzt auch eine Zeit, in der es gut funktioniert hat.
00:47:08: Also ich hatte wenn alle drei Produkte in der Zeit nicht war, haben wir sehr viel geschippt, was einfach sehr viel Impact hatte.
00:47:14: Und sozusagen, hatte ich das Glück in der richtigen Zeit, eine Firma zu sein, in der man auch den Impact haben kann.
00:47:19: Also wenn ich sagen, dass jetzt die Arbeit irgendwie nicht... dazu geführt hätte.
00:47:23: Aber es hilft extrem in einem Umfeld zu sein, dass einfach insgesamt die Möglichkeit gibt, dass man überhaupt den Impact schippen kann.
00:47:30: Aber hast du das auch so dann gepusht, dass du sagst, ich will jetzt aufs nächste Level und L-Sieben, L-Acht?
00:47:36: Oder hast du einfach gesagt, wir machen gute Arbeit, dann kommt das so zu dir?
00:47:39: Ja, so war das.
00:47:40: Ich glaub, es gibt viele Leute, die es irgendwie einfach auch gemerkt haben, vielleicht die jüngere Generation, ich bin dann ständig von irgendwelchen Leuten gefragt, was muss ich machen, um jetzt auf L-Fünf zu kommen?
00:47:48: Oder ich will Direktor werden, was muss ich genau machen?
00:47:51: Und dann fragen sie eine Woche später noch mal, würdest du jetzt sagen, hab ich letzte Woche auf Direktor-Ebene gearbeitet, war für mich immer so komische Fragen, okay, man kann nicht ... Also, es ist nicht eine Woche, eine Week-by-week, man schaut, bist du da, und dann guckt man den Durchschnitt an, und am Ende sagt man, ja oder nein.
00:48:06: Dann ist sehr viel langfristig, dass man darüber nachdenken muss, ob jemand auf einem gewissen Level arbeitet.
00:48:11: Und ich hab mir da nie so Gedanken gemacht.
00:48:13: Bei mir ist es immer irgendwie, sagen wir mal, es ist passiert, ohne dass ich vorher darüber nachgedacht hab.
00:48:20: Und dann bist du aber irgendwann von Meter weg, oder Facebook war das damals, glaub ich, noch, ne?
00:48:24: Und bist du gut gegangen?
00:48:26: Hast du da so, ich nenne das immer das Silicon Valley Game oder hab ich damals so genannt, ne?
00:48:30: Man hat da irgendwie so den krassen Lebenslauf und jetzt sind da irgendwie Google und Meta und Snap und Airbnb und alle sind so da.
00:48:37: Und dann interviewt man mit allen so ein bisschen und dann spielt man die so ein bisschen gegenseitig aus und guckt dann halt, wo kriegst du das beste Offer?
00:48:43: Hast du das auch so strategisch angegangen?
00:48:45: oder kamen einfach Google mit einem extrem spannenden Angebot auf dich zu und hat gesagt, hier, du willst bei uns was viel Besseres werden als bei Meta?
00:48:54: Ja, so ähnlich.
00:48:55: Also ich hatte ... Messaging hat damals an Encryption gearbeitet.
00:49:01: Und ich hab nicht so an das Projekt geglaubt im Sinne von, ist das das, was irgendwie das Projekt dazu bringt, dass wir, mein Anzug zeichnet, gewinnen.
00:49:10: Also wird jetzt Facebook-Messenger die Leading-Messaging-App in den USA, was immer der umfähigte Markt ist, wegen Encryption.
00:49:19: Und Encryption ist ein sehr, sagen wir mal, als Produktmanager, unlangbares Thema.
00:49:23: da es nicht so viel darum geht, mach ich's richtig für den Endnutzer, sondern mach ich's so, dass alle regulierenden Ebenen zufrieden sind.
00:49:33: Und da ist die Politik zufrieden.
00:49:35: Und dann gibt's die Leute, die sich um Kindesmissbrauch kümmern und sagen, man darf nicht verschlüsseln.
00:49:43: Dann gibt's die Leute, die ihr müsst verschlüsseln, weil man kann euch nicht trauen.
00:49:47: Egal, in welche Richtung es geht, ist alles falsch.
00:49:50: Das ist als Produktmeister, wenn man den Tag verbringen möchte, wie mach ich das Produkt besser?
00:49:55: Du kannst dich einfach was schippen, weil jede Richtung kann falsch interpretiert werden.
00:50:00: Und dann hab ich irgendwie gedacht, ich möchte wieder eine Umgebung arbeiten, der es wirklich darum geht, baue ich das beste Produkt und nicht baue ich ein Produkt, das irgendwie bei der Politik oder bei anderen Ebenen irgendwie gut ankommt.
00:50:13: Und dann hatte ich, weil ich ja damals schon Google quasi mich interessiert war, mich einzustellen, bevor ich zu Facebook gegangen bin, hab ich da den Kontakt angeschrieben, sich doch kannte und gesagt, hey, was ist denn, habt ihr irgendwie interessantere Projekte gerade?
00:50:27: Ich hab auch bei Facebook intern geschaut, gibt's da vielleicht interessante Projekte.
00:50:30: Und bei Facebook, nach fünf Jahren, bekommt man ein Monat Urlaub.
00:50:34: Also Recharge heißt das.
00:50:36: Und dann hatte ich den zwar dann genau fünf Jahre, da hab ich diesen ein Monat Recharge genommen, hab gedacht, okay, Dann schau ich jetzt mal, was ich als Nächstes mache.
00:50:43: Habe ich ein Monat Zeit.
00:50:45: Was der Prozentsatz der Leute ist, die nach diesem Monat nicht wiederkommen.
00:50:48: Ja, das ist sehr hoch.
00:50:49: Es war auch, ich weiß gar nicht, wie es inzwischen ist, mit dem Recharge wieder, ob der genau existiert oder nicht.
00:50:54: Aber es waren schon viele Stimmen damals da, die sagen, dass der Recharge nicht den Effekt hat, den die Firma eigentlich haben möchte.
00:51:02: Aber es ist auch mal schwierig, so was abzuschaffen, wenn es einmal da
00:51:04: ist.
00:51:05: Und genau, ich war einer der vielen, die nach dem Monat nicht zurückgekommen sind.
00:51:10: Und dann bist du zu Google gegangen.
00:51:11: und was hast du da gemacht?
00:51:13: Ja, es ging darum, dass man quasi oft in dem Bereich, dass man Intent generiert.
00:51:21: Also, wie schaffe ich das Leute etwas wollen, was sie heute noch nicht wollen?
00:51:25: Wie schafft man es da, ein Produkt zu haben für Advertiser, das mit Facebook kompetieren kann?
00:51:31: Facebook ist einfach der beste Ort der Welt heute.
00:51:33: Wenn ich erfinde irgendein Produkt, ihr Welt weiß nicht, ob das Produkt existiert, dann gehe ich zu Facebook.
00:51:39: Und schalte die Anzeigen dort, Facebook, Instagram.
00:51:42: Und bei Google ist es die Suche, wo der fast der ganze Umsatz herkommt.
00:51:48: Aber YouTube und der Rest ist nicht so gut wie Facebook, um wirklich jetzt Direct Response.
00:51:54: Also jemand sieht die Anzeige, klickt drauf und kauft was, das Google einfach nicht so gut wie Facebook.
00:51:59: Und dann war die Frage, okay, wir haben schon verschiedene Produkte, die das Problem so ein bisschen lösen.
00:52:07: Aber alle sind auch verwirrt von diesen Produkten.
00:52:10: Also, wofür braucht jetzt die Google Display Network Campaigns und die YouTube Action Campaigns und so weiter.
00:52:16: Und wie kann man vielleicht was erstellen, was das vereinfacht und dieses Problem für die Werbetreibenden löst?
00:52:22: Und ja, das fand ich spannend.
00:52:24: Und das ist dann, daraus wurden dann die Mangent Campaigns, die es heute gibt.
00:52:29: Und die dann auch eben über, das war die erste Kampagne, dass du quasi nicht YouTube branded, YouTube inventory kaufen kannst.
00:52:36: und eben auch zusammen mit anderen Inventory.
00:52:39: Und das ist wie es bei Facebook schon lange ist.
00:52:41: Du kaufst eine Kampagne, hast einen Dollar, und der wird entweder auf Facebook ausgespielt oder auf Instagram, je nachdem, wo der beste Return Investment ist.
00:52:49: Und das war quasi bei Google nicht möglich.
00:52:51: Und ja, das fand ich ein spannendes Thema.
00:52:54: Und zwar auch eben, es ging um die Nutzexperience, also wie sehen die Ads aus, wo werden die geschaltet?
00:53:00: Es ging um die Auktionsdesign und Bidding.
00:53:03: Also quasi wirklich der komplette Stack.
00:53:05: den ich dadurch kennengelernt hab.
00:53:07: Und genau.
00:53:08: Wer war da so der kulturelle Lieder?
00:53:10: Ich meine, bei Facebook hast du gerade gesagt, es hat Marc irgendwie, vorher war das Olli, Storgy Brinn hat ja jetzt zu der Phase nicht irgendwie eben daran über die Schulter geguckt.
00:53:19: Wie war da so die Kultur bei Google?
00:53:21: Ganz anders.
00:53:21: Es gab nicht so diese eine Person.
00:53:23: Du hast verschiedene Leute gehabt auf verschiedenen Ebenen.
00:53:27: Es gab den Jerry Dischler, das war der Lieder der Ads Division.
00:53:31: Es gab Prabhakar Raghavan, der hat damals sowohl Ads als auch die Suche und Google Maps geleitet.
00:53:40: Und dann gab es natürlich auch die, weil Google sehr stark ist, die Business-Seite, also der ganze Sales-Bereich mit dem Philipp Schindler und so weiter.
00:53:50: Und deswegen, also es war ein bisschen unklarer von all diesen ... Leuten dort, wer ist eigentlich die Person, die überzeugt werden muss?
00:53:57: Das war viel schwieriger zu verstehen als bei Facebook.
00:54:01: Philipp Schindler müssen wir irgendwann diesen Podcast bewegen.
00:54:04: Aber ich glaub, ich keine Zeit als zweiter Mann bei Google hier in Studio zu kommen.
00:54:10: Du hast aber nicht so lange bei Google gearbeitet, sondern hast dann irgendwann gesagt, okay, jetzt kommt die nächste große Company.
00:54:15: Und dann war das Snapchat.
00:54:18: Das ist ja schon lustig irgendwie, wenn man da drauf guckt, wie erfolgreich die hier sind.
00:54:22: Obwohl sie nicht im Silicon Valley sitzen direkt.
00:54:25: Die Vorreiter sind eine Innovation, dann kopiert werden.
00:54:28: Aber trotzdem schaffen sie es, weiterhin da zu wachsen.
00:54:31: Wieso bist du zu denen gegangen?
00:54:32: Hatte ich das Produkt begeistert?
00:54:34: Ich war z.B.
00:54:35: noch nie bei Snapchat angemacht.
00:54:36: Ich hab mal einen Account gehabt, aber das ist ja nicht unsere Generation unbedingt.
00:54:41: Und dann ist der TikTok noch da.
00:54:43: Warum geht man dann zu Snapchat?
00:54:45: Ja, ich hab ja ... Ich hab ja ... an dem Projekt, eines meiner ersten Großbrechen bei Facebook, war es eben Snapchat zu kopieren.
00:54:53: Was ein bisschen lustig war für mich, ich kam ja von Rocket und dachte jetzt gehe ich ins Valley in den Herz der Innovation.
00:55:02: Und dann war es nach dem Motto, hey, wo ist denn dieser Kopier, der Kopiermann aus Deutschland?
00:55:07: Nein, wirklich, ja.
00:55:11: Ich wurde tatsächlich aufs Projekt gesetzt, weil ich eben wusste, wie man ... Also wie geht man so ein Projekt an?
00:55:17: Ja,
00:55:17: interessant.
00:55:18: Und ja, und dann haben wir eben mit verschiedenen Teams, wir haben einen Team gehabt in Messenger, der Stories gebaut hat.
00:55:26: Wir haben einen Team gehabt in WhatsApp, eins in Instagram, eins in Facebook und dazu noch eine Standalone App, die quasi so, die wurde auch gelornt.
00:55:35: Aber nicht die waren, damals haben wir in ein paar Städten Brasilien gelornt und es war zum Lernen.
00:55:39: Also man guckt, okay, wir interagieren eigentlich die Leute mit dem Produkt.
00:55:42: Wie schaffen wir es, dass wir so Facefilter und alles auf lowered Android-Devices laufen lassen können, etc.
00:55:49: Und ja, also, ich hab dadurch Snapchat sehr gut kennengelernt als Business.
00:55:55: Ich musste die App anschauen.
00:55:57: Ich hab verstanden, nach einer Weile, wie die Leute die benutzen und so weiter.
00:56:00: Und dann kam ... ein paar Mal wurde ich angesprochen, quasi von Recruitern.
00:56:07: Ich hab zwei, drei Mal, drei Jahre hinweg, hab ich mit Snapchat gesprochen.
00:56:10: Und hab jedes Mal mich entschieden, nicht zu Snapchat zu gehen.
00:56:13: Und ja, und Google irgendwie so kulturell, es war viel größere Firma als Facebook.
00:56:18: Ich habe am Anfang gesagt, also, es waren so sechszehntausend Leute bei Facebook, aber Facebook hat sich sehr klein angefühlt.
00:56:22: Es waren auch sehr kurze Entscheidungswege.
00:56:24: Es war irgendwie immer sehr klar, wie man sprechen muss.
00:56:27: Man konnte jede Person anschreiben und sofort eine Antwort bekommen.
00:56:30: Es war zwar nicht eine gute Idee, Mark anzuschreiben, bei normalen Problemen.
00:56:35: Man kann ihn anschreiben und der Antwort dann auch.
00:56:39: diese Kultur war dort nicht der Fall.
00:56:42: Bei Google ist es schon so groß.
00:56:44: Man konnte nicht einfach jede Person anschreiben und Antwort bekommen.
00:56:46: Selbst quasi als Seniordirektor hab ich dann manchmal Leute angeschrieben.
00:56:50: Dann kam gar kein Antwort zurück.
00:56:52: Dann muss man einen Weg finden, wie mit der Person über Umwege zu sprechen.
00:56:59: Ich hab gemerkt, von der Art, wie ich gerne arbeite, wie man schnell Dinge verändert und wie man direkt Feedback bekommt.
00:57:07: sagen, das hier, okay, das ist richtig, das ist falsch, das musst du ändern und so weiter.
00:57:12: Das war einfach viel, viel schneller bei Facebook.
00:57:14: Und dann hatte ich gedacht, okay, das Problem, dass sie lösen müssen, ist sehr ähnlich wie das, was Google in dem Projekt, das ich nicht gearbeitet habe, lösen muss, nämlich Snapchat hat unglaubliches Userengagement, aber es ist kein ernst nehmen Konkurrent, was Direct Response anzeigen angeht, auch für Advertiser.
00:57:31: Und genau, und sie wussten eben, dass ich daran arbeite bei Google.
00:57:34: Und dann war so die, wie könnte man Wie kann jetzt Snapchat mehr Geld verdienen mit dem Engagement, was es schon hat.
00:57:41: Und ja, dann hat er mit Evan gesprochen im Interviewprozess und das schien so, okay, es ist der CEO, der kümmert sich selbst noch darum und er möchte was verändern.
00:57:52: Und das war so diese Umgebung, die mich sehr gereizt hat.
00:57:56: Und dann musstest du dann nach Venice eigentlich ziehen oder war das remote?
00:57:59: Lustig war, als ich angefangen hab, war es remote und dann hat er es geändert und dann musste ich dann, das war nicht mehr Venice, die sind in Santa Monica, weil ich musste dann quasi ein paar Mäuse nach Start nach Santa Monica ziehen.
00:58:10: Okay,
00:58:10: also das ist ja auch nicht der schlechteste Ort, vielleicht.
00:58:14: Aber natürlich ein krasser Schritt, ne?
00:58:17: Wenn man so über diese verschiedenen Stufen guckt, das interessiert natürlich immer alle, was sind da so die Gehaltstrukturen, die da die Leute verdienen?
00:58:25: Ist das dann schon siebenstellig oder geht das noch höher oder was verdient man da so in den Produkträngen?
00:58:30: Also es gibt, ich weiß nicht, also ich weiß nicht, ob ich jetzt so was ich genau sagen darf, von den Verträgen, die ich damals erschrieben habe.
00:58:37: Also was kann man sagen kann, es gibt jetzt diese Webseiten, so wie das Levels, Levels fyi, genau.
00:58:42: Und also... Es gibt schon sehr viele Leute, die siebenstellig verdienen.
00:58:46: Auch viel, viel mehr, als man sich vielleicht in Deutschland wahrscheinlich vorstellen kann.
00:58:50: Bei Level FYI, da sind diese Junior-Ringen immer sehr gut abgebildet.
00:58:54: Weil jeder, der Junior ist, der teilt sein Gehalt, um dann auch die Geheizstrukturen zu bekommen.
00:58:58: Aber sobald du halt auf über Direktor findest, hast du keine Informationen mehr, weil es keine Datenpunkte gibt.
00:59:04: Das stimmt.
00:59:05: Es gibt schon, glaube ich, genügend Datenpunkte, selbst schon bei den Levels, die da sind, von Leuten, die siebenstellig verdienen.
00:59:11: Und bei Facebook, glaube ich, sagen ... Es gibt einen Haufen Leute, die Mitte zwanzig sind und irgendwie siebenstellige Gehälter haben.
00:59:18: Und es gibt auch einen Haufen Leute, die irgendwie gesagt, also deutlich zweistellige Millionen Gehälter im Jahr verdienen.
00:59:25: Und es sind auch Leute, die von denen man nie gehört hat.
00:59:27: Also es ist nicht, dass wenn jemand zweistelliges Million gehalten ist, das ist dann irgendwie eine Person, die bekannt ist, sondern einfach jemand, der senior genug ist und in einem Skillset arbeitet, was irgendwie wichtig ist, wirklich immer.
00:59:38: Also gerade, sagen wir mal, Facebook, wenn man so ein Konsumaprodukt ist.
00:59:42: dann sind es deutlich höhere Gehälter, als wenn irgendwo, ich weiß nicht, vielleicht soll ich jetzt nicht irgendeine Bezeichnung sagen, es gibt nicht Fokusgebiete, in denen einfach nicht so hohe Gehälter gezahlt werden.
00:59:52: Und dann gibt's noch mal so, die Struktur ist immer so, du hast quasi deinen, du fängst an und hast den so ein vier Jahresgrant.
00:59:59: Und dann bekommt man jedes Jahr noch mal ein Refresher.
01:00:03: Und der Refresher hat auch wieder einen persönlichen Faktor, also man kann dann bis zu drei Hundert Prozent von diesem Refresher bekommen.
01:00:08: Also sagen wir mal, rein hobbytätisch, jemand fängt an, bekommt irgendwie vier Millionen Dollar Aktien.
01:00:14: Dann kann die Person nach einem Jahr noch mal über eine Million dazu bekommen, durch ein Refresher-Grant.
01:00:22: Und dann gibt's noch mal, nennt sich, Discretionary Equity.
01:00:25: Das heißt, wenn jemand besondere Individuelle Leistung dazu bringt, kann die Person noch mal, sagen wir mal, noch mal vier Millionen dazu bekommen.
01:00:32: Das sind auch wieder über vier Jahre im Westen.
01:00:34: Aber dann ist quasi aus dem ... anfänglich vier Millionen Grant, schon einen neun Millionen Grant geworden.
01:00:40: Mit der Achsenpreise
01:00:41: sind in der Zwischenzeit auch noch mal um fünfzig Prozent da oben gegangen, also sind es schon vierzehn Millionen.
01:00:45: Genau, und es gibt jetzt natürlich Leute, die sich vorstellen, Facebook Meta war ja bei neunzig Dollar oder so Stockpreis.
01:00:51: Und jetzt war es bis zu siebenhundert in letzter Zeit.
01:00:55: Also die Leute, die jetzt sagen wir mal, vielleicht Seniorewarnung hin zehn Millionen Grant bekommen haben von ein paar Jahren, der ist es dann vielleicht auf, ja, auf siebzig Millionen angewachsen.
01:01:04: Und es ist schon dann die andere Frage, wenn man von Gehältern spricht, ist Gehalt das, was die Leute garantiert Angebot bekommen haben?
01:01:12: Oder ist es Gehalt das, was sie wirklich ausgezahlt bekommen?
01:01:14: Die ausgezahlten Gehälter sind sehr oft noch mal deutlich höher als, sagen die unterschriebenen Gehälter.
01:01:22: Und ja, das ist natürlich immer, glaub ich, in Deutschland so ein Thema.
01:01:27: Wenn so hohe Gehälter in den Medien wären, wenn sie gäbe in Deutschland, dann wird das ja immer unglaublich kritisiert.
01:01:33: Ich finde, du hast eine interessante Perspektive.
01:01:35: die ich noch mal aus dir rausknitzeln will, die hast du mir im Vorgespräch erzählt.
01:01:39: Weshalb du eigentlich glaubst, dass es total fair ist, dass die Mitarbeiter auch solche krassen Gelder bekommen.
01:01:43: Weil wenn man so in den Medien guckt oder Leute darüber reden, der verdient hier so viel Geld, ist ja unmöglich.
01:01:49: Aber du meintest eigentlich, dass du es gar nicht schlecht findest.
01:01:51: Ja, also es ist fair, ist man nur so Sache.
01:01:53: Ich will jetzt nicht sagen, es ist fair gesellschaftlich, dass einige Leute unglaublich viel verdienen, andere nicht.
01:01:59: Ich denke ... Wenn man über die Firma nachdenkt und eine Firma verdient sehr viel Geld.
01:02:04: Also jemand hat ein Produkt erstellt, das Unglaub, das die ganze Welt haben möchte.
01:02:08: Sei es jetzt Facebook oder Autos, die man herstellt, was auch immer.
01:02:13: Und jetzt verdient diese Firma das ganze Geld.
01:02:16: Und das ist natürlich die Arbeit der Menschen der Firma arbeiten, die haben dieses Produkt erstellt und die Welt möchte es haben.
01:02:20: Jetzt die Frage, das Geld wurde jetzt verdient, es kommt rein, wer bekommt das?
01:02:25: Und das ist so die Frage, wer soll es denn, wenn man es jetzt nicht im Mitarbeitern gibt, wer eben soll man es dann geben?
01:02:31: Wenn die Antwort ist, okay, sollen die Aktionäre bekommen, dann weiß ich nicht, ob das irgendwie besser ist.
01:02:36: Selbst wenn man in Deutschland schauen würde, sind Aktionäre oft Kratarische Investmentfonds oder was auch immer, sollen die jetzt das Geld bekommen und nicht die Mitarbeiter, die das Produkt gebaut haben.
01:02:44: Dann denke ich, okay, ist doch besser, wenn die Mitarbeiter, die das Produkt gebaut haben, das Geld bekommen, anscheinend, dass es einen anonymen Investoren gegeben wird, die wahrscheinlich sowieso schon genug Geld haben und auch so durch diese Aktienpreisentwicklung auch schon fair dafür bezahlt werden.
01:02:59: Und dann ist die andere Sache, okay, es könnten alles an die Gründer gehen.
01:03:02: Und dann würde ich auch sagen, warum sollte jetzt irgendwie Mark Zuckerberg das noch mehr Geld bekommen?
01:03:07: Nur damit, und er würde es hier bekommen, weil es seine Firma ist.
01:03:09: Also nur damit die Mitarbeiter nicht so einen Gehalt haben, kriegt jetzt Mark noch mehr Geld.
01:03:13: Aber ich sage, es ist nicht besser für die Welt, wenn die Milliardäre noch reicher wären, als sie jetzt gerade sind.
01:03:19: Und aus dem Gesichtspunkt dann eher die Frage, okay, wenn ich jetzt irgendwie gesellschaftlich fair machen möchte.
01:03:26: Warum ist es überhaupt möglich, dass der Firma so viel Geld verdient?
01:03:29: Ja, das ist vielleicht eine interessantere Frage.
01:03:32: Wie man das irgendwie angehen kann, als das zu sagen, okay, ich finde es nicht gut, dass wenn das Geld verdient wird, dass dann die Mitarbeiter, die die Arbeit gemacht haben, besser bezahlt werden, proportional davon von dem Erfolg bezahlt werden.
01:03:44: Ja.
01:03:45: Ja, ist interessant.
01:03:47: Ich frage mich halt dann immer so.
01:03:49: Wie geht das dann weiter?
01:03:50: Weil die Leute verdienen dann irgendwann so viel Geld und dann kommt irgendwann das Cliff und dann müssen sie wieder anfangen und dann werden sie erst mal wieder zurückgestuft.
01:03:57: Aber ist ja vielleicht auch ganz okay, wenn man halt ein paar Jahre richtig viel verdient hat, wenn man dann wieder auf normales Gehalt zurückgeht.
01:04:02: Aber das zerstört natürlich auch so ein bisschen das Gefüge, ne?
01:04:04: Das hat neue Firmen oder das Innovationen in neuen Firmen sehr, sehr schwierig ist, weil dann halt die guten Leute natürlich zu Meter und Co.
01:04:11: gehen und dann die Startups eben solche Leute eben nicht heilen können.
01:04:14: Und das hat das dann immer noch weiter auseinander.
01:04:15: Aber du hast total recht in Deutschland.
01:04:18: kriegt das halt dann irgendwie die Maschinenbauer-Familie hier und das Ganze geht dahin und ihr Mitarbeiter kriegt halt einfach seine Fünfzehntausend Euro im Jahr.
01:04:24: Ja, das ist immer für mich, also genau das Beitritt.
01:04:26: Ich finde immer, der Mittelstand wird so gelobt in Deutschland und in Wahrheit ist es so, es wird ein unglaubliches Geld verdient, also irgendwie auch schrauben wird und so weiter, was immer gesagt wird, Milliardäre, aber die haben eben nicht Tausende.
01:04:39: andere Millionäre in der Region geschaffen.
01:04:42: Sondern sie haben nämlich Leute, wie du sagst, die noch fünfzigtausend Euro im Jahr verdienen.
01:04:45: Und dann wird das gelobt.
01:04:46: Und ich glaube, das ist auch nicht die Sache.
01:04:48: Die Sache sollte sein, dass man überlegt, okay, wie schaffe ich das irgendwie, das Geld allgemein besser verteilt wird, aber nicht.
01:04:55: dass die Lösung ist, dass man alles, der im Inhab der Gründer-Familie gibt oder alles den Aktionieren gibt.
01:05:01: Ist interessant, ich weiß nicht, ob die Story wirklich stimmt, aber jetzt, kürzlich war zum Beispiel bei Open AI wieder eine neue Finanzierungsrunde und hat jeder Mitarbeiter bis runter zur Putzfrau einfach einen Million Dollar Zusatzbonus bekommen.
01:05:13: Also wird es wirklich sehr, sehr gleich in der ganzen Firma verteilt, wirklich bis zum Vorten nach vorne, der natürlich steht.
01:05:18: Ist natürlich total verrückt.
01:05:20: Ja, ich meine auch bei Google haben damals alle Mitarbeiter ... früh Aktien bekommen.
01:05:24: Also da gab's auch Geschichten von Leuten, die irgendwie, ich weiß, war WhatsApp gab's irgendwie jemanden aus dem Customer Support, eine Person, die dann, also vielleicht zweistellig Millionen bekommen hat.
01:05:34: Also da gibt's oder bei Facebook gab's irgendwie der, der war so ein Artist, der Graffiti gemacht hat und der hat dann wirklich zweistellig Millionen betragt bekommen für das Graffiti im Nachhinein.
01:05:45: Also es ist schon, es ist zwar kapitalistischer hier als in Deutschland, aber was ... jetzt Einkommen angeht bei erfolgreichen Firmen.
01:05:54: Es ist deutlich fairer im Sinne, dass deutlich mehr Leute daran teilhaben dürfen.
01:06:00: Ich denke auch, dass es dazu führt, dass die Firmen, die Menschen sich mehr anstrengen und sich mehr identifizieren mit der Firma.
01:06:06: Also ich auch zurückdenke irgendwie an Rocked Internet.
01:06:09: Also gab's oft irgendwie irgendein Problem, sagen wir mal so, es gibt irgendeinen Netzwerk-Admin und es ist Freitag Nacht.
01:06:16: Und die Person sieht irgendein Problem und der Netzwerk-Admin ist die einzige Person der Firma.
01:06:20: die dieses Problem versteht.
01:06:22: Warum wird er jetzt am Freitagabend sagen, hier ist das Problem und ich werde das jetzt noch mal fixen?
01:06:28: Also, er kann einfach am Montagmorgen fixen und auch niemanden erzählen.
01:06:33: Natürlich sagt man, man sollte aber die Arbeitsethik verpflichtet und so weiter.
01:06:37: Aber ich behaupte, das werden auch viele nicht tun.
01:06:39: Und wenn er es jetzt tut, dann gibt es vielleicht einen Klapp auf die Schulter.
01:06:43: Danke.
01:06:44: Und der Unterschied ist, dass es hier Leute oft im Nachhinein ... noch irgendwie so ein Aktien-Grant bekommen.
01:06:51: Was ich vorher gesagt habe, dieses Discussion-Aquity, also ich hab's häufig gesehen, dass irgendjemand macht irgendwas Tolles und kriegt dann im Nachhinein außervertraglich noch irgendwie eine Belohnung von einem Aktien-Bund.
01:07:02: Und dann sehen das in den Höhe noch alle an den Mitarbeiter, das war irgendwie cool, okay, sowieso hat sich ... Besonders angestrengt und ein großes Problem gefunden.
01:07:09: Wir haben ganze Wochenende durchgearbeitet und es irgendwie noch gefixt und wurde auch dafür noch belohnt.
01:07:14: Und dann gibt es irgendwie Leute, die sagen, okay, was kann ich denn jetzt noch machen?
01:07:16: Wie kann ich noch was beitragen?
01:07:18: Ah, ich will hier und hier und da.
01:07:20: Und dann hast du irgendwann eine Gruppe von Menschen, die super motiviert sind.
01:07:23: Und ich hoffe, es geht nicht mal mehr so darum, sind es jetzt irgendwie Millionen oder sind es Tausende.
01:07:29: Es geht darum, dass man überhaupt irgendwas bekommt.
01:07:32: und sich so fühlt, dass es nicht so ein vertragliches Verhältnis ist, in dem ich alles vorher verhandeln muss.
01:07:36: Und ich hab dieses einfach so einen Vertrauen, wenn ich gute Arbeit leiste, werde ich dafür belohnt, dass irgendwie durch einmal Ereigniserlebnis und Erlebnis von Bekannten, die man hat und Freundinnen aufwächst.
01:07:49: hier, ist es sowieso in der Kultur drin, dass alle Leute sich einfach sagen, okay, das ganze Außen drum, das ganze Formelle ist irgendwie nicht so wichtig.
01:07:56: Wenn ich mich anstrengere und gute Arbeit leiste, dann wird's irgendwie für mich gut funktionieren.
01:08:01: Interessant.
01:08:02: Seit ... ähm ... zwei, vierundzwanzig, also seit letztem Jahr steht auf deinem Linken im Profil, dass du allerdings bei Snapchat raus bist, und da steht noch nichts Neues.
01:08:12: Was machst du jetzt gerade?
01:08:13: Was mache ich gerade?
01:08:14: Jetzt, ich glaub, wenn ich eine öffentliche Sache da kommunizieren wollte, dann hätt ich das auch schon dann
01:08:20: geschrieben.
01:08:21: Also, was ich sagen kann, ist, dass ich mich sehr viel mit AI beschäftigt hab.
01:08:24: Also, ich hab mir sehr viel mit den ... mit Coding wieder.
01:08:27: Also, ich meine, ich kann wieder ... Produktiv selbst Coat schreiben und hab mir sehr viele Business-Ideen angeschaut.
01:08:34: Und ja, jetzt quasi, es wird sicher demnächst eine Sache geben, ich dann kommuniziere.
01:08:40: Aber ja, der Grund ist, dass ich eben mich dauf realisiert habe und damit beschäftigt habe.
01:08:47: Und ja, genau.
01:08:49: Und sagen wir in der glücklichen Position, dass wir nicht in diesem Umfeld hier sind, in dem man sehr viel lernen kann und sehr viel Möglichkeiten hat.
01:08:56: Okay,
01:08:56: okay.
01:08:57: Was würdest du ... deutschen Raten, die das hier hören, die jetzt inspiriert sind von deiner Karriere, die auch überlegen, ins Valley zu gehen.
01:09:05: Das war eine einmalige Situation, dass du da bei Rockhead früher viel Geld ausgegeben hast, mit denen du diese Verbindung aufgebaut hast.
01:09:14: Gibt's da was, was du als Ratschlag geben und Leuten geben kannst, die auch gerne herkommen wollen?
01:09:19: Ja, schwierig zu sagen, die Zeit verändern sich immer wieder.
01:09:23: Was damals funktioniert, muss nicht jetzt funktionieren.
01:09:25: Aber ich denke, was bleibt ist, Am Ende, ich hab nie mich beworben im Sinne von, ich hab irgendwo gesehen, das ist eine Stelle und gesagt, ich möchte hier arbeiten und hier ist eine Bewerbungsmappe usw.
01:09:35: Sondern ich hab einfach Arbeit gebracht, die von den richtigen Leuten gesehen werden konnte.
01:09:43: Am Ende hab ich Facebook sehr geholfen darin, wie sollten sie ihr Erdprodukt verändern, damit es am Ende für die Firmen in der ganzen Welt besser funktioniert.
01:09:52: Also wir hatten Down's Rocket einfach an sehr viele ... Wir waren ja auf der ganzen Welt wirklich mit den Firmen und hatten immer wieder so abstrakte Probleme gesehen, okay, das und das müssen wir lösen.
01:10:02: Und das kann man heute mit euren Erdprodukten nicht.
01:10:03: Und dann habe ich das so kommuniziert in der Sprache, die den Produktmanagern und den Engineers eben gelegen hat.
01:10:11: Und dann haben sie, und dann haben wir anders gemacht, haben wir mit der Facebook Ads API Tools gebaut.
01:10:15: Und dann haben sie gesehen, was für Tools wir bauen.
01:10:18: Und dann war es auf deren Sicht, okay, wir lösen Probleme, die sie eigentlich... nicht nur für uns lösen müssen, sondern für alle lösen müssen.
01:10:25: Und dadurch hab ich eben so dann das Bewerbungsgespräch über, sagen wir mal, über ein Jahr hinweg mit enger Kollaborationen, mit der Leadership von Facebook gehabt, ohne jemals zu sagen, hey, hier, ich formuliere jetzt irgendwie einen Satz über meine, wie ich meine Arbeit gemacht hab.
01:10:43: Das heißt, wenn man in Deutschland ist und ich kann quasi, weil ich Kunde bin, Probleme lösen für die Firma, die ich arbeiten will.
01:10:52: Das ist ein Weg.
01:10:53: Ich kann irgendwie in den Open Source Projekten arbeiten.
01:10:55: Das ist, glaube ich, ein sehr guter Weg.
01:10:57: Also am Ende ist es aber, wie kann ich Arbeit machen, die gesehen wird?
01:11:00: Das ist so die, sagen wir mal, den besten Ratschlag, den ich geben kann.
01:11:04: Ja,
01:11:05: ich glaube, das ist nicht nur für Omiher zu kommen, sondern generell wahrscheinlich auch ein guter Ratschlag.
01:11:09: Aber klar, man kann sich darüber nachdenken.
01:11:11: Also wenn wir sehen, ich jetzt... in ein anderes Land gehen will, würde man vielleicht die Arbeit anders richten.
01:11:16: Also ich muss mich wirklich überlegen, ich möchte nach San Francisco gehen, ich möchte bei Open AI arbeiten oder ich möchte bei Entropic arbeiten, dann ist ja trotzdem die Frage, wie kann ich Arbeit machen, die die Leute dort interessant finden.
01:11:30: Frage zum Ende mal zwei Fragen.
01:11:32: Die erste ist, ob du dir vorstellen könntest, auch wieder nach Deutschland zurückzugehen.
01:11:36: Ich mein, du hast ja beide Märkte eng mitbekommen, diese ganze krasse Phase in Deutschland mit Rockhead und so, aber auch hier hat ja beides eine Vor- und Nachteile.
01:11:45: Aber würdest du sagen, okay, das ist auch eine Option, du hast ja noch nicht, du hast ja noch nicht genau das, was du das machst.
01:11:51: Also, könntest du auch in Deutschland jetzt irgendwie eine Firma übernehmen oder so?
01:11:54: Ja, ich hab immer, ich hoffe schon lange, also ich werde auch weiter hoffen, dass quasi irgendwann so ... eine große Konsumentenfirma, also, ich weiß nicht, eine Konsumentenfirma sagt auf Deutsch, aber quasi eine Firma, die für Endnutzer Software entwickelt, dass die aus Deutschland irgendwie erfolgreich wird.
01:12:12: So erfolgreich wird es irgendwie Sinn ergibt für jemand mit meinen Erfahrungen oder meinen Stärken da zu arbeiten.
01:12:17: Also, ich glaube, ich wäre jetzt sehr interessant für die SAP.
01:12:20: Nicht, weil ich irgendwie zu doof für die SAP bin, sondern einfach weil meine Erfahrung nicht im Bereich BtoB ist, sondern wirklich im BtoC-Bereich.
01:12:28: Ich hab immer gehofft, wenn gibt's ein ambitioniertes Projekt aus Deutschland, dem ich vielleicht auch helfen kann.
01:12:33: Oder vielleicht gibt's Leute, die eine Idee haben und ich kann ... oder ich hab eine Idee, das kann alles passieren.
01:12:39: Und sonst würde ich sagen, sehr gerne auch noch mal da arbeiten.
01:12:42: Aber ich sehe irgendwie, gerade im Bito-See-Bereich, sehe ich nicht so die Firmen, sondern die sagen, unser Anspruch ist es, irgendwie TikTok zu ersetzen.
01:12:52: Oder unser Anspruch ist es, neues Google zu werden.
01:12:54: Das sieht man ... sehr selten.
01:12:56: Und da kam auch wirklich schon sehr lange nichts mehr.
01:12:58: In der Studie vor Z, kann man sagen, weil er fast gekauft, damals von Facebook.
01:13:02: Und wirklich nur durch Investoren, Veto ist es nicht passiert.
01:13:05: Dann ja, wie hast du mir jetzt hier mit Amen, und das war ja schon ein sehr early stage und noch, da kann man fast sagen, ein Acquie-Hire in so einer Situation.
01:13:14: Aber so in der Studie vor Z gab es ja nie wieder.
01:13:17: Es gab nie wieder irgendwie ein... eine Webseite, die alle Deutschen benutzen, die aus Deutschland kommt.
01:13:24: Das wäre so ein Ding, was ich mir wünsche, dass das noch mal passiert.
01:13:27: Aber ich mein, wie soll das auch funktionieren?
01:13:29: Die Welt ist so global mittlerweile.
01:13:31: Es gab immer wieder so Versuche, ich erinnere mich zum Beispiel noch an die Jodl-App, die es auch geschafft hat.
01:13:36: Die ist ja auch immer noch aktiv, glaub ich.
01:13:38: Die sind im Mittel-East ganz stark.
01:13:40: Oder Ksing aufs natürlich.
01:13:41: Da hat ich meinen Beitrag geleistet, das zu beenden von Link ins Seite aus.
01:13:48: Aber ... Das ist halt so schwierig in diesem Konsummarkt, auch selbst hier aus den USA.
01:13:53: Weil hier große Konsumfirma hat es geschafft, hier in den USA groß zu werden.
01:13:57: Also, mein TikTok ist das letzte große.
01:14:00: Das ist ja auch nur A nicht aus den USA und B ist auch schon uralt in the grand scheme of things.
01:14:05: Ja, ich glaube es gibt immer wieder mal.
01:14:07: Aber sagen wir mal so im Messagingmarkt gibt es schon lokale Apps, die gewonnen haben.
01:14:13: Also es gibt nicht irgendwie, ich vergesse wieder alle heißen, aber in Vietnam ist es eine App, die nicht eine der Großen ist, hier vergessen wir die heißen.
01:14:22: Dann in Korea ist Kakao Talk, Japan ist Line.
01:14:27: Also, es ist nicht so, dass es auf der ganzen Welt quasi keine Consumer-Apps gibt, die irgendwie erfolgreich sind.
01:14:35: Aber eben in Deutschland, würde ich sagen, ist es besonders so, dass einfach nichts herkommt.
01:14:40: Klar, wir haben irgendwie die Schweden mit Spotify und Skype hatten, glaube ich, mehr Erfolg als Deutschland.
01:14:47: Also, es könnte schon was da ... Ich denke, Es fehlt so ein bisschen die Ambition und das Handwerk, so eine App entwickeln zu können.
01:14:56: Ich wünsche dir ganz viel Erfolg.
01:14:58: Ich hoffe, sie ist ein neues deutsche Wunder aus Deutschland im Konsumbereich.
01:15:04: Aber ja, du hast total recht.
01:15:05: Es wär total schön, wenn's so was aus Deutschland geben würde.
01:15:10: Die guten Gründer, die kommen dann doch fast eher hierher und ziehen ihre Firma hierher um und haben ein wässeres Funding-Klima und so weiter.
01:15:19: Ja, ich glaub, es gibt auch nicht so die ... Also, wenn ich jetzt schaue, hier ... Es gibt sehr viele Leute, die immer wieder neue Firmen gründen.
01:15:28: Und auch lange bei den Firmen bleiben.
01:15:30: Wenn ich jetzt schaue, die ganzen Leute, die bei Facebook sind, bei Google sind wirklich viele Leute, seit Anfang an quasi dabei sind.
01:15:37: Ja.
01:15:37: Und so, wenn ich jetzt schaue, die fast alle Leute, die man irgendwie gehört hat, dass die damals bei StudiVz waren oder bei den Free and Rocket-Gründungen, die meisten verschwunden oder sind Investoren geworden.
01:15:47: Ja.
01:15:47: Aber dass jetzt irgendwie so dieses Konsumentenwissen immer wieder weitergeben wird, also die Leute, die arbeiten immer noch in der Firma.
01:15:53: Wenn man überlegen würde, keine Ahnung, wenn alle Leute bei Rocket geblieben wären und noch Firmen zusammen aufbauen.
01:15:57: Da wäre unglaublich das Wissen da.
01:15:58: Das sind viele gute Leute.
01:16:00: Und das ist, glaube ich, so die Kultur, was Consumer Software angeht, ist einfach nicht, dass nicht so viele aktive Leute einfach da über eine längere Zeit.
01:16:11: Ich hab auch das Gefühl, dass es hier viel mehr Community ist als in Deutschland.
01:16:16: Also es war lange nicht mehr in Deutschland.
01:16:18: Aber hier, wenn man irgendjemanden anschreibt, ist die Wahrscheinlichkeit unglaublich groß, meine Antwort bekommt.
01:16:24: Und die Leute mit einem Kaffee trinken.
01:16:26: Und das hatte ich damals nicht das Gefühl, in Berlin es ist so eine Kultur gehabt.
01:16:32: Vielleicht hat es geändert.
01:16:33: Aber auch, dass die Leute irgendwie interessierter sind an den Personen hier.
01:16:40: Also ganz viele Leute, wie oft kriege ich noch Nachricht von irgendjemandem von Rocket, sehr selten.
01:16:46: Ähm, irgendwie als meine Pandemie in New York waren, wurde ich sofort der David Marcus, der damals der Messagingchef war von Facebook, der vorher CEO von PayPal, hatte schon längst noch was anderem gearbeitet.
01:16:59: Dann hat er eine Pandemie gedacht, wie geht's euch und kann ich irgendwie helfen.
01:17:01: Also, wir waren in New York und es war gerade alles so.
01:17:04: Lockdown und Leute hatten ... extrem Angst gehabt, wenn man da muss man aus New York verlassen und so weiter.
01:17:10: Dann kam der Nachricht, wie geht's euch helfen?
01:17:12: Das
01:17:12: ist die typische Frage.
01:17:15: Ich hab gefühlt, dass die Leute hier so viel mehr an den Personen interessiert sind.
01:17:20: Und auch vielmehr daran interessiert sind, wie kann ich andere Leute irgendwie noch erfolgreicher machen?
01:17:25: Und das hatte ich so nicht in Deutschland damals das Gefühl gehabt, dass es in der Kultur ist.
01:17:32: Ja, du sprichst mir aus der Seele.
01:17:34: Die letzte Frage, die ich mal stelle, ist eine Frage über dich persönlich.
01:17:38: Was gibt's, was dich ausmacht, was nicht mit deiner Arbeit zu tun hat?
01:17:40: Das
01:17:41: ist eine sehr gute Frage.
01:17:44: Ich spreche bliesend Portugiesisch.
01:17:45: Ja.
01:17:46: Und ich weiß nicht, ich bin sehr sportinteressiert, bin sehr gerne draußen, lange früher Feldhockey gespielt in Deutschland und viel Fußball gespielt.
01:17:56: Und inzwischen bin ich Surfer geworden, weil ich meine Hüfte so verletzt hab, dass ich kein Fußball mehr spielen durfte.
01:18:02: Und ja, dann hat der ... Kalifornische Arzt sehr kulturgetreu.
01:18:06: Mir empfohlen, das doch anfangen sollte zu surfen.
01:18:09: Großartig.
01:18:09: Hat ja schon mal gemacht.
01:18:10: Also ich war irgendwie beim Surf-Trip gemacht, als ich jünger war, aber halt nicht so ernsthaft.
01:18:15: Und inzwischen versuche ich eigentlich immer, wenn das Wetter mitspielt und die Wellen gut sind, dann versuche ich immer im Gimorgens zum Sonnenaufgang nach irgendwie einer Stunde oder zwei zu surfen.
01:18:27: Das ist ja das Schöne.
01:18:27: ansonsten, das geht an dreihundert Tagen im Jahr ungefähr.
01:18:31: Bist du wahrscheinlich sehr, sehr fit
01:18:32: gerade.
01:18:34: Ja, es geht tatsächlich nicht in deiner Tagen hier.
01:18:37: Ja, hier, weil der Wind oft die falsche Richtung lässt.
01:18:41: Also, es gibt einen Offshore Wind, das heißt, die Welle kommt und wird irgendwie noch so, die stellt sich noch mal länger auf und bricht nicht so schnell.
01:18:48: Und es gibt den Onshore Wind.
01:18:49: Und der ist hier, wie du weißt, der Wind kann jetzt ziemlich stark sein.
01:18:52: Und der Onshore, der drückt die Welle so runter
01:18:55: und
01:18:55: dann bricht die nicht richtig.
01:18:56: Und klar, man kann trotzdem hier rausgehen, aber ... Das ist schon sehr, sehr unangenehm dann.
01:19:01: Okay, okay.
01:19:02: Also, das Wetter ist auf jeden Fall in drei Hundert Tagen im Jahr.
01:19:04: Gut, das wollte ich damit
01:19:05: sagen.
01:19:05: Ja.
01:19:07: Gut, ja, in diesem Sinne, vielen, vielen Dank für die ganze Inzards.
01:19:10: Echt eine super spannende Reise.
01:19:11: Ich bin total gespannt, was du als Nächstes machst.
01:19:13: Wir werden das auf jeden Fall hier auf dem Kanal verkünden.
01:19:15: Mindestens unser WhatsApp-Community.
01:19:17: Und ich danke dir vielmals, dass du hier warst.
01:19:19: Ja,
01:19:19: vielen Dank, dass du mich eingeladen
01:19:20: hast.
01:19:21: Danke, tschau,
01:19:24: tschau.
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