Vom Staats- zum Weltkonzern: Telekom-Chef Tim Höttges (#878)
Shownotes
CEO Tim Höttges hat aus der Telekom ein internationales Schwergewicht gemacht, das an der Börse mehr wert ist als alle großen europäischen Konkurrenten zusammen. Das Problem aus europäischer Sicht: Der Börsenwert leitet sich fast ausschließlich vom US-Geschäft ab. Im OMR Podcast warnt Tim Höttges deswegen, dass die europäische Regulierung schnelle Fortschritte bei der digitalen Infrastruktur verhindert. Außerdem verrät er, wieso er schon ins Abi-Jahrbuch „Vorstandschef“ als Berufswunsch geschrieben hat, wieso T-Mobile US am Anfang keine iPhones anbieten durfte – und welches Investment an der Börse sein vielleicht bester privater Deal war.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich Tim Hötges zum ersten Mal persönlich kennengelernt.
00:00:04: Und zwar standen wir am Buffet auf Frank-Tehlens fünftigsten Geburtstag hintereinander.
00:00:08: Man hat dazu mir gesagt, ach, Sie sehen dieser Philipp Wester-Müller.
00:00:11: Danach haben wir uns trotzdem noch ganz nett unterhalten, hatten einen ganz lustigen Abend und haben einige Sachen gemeinsam besprochen, unter anderem einen Podcast zu machen.
00:00:19: Und was soll ich sagen?
00:00:19: Der Podcast hält, glaube ich, all das, was ich mir an dem Abend auf dem Geburtstag erhofft habe.
00:00:24: Beeindruckend klare und angstfreie Aussagen, Hintergründe und Insights zur großen Telekom-Story der letzten zwanzig Jahre.
00:00:30: Dazu gehört ja unter anderem auch eine wahnsinnige Wertentwicklung, die die Kollegen da rund um Tim Höttges in den letzten Jahren verantwortet haben.
00:00:36: Die Firma ist eine der wertvollsten Firmen Europas geworden und das in einem Segment, wo es überhaupt gar nicht so einfach war.
00:00:41: nächsten Jahren Markenteile zu gewinnen oder Wert zu steigern.
00:00:44: Und natürlich Fragen danach, wie er die Tektonik der Wirtschaftswelt global aktuell so sieht.
00:00:48: Wir haben über seinen Link in Gesprächen, über seine Weihnachtsvideos und die Frage, ob er nicht gemeinsam mit seinem Vorgänger, dem René Obermann, in Wahrheit eine Art Zweimann-Deutschland-AG ist.
00:00:57: Das alles im wirklich großen, großen Tim Hörtges-Premierend-Podcast hier.
00:01:00: Auf geht's!
00:01:13: Du hast ja sozusagen als, äh, ja, ähm, Manager ganz bündig, mal angefangen als Berater.
00:01:19: Ähm, aber bevor wir darüber sprechen, wie es gekommen ist, dass du jetzt sozusagen so erfolgreich diesen Laden hierfürst, ähm, ist die Geschichte wahr, dass du deine Abi-Zeitung als Berufswunsch Vorstandsvollzene eingetragen hast?
00:01:29: Ja, habe ich.
00:01:30: Und ich habe auch eingetragen, dass ich hunderttausend DM-Mark verdienen möchte.
00:01:34: Also von daher zeige ich, dass die äh... Die Wirklichkeit, die ich damals gehabt habe, das war durchaus naiv.
00:01:40: Ich wollte irgendwo Einfluss haben, ich wollte irgendwo Power haben, ich wollte irgendwo was gestalten können.
00:01:45: Das war irgendwo wichtig, als ich aus der Schule rausgekommen bin.
00:01:49: Und ich war damals fasziniert von den Marken.
00:01:53: Wir hatten damals irgendwo die Wrangler-Jeans, die nach Deutschland kamen und das fand mir ganz cool.
00:01:59: Und diese Marken haben mich fasziniert, diese großen amerikanischen Marken.
00:02:02: Der erste McDonalds wurde damals eröffnet in Soling, meiner Heimatstadt.
00:02:06: Und da kam irgendwo die großen amerikanischen Magen, das hat mich fasziniert.
00:02:09: und dann habe ich gesagt so, ich möchte Werbepsychologie studieren, das war irgendwo die Idee und dann werde ich Vorstandsvorsitzender.
00:02:17: Aber ich meine, dann die ersten Schritte waren halt jetzt noch nicht mal Harvard oder irgendwie jetzt dieses total überholt Spur McKinsey, sondern es war halt erstmal, sagen wir, Uni Köln, dann eine kleinere Beratungsfirma.
00:02:29: Mummert habe ich gelesen, also ist jetzt noch eine ernsthafte Beratung, aber es ist ja nicht mehr McKinsey oder so.
00:02:34: Es war also, es fing ganz normaler an, als man vielleicht heute vermuten würde.
00:02:38: Also erst mal, ich habe in Sohling Zivilings gemacht in der Schule für geistlich und körperlich behinderte Kinder.
00:02:44: Und das war schon sehr eine eindrucksvolle Zeit, besonders nicht nur wegen den Kindern, die ich damals betreut habe, sondern auch wegen der Pädagogen, die das ihr Leben lang gemacht habe.
00:02:56: Und eine Pädagogin da, die war Frau von einem Manager bei Bayer Leverkusen.
00:03:01: Und dadurch, dass ich finanziell von zu Hause nichts hatte, was ich irgendwo zu überleben sozusagen in der Uni statt hatte, musste ich arbeiten.
00:03:09: Und damals habe ich bei Bayer Werkstudent die Chance zum Werkstudent bekommen.
00:03:13: Hab dann immer in den Wintersemester sechs Wochen gearbeitet, im Sommer acht Wochen gearbeitet bei Bayer in Leverkusen, in der Finanzabteilung, in der Buchhaltung.
00:03:25: Da war ein Chef, der zu mir gesagt hat, was wir auf, aus dir machen wir einen richtigen BWLer.
00:03:31: Du gehst nach Köln an die Universität, das ist die beste Universität in Deutschland, war sie damals auch.
00:03:36: Und dann nehme ich dich unter meine Fittiche und dann machen wir aus dir einen anständigen Menschen.
00:03:40: Und dann war halt sozusagen deine ersten Schritte zu sagen, Fandwort oder was?
00:03:43: So ist das.
00:03:43: Und so bin ich dann an die Universität Köln gekommen.
00:03:46: An der Universität Köln war damals irgendwo deutsche Unternehmen sehr populär.
00:03:50: Also ich habe nie eine Bewerbung geschrieben.
00:03:54: Wir sind damals von der Universität abgeworben worden.
00:03:56: Die kamen auf den Campus und dann haben die sich vorgestellt.
00:04:00: Und ich habe ehrlich gesagt, mir immer gedacht, ich muss bei einem deutschen Unternehmen arbeiten.
00:04:05: Ich weiß nicht, warum.
00:04:05: Ich hatte irgendwo eine Affinität.
00:04:07: Ich hatte immer das Gefühl.
00:04:08: Wenn du bei den Amerikanern oder Ausländern arbeitest, dann musst du auch dahin ziehen, weil immer in der Zentrale, immer bei den, da wo die Bosse sitzen, da werden auch die Entscheidungen getroffen.
00:04:18: Dadurch da haben wir jetzt keine Lust zu.
00:04:20: Deswegen habe ich mich sehr stark auf Deutsch unternehmen können.
00:04:22: Okay, okay, das ist nachvollziehbar.
00:04:24: Und es ging ja dann sogar so, dass du relativ früh schon mitgeholfen hast, ein heutiges deutsches Großunternehmen.
00:04:31: zu gründen oder zu zu zu schmieden, sagen wir mal.
00:04:33: Also da gab es Diffusionen, zwischen Feber war und Viak und es ist heutige Ehren.
00:04:39: Da warst du schon im frühen Berufsjahr mitgeholfen.
00:04:42: Also ich bin, nach der Uni bin ich in die Beratung gegangen, vielleicht aus der gewissen Orientierungslosigkeit sozusagen, was mache ich jetzt genau, zweitens aus dem Grund, dass ich bei Bayern das Gefühl hatte, das geht mir als nicht schnell genug.
00:04:57: Da brauchte man, ich sag mal, jahrelang, um da in den Hierarchien irgendwo nach oben zu kommen.
00:05:03: Und das war eine Perspektive, die ich nicht haben wollte.
00:05:06: Die haben mir natürlich einen Job angeboten.
00:05:08: Und ich wollte irgendwo in einen Bereich gehen, wo ich was lerne, wo ich eine Breite bekomme.
00:05:13: Und die Beratung ist natürlich dazu prädestiniert, Tools zu lernen, Werkzeuge zu bekommen, gleichzeitig eine Breite über Industrien zu lernen, richtige Probleme anpacken zu dürfen.
00:05:23: Deswegen wird der Berater ja beauftragt.
00:05:26: Und das hat mich fasziniert.
00:05:27: Das habe ich genau drei Jahre gemacht auf den Tag genau.
00:05:29: Und dann habe ich gesagt, jetzt muss ich ein Unternehmen, jetzt muss ich das ausprobieren.
00:05:32: Und damals kam die FIERK auf mich zu.
00:05:35: Und die FIERK waren faszinierendes Unternehmen.
00:05:38: Sie war ja eine Industrie Holding.
00:05:39: Eigentlich war es ein... Unternehmen, was wie ein Private Equity-Unternehmen gearbeitet hat.
00:05:46: Die Viergruppe hatte Schmalbach-Lubecker Verpackungsunternehmen, sie hatte die SKW Trostberg Chemie, sie hatte die Bayernwerke, Energie, sie hatte VW Aluminium, ein Portfolio von Unternehmen.
00:06:01: Wir haben damals die Entsorgungsrückstellungen für die Atomkraftwerke, diese enorm finanziellen Mittel, die haben wir nicht auf die Bank gelegt, sondern die haben wir unternehmerisch investiert.
00:06:11: um sie dann diese Unternehmen wieder zu verkaufen und da ein Mehrwert für das Unternehmen zu generieren, wenn denn die Atomkraftwerke zurückgebaut werden.
00:06:19: Und das war eine faszinierende Aufgabe.
00:06:22: Wir waren hundert Leute in der Zentrale in München und inklusive Fahrer.
00:06:26: Das war für den Chef immer das Wichtigste damals.
00:06:31: Und dieses Unternehmen war enorm dynamisch.
00:06:34: Und dann bin ich dann in die große Industrie gekommen.
00:06:36: Das war Mergin Acquisition, das war Controlling, aber das war auch sehr unternehmerisch getrieben, nämlich die richtigen Unternehmen zu finden, die hoffentlich dann auch einen entsprechenden Mehrwert generieren.
00:06:46: Okay, und dennoch, ihr habt dann den ganzen Umbauten irgendwie gesehen, da muss was Neues entstehen und meine EON ist ja keine kleine Geschichte.
00:06:53: Ja, also wir haben dann damals gesagt, Leute, wir haben enorm interessante Assets in unserem Portfolio, aber die FIAC-Aktia.
00:07:04: die reflektiert nicht den Wert des Unternehmens.
00:07:07: Und da war ein sogenannter conglomerate discount, also Abschlag auf den Unternehmenswert.
00:07:15: Man hat diesen inneren Wert nicht gesehen.
00:07:16: Deswegen haben wir dann gesagt, so Leute, das macht keinen Sinn, so ein breites Industrie-Portfolio zu machen.
00:07:21: Wir konzentrieren uns auf das Kerngeschäft und haben damals gesagt, Energie ist das Kerngeschäft.
00:07:26: Und haben uns dann konzentriert zu sagen, wie können wir den Marktführer im Energiebereich schaffen?
00:07:31: Und das war damals Die Faber, wir haben das Bayernwerk und die Faber zusammengebracht und haben daraus die EON gespielt.
00:07:38: Ich war in dem Raum dabei mit sechs Leuten, als der Name EON geboren wurde.
00:07:45: Das war Energy On, da war man so eine kreative Phase mit Werbeleuten.
00:07:51: Und dann wurde dann irgendwo, ich sag mal, mit der Farbe rot experimentiert.
00:07:54: Und ich saß damals mit ... Professor Simson, der war ja der Vorstandsvorsitzende dann von der FIAC und mit dem Herrn Hartmann, der saß auf der Fehlberseite, der saß dann zusammen.
00:08:05: Und wir haben damals dann diesen Namen kreiert.
00:08:07: Also ich war von der Geburtsstunde der Ehren, war ich einer der ersten Mitarbeiter, der dann in das Unternehmen geguckt.
00:08:12: Und dann haben wir die Industriebeteiligung schrittweise alle monetarisiert.
00:08:17: Übrigens mit riesigen Gewinnen.
00:08:19: Also ich erinnere mich nur daran, dass wir damals die FIAC interkommen.
00:08:23: Also, da ist sozusagen die erste Berührung mit der Telekom gewesen.
00:08:26: Wir haben die ja damals aufgebaut.
00:08:27: Die haben wir von über zehn Milliarden damals verkauft, obwohl wir nur eine Milliarde investiert hatten.
00:08:32: Und das waren so Erfolge.
00:08:34: Und das war die Grundlage eigentlich für das heutige, für den heutigen Marktführer im Energiebereich.
00:08:41: Dennoch bist du dann irgendwann aus diesem Bereich raus und nicht im Energiebereich geblieben, sondern in die Telekommunikation.
00:08:47: Ja, ich hatte irgendwo dieses, das war ja damals diese Phase, die meisten erinnern sich gar nicht mehr drinnen, das war dieses Dotcom-Blase um die Jahre, das war so ein bisschen wie heute mit der künstlichen Intelligenz, damals haben wir gesagt, die Digitalisierung, die wird alles treiben, wir werden, ich sage mal, alle Unternehmer, es hat unter mich viele Ausgründungen, Privatisierungen, Start-ups gegeben, jeder hat davon geträumt irgendwo, ich sage mal so ein so einen Milliarden-Unternehmen zu schaffen.
00:09:19: Und ich hatte mir damals durch die Fusion, ich war auf der Vier-Seite verantwortlich für die Fusion, als Projektleiter, da habe ich mir einen gewissen Ruf im M&A, Merger and Acquisition, verschafft.
00:09:32: Und dann hat die Telekom mich angerufen und dann gesagt, pass mal auf, hört, gehst du?
00:09:39: sollst den Börsengang der T-Mobile unterstützen.
00:09:44: Damals war die Telekom ja Festnetzgeschäft, hat aber auch ein interessantes Mobilfunkgeschäft aufgebaut, international.
00:09:51: Und dann sollte in dieser Dotcom-Blase die T-Mobile an die Börse gebracht.
00:09:55: Wer
00:09:55: sieht so was?
00:09:55: War das einfach eine Person, die gesehen hat, Mensch hat das gut gemacht?
00:09:58: Lass dem ansprechen.
00:09:58: oder war das ein Headhunter?
00:09:59: Das war ein Headhunter.
00:10:00: Das war ein Headhunter, die mich dann angesprochen haben.
00:10:03: Und ehrlich gesagt, ich war irgendwie mit der ... Mit der EON war ich fertig.
00:10:08: Das war ein Thema, wo ich dann gesagt habe... Ich hatte auch damals keine Lust, nach Düsseldorf zu ziehen.
00:10:12: Ich fand das irgendwie nicht meine Stadt.
00:10:17: Ich musste eh umziehen, aus München weg, was durchaus schmerzhaft war, eine tolle Stadt dort zu leben.
00:10:23: Und musste dann irgendwie weg.
00:10:25: Und dann war irgendwie so eine Phase, wo ich dann gesagt habe, okay, jetzt bleibst du nicht bei der Ehren.
00:10:29: Ich hatte damals einen, war der Mitte dreißig Generalbevollmächtig da geworden.
00:10:34: Toller Job da und tolle Perspektiven.
00:10:37: Aber dann bin ich zur Telekom gegangen.
00:10:43: Nicht nur wegen der Aufgabe, sondern auch wegen den Personen.
00:10:48: René Obermann, damals Vorstandsvorsitzender für das Deutschlandgeschäft, der hat mich damals eingestellt.
00:10:54: Und das hat mich fasziniert, diese junge, dynamische Art.
00:10:59: Das war nicht Corporate Deutschland.
00:11:01: Da war in dem Mobilfunk bei der Deutschen Telekom ein unheimlicher Dreif.
00:11:04: Da war so eine Aufbruchstimme, da will ich dabei sein.
00:11:07: Okay, das hat dann trotzdem erst mal mit den Bösen erwachen geändert.
00:11:11: den
00:11:12: du da machen solltest, den hat es nie gegeben, wenn die Blase geplatzt und war erst mal normaler Alltag angesagt.
00:11:18: Im Endeffekt ist es am ersten Tag geplatzt, den ich bei der Telekom angefangen habe, weil damals wurden diese UMTS-Lizenzen, das waren diese Drei-G-Lizenzen, die wurden versteigert, dadurch, dass der Markt so überhitzt war, wollte jeder diese Lizenzen haben, ausländische Vestoren kamen nach Deutschland und ... Dieser Preis ist damals über die hundert Milliarden D-Mark damals hinaus geschossen.
00:11:43: Und dann hat der Markt gesagt, so pass mal auf, diese Unternehmen werden das Geld nie zurückverdienen, dann sind die Aktienkurse alle in Keller gerauscht.
00:11:49: Und damals ist ja auch die Telekom abgestürzt in zwei Tausend.
00:11:56: die ganzen Industrieunternehmen, die sich auf diese Dotcom-Blase gestürzt hatten, die hatten dann alle einen Wert verloren.
00:12:02: Und damit war der Bausengang erst mal vom Tisch.
00:12:05: Wir haben dann, glaube ich, zwei oder drei Anläufe genommen intern, bis wir dann entschieden haben, nee, das funktioniert nicht.
00:12:12: Und ja, dann war ich auch bei meiner Telekom.
00:12:15: Und da bist du jetzt seit einem Vierteljahrhundert, also die zwanzig Jahre, oder doch ein bisschen länger sogar jetzt.
00:12:21: Dein Weg war dann ja über verschiedene Produktionen, relativ schnell auch in den Vorstand, irgendwie du bist immer.
00:12:26: René Uhrmann gefolgt.
00:12:27: Ich glaube, dreimal hast du quasi den Job gemacht, den er vorher gemacht hat, also bis jetzt zum aktuellen Forschungsvorsitzenden Job.
00:12:33: Und war das so ein bisschen auch diese Beziehung zu ihm dann für dich ein großes Glück?
00:12:37: oder war das ein Teil des Erfolgs?
00:12:40: Also erst mal war es ein großes Glück.
00:12:43: Ich glaube sowieso, dass Karrieren nicht nur vom Kopf und von der Disziplin abhängen, sondern auch sehr viel mit Glück zu tun haben.
00:12:52: die richtigen Menschen am richtigen Ort zu treffen.
00:12:55: Jetzt kann man sagen, Glück ist bei dem Tüchtigen, weil der Tüchtige sich immer wieder Möglichkeiten verschafft, interessante Menschen zu treffen.
00:13:01: Und ich hatte das Glück, dass ich René Obermann getroffen habe.
00:13:05: Ich habe unheimlich viel von ihm gelernt.
00:13:07: Ich war sicherlich von der Universität, von der Ausbildung super klar im Kopf, super analytisch, sehr präzise auch, was die mathematische Seite betrifft.
00:13:20: Diese vertriebliche, diese Marketing, kaufmännische Seite, diese Instinct und diese Passion für Kunden und die Visionskraft, die hat er in mir geweckt.
00:13:34: Das hat René Obermann damals im Mobilfunk faszinierend gemacht und das habe ich von ihm gelernt, das habe ich mir abgeguckt, wie er das macht, was er da macht.
00:13:45: Das hat, ich sag mal, enorm gut funktioniert.
00:13:47: Wir waren Jingu und Yang.
00:13:48: Wir waren irgendwo in der Extrem... Symbiotische Beziehung.
00:13:55: Heute, wenn man heute mal guckt, ich lege das gerade, ihr beiden seid ja quasi die Deutschland AG.
00:13:59: Also, heutzutage.
00:14:00: Du bist, glaube ich, Aufsichtsrat bei verschiedensten Konzernen.
00:14:04: Mittlerweile Mercedes, irgendwie jetzt wieder Telekom, Forschungsvollstände.
00:14:08: René ist bei SAP, den nächsten, glaube ich, Aufsichtsratschef, ist bei Airbus, glaube ich.
00:14:12: Also, wenn man euch bei der Leine so ist ja so eine Art mittlerweile Mini Deutschland AG geworden.
00:14:16: Na ja, gut, ich würde es ja nicht übertreiben.
00:14:18: Aber wir haben schon gut zusammengearbeitet.
00:14:21: Wir sind auch bis heute befreundet.
00:14:22: Wir waren gerade letztes Jahr zusammen am Berg.
00:14:26: Er ist ja passionierter Bergsteiger und so was.
00:14:29: Ich halte ihn für eine unfassbar energetische und kluge Persönlichkeit.
00:14:37: Er hat auch das Herz am richtigen Fleck.
00:14:38: Er setzt sich... Es geht ihm nicht um Kohle machen.
00:14:41: Es geht ihm wirklich um den Auftrag.
00:14:43: Im Moment ist er ja sehr... entschieden, auch irgendwo die Souveränität für unseren Standort zu verbessern.
00:14:50: Und das hat mich immer irgendwie auch ein Stück weit mit mir in Verbindung gemacht, weil ich, mir geht es um die Aufgabe, mir geht es um den Inhalt.
00:15:00: Und wir haben den Telekom damals wirklich aus einer ganz schweren Phase heraus, haben wir sie gemeinsam irgendwo Stück für Stück verbessert.
00:15:07: Und ich glaube, wir können beide stolz sein auf das, was die Telekom heute ist.
00:15:11: Und jetzt noch mal in der Gewohnt habe ich gelesen, eure Häuser in den Andergaben.
00:15:14: Ja.
00:15:15: Wir sind immer gejockt, dreimal die Woche.
00:15:18: Wir sind am Rhein vorbei gejockt.
00:15:20: Wenn ihr da oben ist ein Grundstück, das will ich kaufen, ist mir ein bisschen groß, hasselos mitzumachen.
00:15:26: Dann hat er gesagt, muss ich mir überlegen.
00:15:28: Dann sind wir noch ein bisschen weiter gejockt, den Rhein rauf in die Rheinau zurückgejockt, guckt auch noch mal nach oben, sagt er, okay, machen wir.
00:15:35: Dann haben wir unsere Häuser direkt nebenan gebaut.
00:15:40: Wir hatten so ein altes Teehaus vorne am Rhein stehen.
00:15:44: Und dann am Wochenende haben wir dann immer da gesessen.
00:15:46: De facto war die Vorstandssitzung schon am Samstag, Sonntag abgearbeitet und dadurch war permanent eigentlich Telekom.
00:15:53: Sieben Tage, vierundzwanzig Stunden die Woche waren wir eigentlich mit dem Thema beschäftigt, das Unternehmen irgendwie zu verändern und voranzutragen.
00:16:01: Und die ersten zehn Jahre hast du doch mal gesagt, waren stark dadurch geprägt, dass man die ganzen Probleme, die auch diese starke T-Aktie damals irgendwie um den Nullerjahre ausgelöst hat, also gab es einen riesen Hype, die Volksaktie und so.
00:16:15: Manfred Krug, die ganze Nummer.
00:16:16: Es hat fast zehn Jahre gedauert, das alles irgendwie die Erwartungen, den Griff zu bekommen, die verschiedenen Klagen, die es da gab, irgendwie dieses Thema nachzubearbeiten quasi.
00:16:26: Also erstmal die Details kommen ist, ich sage mal, dass T steht für Transformation.
00:16:33: Wir haben ja ein Unternehmen hier, was wir aus der Behörde heraus in ein Weltkonzern überführen sollten, vergleichbar mit der Post übrigens, die DLS auch eine Privatisierung gewesen.
00:16:47: Und das sind Generationenauftrag.
00:16:50: Wir haben ja immer noch über zehntausend Beamte unternehmen.
00:16:55: Wir hatten eine Struktur, als wir angefangen haben hier bei der Deutschen Telekom, Privatisierung, Internationalisierung, null Prozent.
00:17:03: Das heißt, das gesamte Geschäft war im Deutschland.
00:17:05: Das war eine Behörde.
00:17:07: Heute machen wir noch siebzehn Prozent in Deutschland.
00:17:09: Der Recht ist international.
00:17:11: Und das sind enorme Transformationsschritte, die man machen muss, um in jedem Markt, in dem man auch antritt, entsprechende Marktposition zu haben, die nachhaltig ist.
00:17:21: Und vor dem Hintergrund, ja, wir hatten auch Skandale im Unternehmen, die wir aufarbeiten mussten.
00:17:27: Insbesondere René Obermann hatte natürlich viel mit diesen Themen zu tun.
00:17:31: Spitzelskandal und dergleichen.
00:17:33: Und das ist natürlich, wenn man so eine operative Transformation hat und gleichzeitig noch diese richtigen Themen aufarbeiten muss, dann ist das natürlich eine Doppelbelastung.
00:17:42: Ich hatte das Privileg, dass ich eigentlich toll, toll, toll, kein einzigen Skandal hatte in den dreizehn Jahren, die ich jetzt Vorstandsvorsitzender bin.
00:17:52: Und ich konnte mich immer voll aufs Geschäft konzentrieren.
00:17:56: Das Unternehmen hat eine hohe Integrität.
00:17:59: Das hat einen sehr starken Wertekanon.
00:18:02: Wir haben die Historie extrem gut aufgearbeitet, auch was juristische Streitigkeiten und so was betrifft.
00:18:09: Und dadurch können wir uns wirklich aufs Geschäft konzentrieren.
00:18:13: Im mittlerweile sind ja auch die Erfolge sichtbar, also sie hat jetzt irgendwie, sagen wir mal eines der wertvollsten deutschen Unternehmen.
00:18:19: Habt glaube ich in deiner Zeit jetzt aktuell zehn Milliarden Ergebnis.
00:18:23: Pima Daumen, es waren drei oder so, als du angefangen hast, als du es vor uns wollten, also es ist für drei Facht.
00:18:28: irgendwie, kann man jetzt noch weiter gucken, ich glaube den Free Cash Low für zehn Facht und so, also da sind schon große Sachen dabei.
00:18:35: Ganz zentral war wahrscheinlich das US-Geschäft, müssen wir darüber sprechen.
00:18:38: Was würdest du für dich sagen persönlich, was war so die... oder die ein, zwei wichtigsten Entscheidungen, Weichenstellungen, wo du am meisten vielleicht stolz drauf bist, oder das eigentlich so?
00:18:45: meine größte Leistung?
00:18:47: Die größte Leistung war sicherlich der Sprint-Deal und die Transaktionen in Amerika die Nummer drei und vier zusammenzuführen und daraus die Nummer eins zu machen in Amerika.
00:18:56: Ich meine, in einem Markt mit dreihundertdreißig Millionen Einwohnern, dem größten Telekommunikationsmarkt der Welt, die Nummer eins zu bauen und das auch zu erreichen, das ist sicherlich meine größte unternehmerische Leistung.
00:19:09: Man
00:19:09: muss dazu sagen, dass der Einstieg ins US-Geschäft, der ist ja schon lange vor dir gemacht worden, da war der mal Ronsommer, glaube ich, der das entschieden hat und damals auch alle gesagt haben, um Gottes Willen, was ist denn denn der da vor?
00:19:19: Ein Riesenabenteuer und dann sollte ja das Abenteuer USA auch, glaube ich, mal beendet werden.
00:19:23: Ihr habt ja auch mal versucht, das US-Geschäft zu verkaufen und es wurde dann nicht genehmigt und nur deswegen habt ihr es noch.
00:19:29: Also auch das ist eine spannende Geschichte, sicherlich.
00:19:33: im Nachgang interessant zu verfolgen.
00:19:37: Sommer ist eingestiegen in Amerika mit der Vision der serbestamerikanische Telekommunikationsmarkt.
00:19:42: Da müssen wir dabei sein.
00:19:44: Aber er hat, ich glaube, die finanziellen Ressourcen, die er dafür braucht, unterschätzt.
00:19:49: Außerdem hatte die Telekom-Expansion bis nach Russland.
00:19:53: Überall waren sie aktiv.
00:19:55: Die Telekom hat sich damals verzettelt, um das mal klar zu sagen.
00:19:58: Und wir sind dann mit einem Tauso in Amerika unterwegs gewesen.
00:20:00: Ich war damals Finanzvorstand, hab zwanzig Milliarden abgeschrieben auf den Wert.
00:20:06: Aber wir sind natürlich in der Situation gewesen, wo wir in den Marathon laufen mussten.
00:20:12: Aber nach dem Sprint ist uns die Luft ausgegangen.
00:20:15: Und das war nicht haltbar.
00:20:16: Wir haben dann damals auch Kunden verloren.
00:20:18: Es gab zwei große Monopolisten im Markt, oder Duopole.
00:20:22: Das ist nämlich das AT&T in Verizon.
00:20:24: Die haben den Markt unter sich aufgeteilt.
00:20:26: Und wir waren ... hoffnungslos abgeschlagen.
00:20:28: Wir hatten kein vernünftiges, dreiG und vierG-Netz.
00:20:32: Wir hatten noch nicht mehr das iPhone.
00:20:35: Apple hat gesagt, ihr seid so schlecht in dem Markt, ihr kriegt das iPhone.
00:20:38: Und jetzt muss man sich vorstellen, wenn mein Mobilfunk das iPhone nicht anbieten kann, Apple nicht anbieten kann, ist man eigentlich hoffnungslos verloren.
00:20:45: Und damals haben wir entschieden, die Firma zu verkaufen an AT&T.
00:20:51: Und wir haben damals, wir waren damals skeptisch, ob die DOJ, die Kartellbehörde diesen Genemigen wird.
00:20:58: Und deswegen haben wir gesagt, was haben wir auf, Leute?
00:21:00: Wir wollen zwar einen Kaufpreis haben, aber verzichten auf ein Stück des Kaufpreises, wenn wir von euch im Falle einer Ablehnung eine sogenannte Breakup-Fee-Zart bekommen.
00:21:11: Drei Milliarden Cash.
00:21:12: Drei Milliarden in Spektrum und ein Roaming-Deal obendrauf.
00:21:15: Das ist die größte Breakup, den wir jemals verhandelt haben in der Geschichte von Merger and Acquisition.
00:21:23: Und dann ist genau das eingetreten.
00:21:24: In dem Jahr zwei Tausend Acht kriegten wir die Mitteilung.
00:21:26: Dieser Deal wird von der DOJ nicht genehmigt
00:21:30: werden.
00:21:30: Wird der Faust gestanden und gejubelt?
00:21:31: Nein, wir haben hier gesessen und haben ... Ich glaube, wir haben zwei Stunden geschwiegen, haben im Raum gesessen, im Beruf von René Obermann mit zwei oder drei anderen Leuten zusammen.
00:21:41: Wir wussten nicht ... wie es mit der Telekom weitergehen soll.
00:21:44: Weil wir diese enorme Hypothek Amerika hatten.
00:21:46: Wir hatten keine Perspektive, wie das Geschäft nach vorne bringen soll.
00:21:50: Und wir hatten auch keine finanziellen Ressourcen.
00:21:52: Wir waren richtig, ich sag mal, Frontal gegen die Wand.
00:21:55: Aber er hatte
00:21:55: drei Millionen frisches Cash bekommen.
00:21:56: Dann haben wir uns gesagt, wir kriegen jetzt drei Milliarden Cash.
00:21:59: Wir kriegen die Stereolizenz.
00:22:00: Und was machen wir jetzt?
00:22:02: Und dann haben wir gesagt, okay, mit diesen Mitteln starten wir in Amerika durch.
00:22:07: Jetzt gehen wir alles auf eine Karte und jetzt ziehen wir durch und versuchen, Amerika erfolgreich zu machen.
00:22:13: Das hat aber erst mal Kraft gefordert, wenn man monatelang auf einem Verkauf gearbeitet hat, dann einfach, ich sage mal, einen Gang zurückzuschalten, was Neues zu machen.
00:22:21: Und daraus ist diese Erfolgsgeschichte dann geworden.
00:22:25: Ich weiß nicht, ich habe bestimmt mit meinem Wingman Thorsten Langheim, der ja auf der Mergerine Acquisition Seite brillante Arbeit macht, bestimmt zwanzig Transaktionen gemacht.
00:22:36: um diese Position zu erreichen, die wir jetzt haben.
00:22:39: Wir haben dann erst mal eine kleine Firma übernommen, die Börsen notiert war und die Amerikaner an die Börse gebracht, Metro PCS.
00:22:46: einen sogenannten Reverse-IPO.
00:22:47: Dann haben wir unsere Tower verkauft, haben dadurch Milliarden ... Also
00:22:52: Funktürme und so.
00:22:52: Funktürme verkauft.
00:22:53: Dann haben wir gleichzeitig, ich sag mal, mit unserem Partner, BrightStar, und dann auch später mit Sprint eine Übernahme versucht, um die drei und vier zusammen für einen Kostensynergien zu realisieren.
00:23:08: Der Deal ist mit drei Mal abgelehnt worden.
00:23:11: von den amerikanischen Behörden.
00:23:13: Und ich habe es trotzdem immer weiter versucht, nach siebenhalb Jahren haben wir es dann geschafft, diesen Deal hinzubekommen.
00:23:19: Und heute sind wir mit fünf G. mit dem besten Netz in Amerika, mit dem stärksten Kundenwachstum über die letzten zehn Jahre.
00:23:27: Wir sind mit Abstand die Nummer eins in USA.
00:23:29: Da spielen
00:23:30: noch ein paar andere Narben, die ich einmal kurz dropen wollte.
00:23:32: Zum einen gibt es einen japanischen Beitrag Softbank.
00:23:35: Ist ja auch ein legendärer Unternehmer, der Herr Sonnen dahinter steckt.
00:23:41: Welche Rolle hat der gespielt?
00:23:43: Ich meine, Masa-San ist natürlich eine Legende, eine lebende Legende.
00:23:50: Ich meine, ein unfassbarer Investor.
00:23:53: Risk-Taker.
00:23:53: Risk-Taker setzt alles auf eine Karte, auch gerade momentan.
00:23:57: Er ist ja einer der größten Investor in den Oben der Eiei und geht jetzt in das KI-Geschäft rein.
00:24:03: Er war einer der größten Investoren von Anfang an in Alibaba.
00:24:09: Er hat die Telekommunikation in Japan transformiert mit Softbank, dem Unternehmen.
00:24:14: ein unglaublicher Unternehmer.
00:24:16: Und er hat damals zu mir gesagt, wenn wir die Lehne zusammenfahren, du kriegst von mir die Sprint.
00:24:22: Er war damals der Eigentümer von Sprint.
00:24:26: Hier hast du die Schlüssel, aber mach's anständig.
00:24:28: Er hat sich eigentlich nie darum gekümmert, wie das funktionieren soll und auch nicht operativ.
00:24:34: Er hat einfach gesagt, ich vertraue euch, mach das, bringt diesen Laden zusammen.
00:24:37: und wir hatten ja hinter der Synergien von über sieben Milliarden Kosten an Spanien.
00:24:42: Du hast
00:24:42: den Anruf gesagt, Mensch, hier ist Deutschland.
00:24:45: Wir sind da beide zwei und vier, wir haben ein Problem.
00:24:47: Wollen wir mal reden?
00:24:49: Man trifft sich auf einer Konferenz.
00:24:51: Dann in einem Hotelzimmer sitzt man dann da und überlegt mal, wie man den Markt nach vorne entwickeln kann.
00:24:57: Dann vergehen ein paar Wochen, ein paar Monate, dann kommt man wieder zusammen.
00:25:00: Irgendwann entsteht dann ein Gespräch.
00:25:02: Jetzt muss ich dazu sagen, dadurch, dass der Deal mehrfach abgelehnt worden ist, dadurch, dass ich mit Masse auch ... nicht einig war über das Austauschverhältnis und ihm auch schon mal gesagt habe, ich will den Deal nicht mehr.
00:25:16: Da hat man natürlich sehr intensive Diskussionen.
00:25:18: Und über die Jahre entsteht dann mehr als eine Bekanntschaft, mehr als ein Business-Relation, dann entsteht, ich würde sogar eine richtige Freundschaft sagen, soweit man das auf die Distanz, ich sage mal, gewährleisten kann.
00:25:32: Das sind sehr, sehr viele Gespräche erforderlich.
00:25:35: In der Regel bei Masse immer Mit einer großen Flasche Rotwein in der Regel immer irgendwo mit einer sehr inspirierenden privaten Umgebung.
00:25:44: Er ist ja sehr scheu, lebt sehr zurückgezogen, aber immer inspirierend und immer auch verbunden mit einem Austausch über die nächsten Visionen, die er hat.
00:25:53: Also unglaublich, wie dieser Mann die Zukunft antizipieren kann.
00:25:58: Der war dann sozusagen die Nummer vier, ihr wart die Nummer drei.
00:26:01: Und dann habt ihr dann für das gemeinsame Unternehmen am Ende jemanden gefunden oder ist eine Person aufgetaucht, die auch in den USA dann prominent wurde, ein Herr Ledger, der als CEO bekannt ist, weil er da wahnsinnig viel Geld bekommen hat, aber auch weil er auch, sagen wir mal, sehr öffentlichkeitswirksam agiert hat.
00:26:17: Wie kam der da rein?
00:26:19: Also erst mal John Ledger war schon vorher da, er hat damals unser T-Mobile-Geschäft schon geführt, nachdem wir den... Das aus unseres Verkaufs sozusagen im wahrgenommenen Hatten haben wir John Ledger gesucht.
00:26:34: Das war noch unter René Obermanns Gide.
00:26:37: kurz bis seinem Ausstieg.
00:26:39: Und John Ledger war dann derjenige, der dem Unternehmen wieder Selbstbewusstsein gegeben hat, der dem Unternehmen eine Identität gegeben hat.
00:26:47: Wir haben damals die Uncarrier-Strategie eingeführt.
00:26:51: Also wir sind anders als die großen etablierten Telekommunikationsunternehmen.
00:26:55: Wir sind der Herausforderer.
00:26:57: Er hat dann enorm öffentlichkeitswirksam mit seiner Person die Marke nach vorne gebracht in den USA.
00:27:05: Zum Beispiel, er hat die Partys von AT&T gecrashed oder er hat irgendwo eine Cooking Class gehabt, wo er jedes Wochenende gekocht hat in seiner Telekom Montur.
00:27:16: Also er hat dieser Firma eine enorme Vertrieblich- und Marketingpositionierung in einem amerikanischen Markt gegeben, verbunden mit knallhachten Angeboten, das will den Markt verändern.
00:27:27: Also ihr
00:27:27: seht, dass ihr den geheiert habt?
00:27:29: Nein, überhaupt nicht.
00:27:30: Ich denke mal ein bisschen so.
00:27:31: Ryan erinnert mich daran.
00:27:33: Der Ryanair-Chef ist ja auch eine kontroverse, angreifer Person.
00:27:37: So ähnlich muss man sich das so vorstellen, ne?
00:27:39: Ja, aber die Öffentlichkeit kennt John Ledger in seinen, ich sag mal, Snoop Dogg-Auftritten mit Magenta Montur durch und durch.
00:27:51: Aber als wir ihn kennengelernt haben, als ich ihn kennengelernt habe, da saß er mit Schlips und Krawatte da.
00:27:56: Also, das ist übrigens auch vielleicht ein Learning.
00:28:00: Es ist nicht so, dass man ... dass jeder visionär als der visionär geboren worden ist, sondern das sind Schritte, die man dazu macht.
00:28:10: Man lernt irgendwo, aha, guck mal, das kommt gut an, wenn ich mit meiner Telekom Montur irgendwo bei einer Veranstaltung intern auftrete.
00:28:17: Warum tue ich das nicht auch extern?
00:28:19: Um den Kunden zu zeigen, ich bin stolz auf meine Marke.
00:28:22: Dann macht man das.
00:28:23: Irgendwann wird es zur Selbstverständlichkeit.
00:28:26: Ich mache eine kleine Investition und stelle fest, Guck mal, das hat gut funktioniert und das hat einen enormen Wert geschaffen.
00:28:32: Warum mache ich das nicht ein bisschen größer?
00:28:35: Ich glaube, die großen Unternehmen sind nicht irgendwo mit einer Idee auf die Welt gekommen, sondern, wenn man die Biografie von Elon Musk liest, sieht man, dass er schon ganz früh als Kind schon angefangen hat, Visionen und Ideen zu entwickeln für Geschäfte, die sich immer weiter gesteigert haben.
00:28:50: Und ich glaube, deswegen, man muss nicht, ich sage mal, nur als Visionär, Das Entzustand ist geboren werden, sondern man muss selber die eigenen kleinen Schritte tun und sich permanent weiterentwickeln, permanent neugierig sein, sich was Neues trauen und dann skalieren.
00:29:07: und irgendwann ist man eben der Massersand dieser Welt.
00:29:10: Wollte ich also kurz ein Exkurs, wo du das selber einschiebst.
00:29:14: Wer ist denn, ich meine, du hast ja nun alle kennengelernt, die vor kurzem Deal gemacht mit Nvidia und du bist ja in dieser Welt sehr zu Hause der, sagen wir, Weltenlenker.
00:29:23: Wer ist denn?
00:29:24: der größte Visionär jetzt oder der inspirierendste oder hat dich am meisten geprägt?
00:29:27: Wo sagst du, okay, das ist schon das krasseste?
00:29:30: Also erst mal im... Das verändert sich ja auch.
00:29:33: Also ich bin heute nicht mehr ein großer Fan von der Innovationskraft von Google zum Beispiel.
00:29:38: Ich finde Jammin eigentlich schlecht, aber ich finde Google Search bin ich kein großer Fan von.
00:29:42: Ich weiß nicht, ich habe glaube ich die letzten drei Monate keinen Google Search mehr benutzt.
00:29:45: Ja, ich mache alles mit Perplexity oder mit OpenAI.
00:29:49: Das heißt, die großen Innovationen, die werden auch selber wieder substituiert in Frage gestellt.
00:29:58: Deswegen Unternehmen und Unternehmer müssen sie immer wieder neuer finden.
00:30:02: Die Idee von früher ist, die zählt nicht mehr in der Zukunft.
00:30:05: Und ich finde auch, dass vielen Unternehmers nicht gelingt, die einmal eine große Artig Idee zu haben, dann die zweite, dritte und vierte zu generieren.
00:30:15: Sie meinen zwar oft, sie könnten das, weil sie diese große eine Idee gehabt haben, aber ich sehe auch bei vielen, wie schlecht sie die zweite, dritte und vierte Idee dann unternehmerisch umsetzen.
00:30:27: Und deswegen ist da gar keine Garantie.
00:30:29: Das ist also kein Garant, wenn man einmal was gemacht hat, dass das auch im zweiten und dritten Mal funktioniert.
00:30:37: Die großen Personen, ich war fasziniert von Jensen, von NVIDIA.
00:30:45: Als ich das erste Mal vorab, ich glaube, sechs, sieben Jahren getroffen habe.
00:30:48: Das ist
00:30:48: auch ziemlich viel privates Geld reinvestiert damals.
00:30:50: Ich habe damals privat investiert.
00:30:53: Ich mache immer diese Valley-Touren.
00:30:55: Einmal im Jahr, wo ich sage, ich will wissen, was in der Welt passiert.
00:30:59: Übrigens, die mache ich auch in Israel und die mache ich auch in Asien.
00:31:02: Einmal im Jahr, um zu sehen, was passiert außerhalb von unserem klassischen Kerngeschäft.
00:31:09: Und da lief mir Nvidia über die Füße.
00:31:14: Ehrlich gesagt, ich war einfach nur Neugier.
00:31:15: Ich hatte gar keine Schnittstelle zu Nvidia, weil damals waren das Grafik-Ships für Gamer-Konsolen.
00:31:23: Und ich mich gefragt habe, was soll das?
00:31:24: Also, was habe ich damit zu tun?
00:31:26: Und das Meeting war für eine halbe Stunde angesetzt.
00:31:30: Und nach zwei Stunden bin ich da raus.
00:31:31: Das erste, was ich gemacht habe, ich habe bei meiner deutschen Bank angerufen und habe gesagt, sofort Nvidia-Aktien kaufen.
00:31:37: Und ich hab damals viel Geld in den Video.
00:31:40: Ja, das war noch länger.
00:31:41: Und dann hab ich einen größeren Betrag in den Video gemacht.
00:31:45: Meine Kinder, mit denen ich über alle Investitionen, die ich von Aktien her tätige, diskutiere und bespreche, damit sie lernen, mit so was umzugehen, die haben gesagt, du hast nicht alle.
00:31:56: Und damals hab ich dann investiert und dann rauschte die Aktien um vierzig Prozent nach unten.
00:32:01: Okay.
00:32:03: Übrigens, das Masse ist auch passiert.
00:32:04: Masse hat damals verkauft.
00:32:06: Im Nachgang habe ich das mal gelesen.
00:32:08: Es ist auch im YouTube-Video.
00:32:10: gibt es dazu, weil er damals irgendwo seine Nvidia-Aktionen irgendwann verkauft hat.
00:32:14: Ich habe die dann behalten.
00:32:16: Ich glaube, mir aus dem Trotz heraus, weil ich gesagt habe, das kann gar nicht sein, dass ich so viel Geld verliere.
00:32:23: Und dann irgendwann passierte das, was wir alle wissen, dass Nvidia durch die Decke ging.
00:32:27: Und mich hat eigentlich bei Jensen nicht das Produkt fasziniert, sondern die Vision.
00:32:33: Die Einfachheit, mit der er die Zukunft beschrieben hat, die jetzt eingetreten ist.
00:32:40: Sowohl was die künstliche Intelligenz betrifft und die Digital Twins und die Produktivität, die wird daraus gewinnen, sowohl was die Thema Effizienz und Zeit betrifft, die erforderlich ist, um diese Rechenalgorithmen auch durchzuführen und deswegen die Notwendigkeit für die Chipsets, als auch die Konnektivität, die erforderlich ist, um diese Intelligenz an die Dienstleistungen zu bringen, die erforderlich sind, nämlich die Fabriken, die Robotoren und dergleichen mehr und die Notwendigkeit, die Telekommunikation in dem ganzen Umfeld spielt.
00:33:14: Und diese strategische Diskussion mit ihm war so faszinierend, dass ich gesagt habe, der hat eine derartige Klarheit über die Zukunft, die er sieht, da musst du reininvestieren.
00:33:24: Und das war ein bisschen irrational, aber am Ende des Tages hat sich's...
00:33:28: Ich meine, das ist wahrscheinlich das beste Investment, das wir hier gemacht haben.
00:33:32: Das würde ich auch so sehen.
00:33:33: Ja, ich
00:33:33: habe mehrere Jahre deinen Gehalts wieder übertroffen worden seit dem einem Investment.
00:33:37: Aber die Telekom ist zum Beispiel auch ein gutes Investment für mich gewesen.
00:33:40: Ich muss dazu sagen, ich bin ja seit der ersten Stunde Investor.
00:33:43: Ich habe bei der Telekom investiert, als ich, als ich Aktien bei acht Euro sechzig war.
00:33:48: Ich glaube, das war mein erstes Investment.
00:33:50: Heute ist sie bei sieben, zwanzig, achtundzwanzig Euro vor dem Hintergrund plus die Dividende, die wir jedes Jahr zahlen.
00:33:57: Da kommt ja nochmal vier bis sechs Prozent Dividendrendite obendrauf.
00:34:02: Wenn man sich das anschaut in meinem Portfolio.
00:34:05: dann ist die Telekom-Aktie einfach weil sie da ist und sich immer weiter entwickelt hat und den ganz soliden Performance auch über schwierige Jahre gehabt hat.
00:34:15: ist eines der interessantesten Investments, die ich im Portfolio habe.
00:34:17: Also man muss nicht immer in High-Tech gehen, sondern ich konzentriere mich auch sehr stark auf Dividendentitel, auf die nachhaltigen Cashflow-Ausschüttungen, die Unternehmen haben.
00:34:30: Und da ist die Telekom natürlich ja sehr, sehr stark.
00:34:32: mit zwanzig Milliarden Cashflow, den wir pro Jahr erwirtschaften, sind wir natürlich sehr potent auch, das immer für jedes Jahr zu gewährleisten.
00:34:39: Aber eigentlich ist das Geschäftsverband, was ihr macht und da mal kurz ein bisschen darüber zu sprechen, vielleicht ist ja jetzt letzten Jahr nicht so attraktiv gesehen worden.
00:34:46: Also ihr habt da riesige Investitionen, um überhaupt Dienst anbieten zu können.
00:34:51: Also ihr müsst die ganzen Kabel legen und Glasfasern, was da alles gebaut werden muss.
00:34:55: Dann gibt es viel Wettbewerb.
00:34:56: Da gibt es eine Regulierung und die ganz großen Ergebnisse greifen dann halt im Zweifel andere ab, nämlich die Firmen, die dann in den Telekommunikationsnetzen ihres Firmes anbieten wird.
00:35:05: Facebook und Instagram und was da alles gibt.
00:35:08: Also das war jetzt ja nicht so, dass die Börse das geliebt hat und auch viel eurer Wettbewerber, haben jetzt keine so tolle Geschichte.
00:35:15: Also Philipp legst den Finger natürlich in die Wunde und wir können das auch nicht so undifferenziert jetzt betrachten, dass Telekomikant schon ein schlechter Markt ist und die Hightech-Werte die einzig gut sind.
00:35:27: Jetzt muss mir erstmal sagen, ich habe Respekt vor der Innovationsleistung der Hightech-Unternehmen.
00:35:33: Ob das jetzt deren Software, ob das deren Technologieentwicklung sind und ich will mich da auch nicht vergleichen.
00:35:38: Ich würde der Telekommunikation das Unternehmen eher mit kapitalintensiven Unternehmen vergleichen mit hohen Investitionen.
00:35:49: Vielleicht Prozessindustrie, like Chemie.
00:35:52: oder eben auch ein Stück weit Immobilien.
00:35:56: Das ist eher unser Geschäftsmodell.
00:35:57: Wir sind ja weniger diese super kreativen Produktentwickler, die jede sechs Monate irgendwo ein neues Produkt auf den Markt bringen, sondern wir investieren ja sehr nachhaltig.
00:36:06: Die Deutsche Telekom hat über dreihundertfünfzig Milliarden gebundenes Kapital über Mobilfunk und über Festnetz.
00:36:15: Technologien.
00:36:16: Und das ist natürlich sehr langfristig investiert und muss ich auch sehr langfristig dann verzinsen.
00:36:22: Das heißt also, wir sind in anderen Zyklen unterwegs als jetzt diese High-Tech-Industrie.
00:36:27: Zweitens, die Telekommunikationsindustrie ist eine Scheißindustrie.
00:36:31: Ich sage das mal so.
00:36:33: Da, wo wir herkommen, insbesondere in Europa.
00:36:37: Und ich meine, als ich Vorstandsvorsitzender geworden bin, da hat mir meine Frau einen Sticker geschenkt.
00:36:44: Da stand drauf, einer muss es tun.
00:36:47: So, weil eigentlich ist unsere Industrie permanent unter dem Druck, wir müssen die Preise senken.
00:36:54: Der Kunde will eigentlich für das Gut-Kommunikation gar nichts zahlen.
00:37:00: Weil Connectivity-Kommunikation ist eigentlich ein Menschenrecht.
00:37:05: Dass wir uns austauschen, dass wir uns digital überall auf der ganzen Welt kommunizieren und austauschen können, ist ja eigentlich ein Recht, dass jeder Mensch die soziale Mindung hat, nicht verzichten kann und nicht verzichten will.
00:37:19: Aber warum er dafür bezahlen soll, muss man den Menschen erst mal schlägen.
00:37:22: Dass wir jetzt miteinander reden, ist ja auch ein freies Gut.
00:37:25: Und deswegen ist permanent Druck auf diesem Produkt von der Preisseite her.
00:37:31: Zweite ist, die politischen Seite nimmt enormen Einfluss auf unser Produkt.
00:37:36: Insbesondere Europa wollen die so viel und so gute Kommunikation gewährleisten wie möglich.
00:37:42: und das möglichst zum niedrigsten Preis.
00:37:45: Und deswegen greifen die Regulierer immer und das schon seit Jahrzehnten mit aller Macht in diese Industrie rein, ob das nun mit Preisregulierung ist, ob das mit dem Verkauf von Spektrum reguliert wird oder ob das auch, ich sag mal, mit entsprechenden Auflagen, was Sicherheit oder andere Themen betrifft.
00:38:07: Wir sind extrem reguliert.
00:38:09: Die Deutschtelekom hatte in Europa zweihundertsiebzig Regulierer.
00:38:13: Und dadurch müssen wir natürlich enorm aufpassen, in welchen Rahmenbedingungen wir eigentlich unternehmen oder chargieren.
00:38:18: Wir sind da nicht frei.
00:38:20: Und die Telekomikationsmarke sind global anders.
00:38:23: Das heißt, der europäische Markt ist ein sehr starker Markt, weil man unterstellt, ja ja, da müssen wir aufpassen, dass die keinen Mist machen, während der amerikanische Telekomikationsmarkt unreguliert ist.
00:38:34: Da sagt man, lass die mal ihre Kräfte entfalten.
00:38:37: immer mit dem Ziel, dass da auch politisch das Ziel erreicht wird.
00:38:41: Und dadurch hat sich der amerikanische Markt so positiv entwickelt im Vergleich zu dem europäischen Markt.
00:38:47: Ein Beispiel in Amerika gibt es drei große Mobilfunkanbieter.
00:38:52: In Europa bei siebenzwanzig Märkten gibt es über hundert Anbieter.
00:38:57: für den gleichen Markt.
00:38:57: Wo man aus Verbrauchersicht sagen könnte, nirgendwo sind die Preise so günstig wie in Deutschland, also ich verstehe schon, dass du das nicht gut findest, aber jetzt irgendwie aus Sicht der Behörden oder der vielleicht des Volkes, würde man sagen, hier sind wir weiter vorne, weil hier wird mehr sozusagen das erreicht, was das den Bürgern nutzt, nämlich halt günstige Preise.
00:39:16: In USA ist alles teurer, da ist der Kapitalismus und da wird das Geld in den Bürgers Ertasch gezogen.
00:39:20: So, übrigens, ich bin der Meinung, dass ein Unternehmen gute Preise anbieten muss.
00:39:27: und dass wir uns auch permanent im Wettbewerb stellen müssen.
00:39:29: Und ich bin auch übrigens ein großer Verfechter für Wettbewerb.
00:39:32: Also, der Wettbewerb hält uns wach.
00:39:35: Ich freue mich über Wettbewerb, über guten Wettbewerb.
00:39:38: Aber der Wettbewerb darf nicht so künstlich beeinflusst werden, dass am Ende des Tages auf der einen Seite erwartet wird, dass wir permanent in Infrastruktur neu investieren, schnellere Netze anbieten, Breitbandversorgung überall gewährleisten, aber über die Preise dieses Geld nicht mehr zurückverdienen können.
00:39:56: Irgendwann führt es dazu, dass der Kapitalmarkt sagt, pass mal auf Leute, stopp.
00:40:01: Jetzt wird hier nicht mehr investiert.
00:40:03: Und das ist das Problem, was ich für Europa sehe.
00:40:06: In anderen Ländern wird mehr in die Telekomikationsinfrastruktur investiert, weil die Wertschöpfung der Industrie höher ist.
00:40:14: Und das ist ein Problem, dass Europa über zweihundert Milliarden Investitionsbedarf Rückstand hat, verglichen mit Amerika zum Beispiel, weil ... die Rahmenbedingungen dazu geführt haben, dass heute, da gehört die Telekom Gott sei Dank nicht zu, sixty-fünf Prozent aller Telekommunikationsunternehmen in Europa ihre Kapitalkosten nicht verdienen.
00:40:37: Das heißt, dass wenn ich in Euro investiere, diesen Euro ich nicht zurückverdienen kann.
00:40:42: Und das ist keine gesunde Entwicklung.
00:40:44: Wir müssen eine Balance schaffen zwischen sehr guten und günstigen Preisen.
00:40:50: und der Möglichkeit der Reinvestition in die Zukunftstechnologien.
00:40:54: Und das heißt in die Fünf-G, in die Sechs-G-Netze, in die Glasfaserversorgung, in die Konnektivität, die erforderlich ist.
00:41:01: Und das gelingt in Europa momentan nicht.
00:41:04: Das verschafft dann ein bisschen der Grund dafür, dass es ja teilweise so war, dass West-Geschäft, an dem euch einen fünfzig Prozent gehören, wenn man das jetzt mal so durchrechnet, ist sozusagen die Börsenbewertung der Telekom insgesamt mehr oder weniger das, was ihr in den USA habt.
00:41:17: Also das restliche Geschäft wird eigentlich gar nicht wertgeschätzt, das deutsche Geschäft oder die verschiedenen anderen Märkte, wo ihr Marktführer ja sogar seid, wird trotzdem von den von den Filmaktionären so, naja, das ist nicht so viel wert.
00:41:28: Wir gucken, der Werten steht in den USA, das hat euch am Ende gerettet und das ist auch der Treiber.
00:41:33: Philipp, ich hatte irgendwann... die schwere Aufgabe zu fragen, wo investieren wir eigentlich unser Geld?
00:41:40: Und Gott sei Dank ist der deutsche Telekommunikationsmarkt ein guter Markt, verglichen auch mit anderen europäischen Markten.
00:41:49: Wir haben eine sehr gute Position.
00:41:51: Wir haben ein Prozentmarktanteil.
00:41:53: Dadurch haben wir auch eine hohe Wertschöpfung.
00:41:55: Dadurch können wir auch in Infrastruktur investieren.
00:41:58: Dazu kommt sicherlich ein Stück weit Patriotismus.
00:42:02: Ich investiere, wir investieren in Deutschland mehr.
00:42:05: als in anderen Märkten, im Prozent zum Beispiel vom Umsatz fast zwanzig Prozent.
00:42:11: Und wir glauben an die Langfristigkeit von Glasfaser.
00:42:13: Kurzfristig können wir damit kein Geld verdienen, aber langfristig, glaube ich, wird sich das auszahlen.
00:42:18: Aber wir hatten schon die Frage hier, wo allokieren wir das Geld hin?
00:42:23: Und machen wir uns nichts vor, wenn der Standort Deutschland und wenn der Standort Europa nicht nachhaltig erfolgreich oder nicht nachhaltig wirtschaftlich ist, dann fließt das Geld raus.
00:42:40: Dann investieren Unternehmen außerhalb von Europa.
00:42:43: Das ist hier kein Altruismus.
00:42:45: Der Kapitalmarkt und auch die Unternehmen, die stehen wirtschaftlich im Wind, die müssen ihren Banken gegenüber, die müssen ihren Shareholders gegenüber rechtfertigen, wo sie das Geld investieren.
00:42:56: Sie werden permanent verglichen mit anderen Unternehmen.
00:42:59: Und wenn sie nicht reagieren, Nicht erfolgreich sind, dann fliegen die Manager raus, dann wird das Unternehmen in der öffentlichen Kritik dafür ein Empager gestellt.
00:43:07: Und deswegen haben wir schon die Entscheidung getroffen, sehr viel Geld aus Europa heraus nach Amerika umzuschichten und in Amerika zu investieren, weil dieser Markt viel attraktiver sind.
00:43:19: Dadurch haben wir es geschafft, heute uns eine Attragsquelle zu schaffen, die uns ermöglichen Europa zu investieren.
00:43:28: Wenn wir ihn damals nicht Amerika so groß gemacht hätten, wir erwirtschaften siebzehn Milliarden Dollar Freakeschloh pro Jahr in den USA.
00:43:37: Und dieses Geld nutzen wir momentan, um in Europa zum Beispiel oder in Deutschland Glasfaser zu investieren, was meine Wettbewerber nicht können.
00:43:45: Das heißt, wir haben uns eine Art Mühle.
00:43:49: Zwickmühle geschaffen, dass ich heute die Möglichkeit habe, wenn ich irgendwo in Deutschland Geld brauche, kann ich mir das heute aus meinem Portfolio heraus woanders herun.
00:43:58: Und das haben meine Wettbewerber oftmals nicht.
00:44:00: Und dadurch ist die Telekom heute so stark.
00:44:02: Okay, aber es wird von den Aktionären noch nicht so, noch nicht, sagen wir mal, so vielleicht gesehen, wie es gesehen werden könnte.
00:44:08: Also diese Glasfasern, Respins oder sowas, die werden noch nicht so belohnt vielleicht.
00:44:11: Also erst mal ... Die deutsche Telekom wird schon so gesehen.
00:44:15: Also, wir sind heute ein Unternehmen, was eine Wert hat von hundertvierzig Milliarden.
00:44:24: Die deutsche Telekom ist heute so viel wert wie alle europäischen Telekommunikationsunternehmen zusammen.
00:44:29: Also ist das normal, wie alle europäischen Telekomiker.
00:44:34: Da gehört eine Vodafone, eine Telefonika, eine Orange, einen BT, alles gehört dazu.
00:44:38: Und die sind immer noch nicht zusammen so groß wie die deutsche
00:44:40: Telekomiker.
00:44:41: Weil die auch an das US-Geschäft fehlen.
00:44:42: die eben das Portfolio nicht so entwickelt haben, wie wir das in den letzten zehn Jahren gemacht haben.
00:44:47: Und von daher, ich bin erst mal sehr froh und stolz auf das, was die Telekom heute ist.
00:44:53: Deswegen sitze ich auch hier.
00:44:55: Ansonsten wäre ich sicherlich nicht interessant, weil das ist eine tolle Erfolgsgeschichte, die wir als Telekom geschrieben haben.
00:45:00: Zweitens.
00:45:02: Ich glaube, dass wir am Kapitammarkt auch dafür honoriert werden, weil unser Multiple, das heißt die Bewertung, ist heute mit einem Premium versehen gegenüber anderen Telekommunikationsunternehmen.
00:45:17: Man traut uns mehr Wachstum zu als anderen Telekommunikationsunternehmen.
00:45:23: Auch das ist honoriert.
00:45:24: Aber, und jetzt kommt das große aber, der Multiple, der heute in die Telekommunikationsindustrie gesteckt wird, ist natürlich belastet durch die hohen regulatorischen Auflagen hier in Europa und dadurch niedriger als zum Beispiel Tech-Unternehmen oder andere Unternehmen, die diese Rahmenbedingungen einfach nicht haben, die unter denen wir hier zu kämpfen haben.
00:45:45: Wen siehst du als euren wichtigsten Wettbewerbe?
00:45:49: Das hört sich jetzt lustig an.
00:45:52: Ich gucke mir gar nicht mehr die Telekomikationsunternehmen so stark an.
00:45:55: Früher war es wo davon.
00:45:58: Das war irgendwo, wir sind morgens aufgestanden und haben gesagt, wie können wir Wodafone heute ärgern?
00:46:02: Und abends sind wir ins Bett gegangen, haben es darüber geärgert, dass wir nicht genug getan haben.
00:46:05: Und natürlich sind die Telekommunikationsunternehmen immer noch eine Wodafone sicherlich eine der wichtigsten Wettbewerbe von uns.
00:46:13: Aber wo wir uns hinorientieren, das sind die großen Tech-Konzerne.
00:46:19: Wir nennen das Over-the-Top Custom Experience.
00:46:22: Wir nennen es, wir wollen ... Die Simplicität, die Einfachheit, mit denen heute digitale Dienstleistungen genutzt und angeboten werden, die wollen wir auch in den Telekommunikationsmarkt bringen.
00:46:34: Warum kann ich meine Vertragsverlängerung nicht einfach über eine App machen?
00:46:37: Warum kann ich heute nicht, ich sage mal, alle meine Bestellungen digital durchführen?
00:46:42: Warum kann ich heute meine Telekommunikation, wenn ich im Ausland bin, nicht einfach administrieren oder wird für mich administriert.
00:46:51: Warum muss ich immer noch eine Telekommunikations-Service anrufen?
00:46:54: Warum ist das nicht alles so einfach, dass es von vornherein gut funktioniert oder nur im Ausnahmefall eigentlich in der menschlichen Interaktion stattfinden muss?
00:47:05: Das setzt enorme Prozessvereinfachung, Prozessreengineering voraus, an der wir hier intensiv arbeiten.
00:47:13: Und so haben wir es geschafft, zum Beispiel die Beschwerden, um über neunzig Prozent zu reduzieren.
00:47:17: Das heißt, Digitalisierung ist für uns die Rettung, die Antwort.
00:47:23: Und da orientieren wir uns an denen, die Digitalisierung am besten können.
00:47:26: Und das sind die großen Konzerne wie eine Google, wie eine Meta oder auch wie eine Microsoft, die über ihre enormen Digitalisierung und Softwarefähigkeiten es geschafft haben, Produkte einfach dem Kunden zur Verfügung zu stellen.
00:47:42: Übrigens mit der Rückmeldung, dass der Kunden dadurch auch sehr viel mehr zufrieden ist.
00:47:47: Was ich an Telekommunikation trotzdem interessant finde, auch im Kern, ist, es gibt weltweit eine ganze Reihe von Menschen, die damit wirklich große Sachen aufgebaut haben, selber auch sehr wohlhabend geworden sind.
00:47:57: In Japan haben wir schon den Herr Zornen, da gibt es den in Frankreich einen Herr Niel, in Mexiko, du kennst die alle.
00:48:03: Wir haben ja jetzt immer noch irgendjemand an Deutschland.
00:48:04: Kann nicht schlimm.
00:48:05: Es gibt ja genau Herrn Slim.
00:48:06: In Deutschland gibt es ja auch so jemanden, den dann Dommermut.
00:48:12: Wundest du den?
00:48:14: Uns heißt er ja der dunkle Lord aus dem Westerwald.
00:48:18: Also der dunkle Lord ist natürlich eine schillernde Persönlichkeit.
00:48:24: Ich muss dazu sagen, ich habe enorm Respekt vor seiner unternehmerischen Leistung.
00:48:30: Wie der sich hier in dem Umfeld schlägt, ich habe ihn glaube ich schon sechsmal tot gesehen als Unternehmen und dann steht der immer wieder auf und macht weiter.
00:48:38: Da habe ich Respekt vor.
00:48:40: Aber ich muss auch dazu sagen, ich Ich habe auch Kritik.
00:48:44: Meine Kritik an ihm ist, dass er eigentlich nicht in der gleichen Liga kämpft wie wir, aber immer so tut.
00:48:52: Er sagt zum Beispiel, er wäre Netzbetreiber.
00:48:56: Er hat kein Netz.
00:48:58: Er nutzt das Netz von Ottur, jetzt nutzt er das Netz von Vodafone und macht daraus in Reselling und sagt, er würde Netz kaufen.
00:49:07: Armbauen.
00:49:08: Und im ersten Jahr seines Netzausbaus hat er drei Standorte gebaut.
00:49:14: Jetzt sagt er, er baut fünf Standorte am Tag.
00:49:17: Das sind achtzehnhundert.
00:49:19: Nach vier Jahren der Lizenz diat hat er dann vielleicht zweitausend Standorte.
00:49:24: Wir haben fünfdreißtausend.
00:49:26: Und eigentlich hätte er viel mehr Infrastruktur schon bauen müssen, weil er Zusagen von der Bundesnetzagentur bekommen hat.
00:49:37: die ihm einen privilegierten Zugang zum Spektrum gegeben hat.
00:49:41: Er hat gegenüber uns einen Vorteil bekommen bei dem Funkspektrum, was enorm wichtig ist für unsere Industrie.
00:49:50: Ich nenne das asymmetrisch.
00:49:52: Er hat also Privilegien, die andere nicht haben.
00:49:56: Ich finde das ungerecht.
00:49:58: Ich fühle mich einfach von der Politik ungerecht behandelt.
00:50:01: Und es geht übrigens nach Vodafone oder an Telefonika ganz genauso.
00:50:05: Und deswegen sage ich, Bei allem Respekt für seine unternehmerische Leistung, ich finde auch, dass da, ich sage mal, sehr viel politische Arbeit geschieht, die ich persönlich als nicht fair betrachte.
00:50:22: Dennoch muss man sagen, überhaupt das zu machen.
00:50:23: Hast du dich gewundert, dass er sagt, ich baue jetzt ein eigenes Netz, das ist jetzt schon auch in der heutigen Zeit auch in Deutschland, natürlich ein Commitment, aber auch irgendwo fast, sagen wir sehr, sehr mutig.
00:50:34: In der Vergangenheit beruhte das Geschäftsmodell darauf, dass ihm einer der Netzbetreiber Kapazität vermietet.
00:50:44: Übrigens, wenn sie diese Kapazität, wenn man die Kapazität vermietet, ist die immer zu teuer.
00:50:50: Eigentlich, wenn man die ja dann am liebsten für den niedrigsten Preis für Free haben.
00:50:55: So funktionieren die sogenannten MVNOs oder auch die Reselling-Modelle.
00:51:00: Wenn man den niedrigen Preis nicht kriegt.
00:51:03: Dann fängt man an den Regulierern an zu rufen und zu sagen, der Regulierer muss jetzt einschreiten, der muss mir einen günstigen Zugang auf deren Infrastruktur geben.
00:51:11: Wieso eigentlich?
00:51:13: Da gibt es einen, der baut eine Infrastruktur.
00:51:16: Da gibt es jemand, der baut ein Netz.
00:51:18: Nehmen wir mal eine Vodafone oder eine Telefonika.
00:51:20: Der investiert Milliarden in diese Infrastruktur.
00:51:24: Wieso gibt es dann jemand, der sagen kann, ich will diese Infrastruktur mieten und zwar zum niedrigsten Preis?
00:51:31: Ja, aber so funktioniert der Telekommunikationsmarkt.
00:51:35: Und da sage ich an der Stelle, das verstehe ich nicht.
00:51:38: Wie kann da zu einer gezwungen werden?
00:51:40: Und warum mischt sich überhaupt die Regulierung in so eine Position ein?
00:51:44: Wenn Marktbeherrschung stattfinden würde, aber kann ich das nachvollziehen?
00:51:48: Aber wir haben einen extrem intensiven Preiswertbewerb zwischen den Anbietern.
00:51:52: Und es gibt auch sehr viele Riesseller unserer Produkte im deutschen Markt.
00:51:57: Kein Markt hat so viele Riesseller wie Deutschland.
00:52:01: Also Lidl, Aldi, eins und eins, Blau und wie die alle heißen die Unternehmen, Lebarer.
00:52:08: Fünfunddreißig Prozent des deutschen Marktes ist heute in der Hand von sogenannten Rieselern oder MWNOS.
00:52:14: Im europäischen Durchschnitt sind das nur um die zehn Prozent.
00:52:18: Und trotzdem fordern wir immer noch mehr Regulierung auf diesem Dienstanbietermarkt.
00:52:22: Und das sage ich einfach, warum eigentlich?
00:52:25: Und da wird dann eben sehr viel politische Arbeit geleistet und ich möchte lieber im unternehmerischen Wettbewerb stehen.
00:52:31: Wenn einer Netzanbieter sein will, dann muss er ein Netz bauen, dann muss er einen Tennen errichten, dann muss man einen guten Mobilfunk-Service haben, dann muss man attraktive Preise haben und man muss vor allem verlässlich sein gegenüber seinem Kunden.
00:52:46: Das wäre der Wettbewerb, den ich erwarten würde aus dem Westerwald und weniger politisches Lobbying, um weiter Privilegien zu erreichen, die eben die Politik gibt, die asymmetrische zu unserem Geschäftsmodell sind.
00:52:57: Ich meine, du bist jetzt ja de facto Auch Unternehmer, ich darf scheuerlich gesehen bist, Unternehmer.
00:53:02: Siehst du dich auch als solcher?
00:53:03: Dennoch wirst du wahrscheinlich immer in Rente gehen müssen.
00:53:06: Andere Unternehmer können das selber entscheiden.
00:53:08: Wie siehst du dich?
00:53:12: Ich weiß, dass ich mich nicht als Unternehmer bezeichnen darf, weil ich angestellter Manager bin.
00:53:19: Und die Unternehmen immer dann auch sagen, pass mal auf, ich habe hier mein ganzes Geld drin stecken und ich habe hier das Risiko eingegangen, du bist doch da und hast dann einen schönen Vertrag und Christoph irgendwo, selbst wenn man schlecht läuft, kriegst du dann noch deinen Gehalt ausgezahlt.
00:53:34: Insofern bin ich nicht ein Unternehmer im klassischen Sinne.
00:53:38: Ich glaube schon, dass ich ... den Anspruch habe, einen gewissen Unternehmertum zu pflegen, weil ich von Anfang an Telekom-Aktien gekauft habe, von Anfang an übrigens die kumuliert habe und ich eine einzige Telekom-Aktion in meinem Leben bisher verkauft habe.
00:53:57: Und durchaus heute ein hohes Investment habe in der deutschen Telekom und damit auch, ich sage mal, selbst daran interessiert bin, dass das Unternehmen unternehmerisch erfolgreich ist, weil das ist meine Rente.
00:54:12: Das ist vielleicht auch mein Erbe, was ich meinen Kindern mal hinterlassen kann.
00:54:16: Ich bin Unternehmer, weil ich mir permanent die Frage stellen kann, wie kann ich die deutsche Telekom, wie kann ich Unternehmen noch besser machen?
00:54:24: Und wie kann ich gegenüber meinem Wettbewerb Leading sein?
00:54:28: Wie kann ich in jeder Form meinen Wettbewerb schlagen?
00:54:31: Ob bei der Netzqualität, wo wir die Nummer eins sind, ob im Service, bei der Einfachheit unserer Dienste in der Digitalisierung immer Leading zu sein und dafür auch Risiken einzugehen, die ich vielleicht gar nicht eingehen müsste, um das Unternehmen besser zu machen.
00:54:50: Und insofern bin ich schon in dem unternehmerischen Tun unterwegs permanent.
00:54:59: Dazu investiere ich privat.
00:55:01: Du bist ja nicht angestellt.
00:55:03: Du bist angestellt, aber es gibt jetzt ja keinen Mehrheitseigentümer in dem Sinne, wo er jetzt schon seit Jahren da ist und jetzt irgendwie so Manager kommen und gehen lässt.
00:55:11: Sondern gefühlt, ich meine, dein Aufsradchef, der Herr Appel, ist deutlich weniger lange in der Telekom drin, als du wahrscheinlich auch nicht so vernünft und nicht so tief verwurzelt.
00:55:21: Ansonsten in dem Aufsrad sind verschiedenste Leute, die meisten davon... deutlich kürzer, als du jetzt im Amt bist und in der Branche bist, gefühlt gibt es jetzt nicht diesen Patriarchen, für den du arbeitest, also für die Firma, aber wenn man sich fragt, wer ist eigentlich die Telekom, wer ist eigentlich da sozusagen am Ende, endverantwortlich.
00:55:36: Klar, der Herr Appel war unser Rat und die verschiedenen Betriebsräte hier drin sind und so, aber gefühlt gibt es diese starke Person nicht, sondern du bist hier irgendwie.
00:55:43: Also erstmal, der Vorstandsvorsitzende hat natürlich eine Verantwortung und ist im Tagesgeschäft.
00:55:50: Die Nummer eins im Unternehmen.
00:55:52: Und ich hab natürlich die Verantwortung für die Mitarbeiter und auch die Familien, der mit an sind, dass dieses Unternehmen erfolgreich bleibt.
00:55:58: Und dafür bin ich das Gesichter.
00:56:00: Und wenn hier was schief geht, dann wird man zuerst mal in mich angucken.
00:56:04: Und darfst aber nicht unterschätzen, der Kapitalmarkt, Mr.
00:56:09: Market ist immer, ist always right.
00:56:14: Er hat immer recht.
00:56:15: Und der Mr.
00:56:16: Market ist jemand, der schon eine hohe Autorität hat in solchen Kapitalgesellschaften, wie die Telekom eine ist.
00:56:25: Der Börsenkurs, die Frage der unternehmerischen Entscheidungen, die öffentliche Wahrnehmung wird letztlich permanent diskutiert und der Aufsichtsrat konfrontiert dich auch mit diesen Realitäten.
00:56:39: Und wenn die negativen Botschaften, wenn die Entwicklung des Unternehmens relativ zum Wettbewerb, relativ zu den Erwartungen, nicht erfolgreich ist, dann hat der Aufsichtsrat auch die Verantwortung, dann entsprechende Entscheidungen zu treffen.
00:56:55: Insofern ist das Gremium dann schon für die Zukunft der Vorstände und auch des Vorstandsvorsitzenden verantwortlich.
00:57:01: Und dass in Deutschland die Durchschnittverwaltzeit von Vorstandsvorsitzenden drei bis fünf Jahre ist,
00:57:08: deutlich geringer
00:57:09: ist, ich habe das Glück gehabt.
00:57:11: Und vielleicht auch, dass ich jetzt seit zwölf Jahren in dem Unternehmen bin, dass ich erfolgreich war, dass ich die Erwartung erfüllt hatte, dass ich eine hohe Verlässlichkeit hatte, auch was unsere verabredeten Ziele und deren Erreichung betrifft.
00:57:28: Dadurch habe ich das Privileg, dass ich im Moment in dem Gremium auch fest verankert bin und auch, ich glaube, sehr stabil sitze.
00:57:40: Aber das ist keine Garantie.
00:57:42: Und vor dem Hintergrund, da ist schon ein sogenanntes Checks of Balance, wie wir das neu Deutsch nennen.
00:57:48: Also, da ist schon das Kreme für Verantwortung, auch zu sagen, ist der Vorstandsvorsitz und auch der Richtige für das Unternehmen, das zu lenken.
00:57:56: Diese Diskussion findet auch permanent statt.
00:57:59: Ich meine, du hast es in den letzten Jahren extrem gut gemanagt, sozusagen sich da so in dieser, so lange zu bleiben und offensichtlich die Erwartung richtig zu melden und auch zu erfüllen und nicht zu viele, also man muss es ja irgendwie steuern.
00:58:09: Und auch deine Außenwahrnehmung, da bist du auch, sagen wir mal, sehr kreativ, also von LinkedIn angefangen, großer Account, aber auch, sagen wir mal, ungewöhnliche Weihnachtsvideos, auch ein Outfit-Veränderung, wenn man dich sieht vor, weiß ich nicht, zwanzig Jahren, da warst du der Manager im Anzug und Krawatte und jetzt... Also nicht von Golfplatz bis irgendwie, wir hatten Eishock gegen Klamotten oder jetzt hier in, sagen wir mal, hellen und Tönen unterwegs, heute im Podcast wählen, guckt irgendwie.
00:58:33: Es ist schon eine, sagen wir mal, sehr Hirnschmalz bei dir auch in so ein öffentliches Auftreten reingeflossen.
00:58:40: Ja, wobei jetzt das öffentliche Auftreten ist, weil ich von Anfang an wollte ich eine Entmystifizierung des Vorstandsvorsitzenden.
00:58:51: Ich bin in der Deutschland AG ein Stück weit groß geworden bei den Bayer.
00:58:55: bei der EON oder vorher FIAC.
00:58:59: Und ich muss dazu sagen, die Distanz über Hierarchie und über Titel waren immer fremd.
00:59:08: Menschen differenzieren sich über ihre Kompetenz, über ihre Einstellung und ihren Einsatz fürs Unternehmen, aber nicht durch ihren Titel und durch ihre Rolle, diese Spielen.
00:59:20: Und ich war durchaus manchmal negativ beeinflusst dadurch, wie Vorstandsvorsitzende aufgetreten sind.
00:59:30: Immer schon.
00:59:32: Und auch bei der Telekom in der Vergangenheit.
00:59:35: Und von dem hintergewollte ich das nie.
00:59:37: Natürlich habe ich per Definition enorm viel Power und auch einen hohen Respekt.
00:59:45: Ich darf einfach nur von durch die Rolle.
00:59:48: Aber ich will das nicht durch die Insignien der Macht noch weiter kultivieren.
00:59:56: Und Kleidung ist sowas.
00:59:58: Man darf nicht unterscheiden, welchen Ausdruck dunkle Anzüge und dunkle Autos und womöglich noch Bodyguards auf andere haben.
01:00:10: Und deswegen wollte ich immer eine Entmistrizierung des Vorstandsvorsitzenden machen.
01:00:16: und Deutschland keine Fehler.
01:00:18: Zumindest geben sie nicht zu.
01:00:21: Ich habe immer gesagt, dass meine Fehler sind.
01:00:24: Weil ich nicht daran glaube, dass Menschen authentisch sein können, glaubwürdig sein können.
01:00:29: Wenn sie nicht auch zugeben, dass sie Fehler gemacht
01:00:30: haben.
01:00:31: Was war jetzt rückblickend der größte Fehler, das würdest du
01:00:33: sagen?
01:00:33: Mein größter Fehler war, dass ich geglaubt habe, dass der gesamte Markt in ein Konvergenzprodukt geht.
01:00:41: Das heißt, ich brauche Mobilfunk und Festnetz, um perspektivisch im Markt zu reissieren.
01:00:50: Was in Deutschland ja auch gut funktioniert, wenn ich heute ein Breitbandprodukt, ein Mobilfunkprodukt und ein... Fernsehprodukt anbiete, dann ist der Kunde viel loyaler und viel länger bei uns und auch zufriedener, als wenn er nur eins davon kauft.
01:01:03: Aber dass das für jeden Markt geht, war eine Fehlannahme.
01:01:06: Ich bin damals im Jahr zwei Tausend dreizehn, zwei Tausend vierzehn sehr schnell in eine Fusion gegangen in England von unserem Mobilfunkgeschäft, mit der Brittestehle kommen.
01:01:18: Und wir haben damals einen großen Anteil der Brittestehle kommen für diese Einbringung bekommen.
01:01:25: Das war ein Fehler.
01:01:26: Weil am Ende des Tages hat sich diese Konvergenz nicht ausgezahlt und wir haben gesehen, dass die Konvergenz gar nicht im Markt in England funktioniert hat und wir haben dadurch sehr viel Wert verloren in unserem Investment, was wir damals getätigt haben in England.
01:01:40: Und das war sicherlich eine strategische Annahme, die sich nicht ausgezahlt hat.
01:01:45: Aber unabhängig von den Fehlern, die man macht, gehört auch dazu, dass man sich selbst auf den Arm nehmen kann.
01:01:56: Vielleicht in der Historie hat sich ein Vorstandsvorsitzende nicht selbst auf den Arm genommen, weil er permanent seine Autorität ja nicht selber untergraben wollte.
01:02:05: Ich tue das regelmäßig allein durch das Weihnachtsvideo oder durch andere Themen, weil ich glaube, ich kann den Menschen nur dadurch Augenhöhe vermitteln, dass ich mich auch selber infrage stelle, dass ich mich selber irgendwo mal auf den Arm nehmen kann oder auch mal ironisch mit mir selber umgehen kann.
01:02:25: Tim Tested, also Produkte zum Beispiel.
01:02:28: Du sagst ein Testes unter dem Stadion dach hängst und irgendwelche Sachen.
01:02:33: Ist auch ein Zeichen uns zu sagen, ich bin nicht abgehoben, sondern die Produkte, die wir jeden Tag verkaufen, die kenne ich auch und die muss ich auch kennen.
01:02:42: Um zu sagen, was wir sind alle im Endeffekt im Vertrieb oder in der Produktmarketing, in der Entwicklung und das gilt auch für den Vorstandsvorsitzenden.
01:02:50: Der Vorstandsvorsitzende ist nicht nur ein Manager, er hat auch seinen Job zu machen.
01:02:55: Er hat auch seine Aufgabe, ein operatives Geschäft zu führen.
01:02:58: Das ist natürlich bei mir wichtige strategische Entscheidungen zu treffen, große Merchandise zu machen, die politische Arbeit zu machen, das Unternehmen zu repräsentieren.
01:03:07: Aber auch ich muss mich, wie jeder Einzelne in diesem Unternehmen, für meine Arbeit und für meine Aufgabe rechtfertigen.
01:03:14: Und das ist meine Vorstellung eines Vorstandsvorsitzenden, dass ich immer versuche, so geerdet zu bleiben.
01:03:24: wie ich das von meinen Leuten erwarte.
01:03:26: Und das versuche ich mit solchen Formaten zu machen.
01:03:28: Und da unterscheide ich mich vielleicht sicherlich von den anderen, wobei ich feststelle, dass in der deutschen Industrie immer mehr Vorstandsvorsitzende sich auch in so eine Richtung entwickeln.
01:03:39: Es ist ja auch in den USA zu sehen.
01:03:40: Im Ende dieser starke Sichtbarkeit, wie der mit Elon Musk und so an, da kommt es ja ein bisschen her.
01:03:48: Ja, wobei die Amerikaner, man darf das nicht unterschätzen.
01:03:51: Der CEO, der Vorstandsvorsitzende in Amerika ist Gott gleich.
01:03:59: Wenn der sagt, wir gehen in die Richtung, dann wird das nicht diskutiert.
01:04:03: Die deutsche oder die europäische Kultur ist komplett anders.
01:04:09: Wenn hier der Vorstandsvorsitzende sagt, wir gehen in die Richtung, dann wird erst mal die Frage, ist das richtig?
01:04:14: Was ist meine Meinung dazu?
01:04:15: Wir haben eine Kultur des Diskurses, eine Kultur auch des Widerspruchs.
01:04:22: Und dann wird das diskutiert.
01:04:24: Und das ist nicht wie in Amerika.
01:04:26: In Amerika ist es wirklich sehr viel autokratischer, wie der CEO arbeitet und agiert und auch was von ihm erwartet wird.
01:04:33: Ich finde es hier viel besser, weil dadurch eine gewisse Dialektik entsteht in der Diskussion und weil ich glaube auch dadurch viele Entscheidungen erst mal nochmal reflektiert werden, ob sie richtig sind.
01:04:46: Das Problem ist damit, wir sind langsamer.
01:04:49: Weil natürlich, wenn einer entscheidet und eine Richtung vorgibt und das schnell gemacht wird, dann ist das natürlich in der Regel deutlich schneller.
01:04:58: Das sind unterschiedliche Paradigmen, wie man Unternehmen führt.
01:05:02: Und ich glaube, wir haben da mit unserem Diskurs, den wir hier zumindest bei der Telekom haben, sind wir dadurch erfolgreicher und machen weniger Fehler.
01:05:11: Zumindest eine gewisse Sympathie für Elon Musk und so, hat man die ja schon ein paar Mal so raus hören können in der Vergangenheit.
01:05:17: Also erst mal.
01:05:18: Für mich ist Ellen Musk der Unternehmer des Jahrtausends.
01:05:24: Ich muss dazu sagen, ich bin immer irritiert über seine ethischen oder auch über seine kommunikativen Fähigkeiten.
01:05:36: Ich finde, da geht er mir zu weit in vielen Bereichen.
01:05:42: Ich bin auch sicherlich mit seinem politischen Engagement nicht einverstanden.
01:05:48: Aber in dem Moment, wo Elon Musk sein Geschäft macht.
01:05:53: In dem Moment, wo er Innovationen treibt.
01:05:55: In dem Moment, wo er Prozesse optimiert, wo er Innovationen hat.
01:06:00: Ob das nun bei der Automobilindustrie war, die er am Kopf gestellt hat.
01:06:04: Oder ob das jetzt auch bei Satelliten ist, mit Starlink.
01:06:07: Die ja unsere Industrie auch betreffen.
01:06:11: Da ist er herausragend einzigartig innovativ.
01:06:17: Hast du mal getroffen, persönlich?
01:06:19: Wir haben einmal telefoniert.
01:06:21: Ich muss dazu sagen, ich hatte noch keinen Grund, mit ihm zu reden oder zu verhandeln.
01:06:26: Wir reden natürlich mit seinen Starlink-Leuten.
01:06:28: In Amerika sind wir ja auch mit ihm Vertragspartner.
01:06:30: Aber ihn persönlich haben wir noch nicht
01:06:32: getroffen.
01:06:32: Starlink, aber wenn der Arbeit in Deutschland zumindest gegen die, wenn ihr Glasfaser verlegt, mit jedem Meta-Glasfaser, den ihr verlegt, ist ja Starlink ein bisschen weniger relevant.
01:06:40: Aber gut, da sage ich auch, Leute, wir glauben daran, dass die Breitbandversorgung in Deutschland erst mal ... im Hause in der privaten Umfeld über Glasfaser erfolgt und damit eine hohe Stabilität und sehr hohe Bandbreiten ermöglicht und dass die terrestrische Versorgung also über eine bodennahe Mobilfunkversorgung eine bessere Versorgung dargestellt ist als über die Satelliten.
01:07:05: Davon sind wir überzeugt.
01:07:06: Ich glaube, dass es in ländlichen Gebieten, da wo heute gar keine Mobilfunkversorgung ist, dass da Satellitenservices insbesondere von Starlink eine Rolle spielen kann, ich glaube auf Maritimanwendungen in Flugzeugen, da wird sich Starlink durchsetzen, aber er wird immer nur einen gewissen Prozentsatz zur Verfügung stellen, weil ihm einfach das Spektrum fehlt, auf dem er funken kann, weil er zudem, ich sag mal, auch nicht so viele Satelliten in der Zeit hat, dass er überall die gleichen Angebote machen wie mit.
01:07:39: Es ist eine Ergänzung in Märkten.
01:07:42: Ich war gerade in Namibia.
01:07:43: in Märkten, wo drei G ist und wo das ganze Land eigentlich nicht versorgt ist.
01:07:48: Da wird ein Direct-to-Sale, wie wir das nennen, also Satelliten direkt aufs Mobilfunkgerät, da wird das ein Erfolgsmodell werden.
01:07:58: Und auch in Amerika, wo übrigens, bis bis bis zu drei Prozent der Fläche überhaupt nicht versorgt sind.
01:08:04: Wo auch niemand lebt und wo auch gar keine Mobilfunkantäne von niemandem steht.
01:08:08: Da wird natürlich das Satellitenangebot eine Relevanz für Autoraktivitäten oder andere Themen haben.
01:08:16: In Europa, wo wir eine sehr, sehr hohe Dichte haben von Mobilfunknetzen, wird der Einsatz begrenzt sein.
01:08:23: Ich glaube, das ist ein Teil, was eine Substitution geben wird für Breitband, also durch die entsprechenden Schüsseln.
01:08:30: Aber auch das wird, ich sage mal, nur ein kleiner Prozent sein.
01:08:34: Was macht Tim Hörtges in Namibia?
01:08:36: War das geschäftlich oder das Urlaub?
01:08:37: Nein.
01:08:39: Ich habe meiner meiner meiner Frau zu ihrem wohnen Geburtstag eine Reise geschenkt mit unseren Kindern und mit ihren Frauen zusammen und wir sind zu sechs irgendwo zwei Wochen durch Namibia gereist.
01:08:52: Und ich muss sagen, das war ein sehr sehr schöner Urlaub, weil man die Zeit hatte, mit der Familie zusammen zu sein, aber auch für mich eine Inspiration, weil wir waren auch bei den Himbas, eines der letzten nomadischen Völkern, die leben im Norden Namibias und Angola.
01:09:13: Und ich hatte einen Tag, die gelegen hat, mit denen unterwegs zu sein.
01:09:17: Und ich muss sagen, da relativiert man diese mürrische, pessimistische Art, die hier in Deutschland teilweise herrscht, wenn man mit den Menschen irgendwo mal gesehen hat, unter welchen Bedingungen sie leben und mit welchem Optimismus sie trotzdem durchs Leben gehen.
01:09:36: Stichwort Optimismus und auch ein bisschen so Ausblick Deutschland.
01:09:38: Ich meine, du bist ja sehr kritisch, vielleicht nochmal zum Einstieg da rein.
01:09:42: Du hast jetzt ja irgendwie bei Elon Musk gesagt, wie du ihn so siehst, aber zumindest diese Doge Sache, die damals von ihm ja geleitet wurde, fandest du, als es losging, sagst du, dass sowas bräuchten wir hier eigentlich auch.
01:09:55: und weil du einen gewissen Pessimismus oder eine gewisse Sanierungsbedürftigkeit in Deutschland siehst.
01:10:01: Guck mal, ich hab damals das Bild genutzt.
01:10:05: Weil ich gesagt habe, sind wir eigentlich hier in Deutschland bereit als Bürger, aber auch als Politiker, irgendwas zu verändern?
01:10:14: Oder verteidigen wir eigentlich nur den Status quo und sind eigentlich davon überzeugt, dass irgendwo wir für alles ein Gesetz brauchen und für alles irgendwo eine Regulierung brauchen und für alles am besten, ich sag mal, den Staat brauchen, der das dann für uns organisiert.
01:10:28: Oder sind wir eigentlich in einem Ausstieg aus dieser Überregulierung, die wir uns hier zugemutet haben?
01:10:36: Das Zweite ist, ich erlebe es jeden Tag.
01:10:40: Ich habe es eben gesagt, zweihundertseptzig Regulierer für unsere Industrie.
01:10:44: Jede einzelne Regulierung mag sogar sinnvoll sein.
01:10:47: Ja, die Mobilfunk-Antenne, die oben auf dem Dach steht, die darf erst dann angeschaltet werden, wenn sie von der Bundesnetzagentur eingemessen worden ist.
01:10:54: In neunundneinzig Komma sieben Prozent wird die Antenne genauso übernommen, wie wir sie eingestellt haben.
01:11:00: Aber wir warten teilweise bis zu zwei Jahren darauf, dass diese Antenne eingemessen ist, bevor sie in Betrieb geht.
01:11:06: So, man kann jetzt sagen, wir wollen kein Elektrosmock und wir wollen niemand irgendwo, ich sag mal, mit dieser Antenne in irgendeiner Weise beeinträchtigen.
01:11:14: Aber warum vertraut man nicht einfach auf ein Unternehmen?
01:11:18: Oder man macht Strafen, wenn ein Unternehmen gegen etwas verstößt.
01:11:24: Aber man vertraut erst mal darauf, dass die Menschen das Richtige tun.
01:11:28: Und ich sag, wir sind wie Gulliver.
01:11:31: Wir sind irgendwo in einem Zwergenstaat, haben uns eingebunden, mit Tausenden von einzelnen Regulierungen, wo jedes vielleicht irgendwo nachvollziehbar ist und wundern uns, dass der Gulliver nicht mehr aufstehen kann, weil er irgendwo durch diese Fäden am Boden gefesselt ist.
01:11:49: Und wenn wir in diesem Wettbewerb und der Markt hat sich verändert, die globale Welt hat sich einmal gedreht, wir müssen irgendwo uns auf unsere Stärken besinnen, um irgendwie relevant zu bleiben.
01:12:01: dann müssen wir auch anders agieren.
01:12:03: Und deswegen bin ich auch der Meinung, es kann nicht sein, dass wir unsere Zukunft, dass wir unsere unternehmerische Leistung immer erst mal mit Beamten, mit Recht, mit allen Themen irgendwo abzugleichen haben, bevor wir loslegen können.
01:12:19: Sondern ich vertraue auch ein Stück weit auf den Anstand, auf die moralischen Werte von Unternehmern.
01:12:25: Ich vertraue auf Unternehmertum, dass man das Richtige tut.
01:12:28: Und wenn einer Gegengesetze verstößt, dann soll er auch dafür bestraft werden.
01:12:33: Aber alles präventiv im Voraus zu regulieren, ob das bei AI ist, ob das bei Telekommunikation ist, ob das bei Datenschutz ist, egal wo, führt dazu, dass wir unendlich langsam sind und in diesem globalen Wettbewerb nicht mitkommen.
01:12:50: Und ich glaube, wenn man nicht die Behörden verkleinert, Und wenn man nicht auch ein Stück weit weniger Leute regulieren lässt, dann wird auch nicht weniger Religion passieren.
01:13:00: Weil die Regulierer, die Menschen, die das heute tun, sind hoch motivierte Menschen, gut qualifiziert, extrem gut ausgebildet und die tun ihren Job.
01:13:11: Das heißt also, wir müssen auch ein Stück weit die Behörden verringern, damit weniger reguliert wird.
01:13:16: Du hättest ja die Chance gehabt, gerüchtetweise damit zu tun bei der ganzen Sache.
01:13:21: Es gibt die Geschichte, dass du der erste warst, den Herr Merz gefragt hat, als es darum ging, einen Digitalminister zu finden oder zu erschaffen oder in Deutschland erstmalig aufzusetzen.
01:13:33: Das hast du schon mal da nicht gewollt.
01:13:35: Nein, ich bin zu undeblematisch.
01:13:39: Ich bin nicht geeignet für solche politischen Ämter.
01:13:44: Sagt der Mann, der jetzt hunderttausend Leute führt hier?
01:13:46: Ja,
01:13:46: aber ich bin, ich, ich glaube, dass ich irgendwo, ich respektiere im Übungspolitik und auch in der Demokratie.
01:13:55: Das ist hochgradig kompliziertes Geschäft.
01:13:57: Und ich sage nochmal, wir dürfen nicht immer nur die Menschen kritisieren, die das machen, sondern müssen sie eigentlich dafür achten, dass sie sich in die Verantwortung für unsere Gesellschaft stellen in so einem komplexen Konstrukt.
01:14:09: Da ist ein Gewisser im ... Pessimismus daran, dass wir uns in der Lage sind, zu reformieren.
01:14:16: Unser System aus der europäischen Kommission, die zwei Drittel der Gesetze verantwortet, darunter die entsprechenden Länder, die dann auch wieder federale Strukturen haben, dann die Kommunen, die natürlich auch da in der entsprechenden Rolle spielen und am Ende des Tages sind es auch noch Non-profit-Organisationen, die in der Demokratie dann auch noch was zu sagen haben.
01:14:37: Diese Diese Sisyphus Arbeit, jeden von den Einzelnen davon zu überzeugen, bestimmte Ideen umzusetzen für den Wohlstand und für die Entwicklung unserer Gesellschaft, ist schier unmöglich.
01:14:52: Und von daher diese Geduld, diese Geduld bring ich nicht mit.
01:14:56: Dafür bin ich nicht gerechnet.
01:14:57: Und Gott sei Dank sind Unternehmer, unternehmerische Strukturen ein bisschen schneller und ein bisschen flexibler.
01:15:07: Wir brauchen eine Reform unserer Demokratie.
01:15:10: Da gibt es gar keine Frage.
01:15:13: Und wir müssen auch, ich sage mal, ein Stück weit, wir können nicht immer auf jeden Einzelnen jede Minderheit Rücksicht nehmen.
01:15:19: Weil dann wird der Kompromiss des Kompromisses des Kompromisses, der wird dann sozusagen das Maßgebliche.
01:15:25: Und das ist nicht das, was uns und unseren Kindern und der nächsten Generation den Wohlstand ermöglicht, den wir geschaffen haben.
01:15:33: Und vor dem Hintergrund, ja, wir haben eine enorme Aufgabe hier vor uns, das zu reformieren.
01:15:38: Ich halte mich nur nicht dafür, ich sage mal, qualifiziert genug, um das zu tun.
01:15:45: Ich unterstütze gerne in den Domänen, die ich gut kann, ob das die Digitalisierung ist für Deutschland.
01:15:51: Ich bin auch jemand, der sich sehr engagiert in der Souveränitätsdiskussion, nämlich wir haben den eigenen Defensiv-Fund aufgesetzt, das wäre Hightech.
01:16:00: Die Fans-Unternehmen fördern mit fünf in
01:16:02: Hamburg heraus.
01:16:04: Wir haben die Gigabit-Factory nach Deutschland gebracht.
01:16:09: Wir werden es am vierten Februar öffnen, wo wir die ersten GPUs mit Nvidia hier in Betrieb nehmen.
01:16:15: Übrigens die größte Fabrik in Deutschland.
01:16:17: In München.
01:16:19: Am vierten Februar.
01:16:20: Dann kann jedes Unternehmen souverän hier in Deutschland auch diese Hochleistungsships nutzen.
01:16:26: um sensible Daten zu testen und damit zu arbeiten.
01:16:31: Wir investieren massiv am Standort Deutschland fünf Milliarden pro Jahr.
01:16:35: Das ist deutlich mehr als was Prozentwahl vom Umsatz in anderen Ländern passiert.
01:16:40: Das heißt, wir tun schon viel, um auch die Souveränität von Deutschland zu verbessern.
01:16:46: Aber die politischen Prozesse, die Reform auch unseres Rechtsstaates im Sinne von Handlungsfähigkeit nach vorne.
01:16:54: Das sind Sachen, die Profis machen sollten, die das auf verstehen.
01:16:58: Der Wildberger zum Beispiel.
01:17:00: Der Wildberger zum Beispiel.
01:17:03: Ist denn dein Outlook für Deutschland, für Europa in den nächsten zehn, zwanzig Jahre zumindest ein Positiver?
01:17:09: oder bist du da eher pessimistisch?
01:17:15: Ich sage immer, der Pessimist hat die bessere Überlebensstrategie.
01:17:18: Der Optimist glaubt, dass es immer gut geht und ist dann ganz überrascht, wenn es dann irgendwo ihn trifft.
01:17:26: Der Pessimist geht immer vom Schlimmsten aus und bereitet sich darauf vor.
01:17:31: Und wenn es dann nicht so schlimm kommt, dann ist er positiv überrascht.
01:17:34: Und ich bin jemand, der eher immer das Schlimmste erwartet, sich darauf vorbereitet, einen Plan B in der Hand hat.
01:17:41: Und dann, wenn es dann nicht so schlimm gekommen ist, wie es erwartet habe, dann bin ich positiv überrascht.
01:17:47: Vor dem Hintergrund, ich sag mal, wir müssen dringend reformieren.
01:17:51: Ich bin momentan enttäuscht, dass die Vorschläge von Drahi und auch von Letta in der aktuellen Kommission zumindest was unsere Industrie betrifft, überhaupt keine Brücksigung finden.
01:18:06: Ist hier da keinen großen Fortschritt in der Kommission, was der Reformbereitschaft betrifft?
01:18:12: Wir diskutieren immer noch Themen, die irgendwo in dieser veränderten Weltsituation irgendwo keine Relevanz spielen.
01:18:20: Ich bin durchaus ein bisschen pessimistisch, auch was die Reformfähigkeit unseres Staates betrifft.
01:18:26: Ich sehe eindeutig, was versucht wird.
01:18:30: Ich sehe auch die Absicht.
01:18:32: Aber ich sehe natürlich auch, wie schwierig es ist, in der großen Koalition dahinter die Mehrheiten zu finden.
01:18:41: Machen wir uns ein bisschen Sorgen, dass die Kompromisse am Ende des Tages nicht die Wirkung entfalten, die wir uns vorstellen für den Staat und auch für die Entwicklung unseres Landes.
01:18:52: Ich sehe natürlich die Anstrengung für die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes, aber auch da wünsche ich mir mehr Geschwindigkeit.
01:19:00: Von daher, ich glaube, wir sind mit den richtigen Themen jetzt unterwegs, aber mir fehlt noch die Entschlossenheit von allen, für das Gemeinwohl, weil jeder definiert das Gemeinwohl für sich und nicht im Sinne eines Gemeinwohls für alle.
01:19:21: schlechten gefühl ins Bett oder auch erdrückt werden von der verantwortung denn am ende wer soll verantwortung haben für so ein land wenn nicht jemand wie du der jetzt sagen so viele jahre soll ein des größten unternehmen führt der der auch der für bezahlt ist der super netzwerk aufgebaut hat über die jahre der in dieser rolle ist auch vom alter her von erfahrung her.
01:19:42: also wenn man sie auf deutschland guckt und fragt wer kann hier was lenken dann.
01:19:45: Guck mal ein bisschen auf Herrn Merz und vielleicht noch auf zwei andere Politiker.
01:19:48: Und dann guckt man, jetzt fangst du auf dich.
01:19:50: Gehst du mit diesem Gefühl, dann auch ins Bett und denkst dir, fuck, ich bin ja richtig verantwortlich?
01:19:55: Also erst mal, ich gehe mit dem Gefühl ins Bett, dass ich verantwortlich bin.
01:19:58: Und ich gehe auch momentan mit dem Gefühl ins Bett, dass ich mehr machen muss, als ich vielleicht einen Erfangen hat zu tun musste.
01:20:05: Ich nehme schon wahr, was momentan um uns da passiert.
01:20:09: Und ich bereite mich auch gerade darauf vor, wir haben jetzt Jahreskick auf unserer Firma.
01:20:15: nächste Woche mit über tausend Menschen, was ich denen sage in diesen schwierigen Zeiten, weil machen wir uns nichts vor.
01:20:22: Das macht was mit uns.
01:20:24: Wenn wir jeden Tag geopolitisch irgendwas Neues erleben, dann führt das zu einer Verunsicherung.
01:20:32: und in der Verunsicherung was machen Menschen?
01:20:35: Erst mal gar nichts.
01:20:36: Abwarten.
01:20:38: Wer weiß, was morgen ist.
01:20:39: Das heißt, wenn ich jetzt unternehmerische Entscheidungen treffen muss, Aber nicht weiß, unter welchem Vorzeichen ich das tue und wachte, dann passiert gar nichts.
01:20:48: Stillstadt.
01:20:50: Das ist das Schlechteste, was ein Unternehmen tun kann.
01:20:51: Zweitens.
01:20:54: Wir sehen momentan die technische Substitutionen.
01:20:56: Wir sehen diese technologischen Entwicklungen, die stattfinden.
01:20:59: Künstliche Intelligenz ist ein Stichwort.
01:21:00: Wir haben eben über Satelliten geredet, die auf die Telekommunikationen wirken.
01:21:06: Wir leben momentan enorm technologisch.
01:21:08: Was heißt das?
01:21:10: Menschen sind verunsichert und sagen, Die Technologien nehmen meinen Arbeitsplatz weg.
01:21:16: Genau das ist das Gegenteil.
01:21:17: Ich muss den Leuten erklären, Technologie ist unsere Rettung.
01:21:21: Innovation ist unsere Rettung.
01:21:24: Künstliche Intelligenz ist genau das, was uns zukünftig wettbewerbsfähig hält und erfolgreich macht.
01:21:30: Wir erleben momentan, dass so ein Unternehmen so viel verlieren an Identität.
01:21:37: Bin ich eigentlich zu... Ich kann doch machen, was ich will in dieser Welt.
01:21:41: Ich kann mich doch noch so anstrengen.
01:21:45: Irgendwas passiert.
01:21:46: Der Dollar fällt runter.
01:21:48: Es gibt Streitigkeiten über Tarifpolitik mit den Amerikanern.
01:21:52: Wir erleben momentan, dass die Chinesen uns irgendwo mit Dumping-Produkten auf den Markt begegnet.
01:21:57: Egal, was ich tue, ich kann mich doch noch so anstrengen.
01:22:00: Ich bin noch nicht erfolgreich.
01:22:03: Und da muss ich den Leuten dann eben auch sagen, Leute, nein, das ist nicht so.
01:22:07: Unsere Motivation ... Die wird uns auch helfen, in der Zukunft erfolgreich zu sein, weil unsere Telekom ist gesellschaftlich systemrelevant.
01:22:16: Das ist sie heute und das wird sie auch zukünftig sein.
01:22:19: Macht euch nicht verrückt mit Dingen, die ihr nicht beeinflussen kann, konzentriert euch auf euer Geschäft und lasst euch von diesem negative Umfeld nicht anschütten.
01:22:27: Setzt eure Schollklappen auf und lasst uns Schritt für Schritt unser Geschäft vorantreiben.
01:22:33: Wir haben momentan kein Motivationsproblem, sondern wir haben ein Orientierungsproblem.
01:22:39: Und ich habe als Unternehmenslenker die Aufgabe, meine Leute diese Orientierung zu geben, sie aufs Geschäft zu konzentrieren, dass sie sich nicht ablenken lassen von den ganzen externen Faktoren, dass sie Technologie nicht als Sorge für ihre Zukunft sehen, sondern als die Chance, als die Rettung für unsere Unternehmen.
01:23:01: Und ich muss dem Unternehmen klarmachen, welche gesellschaftliche Systemrelevanz wir haben mit Telekommunikation heute aber auch morgen.
01:23:11: Fürs Unternehmen total verstanden und fürs Land, darüber hinaus auch sogar.
01:23:14: Ich glaube, dass die Aufgabe, die ich im Kleinen für eine Telekom habe, die haben unsere Politiker auch für das Land.
01:23:24: Wir reden viel zu wenig über das Zukunftsbild von Deutschland, das Zukunftsbild von Europa.
01:23:33: Was
01:23:33: könnte sein, was könnte
01:23:34: sein?
01:23:34: Ja, wir reagieren nur noch auf Grönland, dann reagieren wir am nächsten Tag auf die Ukraine, dann reagieren wir am nächsten Tag auf Tarife oder Zölle, dann reagieren wir am nächsten Tag auf die chinesischen Produkte, die in Marco.
01:23:48: Aber was wollen wir sein?
01:23:49: Hast du da eine Idee?
01:23:50: Ja, also erst mal, für mich ist das eine ganz offene Bekenntnis zu Innovationen.
01:23:59: und zu Zermodernisierung unserer Gesellschaft.
01:24:03: Das Ziel wird zu geben, in zwanzig dreißig werden achtzig Prozent aller Dienste der öffentlichen Verwaltung digital sein.
01:24:14: Ein klares Ziel mit einem hohen Ziel, wo man sagt, wir werden eine komplett digitale Gesellschaft und wir werden unsere Dienste machen.
01:24:23: Und die Menschen, die vielleicht auf der Reise nicht so schnell mitkommen, für die werden wir eine Unterstützungsleistung hin.
01:24:28: Aber wir haben eine Vision wie wir unsere Dienstleistungen, die der Staat anbietet, zur Verfügung stellen.
01:24:36: Wir können die Vision ausgeben, dass wir sagen, wir transformieren unsere Wirtschaft in drei oder vier Kategorien.
01:24:44: Wir machen nicht alles, wir müssen nicht in jedem Bereich reagieren, sondern wir wollen in zwei, drei Kategorien, wollen wir Weltmarktführer sein.
01:24:52: Welche können das sein?
01:24:53: Das ist für mich zum Beispiel die gesamte Prozess Robotics.
01:24:58: Das ist für mich ein Bereich, wo wir enorme Substanz haben, auf der wir aufbauen können und die Zukunft wird gesteuert sein über KI und über die sogenannte Physics AI, im Endeffekt die Steuerung der Maschinen durch Robotoren.
01:25:14: Und damit werden wir enorme Produktivitätsvorteile realisieren, weil so ein Roboter arbeitet, vierundzwanzig Stunden, sieben Tage.
01:25:21: Wenn wir dieses Prozess Know-how, dieses Engineering, wenn wir das beherrschen, können wir unsere eigene industrielle Wertschöpfung auch in die nächste Phase schaffen.
01:25:32: Industrie, zwei Punkt Null über diese Automatisierung.
01:25:39: Das wäre eine Vision, um unseren industriellen Kern zu retten, aber gleichzeitig auch diese Technologie in die Welt zu exportieren.
01:25:47: Ein weiteres Thema, was wir auf jeden Fall beherrschen sollen, ist die Frage, welche Industrien, energieintensive Industrien.
01:25:55: Wenn wir in der Energieindustrie, intensive Industrie weiter betreiben sollen, brauchen wir eine Vision, wo kommt der Strom her und wie kommt der Strom zum Kunden?
01:26:06: Ja, ich vermisse es.
01:26:08: Ich glaube daran, dass wir deutlich mehr Energiekapazität brauchen.
01:26:13: Diese Diskussion findet momentan nicht statt.
01:26:16: In Amerika werden ja enorm große Data Center gebaut und wir haben heute schon in vielen Metropolen Ein Anstieg der Strompreise für den Endkunden.
01:26:28: Das heißt, der einzelne Bürger leidet darunter, dass diese großen Gigawitfaktories gebaut werden.
01:26:33: Das wird uns auch passieren.
01:26:35: Weil egal, was wir tun werden, sehr viel wird über EI, sehr viel wird automatisieren kommen.
01:26:40: Und dazu kommt noch die Elektromobilität.
01:26:42: Wie schaffen wir ein Bild, wie unsere Energieversorgung, sowohl von der Produktion, als auch von der Verteilung in Deutschland organisiert wird?
01:26:52: Wir brauchen ein Bild, Wie das in zwanzig dreißig aussieht und die entsprechenden Investitionen, die dahinter vorlesen.
01:26:58: Das sind gigantische Milliarden so, um die da mit einhergehen.
01:27:02: Weil ohne die Energie wird es auch keinen Industriestandort Deutschland geben.
01:27:07: Und das sind so Ideen einer Strategie, einer Vision für die Zukunft, die ich von mir misse.
01:27:13: Wir, der Amerikaner sagt, kicking the can down the road.
01:27:16: Wir schießen irgendwie die Dose vor uns her, aber ich vermisse ein strategisches Zielbild.
01:27:22: für Deutschland und auch für Europa.
01:27:25: Auch für Europa vermisse ich ein Bild.
01:27:27: Ich glaube, dass wir eine ganz andere Governance, eine andere Struktur, Führung für Europa brauchen, die weit hinausgeht über das, was wir heute tun, auch was die nationalen Identitäten betrifft.
01:27:41: Aber ehrlich gesagt, das braucht einen demokratischen Diskurs.
01:27:48: Aber wenn Europa handlungsfähig sein will, gegen China.
01:27:52: Wenn Europa handlungsfähig sein soll, auch gegenüber einer bipolaren Welt in Amerika, dann müssen wir unsere Kräfte bündeln.
01:28:01: Und wenn wir das nicht tun, dann werden wir die Videimparad, dann werden wir in Stücke aufgeteilt werden und werden ein Stück weit an Relevanz, an ökonomischer, aber auch an politischer Relevanz noch mehr verlieren, als wir das heute schon wahrnehmen.
01:28:15: Okay, zum Schluss nochmal ein bisschen persönlich.
01:28:17: Was tust du für dich irgendwie?
01:28:19: Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit Frank Thelen, du bist ja auch befreundet und er erzählt mir, er spielt jetzt verstärkt Tischtennis, um in seinem Wo-Zwei-Bereich zu sein und zu trainieren und sozusagen sich aufs ältere Dasein vorzubereiten.
01:28:32: Du bist jetzt schon pädlich ein Äther als der Frank.
01:28:33: Was machst du so?
01:28:34: Machst du irgendwelche Longevity-Themen oder Ähnliches?
01:28:36: Also, die sind amerikanischen Waren der Longevity.
01:28:42: Den kann ich jetzt nicht so nachvollziehen, wobei ich dazu sagen muss, ich bin immer schon sehr bewusst gewesen, was Sport betrifft.
01:28:53: Wir haben in den Konzernen, wir haben bei der Telekom Fitness Center im Haus.
01:28:56: Ich habe mitten in meinem Business-Routine, tagsüber habe ich meine Sports-Sessions hier mit einem Physiotrainer.
01:29:04: Wenn ich hier bin, dreimal die Woche.
01:29:06: Ich habe heute wieder ein Training, heute Abend um neunzehn Uhr.
01:29:10: Und dann habe ich anderthalb Stunden Sport da.
01:29:12: Ich war gestern Abend am Paletten eine Stunde, um Ausdauer zu machen.
01:29:18: Ich bin, ich segel und das ist auch meine Planung für das Alter.
01:29:24: Noch mal eine außergewöhnliche Segel-Destination.
01:29:28: Ich bin jetzt einmal in Atlantik, bin ich rüber in zwanzig Tagen mit einem Boot mit Freunden.
01:29:36: Ich stelle mir aber auch vor dem Pacific zu überqueren.
01:29:38: Okay.
01:29:40: weil irgendwo segeln und sich ein Land so zu erschließen ist schon ein anderes Erlebnis, als wenn man irgendwo, ich sag mal, im Fluchtzeug sitzt und dann von A nach B hopst.
01:29:52: Ich bin jemand, der den Sport und die Gesundheit komplett in den Plan integriert hat, der nicht lebe, weil a bird can only fly with two wings, wenn du körperlich und privat nicht fit bist.
01:30:09: dann leidet da drunter das Unternehmen und deine Arbeit.
01:30:14: Und du musst das im Gleichgewicht haben.
01:30:18: Gerade wenn du so ein Marathon läufst wie ich hier bei der Telekom, da muss man diese Fitness hinkriegen.
01:30:25: Wenn man nicht anständig schläft und wenn man nicht anständig austrainiert ist, dann kann man den Speed, den so eine Unternehmung hat, den kann man nicht gehen.
01:30:34: Welche Rolle spielt für dich Fußball?
01:30:37: Jetzt sage ich was, was ihr wahrscheinlich nicht erwartet.
01:30:40: Für mich ist Fußball ein Business, dass wir Bayern Münchensponsoren ist.
01:30:46: Bist du ja auf Wartungsrat
01:30:46: bei Bayern München?
01:30:47: Nicht mehr.
01:30:48: Aber
01:30:48: okay, lange gewesen.
01:30:49: Ich war
01:30:49: lange im Aufsichtsrat da.
01:30:51: Aber für mich ist das ein Business, wobei ich dazu sagen muss, mittlerweile auch ein Hobby.
01:30:59: Dadurch, dass man so mit der Marke fiebert, mit Bayern München fiebert, dass die gewinnen und dass die gut spielen und dass die... uns gut repräsentieren als Marke.
01:31:09: Bin ich schon hinterher und achte, was die tun.
01:31:13: Vor daher, meine Kids sind komplett Bayern-Fans, auch sehr emotional.
01:31:19: Ich bin da viel rationaler.
01:31:21: Warum macht ihr
01:31:22: euch diese Sachen?
01:31:23: Die Telekom ist ja das Business, nicht nur großer Sponsor, sondern ihr seid ja auch mit Magenta und ich werde euch das zu lesen, was da jetzt im nächsten Sommer bei der WM alles geplant ist, mit Klopp und Müller und Hummels und Laura von Thonga.
01:31:34: Wäre da jetzt alles, die größten Namen werden aufgefahren, um das ihr da jetzt, wie die, habt ihr alle WM-Rechte gekauft?
01:31:39: Warum?
01:31:41: Für unsere Gründen.
01:31:42: Okay, aber es ist ja wahnsinnig teuer und ich meine, am Ende, ein paar Spiele müsst ihr dann, glaube ich, eher abgeben, dass die öffentlich-rechtlichen doch die großen Spiele zeigen können.
01:31:49: Das ist auch schon,
01:31:52: wo wir wieder beim Thema sind.
01:31:53: Der Medienstaatsvertrag sieht vor, dass wir die deutschen Spiele immer auch öffentlich rechtlich senden müssen.
01:31:59: Wo ich dann sage, okay, aber das Geld für die Rechte soll ich ausgeben.
01:32:04: Es ist immer so ein bisschen paradox, aber ich will jetzt gar nicht nur auf das Thema noch mal eingehen.
01:32:09: Lass uns, was wir wollen, ist, dass wir unsere Kunden begeistern.
01:32:13: Wir wollen Kunden zu Fans machen und ich möchte die Kunden nicht nur irgendwo in einem Mobilfunk das beste Netz verkaufen oder einen Glasfaseranschluss, sondern der muss auch Nutzen daraus haben.
01:32:23: Und wenn er Magenta TV guckt, kann er nicht nur alle Streamings sehen.
01:32:28: Wir sind der Aggregator Nummer eins in Deutschland, sondern er hat auch Magenta Sport.
01:32:31: Und er sieht eben nicht nur die ganzen Top-WM-Spiele, sondern bei uns gibt es eben auch Breitensport.
01:32:39: Irgendeiner muss sich da oft in den Breitensport einsetzen, ob das nun ... der Basketball ist, ob das Eishockey ist oder andere Themen sind.
01:32:46: Dadurch wollen wir näher an den Kunden ran.
01:32:48: Wir wollen inklusiv sein.
01:32:50: Wir wollen in die Städte, wo diese Mannschaft zelebriert werden.
01:32:53: Und Fußball ist nun mal der Identifikationsfaktor Nummer eins in Deutschland.
01:32:57: Und deswegen gesagt, wir wollen diese WM übertragen, auf unseren Kanälen mit Kunden magenta TV zu zeigen.
01:33:02: Aber warum machte einer bei euch die Kalkulation?
01:33:04: Was kostet diese Rechte?
01:33:06: Was kostet das ganze Paket mit den Superstars als Moderatoren?
01:33:10: Und wie viele neue Kunden kommen darüber, das wird ja irgendwie bei euch schon immer gerechnet.
01:33:15: Das ist dreistellige Millionen Betracht, den wir da ausgeben für die WM.
01:33:19: Und vor daher, das ist natürlich ein dicker Business Case, der dahinter steht.
01:33:22: Und da gibt es auch Annahmen dafür.
01:33:24: Guck mal, wir verkaufen den Teil der Rechte, verkaufen wir weiter.
01:33:28: Das haben wir öffentlich rechtlich gemacht, haben wir gute Partnerschaften mit ID und ZDF.
01:33:32: Dann haben wir gleichzeitig Werbeeinnahmen, die wir nehmen über auf der Plattform.
01:33:36: Dann sehen wir, dass Kunden zu uns kommen.
01:33:38: Übrigens, ein Kunde, der zu uns kommt, stellt dann fest, Magenta TV finde ich cool.
01:33:43: Aber ich könnte ja auch den Mobilfunk und den Festnetzvertrag von der Deutschen Telekom kaufen.
01:33:47: Das heißt, wir sehen auch, dass die immer dann auch ein Stück weit Connectivity mitnehmen, um das ganze Paket von uns zu haben, weil sie den Service erschätzen.
01:33:55: Das heißt, wir gewinnen auch darüber.
01:33:56: Und daraus wird dann ein Business Case, der dann hoffentlich sich rechnet.
01:34:02: Insgesamt muss ich aber dazu sagen, wenn du Sport alleine röchnest, dann ist das heute noch ein Verlustgeschäft.
01:34:10: Hier investieren wir eigentlich um das Produkt Magenta TV, um das Produkt Telekom Verbindungen attraktiv zu machen, investieren wir über den Sport.
01:34:20: Eigentlich war das ja schon vor Jahren gelernt, dass du diese Bandels mit Inhalten und Telekommunikationen, was alle versucht haben, in den USA ja auch nie geklappt haben.
01:34:28: Und jetzt denke ich mir, krass.
01:34:30: Da scheint es entweder zu klappen, weil dir das nach wie vor im Jahr sechsundzwanzig mit viel Energie weiterentwickelt.
01:34:36: Oder es ist halt einfach eine Marketingausgabe.
01:34:38: Es ist ein Stück weit Marketingausgabe.
01:34:40: Wir haben, guck mal, Magenta TV wird jetzt sicherlich relevant werden für viele Kunden, die es ausprobieren werden.
01:34:45: Wir haben das schon bei der EM festgestellt, dass viele Kunden zu uns gekommen sind.
01:34:51: Wir machen es jetzt noch attraktiver.
01:34:52: Wir wollen einfach was Neues machen.
01:34:55: Wir wollen zeigen, dass man Sport, Fußball, Spannender, interessanter darstellen kann, als wie das heute bei Sky oder anderen Übertragung stattfindet.
01:35:04: Und deswegen wollen wir einfach zeigen, dass wir auch in der Bereich führend, leading sind, wie immer unser Anspruch ist.
01:35:11: Und deswegen haben wir natürlich die besten Moderatoren.
01:35:12: Deswegen haben wir ein Thomas Müller.
01:35:13: Deswegen haben wir einen Klaus Hommels, ein Jürgen.
01:35:17: Jetzt bin ich bei meinem Freund hier.
01:35:20: Nein, da deswegen haben wir ein Hommels.
01:35:21: Deswegen haben wir ein Von Torra und sowas mit in das Programm reingenommen.
01:35:25: Oder ein Klopp, der natürlich sicherlich da riskieren wird, dass wir zeigen, man kann wieder etwas noch besser machen über Magenta TV.
01:35:35: Und übrigens ... Es lädt auch unsere Marke auf.
01:35:38: Machen wir uns nichts vor, die Tee und ist heute die wertvollste Marke Europas.
01:35:43: Hab ich gelesen, ne?
01:35:44: Ja, wir sind die Nummer elf in der Welt.
01:35:47: Und wir müssen immer den Anspruch, um wieder zeigen, unser Tee ist immer innovativ, macht was Neues.
01:35:52: Wir erreichen immer mehr Menschen mit der Marke.
01:35:55: Und wir wissen, wenn der Kunde uns als Marke wahrnimmt, dann ist auch seine Kaufbereitschaft, uns dann zu nutzen.
01:36:02: ist dann auch entsprechend hoch.
01:36:03: Bist du selber bei der WM vor Ort, wirst du da in den USA sein?
01:36:05: Nein,
01:36:06: ich glaube nicht.
01:36:08: Ich weiß, dass jetzt ein Spiel, ich glaube, Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh
01:36:23: Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Äh Ä. Jetzt sagen wir am Anfang ihres Berufsleben stehen.
01:36:32: Du hast ja selber zwei Sohne, die schon so gerade ins Berufsleben rein sind, also zumindest jetzt nicht mehr Teenager sind.
01:36:38: Was rettsst du denen oder was rettsst du generell jetzt?
01:36:41: Leuten, die zuhören sagen, okay, krass.
01:36:43: So eine Karriere, auch mit den wirtschaftlichen Sachen, die sich alle nachlesen, bei dir auch wirklich toll entwickelt haben.
01:36:48: Du bist ja nun auch da sehr wohlhabend geworden.
01:36:50: Aber auch hast du auch sehr viel Wert geschaffen für die Firma.
01:36:54: Vielleicht sogar noch viel mehr Wert, als du dir selber rausziehen können.
01:36:57: Das kann man drüber streiten.
01:36:59: Aber wenn du sozusagen noch größere Anträge hast, eigentlich wäre es noch wertvoller für dich geworden.
01:37:04: Wie immer, was redest du, Leuten?
01:37:06: Also, Film, erst mal, was du implizit in deiner Frage rauskommst, es geht nicht ums Geld.
01:37:11: Wenn du nur Antritt zum Geld zu verdienen, machst du den ersten Fehler.
01:37:15: Du musst irgendwo eine Überzeugung haben, du musst irgendwas haben, was dir Spaß macht.
01:37:19: Du musst irgendeinen Inhalt finden in dem, was du tust und nicht nur auf Geld gucken.
01:37:23: Ich kenne diese verhungerten, teilweise, ich sag mal, verirrten Investmentbänker, die ihr ganzes Leben nur Kohle machen wollten und irgendwann dann ins Isoterische abschweifen oder was da immer.
01:37:35: Ich kenne die alle.
01:37:36: Ganz ehrlich, das ist nicht das Ziel, was ich irgendeinen jungen Menschen erraten würde.
01:37:40: Finde irgendetwas, was dir Spaß macht.
01:37:42: Zweitens, haltet ihr die Neugierer.
01:37:46: Werd breit.
01:37:47: Ich hab irgendwann mal, ich bin ein ausgebildeter Finanzmann und irgendwann hat man mich dazu motiviert, den Vertrieb zu gehen.
01:37:54: Im Marketing zu arbeiten.
01:37:55: Innovationen zu verantworten.
01:37:57: Da hab ich gedacht, das kann ich nicht.
01:37:58: Klar kann ich das.
01:37:59: Wenn du durch da reinarbeitest, wenn du neugierig bleibst und irgendwann hast du dann eine Breite, die andere nicht haben.
01:38:06: Und diese Breite, die macht dich ein Stück weit dann auch.
01:38:09: Selbstbewusster oder auch gibt dir eine gewisse Überlegenheit, bestimmte Positionen zu bekommen, die andere nicht haben.
01:38:15: Das Dritte ist irgendwo, du musst eine gewisse Disziplin mitbringen.
01:38:20: Ja, mir hat mal einer gesagt, Tim, don't chase all rabbits.
01:38:25: Jage nicht alle Hasen.
01:38:28: Und du musst dir schon eine Fokussierung geben im Leben, was du willst.
01:38:31: Und du bezahlst auch immer einen Preis dafür.
01:38:33: Also, ich sag mal ... sozial engagiert zu sein, privat, ich sag mal, die Urlaube zu machen, gleichzeitig irgendwie eine Bombenkarriere zu machen und die Zeit zu finden, irgendwo seinen Hobbys nachzugehen.
01:38:44: Leute, das wird nicht funktionieren.
01:38:47: Sondern man muss eine Fokussierung haben und sagen, für mich ist die Karriere wichtig, ich will herauskommen, dann muss ich auch einen höheren Einsatz dafür bringen.
01:38:57: Sehr diszipliniert, sehr fokussiert an diesem Thema arbeiten und auch rechts und links die Dinge liegen lassen.
01:39:03: Das vierte Thema ist Man muss Glück haben.
01:39:09: Aber Glück kann man provozieren.
01:39:12: Ich glaube, wenn man permanent in Kontakt bleibt mit Menschen, wenn man irgendwo rausgeht, wenn man sich aus seiner Komfortzone rausbewirkt und auch dann hingeht zu singen, wo man sagt, warum muss ich da jetzt hingehen?
01:39:24: Oder warum muss ich den jetzt treffen?
01:39:25: Wie oft erlebt man es auch im Privaten, dass man auf Veranstaltungen geht, wo man eigentlich nicht hin wollte und auf einmal überrascht ist über die Menschen, die man dort getroffen hat?
01:39:34: Karrieren werden in der Interaktion mit anderen Menschen gemacht.
01:39:38: Man muss diese Menschen aber treffen.
01:39:40: Man muss sich dieser Kommunikation aussetzen.
01:39:43: Man muss diese Chancen auch irgendwo versuchen, irgendwo zu finden.
01:39:47: Dann passiert auch was.
01:39:48: Und das ist, glaube ich, eines der Themen, neben der Neugierde, diese Offenheit zu haben, auch andere kennenzulernen, immer wieder was Neues zu machen.
01:39:58: Das halte ich für ganz wichtig.
01:40:00: Und der letzte Punkt ist ... Man muss eine Ausgewogenheit zwischen Private Life und zwischen Business Life haben.
01:40:10: Stay happy as a person.
01:40:12: Menschen wollen mit Menschen zusammen sein, die happy sind.
01:40:16: Die eine gewisse Lockerheit, die eine Coolness, die eine Freude vermitteln.
01:40:20: Und nicht mit Menschen, die verbissen, verkrampft und negativ sind.
01:40:25: Und das ist auch ein Stück weit Karriere machen.
01:40:28: Dass man irgendwo eine gewisse Lockerheit und Selbstsicherheit hat in dem, was man hat.
01:40:33: Das kann man auch nicht selber erklären, sondern das muss man leben.
01:40:35: Und dafür muss man sich auch ein privates Umfeld schaffen.
01:40:39: Krass.
01:40:39: Also, Wahnsinnsreise hier.
01:40:42: Vielen, vielen Dank für diese verschiedenen Felder, die wir hier sagen, abklappern durften.
01:40:47: Ich habe viel mitgenommen.
01:40:49: Freu mich sehr.
01:40:49: Vielen Dank.
01:40:50: Danke, Philipp.
01:40:50: Alles klar.
01:40:51: Ciao, ciao.
01:40:52: So, das war das Tim Höttges Update.
01:40:54: Wem es gefallen hat, dem könnt ihr vielleicht auch mein Gespräch oder der Podcast mit dem Rewe-Chef, dem Lionel Zuck, gefallen.
01:41:00: Vor einigen Wochen war ich in Köln und es war ebenfalls viel Klartext, viele Insights, viele gute Adnektoten aus einem ebenfalls großen, großen deutschen Konzern, nämlich Rewe.
01:41:09: So, einfach runter scrollen und nach
01:41:14: Rewe-OMR-Podcastsohn.
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