Zwischen Unicorn und Abgrund: Flink-Gründer Oliver Merkel (#890)
Shownotes
Vom Unternehmensberater zum Kopf hinter einem der schnellsten Unicorns Deutschlands: Der Flink-Gründer erzählt, wie der Lieferdienst in nur einem Jahr von 0 auf 80 Millionen Euro Umsatz wuchs, mit weit über 2 Milliarden US-Dollar bewertet wurde – und Ende 2023 plötzlich am Abgrund stand. Im OMR Podcast spricht Oliver Merkel außerdem darüber, warum Flink im Gegensatz zu Gorillas, Getir und Co. überlebt hat, warum das Zehn-Minuten-Lieferversprechen eigentlich teures Marketing war und welche Pläne er mit seinem neuen Unternehmen namens Blocks verfolgt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: In den frühen zwanziger Jahren muss man eigentlich fast sagen war es eine der ganz, ganz großen Geschichten der europäischen Start-up Szene.
00:00:08: Mittlerweile ist immer noch eine große Geschichte.
00:00:10: wir reden immer noch über ein Unicorn aber eine Marke die wirklich Millionen für Menschen kennen und nutzen Aber sie ist etwas normaler geworden.
00:00:17: Die Rede ist von Flink dem lieferdienst im einzigen Lieferdienst nach Gorillas Und nach Gett hier und wie sie alle hießen, der nach wie vor funktioniert.
00:00:25: Der nach wie vorher existiert in Deutschland.
00:00:28: Und dem Gründer, der wir es lange nie gesprochen hat!
00:00:31: Und jetzt entschieden hat okay ich gehe bald bei Flink raus.
00:00:33: machen was neues.
00:00:34: er erzählt übrigens auch was man machen wird.
00:00:35: als nächstes aber vor allen Dingen... Erzählt ihr jetzt zum allerersten Mal die ganze Flinkgeschichte, wie es losgingen.
00:00:42: Alle Ups and Downs und Verrücktheiten bis heute!
00:00:45: Bevor es da aber reingeht, möchte ich noch gerne ein paar Worte verlieren denn demnächst ist doch wieder unser OMR Festival am fünften und sechsten Mai hier in Hamburg Und wir freuen uns sehr und hoffen sehr dass wieder viele tausend Menschen kommen und deswegen fletten Hinweise.
00:00:59: Ich würde mich freuen, das wäre super hilfreich wenn ihr schon vorab, wenn ihr dann kommt ein bisschen plant was ihr alles hier machen möchtet.
00:01:05: wir haben jetzt schon die Bewerbungsphase für unsere Masterclasses.
00:01:08: Live könnt ihr jetzt schon Masterclassen anklicken an denen ihr gerne teilnehmen möchtest.
00:01:11: Ihr könnt euch jetzt schon vor ab euer gesamtes Programm planen.
00:01:14: Das ist einfach erfahrungsgemäß super hilfreich Wenn man die Tage so ein bisschen vorbereitet sich anschaut ok Was gibt es für Side-Events?
00:01:20: Was gibt's für Guided Tours?
00:01:21: Was gibts natürlich für Bühnen Highlights?
00:01:23: Zu welchen Menüpunkten möchte ich gerne gehen?
00:01:26: ihr guckt schon mal auf das ganz große OMR-Menü, auf unseren Webseiten und wählt für euch eine spannende persönliche Journey aus.
00:01:33: Dann hat man erfahrungsgemäß nochmal mehr von dem Besuch und es ist mir einfach ganz wichtig dass ihr das Gefühl habt wenn ich da hinkomme dann solltet's mir was bringen.
00:01:41: wir geben alles dafür das was bringt für euch.
00:01:43: deswegen guckt gerne vorher rein plant gerne vor ein bisschen hat dann erfahrung gemäß einfach mehr davon als der Mann bei kommt und gar nicht vorbereitet ist.
00:01:50: Das nur vorab.
00:01:51: aber jetzt rein ins Gespräch mit Oliver Merkel von Flink.
00:01:54: Auf gehts!
00:02:06: Hi Oliver
00:02:08: Hallo, danke dass ich hier sein darf.
00:02:10: Ja also du hast ja jetzt einiges mitgebracht an Story das muss man wirklich sagen.
00:02:14: aber wir fangen mal ganz vorn an also sagen geilen studiert soweit so klassisch bwl.
00:02:19: und dann Beratung auch noch klassisch bein
00:02:23: muss einen Schritt vorne weggehen.
00:02:24: Ich bin ja im Osten geboren in Leipzig Und dann hast Du Dann gibt es ja keine Möglichkeit zu sagen ...vermögen zu generieren.
00:02:36: Deshalb musste ich irgendwie, hab' ich für mich beschlossen... ...ich gehe den klassischen Weg, ne?
00:02:40: So Überbildung und gebe mir ein bisschen Mühe in der Schule,... ...find eine gute Uni, studiere da und dann bin ich in der Beratung
00:02:47: gelandet.".
00:02:48: Das Konzept!
00:02:49: Dass Zeit gegen Geld tauschen keine gute Idee ist, das wusste ja auch damals schon.
00:02:52: Und da habe ich mir gedacht naja gehst du wenigstens dahin,... ...wo die Zeit gut bezahlt wird um wo man sehr viel lernen kann.
00:02:58: Also
00:02:58: Bain ist ja schon von einer Beratungen mit McKinsey zum einen der besten.
00:03:02: Aber du bist doch trotzdem raus um zu
00:03:03: gründen?!
00:03:04: Absolut.
00:03:05: Ich war erst viele Jahre bei BCG, bin dann, weil ich unbedingt ins Ausland wollte und die mich nicht gehen lassen wollten, bin ich dann zu Behen gewechselt – zu Behn nach Afrika und durch das Afrika-Geschäft leiten und mit aufbauen.
00:03:18: Und das Abschiedsgeschenk war von BCG so ein Gartenlief und bisschen Geld.
00:03:23: und damit habe ich meine ersten Internetinvestments gemacht.
00:03:26: Mein Startup Investment Nummer eins war Flakoni wo ich offiziell sogar Co-Founder bin, aber nur auf dem Papier.
00:03:34: Weil der einzige war der Notarkante und zu dem Notar sind wir hingegangen und er hat gemeint na Oliver wenn es deine Kohle hier ist dann musst du ja auch mit unterschreiben bitte und deshalb bin ich offiziär der Co-Vounder.
00:03:44: bei hundert Prozent des Erfolges gelten den beiden die das operativ die ganzen Jahre gemacht haben bis zum Verkaufs im Pion und Paul krandioser Unternehmer, von denen ich viel gelernt habe.
00:03:52: Mittlerweile ist der Flakon dann nur noch einige Interaktion weiter bei Brasilien und ich hab da gehört mittlerweile auch irgendwie...
00:03:57: Ja macht eine halbe Million umsatzgleichen.
00:03:59: Ist groß?
00:04:00: Und wie kam's denn, also wie geworden deine nächsten Schritte so als Unternehmerwelt rein?
00:04:06: Du bist aus einer Beratung raus, hab jetzt gehört okay Garten lief und ein bisschen Kohle.
00:04:09: aber wie kommt man dann, das ist ja die entscheidende Frage, die ganz viele haben ok wie komme ich jetzt aus einem normalen Fahrt In den Unternehmerfahrt rein.
00:04:18: Ja,
00:04:19: also mein Weg war ich habe erst sozusagen versucht sehr viel zu lernen von Unternehmen.
00:04:24: und wie machen die das eigentlich?
00:04:25: Und da war Beratung hat er sehr geholfen weil ich durfte mit vielen großen Unternehmern zusammenarbeiten nicht durfte Mit dem Künder von Mediamark.
00:04:34: Ich hab viele Jahre für mediamark gearbeitet.
00:04:36: Ja, der Herr Kellerhals war sozusagen dem, dem die meisten Anteile gehört haben.
00:04:40: Aber der Kopf dahinter war Herr Stiefe und der Herr Stiefel war damals immer noch im Büro und da bin ich reinmarschiert und hab gesagt sie sind doch der Gründer oder er hat gesagt ja und er hatte nicht mehr so viel zu tun habe ich den Löchernbauch gefragt wie geht das?
00:04:51: Wie baut man so eine Kampagne?
00:04:53: wie geht es?
00:04:53: Wir haben ganz viel gelernt.
00:04:55: Ich durfte dann noch arbeiten mit Edeka.
00:04:58: Mit der Aldi-Familie habe ich viele Jahre gearbeitet
00:05:00: als Berater.
00:05:01: Als Berater Und dann lernst du halt viel.
00:05:03: und auf der anderen Seite hab ich versucht sozusagen mit Unternehmern, als Beraterverdienstler ganz gut Geld.
00:05:12: Dann habe ich ein Teil des Geldes genommen und das investiert in Start-ups war ein bisschen beklopft weil ich hatte ja keine Ahnung.
00:05:18: aber da waren paar Treffer dabei Und auf den Weg hab' ich von den Unternehmerinnen gelernt.
00:05:22: dieses Hoch runter dass du jeden Tag hast als Unternehmer Das habe ich zumindest durch Zuschauen gesehen und dann habe ich die ganze Zeit überlegt Ich brauche irgendeine Idee für mich selber und es hat ein bisschen länger gedauert.
00:05:35: Ich hatte ja keine Ahnung, Herr Beratung hat wirklich Spaß gemacht.
00:05:37: Ich war da gut drin und dann kam irgendwann Gopuff & Get Here mit der Idee QuickCommerce um die Ecke.
00:05:45: Und das haben wir relativ schnell sozusagen auf dem Radar gehabt als Berater.
00:05:51: Da gibt es was Neues.
00:05:53: Ein paar Jahre später ist das richtig durch die Decke gegangen und dann gab's Gorillas
00:05:57: in Deutschland.
00:05:59: Ja, allerdings nur für ganz kurze Zeit.
00:06:02: Also ich hab den Kahn kennengelernt weil der auch bei Bain war.
00:06:05: Der Gründer
00:06:05: der auch schon mal vor Jahren in dem Podcast
00:06:06: war?
00:06:06: Er war hier im legendären Podcast und ich bewundere ihn sehr.
00:06:10: Und er hatte mir dann, weil ich viele Investments gemacht habe, habe ich so ein kleines Taxi-Ticket bekommen und habe das aber bevor ich mit flink gestartet bin zurückgegeben.
00:06:21: Das war damals schon sehr viel Geld, aber ich habe es genau zu einem gleichen Betrag wieder zurück gegeben.
00:06:26: Also diese Welle hast du dann ein bisschen schon kommen sehen.
00:06:30: Aber in der Pandemie, als ihr dann gegründet habt, war sie natürlich auch so groß oder wurde immer größer?
00:06:37: Jetzt traue ich mich drauf zu springen.
00:06:39: jetzt können selber
00:06:40: ja bei.
00:06:41: also Ich weiß es klingt vielleicht ein bisschen größer wahnsinnig aber ich hatte das Gefühl da bewegt sich was ganz Großes im Markt.
00:06:48: aber die machen das falsch.
00:06:49: ich habe das gefühl die haben den ansatz falsch.
00:06:51: und dann hab ich Was ich dutzende Gespräche mit Retailern geführt und mit Leuten, die sich in dem Markt auskennen.
00:06:58: Und habe dann ein Memo geschrieben.
00:06:59: Ich bin großer Fan von Memos irgendwie einmal strukturiert Die Gedanken unterschreiben auf drei vier Seiten und das die Entwicklung dieses Memos hat ein paar Wochen gedauert.
00:07:09: Dann hab' ich den Fehler gemacht, dass einem Investor zu zeigen, einen Befreundeten.
00:07:12: und der meinte Ja wenn du alles besser weißt, dann machst doch selber!
00:07:15: Und dann habe ich gesagt, wenn du so eine große Fresse hast, dann gib mir doch das Geld dafür.
00:07:19: und das hat er gemacht.
00:07:20: Wer war das?
00:07:21: Das war Christian Mehman von Cherry.
00:07:23: So, und dann hatte ich quasi das Geld, hatte die Idee und hatte den Namen, hab' ich mit einem Co-Founder gesucht, Christoph Cordes, der hatte damals nix zu tun...
00:07:32: Der war auch schon bekannt in der Szene weil da vorher einige Möbel und Fessions anbrachten.
00:07:37: Genau!
00:07:37: Dann habe ich dem bequatscht, haben ihm das vorgestellt und dann fanden das gut und dann haben wir angefangen.
00:07:45: So wie ich drüber nachgedacht habe, dachte ich mal jetzt sind wir das letzte Team auf dem Markt.
00:07:50: Alle anderen haben schon Milliarden-Summen eingesammelt, Gorillas ist durch Decke gegangen.
00:07:54: und da dachte ich mir dann brauchen wir so einen unfairen Wettbewerbsvorteil, also ein unfair competitive advantage.
00:08:01: Wir hatten schon bevor wir gestartet sind zwei Sachen.
00:08:06: Erstens, wir haben ein Deal mit einem großen Händler gemacht dass wir quasi zu deren Einkaufspreisen einkaufen können.
00:08:15: Man muss dir so vorstellen jeder kann von irgendeinem Großhändler Bananen und Coca-Cola einkauen.
00:08:20: auch die Preise die du bekommst sind halt schlecht.
00:08:22: also es gibt vier große Händlern zwei große Supermarktketten in Deutschland Rewe und Edeka Und die Einkaufspreise, die die haben sind so viel besser als das was du bei irgendeinem Großhändler bekommst.
00:08:32: So dass das signifikant ist.
00:08:34: also um dir eine Vorstellung zu geben wir haben ja später mal ne due diligence auf gorillas gemacht.
00:08:38: Also überlegt die zu kaufen und dann guckst du in die zahlen rein.
00:08:41: unsere einkaufs preise waren zwanzig bis dreißig prozent besser also signifikat das war nummer eins.
00:08:47: der zweite ungefähre wettbewerbsvorteil war die Logistik, weil du ... wir haben immer gedacht das Schwierige ist ja den Fahrradfahrer loszuschicken und das irgendwie zu bauen dass das sehr effizient funktioniert.
00:09:01: Aber genauso wichtig ist wie kommen eigentlich deine Produkte jeden Tag in diesen kleinen Laden rein?
00:09:06: Wir haben ja so Hubs nennen wir die über hundert in Deutschland alleine als kann man sich vorstellen wie so ein leeren Supermarkt den kein Kunde sieht ganz klein vollgepackt mit Regalen und da stehen die ganzen Produkte drin.
00:09:18: Und der ist aber auch so klein, weil er steht ja in der Nachbarschaft da wo die Leute wohnen.
00:09:22: Das heißt du musst es bauen wie bei Toyota so just-in-time Konzept das heißt das Zeug muss morgens kommen dann kommt's in ihre Gale und wird verkauft und abends in die Regale leer und am nächsten Tag beginnt das gleiche Spiel.
00:09:33: Und das kannst du selber bauen.
00:09:34: Das ist nur sehr teuer und aufwendig, so eine Logistik zu bauen.
00:09:37: Bei Rewe waren wir einfach... Die haben schon abertausend Stores in Deutschland.
00:09:41: Wir haben jetzt hundert mehr in Deutschland für die völlig
00:09:44: egal.
00:09:44: Du bist dann hingegangen hast an dem Rewe-Chef eine Nachricht geschrieben.
00:09:48: Ich bin ehemaliger Berater ich habe hier ein bisschen Kohle gerastet.
00:09:51: Wir gründen jetzt sowas.
00:09:52: wird es nicht dabei sein.
00:09:54: Unwahrscheinlich, dass der dann sagt ja okay alles klar jetzt mache ich alle Läden auf.
00:09:57: Ja es
00:10:00: ist wie immer im Leben so ganz einfach nicht.
00:10:02: aber im Prinzip ja.
00:10:03: Ich habe dem Edeka Chef den ich sehr lange kennen und sehr schätze Der Hermosa Den hab ich nie mehr geschrieben gesagt ich mach jetzt was Neues Und wollte nicht dabei sein.
00:10:13: ich brauche bitte ein Vertrag mit euch das ihr mich beliefert.
00:10:17: Ja, und dann hat er sich das angehört.
00:10:20: Ich glaube der hatte so ein paar Zauder-Lisen in seinem Team die es nicht verstanden haben oder nicht so schnell verstanden habe.
00:10:28: Und dann haben wir gesagt okay mach mal einen zweiten Strang auf, machen was.
00:10:32: mit Rewe nehmen wir die Verhandlungen auch auf.
00:10:34: und da kannte ich den Einkaufsschäf und der hat das netterweise in Indruk gemacht.
00:10:38: Der Herr Morgk!
00:10:39: Ich hab ihn immer kennengelernt als ich war ja vor kurzem zu Podcast bei Herrn Sock also dem CEO und dann ist er auf einem Flur und dann kannte Auch abends in der Jury saß.
00:10:48: Das stimmt!
00:10:49: Ja, die habe ich da ja nie gesehen.
00:10:50: aber Herrn Morg mit Herrn Murg verbindet mich das wir damals eine Integration gemacht haben.
00:10:55: für die Edeka hatten die Plusmärkte gekauft und dann haben wir die ganzen Eigenmarken verglichen.
00:10:59: von Herr Morg hab ich gelernt wie Lebensmittelindustrie funktioniert weil wir standen dann in so einem Lernen Laden in der Kälte im Dezember So Kategorie für kategorie die Regale gefügt standen quasi vor dem Joghurtbecher und haben gesagt das ist der Edeka Eigenmarken Joghurte Becher gut und günstig.
00:11:16: Das ist der von plus und es ist der vom Netto.
00:11:19: welches besser?
00:11:20: Und dann haben wir immer einen ausgesucht und gesagt, der ist es machen jetzt die Produktion für alle drei.
00:11:24: Also muss man schon sagen, der Herrn Wohlk ist irgendwie als Fernsehfigur, als Flink-Enabler.
00:11:31: Schon ein innovativer Typ da in einem so großen Konzern.
00:11:35: Ja und sehr klar sortiert mit sehr großem Einsatz dabei bis heute.
00:11:41: Der Arbeit rund um die Uhr ist einfach sehr schlau und einen guten Prozess auch.
00:11:44: Und dann habt ihr das... Also am Ende da aufgegleist, dass die reinkommen.
00:11:49: Und dann ging es ja aber trotzdem ruckzucker.
00:11:52: Ihr hattet denn auch schon nach wenigen Monaten eine Milliardenbewertung?
00:11:56: Ja absolut!
00:11:56: Das waren die verrücktesten zwölf Monate meines Lebens.
00:11:59: Wir haben quasi zwei Wochen nach Start, nach zwei Wochen Nachgründungen haben wir eine Company gekauft.
00:12:05: Dann hatten wir einen Milliardenangebot von Gopaf.
00:12:07: nach sechs Monaten und nach sieben Monaten eine Milliarde Bewertung.
00:12:11: So das war alles in einem Jahr.
00:12:14: Alles total beklugt.
00:12:16: Das echte Business war dann noch klein.
00:12:19: Ja, das ist relativ schnell gewachsen.
00:12:21: Wir haben uns ja so vorgenommen vielleicht schreibst du einen Businessplan in dem Memo, habe ich das runtergeschrieben und gesagt, wenn wir es irgendwie schaffen auf vierzehn Millionen Umsatz zu kommen, Umsatz Run Rate heißt nur letzter Monat mal zwölf.
00:12:39: Dann wäre es ein grandioser Success.
00:12:41: Und wir haben im ersten Jahr achtzehn Millionen Umsatz gemacht, also mit einer, weiß nicht, hundertfünfzehn Mio.
00:12:45: Run Rate.
00:12:46: Also das ist dann sehr schnell durch die Decke gegangen.
00:12:49: und wie haben wir's geschafft?
00:12:51: Wir haben wirklich nach dem... zwei, drei Wochen nach Gründung haben wir gesagt, jetzt brauchen wir ja so eine App.
00:12:59: Wie bauen wir denn die?
00:13:00: Und dann haben wir uns Angebote eingeholt.
00:13:02: Weißt du, schnell kriegst ihr die Leute nicht sozusagen geheiert, musst du dir irgendwie Freelancer holen.
00:13:06: und dann haben die alle gesagt, es dauert mindestens ein halbes Jahr.
00:13:08: Dann haben sie gesagt, na gut wenn die sagen halb bis Jahr dauerts drei Monate mit ein bisschen Druck ist zu lang.
00:13:14: Und da haben wir hier in Hamburg eine Company gefunden als Pickery oder hieß die damals.
00:13:18: Die hatten schon eine App, die war nicht gut aber die war wenigstens einer.
00:13:21: Da hast du die Wahl zwischen keine App oder eine nicht so gute App.
00:13:25: Also haben wir den jüngsten unmoratischen Angebot gemacht und gesagt, guck mal!
00:13:28: Wir wissen wie man fundraising kann.
00:13:30: Ihr habt hier einen kleinen Store nach einem Jahr.
00:13:33: Wir kaufen euch
00:13:34: jetzt.".
00:13:34: Und dann haben die ja gesagt... Dann hatten wir ne App, konnten alles ausprobieren und haben nebenbei unsere eigene programmiert.
00:13:42: Ende Februar, Anfang März war sie fertig und sind immer an den Start gegangen.
00:13:45: In der Zeit haben wir die ganze Zeit mit Kunden schon gearbeitet.
00:13:49: Wie funktioniert das, was kaufen die eigentlich?
00:13:51: Welche Marketing-Sachen funktionieren.
00:13:53: Und
00:13:54: so dass aus den Revalenten heraus geliefert wurde?
00:13:58: Nee!
00:13:59: Wir hatten eigene kleine Läden.
00:14:01: also wir haben uns selber... Also der Witz warum kannst du in einer Viertelstunde liefern?
00:14:05: ist wir haben den Laden quasi schon in der Nachbarschaft, wir sind bei euch um die Ecke.
00:14:10: Aber Rewe auch?
00:14:11: Also ich meine ...
00:14:11: Nee!
00:14:12: Wir wollten immer alles unter Kontrolle haben.
00:14:14: Rewe hat quasi einen Truck geschickt, der morgens immer kam mit Marmeladekohler und Bananen.
00:14:21: Und dann ging's los.
00:14:22: Dann ist das relativ schnell gewachsen, es skaliert ja quasi mit.
00:14:25: wie schnell kannst du Locations aufmachen.
00:14:30: Und dann kam ein halbes Jahr später plötzlich so'n Angebot von Gopaf um die Ecke, quasi Gopath ist die Kampagne, die es erfunden hat.
00:14:37: Gemeinsam mit Gettir und die haben eine Milliarde geboten.
00:14:42: Aber nicht in Cash?
00:14:43: Das war der Haken.
00:14:44: genau weil eine Milliard sagen alle ja warum hast du das nicht gemacht?
00:14:46: Ja für ne Milliarde Cash hätten wir's natürlich gemacht.
00:14:49: aber es waren Aktien.
00:14:50: und da haste Aktien an einer anderen Firma die eine inflationierte Bewertung hat, wo keiner weiß... Die waren damals schon zehn Milliarden bewertet.
00:14:58: Wo keiner weiß was da jemals rauskommt.
00:15:01: Aber ich habe immer gelernt haben es besser als brauchen und wenn man erstmal Opportunitäten hat ist das besser.
00:15:08: also haben wir da ein Termschied unterschrieben sind dahin gefahren was übrigens auch total verrückt war weil es war ja Corona.
00:15:14: Also hab' ich geguckt hier in Lufthansa mir Flug geburten dann sag's geht nicht kanns nicht losfliegen Amerikaner, Amerika lässt gar keine Leute aus Deutschland oder Europa rein.
00:15:24: Gopaf waren
00:15:24: doch nicht der türkische, dass er geht hier?
00:15:26: Das war ja die Amis und die hatten das Angebot gelegt.
00:15:29: Und dann haben wir den Gopap-Leuten gesagt, sorry können ich kommen, geht nicht.
00:15:33: Irgendwie können die Verhandlungen jetzt nicht für eine Übersuhe.
00:15:35: machen wir das nicht weil wir müssen uns ja an die Augen gucken bevor wir zusammen arbeiten.
00:15:40: Moment kein Problem.
00:15:42: Anwalt meldet sich so und der Anwald meldete sich.
00:15:44: ein Tag später kam ein Schreiben mit einer Ausnahmeregelung, unterzeichnet von Marco Rubio persönlich.
00:15:53: Mit seiner Unterschrift!
00:15:56: Der war Sennator von Florida und hat die ausnahmegenehmigung unterschrieben.
00:15:59: also sind wir dann rübergeflogen und haben mit denen verhandelt... Und das war surreal weil wir sind da in Miami angekommen und dann hatten sie Die beiden Gründer Jakir und Rafa fanden sich jeweils so eine riesen Villa in Miami gekauft mit einer sechs Meter hohen Tür.
00:16:20: Und ne Palme mitten im Wohnzimmer, das war komplett zu weh.
00:16:22: Aber die Kohle?
00:16:23: War deine Group Puff schon so auf Profitabel?
00:16:25: Ne!
00:16:25: Die hatten ne zehn Milliarden Bewertung und hatten sich Secondaries auszeilen lassen.
00:16:31: Und die waren offensichtlich hoch genug dass es für große Willen gereicht hat und sehr beeindruckenden Vorpark davor.
00:16:39: Und das hat er dann trotzdem nicht so ein Biergefühl, oder?
00:16:42: Nee.
00:16:44: Also ich wünschte ... Man könnte einfach sagen, dass wir es Angebot bekommen haben und dann sagen auf keinen Fall machen wir das.
00:16:49: Das ist auch deine initiale Reaktion.
00:16:51: Es ist ja dein Baby, hast du gerade gestartet und als Unternehmer sowieso mal Scheuklappen auf und denkst, das wird riesengroß, musst du ja haben!
00:16:58: Du hast eine Vision und willst die in die Welt reinhemmern.
00:17:04: Auf der anderen Seite bist du halt ja auch dein Investorenverpflicht.
00:17:07: Die geben dir Geld, damit du es ihnen irgendwann gut verzinzt zurückgibst.
00:17:10: also musst du das angucken.
00:17:13: So und deshalb war der Entscheidungsprozess obwohl wir sofort nach einer Sekunde gesagt haben auf keinen Fall, dachten wir können ja was lernen.
00:17:20: Schauen wir uns das doch mal an.
00:17:21: Du wirst ja nicht dümmert dabei wenn du mit denen mal redest.
00:17:24: Und am Ende haben wir das als Leverage genommen für die Series B, haben nochmal richtig Geld gerast.
00:17:32: Und da ist dann Dorderschmidt an Bord gekommen als strategischer Investor.
00:17:38: Also ein amerikanischer Lieferdienst auch?
00:17:40: Ja, das der weltweit führende Lieferendienst und auch das war wieder sehr interessant weil wir dachten ja jetzt gucken jetzt kommen die hier nach Berlin fahren mit uns.
00:17:50: So von uns überzeugt, dass die exklusiv mit uns waren.
00:17:53: Das haben sie natürlich nicht.
00:17:53: Die haben mit allen gesprochen und diese in Europa irgendwie gab in diesem Space.
00:17:59: Dankenswerterweise ist die Wahl dann auf uns gefallen.
00:18:02: Wie viel Geld ist denn in kurzer Zeit nach der Firma reingeflossen?
00:18:06: Das waren in Summe wahrscheinlich so ... ... Siebenhundert Millionen Euro...
00:18:12: Also von dann
00:18:12: in erstens durch Monaten.
00:18:14: Ganz früh von Cherry, dann von Dordersch und dann von Rewe?
00:18:17: Genau!
00:18:18: Von Rewe hat sich dann beteiligt, genau.
00:18:21: Und Mubadala war mit dabei.
00:18:25: Softbank hat es am Ende nicht gemacht weil die gesagt haben wir wollen mindestens hundert Millionen investieren und wir hatten nur noch sechzig frei.
00:18:34: und da haben sie gesagt dann machen wir's nicht.
00:18:36: Deshalb ist dieser berühmte Flug nach Japan Da hat er nicht stattgefunden.
00:18:42: Wir haben es richtig drauf vorbereitet, ja?
00:18:43: Das ist
00:18:43: ein japanischer Investor, Master's Sonnen da, der Kopf dahinter... Okay aber das heißt jetzt schon wahnsinnig viel Geld und operativ ist dann auch ganz gut gelaufen obwohl der Wettbewerb schon stark war.
00:18:56: Ja absolut!
00:18:57: Der Wettbetrieb war absolut verrückt weil warum hat das Modell so viel Geld gekostet und viel mehr als wir initial gedacht haben.
00:19:05: Erstens musst du sehr viel an Software bauen.
00:19:09: Diese ganze Systeme kannst du nicht einfach zu Microsoft oder SAP gehen und sagen, gib mir mal hier so ein System wie ich die Fahrer, wie ich Zehntausend Fahrer koordinieren kann.
00:19:19: Es gibt es nicht, musst du selber bauen!
00:19:21: Das hat sehr viel Geld gekostet.
00:19:23: aber der größte Teil ist in Marketing natürlich geflossen und zwar in zwei Arten von Marketing.
00:19:28: auf der einen Seite haben wir Werbung gemacht, um die Leute auf Link aufmerksam zu machen.
00:19:33: Damals hatten wir ganze U-Bahnstationen und Megapost an jeder Stadt.
00:19:38: Wir haben mit Influencer zusammengearbeitet
00:19:40: usw.,
00:19:40: sodass die Leute erst mal hören, dass es das gibt, dass man sich Lebensmittel nach Hause liefern kann – und zwar auch noch schnell!
00:19:49: Der allergrößte Teil ist aber in indirektes Marketing geflossen, nämlich in die Ineffizienzen, die du hast.
00:19:55: Weil kannst du dir so vorstellen?
00:19:56: Du startest jetzt ein Store und versprichst den Kunden, wir liefern das in zehn, fünfzehn Minuten aus.
00:20:02: Aber hast noch gar nicht das Volumen dafür.
00:20:04: Das heißt, du bezahlst die Fahrer auch für Rumsitzen und für Ineffizienz im System.
00:20:11: Und wenn du das noch mal hundert machst also du skalierst sehr schnell in neue Standorte dann kostet es einfach sehr viel Geld.
00:20:18: Und warum mussten es diese zehn Minuten sein?
00:20:19: Also ich meine, war das einfach die Benchmark, die andere gesetzt hatten oder...
00:20:22: Ja, das ist ja so.
00:20:26: Andere hatten festgelegt, dass jetzt ... Das ist jetzt Fußball.
00:20:29: Dann kannst du nicht kommen und sagen, lass aber Wolleyball
00:20:32: spielen.".
00:20:32: Sondern das Spielfeld war gesetzt.
00:20:36: Die hatten sehr viel Geld, alle schon eingesammelt und hatten gesagt zehn Minuten.
00:20:40: Und es ist ein Euro-Achzig-Liefergebühr, das war's damals.
00:20:44: Der Karn hat mir hinterher mal erzählt, weil ich im Gefahr, wie kommst du denn auf einen Euro-achzig?
00:20:48: Meinte er hätte in Berlin auf der Straße vor seinem ersten Hub ... Hätte da fünfzig Leute gefragt, ne Durchschnittel war eins-achtzig also war es eins-achtzig fertig!
00:20:58: So, und das war der Startpunkt.
00:21:00: Und das Lustige ist ja wie die Menschen reagieren.
00:21:04: Weil die VCs haben alle gesagt kein Mensch braucht zehn Minuten.
00:21:06: Die Kunden haben gesagt, nee, das wollen wir schon!
00:21:09: Das ist super.
00:21:10: Und beim ersten Mal als ich habe damals auch sehr viel Fahrten selber gemacht um zu verstehen was sind das für Kunden?
00:21:15: Wer kauft denn da eigentlich bei uns?
00:21:17: und wie denkt ihr drüber nach?
00:21:18: Hast du so kleine Marktforschung immer mitmachen können?
00:21:21: Wenn du zum ersten mal kommst, ist es wow, das ist ja Magie.
00:21:24: Dann kommest du zweitimal und schaffst wieder zehn Minuten sagen Ja, das ist schon wieder geschafft.
00:21:28: Sehr krass!
00:21:29: Und beim dritten Mal?
00:21:30: Oh, dreißig Sekunden zu spät.
00:21:33: Das heißt der neue Standard ist sofort gesetzt.
00:21:35: Kunden gewöhnen sich da sehr schnell dran und... Der Witz dabei ist es geht gar nicht um die zehn Minuten am Ende sondern es geht darum dass du das versprechen was du gibst in der App, dass du's einhältst.
00:21:46: wenn du sagst es sind... ...einundzwanzig Minuten dann müssen es einund zwanzig minuten sein oder besser Es darf doch nicht fünfunddreißig sein, das macht den Kunden sauer.
00:21:55: Offensichtlich hat es geglaubt, das kriegt man profitabel hin.
00:21:58: Das war die ganz große Frage damals wie kann das je profitabel werden?
00:22:02: Man hat die Bahnkörbe gesehen und dann die Aufwände dagegen gestehen, die Marketinggebühren aber da hast du schon als wirklich Kern-BWLer als sehr sachlicher Expirater nicht dran geglauben dass man das profitabel hinkommen kann.
00:22:18: Absolut von Beginn an weil Die Leute haben das immer als Logistik-Problem gesehen, aber es war immer... Es ging immer nur um Unit Economics.
00:22:28: Also Unit Economics heißt ja wie viel Geld verdienst du mit einem Warenkorb?
00:22:31: Was bleibt eigentlich übrig von jedem einzelnen Einkauf und den allerersten Businessplanen, den wir gemacht haben, haben wir gedacht naja wahrscheinlich schaffen wir so zwei Hundert Orders am Tag und ein Warenkorb wird vielleicht so bei dreißig Euro liegen im Fullpotential also im vollen Potenzial.
00:22:52: Und dann, wenn du das ausmultiplizierst, hast du dreißig Euro mal zweihundert Orders, sechstausendmal, sagen wir, dreihundert Tage im Jahr.
00:22:59: Weitere Sonntagsjahr nicht öffnen darfst in Deutschland, da ist es eins bis acht Millionen irgendwie so aufgerundet zwei Millionen.
00:23:04: Im Jahr heute sind wir deutlich drüber.
00:23:06: Der durchschnittliche Warenkorb in Deutschland ist um die forty-fünf Euro und wir machen in den guten Habs über vierhundert Orders.
00:23:15: Der Grund, warum es jetzt profitabel ist und auch cash flow profitable ist liegt darin dass wir halt andere Einkaufspreise haben ganz andere Effizienzen erzielen können.
00:23:24: Also andere Einkaufen Preise andere Logistik kosten plus das über die Zeit über die zeit verbessert.
00:23:32: also du kannst ja wenn du Wenn du Pizza ausfährst, kannst ja nicht drei verschiedene Pizzahorders machen.
00:23:39: Und dann die aufsammeln über eine Stunde und dann dem Kunden geben.
00:23:42: Da schmeckt die erste Pizza eigentlich mehr.
00:23:44: bei uns geht das ja weil es sind Kohle am Bananen, die werden ja nicht schlecht wenn sie zehn Minuten später kommen.
00:23:49: Das heißt ...
00:23:50: Also Sie haben zehn Minuten versprechen schon ein bisschen aufgeweicht?
00:23:52: Absolut!
00:23:53: Ja das war das zehn Minuten Versprechen.
00:23:55: Das war dieses indirekte Marketing was halt sehr teuer war aber was quasi die Aufmerksamkeit für das ganze Konzept hat heute immer Was nicht, je nach Stadt.
00:24:04: Es unterscheidet sich immer ein bisschen nach Stadt aber so um die zwanzig-fünfeinzig Minuten im Durchschnitt.
00:24:09: Immer noch recht schnell?
00:24:10: Ja!
00:24:11: Immer noch immer noch schnell.
00:24:12: und sodass die Kunden wenn du einmal ich sag's mal vor mir ist mal so Wenn wir dich einmal am Haken haben, wenn du es einmal richtig magst dann bestellst du weiter weil es gibt Leute... Wie viele
00:24:22: Kunden?
00:24:22: du gibst mit Laude so eine große Ahnung?
00:24:24: Na wir liefern bis in so zwei zweieinhalb Millionen Orders pro Monat.
00:24:31: Okay okay er sagt ja auch einige repeat
00:24:33: Ja, viele Repeat-Customers.
00:24:36: Die Retention, also die bleiben die Kunden... ...die hat so eine, ja die Bewelle nennen das so ein Smile Curve über die Zeit.
00:24:46: es geht erst rund.
00:24:47: Also von hundert Kunden wie du hast verlierst du ein paar unterwegs.
00:24:51: aber dadurch dass du die Kunden die bleiben öfter bestellen und mehr bestellen geht sozusagen der Warnkorb im Schnitt dann wieder hoch Und das gibt sowieso einen lachendes Gesicht.
00:25:02: Also das ist jetzt am Ende eine profitable Firma in Deutschland?
00:25:04: Ja, es sind eine profitablen Firmen.
00:25:05: Aber ich würde mal sagen mit der Nase über Wasser.
00:25:07: Das ist jetzt noch nicht... Es ist jetzt profitabel und kann das Wachstum aus eigener Kraft finanzieren.
00:25:16: aber es ist jetzt auch nicht so dass wir in jeder Stadt gleich viel Geld verdienen.
00:25:21: allerdings weil du schon gefragt hast Berlin zum Beispiel war schon nach zwei Jahren profitabel.
00:25:27: also wenn du die Stadt Berlin einfach so nimmst mit allen Standorten die wir im berlin haben Und dann aus dem Headquarter, den Kostenanteil allokiert.
00:25:38: Das war schon immer zweistellige EBITDA-Marge und das hat uns ja das Gefühl gegeben, okay wenn wir es da schaffen, dann schaffen wir's auch überall sonst und hatten rechtzeitig quasi die ganzen Indikatoren dass das funktionieren kann.
00:25:50: Okay und dann war die Firma ja aber zwischenzeitlich auch mal deutlich weniger wieder wert.
00:25:55: Erblich schon auch einige... Also höchste Bewertung war dann zumindest was man so lesen konnte über eine Milliarde?
00:26:00: Ja
00:26:01: Aber nicht jetzt mehr.
00:26:02: Ja, doch es waren über zwei.
00:26:03: in der Series B also in der zweiten großen Finanzierungsrunde war sie über zwei Milliarden.
00:26:10: Das war das wo es quasi Unicorn war aber auch das um das mal einzuherten wir haben das nicht gefeiert weil mein Beispiel ist immer Wenn ich dir jetzt erzähle, ich will Marathon laufen und jetzt jede Woche dafür trainieren.
00:26:22: Und dann im Oktober in Berlin über die Ziellinie gehen.
00:26:24: Vielleicht sogar eine gute Zeit?
00:26:26: Dann können wir danach am Champagner drauf trinken, weil es ist ne Leistung.
00:26:29: Das war zum richtigen Zeit, am richtigen Ort, dem richtigen Modell.
00:26:33: Aber das sind ja Investoren, die das ... Wir haben mir nicht festgesetzt, dass wir wollen Geld einsammeln oder so viel Wert sein sollen.
00:26:40: Die Investoren haben gesagt ihr seid das wert!
00:26:41: Und dann haben wir uns angeguckt und gesagt wenn... Wenn die Investoren das sagen, dann ist es so.
00:26:47: Und dann ist das immer besser wenn du auf eine hohen Bewertung Geld einsammelst als auf einer niedrigen.
00:26:51: Das
00:26:52: geht ja wieder.
00:26:54: Dann hat er noch ne Runde gemacht und die war dann natürlich niedriger Bewerter.
00:26:58: Ja wir hatten tatsächlich einmal in der Dreiundzwanzigund Art Nahtoderfahrung also sind da war das Geld plötzlich sehr knapp.
00:27:10: Und dann ist in letzter Sekunde ein Investor abgesprungen, hat eine Zusage dir vorher gemacht und zurückgezogen.
00:27:18: Das waren ein paar düstere Momente, weil das heißt nach deutschem Recht musst du dich mit dem Thema Insolvenz beschäftigen.
00:27:26: Es heißt nicht dass du sie anmeldest aber du musst dich mit den Anwälten mal hinsetzen, das Durchspielen, Szenarienplan usw.. Schwierig ist, das kannst du keinem Unternehmen erzählen.
00:27:38: Das war nur das hier verohren ich.
00:27:40: und dann als Unternehmer gehst du jeden Abend ins Bett und denkst dir was für ein Scheiß?
00:27:47: Weil wenn das jetzt gegen die Wand fährt, das sind Zehntausend Leute, die müssen nächstes Mal ihre Miete zahlen.
00:27:54: Und das sind deine Gedanken sind wie kriege ich die... Also der einzige KPI den wir dann hatten war da nicht mehr Umsatz sondern das war Überleben Und das war keine schöne Zeit.
00:28:07: Habt ihr das dann gelöst?
00:28:10: Wir sind zweikleisig gefahren, wir haben mit dem Aufsichtsrat besprochen ... Die Aufsicherheit hat gesagt, da müsste die Firma verkaufen.
00:28:17: Gibt ja große Unternehmen.
00:28:19: Dann haben wir mit Get-Tier, das war der andere große Player im Markt Verhandlungen aufgenommen und parallel dazu haben wir versucht, hab ich mit allen Investoren gesprochen, versuch das zusätzliche Geld einzusammeln.
00:28:34: Ein Investor hatte quasi seine Zusage zurückgezogen und dann haben alle andere Investoren gesagt, wenn das fehlt, ist ihr nicht durchfinanziert.
00:28:42: Dann geben wir unser Geld auch nicht.
00:28:44: Wir geben das nur unter der Bedingung, dass die volle Summe bis Profitabilität zusammen ist.
00:28:51: Und was ich da gelernt habe, ist, dass viele der Investoren für dies das so Business Schach ... Für die ist das viel mehr ein Spiel.
00:29:01: Die optimieren ihre eigene Position, für sie ist es eine Wette von vielen und dann auch mit Ausfällen zu rechnen.
00:29:09: Und für dich als Unternehmer wäre das der absolute Supergau weil du hast ja ne Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, gegenüber deinen Lieferanten und dass dir das was du unbedingt vermeiden willst.
00:29:19: Wie groß war deine eigene Pulsierung damals oder heute noch in den Pflegen?
00:29:24: Damals noch ein bisschen höher, bisschen weniger als zehn Prozent.
00:29:27: Oh, ist das schon noch gut?
00:29:28: Also zwischenzeitlich als dann mit zwei Milliarden im Raum stand hast du ja auch schon auf dem Papier.
00:29:33: Zwei Millionen ist er da schon ... Ja
00:29:34: aber da hilft es ja wenn man... Ich bin ja leider nicht mehr in neunzehn.
00:29:37: Da hilft's ja, wenn man schon ein paar Jahre quasi im Business ist dass du sagst okay das eine ist Papiergeld und das andere ist was du auf den Konto hast.
00:29:44: Insofern darf man sich davon frei machen.
00:29:46: Und am Ende haben wir es geschafft einen Investor zu überzeugen und konnten quasi das Getierangebot absagen und haben die Company auf gesunde Füße gestellt.
00:29:55: und jetzt so profitabel.
00:29:57: Die Flinkfahrer fahren weiter fröhlich durch Hamburg und Berlin.
00:30:01: Und du sagst das so eben, ich habe ein Film mit wie vielen Leuten über Zehntausend Menschen?
00:30:06: Na ja damals waren es Zehnteusend Menschen weil in Europa musst Du die Fahrradfahrer einstellen.
00:30:12: Ja Du musst sie auf der P-Roll haben.
00:30:15: Das ist natürlich ein großer Nachteil gegenüber Ländern wie den USA wo dort die Fahrer sozusagen nur nach der einzelnen Lieferung bezahlen kann Weil die ganze Komplexität hat ja einen Riesenratenschwanz.
00:30:26: Das ist eine Riesenbürokratie, die du intern dadurch aufbaust weil die Leute haben Urlaubstage Die Überstunden werden anders berechnet und so weiter.
00:30:36: Es ist eine große Bürokratiedi.
00:30:38: es mitzieht aber beschwärm ich darüber gar nicht so ein Teil des Geschäfts und das musst Du halt dann mit aufbauen.
00:30:46: und im Peak war das gerade deutlich mehr als jetzt wahrscheinlich neuntausend, neun tausende aktive.
00:30:52: Aber ich meine trotzdem was alleine über sechs Jahre und neun Tausend Leute ist.
00:30:57: ja die stellt ja mehr als eine Person pro Tag ein.
00:30:59: oder habt ihr es
00:31:00: dann?
00:31:01: Absolut da waren also es gab wochen wir haben wir fünfhundert leute eingestellt.
00:31:07: Das ist ja muss man ja auch mal so sagen Fahrradfahrer bei Flink zu sein, ist jetzt ja keine Karriereoption die du jetzt für zwanzig Jahre machst.
00:31:15: Das machen Leute weil sie während des Studiums ein bisschen Geld dazu verdienen wollen.
00:31:19: Ist ganz gut bezahlt kriegst gutes Trinkgeld.
00:31:22: das Trink-Geld reicht mir auch eins zu eins weiter und ... das macht so halt meine Zeit lang ne?
00:31:28: Und wenn du das übersetzt heißt dass du musst jede Position jedes Jahr wieder neu besetzen und deshalb hast du so einen riesen Riesen Recruiting Aufwand der damit verbunden ist.
00:31:38: Aber ich meine, du schreibst jetzt so relativ locker.
00:31:41: Als wenn wir mal so damals die Idee gesehen haben wie Edeka und bis später dann die REWE.
00:31:47: Intro hat dann eine gute Kooperation gebracht, da hat man irgendwie sieben Millionen Graced.
00:31:53: aber es gab wahrscheinlich riesige operative Challenges oder?
00:31:57: Absolut!
00:31:58: Ja, die gab's.
00:32:00: Du weißt ja immer im Nachhinein siehts ja alles aus wie Strategie, natürlich war das absolutes Chaos.
00:32:07: Die Frage ist immer, wie gehst du mit dem Chaos um?
00:32:09: Mir gibt das ja Energie.
00:32:10: Das Jahr eins und auch noch Jahr zwei war das wo ich am meisten Energie rausgehe weil du hast eine Idee, du gehst mit dieser Idee monatelang schwanger dann schreibst du sie auf Dann überredest du andere Leute die so verrückt sind dir zu glauben damit zu machen sammels dafür Geld einem.
00:32:27: dann entsteht was aus nichts.
00:32:29: da entsteht ne Company Und mir gibt das Energie.
00:32:33: Deshalb nimmst du es gar nicht so, den ganzen operativen Unsinn der da passiert?
00:32:37: Ich kann ja gleich mal zwei oder drei Beispiele geben.
00:32:40: Also mein Lieblingsbeispiel ist Banana Gate.
00:32:45: Der Tag an dem die Hubmanager morgens der Erste sagt hier sind irgendwie zwanzig Kisten mit Bananen angekommen.
00:32:52: Ist das richtig so!
00:32:53: Ja, wir dachten so ja gut irgendein Fehler passiert.
00:32:56: Das war noch die Zeit da hatten wir noch kein vollautomatisiertes ERP-System sondern ich würde mal sagen eher so Google und Excel-Listen und irgendwie selber gebaute Systeme.
00:33:07: was passiert ist?
00:33:08: Und dann kam der nächste App Manager oder der nächste und irgendwie halb Deutschland in unserem System hatte halt wahnsinnig viele Bananen.
00:33:17: Und wie ist das passiert?
00:33:19: Bananen, wir haben die bananen immer stückweise verkauft.
00:33:21: Weil einfach aus dem Grund weil wir keine Wagen hatten.
00:33:23: und dann war gesagt okay eine Banane kostet x und dann verkaufen sie pro Stück fertig.
00:33:28: Weil sonst musste jedes Pfund Banan muss ja nach Kilopreisen abrechen.
00:33:31: es ging nicht war zu komplex.
00:33:32: so.
00:33:33: jetzt kommen aber Banan in achtzehn Kilo Boxen sodass die Standardgröße in der Banan im Handel geliefert werden.
00:33:39: So und dann wurde einfach vertauscht einer Eine SKU, eine Stock-Keeping Unit.
00:33:44: Eine Banane in unserem System mit der Handlingunit die in der Kiste war.
00:33:48: Und dann kamen plötzlich sehr, sehr viele Bananen.
00:33:51: Was haben wir gemacht?
00:33:52: Eine Banane hat erst gesagt, okay, dann gibt jedem einfach Banan mit!
00:33:56: Jeder Kunde der Order kriegt irgendwie Bananenein.
00:33:59: und dann haben wir eine Promotion gemacht und haben gesagt, jede Banane nur einen Cent und haben irgendwie versucht diese Bananelose zu
00:34:07: werden.
00:34:07: Dann wurde es netterweise, wurde dann daraus ein Marketing-Effekt raus.
00:34:17: Und dann haben wir gesagt, das passiert nie wieder.
00:34:19: Wir haben alles gefixt und natürlich ist es wieder passiert.
00:34:22: Dann hatten wir ein Pampersgate, wurde das irgendwie halbisjahr später die gleiche noch mal mit Pampas passieren.
00:34:28: Da war das mitgeben bisschen schwieriger weil was wollen Leute ohne Kinder?
00:34:34: Das war so eines der verrückten Beispiele.
00:34:38: Was hatten wir noch?
00:34:40: Wir hatten die Datenpanne ja gleich nach Start Vier Wochen nach Launch.
00:34:46: irgendwie kam ein großes Spiegel online Bericht über Datenfallende bei Flink.
00:34:52: Ja, Daten waren einzigsehbar und wir dachten auf.
00:34:55: Und vorher hat er schon sich die Datenschutzbehörde gemeldet.
00:34:58: Wir haben gesagt volle Kooperation machen alles mit haben unsere Kunden informiert.
00:35:02: damals hatten wir noch nicht mal viertausend Kunden dann lange überlegt gibt es kann man das irgendwie jetzt unter den Tisch kehren oder gehen einfach all in gesagt ne Untertisch können sie kommt immer raus also hinlegen, sagen genau was passiert ist.
00:35:16: Sagen was ist?
00:35:18: Haben den Kunden die E-Mail geschrieben und haben uns entschuldigt und gesagt wir haben es alles gefegt sondern übrigens war auch nicht so schlimm weil zwar nur der Warenkorb nicht was drin war.
00:35:25: Die Adresse und die letzten Ziffern deiner Kreditkarte.
00:35:28: damit kann sie eh nichts anfangen.
00:35:30: So dann kamen aber trotzdem große reißerische Spiegel online Artikel und da habe ich mir gerade angefangen jetzt immer pleite jetzt alles vorbei Stellt sich aber heraus, dass am nächsten Tag die Bestellung explodiert sind.
00:35:42: Noch am Tag als das rauskamen.
00:35:44: Aber es ist nur so, da stehen jetzt Bad Pierre.
00:35:46: Genauso was?
00:35:46: Weil die Leute haben das gelesen und nicht Datenpanne gelesen sollen.
00:35:49: Die haben gesagt wie?
00:35:50: Es gibt jemanden der Lebensmittel in zehn Minuten ausliefern.
00:35:53: Das ist ja geil!
00:35:53: Das probiere ich auch.
00:35:54: Und genau sowas.
00:35:55: So und deshalb haben wir aus der Not getugen worden.
00:35:58: Vielleicht als drittes Beispiel haben wir angefangen mit Influencern zu experimentieren.
00:36:05: Na und da hab ich die Kraft, ich habe das mal ein bisschen diskutiert.
00:36:08: Weil ich so...ich bin sehr rational ne?
00:36:11: Ich kaufe bei Meta das und dann ist das Performance Marketing und ich gebe zehn Euro aus und kriege so viel Umsatz wieder und kann sich ausrechnen.
00:36:18: Influencer-Marketing kannst du ja nicht richtig greifen!
00:36:21: Und dann hatten wir aber einen Marketingchef der Kante Chirin David und er sagte, Chirine ist ein totaler Fan, erstens mag die Pink Die hatte sich damals das Bein gebrochen, die jeden Tag fünfmal flink kommen lassen.
00:36:37: Und hat gesagt, ja, die hätte voll Bock irgendwie mitzumachen.
00:36:39: Dann haben wir gesagt gut dann machen wir das jetzt und er war vereinbart Donnerstag.
00:36:43: Das war so ein Tag wo wir nicht gerne mehr mehr Traffic oder mehr Volumen verkauft.
00:36:49: Ich sag Donnerstag.
00:36:50: Fünfzehn Uhr machst du diesen Post?
00:36:53: Und ist wichtig dass es auch zu der Zeit ist weil Wir würden ja dafür zusätzliche Leute einstellen, damit der erwartete Ansturm dann auch ... Dann ist Donnerstag, fünf Uhr.
00:37:03: Nix, mit fünf zu hundert drei sich nix.
00:37:06: Hier rufen wir an und dann sagt's, oh, hast du mir total leid?
00:37:08: Ich hab mich voll vergessen!
00:37:10: So, ich würde sagen okay, das wär nicht so schlimm.
00:37:14: Dann machen wir es einfach nächste Woche, Donnerdag, fünfzehn Uhr aber dann wirklich.
00:37:18: Ja, ja, er tut mir total Leid und die war total nett und total lieb, ne?
00:37:22: Das hat sich Freitag einen Tag später explodiert ab Nachmittag alles.
00:37:26: Ja, alles bricht zusammen.
00:37:30: Was passiert denn hier?
00:37:32: Also halbe Stunde komplett das Chaos und dann kommt irgendeiner aus dem Marketing Team sagt ich glaube ich weiß was ist.
00:37:37: Shirin hat etwas gepostet und zeigt so diesen Instagram Post also angerufen, ich wollte es wieder gut machen.
00:37:45: Weil ich hab's ja vergessen gestern.
00:37:47: Wir haben kennengelernt die Kraft von Influencern und dann von so einer sympathischen Influencerin oder Künstlerin wie Shirin.
00:37:54: Das ist halt voll durch die Decke.
00:37:55: Es hat so eingeschlagen dass du ... Du konntest dich vor Orders kaum retten.
00:37:59: Krass!
00:38:00: Haben wir gelernt das auch malig also dies war schon...
00:38:03: Goldig!
00:38:04: Und dann, okay, Arzt richtig gerauscht bei euch?
00:38:08: Ja, arzt richtig gerauscht.
00:38:10: Warum hast du dann irgendwie ... Wann hast du gemerkt, okay jetzt die Pandemie hört auf.
00:38:14: Jetzt kommen hier normale Verhältnisse?
00:38:15: Das muss ja dann auch in dieser Dämpfer gewesen sein.
00:38:18: Hast du das Geschäft, dass der da irgendwie ein bisschen abgeflacht immer, oder?
00:38:21: Nee!
00:38:22: Ja... Ach richtig, abgeflacht ist es nicht.
00:38:26: Das ist jedes Jahr weitergewachsen.
00:38:27: Es ist dann halt nicht mehr so explosionsartig gewachsen.
00:38:30: Das was sich wirklich geändert hat war das Ende der Nullzinspolitik und wir haben immer so drüber nachgedacht wenn du nur Also, wenn du ein Geschäftsmodell hast was von null Zinsen abhängig ist dann hast du kein Geschäfts-Modell.
00:38:43: Das war immer unser Mantra weil wir immer gesagt haben ja das geht auch wieder vorbei irgendwann wird es schon so.
00:38:49: aber auf der gleichen Ebene haben quasi die Investoren und die Mitglieder des Aufsichtsrats irgendwie jede Woche gesagt warum wachst ihr nicht schneller?
00:39:00: Und genau die gleichen Leute Vor zwei Wochen noch gesagt haben, ihr wachst nicht schnell genug.
00:39:06: Kam dann nach Ausbruch des Ukraine-Krieges und sagten, warum seid ihr eigentlich nicht profitabel?
00:39:12: Das war die Herausforderung, dass du es schaffen musstest jetzt möglichst schnell den Schalter rumzutrehen und das Ding profitabel zu stellen.
00:39:20: Weil, dass es in der Rent profitabel sein kann, das wussten wir immer.
00:39:23: aber wir haben ja auf Wachstum optimiert also quasi als Gewinner hervorgehen Und das hat dann länger gedauert als gedacht.
00:39:32: Ich meine, da gab es ja schon auch einen Marktkonsolidier.
00:39:34: Ich mein, Gorillas ist verkauft worden an Getty und Getty selber ist mittlerweile auch...
00:39:39: ...hat sich zurückgezogen aus allen Märkten und ich glaube wurde gerade auch verkauft an Uber.
00:39:43: GoPuff
00:39:43: spielt auch keine Rolle mehr, zumindest nicht in Europa.
00:39:47: Also alle damals bekannten großen Player haben aufgehört.
00:39:50: ihr seid die Letzten, die noch da sind.
00:39:53: Was ja schon mal so respektabel ist ne?
00:39:55: Aber ihr habt jetzt ja auch, hast du grade beschrieben, so ein bisschen Gratinase über Wasser also... Wenn man als siebenhundert Millionen an Investoren geld aufgenommen, dann erwartet sich der Investor ja schon irgendwann oder die Investoren irgendwann schon ein bisschen mehr.
00:40:05: Als jetzt mal so gerade eben profitabel?
00:40:08: Ja absolut!
00:40:08: Aber das wird ja auch profitabel.
00:40:10: Du könntest es wenn du jetzt wachst zum runterfährst kannst du es ja deutlich profitabler machen ist aber im Moment nicht.
00:40:19: das Ziel war Pre-Given Dass du einmal nachgewiesen hast, dass die ganze Firma nicht nur eine Stadt sondern auch ein Hub ist.
00:40:30: Und dann sind Investoren auch wieder bereit, dir Geld zu geben für weiteres Wachstum.
00:40:34: Weil, schau wir mal so, sixhundert, sechshundfünfzig Millionen Umsatz in einem zweieinhalbfünfzig Milliarden Markt allein in Deutschland.
00:40:43: Das ist ja nix!
00:40:44: Ist ja quasi so ein... Im Vergleich ist es ein sehr geringer Marktanteil.
00:40:49: Da ist ja wahnsinniges Potenzial noch und
00:40:53: ich sag's jetzt, um einen mit anderen Wettbewerbern zu tun.
00:40:55: Aber jetzt gibt's da vor allem mal wenn man das muss man das Bild ein bisschen größer aufziehen als dann ein Picnic da die so eine Michmann-Modell haben, so Milk Run.
00:41:05: Absolut!
00:41:05: Dann gibts irgendwie Uber Eats, Volt also die waren ja früher auch schon irgendwie da aber da waren hier schon immer ganz andere Modelle unterwegs.
00:41:12: Guckt man ein bisschen auf den größeren Markt und hat das Gefühl, so einen Picknick hat schon ein sehr starkes Modell.
00:41:20: Absolut sind die einzigen aus meiner Sicht das einzige andere Modell was auch richtig gut funktioniert.
00:41:25: Und die haben ja den gleichen Deal dann mit EDECA gemacht.
00:41:27: Die haben sozusagen die Einkaufskonditionen von EDECAR.
00:41:30: also dass wir den Vertrag, den wir mit Drehware haben, haben sie quasi mit EDEKA.
00:41:36: Und deshalb sind Sie zumindest etwas logistik- und Einkaufspreiser ist ähnlich gut aufgestellt.
00:41:43: Und ich glaube auch, das Modell ist auch sehr gut.
00:41:45: Die sehen wir als ... Über Eats?
00:41:46: So glaubst du nicht so richtig
00:41:47: an
00:41:48: Uwe Eats oder so?
00:41:51: Nein, weil das sind ja Plattformen.
00:41:53: Eine Plattform lebt immer davon, dass du möglichst viel Angebot hast.
00:41:58: Wenn du nur eine Pizzeria da drauf hast, kommt ja keiner.
00:42:00: Du brauchst halt dreißig und auch vierzig, fünfzighunderts sind besser als weniger.
00:42:07: Mehr Angebot ist besser für eine Plattform als weniger.
00:42:12: Ich glaube, es gibt wenige Beispiele wo eine Plattform erfolgreich ist wenn sie's selber macht.
00:42:17: Also wenn die Shop selbst betreibt so wie wir das machen, wir haben ja quasi alles unter Kontrolle dann ist es ein anderes Modell, das kennt die Plattform nicht.
00:42:28: Das wäre wie wenn Lieferando plötzlich Pizzerien selbst betreibt.
00:42:34: Ich glaube nicht, dass das erfolgsversprechend ist.
00:42:37: Für uns ist es ein guter Kanal.
00:42:40: Flink ist ja präsent auf den Food Delivery-Plattformen – also auf Lieferando in Deutschland und Uber Eats oder auf Volt.
00:42:47: Und für uns ist das ein gutter Kanal.
00:42:50: Das ist kein Wettbewerb?
00:42:51: Nein,
00:42:52: das sehen wir nicht als Wett bewerben sondern eine Ergänzung zu einem zusätzlichen Vertriebskanal.
00:42:58: Was sagt ihr noch außerhalb von Deutschland?
00:43:00: Wir sind in Holland, sind wir auch aktiv.
00:43:04: Seit Stunden haben wir angefangen gleich im ersten Jahr, weil wir einfach einen Superteam da gefunden haben.
00:43:12: Wir haben ein Team kennengelernt, die an einer ähnlichen Idee gearbeitet haben und dann haben wir sie überredet und gesagt, guck mal, wir haben schon Funding das Konzept, wir hatten schon die App, lasst uns zusammenarbeiten.
00:43:22: Und dann haben die Holland aufgebaut.
00:43:25: Und deshalb Holland ist so ein Drittel des Umsatzes ungefähr.
00:43:28: Okay, für den kleinen Markt ist es sehr gut!
00:43:31: Genau.
00:43:31: Also prozentual ist Holland weiter als Deutschland, ja?
00:43:35: Und jetzt habt ihr die Milliarde Umsatz vor Augen so ungefähr oder...
00:43:39: Ja das ist Ziel.
00:43:40: Das Ziel ist weiteres Wachstum und dass es richtig groß machen, ja.
00:43:45: Und Rewe hat dann irgendwie davon, dass sie ein Investment irgendwann natürlich an Wert gewinnt.
00:43:50: und B wahrscheinlich haben Sie eine kleine Marge auf dem was sie euch verkaufen.
00:43:54: Naja!
00:43:56: Der große Vorteil den den Rewe hat, ist ja folgender.
00:44:03: Wir nehmen Marktanteil von allen Spielern im Markt erst mal weg und von allen die Lebensmittel verkaufen.
00:44:08: Deshalb um deine Frage vor uns zu beantworten, für uns sind jeder ein Konkurrent der Bananen verkauft.
00:44:15: Und ich nehme jetzt Banane als Beispiel für Lebensmittel, weil es unser Bestselling-Item ist.
00:44:21: Das heißt wir nehmen erstmal Marktanteile von allen etablierten Spielern weg und das nehmen wir dieses Einkaufsvolumen.
00:44:29: Das heißt Reva kann Wachstum zeigen gegenüber der Industrie, also gegenüber Coca-Cola, Nestle und Procter & Gamble.
00:44:37: Und kann sagen guck mal wir wachsen und kriegt dadurch noch bessere Einkaufspreise die wiederum dann allen Revekaufleuten zugutekommen.
00:44:45: das heißt für dir hat es auch einen strategischen Vorteil weil das gesamte Volumen was wir sozusagen von anderen abziehen bei Kunden eben nicht bei Edeka oder all die einkaufen sondern bei uns Das Einkaufsvolumen ist landet bei der Rewe.
00:45:01: Und wie viele Produkte braucht man am Ende?
00:45:03: Also Bananen hast du, das ist der Bestseller.
00:45:06: Kann man mit drei, vierhundert Produkten das bis ins Bestreiten?
00:45:08: Leider nein!
00:45:10: Die These, mit der ich gestartet bin war nicht mehr als zwei tausend und die habe ich abgeleitet von meiner Arbeit mit Aldi.
00:45:18: Aldi und Lidl haben ungefähr zweitausend Produkte den Großteil allerdings in Eigenmarken.
00:45:23: und dann dachte ich mir naja... Wenn die zwei der größten Händler der Welt das schaffen mit zweitausend Produkten, dann schaffen wir das auch.
00:45:32: Dann ist ja offensichtlich genug Auswahl drin dass die Kunden ihren Einkauf machen wollen.
00:45:37: Wir haben sehr viel experimentiert.
00:45:39: ich glaube wir sind jetzt so bei zwei tausend sechshundert zwei taussend siebenhundert Produkte wenn du alle zählen würdest wahrscheinlich mehr weil wir lokal adaptieren.
00:45:48: also wir haben in Berlin Sortimente diesen Hamburg nicht gibt und umgekehrt.
00:45:53: sozusagen auf die Kaufgewohnheiten immer geografisch einzugehen.
00:45:59: Aber diese zwei, dreitausend Produkte sind auch übrigens bei einem Rewe oder bei einem Edeka stehen die für achtzig Prozent des Umsatzes.
00:46:08: Also dann war der Edeka macht glaube ich irgendwie zehntausend und so was?
00:46:10: Ja, kommt auf die Größe drauf an.
00:46:12: Also in einem Kaufland hast du über hunderttausend Artikel.
00:46:17: In dem kleinen Rewe oder im kleinen Edeka hier hast du so zwischen fünf und zehn tausend, in nem durchschnittlichen über zehntausend.
00:46:25: Okay aber das heißt man hat da jetzt auch irgendwie trotzdem vorne die Bananen und die Milch und das Bier wahrscheinlich und so?
00:46:32: Absolut!
00:46:32: Aber die Frage ist immer brauchst du fünfzehn verschiedene Zahnpasta zur Auswahl.
00:46:36: Aber schon irgendwie.
00:46:37: Offensichtlich, sonst hätte ich ja nicht so viele...
00:46:39: Ja, wir haben eben nicht fünfzehn, sondern wir haben dann irgendwie drei.
00:46:42: Aber Sie brauchen ...
00:46:43: Wir gehen immer... Also wir haben es sehr analytisch gemacht denn wir sind da immer auf die Bestseller in jeder Kategorie.
00:46:48: Du guckst einfach wer macht der meisten Umsatz?
00:46:50: Das kannst du GFK-Daten nehmen zum Beispiel oder von Nielsen Abverkaufsdaten und die haben wir einfach gelistet und danach angepasst.
00:46:59: Danach gesehen okay also Das heißt Category Management, das sind die Leute um den Sortimentsaufbau kümmern und um die Preissetzung.
00:47:10: Und haben mit denen die ganze Zeit experimentiert und dann machen wir das komplett Daten getrieben.
00:47:13: weil nur weil ich irgendwie Nutella gerne mag, kreist es ja nicht dass die Leute das auch kaufen.
00:47:19: Wenn sie's halt nicht kaufen wird das wieder ausgelistet und gibt's was anderes.
00:47:23: Schon verrückt, dass da so eine Firma jetzt ist und wir mit ein paar tausend Leuten.
00:47:26: Und wenn man ehrlich ist gibt's die aber auch eigentlich nur wegen der Pandemie.
00:47:29: ne?
00:47:29: Als man ja ohne die Pandemie hätte man wahrscheinlich niemals so viel Geld mobilisieren können... ...und nicht mal diesen Nied mal so punktuell so stark gehabt,... ...dass sowas überhaupt in die Welt kommt.
00:47:39: Sonst hättest du das wahrscheinlich einfach nicht gegeben!
00:47:42: Ja und nein.
00:47:43: Also erstmal ja.
00:47:45: Ähm ich waage mal... Ich gebe dir eine kleine Gegentee.
00:47:49: Erstens ähm Wenn du die andere Kategorie, wenn wir fashion als Kategorien nimmst.
00:47:58: Dann gehen die Leute durch die Stadt, bummeln durch die Staat, schauen sich das alles an und am Ende kaufen sie alle bei Zalando.
00:48:08: Jetzt kenne ich genau niemanden der sagt jippie ist freitag lass mal einen Wochenende Einkauf machen und Edeka rausfahren.
00:48:16: Das heißt, anders als bei Fashion, wo die Leute durch die Stadt bummeln und uns trotzdem bei Zalando kaufen weiß bequemer ist.
00:48:24: gibt es diesen Effekt nicht.
00:48:26: Und ich rede nicht vom Wochenmarkt, wo ich mir dann beim Käsestand was aussuche, sondern das, was die Leute jede Woche das Gleiche kaufen irgendwie derselbe Waschmittel dieselbe Butter dieselbe Milchsorte so diesen Repeat Purchase.
00:48:39: da hat eigentlich keiner Lust drauf.
00:48:40: der Grund warum dass sich nicht durchgesetzt hatte vor der Pandemie ist weil die großen Retailer da keine Interesse dran hatten.
00:48:45: Es gibt ja nur vier große retailer in Deutschland.
00:48:48: Es gibt Edeka und Rewe, die haben wir schon besprochen.
00:48:50: Und es gibt Lilo und Aldi.
00:48:51: Fertig!
00:48:53: Wenn die vier aus verschiedensten Gründen sagen ich möchte kein Online dann gibts keinen Online.
00:48:59: Das Geld was die VCs quasi in diese Modelle wie flink reingepumpt haben das hat es dann ermöglicht.
00:49:08: Insofern hast du recht dass Corona war aus meiner Sicht der Innebler Dafür, dass VCs diesen Markt entdeckt haben und gesagt haben wir brechen jetzt das Monopol auf.
00:49:18: Und dann haben die großen Händler auch mitgemacht.
00:49:23: Ich habe es mir tatsächlich schon ein paar Mal überlegt.
00:49:25: weil ich nicht kunde bin.
00:49:26: bei Edeka oder auch bei Rewe denke ich mir okay.
00:49:29: Es ist wahrscheinlich doch recht attraktiv so einen Markt zu betreiben.
00:49:34: Oder auch mehrere.
00:49:35: Ich hatte vor kurzem den Rewe ist hier im Podcast der das auch so bisschen erzählt sowieso die Economics ungefähr sind.
00:49:42: Er betreibt es auch keine Märkte, sondern er hat den ganzen Konzern.
00:49:45: Aber es gibt ja ganz viele unabhängige Kaufleute... ...die sozusagen da jetzt genossen sind und haben dann ein bis zwei nicht zehn noch mehr Märkte.
00:49:55: Und ich meine du hast das ja auch gesehen?
00:49:56: Hast du nie überlegt?
00:49:57: Ich würde eigentlich am liebsten am Ende oder ist es vielleicht eine von Unternehmern häufig übersehende Looke?
00:50:02: sich zu fragen, bekomme ich noch irgendwo ein paar Edeka-Märkte und paar Rehbemerkte.
00:50:05: Weil das ist ja einfach so sicher die Leute wollen dahin du hast keinen KI-Risiko heutzutage, du hast auch kein irgendwie jetzt Hype oder sowas, sondern du gehst da hin machst es halt cool, machst etwas netter und es ist relativ ein sicheres unternehmerisches Standbein.
00:50:21: Ja ich hatte das für sehr attraktiv.
00:50:23: Ich habe glaube ich vor fünfzehn Jahren zum ersten Mal mit der Edeka zusammengearbeitet Und hab das dann kennengelernt.
00:50:30: Wir sind ja in Hamburg, es ist ja E-Punkt D Punkt K Punkt Einkaufsgenossenschaft.
00:50:35: der Kolonialwarenhändler haben sich vor glaube hundertzehn Jahren mal drei Leute in Berlin zusammengesetzt und haben gesagt wenn wir zusammen einkaufen wird's billiger.
00:50:43: Jetzt sind das über viertausend Kaufleute aber sind halt unabhängig unternehmer.
00:50:48: Das ist ja der Grund warum die beiden Companies so gut laufen ist bei seit viertausend Unabhängige Unternehmer sind, die zusammen einkaufen.
00:50:55: und dann hast du die Zentrale, die quasi Einkauf- und Logistik koordiniert.
00:51:00: Aber so ein Edeka-Markt aufmachen oder ein Revemarkt auf machen?
00:51:03: Ich halte das für sehr attraktiv.
00:51:04: Aber
00:51:04: hast du nicht versucht oder überlegt...
00:51:07: Na ich suche ja immer nach Ideen, die vielleicht noch ein größeres Wachstumspotenzial haben aber glaube ich dass das eine sichere Bank ist.
00:51:14: also es ist unternehmerisches Risiko Ja ist überschaubarer als was komplett neues zu erfinden.
00:51:22: Und ich suche immer nach Ideen, die vielleicht ein bisschen verrückter sind und noch mehr Wachstumspotenzial haben.
00:51:29: Deswegen bist du auch irgendwann bei Flink raus?
00:51:32: Ja wir hatten ein paar Unstimmigkeiten gehabt über die Strategie nach vorne.
00:51:37: Ich hätte das gerne sehr viel aggressiver noch weiter ausgeweide weil meine Einschätzung war... Guck mal jetzt hat es etwas länger gedauert und ein bisschen mehr Geld gekostet.
00:51:46: ursprünglich dachten, aber jetzt ist es ja profitabel.
00:51:49: So, jetzt darfst du mal Riechgas geben und das richtig groß machen.
00:51:53: Also wir sind von Internationalisierung oder einfach... Nö
00:51:55: erstmal in Deutschland, ich glaube in Deutschland und Holland den beiden Ländern wo wir sind, ist der endloses Marktpotenzial noch.
00:52:01: Also kannst die Firma zehnmal so groß machen nur in den Beinen aus meiner Sicht.
00:52:05: Aber
00:52:05: du musst dann immer nach in kleinere Städte gehen, die nicht mehr so dieselben Logiken haben vielleicht wie Berlin?
00:52:09: Ja, aber du kannst auch ... Das ist eher eine Verdichtung weil guck mal, wir haben in Berlin knapp zwanzig Locations.
00:52:16: Ja, es gibt ja keinen Grund warum sollten wir nicht vierzig oder fünfzig haben.
00:52:20: In Berlin?
00:52:20: In Berlin alleine.
00:52:21: Allein in Berlin.
00:52:24: Rewe, Edeka Lidl all die haben alle hundertfünfzig Märkte in Berlin.
00:52:28: Warum sollen wir nicht auch Hundertfünftig haben?
00:52:30: also ich glaube du musst es nur attraktiv genug bauen dass die Menschen einfach sagen, es ist der bessere Wochenende-Einkauf.
00:52:39: Das funktioniert viel besser wenn... Und zwar ich rede immer über die Sachen und die langweiligen Einkaufsprodukte nicht über die besondere Schokolade oder den tollen Kaffee, den du beim kleinen Händler kaufst sondern über die Standardsachen.
00:52:50: So und über die Strategie waren wir uns ein bisschen uneinig und dann sind mein Mitgründer der Christoph und ich sind dann rausgegangen und jetzt baue ich was Neues.
00:53:01: Also das heißt Dann war ein Dritter, Julian Dames, der auch noch schon für dabei war.
00:53:07: Genau.
00:53:08: Julian ist ein paar Monate nach der Gründung dazugekommen quasi so als ... Er war eigentlich unser erster Heier, so als COO.
00:53:16: Der ist Operativmacher und hat die Erfahrung mitgebracht aus dem Food Delivery-Bereich.
00:53:23: Er war ja mit bei Fudora mit dabei und kannte den Bereich wissen was wir nicht hatten und es hat sehr gut funktioniert.
00:53:31: Und er leitet jetzt die Company, das passt so.
00:53:37: Du hältst deine Anteile weiter natürlich?
00:53:38: Ja
00:53:38: absolut!
00:53:40: Wie ist das Endgame, wie kommt man da jemand wieder an sein Geld oder überhaupt mal ein Geld?
00:53:46: Ich glaube das End Game wird sein entweder einen Verkauf weil es ist halt strategisch interessant für die großen Food-Plattformen oder ein IPO.
00:53:57: Das sind die beiden.
00:53:58: Und das
00:53:58: ist auch in den nächsten Jahren, kriegt man das?
00:54:00: Ja
00:54:00: ich glaube das kriegst du beides, könntest du beides in den nächsten jahren kriegen.
00:54:03: also ich habe ja Ich war selbst schon in dem In der Vorbereitung mal um IPO zu verstehen wie das geht und bin mal nach new york geflogen und hab mir mal das von den zwei Chefinnen Also sowohl die New York Stock Exchange als auch Dynastik haben.
00:54:18: wir Chefinnen und die Haben mit ihren Teams dass er einmal uns erklärt wie das alles funktioniert Weil ich finde in Frankfurt alle Beispiele, die ich sehe, find' ich jetzt nicht so berauschend.
00:54:31: Wenn du dir die Großentwicklung anguckst und das liegt natürlich an den Firmen selbst aber auch am Standort.
00:54:37: Deshalb glaube ich ein IPO in USA wäre sinnvoller.
00:54:42: Aber
00:54:44: mit dem Marketcap von aktuell vielleicht wieder zurück auf zwei Milliarden oder sowas?
00:54:51: Ja, da würde ich mich immer sagen, dass die Investoren doch entscheiden wie viel das Wert ist.
00:54:57: Damals als es dann Unicorn war, haben wir ja uns auch angeguckt und gesagt, ist die Firma nach sieben Monaten zwei Milliarden Werten?
00:55:04: auf keinen Fall?
00:55:05: Aber wenn die Investorin sagt, es ist so oder nicht, dann ist es so.
00:55:07: Und genauso würde ich das...
00:55:09: Was wäre es denn, was würdest du entschätzen, was die Investorer heute sagen würden?
00:55:12: Auf jeden Fall über eine Milliarde.
00:55:14: Jetzt aktuell!
00:55:16: Weil Wachstum ist da.
00:55:17: Wachsums-Star
00:55:18: ist profitabel und dann gibt es ein strategisches, wenn du das verkaufen würdest jetzt ein strategisches Premium.
00:55:23: Wenn du es listen würdest, dann wird's natürlich gemessen an wie profitabel sind einzelne Standorte oder einzelne Städte und dass du einen Ausblick geben kannst, wie profitabil würden die Gesamtfirma eigentlich sein.
00:55:36: Okay also da kämpfest du auch an deine Kohle ran mit so einem IPO oder mit einem Exit?
00:55:40: Das wäre schon eines Tages gleichbar!
00:55:42: Hast du denn schon vorwissen, über Secondaries rauszunehmen können?
00:55:45: Ja.
00:55:45: Das wäre mein Ratschlag an alle Gründe immer, immer Secondaries machen wenn es sich eine Gelegenheit dafür gibt.
00:55:51: Aber
00:55:51: also das heißt, du hast ja immer schon mal ein Prozent hier und prozent da verkauft ungefähr.
00:55:54: Genau!
00:55:55: Das ist ja meistens so.
00:55:56: wie kommen dann Secondaries zustande... ...das ist, wenn's mehr Nachfrage als Angebot gibt und dann kommt irgendein WC oder einen Investor und sagt werdet ihr nicht auch bereit was zu verkaufen?
00:56:06: und dann lässt er dich dreimal bitten damit du keinen Discount geben musst.
00:56:12: Aber
00:56:12: das hört sich so an, wenn du jetzt bei eurer zwei Milliarden Runde dann prozent abgibst.
00:56:16: Da waren es ja schon zwanzig Millionen die man da schon mal auf den Tisch nehmen
00:56:20: konnte?
00:56:20: Ja...
00:56:23: oder vierzig!
00:56:25: So viel war's nicht aber es war gut.
00:56:28: Okay zumindest weil die Grundrente ist schonmal gesichert.
00:56:32: Die Yacht noch nicht, aber die Grundregende ist schon wieder
00:56:35: her.
00:56:35: Das ist ja nicht das primäre Ziel, wenn Du Unternehmen baust.
00:56:39: Wir bauen uns ja nicht ums zu verkaufen Also ums schnell zu verkaufen, sondern du baust ja was weil du eine Idee hast und die Visionen davon begeistert bist.
00:56:47: Und dann machst du es ja auch nicht alleine, sondern ist jetzt mal ein großartiges Team mehr allein geschafft gar nichts.
00:56:53: Du musst ja großartige Leute überzeugen dass das ne gute Idee ist und die als team zusammenschweißen und dann haste vielleicht ne Chance auf was auf was großes.
00:57:04: Aber bist du trotzdem schon eine unglaublich gereise, wenn man sich überlegt, dass ihr habt angefangen, einundzwanzig ne?
00:57:08: Ja.
00:57:08: Oder über zwanzig?
00:57:09: Äh,
00:57:09: ein und zwanziger.
00:57:10: Genau wir haben es gekründet im November, ähm, zwanziggzwanzige und in März einundtwanzig mal starten.
00:57:15: Also
00:57:16: das ist jetzt fünf Jahre her oder so?
00:57:17: Ja,
00:57:17: fünf Jahre.
00:57:18: Und jetzt hast du dir dann, als du daraus bist, warst du schon ein paar Monate her, äh, überlegt was mach ich jetzt?
00:57:25: Ja!
00:57:25: Äh ja und nein!
00:57:26: Ähm... Ich ... Also ich baue jetzt eine neue Kampagne, aber die ganze Idee für die Kampanie stammt eigentlich aus von Flink.
00:57:37: Weil der Kampf ... wir haben viel über die Profitabilität gesprochen.
00:57:40: Der Kampf für Profitibilität ist wirklich... Es war nicht so einfach, weil du musst ja die Leute in so einem Hypergrowth also so Wachstum um jeden Preis dann umschwenken und sagen jetzt bauen wir es aber profitabel.
00:57:54: Jetzt müssen einmal umschwängen, müssen einmal Kosten raus und müssen es profitabel machen.
00:57:59: Und einer der größten Kostepunkte bei uns war wie bei allen Startup-Kampagnen die Cloud kosten.
00:58:08: So und dann habe ich irgendwann gesagt Jetzt um das in die Köpfe rein zu bekommen, ich möchte jetzt gerne wirklich jede Rechnung freigeben.
00:58:15: Und wenn es die Taxi-Rechnung ist und trotzdem isst von einem Monat auf dem anderen die Cloudkosten sind explodiert wieder um Fünfzigtausend Euro habe ich gesagt wie kann das sein?
00:58:23: Bin zum einem CFO und hab gesagt Wie kann da sein?
00:58:24: Dann guckt der mich an, zuckt die Schultern und sagt Das weiß ich nicht!
00:58:28: Da musst du den CDO fragen.
00:58:29: So also heißt Besteller und Bezahler komplett entcoppelt.
00:58:34: weil Feindes hatte keine Ahnung was da genau passiert bin ich zum Tech-Thema gesagt, wie kann das passieren?
00:58:42: Dann kriegst du irgendeine mystische Antwort mit sehr vielen Fremdwörtern und Akronymen die du nicht verstehst.
00:58:48: Und dann habe ich gesagt so jetzt ist Schluss bitte in Meetingraum.
00:58:51: Jetzt erklärt ihr mir das mal in normaler Sprache.
00:58:53: So jetzt verstehe aber.
00:58:54: ich würde sagen Ich bin ja zumindest so Mittelintelligent.
00:58:57: Jetzt erklärt ihr es mir mal!
00:58:58: Es kann ja nicht so kompliziert sein.
00:59:00: So, und dann hat wir am Ende des Nachmittags irgendwie – es war ein sehr langer Nachmittag – aber so, ich sage, achtzehn-neinzehnt Prozent in potenziellen Einsparungen auf dem Whiteboard.
00:59:08: Und dann denkst du dir als Unternehmer, wenn das so rausputzelt, weil ich dofe Fragen stelle?
00:59:13: Da ist da auf jeden Fall noch mehr!
00:59:15: So, jetzt bauen wir mit Blocks, so heißt die neue Company, bauen wir die Lösung, die ich gerne gehabt hätte.
00:59:21: Und Blocks ganz vereinfacht gesagt….
00:59:23: Also gibt zwei Antworten... Der einfache Pitch ist zwanzig Prozent auf AWS.
00:59:27: So, wir helfen dir sofort zwanzig Prozent oder mehr herauszuholen.
00:59:29: Aber wir garantieren zwanziger Prozent!
00:59:32: Die bisschen längere Beschreibung ist... Wir haben einen Agenteak DevOps gebaut.
00:59:36: DevOps sind so spezielle Engineers die sich um Cloud-Infrastruktur kümmern.
00:59:42: Die sind sehr teuer.
00:59:43: Die kannst du dir meistens erst leisten und machen erst Sinn solche Leute zu heiraten wenn du ein paar hunderttausend Euro im Monat ausgibst.
00:59:50: Erst dann macht das Sinn dass sich der Business Case irgendwie lohnt.
00:59:54: Und wir haben das als AI gebaut und wir haben die AI Major Tom genannt, Major Tom für Cloud Control.
00:59:59: Das war die Idee meines Mitgründers Andreas.
01:00:01: Andreas Schröter muss man sagen also ein alter Bekannter von mir Freund von mir, den ich schon aus Berlsmann Zeit später sogar mal in der eigene Firma mit ihm gründen wollte.
01:00:09: Den kenne ich gut und der ist jetzt bei dir gelandet.
01:00:11: oder ihr seid jetzt gemeinsam unterwegs?
01:00:13: Genau!
01:00:13: Wir sehen uns gemeinsam unterwegs weil ich bin... Ich habe das wie bei Flynn gemacht.
01:00:16: Ich hab Memo geschrieben.
01:00:17: Also ich habe viele Gespräche bei Bei Flink.
01:00:20: aus dieser Erfahrung mit den Cloudkosten bin ich rausgegangen und dachte mir, bin nicht eigentlich der einzige Idiot, der da nie reingeguckt hat.
01:00:28: Und hab dann quasi um das herauszufinden mit ganz vielen Unternehmern gesprochen.
01:00:33: Und stellts raus, ich bin nicht der Einzige Gott sei Dank, sondern es ist überall das gleiche.
01:00:37: Keine Ahnung was da genau passiert, wofürs Geld genau ausgegeben wird.
01:00:40: alle haben's gefühlt.
01:00:41: Es ist ineffizient weil sehr immer zu groß und auf Wachstum schon im Vorrat gebaut.
01:00:49: Und dann habe ich viele Gespräche geführt mit AWS und GCP, also Google Cloud Services.
01:00:58: Und vielen Unternehmern hab daraus ein Memo gebaut und gesagt das könnte eigentlich eine gute Geschäftsidee sein.
01:01:03: So und das habe ich einer Freundin gezeigt die meinte Ich habe einen Mitkünder für dich des Andreas, mit dem musst du unbedingt sprechen.
01:01:10: Dann habe ich mit Andreas gesprochen und es war so gibt's auch bei Männern lieber auf den ersten Blick.
01:01:16: oder haben wir gesagt dass machen jetzt mal zusammen
01:01:17: Und jetzt habt ihr schon Investoren drin, oder?
01:01:19: Absolut.
01:01:22: Wir haben dann ein paar Monate damit verbracht zu überlegen wie baut man das eigentlich?
01:01:27: Haben Engineers geheiert, haben Testkunden gesucht, Freunde und Bekannte die eigene Companies haben, die uns netterweise reingucken lassen in der Cloud-Setup.
01:01:39: Haben die Hypothese bestätigt?
01:01:41: finden wir diese Einsparungen wirklich?
01:01:43: Gibt es dafür überhaupt einen Markt für das was wir bauen wollen?
01:01:47: So, und dann haben wir überlegt... Wie machen das jetzt?
01:01:49: Finanzieren wir es einfach selber.
01:01:51: Da ist nur die kleine Gefahr, dass du dich auch zu sehr verlieben kannst in deine eigene Idee.
01:01:57: Und wenn du ein Investor mit dabei hast, sagt er dir, ob die Idee Mist ist.
01:02:02: Dann haben wir ein paar Investoren angesprochen und dann war die runde Over-Subscribed nach einer Woche.
01:02:08: Wirst du so einkommen,
01:02:09: kennt man den Investoren?
01:02:11: Ja, wir haben mit zehn oder zwölf Investoren gesprochen Dann entschieden für ein, wir haben es aber noch nicht bekannt gegeben.
01:02:19: Mit Wimwe Maus.
01:02:20: Einer von den... Aber
01:02:22: werde ich kennen?
01:02:23: Ja, wirst du auf jeden Fall kennen, ja!
01:02:26: Wir wollen's in paar Wochen bekannt geben und haben das mit Absicht noch ein bisschen unter dem Radar gelassen.
01:02:30: Und das war nach zweit.
01:02:32: Nach einer Barroa-Supply, dann haben wir gesagt, da lass'n bisschen Geld von Investoren nehmen.
01:02:37: Und es war eine weitere Bestätigung, vielleicht die Idee ja doch nicht miss.
01:02:40: Vielleicht ist da wirklich das Potenzial dran.
01:02:42: und dann haben wir ein Team aufgebaut und jetzt sind wir seit vielleicht oktober november mit den ersten Leute ins team mit aufgenommen der erste engineers und bauen das jetzt und wollen jetzt live gehen.
01:02:52: wie groß ist die mess?
01:02:53: Wir haben jetzt zwanzig leute ungefähr
01:02:56: und Es gibt also noch keinen kunden im Sinne.
01:02:58: doch wir haben testkunden und haben so ne Beta heißt das, so ein Close-Better.
01:03:04: Also mit Testkunden einen Setup gebaut und haben die ersten Kunden, die schon bezahlen, mit an Bord genommen.
01:03:12: Weil du musst ja testen ob das alles funktioniert weil du baust ja quasi deine Software und denkst an alle mögliche Sachen und dann in dem Moment wo du es echten Kunden zeigst merkst du okay dass finden sie gut, das finden sie nicht so gut.
01:03:26: Das funktioniert schon.
01:03:27: hier harpert's noch mit Onboarding.
01:03:29: Ja, so haben wir es gemacht.
01:03:32: Aber am Ende ist der Pitch ... also jede Firma.
01:03:35: oder wirst du wirklich jede Firma?
01:03:36: Kann ... kann zwanzig Prozent Cloud kosten sparen?
01:03:39: Ja!
01:03:40: Im AWS-Kunde.
01:03:41: Genau.
01:03:43: Die Antwort ist ja, die kleine Einschränkung ist, wir arbeiten am Anfang jetzt mit AWS zusammen weil AWS mit Abstand Marktführer ist in dem Bereich Startup.
01:03:51: Wir haben
01:03:53: gesagt machen wir nicht.
01:03:55: Weil wir bauen es so dass wir dir zwanzig Prozent garantieren weil wir in allen unseren Tests gefunden haben das mehr ist.
01:04:02: Deshalb garantiere ich zwanziger Prozent.
01:04:04: Wie
01:04:04: ergibt sich diese Einsprache?
01:04:05: Das heißt keine Menschen mehr.
01:04:06: Am Ende dieser Administration der Cloud Leistungen vornehmen, sondern ein Agent.
01:04:13: Das ist also zu sagen daher kommt eure Einsparung?
01:04:17: Ja, also es gibt drei Hebel.
01:04:19: der erste Hebe isst eine Einkaufskoperation wie unser EDK Beispiel was wir gerade hatten.
01:04:24: Wir konsolidieren den Cloudspan von ganz vielen kleinen und kriegen dafür Volumenrabatte von dem von den großen Nummer eins.
01:04:32: Der zweite Hebel Es gibt sowas das heißt bei Bei AWS Saving Plans, da committest du bestimmte Rechenleistungen über eine bestimmte Zeit.
01:04:42: Also du sagst zum Beispiel so und so viel Rechenleistung nehme ich dir für die nächsten drei Jahre ab dann kann AWS damit besser planen welche Rechenzentren sie wie haben weil AWS steht ja immer alles on-demand bereit.
01:04:55: Also on demand heißt, du kannst der große Vorteil.
01:04:57: Der cloud ist ja Du brauchst keine eigene infrastruktur mehr um deine website zum beispiel zu hosten sondern du nimmst immer so viel wie wie du gerade brauchst.
01:05:06: So und in dem moment wo du dich Wo du dich festlegst und sagst für die nächsten drei jahre nehme ich dir so viel ab gibt dir aversen rabatt.
01:05:12: das ein bisschen kompliziert.
01:05:14: wir optimieren das Und wir übernehmen das risiko weil der grund warum hatten wir das nicht bei flink in Jahr drei und den jahr vier Es war die engineers mich angeguckt haben gesagt Du hast gesehen, was die letzten drei Jahre passiert ist.
01:05:25: Wie sollen wir denn vorher sagen?
01:05:27: Was die nächsten drei passieren wird?
01:05:29: und deshalb sind meine Ingeniers damals beim Rolls-Roll durch die Cloud gefahren und haben alles on demand, alles twenty four seven laufen lassen.
01:05:37: So was wir machen, wir optimieren das also Nummer eins Hebelnummer eins Einkaufskroperation Grouping.
01:05:43: Hebel Nr.
01:05:43: zwei ist dieses Commitment Management aber automatisiert und wir übernehmen das Risiko.
01:05:49: Und Nummer drei ist der KI-Agent, Major Tom.
01:05:52: Der fortwährend in deiner Infrastruktur nach Optimierungen sucht.
01:05:56: Was er im Prinzip macht, der zeigt dir, guck mal hier hast du eine Maschine gekauft oder gebucht.
01:06:01: Die ist viel zu groß.
01:06:02: die bis die letzten drei Monate nicht an die Kapazität reinkommen kann es auch in eine kleinere umwandeln.
01:06:08: Spaßte fünfhundert Dollar pro Monat und so scannt ja quasi die ganze Zeit dein System.
01:06:13: Unser Ziel ist Cloud Control.
01:06:15: Also Cloud Control ist ja dieses Song von David Bowie, glaube ich mit Major Tom oder so.
01:06:20: Daher kommt das dann.
01:06:21: Ja, okay.
01:06:23: Warum haben wir es so genannt?
01:06:24: Manchmal sind die einfach... Wir haben immer versucht, dass den Leuten zu erklären und dann kam Andreas rein und gesagt, das braucht einen Namen.
01:06:29: Dann hab' ich gesagt, ja, dann wie denn?
01:06:32: Was machen wir denn?
01:06:32: Ja, wir wollen Cloud Control!
01:06:34: Ja, dann heißt er Major Tom.
01:06:36: Und jetzt heißt der Major Tom und sieht auch so aus wie ein Major Tom, wie so ein Astronaut.
01:06:40: Wir versuchen das schon alles raus.
01:06:42: Also mein Ziel ist ja, dass zu entmystifizieren.
01:06:45: Es hat mich so genervt, dass ich nicht verstanden habe wie es überhaupt funktioniert.
01:06:49: Die einzelne gibt's da nicht noch mehr?
01:06:50: So eine Einkaufskorporation auf Cloud, das klingt mir jetzt... Das
01:06:54: ist nur der kleine Teil, ein ganz kleiner Teil.
01:06:57: aber das was alle Business-Leute verstehen weil die alte Beraterregel ist ja zwanzig Prozent gehen immer.
01:07:02: Das ist quasi der Huck, dass Founder die keine Ahnung von Technik haben und keine Ahnung von Cloud so wie ich vor einem Jahr sagen.
01:07:11: Ja das macht irgendwie Sinn, lass mal angucken.
01:07:13: Aber das Kernstück, achtzig Prozent unserer Arbeit ist dieser KI oder der AI Agent den wir gebaut haben Major Tom, der im Hintergrund läuft und dafür sorgt, dass deine Cloud immer unter Kontrolle ist.
01:07:24: Hast du manchmal so Erinnerungen an Deine Halbphase?
01:07:28: wenn Du heute also die ganzen KI-Bewertungen so liest?
01:07:31: Weiß ich nicht, dass da auch deutsche Firmen zum Teil Unicorn sind.
01:07:37: Und dann denkst du eher Jungs... Ich hab das alles vor fünf Jahren erlebt nur im Lieferdienst-Space.
01:07:41: Vorsicht!
01:07:45: Ja und nein?
01:07:45: Ich würde immer sagen enjoy the ride.
01:07:49: Was ja hilft mit ein bisschen Abstand ist funktioniert der immer in Wellen.
01:07:55: Ich formuliere es mal positiv.
01:07:59: dass wir zum zweiten mal in unserem Leben so eine komplette Umwärtsung sehen dürfen.
01:08:05: Wir haben Internet gesehen und dann kam noch mobile, würde ich sagen, eine kleinere Variante von Internet.
01:08:10: Und jetzt kommt mit AI nochmal eine neue Technologie die nochmal alles auf den Kopf stellt.
01:08:17: Ich glaube es wird nur sehr viel schneller gehen weil alle die damals im Internet haben alle Versprechen oder alle Visionen die wir fürs Internet haben Aber mit zwanzig Jahren Verspätung.
01:08:27: Das hat ja alles ein bisschen gedauert, ne?
01:08:28: So und ich glaube diesmal wird es nicht so lange dauern weil dieselben Leute wie wir das damals erlebt haben.
01:08:35: Wir haben keine Lust und keine Zeit auch zwanzi Jahre zu warten!
01:08:38: Wir beschleunigen das mal so dass wir das in fünf Jahren haben.
01:08:42: Und ich finde es grandios in so einer Zeit zu leben wo wir alles nochmal auf dem Kopf stehen können.
01:08:45: Ist
01:08:46: das für euch schwierig?
01:08:46: jetzt für so eine neue Startup da ist eine AI gebaut.
01:08:48: am Ende baut er jetzt ja AI Agents oder einen AI Agent wenn man das so richtig
01:08:52: findet?
01:08:53: da jetzt Ingenieurs zu finden, das müssen alle jetzt Monster teuer sein und die cleversten AI Entwickler werden irgendwie überall gesucht.
01:09:03: Also teuer sind die?
01:09:04: Die Guten sind immer teuer aber wahrscheinlich in Berlin oder in München immer noch günstiger als was man so hört aus San Francisco.
01:09:13: Aber... ...die Idee hat halt großes Potenzial.
01:09:17: gucken wir da weniger drauf.
01:09:18: Wir versuchen, also eine Sache die ich gerne anders machen möchte mal schauen ob es klappt ist zumindest als Zähler mit uns gesetzt.
01:09:25: Die Kampagne soll nie mehr als fünfzig Mitarbeiter haben.
01:09:29: Okay!
01:09:29: Wir suchen auch ein neues Büro gerade mit genau fünfzig Stratischen um das quasi physisch zu manifestieren.
01:09:38: Ja, weil ich glaube... also guck wir haben über hundert Leute im Tech-Team bei Flink.
01:09:42: Ich glaub mir brauchen das heutzutage nicht mehr, ne?
01:09:44: Weil mit AI macht richtig gute Engineers zehnmal besser.
01:09:50: Aber kann es ein Unicorn werden in dieses Block?
01:09:52: Ja, ich glaube ja!
01:09:53: Ich glaube nicht nach sieben Monaten wie Flink aber auf jeden Fall dauert er ein bisschen länger.
01:09:58: Also
01:09:58: eher so zweiter Jahre.
01:10:01: Das nehme ich mal als Challenge.
01:10:03: Lock on wood, ja, das wäre gut.
01:10:05: Aber
01:10:05: ich bin trotzdem überrascht, wenn ich finde, weil Flink war die Idee jetzt ja auch nicht komplett crazy Steve Jobs mäßig.
01:10:13: Sondern es war jetzt ja irgendwie auch schon andere, die das machten.
01:10:15: Jetzt ist wieder so eine Idee.
01:10:17: man denkt Ja also total plausibel aber werden jetzt ganz viele machen, weil er ist ja so nahe liegend und wahrscheinlich ist es auch so.
01:10:25: Also das heißt irgendwie selbst Einkaufskorporation hast du gerade schon gesagt okay machen viele aber jetzt selbst einen Agents zu bauen, der jetzt sozusagen dieses DevOps-Thema löst.
01:10:34: Klingt jetzt auch so dass die Leute darauf kommen könnten?
01:10:37: Absolut!
01:10:37: Aber auch da wir versuchen immer unfaire Wettbewerbsvorteile zu finden.
01:10:42: also bei Flink war es die Kooperation mit Rewe, die wir haben.
01:10:47: Jetzt haben wir eine Kooperation von AWS, die nicht kopierbar ist.
01:10:49: Wo kommt
01:10:50: er denn her?
01:10:52: Da hilft es wieder, wenn du nicht mehr neunzehn bist.
01:10:54: Wir haben versucht mit AWS ein Setup zu finden, dass die richtig gut finden und das sie unterstützen.
01:11:01: Manchmal hilft's dann, wenn man ein bisschen älter ist und auch die richtigen Türen öffnen kann um diese Gespräche zu haben.
01:11:08: Und wir haben jetzt einen Konstrukt gefunden, dass zumindest den Teil kannst du nicht nachbauen So ein DevOps kannst du nachbauen, klar das geht.
01:11:17: Aber es ist wie immer die Kombination ne?
01:11:18: Du brauchst ja am Ende die Kombination aus allen Sachen Die wir machen.
01:11:22: und Wie gesagt Es ist ja erst Wir starten.
01:11:25: wir starten diese Woche gehen wir live.
01:11:27: Ja also das Feedback was wir bis dahin haben von Testkunden ist phänomenal.
01:11:30: Also wer jetzt hier zu erleben möchte wo muss er sich melden?
01:11:32: Kann nachschauen unter blocks.cloud
01:11:35: BLOX oder BLOCKS
01:11:39: Blocks.cloud ... wie der Block.
01:11:43: Blocksprung Cloud ist die neue Anschrift, ja?
01:11:46: Und wir um die erste Wunderkunden kümmer ich mich persönlich.
01:11:50: Weil ich will jedes Feedback haben und sehen was läuft gut... ...was läuft nicht gut, was können wir viel besser machen!
01:11:58: Ich bin gespannt.
01:11:58: also es wäre schon so.
01:12:01: das Zielentrepreneur ist eigentlich gar nicht mehr so super in Mode.
01:12:05: Die meisten machen jetzt heutzutage eine Company richtig lange.
01:12:09: So Zalando Du bist jetzt hier unter Plenär, machst du die zweite ganz große oder?
01:12:14: Ja ich habe ja vorhin gesagt mich... Ich ziehe meine Energie aus diesem Null zu einem.
01:12:21: Zero to one.
01:12:22: Aus nichts was zu bauen.
01:12:24: und das ganze Chaos dieses hoch und runter dass wir jeden Tag zweimal das Gefühl hast Jetzt alles vorbei!
01:12:30: Wir sind pleite es wird nie was.
01:12:32: Und dann kommt wieder ein Anruf wo denkst Da ist doch was dran, das wird riesengroß.
01:12:36: Und dieses Hoch runter mir gibt es total Energie und es gibt ein paar Leute mit denen ich mich da gut austauschen kann.
01:12:42: werden.
01:12:43: Einfaches gesprochen über Khan den Gorillas Gründer der ja auch gerade eine neue Kampagne baut übrigens interessanter Twist in die ich gerade investiert habe weil ich ihn als Unternehmer sehr schätze.
01:12:58: Der bastelt gerade an einer Idee über AI Agents für Creators, die er gebaut hat.
01:13:06: Er programmiert jeden Tag, ist genauso arbeitswütig wie eh und je, arbeitet die Wochenenden durch.
01:13:12: Und ich glaube es kann richtig groß werden.
01:13:14: der baut quasi AI Characters Bauter weil er sagt damit die Leute mehr AI nutzen und überhaupt daran geführt werden an das Thema, weil neun-neinzig Prozent der Leute nutzen es ja nicht.
01:13:27: Die nutzen irgendeine freie Version von ChatGPT und wundert sich dass da Quatsch rauskommt, sondern um die Leute daranzuführen sagt er gehen wir über die Creators und wir schaffen AI Charaktere mit denen du dich dann austauschen kannst über WhatsApp oder über Kanäle, die du sowieso schon installiert hast.
01:13:46: Also
01:13:46: schon ein bisschen visionärer als was du jetzt machst?
01:13:48: Ja!
01:13:49: Ja, absolut.
01:13:49: Aber das bewundere ich ihn auch und bin sehr dankbar, dass sich die Reise ein bisschen mitunterstützen.
01:13:54: Es wäre
01:13:55: nicht ganz cool zu sehen, obwohl du damals ja harter Wettbewerb überhalten bist.
01:13:58: heute so scheinen wir irgendwie eine sehr gute Beziehung habt?
01:14:02: Ja am Ende guck mal.
01:14:03: es geht ja darum, dass wir reden so viel über Unternehmertum wie wir Deutschland voran bringen, überall wo man hinguckt kann man ja nur pessimistisch sein, also wer kann es ändern?
01:14:15: Wir selber als Unternehmer in dem wir neue Companies bauen und bei allem Wettbewerb den es damals gab gibt's viele bewundernswerte Unternehmer.
01:14:25: Und wenn man da irgendwie unterstützen kann finde ich sollten wir sowieso immer unterstützen.
01:14:32: Wahrscheinlich müssen wir sogar so Unternehmensgründungspartys machen, wo man Leute einlädt und jeder irgendwie eine kleine Sache beitragen kann.
01:14:39: So wie so ne Baby-Schauer für Unternehms-, für neue Firmen.
01:14:43: Ja das würde ich eine gute Idee.
01:14:44: Also
01:14:45: ich drücke auf jeden Fall eben sehr die Daumen fürs neue Baby, fürs alte auch noch, dass es jetzt irgendwie weiter gut läuft und du da an deine Schersteemäge oder in den Cash kommst vielleicht?
01:14:55: Oder zumindest einen wachsenden Unternehmen, dann treu's da mit Blocks Andreas, schöne Grüße!
01:15:02: Richten wir aus.
01:15:04: Alles klar, ich bin gespannt!
01:15:05: Vielen Dank!
01:15:06: Danke, dass ich da sein durfte.
01:15:07: Oliver alles klar!
01:15:08: Ciao ciao!
01:15:08: Dieser Podcast wird produziert von Portstars bei OMR.
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