Früher Telekom-CEO, heute Airbus-Chefaufseher: René Obermann (#912)
Shownotes
Als Kind wuchs er in einfachsten Verhältnissen auf, später diskutierte er mit Apple-Gründer Steve Jobs die Zukunft: René Obermann hat eine der außergewöhnlichsten Karrieren der deutschen Wirtschaft hingelegt – und dabei immer wieder überraschende Wechsel vollzogen. Sein Studium brach er ab, um ein Startup zu gründen und zu dreistelligen Millionen-Umsätzen zu führen. Nach dem Exit wechselte er ausgerechnet zum ehemaligen Staatskonzern Telekom.
Wie er es dort in wenigen Jahren zum jüngsten CEO eines DAX-Konzerns schaffte, welche Idee er dem Apple-Chef bei einem Treffen pitchte und wie er den legendären früheren T-Mobile-US-Chef John Legere mit einem Besuch in Berlin „austrickste“, erzählt René Obermann im OMR Podcast.
Und natürlich geht es auch um die Zukunft Europas – denn der Verwaltungsratschef von Airbus und künftige Chefaufseher von SAP fürchtet um die Zukunft des Kontinents. Im OMR Podcast schlägt René Obermann Alarm: Europa schadet sich mit dem AI-Act selbst, warnt Obermann – und enthüllt, wieso er wegen Elon Musks Weltraum-Monopol sogar persönlich bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorstellig wurde.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Früher gab es mal den Begriff Deutschland AG und damit war gemeint, dass viele große deutsche Firmen so verknüpft sind.
00:00:06: Und einzelne Personen in verschiedenen Rollen auftauchen als Aufsichtsräte, als Vorstände.
00:00:10: Das gibt's in der Form nicht mehr ganz so außer... Es gibt eine Ein-Mann-Deutschland AG kann man fast sagen!
00:00:15: Und das ist René Obermann wirklich Wahnsinn wo er überall eine Rolle gespielt hat oder Heute noch spielt, aus einfachsten Verhältnissen in Krefeld heraus.
00:00:25: Wo der unter anderem Telekom-CEO hat lange Private Equity gemacht war Aufsichtsrat bei Tüssenkrupp, bei EON ist aktuell Verwaltungsratschef bei Airbus mit dem nächsten Aufsichtratschefs bei SAP.
00:00:35: Kaum jemand dürfte unsere deutsche Wirtschaft und die ganzen Protagonisten so gut kennen wie René.
00:00:40: Er hatte zu einer Zeit als Telekom Chef den legendären Wundermanager John Ledger für T-Mobile also das US-Geschäft eingestellt Und geheiert.
00:00:48: er hat Deals gemacht mit Steve Jobs oder später mit dem Spotify-Gründer, dem Dani Eck.
00:00:54: Was will man mehr?
00:00:55: Also rein in die große René Obermann Folge!
00:01:10: Hallo René.
00:01:10: Hey, grüß dich.
00:01:12: Angefangen hat's mal ein Krefeld, ne?
00:01:14: Ja
00:01:15: Und zwar jetzt nicht unbedingt so dass man dachte das wird so eine Karriere werden Die ihr solche Höhen erreicht.
00:01:22: Nein, die Zielsetzung damals war irgendwo in Anführungszeichen unterzukommen Idealerweise in einem kaufmännischen Beruf zum Beispiel in einer Bank So als Bankfilialleiter oder so So.
00:01:32: aus Sicht meiner damaligen Familie ist schon ein tolles Karriereziel gewesen.
00:01:37: Und es hat sich dann aber ein bisschen anders ergeben, weil ich nach der Bundeswehr eine ganz tolle Lehre machen konnte bei BMW in München und darüber die Perspektiven verschoben
00:01:48: haben.
00:01:49: Man muss dazu sagen also um deinen Elternhausen etwas einzuordnen?
00:01:51: Ich glaube du bist aufgewachsen im Wesentlich mit deinen Großeltern.
00:01:55: Sein Elter hat sich früh getrennt und das war am Ende auch... Jetzt nicht die Gelegenheit, dich großzuziehen sogar.
00:02:01: Die älte Großelder mussten übernehmen!
00:02:02: Ja direkt so kurz nach der Geburt.
00:02:05: Haben sie Gott sei Dank gemacht und meine Großmutter war sehr ... ja wie soll ich sagen?
00:02:09: Also sehr fürsorglich.
00:02:11: Mein Großvater ohnehin auch super also beide waren toll.
00:02:14: Meine Oma ist dann relativ früh gestorben mein Großvattern.
00:02:17: Ich habe dann zusammen weitergemacht alleine das war am Anfang recht hart muss ich sagen aber wir sind gut klargekommen miteinander und ich hab viel von beiden gelernt.
00:02:26: Und dein Großväter war Drucker, ne?
00:02:28: Ja der war Buchdrucker und sprach und schrieb vor allem ein hervorragendes Deutsch.
00:02:32: War da auch ein bisschen wie soll ich sagen pedantisch.
00:02:35: also Rechtschreibung galt was und ansonsten galt bei ihm vor allem Verlässlichkeit also so diese wenn du so willst bräustischen Tugenden.
00:02:44: die hat er nicht nur vorgelebt also immer zuverlässig immer pünktlich hat sein Wort immer gehalten aber die hatte auch eingefordert
00:02:52: Und das war für dich auch gar nicht damals so klar dass diese soziale Situation, der du warst, war halt eher unterer Mittelklasse würde man sagen.
00:03:01: Das ist schon euphemistisch würde ich sagen weil wir wohnten in einem Haus was mit sozialen Mitteln gebaut wurde im relativ kleinen Wohnung aber es war okay.
00:03:12: ja also ich kam klar.
00:03:13: nur im Vergleich zu den Bedingungen die jetzt am Gymnasium die Mitschülerinnen und Mitschülern hatten war das bei uns eher bescheiden und das spürte man gelegentlich auch.
00:03:23: Und war das so ein bisschen Chip on your shoulder, also dass du da mal schon merkst ist.
00:03:27: Ich will es euch allen zeigen?
00:03:29: Ich will's nicht übertreiben aber ich glaube das ändert schon deine Haltung beziehungsweise erhöht in meinem Fall die Ambitionen.
00:03:38: wenn du siehst um dich rum sag ich mal der Wohlstand deutlich größer ist und du dann nicht so auf der gleichen Höhe fliegst.
00:03:45: Aber jetzt war es auch nicht dramatisch oder sowas gescheiden.
00:03:49: Irgendwann meinst du damals zu dir dachst du so eine Bruchbude
00:03:52: hast.
00:03:54: Weißt du das denn?
00:03:55: Hab ich irgendwo gelesen.
00:03:56: Das ist immer ein Mitschüler, zu dem er mal gesagt hat... Ja
00:03:59: stimmt.
00:04:00: Also da war bei sozusagen Gymnasium fertig gemacht aber da jetzt auch noch nicht auffällig im Sinne von jetzt das Monster Abi oder so, das wars auch nicht ne?
00:04:09: Nein nein, ich war nicht verhaltensauffälligt grundsätzlich.
00:04:12: Weder nach oben dann unten.
00:04:12: Wedern nach oben noch nach unten.
00:04:14: mein Abitur war okay so.
00:04:16: Ansonsten habe ich in meiner Jugend recht viel Sport gemacht und hab mich so, glaube ich auch ganz gut stabilisiert.
00:04:22: Also Mannschaftssport hilft schon.
00:04:24: Und mein Abitur war dann okay eher mittelmäßig.
00:04:27: Reichte nicht für ein Medizinstudium was mein erster, wenn du so willst, Traum war.
00:04:32: Dann hatte ich noch einen.
00:04:32: Ich wollte eigentlich auch mal bei der Bundeswehr in den Fliegerischen Dienst das habe ich aber nicht richtig... mich dann getraut zu machen, weil es gab einen Offizier der mir das ausgeredet hat.
00:04:43: Ja man ist ja so mit achtzehn neunzehntzwanzig recht suggestibel.
00:04:46: und zur Situation die im Nachhinein würde ich sagen ja weiß ich gar nicht ob das nicht... Ob das Glück oder Unglück war?
00:04:55: Ich glaube ich wäre heute auch ganz gerne bei der Bundeswehr sowas nicht.
00:04:58: Okay um jetzt ein bisschen an Bmw gegangen nach München
00:05:02: Nach München, genau nach München und BMW.
00:05:04: Ausbildung war super.
00:05:05: War so ein Nachwuchsförderprogramm für Abiturienten und die offerierten damals ersten so viele Zusatzkurse.
00:05:13: wir durften auch eine Zeit lang ins Ausland gehen also zu einer BMW Niederlassung.
00:05:17: ich war in Frankreich andere waren in anderen Standorten.
00:05:20: es war wirklich super und wir haben das ganze Unternehmen kennen gelernt den gesamten Wertschöpfungsprozess Überall nur wenige Wochen und dann mussten wir es richtig gut dokumentieren, die Learnings dokumentieren.
00:05:30: Und so wurde quasi von der Logistik bis zum Vertrieb entstand in kurzer Zeit eigentlich ein guter Überblick über so einen Produktionsunternehmen mit teilweise Involvierungen ganz interessante Projekte also.
00:05:41: ich durfte zB bekam so Informationen zu Logistikkrojekten in meiner Ausbildung wo ich würde heute sagen die Lernst du im Studium erst recht spät wenn überhaupt.
00:05:51: Aber das hatte einen Fehler glaube ich.
00:05:53: die Ausbildung habe ich zumindest mal gelesen dass du gesagt hast denn du hattest dann schon auch irgendwie das Ziel hier eines Tages Chef zu werden bei BMW.
00:06:00: Und da wurde signalisiert, dass es eigentlich unmöglich oder da musst du noch promovieren und sowas alles sonst hast du keine Chance und dann warst du mehr deswegen dafür verloren?
00:06:09: Ich wollte Karriere machen bei BMW.
00:06:10: in euch fand das irgendwie eine faszinierende Sache und ich stand an diesem Vierzylindergebäude und habe hochgeguckt und gedacht irgendwann will ich mal da ganz oben in der Etage mein Büro haben zwar damals eben und ist glaube heute noch so, dass die Vorstände recht oben sitzen.
00:06:24: Das wurde dann aber so, sage ich mal das stand nicht im Rahmen der Möglichkeiten.
00:06:28: Jedenfalls haben wir das nicht geglaubt dass wir das nur mit dieser Ausbildung konnten.
00:06:32: es hieß du musst also irgendwie noch promovieren oder andere Vernetzung vorteile mitbringen und das war bei mir nicht gegeben.
00:06:39: Also bin ich dann zur Uni und dachte immer ist eben über den akademischen Weg Und er war aber kurz Genau, in meinem Fall.
00:06:46: Aber
00:06:47: also im Münster dann VWL und BWL angefangen?
00:06:50: VWl
00:06:51: genau aber ist im Grundstudium identisch gewesen.
00:06:54: Und vielmehr hast du auch nicht erlebt weil du nebenher dann angefangen hast sozusagen als Unternehmer oder in einem Handel mit so IT-Geräten von Faxgeräten bis zu Telefonen, so habe ich mir jetzt erklärt.
00:07:04: Ja, also Telekommunikationsendgeräte, weil das damals liberalisiert wurde.
00:07:09: Also der Monopol, der Post brach so langsam auf.
00:07:14: Du warst zumindest berechtigt, du dürftest diese Geräte auch verkaufen und konntest ein bisschen kreativer werden dann.
00:07:21: Also andere Designs usw.
00:07:23: Und das dann auch im Anruf beantwortet.
00:07:25: und alle anderen TK-Endgerät hieß es damals.
00:07:28: Konntest du privat auch schon vermarkten?
00:07:30: Dazu kamen dann Service und später kamen denn Mobiltelefone dazu und irgendwann TKanlagen, Telefonanlagen usw.. Und so fing das an.
00:07:38: aus einer kleinen Studentenbude heraus haben wir dann so eine, am Anfang war ich wirklich alleine mit einer Mitarbeiterin und dann haben wir quasi aus dieser Bude raus schrittweise den Laden vergrößert.
00:07:50: Und das wurde dann einer der ersten mobilen Mobilfunkdienstanbieter.
00:07:55: So ähnlich wie man vielleicht Debitel kennt noch oder damals Mobilecom oder andere oder Talkline und allerdings waren wir nicht so groß.
00:08:03: Wir waren fokussiert auf mittelständische Unternehmen Und das hat sich aber echt gut entwickelt, die Firma.
00:08:09: Wie groß war die dann zu ihrem besten Zeilen?
00:08:12: Wir hatten schon eine dreistellige Zahl von Mitarbeitern und auch ne dreistllige Umsatzzahl.
00:08:17: Also
00:08:18: reden an hundert Millionen plus umwärts?
00:08:19: Ja deutlich mehr.
00:08:21: Wow!
00:08:21: Das ist ja schon...
00:08:23: Ja, aber zwar darfst du nicht jetzt überschätzen.
00:08:26: Die Wertschöpfungstiefe waren nicht so groß weil weil es ja im Prinzip Handel von Netzkapazität war.
00:08:34: Das heißt, wir haben bei den Netzbetreibern Kapazitäten eingekauft, haben die selber sozusagen paketiert mit eigenen Tarifsystemen oder angeboten und Mehrwertdiensten und haben sie dann weitervermarktet zusammen mit der Hardware.
00:08:46: Also eigentlich hättest du auch so einen Weg gehen können wie Rafa Mammut zu eins und einsmäßig?
00:08:49: Oder internetmäßig?
00:08:50: Ja das ist aber deutlich schlauer als ich.
00:08:53: Okay also du warst da drauf und dran... Und dann hast du aber auch einen großen ... Player mit reingeholt, also weil dir das finanzielle Risiko ein bisschen zu hoch war.
00:09:05: Genau wir haben immer expandiert und das Wachstum war halt irgendwann kapitalintensiver... ...und dann haben wir einen Partner reingeholt aus Asien der in Europa Fuß fassen wollte.
00:09:16: Hatches & Wampoa, es waren große Mischkonzerne aus Asiens.
00:09:19: die haben auch in Europa mehrere Mobilfunknetze später gehabt und Dienstanbieter so wie uns Und genau das war für uns ganz wichtig, weil es hätten wir die Finanzierungen.
00:09:29: Die Expansion aber auch das Know-how nicht gehabt ausreichend.
00:09:31: also es war schon in jeder Beziehung so ein strategischer Meilenstein dass wir diesen Partner gefunden haben.
00:09:37: Der hat sein erstes eingestiegen und da hat er immer noch übernommen?
00:09:42: Genau ich habe meine Anteile dann später, meine restlichen Antele nach zwei mal Dailusion, meine unsere Muttergesellschaft war und bin aber noch dabei geblieben einige Jahre als Geschäftsführer.
00:09:59: Und war das für dich dann sozusagen schon eigentlich das Ende von Arbeitsdruck oder der wirtschaftlichen...
00:10:06: Also erstens habe ich mich in der Praxis gar nicht so einen riesen Unterschied gemacht, ob ich Anteile hatte oder nicht hat mich irgendwie.
00:10:12: es war trotzdem immer noch gefühlt meine Firma.
00:10:15: Und zweitens hat es mir aber nachher beim Einstieg in die Telekom.
00:10:18: Ich war dann mit vierunddreißig bin ich ja zur Telekom gegangen und durfte da als Geschäftsführer bei einer Tochterfirma, bei T-Mobile anfangen... ...und da habe ich so gar nicht mehr vorstellen können was das so ist bedeutet.
00:10:29: In so einem großen Konzern eine Tochter Firma mit zu leiten.. ..und zwar halt schon hilfreich wirtschaftlich etwas unabhängiger zusammen.
00:10:36: Aber
00:10:36: etwas unobhängiger heißt?
00:10:37: Das war dann schon eigentlich Arbeit war eigentlich egal für dich.
00:10:39: Das wäre jetzt nur noch...
00:10:40: Ne, das sind nicht die heutigen Dimensionen!
00:10:41: Ich will jetzt gar nicht auf die konkreten Zahlen.
00:10:45: Ich war wirtschaftlich, sagen wir ausreichend unabhängig.
00:10:48: Und ich musste nicht mit dem Gefühl morgens dahin gehen dass sich mich allen wenn du so willst Konzernen zwängen die auch recht unsinnig sein können.
00:10:58: und gerade in so einem ehemaligen Staatskonzern war das alles noch nicht so richtig unternehmerisch geprägt und auch nicht wirklich in vielen Bereichen nicht wirklich dynamisch.
00:11:06: aber ich hatte viel Freiraum und wenn ich den nicht gehabt hätte hätte ich wiedergehen können.
00:11:10: also das hat mir schon zusätzlich sage ich mal Rückenwind gegeben, auch ein Stück vielleicht mehr Mut gemacht.
00:11:17: Auch ein bisschen mich mir den Rücken freigehalten um hier und da provokant sein zu können was glaube ich der Firma gut getan hat.
00:11:24: in Summe aber ich muss auch sagen dass ich überhaupt dort überleben konnte verdanke ich eigentlich anderen Leuten.
00:11:30: also Ron Sommer zum Beispiel der sehr weitsichtig war ... der die Telekom eigentlich auf diesen Mobilfunkkurs und auch... ...auf Internationalisierungskurs gebracht hat.
00:11:38: Aber
00:11:38: wie haben Sie sich eigentlich bekommen?
00:11:39: Ich meine, du bist ja jetzt Unternehmer gewesen,... ...hast dann da jetzt ich mal stellen mal zumindest mal ein paar Millionen vom Tisch genommen.
00:11:44: Dann ist halt eigentlich der nächste Schritt den man so heute dann vermuten würde,... ...du machst die nächste Firma oder du machst das nächste unternehmerische Projekt... ...und gehst nicht sozusagen in der mittleren Ebene im Konzern hinein.
00:11:53: Ich war auch nicht in der Mittlerebeneben sondern in der Geschäftsführung einer... ... spannenden, wachsenden starken Tochtergesellschaft.
00:12:00: Aber das war schon eine spannende Herausforderung.
00:12:03: Ja du kommst aus Münster bis sozusagen in deiner... ... mittelständischen Scholle aufgewachsen und dann bietet dir ein großer Konzern ne Perspektive im wachsenen Teil des Unternehmens eine Führungsrolle einzunehmen.
00:12:13: Und das mit Anfang dreißig fand ich schon irgendwie spannend.
00:12:17: Das war auch mein Motiv.
00:12:18: Franz Sommer war sehr faszinierend so als Typ ja als CEO.
00:12:21: der hat mich davon überzeugt das zu machen und meinen Kollege Kai Uwe Ricke mit dem war ich auch gut befreundet ... war ebenfalls dabei, der war sozusagen am Anfang des CEO von Team Mobile.
00:12:31: Und das war eine gute Konstellation.
00:12:32: und dann habe ich diesen Sprung gemacht weil ich es faszinierend fand.
00:12:35: Ich wollte mehr machen als nur ... ... sozusagen Dienste an Bieter... ...und damit Netzdienstleistungen anderer Leute zu verkaufen.
00:12:41: Ich wollt das Zeug selber entwickeln.
00:12:43: Die hatten dich nun aus der Zusammenarbeit also sie wollten dich bewusst haben?
00:12:46: Sie haben dich angesprochen mit dem Menschenkommando zu uns.
00:12:48: Genau!
00:12:49: Dann bist du da ja auch über die nächsten Jahre hinweg immer hinter dem KU-Werk hinterher aufgestiegen.
00:12:57: Und irgendwann warst du dort CEO und hast einige maßgebliche Entscheidungen getroffen.
00:13:02: Also eine, die ich interessant finde... Du hast einen Legendären John Ledger eingestellt, der dann später aus T-Mobile den ungeliebten T- Mobile eigentlich so ein Monster gemacht hat, wenn er heute die ganze Telekom finanziert.
00:13:17: Darf ich da erst was ein bisschen ausholen?
00:13:19: Ja!
00:13:20: Wir waren in Europa sehr stark mit Mobilfunk.
00:13:23: Wir wurden Marktführer, wurde davon... war dann irgendwann die Nummer zwei und unser Mobilfunkgeschäft als Telekom T-Mobile in Europa lief super.
00:13:33: Unser Amerika-Geschäft war lange Zeit nicht in der Lage mit dem Technologiesprung in Richtung LTE, also vier G., und dann kam ja später erst fünf G. Mitzuhalten weil uns sowohl Kapital als auch das Wachstumskapital wie auch das sogenannte Funkspektrum fehlte was man dafür braucht.
00:13:54: Und deshalb hatten wir im Prinzip ein strukturelles Defizit.
00:13:57: Und waren so bisschen in der Problematik, wo investieren wir eigentlich?
00:14:01: Wo können wir genug investieren?
00:14:03: und aus diesem Schatten da sein heraus braucht man im Grunde eine komplett neue sehr radikale Strategie.
00:14:10: Wir suchten einen CEO für USA, der das hinbekommen könnte und uns war aber selber nicht genau klar, wo die einzelnen Elemente dieser Strategie liegen müssten.
00:14:20: Wir mussten differenzierter zum Wettbewerb sein, wir konnten nicht Qualitätsführer sein also mussten ja so ein bisschen die Underdog ... Sache machen und eher über die Preisschiene kommen aber weil du musst entweder besser oder günstiger aber dazwischen ist schlecht.
00:14:33: Aber wir waren so stuck in the middle!
00:14:35: Und dann habe ich John kennengelernt bei dieser Suche und direkt im ersten Gespräch was fast geplatzt wäre weil er zu spät kam und ich schon unter Zeitdruck war.
00:14:45: Aber das hat dann noch stattgefunden und ich habe bei John im ersten Gespräch so superinteressante Ansatzpunkte entdeckt.
00:14:51: Ja, ihn als Typ fand ich ungewöhnlich.
00:14:53: und seine Gedanken zum Thema wie differenzierst du eine Company die solche sage ich mal noch noch Defizität gegenüber den großen Wettbewerbern AT&T & Verizon?
00:15:03: Und der Typ selber war faszinierend, seine Gedanken waren faszinernd.
00:15:06: also hab' ich nach Bonn eingeladen zum Follow-up Nach Berlin, weil ich wollte nicht direkt mit Bonn konfrontieren.
00:15:11: Ich habe gedacht wenn er nach Bonn kommt zu allererst dann sagt er sofort ab.
00:15:14: also bin ich mit ihm jetzt damals relativ hippe berlin und hab mit ihm so eine so eine tour gemacht durch die firma uns ein bisschen auch durch die durch die sene hier und Dann haben wir uns näher kennengelernt und festgestellt wir konnten uns gut leiden Und erst danach habe ich mich getraut ihn nach bonnen einzuladen.
00:15:31: Und das war jetzt auch kein Walk in the Park, weil der Typ einfach so ungewöhnlich war.
00:15:35: Beschreib also ein bisschen ungewönlich?
00:15:37: Ja, einfach in seiner ganzen Person provokant und so einen Contrarian.
00:15:43: Also hat ja auch danach in der Marketingstrategie alles anders gemacht als die etablierten Player... ...und hat die Marketingmobil auf den Niveau gebracht was wir uns ein paar Jahre zuvor hätten gar nicht vorstellen können.
00:15:55: Und er ist aber auch gleichzeitig radikal vorgegangen.
00:15:57: Er hat enorm aggressiven Carpex-Plant vorgelegt, also Investmentplant vorgelegt und hat eine sehr, sehr aggressive Marketingstrategie entwickelt.
00:16:04: Hat der Sache nicht nur einen Namen gegeben sondern das jedes Quartal jeden Monat mit Leben gefüllt, hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter total fasziniert... ...und vieles mehr!
00:16:12: Also einfach ein super Typ, sehr ungewöhnlich, nicht ganz einfach zu händeln ging auch gerne mal so ein paar Tage auf Tauchstationen wenn er sauer war weil wir irgendeine Debatte hatten.
00:16:21: Aber ich glaube es war.
00:16:24: Ich würde sagen, heute das Wichtigste ist, dass man ihm Freiraum gegeben hat.
00:16:28: Damit er seine Kreativität und seine Strategie umsetzen konnte und ihn sozusagen vor den Einfangenbemühungen von Großkonzernen bei radikalen Tochterfirmen ihnen davor zu schützen.
00:16:39: Was hat denn der eigentlich vorher gemacht?
00:16:40: Also
00:16:41: global crossing glaube ich aus dem Kopf jetzt noch raus.
00:16:44: also eine Firma die in Schwierigkeiten war hat er übernommen und dann aus einem glaube ich chapter eleven raus wiederzu neuer Blüte verhelfen also einen guten Turn around hingelegt.
00:16:53: War das wahrscheinlich Rückblickend die wichtigste Personale deines Lebens?
00:16:57: Die wichtigste Personalie meines Lebens.
00:16:59: Das für dich nicht so einseitig formuliert, es gab ein paar mehr.
00:17:03: Tim Höttges und ich zum Beispiel haben uns auch sehr gut verstanden und auch sehr ergänzt.
00:17:08: Und ich bin super stolz auf dass Tim mein Nachfolger geworden ist.
00:17:12: Also John war eine wichtige Personalie aber Tim habe mich ja auch nicht alleine gefunden damals um der Kammer über einen Konzern als wohl hervorgestellt.
00:17:19: Ich war CEO von Timowall Deutschland und Tim kam jetzt hier vor dazu.
00:17:23: Aber diese Konstellation war auch supergut.
00:17:25: Ich
00:17:25: bin an der Legende, was du dran hast, Tim Hörtges ein bisschen überreden musstest den CEO Job machen zu wollen?
00:17:31: Viel später dann ja.
00:17:33: also wir haben mit dreizehn Jahren zusammengearbeitet.
00:17:35: ich würde die ersten Jahre als besonders.
00:17:40: wie soll ich sagen das war so ungewöhnlich weil wir ganz wie Feuer und Wasser waren.
00:17:45: ich war eher intuitiv vielleicht noch etwas kreativer at the time als tim und dann hat sich tim aber ... über die Jahre hinweg zu einem richtigen Unternehmer entwickelt.
00:17:54: Das fand ich ultra cool, zu sehen wie jemand vom trockenen Konzernfinanza... ... hin zu einem ganzheitlichen sehr innovationsstarken Unternehmer wird.
00:18:02: und genau am Ende der Zeit dann als ich für mich so merkte, ich muss mal jetzt raus aus dem Großkonzern wieder zurück ins in den Maschinenraum habe ich damals gesagt und auch so gemeint.
00:18:13: Da war natürlich wichtig dass man das sich jemand präsentieren konnte als Idee, als Vorschlag der das dem Aufsichtsrat der infrage kommt um das zu machen Und ich konnte mir keinen besseren vorstellen.
00:18:24: und dann habe ich Tim so ein bisschen an ihn hingeredet.
00:18:27: Das stimmt ja, ja.
00:18:30: War das auch während deiner CEO-Phase dass du Steve Jobs kriegen hattest?
00:18:34: Den hab' ich schon recht früh kennengelernt vorher.
00:18:37: Da war ich CEO von Team Mobile International.
00:18:39: Das war die Mobilfunksparte vom Konzern.
00:18:41: Ich bin dann in San Francisco am Flughafen gewesen... ...und hatte mit ihm einen Termin.
00:18:49: Und er hat aber nicht nur mich dort getroffen, sondern auch andere.
00:18:52: Mark Zuckerberg zum Beispiel kam und fuhr übern selber Auto mit dem CEO von Motorola.
00:18:58: dann kurz nach mir als Steve hat sich mit mehreren Leuten getroffen.
00:19:01: Alle wollten irgendwie das iPhone damals haben?
00:19:02: Nein, nein, das war bevor das iPhone materialisiert, bevor es das iPhone gab... Das war in der Phase, als er überlegt hat was er machen konnte.
00:19:11: das heißt er hat so die Ecken und Enden zusammengebracht.
00:19:13: Hochbetratigen Mobilfunk also die Entwicklungen im Mobilfunkt gesehen wohin die Reise geht mehr Datendurchsatz.
00:19:19: Hat dann gesehen was aus dem Mobilfond raus so an Assets wichtig wäre für so ein Ökosystem was er dann aufgebaut hat mit dem App Store.
00:19:25: es ist alles sind so Gedanken die müssen bei ihm so gewachsen sein mal abgesehen von den ganzen Design Fragen.
00:19:31: Unser Produkt und Funktionalitäten und ich glaube er diese Gespräche geführt um seinen eigenen Wenn du so willst, deine Vision zu schärfen und weiterzuentwickeln.
00:19:40: Und das iPhone kam ja dann erst drei Jahre später an den Markt.
00:19:42: also ich habe ihn drei Jahre vor entstehen vor iPhone Einführung gesehen... ...und dann hatten wir auch so lose hier und da mal Kontakt in der Phase... ...in der Zeit bevor es dann kamen.
00:19:52: und dann haben wir uns ja ganz intensiv Ich glaube ein gutes Jahr oder so drum bemüht dass wir die exklusiven Partner werden in Europa oder in sieben Ländern in Europa von Apple.. ..und nicht dass das nicht an Wodafone oder andere geht.
00:20:06: guter, wie soll ich sagen haben wir uns ganz schön angestrengt.
00:20:09: Und das war für uns strategisch super wichtig weil bei mit dem iphone Wir waren exklusivpartner für einige zeit Haben wir erstens noch mal einen Kunden Ein zahlungskräftigen Kunden hinzugewonnen in größten ordnung und haben auch nochmal die marke stärker damit transformiert.
00:20:24: der telekom war ja immer so eine Ja Wie soll ich sage ne sehr unbeliebte marke.
00:20:28: es gab Mal dass buch der telecom hasser.
00:20:31: und diese marke zu transformieren Das bedurfte ja einer kompletten kulturellen Änderung im Haus und gleichzeitig auch nach außensichtbar.
00:20:38: Und so Elemente wie das iPhone exklusiv einzuführen gehörte definitiv dazu.
00:20:42: oder mit Spotify Partnerschaften einzugehen oder mit Drop mit Box oder Dropbox oder was aber immer... ...und so Sachen die waren halt Teil unserer Agenda der Markentransformation.
00:20:52: Steve
00:20:52: Jobs ist ja schon als absolut legendär, war das damals schon so spürbar dass der Typ den Magic Touch hat?
00:20:59: Ja also ich war ja ohnehin Apple Fan schon längere Zeit.
00:21:02: Insofern, glaube ich für ganz viel in der Apple Community war das ja so schon ein bisschen der Messias.
00:21:07: Aber ... ... zwei-tausendvier war nicht klar... Also nun mal ganz kurz die Dimension.
00:21:13: und ich hatte im Kopf vielleicht kannst du den iPod mit einer Funkschnittstelle ausstatten?
00:21:18: Und musst nicht immer den lästigen Umweg gehen um dir deine Songs runter zu laden über deinen Rechner!
00:21:24: Also in Anführungszeichen die kleine Leute-Version von großer Visionen, von Steve.
00:21:28: Der das viel weiter gedacht hat und viel intelligenter gedacht hat.
00:21:31: Aber das war so mein Vorschlag.
00:21:32: Ich habe gesagt, guck mal die Netze werden so schnell und das könnten wir doch zusammen machen bla bla.
00:21:36: Ja,
00:21:37: come on!
00:21:38: Das ist ja wirklich eine relativ basic Angelegenheit.
00:21:41: Aber
00:21:41: es gibt bei diese mehrere Sachen, was dir gerade Spotify schon erwähnt?
00:21:44: ... hast ja auch die Spotify Gründe, also ich glaub den Herrn ... ... nicht in deine Ex- und anderen in Martin Lorenzen.
00:21:50: Genau, Martin Lorenz hat ihn
00:21:50: auch recht früh kennengelernt... Ja.
00:21:52: Und auch da versucht irgendwas möglich zu machen?
00:21:54: Ja haben wir gemacht!
00:21:55: Wir waren die ersten dann bei was mich sehr stolz gemacht hat.
00:21:57: damals im Jahr ... ... das Jahr zwei tausendzehn hat Spotify ... ... dann Werbung gemacht und hat gesagt Spotify loves Telekom.
00:22:03: Ich meine du musst dir das vorstellen, ja es ist nicht wie heute.
00:22:05: Heute ist die Telekom eine klug coole Marke und ist weltweit super erfolgreich.
00:22:11: aber damals waren wir wirklich kamen wir aus vierzig Jahren Monopol und waren so in der ersten.
00:22:17: Stufe der Transformation, da waren so Sachen für uns einfach auch intern super wichtig.
00:22:22: die Mitarbeiter waren super stolz über sowas.
00:22:24: du musst dir die Dynamik vorstellen.
00:22:26: aber du hast eine Million
00:22:27: Leute ja die alle gebäscht wurden vorher immer nur auf die geschimpft wurde wegen schlechtem Service und so kommt plötzlich mit coolen Sachen um die Ecke
00:22:34: und Spotify hat es schon recht früh gesehen offensichtlich dass das eine Firma sein, könntet ihr euch helfen können?
00:22:39: Ja ich hatte immer gute Leute um mich herum.
00:22:42: Ich hatte so einen... zum Innovationsmenschen aus also mehrere Leute die sich um Innovationsthemen explizit gekümmert haben unter anderem jemand der mich viel an der Westküste rumgeführt hat bevor das so ein allgemeine übliche Pilgerreise wurde.
00:22:59: heute fährt er oder dann nachfuhren irgendwie alle ins Silicon Valley Aber wir sind da schon rumgetingelt und haben diese Partnerschaftsidee diskutiert.
00:23:05: Da war das noch nicht so en vogue, ja?
00:23:07: Und ähm ... Ja daher kam das eben.
00:23:10: Du warst ja auch eine Weile sogar bei Spotify mit dem Verwaltungsrat oder... Später
00:23:14: als ich raus war bei der Telekom.
00:23:16: Genau!
00:23:17: Vorher nicht.
00:23:17: Also dann auch da den Weg von einem kleinen Unternehmen zu einem Weltkonzern miterlebt.
00:23:23: Ja jetzt ein paar Jahre nur also.
00:23:25: Nicht ewig aber immerhin.
00:23:27: Das war schon sehr aufregend.
00:23:30: Jetzt sag mal so ein, zwei deiner Lieblingsgeschichten da aus der Zeit.
00:23:34: Spotify?
00:23:34: Also ich meine war das... Es ist ja eine der wenigen europäischen Firmen die es geschafft haben so global zu werden in den letzten Jahren.
00:23:42: Ich fand das immer so.
00:23:44: also erstens Daniel hat ja ne sehr weitsichtige und auch Martin die hatten schon ne sehr Weitsichtig Idee Und für mich war's am Anfang echt schwierig zu verstehen.
00:23:55: Also zum Beispiel warum musste man Parallelen Europa zu USA quasi ein zweites Headquarter haben?
00:24:01: Ja, das hat für uns alle auch ziemlich viel Reiserei bedeutet und so.
00:24:04: Und es war jetzt auch nicht... Aber ich fand Spotify immer ultra wichtig weil ich dachte die Demokratisierung von Musik erstens auf der Produktion sei dass jeder Produzent oder jeder Musiker im Prinzip eine große Audience erreichen kann.
00:24:17: Das fand ich eine große Idee und das Enabling dahinter fand ich ne große Idee.
00:24:21: Ich fand's einfach von der Konsumersite auch einen unglaublichen Mehrwert Weil ich selber Musik gerne mag, also von daher für mich war das schon so als User schon so eine tolle Erfahrung.
00:24:31: Ich war ganz stolz da ein bisschen mitwirken zu dürfen.
00:24:34: Das war ja wie gesagt im Bord nur.
00:24:38: Während deiner Telekomzeit hast du aber auch wahrscheinlich zum ersten Mal dann dort richtig größere Mengen an Menschen entlassen müssen oder?
00:24:45: Darauf bin ich aber nicht stolz.
00:24:46: Also wir hatten einige Jahre wo wir den Konzern umbauen mussten Und ich sage das mal so euphemistisch umbauen.
00:24:55: Es hat schon viele Leute den Arbeitsplatz gekostet am Ende, aber wir haben auch viele in neue Beschäftigungsverhältnisse erbringen können oder wir haben noch viele weiterentwickeln und qualifizieren können.
00:25:07: Aber es hat schon unterm Strich sind schon viele auch rausgegangen ja.
00:25:11: Weißt du?
00:25:12: Wir hatten keine Überlebenschancen auf Dauer mit in der Struktur, die aus dem Monopol noch kommt als es ein Staatsunternehmen war.
00:25:18: Wenn ich heute höre, wenn die immer über Beteiligungen zu weiterreden, die wissen gar nicht was sie tun.
00:25:24: Weil so ein Staat der als Unternehmer tätig ist und Monopole im Zweifelsfall noch erzeugt das führt zu unfassbaren Unsinnigkeiten.
00:25:34: Dann entstehen so Unternehmen, die werden total ineffizient.
00:25:37: Und das konnte ich am eigenen Leib verspüren.
00:25:40: Da konnten die Leute ja gar nichts dafür!
00:25:42: Die Mitarbeiter waren alle qualifiziert.
00:25:44: Gerade die vorbeamteten, die waren super engagiert, fleißig und so.
00:25:47: Aber es waren einfach erstens viel zu viele und es gab ganz viele Tätigkeiten, die ein effizientes Unternehmen von der Prozesseffizienz ja viel besser machen würde und die Tätigkeit gar nicht braucht.
00:25:58: Und du hast ja keine Chance, wenn du einen X-Fach ist, der Kosten hat wie deine Wettbewerber und das war die Situation damals.
00:26:03: Deshalb mussten wir die Firma
00:26:04: umbauen.".
00:26:05: Und dann irgendwann hast du das Gefühl gehabt, es reicht mir mit dieser enormen Dimension.
00:26:10: Dann bist du wieder zu einem kleineren Teco-Player gegangen in dem Fall nach Holland.
00:26:15: War aber fast jetzt die sechzehn Jahre bei der Telekom und genau danach hatte ich gedacht, ich muss mal wieder irgendwie ...
00:26:22: Maschineraum.
00:26:23: Weniger Reden halten, weniger repräsentative Dinge tun, weniger hochtrabende.
00:26:31: Highflying ist dann ein bisschen wieder näher dran, weil ich hatte so das Gefühl die Innovationsgeschwindigkeit nimmt so zu und es ist super schwierig wenn du at the top bist in so einem großen Unternehmen da noch dran zu bleiben.
00:26:45: Ich fühlte mich so ein bisschen von der Geschwindigkeit her entkoppelt... ...und hab gedacht für so mit Ende-Fürzig, wenn ich mich nochmal neu erfinde... ...dann ist es jetzt oder nie?
00:26:54: So!
00:26:55: Dann hatte ich eine Chance wieder in ein kleines Unternehmen zu gehen Und das ging aber relativ schnell vorbei, weil die Firma dann an amerikanischen Großkonzernen verkauft wurde.
00:27:04: Weil wir das irgendwie... Das war ganz erfolgreich diese Company.
00:27:08: Zygo oder so was?
00:27:09: Genau es Börsen notiert gewesen damals und auch ganz erfolgreich.
00:27:13: Ja und da hätte ich jetzt aber nicht die Lust wieder quasi vom Regen drauf zu kommen nur für ein amerikanisches Unternehmen zu arbeiten.
00:27:24: Etappen, für dich war das ja auf irgendeinem Wirtschaftslicht schon auch alles sehr gut.
00:27:28: Ich nehme an die Vorstandsphase, es war nicht schlecht bei SIGO, konnte man recherchieren... Die kurze Zeit war dann für dich besonders einträglich weil du dann sozusagen über den Verkauf der Firma dann nochmal eine Abfindung bekamst im Multi-Millionenbereich auch.
00:27:43: Also für jemand aus kleinen Verhältnissen in Krefeld ging's dann schon recht schnell auch finanziell in andere Dimensionen.
00:27:50: Ich habe mich nie beschwert.
00:27:54: Und bis dann, wenn ich es richtig verfolgt hab... ...dann auch jetzt nicht mehr weder in den Konzern noch etwas ganz Kleines sondern bis dann in die Perl equity Welt reingegangen?
00:28:04: Genau!
00:28:04: Ich fand es spannend in einem Unternehmen mitzuarbeiten, die ihre Investments auf Technologie nicht alleine aber schon stark im Technologiebereich hatten und ... in Europa mehr machen wollten und die Chance zu bekommen, nach London zu gehen... ...und dort mitzuarbeiten.
00:28:21: Und das Geschäft zu lernen.
00:28:22: ja?
00:28:22: Ich höre ein Novice wenn man so will als... ...Private Equity!
00:28:25: Genau Private Equity und meine Company ist... ...Wabuk Pinkos in New York und es ist der älteste Private Equity Fand ja.
00:28:36: Die Firma hat eine Mischung aus... Also das Faszinierende daran fand ich eigentlich die Internationalität.
00:28:41: erstens,... ...weil wir alle aus einem Guss arbeiten.
00:28:44: Wir haben nicht das Prinzip, dass man nur dann Geld verdient, wenn man selber irgendwas sozusagen erfolgreich macht.
00:28:50: Sondern wir müssen auch mitarbeiten, dass die anderen erfolgreich
00:28:52: sind.".
00:28:52: Das heißt im Grunde sind wir so ein sozialistisches Modell in Positiven und es funktioniert bei uns sehr gut.
00:28:57: Und die Partner sind sehr heterogen bei uns also sprich Leute aus der Wissenschaft, Leute aus die traditionellen Finance-Sektor gewachsen sind aber auch Quereinsteiger wie mich.
00:29:08: Ich glaube, ich macht uns ein bisschen anders als viele andere Private Equity-Fans.
00:29:11: Also wir sind sehr fokussiert und machen auch nur Private Equity im Kern, ja?
00:29:16: Ich habe versucht, so ein paar Deals zu finden.
00:29:17: Es gibt dann so ein Paar Deals die man lesen kann wie du gemacht hast.
00:29:20: Total insofern interessant oder gar nicht so überraschend.
00:29:24: Wieder Telekommunikation da kennst du dich ja aus!
00:29:26: Ihr habt mit dem Herrn Dommermut Aionos das heutige Aionas quasi mit aufgebaut oder ihr habt da relativ früh also als Warburg Pickles investiert.
00:29:35: Wir sind relativ früh reingegangen ... Herr Dommermut erkannt hat, dass darin eine starke Wachstumsperspektive besteht.
00:29:43: Und dann ein Partner gesucht hat mit dem er das machen kann und zwar einen Minderheitenpartner.
00:29:48: Dann haben wir uns sehr bemüht.
00:29:49: Das war gar nicht so einfach, das zu gewinnen... ...und ja, und dann haben wir versucht die Firma auch ein bisschen zu begleiten aktiv beziehungsweise gut zu beraten und zu unterstützen mit unserer Beratung.
00:30:01: Also ihr habt glaube ich dreihundertfünfzig Millionen, das größte noch damals... ... investiert in Aionhaus, glaube ich.
00:30:06: Und als der Börsengang kam zehn Jahre später ungefähr waren das dann... Ich würde
00:30:10: gar nicht so gerne über solche Zahlen sprechen, weil wir die gar nicht veröffentlichen.
00:30:14: Man kann sie nachlesen!
00:30:15: Dann
00:30:15: liest Sie gerne nach.
00:30:17: Aber waren deine Telekom-Kollegen irritiert?
00:30:19: Dass du auf einmal dann kaum daraus bist und dann mit dem Händermutter ist ja schon ein bisschen so der...?
00:30:24: Also zwei Sachen, wo ich festhalten.
00:30:25: erstens.
00:30:27: Ich war nicht kaum daraus sondern es war ein bisschen später, einige Jahre später.
00:30:30: zweitens Es gibt im Bereich Web Hosting, wofür Ionis, also Web Productivity und später dann Enterprise Hosting keinen unmittelbaren Wettbewerb zur Telekom.
00:30:42: Also das war jetzt nicht ein unmittelbar wet- bewerbtliches Geschäft, sondern ich habe mich auf das Thema konzentriert was mit der Telekom erst mal nicht überlappend waren.
00:30:51: Und zweiter Deal den ich auch noch gesehen hab ist irgendwie Telekom Holland?
00:30:55: Das stimmt aber es war später... Und wir haben darüber jahrelang wirklich die Firma beobachtet und analysiert, in das Marktumfeld.
00:31:02: Und eine Investmenthypothese entwickelt... ...und konnten unsere Fundmanager dann davon überzeugen, ja?
00:31:08: Das zu machen zusammen mit Abwachsen.
00:31:11: Was war in der Zeit, waren das mit so die besseren Diets?
00:31:14: oder habe ich einen, wo sagt man da bin ich aber stolz drauf, da haben wir noch was
00:31:18: gemacht.
00:31:18: Also worauf bin ich stolz?
00:31:21: Ich bin immer dann stolz wenn die Firma Unternehmen begleitet haben oder investiert waren und es begleitete, wenn das nach einem besseren Zustand ist als vorher.
00:31:31: Wenn das innovativer geworden ist, wenn dass effizienter geworden ist?
00:31:34: Wenn das am Markt irgendwie expansiv war, wenn es in andere Länder gegangen ist, Blue Yonder zum Beispiel nach USA oder in Exio, in verschiedenen Regionen Deutschlands Glasfaser ... Netzbetreiber und dann Glasfasernetze ausgebaut oder ... ... Aionos in neue Bereiche gegangen, in neue Märkte gegangen.
00:31:52: Oder oder oder also das sind immer so Themen wo ich denke irgendwie ist die Arbeit ja auch sinnvoll.
00:31:56: Also wir versuchen damit ordentlich Geld zu verdienen.
00:31:59: Wir versuchen aber auch und insbesondere dass die Firma wenn wir rausgehen besser da steht als vorher... ...und dass man über die Zeit in der wir beteiligt waren meist so fünf sechs sieben Jahre im Schnitt dass man über diese Zeit gut spricht, also das wir einen guten Ruf hinterlassen.
00:32:12: Weil davon leben wir.
00:32:13: Dass der nächste Unternehmer sagt ja ist interessant oder die nächste Unternehmerin sagt mit Warburg Pinkus würden wir gerne
00:32:19: arbeiten.".
00:32:20: Also es... Man kann sehen, dass du da verschiedene erfolgreiche Deals gemacht hast und wahrscheinlich oder musst du auch denn irgendwie ist das auch die Zeit gewesen wo es losging, dass Du wirklich für die verschiedensten großen Ämter in Deutschland angefragt wurdest?
00:32:36: Airbus, bei EON.
00:32:38: Airbus war ja schon im Jahr zwei Tausend achtzehn und ich bin zwanzig Chairman geworden.
00:32:42: und dann seither ist es natürlich wie soll ich sagen also Arbeitstechnisch schon recht viel weil auf der einen Seite ist diese Arbeit bei Airbus ein integriertes Board, zwölf Leute inklusive Management und das würde ich sagen sehr intensiver austauschen Man dringt auch in die Themen recht tief ein als Bord und so.
00:33:01: Und das ist schon zeitintensiv, macht aber irre Spaß muss ich sagen.
00:33:05: also ich bin jetzt fast nächstes Jahr neun Jahre dabei und das war wirklich eine ganz spannende zum Teil auch schwierige Zeit weil wir einige Krisen auch managen mussten Covid allen voran aber auch andere Themen jetzt in der Geopolitiklage
00:33:20: z.B.,
00:33:20: es ist schwierig diese Applaidschäden sind Lieferketten Engpässe zu managen und so.
00:33:25: Also es gibt schon Herausforderungen, aber per Saldo zum ersten Mal in meinem Leben habe ich in einem Unternehmen so nah dran sein dürfen und auch in Verantwortung sein dürfen was so faszinierende Produkte macht Also richtige anfassbare Produkte
00:33:40: machen.
00:33:40: Aber ich meine, es war ja nicht nur die Einzelköche.
00:33:42: Ich würde gleich noch mal ein bisschen länger bei Erbos sprechen aber das ist ja bei dir so'n Muster dass du wirklich... Ich glaube bei Eon warst auch eine Weile im Aufsichtsrat bis hin zum, ich glaube herausgeber Gremium der Zeit also unserer sozusagen Medienmarke, die ihr auch ganz gut sich entwickelt in den letzten Jahren.
00:34:00: Irgendwer oder irgendwie kam es, dass ganz viele Menschen, in Deutschland ein kleiner Mensch, wir brauchen jetzt hier mal einen vernünftigen Aufsichtsführer oder aufsichtsratsmitglied und lass mal den redet, wo man fragen.
00:34:12: Also gibt es da irgendwie einen Zusammenhang?
00:34:13: Oder ist das einfach... Man hat viele Leute kennengelernt und du bist ein guter Net-Worker oder wie würdest du das erklären?
00:34:19: Kann ich nicht so gut erklären ehrlich gesagt.
00:34:21: also dann musst du selber mal so vielleicht ne... Aber
00:34:25: ist ja schon in der Tese
00:34:26: raushauen kann.
00:34:26: Interessante
00:34:26: Häufungen an Ämtern oder so?
00:34:28: Nein
00:34:28: Häufung ist das gar nicht.
00:34:29: Schau mal die Dinge sind ja passiert hintereinander.
00:34:31: Also ich habe bewusst auf eine zu große Häufung verzichtet oder hab' ich vermieden.
00:34:35: Ich bin ja jetzt zum Beispiel in der Neuinsport von SAP gewählt worden und für mich heißt das, wenn mein Mandat bei Airbus ausläuft dass sich das Mandat auch nicht nochmal verlängert.
00:34:44: Ich Bin da neun Jahre dabei!
00:34:45: Das ist eine gute und noch eine lange Zeit.
00:34:47: und auch eine gute Zeit das abzugeben.
00:34:49: die Firma ist ja auch in Summe recht stark und Weltmarktführer im zivilen Bereich und im militärischen Bereich haben wir auch ganz viel aufgeholt in den letzten Jahren.
00:34:56: Also von daher würde ich sagen, ist eine gute Zeit das abzugeben und auf ein neues Amt mich auch stärker zu konzentrieren.
00:35:05: Aber beschreibt man für jemand, der jetzt nicht so nah dran ist wie läuft sowas?
00:35:09: Am Ende ist es schon so... Man kennt Leute die dann einen Amt zu setzen haben und dann an dich denken.
00:35:14: Nein
00:35:14: du hast heute hast du ganz systematische Besetzungs-, Nachbesetzungsprozesse oder so Nachfolgeplanung in den Unternehmen also gerade in großen Unternehmen bei ausnotierten Unternehmen ist es fast schon zumindest ein formalisierter Prozess.
00:35:27: Es geht nicht so von heute auf morgen einer kennt einen und macht eine Idee, legt eine Idee auf den Tisch und dann sagen alle ja wohl.
00:35:33: Sondern es wird schon systematisch gemacht.
00:35:35: Dass ein Skillmatrix in einem Aufsichtsrat fordert uns natürlich auch die richtigen Leute mit dem richtigen Kernkompetenzen zu finden dazu da noch dafür sorgen zu tragen dass wir eine gewisse Diversität haben im Bord.
00:35:50: das ist nicht so monokulturell bleibt.
00:35:53: Also diese Prozesse sind oft langwierig und geschehen nicht von heute auf morgen.
00:35:57: Und die Zeit des Zuhufs, von irgendwelchen Buddies, die vorher mal zusammen irgendwas getrunken haben, ist vorbei.
00:36:02: Und zwar Gott sei Dank vorbei!
00:36:04: Ich meine das ist ja schon wirklich auch sehr, sehr wichtige Ämter.
00:36:08: Erbus ist mittlerweile eine sehr relevante Firma geworden für Europa.
00:36:13: SAP ist für Deutschland wahrscheinlich extrem relevant, weil einfach... Ich glaube, die wertvollste deutsche Firma derzeit.
00:36:20: Eine der wenigen europäischen Softwarefirmen sozusagen im Weltenmarkt ist ja schon eine Verantwortung.
00:36:25: Ich glaube
00:36:26: SAP ist eine Firma mit viel Potenzial weil sie sich über Jahrzehnte hinweg ein Prozess know-how angeeignet hat das seinesgleichen sucht und in fast weltweit sowohl in der zivilen Wirtschaft als auch in der Sicherheit Sicherheitsindustrie, also auch bei den Militärs oder in der Verwaltung oder im Gesundheitswesen überall zentrale Rolle spielt und sozusagen Ende zu Ende Geschäftsprozesse und Daten managt die für so ein Unternehmen das informationstechnische Rückgrat sind.
00:37:01: Und daraus jetzt in Zeiten der KI... die Firma weiterzuentwickeln.
00:37:05: Ich glaube, das Management hat da gute Vorstellungen, gute Strategien und arbeitet auch sehr intensiv daran.
00:37:10: Deshalb glaube ich, dass die Firma auch gute Chancen nach vorne hat und zu den KI-Gewinnern zählen kann in den nächsten Jahren.
00:37:16: noch mal zurück auf Airbus.
00:37:18: Ich glaub bei Airbus war ein wichtiger Teil, dass wir die Innovationsgeschwindigkeit im militärischen Bereich erhöhen und mehr mit Partnern zusammenarbeiten Ein Stück weit, zeige ich mal auch in neue Felder reintrauen ohne vorher schon genau zu wissen.
00:37:36: Woher die zukünftigen Erlöse kommen.
00:37:38: also dass man sozusagen etabliertes weiterentwickelt stichwort Aufrüstung, Weiterentwicklung vom Eurofighter oder ein tolles Flugzeug wie die A-M auch gut auch gut vermarktet weil sie auch gebraucht wird ja aber eben auch Neuefelder besetzt und jetzt nicht zwingend in die Massendrohnenproduktion geht.
00:37:54: Aber zum Beispiel im Bereich UAS oder Counter US also Abwehrsysteme ... dass wir da innovative Sachen machen.
00:38:02: Und das tun wir nicht mehr nur alleine, weil wir glauben... ...wir können alles selbst sondern,... ...das Team hat unter der Führung von Mike Schöllhorn... ...hat sehr früh erkannt, dass man mit Partnern zusammenarbeiten muss.
00:38:11: Mit jungen Unternehmen zusammen arbeiten muss und zwar systematisch.
00:38:15: Und daraus entstehen ganz interessante neue Produktkonzepte die für unsere Streitkräfte von Bedeutung sein werden.
00:38:21: Ist es für dich denn jetzt ein bisschen schon auch eine Genugtuung?
00:38:24: Dass auf einmal der Studienabbrecher aus den kleinen Verhältnissen jetzt... diese ja doch Weltkonzerne leitet?
00:38:36: Für mich hat das am Anfang Relevanz gehabt.
00:38:38: Die ersten Jahre habe ich mich schon ein bisschen, wie soll ich sagen weniger berechtigt gefühlt große Gedanken zu entwickeln und zu äußern als diejenigen, die professorale oder mindestens promovierte Leute waren.
00:38:56: aber das hat sich im Laufe der Jahre gelegt und ich würde sagen es ist jetzt Ich glaube, ich habe mir viel selber angeeignet über die Jahre und hab das was ich akademisch vielleicht dann nicht mehr gemacht habe im Hauptstudium.
00:39:08: Vielleicht schon zum Teil noch kompensieren können durch Autodidaktik.
00:39:13: Und es ist eine besondere Verantwortung jetzt, die du empfindest solche Jobs auch zu machen?
00:39:17: Das sind ja schon jetzt zentrale Jobs und irgendwie stehst du jetzt ein bisschen bis jetzt nicht gewählt von einem Volk oder so.
00:39:25: aber du veranstalst jetzt schon sehr große Apparate.
00:39:29: Naja, du wirst schon als Aufsichtsrat gewählt von den Aktionärinnen und Aktionären.
00:39:34: Das ist auch eine gewisse Wahl.
00:39:36: Du musst dich ja auch vorstellen – die müssen das billigen!
00:39:40: Das wird ja nicht sozusagen Kraft meiner Wasser so selber entschieden, sondern das wird ja vorgeschlagen und dann steht es zur Wahl.
00:39:48: Verantwortung habe ich mein Leben lang gespürt.
00:39:50: Allerdings seit ich meine eigene Firma begonnen habe, da waren es am Anfang weniger sieben-acht Mitarbeiter, später waren wir irgendwie... ... nicht hundert, zweihundert Leute.
00:40:02: Das macht schon was mit dir und du kennst es auch selber als Unternehmer auch?
00:40:05: Ich meine, du hast ja auch ein paar Hundert Leute die du beschäftigst... ... das ist ja eine Riesenverantwortung.
00:40:10: Da hängen ja Existenzen dran teilweise, Familien dran, Träume, Ideen.
00:40:15: also musst du schon schauen dass du die Leute möglichst alle mitnimmst und ihnen immer die Perspektive auch erneuerst.
00:40:20: Und da die Innovationsgeschwindigkeit in den Unternehmen und heute sind's ja über hunderttausend in so einem großen Unternehmen wie Airbus oder SAP.
00:40:28: Die Innovationsgeschwindigkeit ist so schnell und die Weichenstellungen, die du heute in Unternehmen treffen musst müssen so weitsichtig sein.
00:40:36: Und müssen so durchdacht sein.
00:40:37: Ich finde da ist schon ein großer Druck auf den Schultern der Verantwortlichen und ich persönlich spüre den auch.
00:40:43: allerdings ja.
00:40:44: Jetzt hast du sozusagen über Airbus noch bisschen die militärischen Blick nicht nur aber auch.
00:40:49: und den Telco-Blick hast Du eh?
00:40:53: Wie guckst du auf Starlink?
00:40:56: Starlink ist bis jetzt sozusagen die einzige wirklich gute Low Earth Orbit basierte Konstellation, also sehr dicht mittlerweile in Richtung Zehntausend Satelliten.
00:41:08: Ich habe die genauen Zahlen nicht im Kopf und SpaceX launcht ja Raketen und Satellitten damit in einer sehr hohen Kadenz deutlich höher als vielfaches höher als in Europa.
00:41:17: das heißt die Konstellations wird immer weiter verdichtet Und je dichter die Konstellation, je höher die Durchsatzdatendurchsatzkapazität und auch die Qualität.
00:41:26: Weil die Satelliten, die sogenannte Inter-Satellite links haben mit Laser.
00:41:32: Das heißt also ... Die Latentszeiten sind sehr niedrig.
00:41:35: dadurch ist die Übertragungskwalität gut.
00:41:38: Wenn man ehrlich ist aus der Telco Sicht würde ich mir zumindest Gedanken machen was langfristig passiert wo mögliche Substitutionen passieren.
00:41:46: Also das ist meines Erachtens ein sehr strategisches Thema für die westliche welt.
00:41:50: diese einseitige abhängigkeit halte ich für extrem gefährlich bin damit auch schon vor Vor ja vielen jahren eigentlich in deutschland aber auch in frankreich vorstelle ich geworden habe gesagt seht ihr das was da passiert.
00:42:02: und ich muss sagen der im manuel macron hat dass unter Wirtschaftsminister Die haben das gesprächen übergeführt.
00:42:09: Wir haben das auch sofort wahrgenommen beziehungsweise dann auch sofort daraus was abgeleitet nämlich sie haben dann über ihren kommissar den tieren beton ein Konzept machen lassen, das heißt Iris Square für Europa und das sollte sozusagen Teile dessen ersetzen was Starlink heute ist.
00:42:28: Wir sind ja monopolartig abhängig quasi davon.
00:42:30: Das hat man in der Ukraine gesehen und deshalb wollten die etwas Europäisches machen zumindest teilequivalent davon.
00:42:37: Und das ist jetzt aber immer noch nicht in der operativen Umsetzung sondern eher noch konzeptionell Und es ist für meinen Geschmack ein bisschen kompliziert konfiguriert und etwas überkomplex, aber wir werden sehen wohin das führt.
00:42:53: Wir bei Airbus jedenfalls nehmen das Thema Space super ernst erstens weil wir mit dem Launcher-Programm Arian unterwegs sind was Arian VI sehr gut funktioniert und zweitens weil auf der Satelliten Seite jetzt auch diesen Merger vorantreiben um wirklich den leistungsfähigsten europäischen Anbieter zu machen, der sowohl die R&D Seite also die Forschungsseite als auch die Produktion moderner Satelliten kann.
00:43:17: Damit wir überhaupt die Ingredienzchen die Elemente haben um so was wie Starlink in Europa... ...zu entwickeln und ins All zu bringen.
00:43:25: dafür brauchen wir eben diese verschiedenen Elemente.
00:43:27: Also Launchkapazität, Satellitennetzbetreiber und die Hersteller sowie Airbus.
00:43:32: Wenn du jetzt auf zurückblickst was würdest sagen war vielleicht für Airbus die ein zwei wichtigsten Weichenstellungen die du damit
00:43:42: Also Aufsichtsrat und ein Board.
00:43:44: Verwaltungsrat in diesem Fall ist ja dafür da, Sparingspartner zu sein vom Management.
00:43:51: Und Input zu geben aber vor allem auch zu kalibrieren und hinzuhinterfragen was die Projekte sind?
00:43:58: Die Prioritäten sind die Kapitalelokation usw.. Ich glaube, dass ich ein bisschen beitragen durfte – auch weil das Management-Team auf der Defense-Seite wirklich sehr offen ist in der Zusammenarbeit.
00:44:11: Dass ich ein bißchen dazu beitrage konnte, dass wir mit vielen jungen Unternehmen jetzt sehr gute Kooperationsprogramme angestoßen haben und zum Teil schon jetzt auf der Produktseite sichtbar sind.
00:44:22: Und das ist ja wichtig.
00:44:24: damit ein etabliertes Unternehmen dadurch in Summe innovativer werden kann, braucht man eben auch externe Innovation.
00:44:29: Faire gute Partnerschaften mit jungen Unternehmen muss man das sehr systematisch machen weil die sich zum Beispiel nicht leisten können irgendwie zwei Jahre zu warten von der ersten Kontaktaufnahme bis zum ersten Umsatz.
00:44:41: also muss man verstehen wie sie funktionieren und es geht zwar nicht immer super schnell aber wir kommen so langsam aber sicher ganz gut voran und da bin ich recht happy mit Ohne in Zufriedenheit zu verfallen.
00:44:57: Also auf Airbus geblickt die Weichenstellung hin zur jungen Firmen?
00:45:00: Ja also Kooperation mit jungen Unternehmen, ich glaube auch dass wir durchaus mutige Programme auf der zivilen Seite unterstützt haben.
00:45:09: Wir haben auf der M&E-Seite uns immer sehr gut ausgetauscht mit dem Management Team und sinnvolle ja kleinere Moves unterstützt und mitgetragen Und so weiter, also ich würde gar nicht auf das eine Thema reduzieren.
00:45:22: Wir sind durch Covid gemeinsam gegangen und es war auch eine schwierige Zeit.
00:45:26: Habt ihr den Abstand zu Burgen ja deutlich vergrößert?
00:45:27: Ja wir sind
00:45:29: im zivilen Bereich in Bestand, auch im Orderbestand mit einigem Abstand Weltmarktführer.
00:45:37: aber darauf darf man sich nie ausruhen.
00:45:39: der Erfolg von heute ist immer der Misserfolg von morgen.
00:45:41: deshalb die eine gesunde Paranoia in Bezug auf Fettbewerb ist ganz wichtig Und auch, was die chinesischen Wettbewerber angeht.
00:45:50: Wir müssen wirklich die Augen aufhalten.
00:45:52: Die werden sehr in den nächsten Jahren sehr große Fortschritte machen und wir sind gut beraten daran, wirklich sehr schnell zu sein und immer unsere Qualität hochzuhalten, das Ingeniering hochzuhalten und nicht dem reinen kurzfristigen Marginoptimieren zu verfallen.
00:46:08: Das darf nicht sein!
00:46:08: Wir müssen langfristig denken aber schnell dabei umsetzen.
00:46:12: Wenn du jetzt am Flughafen in deinem Flugzeug reinläufst Kannst du mittlerweile erkennen, ob es eine Wohlinge ist oder was?
00:46:20: Meistens.
00:46:21: Aber die Frage ist tricky weil das echt nicht immer sofort einfach zu erkennen finde ich.
00:46:26: also die Profis sehen das sofort ja die nichts anderes gemacht haben als Flugzeugbäume im Leben.
00:46:30: aber ich muss manchmal genau hingucken
00:46:32: und damals bist dann wieder generell optimistisch.
00:46:37: derjenige als derjenig der jetzt so viele Insights kennt der handelte Personen kennt er den großen Strukturen in der Welt ja kennt und beobachtet ... für sozusagen europäische Firmen dieser Art, ist das... Kann man das überhaupt gewinnen in der KI-Welt?
00:46:50: Wo amerikanische Firme oder chinesischen Firmen am Ende wahrscheinlich alles dominieren können.
00:46:54: Weil sie die Energie haben weil sie die Technologie haben.
00:46:58: Ja gut, die Frage ist was kannst du gewinnen?
00:47:00: also ich würde nicht das Spiel spielen wollen was jetzt im Moment bei den Amerikanern oder bei den Chinesen schon erfolgreich entwickelt wurde und das versuchen zu kopieren.
00:47:10: Also hier eigene LLMs zu bauen, nicht meine Mistral wird wahrscheinlich sich gut entwickeln weiterhin aber ich sehe jetzt nicht dass wir nochmal das Rad neu erfinden.
00:47:19: Es sei denn wir machen technologische Quantensprünge ja?
00:47:22: Ich glaube, dass unsere Zukunft eher in den kleinen Modellen liegt, in dem Modellen die damit trainiert werden mit Datentrainiert werden in Sektoren sehr spitz zugeschnittenen Sektoren, wo wir total tiefes Know-how haben.
00:47:36: Ob das die Spezialchemie ist?
00:47:37: Ob das Teile des Maschinenbaus sind?
00:47:39: Ob dass die sensorig ist?
00:47:40: Da haben wir auch tolle Firmen in Europa.
00:47:42: Ob es teilweise die in der Medizintechnik oder Pharmaziebranche und was auch immer... Wir haben überall Sektionen wo wir tiefes know how haben.
00:47:50: und wenn wir jetzt hingehen und darauf KI Modelle entwickeln und trainieren also mit spezifischen kleinen Datenmodellen im Prinzip, kleineren Datenmodeln.
00:47:59: Dann können wir auch dafür eine Computinfrastruktur schaffen die nicht solche enormen Hyperscale Kapazitäten braucht wo dann fünf sechs oder vier fünf sechs sieben Gigawatt dran hängen an Leistung also Energie, die ist überhaupt nicht vorstellbar in Europa dafür Standorte zu gehen.
00:48:16: Also wenn man sagt ich will relativ autonom sein Kommst ja immer noch nicht komplett weg von amerikanischer Technologie.
00:48:25: Das ist nicht realistisch, aber jedenfalls die nächste Zeit nicht.
00:48:29: Aber dann kannst du wenigstens Dinge entwickeln wo das nur hau wo du da nur haut leverages der also wo das was wir in europa haben in deutschland haben insbesondere Wo diese stärken sich abbilden in den kei modellen und Und dafür die compute infrastruktur zu schaffen dass man nicht superabhängig nur für den großen hyperscalern ist das finde ich schon sinnvoll und Ich glaube daran arbeiten viele firmen auch
00:48:49: wirklich.
00:48:50: Ja Ich glaube, das ist möglich.
00:48:55: Also generell bist du Europa sowieso als positiv?
00:49:00: Es gibt Sachen die mich total irritieren beziehungsweise besorgen also verstehe mich nicht falsch ich sag nur es gibt eine Menge Chancen und es gibt im Moment auch eine größere Menge an erheblichen Risiken und wir müssen gucken dass wir nicht abgehängt werden.
00:49:16: Ich sage mal ein Beispiel ja, Mythos von Anthropic hat, wenn ich es richtig gelesen habe, Zehntausend Milliarden Parameter und ist nicht nur aber auch im Cyberbereich extrem capable.
00:49:27: Das heißt wer das Modell heute hat – ich unterstelle mal im Moment nur die Whitehead-Seite, aber die andere, die dunkle Seite kanns auch haben dann bist du extrem exponiert.
00:49:38: und da wir in Europa noch nicht über die Möglichkeiten verfügen das Model einzusetzen sondern im Moment ist es glaube ... nur für amerikanische Firmen zugänglich, da ist es halt schon... ... so was besorgt mich.
00:49:53: Wenn so enorm wichtige Technologie-Elemente gar nicht zugängig sind für uns,... ... das finde ich schon besorgniserregend.
00:50:01: Andere Themen auch, ich find's auch schwierig hier,... ... große energieintensive Dinge anzusiedeln.
00:50:05: von IT und Computerleistung haben wir schon gesprochen, andere Industrien die energie intensiv sind auch tun sich hier schwer.
00:50:10: aber das eine Binsenweißheit wollen wir jetzt hier nicht weiter vertiefen.
00:50:13: Erzählt ja jeder schon seit Jahren.
00:50:15: Aber
00:50:15: was mich am meisten bewegt.... dass wir immer noch, obwohl wir uns die letzten zwanzig dreißig Jahre tot reguliert haben hier.
00:50:27: Immer noch dabei sind und den Schuss nicht gehört haben.
00:50:29: es geht viel zu langsam in der Deregulierung wenn du dir heute eine kleine Firma baust mit zum Beispiel im Arbeitsrecht?
00:50:37: Mit welchen wenn du zwanzige Mitarbeiter hast?
00:50:39: oder Dreißig weil dann hast du schon eine Komplexität am beein wenn du mal dich von jemand trennen musst weil da nicht die Performance stimmt.
00:50:47: Das ist hier derart überformt mittlerweile sozialtechnisch überdehnt und überbürokratisch, dass es echt schwierig ist für Firmen zum Beispiel mit diesem Arbeitsrecht klarzukommen.
00:50:56: Es traut sich nur keiner zu sagen weil dann hast du direkt den riesen Shitstorm.
00:51:03: Und junge Unternehmen die damit zu kämpfen haben ja die sagen's ab und zu aber die haben keine Lobby.
00:51:10: Und dann, was da aus dem Arbeitsministerium kommt finde ich wirklich bedenklich in dieser Lage, in der wir sind.
00:51:15: Wir müssen dringend mal an die Reform ran und zwar nicht um den Menschen die Arbeit schlechter zu machen oder um soziale Schieflagen zu erzeugen sondern damit junge Firmen endlich wieder atmen können sich bewegen können größer oder auch mal kleiner werden in schwierigen Zeiten.
00:51:31: diese Flexibilität brauchen wir um unternehmerisch wieder aufzuholen.
00:51:35: dafür wird hier noch zu wenig getan.
00:51:37: das stört mich.
00:51:38: Ich meine, es gibt ja zumindest die Gerüchte, dass sich die Politik ab und zu mal für deine Arbeit interessiert hat.
00:51:44: Und sogar als Digitalminister warst du wahrscheinlich zumindest in meinem Raum bevor der Karsten Wildberger gestern wurde?
00:51:51: Ich
00:51:51: mein sehr, sehr guten Digitalminister!
00:51:53: Karsten Wildberger kenne ich aus der früheren Zeit und auch Zusammenarbeit und ich glaube er macht einen super Job.
00:52:00: Ich bin sehr froh, dass er sich diesem Amt gestellt hat.
00:52:03: Es gibt ja sehr wenige Leute aus der Wirtschaft die bereits in Politik bzw.
00:52:07: solche Verantwortung zu
00:52:07: übernehmen.".
00:52:08: Aber wäre es du das, wenn man dich jetzt anfragen würde für eine öffentliche Rolle in so einer Form?
00:52:17: Stellt
00:52:17: sich ja nicht die Frage!
00:52:18: Ich meine ich bin ja nun erstens ausreichend ausgelastet und berufstätig... Insofern stellt sich die Frage nicht, aber ich finde es wirklich gut dass jemand wie Carsten Wildberger diese Verantwortung angenommen hat.
00:52:34: Aber gibt's denn eine Nähe?
00:52:35: Also das Team von Herrn Merz, also sprich da ab und zu mal... Ich
00:52:39: bin gerne aktiv und arbeite gerne mit in einem kleinen Beraterkreis zusammen mit General von Sandrat Nikolange Moritz Schulerig bei Frau Reiche im Wirtschaftsministerium genau versuchen, ihre Arbeit zu unterstützen.
00:52:57: Ihr habt auch vor kurzem sein Paper geschrieben gemeinsam also da ging es ein bisschen um die europäische und deutsche Sicherheit vor allen Dingen?
00:53:04: Wir haben das Paper als Sparta II.
00:53:06: Null.
00:53:06: Das ist die Weiterentwicklung eines Projektes was wir im ersten Wurf im letzten Jahr schon veröffentlicht hatten und haben das jetzt aber weiter konkretisiert und haben dort zehn Kernbereiche identifiziert in denen europäisch größere europäische Souveränität in einigen Jahren schon machbar ist und langfristig machbar isst.
00:53:28: Und haben das beschrieben, auch versucht zu quantifizieren zusammen mit Moritz und seinem Team im Kiel-Institut.
00:53:38: Das Papier findet im Moment recht viel Beachtung und wird diskutiert – vermutlich auch kontrovers aber es ist gut so.
00:53:45: Ist denn generell die Welt als solche für dich?
00:53:51: deutlich schlechter geworden in den letzten Jahren, also jetzt unterpinke ich von Deutschland und Europa so insgesamt.
00:53:55: Also macht zwischen Media, macht KI, macht das jetzt aktuell zumindest die aktuelle Situationen der Welt schlechter oder als sie vor zwanzig Jahren war?
00:54:01: Oder ist es gibt's da irgendwie auch... Es gibt ja durchaus auch Leute sagen
00:54:06: hey wir gucken
00:54:06: uns immer die schlechten Sachen an.
00:54:08: Das ist so.
00:54:09: normalerweise würde man ja sagen früher war alles schlechter weil objektiv hat ihr Armut größer.
00:54:18: Objektiv haben viele Länder, die heute relativ besser dastehen.
00:54:23: Damals unter extrem armen Bedingungen, die aber so langsam aufholen und am weltweiten Wertschöpfungsprozess teilnehmen, stärker teilnehmen... Also ich finde Globalisierung hat uns enorm nach vorne gebracht.
00:54:37: Und das was wir jetzt erleben, also Globalisierungs für mich die einzige Chance für Fairness und Teilhabe Ja, das also Länder ihren Vorteil den sie haben und wenn der Vorteil nur temporär ist über die Arbeitskosten.
00:54:49: Die dann über die Zeit dort ja auch besser werden im Bangladesch als Beispiel, die sich über die letzten zwanzig Jahre zumindest verbessert haben immer noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau was Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit usw.
00:55:00: Und auch Bezahlung angeht.
00:55:02: natürlich nicht vergleichbar.
00:55:03: aber Wenn wir nicht Arbeit dorthin verlagert hätten wo wären die heute?
00:55:07: Und deshalb bis Globalisierung?
00:55:11: Ich war letztes Jahr eine Woche dort und habe sehr viel gelernt, wie excellent die Unternehmen mittlerweile sind.
00:55:17: Wie viele Engineering-Capabilities da sind?
00:55:20: Das ist nicht mehr die verlängerte Werkbank, sondern es ist teilweise auf Augenhöhe Entwicklungspartnerschaften.
00:55:26: Ich finde das faszinierend!
00:55:27: Und ich finde, dass ist die einzige Chance, die wir haben langfristig Frieden zu haben – also Teilhabe und Effizienz global weil dadurch werden wir auch alle am Ende wohlständiger Nicht nur die, sondern vor allem auch wir.
00:55:40: Das heißt ich glaube das ein großer Fehler ist in die Globalisierung zurückzudrehen.
00:55:45: Ich glaube dass es ein Fehler im Bezug auf Wachstum und Wohlstand ist.
00:55:49: Ich glaube das ist ein Fehler in Bezug Auf die Lösung unserer Ressourcenknappheit bzw unsere Umweltprobleme.
00:55:56: Es sind Fehler inbezug auf die Sicherung des Friedens und anderer Dinge Und die Welt wird ärmer dadurch wenn man die Globalisierung zurückdreht.
00:56:04: Das ist aber nun mal im Moment, irgendwie hat mir mein amerikanischer bekannter Investor gesagt.
00:56:10: The tide goes against globalization.
00:56:13: Ich wollte das vor ein paar Jahren nicht so richtig wahrhaben, aber er hat schon recht gehabt.
00:56:17: ich nehme das mit echter Trauer zur Kenntnis und wir müssten eigentlich dafür kämpfen dass wir nicht nur in Europa den Binnenmarkt stärken und endlich das tun was wir schon so lange erzählen nämlich den Bindenmarkt wirklich machen und die Skalierung nutzen.
00:56:30: Aber auch wir brauchen andere Allianzen.
00:56:32: Kanada ist ein gutes Beispiel, Australien ist ein gutes Beispiel.
00:56:35: Die mit uns sozusagen im westlichen Werte Kodex einigermaßen übereinstimmen und mit denen wir Pospirität zusammen erzielen also durch Austausch, durch Handel, durch Kooperation
00:56:46: Und mit Blick auf die anderen Entwicklungen, KI wird ja auch durchaus negativ wahrgenommen, Social Media ist ein Riesenthema.
00:56:52: Das
00:56:53: zentrale Ding ist eben es ist eine riesen Propaganda-Plattform geworden für Desinformatione und echte gezielte Beeinflussungen Und manche haben das auch gerade Autokraten schon erkannt und haben es schon seit vielen Jahren genutzt.
00:57:08: Also die Petersburger Trollfabrik ist vielleicht ein Begriff, aber von manchen Seiten wird schon lange systematschpropaganda betrieben und ich kenne Leute in meinem Umfeld, die dem mittlerweile erlegen sind – und das macht einen total traurig irgendwie zu sehen!
00:57:27: Also die Spaltung der Gesellschaft, die so systematisch vorangetrieben wird dadurch.
00:57:32: Die finde ich schon sehr bedenklich und deshalb ist der Bereich Social Media nicht unkritischer Bereich.
00:57:38: und das andere Thema KI ist halt zurzeit ein großer Unsicherheitsfaktor für viele Menschen Und bei vielen Menschen wächst eben die Sorge nicht mehr mitzukommen ihre berufliche Zukunft aufs Spiel dass sie auf dem Spiel steht oder dass sie selber die Technologie nicht verstehen oder nicht genau wissen wie sich darauf einstellen können und so.
00:57:57: Von daher glaube ich, dass wir die Anstrengungen... Wir brauchen so einen neuen Pakt zwischen Politik und Wirtschaft.
00:58:04: Und Gesellschaft, die Ansträngen zur Weiterbildung, zur Involvierung sozialen aller Menschen möglichst in die neuen Technologien hinzubekommen.
00:58:12: Das ist nicht einfach!
00:58:13: Aber wenn wir es nicht hinkriegen entsteht eine noch stärker Loser- und Gewinneraufspaltung und damit verbunden gesellschaftliche Verwerfung, die wir uns derzeit gar nicht leisten können.
00:58:24: Aber kann man das überhaupt in Deutschland alleine sowas
00:58:27: Also
00:58:28: sowas errichten, ohne dass man die amerikanischen Konzernen so einbezieht.
00:58:33: Nein das geht am Ende nicht ohne internationale Zusammenarbeit und auch durch Regulierung, die einigermaßen harmonisiert ist.
00:58:42: ja es macht zum Beispiel keinen Sinn wenn wir in Europa einen super komplexen AI-Act machen mit hundert sonst was Seiten und nochmal der gleichen Menge im Annex, der die Anwender und auch teilweise die Entwickler aber vor allem die Anbänder verunsichert während in anderen Regionen das Regulierungsregime vielleicht eher sozusagen Ex-Post flexibel gemacht ist und bei uns ex ante alles vorgeschrieben ist, was geht und was nicht.
00:59:05: Geht und was Gefahr ist und was Nichts statt zu sagen wir wir delegieren dieses die Beobachtung und die Weiterentwicklung dieses AI Actes an der Expertengruppe oder eine Expertenkommission macht man das liegt mir alles vorher fest Und das Ergebnis sehen wir wie.
00:59:20: in Europa haben viele niedrige Adaptionsrate von KI.
00:59:25: Das finde ich sehr bedenklich, also wir dürfen bei Technologien nicht weiter zurückfallen.
00:59:29: Ist denn dein Netzwerk in den USA auch stark so ähnlich ungefähr wie es hier in Europa
00:59:34: ist?
00:59:34: Mein europäisches Netzwerk ist stärker als das amerikanische aber ich habe durchaus Connections in die USA.
00:59:38: klar und
00:59:39: wie schätzt du dir die Entwicklung da ein?
00:59:41: Also wird sich das dann nochmal wieder verändern oder nochmal etwas europafreundlichere Personen in entscheidende Rollen kommen oder bleibt es jetzt erstmal so?
00:59:51: Wow, das fällt mir schwer zu beurteilen.
00:59:53: Es gibt Leute die sagen es ist eine vorübergehende Phase diese etwas, sag ich mal nationalistische und eher etwas reaktionäre.
01:00:03: Vorübergehend.
01:00:04: andere sagen checks and balances funktionieren macht hier keine Sorgen um die Demokratie.
01:00:09: Ich finde es ganz schwer von außen zu beuerteilen.
01:00:11: Ich glaube the jury is out.
01:00:15: Wie hältst du dich selber bei all diesen ganzen Themen und Verantwortlichkeiten?
01:00:19: ... fit und ... ... agil.
01:00:23: Du meinst körperlich oder geistig?
01:00:26: Beides, beides!
01:00:26: Ich meine du siehst jetzt ja aus wie, weiß ich nicht... ... thirty-eight.
01:00:31: Jetzt machst du mich etwas sprachlos aber du sieh's auch nicht aus wie forty-fünf.
01:00:36: Nee, aber jetzt mal schmerzbar Seite.
01:00:39: Es gibt so viel zu denken im Moment Soviel zu an Informationen aufzunehmen.
01:00:44: Ich weiss nicht wie es dir geht Aber ich komme kaum mit der Menge nach Und ich versuche meine Quellen Ausgewogen zu machen, also von New York Times bis Financial Times bis hin zur Handelsblatt oder anderen deutschen Publikationen.
01:00:59: Möglichst viele und viel zu mitzubekommen aus verschiedenen Perspektiven.
01:01:03: Jeden Tag?
01:01:04: Also sozusagen...
01:01:05: Genau!
01:01:05: Also
01:01:05: jeden Tag werde ich in New York-Times...
01:01:06: Ja aber weißt du ... verteilt über den Tag.
01:01:09: Ich beginne morgen so ein bisschen in Anführungszeichen recht frühmeist, verteilte über den tag und versuche immer zu kleine Pausen zu nutzen um aktuelle Informationen aufzunehmen und noch zu verarbeiten.
01:01:20: aber ich finde es ist zunehmend eine Herausforderung geworden wenn man sie nicht sozusagen als destillierte kleine Paketchen sich zusammenschneiden lässt den Überblick zu behalten.
01:01:32: Ich weiß nicht wie's euch geht oder dir geht aber bei mir das sind ziemlich Herausforderungen zumal ja auch die Die Arbeit jeden Tag wird ja nicht weniger, wird mehr weil die Komplexität steigt.
01:01:42: Informationsvolumen steigt, Informationsgeschwindigkeit steigt... ...die Kommunikationskanäle auf denen du oder ich aktiv sind steigen und das Weltgeschehen tut sein Übriges.
01:01:54: also von daher... Ich würde sagen es ist eine Challenge immer gut informiert zu sein.
01:02:02: so körperlich muss man dafür sorgen dass man sich gut ernährt möglichst wenig trinkt Also möglichst wenig Alkohol und Sport macht.
01:02:09: Was für den Sport machst du da?
01:02:11: Mischung, also wenn ich dazu komme, ich klette aber sehr gerne.
01:02:14: Ich bin ein sehr schlechter Kletterer, aber ich versuch mein Bestes...
01:02:17: Also wirklich so mit einem Arm den ganzen Körper am Stamm an der Wand?
01:02:21: Das
01:02:21: schaffe ich nicht an einem Arm lange das geht nicht gut, aber es an zwei geht's!
01:02:24: Und ich versuche möglichst viel Sport zu machen, klettern mag ich gerne, ich gehe gerne auf Berge.
01:02:32: Aber bist du nicht so, jeder Woche so zu viel Kilometer laufen oder sowas?
01:02:35: Läufe gerne genau.
01:02:36: Also wie gesagt immer das was gerade geht ja ich nehme
01:02:39: es mit.
01:02:39: So in einem Jahr läuft's auch mal so ein paar hundert Kilometer locker.
01:02:43: In einem Jahr?
01:02:44: Ja schon.
01:02:45: Und auch tausend Kilometer oder sowwas.
01:02:46: Ich hab' es nicht gezählt.
01:02:48: Okay aber Personal Coach stell dich so bisschen
01:02:50: die Preis darin machen.
01:02:50: Habe ich doch nicht.
01:02:51: Nee, mach ich nicht.
01:02:52: Die macht Yoga aus dem Internet und Sport irgendwie... Das liest man sich an, was man machen muss.
01:02:57: Aber ich habe keinen Personal Trainer ...
01:03:00: bist du so in der Podcastwelt, dass du dann solche amerikanischen Podcasts hörst irgendwie.
01:03:04: Also nicht über digital oder Nüsterer liest oder sowas.
01:03:08: Beim Sport?
01:03:08: Ja
01:03:09: generell also auch
01:03:11: bei... Ich hab ab und zu... Ab und zu höre ich mal so Lex Freedman oder andere Sachen ja schon.
01:03:18: Also um so dranzuleiben.
01:03:20: Ja genau.
01:03:22: Irgendwelche Sachen die du empfehlen kannst.
01:03:23: Also wo sagst du okay das habe dich zuletzt irgendwie auch ein Buch oder irgendwie.
01:03:28: Nüstersetter was sagst.. Das bringt mich immer weiter.
01:03:31: Also ich bin mittlerweile echt ein großer Fan der Financial Times.
01:03:36: Ich finde die hat so eine... Erstens, weil du kannst sie auch offline konsumieren und zweitens, ich find vor allem den Inhalt sehr gut.
01:03:43: also die gehen global mit dir sozusagen durch das wichtigste Weltgeschehen und zwar politisch aber auch politisch ökonomisch.
01:03:51: Sie haben Technologie-Reports gut, du kannst deine Konfigurationen so machen, dass wirklich die spannendsten Sachen Gut immer präsent sind, ich finde die von FT ist inhaltlich sehr stark.
01:04:01: Die New York Times mag ich auch!
01:04:04: Ist denn für dich jetzt sozusagen SAP die letzte ganz große Aufgabe?
01:04:08: oder kommt es bei dir so und das geht über weiter?
01:04:11: Es wäre eine Katastrophe.
01:04:13: also ich glaube SAP für die kommenden Jahre wird ne ganz wichtige Aufgabe sein weil das Management glaub' ich jetzt in den kommenden Jahren vieles bewegen wird und gute Unterstützung braucht.
01:04:28: Und danach werde ich sehen.
01:04:29: also ich weiß gar nicht wie lange so was geht kann ja auch theoretisch recht lange gehen.
01:04:32: Und ich hatte überlegt dass ich später vielleicht mal meine Erfahrung für junge Unternehmen einsetzen kann besser als heute.
01:04:39: Also im Sinne von Start-up Investor?
01:04:41: Gar nicht so sehr mit Investment oder so einfach.
01:04:43: das wird sich zeigen.
01:04:44: dann ob es nützlich wird, ob's noch nützlich sein kann dann.
01:04:48: Dann
01:04:49: gibt's doch wirklich andere Sachen auf deiner Bucketlist die noch zu erledigen sind.
01:04:51: jetzt... das Firma Gründer verkauft, Großkonzern geleitet, Aufsichtsräte geleitet.
01:04:56: Hast du doch mal was vorgenommen?
01:04:57: Also sagen wir Jungunternehmer fördern ist ja schon ein breites Feld oder kann man viel
01:05:00: machen?
01:05:00: Ja genau also ich würde es auch ein bisschen eingrenzen.
01:05:05: Ich glaube dass wir viel Renovierungsbedarf haben in etablierten kleinen Unternehmen als Modernisierungsbedarf haben und vielleicht ergeben sich daraus Möglichkeiten später wo vielleicht auch junge Unternehmer kommen und sagen sie übernehmen jetzt etwas und entwickeln das weiter.
01:05:22: Ich glaube, es gibt so viele Felder die mich interessieren.
01:05:25: Aber insbesondere die Transformation weiterentwicklung etablierter Unternehmen finde ich spannend und der Defendstack-Bereich ist eben sehr bedeutend für Europa und den finde ich auch besonders spannend selber.
01:05:36: Bist du
01:05:36: mit dem Helsing und Quantum System so ein bisschen mit dem engen Austausch?
01:05:39: Ja.
01:05:40: Auch investiert zum Teil?
01:05:41: Persönlich nicht weil ich das vermeide, weil ich keine Interessenkonflikte will aber... ...ich bin mit vielen jungen Unternehmenaustauschen nicht nur mit den beiden genannten, sondern auch mit anderen als ihr.
01:05:51: ... Twenty Four Industries zum Beispiel, ein ganz junges Unternehmen.
01:05:54: Aber sehr stark aufsteigend, Autarian und anderen so Firmen die finde ich wichtig für Europa... ...und versuche sie zu fördern oder zu unterstützen wo ich kann wenn es nur mit Rad ist oder mit Connections oder wie auch immer aber nicht nur in Deutschland sondern auch in anderen Ländern.
01:06:09: Also dann den beiden Hauptjobs.
01:06:11: heutzutage sind also jetzt Airbus und Barburg Pincus also am Ende beides unternehmerische Jobs aber jetzt nicht der Unternehmer ... in der Rolle, wie jetzt vielleicht Herr Dormut oder andere herwirrt.
01:06:22: Oder so die jetzt Konzerne aufgebaut haben und leiden.
01:06:26: Guckt man da manchmal so ein bisschen... Na ja?
01:06:29: Nein ist es vielleicht zu viel aber so ein bißchen... Ja rüber zum Nachbar legt sich okay das hätte ich auch noch mit meinem Leben gerne gemacht, sondern große Firma gebaut und dauerhaft geleitet.
01:06:38: Ja Firmen geleitet des, ähm, des Vorglügen hatte ich ja und
01:06:41: besessen.
01:06:42: Ja genau also ich bewundere tolle Unternehmer.
01:06:46: Und Unternehmerinnen!
01:06:48: Ich finde das ganze Land das ganz Europa lebt davon, dass es das gibt.
01:06:51: Und deshalb müssen wir mehr tun um das Unternehmerische in uns zu stärken, in unserer Gesellschaft zu stärkern und die Chancen für Unternehmer zu verbessern.
01:07:01: aber ich bin da neidfrei!
01:07:02: Ich habe große Bewunderung vor tollen Unternehmerinnen und Unternehmern.
01:07:07: Ich selber habe so eine kleine Sache, die aber pro Bono ist.
01:07:10: Wir haben so ne kleine Stiftung.
01:07:13: Die heißt IEF, also Innovate Europe Foundation und die befasst sich jetzt seit geraumer Zeit im Schwerpunkt auch mit Defensetech-Themen und versucht zu unterstützen erstens im öffentlichen Raum, aber auch ganz konkret durch Verbindungen zwischen jungen Unternehmen, Techunternehmen und den Streitkräften ... dieses Ökosystem mit zu helfen, zu befördern.
01:07:37: Und da gibt's hier und da kleine Dinge die erfolgreich funktionieren... ...und darüber freue ich mich sehr.
01:07:42: aber ich glaube das ist
01:07:43: etwas... Was alleine hast du mit Stifter?
01:07:45: Oder ist es deine eigene Stiftung?
01:07:47: Wir sind so ein paar Leute.
01:07:48: ja also ich bin nicht der Einzige aber ich war derjenige der als der erste Teil sozusagen zu Ende war wir hatten das waren mal die Internet-Europe Foundation zusammen mit Oli Sambair und Reif Dommermut und Sorry Robert Gens und noch anderen.
01:08:03: Und daraus, das war dann irgendwann ans Ende gekommen.
01:08:07: Das haben wir neu belebt und haben es im Schwerpunkt eben auf die Innovationsthemen, vor allem auch die Defense-Innovation jetzt gelenkt.
01:08:15: Ja, das macht mir nicht nur Spaß aber ich halte zwar einfach eine sinnvolle Sache.
01:08:19: Sind
01:08:19: auch die alten wieder mit dabei?
01:08:20: Also Robert und Oliver sind...
01:08:22: Nee, Robert und Olli sind nicht dabei.
01:08:23: Aber andere sind dabei.
01:08:25: Achim Weiß zum Beispiel ist sehr engagiert der CEO von Ionis Mitengagiert und wir haben auch einen größeren Kreis, auch Klaus Hummels ist es so im größeren kreis oder.
01:08:38: Also gibt eine Reihe von Leuten die mitmachen auch Unternehmerinnen, Unternehmer
01:08:42: aber sozusagen der wohlständige Unternehmer den neidest du denn nicht und dann brauchst du aber auch nicht für dich.
01:08:46: das sagst irgendwie jetzt.
01:08:48: eine schöne Jagd wäre noch was.
01:08:50: ich bin tatsächlich neidfrei also mir geht's gut und ja tatsächlich fehlt mir nicht.
01:08:56: Wenn mir was fehlt, dann fehlt mir hier und da mal Zeit um Hobbys nachzugehen oder Zeit für private Dinge.
01:09:05: Hast du noch
01:09:06: viel Kontakt zu deinen Krefeld-Uhrsprungsräumen?
01:09:12: Ich bin seit dem Abitur weg und das hat sich so ein bisschen... Es ist nicht mehr so auf meinem Weg normalerweise, ich komme selten dahin
01:09:21: Aber so ist das irgendwie eine oder zwei Leute von früher.
01:09:23: Ich würde gerne
01:09:23: öfter mal nach Krefeld zum Eishocker gehen, wenn die Zeit da wäre.
01:09:26: zu meinem früheren Verein.
01:09:27: Den nächsten ist er wahrscheinlich ja Hoffenheim angesagt oder sowas?
01:09:30: Ja weiß ich nicht, also ich bin halt... ...ich habe beim KIV selber gespielt und da würde ich halt gerne ab und zu wieder hingehen.
01:09:36: Im Eishock geht es wirklich?
01:09:38: In
01:09:38: der Jugend aber?
01:09:38: Ja Schüler-Jugend.
01:09:40: Ach heißt du hättest auch in einer Eishocke-Karriere vielleicht?
01:09:43: Dazu hat's nicht gereicht!
01:09:45: Weil du früher zweitig aufgehört hast oder weil...?
01:09:47: Ja genau, vorm Abiturschluss deutlich vorher.
01:09:51: Okay, also ist Eishockey schon ein Ding.
01:09:53: Ja?
01:09:54: Haben den SAP einen großen SAP-Reich nicht irgendwo Eishocke angesiedelt?
01:09:57: Gibt es nicht auch irgendwie... Doch
01:09:58: doch doch!
01:09:59: Wo ist denn mal die Nähe zu München oder so?
01:10:00: ne?
01:10:02: Lass uns SAP bitte separat bereden.
01:10:04: Mein Herz gehört immer noch den Kreffhölern an.
01:10:07: Das heißt wie es gibt nicht mehr diese Berge hast du alle bestiegen schon, die zu besteigen sind?
01:10:12: Ein paar in den Alpen ja..
01:10:14: Aber das heißt die ganz großen fehlen auch.
01:10:16: Wir hatten letztes Jahr, vor drei Jahren eine kleine Tour gemacht in Bhutan und da sind wir ein bisschen höher gekommen als üblich aber nicht in die obersten Dimensionen.
01:10:30: Und wie heißt dann bist du mit anderen deutschen Managern unterwegs?
01:10:33: Genau!
01:10:34: Also ist dieser legendäre Klub der Simi Launa, dass das dann die Truppe unterwegs ist?
01:10:40: Kleiner Teil davon, ja.
01:10:41: Das ist ja auch wenn du so eine Verantwortung dir jetzt übernommen hast zu sagen das wurde normal von auch Wirtschaftsgrößen aus der vorherigen Generation?
01:10:49: Ich bin in Anführungszeichen nur einfaches Mitglied aber ich bin echt beeindruckt vor allem durch die Mischung die wir haben von jüngeren und älteren und es nur haue gerade der Älterin davon was mitzunehmen.
01:11:00: schon
01:11:01: super!
01:11:01: Es hat immer Radon Messner mit gegründet ne?
01:11:03: Ja genau
01:11:04: Und jetzt bist du sozusagen auch da.
01:11:05: Sein Erbe oder seinen Übertrag ist das in die neue Generation?
01:11:08: Boah, dass wir so vermessen!
01:11:10: Reinhold ist in so einer anderen Liga.
01:11:12: ja, das ist unschastbar.
01:11:13: Immer noch übrigens bis vor kurzem immer noch... ... am Berg, also vor ein paar Jahren waren wir noch bergsteigend zusammen und ich war schwerst beeindruckt.
01:11:21: Was kann denn der... so beschreibbar sein?
01:11:23: Bestens
01:11:23: von der Konditionsseite?
01:11:24: und zweitens für den ist das alles so leicht füßig.
01:11:28: ja, da geht halt eine Wand hoch, da überlegt man sich wo es der nächste griffen, wo es die nächste tritt und da ist er schon oben.
01:11:34: Das ist einfach krass gut gewesen!
01:11:37: Also ich weiß nicht ob er noch klettert.
01:11:38: Ich glaube er klettert nicht mehr so viel.
01:11:40: Okay.
01:11:41: Wer aus der deutschen Wirtschaft ist hier noch ein richtig guter Kletterer?
01:11:44: Frags sie selbst?
01:11:47: Okay, okay.
01:11:49: Eine Sache kann ich sagen weil der Tim hat sie veröffentlicht.
01:11:53: Tim und ich waren letztes Jahr auf einer kleinen Tour in den Österreichischen ... war an der Grenze Österreich-Deutschland Und da fand ich ihm ganz ok muss ich sagen.
01:12:04: Zum Wettkiss?
01:12:05: Ja.
01:12:07: Die war nicht schwer aber die war auch nicht untechnisch.
01:12:10: also es gab so ein paar technische Passagen und er ist halt furchtlos und unerschrocken.
01:12:17: Also vielen, vielen Dank für die Rundum-Einschätzung.
01:12:20: Lieberinne, danke schön!
01:12:21: Danke dir!
01:12:22: So wen diese Folge gut unterhalten hat dem empfehle ich gerne ein Gespräch mit seinem langjährigen Nachbarn.
01:12:28: Ich habe es auch eingangs erwähnt Tim Höttges den bis heute ja Chef der Telekom und genau den hab' ich vor einigen Monaten getroffen.
01:12:35: wer das nochmal hören möchte um mehr Podcast Tim Höttges googeln.
01:12:38: und zweite Empfehlung eine andere Folge, die auch hier im Gespräch indirekt vorkam.
01:12:42: Und zwar mein Podcast mit Ralf Dommermuth dem Gründer von eins und eins oder Jüdens Internet den der René auch sehr gut kennt.
01:12:49: Die waren ja lange rivalen.
01:12:50: Mit ihm habe ich gesprochen vor ungefähr zwei Jahren.
01:12:52: kann man einfach googlen Ralf-Dommer-Mut-OMR-Podcast.
01:12:54: ihr werdet es finden extremst höhrenswert!
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